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10.2.1917 Erstes Blatt
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Nr. 35

Der Giehener LAzeiß«

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General-Anzeiger für Oberhessen

Zunehmende Wirksamkeit k§ Ll-Vostkrieges.

JgW Grotzrs Hauptquartier. 9. Februar

Westlicher Kriegsschauplatz.

Im Apern- und Wytschaetebogen. sowie von der Aucre blv zur ©ommc herrschte lebhafter Artilleriekampf.

Vormittags griffen die Engländer bei Serre an: sie wurden abgewresen. ' '

Auf den: NorÄufcr der Aucre setzten nach kurzer Unter- vvochung neue Angriffe eilt, m deren Verlmif wir bei Bailles- court etwas Boden verloren.

Nördlich des St. Pierre Vaast-Waldes ist von einem im mW* gescheiterten Vorstoß den Engländern eine schmale ^rnbruchstelle verblieben, die abgeriegelt ist.

Maas und Mosel stieß bei Flirrp nach wirk- ^urer ,-ceuervorbereitung eine Kompagnie bis in die dritte fmnzoslsche Linie vor und brachte bei geringem eigenen Ver­lust sechsundzwanzig Gefangene zurück.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Nsn der Düna bis zur Donau keine größeren Kampf-

Handlungen

Mazedonische Front.

Nichts Neues.

Dre Flreger erfüllten im Januar trotz strenger Kälte ihre wichtigen Beobachtungs-, Erknndungs- und Angriffs-

Aufgaben.

Wir verloren im verflossenen Monat vierunddreißig Flugzeuge.

Die Engländer. Franzosen und Russen buhten in Lust­kümpfen und durch Abschuß von der Erde fünfundfünfzig Flugzeuge ein. von denen neunundzwanzig jenseits der Linien erkennbar abgestürzt, sechsundzwanzig in unserem Besitz sind.

Außerdem rmnÄen drei feindliche Fesselballons brcnneiw zum Absturz gebracht: wir verloren keinen Ballon.

Der Erste Generalauartiermeister Lvdendorff.

Der Abendbericht.

Berlin. 9. Febr.. abends. (WTB. Amtlich.)

Im Westen nur an der S o m m e rege Feuertätigkeit. In Rußland. Rumänien und Mazedonien keine beson­deren Ereignisse.

Der Verteidigungskrieg, in den wir hinein gedrängt worden sind, hat uns, rauf) großen, überraschenden Er­folgen, keinen nationalen Grö ßenwahnsinn an gezüchtet. Heute haben nicht dieAnnexionisten" und Altdeutschen, auch nicht die Pazifisten und Welwerbrüderer das Wort, sondern einzig und allein spricht die höhere Macht des! Schicksals. In Hardens neuestemZuknnft"-Heft finden wir, mit einer unklaren Wsicht des Herausgebers untermischt, ein paar jetzt in eigentümlichem Lichte erscheinende Zitate aus Schriften Friedrichs des Großen und ans Goethe­worten. Der alte Fritz schimpfte auf die deutsche Literatur, sa auch auf die Shakespeare-Verehrung seiner Zeit:Shake­speares abscheuliche Stücke (Hamlet, Lear, Macbeth, Othello, Romeo, die Döbbelin den Berlinern zeigt) werden in deut­scher Sprache anfgesührt und die.Hörer scheinen im Genuß dieser albernen, eines wilden Kanadiers würdigen Reißer, die ich läppische Farcen nenne, in Wonne hinznschmelzen. Das Zeug verstößt gegen alle Regeln des Theaters." Er war besangen in Vorurteilen, ging im Feuer der Zeit­geschichte zwar vorwärts, sah jedoch das Licht nicht, das einer deutschen iKultnrentwickliing voranlenchtete. Goekhe hat umgekehrt, aug dem Dunkel des politischen Schicksals der Deutschen, Sätze geschrieben, die wir heute durch die Macht der Zeitgeschichte überholt finden. Goethe schrieb:Wozu das verwegene Aufitreben nach einer Emp­findung, die wir weder haben können noch mögen, die bei gewissen Völkern nur zu gewissen Zeitpunkten das Resultat vieler glücklich zusammentreffenden Umstände war und ist? Vor Römerpatriotismus bewahre uns Gott wie vor einer Riesengestalt! Wir würden keinen Stuhl finden, darauf zu sitzen, kein Bett, drinnen zu liegen."

Wir haben auch jetzt iwch keinenRömerpatriotismus", allein eine aufwärts steigende nationale Empfindung hat sich bei uns niemand angemaßt, sonderst die ungestümen Ereignisse unserer Tage haben sie uns gebracht. Die Lehre der Geschichte, die Sprache des zur Tat zwingendeil Schick­sals hat größeren Bestand als die Theorien auch größter Männer, die schließlich nur Kinder ihrer Zeit waren. Heute lesen wir über das, was uns Not tut, nicht in Büchern, irnr studieren nicht die Ratgeber früherer Epochen, sondern wrr richten, sorgenvoll, aber auch hoffensreich, den Blick auf me gebietende Stunde, auf die schwerwiegenden Ereignisse, mit denen uns jeder Tag neue Lehren kündet.Die Welb- wage neigt sich' so überschreibt heute diePost" einen Leit- auffatz, der nt folgenden Sätzen gipfelt:

. ist_mächtig, das zu bestreiten, wäre verblendete Tor-

fre?', aferc rucf}t allmächtig, und an einem Punkte gibt es auch ftrs .ngland ^n Halt. Heute wissen das schon manche klarsehenden Eng­länder, und wrechen ^ auch ans, es zeigt sich heute schon an den geivaltrgen Schwrerrgkerten wrr Wertreiben hier nicht, denen Nch England ausgesetzl steht, seit seinen Bundesgeiwssen die Kräfte amangen zu erlahmen und die Last des Krieges'fast ganz auf seine schultern Ku ruhen komntt Es ist natürlich nicht leicht st'ir einen Engländer wie far euren Neutralen, schnell umzulerucn, ivenn sie

den Glaubeir <nt Englands Allmacht sozusagen schon mit der Mutter- imlch erngesogen haben. Wer sich aber einmal Mühe gibt, den psycho­logischen Kern der letzten Reden Lloyd Georges herauszuschälen, »der wird füiden, daß sich hinter allen Kraftausdrücken und Schrmpfworten eine Unsicherheit , und ein Mangel an

vertrauen in ^ die eigene Kraft verbirgt, der grell

von den volltönenden Siegesverheißungen aus der ersten

Zeit des Krieges absticht. Im Februar 1915 noch

tonnte Lloyd George mit dem Hinweis auf die zwanzig Millionen Mann der Entente, denen die Mittelmächte nur halb so viel ent­gegen stelleil könnten, um die Seele und die Hilfe der Neutralen werben. An Norwegens Beispiel haben wir erlebt, ivie weit ein Staat, trotz seiner Neutralität der englischen Prestige-PolitU nachgeben konnte. Ist nicht anch die Politik Wilsons ein Schul­beispiel für die Wirkung des von England gezüchteten und mit allen Mitteln genährten Glaubens an Albions Allmacht? In Wil­son und seinen Hintermännern lebt nicht nur eine aus angelsgch- sischer Sympathie geborene Vorliebe für England, sondern es ist bei ihnen der feste Glaube cm Englands Unbesiegbarkeit der Ur­grund ihrer Verstands mäßigen Erwägungen.

, Deutschland ist der erste Gegner, der England zur Entfaltung seiner gesamten Macht zwingt und den wahren Kern der Prestige- Politik Englands enthüllt. Das ist durch die Wiederaufnahme des uneingeschränkten Unterseehandelskrieges geschehen. Ter feste Wille Deutschlands zum Siege, für den es kein Zurück mehr gibt, hat bereits bei den Neutralen, die nicht unbc dunst auf England ein- gejchworen sstid. Bedenken gegen Englands Allmacht auskommen lassen iind ihnen zum Bewußtsein gebracht, daß es auch gegen England Mittel gibt, durch die es zum erstenmal gezwungen wird seine gesamten Kräfte zu organisieren, um dem Ansturm zu be­gegnen. Werfen wir jetzt das reale Gewicht in die Wagschale, das uns die gütige dfittur in unfern reichen Bodenschätzen geschenkt Hat, und beirntzen wir die durch die ?lbsagc an Wilson geschaffene Stimmung, so steigen vor uns in greifbarer Gestalt Ersolgsmüglicl)-- keiten aus, wie imsern Diplomaten seit langem keine geboten wurden."

* » *

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien, 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 9. Februar 1917.

Oestlicher Kriegsschauplatz ^ An einigen Stellen der Front lrchhaftere Artillerie tatlgkert und für uns günstige Patrouillenunternehmnngen.

Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.

Keine Ereignisse von Belang.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v.Höfer, Feldmarschalleutnant.

* * *

Die Kämpfe im Sommegebiet.

Berlin, 9. Febr. (WTB.) Me englischen Angriffe im Somme gebiet verfolgen das Ziel, die englischen Stellungen, rov ste nach dem erfolglosen Zusammenbruch der großen Offensive rm vorigen Sommer besonders ungünstig liegen, an einzelnen M- schnrtten der Somme zu verbessern. Besonders die Anstrengungen der Engländer rm vereisten Ancrebachtale dienen diesem Zwecke. Me Einnahme des znsammengeschossenen Oertchens Grand­court, dessen freiwillige Rauinung den Engländern drei Tage ver­borgen geblieben!war, bezeichnet der englische Funkspruch Carnarvon als eucen neuen Markstein des Generals Haig auf dem Wege nach Bapaume, woraus zur Genüge hervorgeht, daß die Engländer nach den Mrßerwlgen des vorigen Jahres ihre Ansprüche äußerst ge­mäßigt haben. Ter Funkspruch Lyon erllärt, daß durch die Ein­nahme von Grandcourt sich die Zahl der zurückeroberten Törfer auf 53 erhöhe, eine Feststellung, in der sich weniger Triumph als Hoff­nungslosigkeit ausspricht.

Tie deutschen Truppen bestehen den dritten Kriegswintec rn der gleichen unerschütterlichen moralischen Haltung wie die beiden: verflo)senen. Sie leiben wenig unter der Kälte, da sic gut aus-« gerüstet und gnt verpstegt sind und die Unterstäube auf der gesamten r^wnt durch Holzkohlenöfen erwärmt werden. .In unzähligen, kühnen und erfolgreich durchgest'ihrten Unternehmungen von Kund­schafter-Patrouillen drückt sich jener ungebrochene Kampfesmut aus, nnt welchem sie den Ereignissen im Frühjahr entgegensehen.

Die Fliegertätigkeit an der Westfront.

Berlin, 9. F^br. (WTB.) Bei klarem Frostwetter herrschte am (. und 8. Februar an der ganzen Westfront rege Flieger- tätigkeit. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Tagen zeigten stch auch die feindlichen Flieger mehr, konnten uns aber au der Fernaufklärung nicht hindern. Vier feindliche Fluazcuge nurden abgesckwssen. Leutnartt von Bülow brachte bei Linselles seinen achten Gegner zum Absturz. Unsere Kampfgeschwader be» legten wichtige Bahnhöfe, Unterkunftsvrte, Munitionslager und In­dustrieanlagen mit rund 5000 Kilogramm Bomben. Besonders im Munitionslager von Hericourt und in den Industtieanlagns von P o m p e y und N e u v e s - M a i s o n wurden dabei gute Tref­fer beobächtet. Mehrere Bräirüe wurden verursacht.

Die Antwortnote Schwedens an Wilson.

Stockholm, 9. Fe'br. lWTB.) Meldung der Svenska Telc- grambyran. Me Note, die der s chw e di s ch e M i n i st e r de s Aeußern bem Gesandten der Vereinigten Staaten, Nelson Morris, in Beairtworttmg des Vorschlages des Präsidenten Wil­son cui die Neutralen übergeben hat, hat folgenbestr Wortlaut'

Indem ich Bezug nehme auf Ihren Brief vom 5. Februars durch beit Sie der Königlichen Regierung die Ansicht Wilsons mitteilten, daß es im Interesse des Friedens angezeigt sei, aus Anlaß der neuen Seesperre., die von der deutschen Regierung er­llärt worden ist, eine der Haltting der Vereinigten Staaten ähn­liche Haltung einznnehmen, habe ich die Ehre. Ihnen folgendes zur Kenntnis zu bringen: Tie Politik, die die Regierung des Königs während des Kriegs befolgt hat, ist eine streng unpartei'i-j sche Neutralität. Die Regierung hat alles ihr Mögliche getan, um treu, alle Pflichten zu erfüllen, die ihr diese Politik auferlegt. Gleichzeitig hat sie, soweit möglich> die Rechte geltend, gemacht, die daraus abzuleiten sürd. Ilm ein praktisches Ergebnis zu erzielen und die Prinzipien des VöllccrechLs anfreclK zu er­halten, hat sich die Regierung mehrinals an die nenttaleir Mächte gewandt, um zu einem Zusammenarbeiten zu dem genannten Zwecke zu gelangen. Insbesondere hat es die Regierung'

nicht unterlassen, der Regierung der Bereiangtsr Staaten Vor­schläge zu diesem Zwecke zu unterbreiten. MU Bedauern Hst dro Regierung des Königs festgestellt, daß die Interessen der Vereinigten Staaten es ihnen nicht erlauben, sich diesen Vorschlägen anj©- schließen. Me so von der Regierung des Königs gemachten Vor­schläge HWen zu einem System von gemeinsamen Maßnahmen zwl--> schen Schweden, Dänemark und Norwegen gegenüber den beiden kriegführenden Parteien geführt. In der Politik, die die Regwrmig des Königs zur Aufiechterhaltung ihrer Neutralität und zur Siche­rung der legitimen Rechte des Landes befolgt, ist die Regierung des Königs, die ejin Herz für die unbeschreiblichen Leiden hat, die von Tag Mi Tag grausamer auf der ganzen Menschheit lasten, bereit, jebe sich darbietende Gelegenheit zu.ergreifen, um zur Herbeiführu^ eines dauernden Friedas beizuttagen. Sie hat sich daher beeill, sich der vollen Initiative des Präsidenten anzuschließen, zum Zwecke, die Möglichkeiten zur Herbeiführung von Verhandlungen zwischen den Kriegführenden zu prüfen. Der Vorschlag, der den Gegenstand des gegenwärtigen Briefwechsels bildet, gM als Ziel die Abkür­zung des Kriegsübeltz an. Mer die Regierung der Berfinigten Staaten wählte als Mittel, zu diesem Zweck zu kommen, ein Ver­fahren, das durchaus im Gegensatz zu den Grundsätzen steht, die bis zur gegenwärtigen Stunbe die Politik der königlichen Re^ gierung geleitet haben. Die Regierung des Königs, die sich auf die Meinung der Nation stützt, wie sie durch die einstimmigen Ent­schließungen ihrer Vertreter dargetan worden ist, wird zukünsfigl wie in der Vergangenheit gegenüber den beiden kriegführenden Par­teien weiter verfolgen. Sie wird ihn nur dann zu verlassen geneigt sein, wenn die L e b e n s i n t e r e s s e n des Landes und öie Würde der Nation sie zwingt, ihre Polittk zu ändern.

(gez.) K. A. Wallenberg.

Die schweizerische Rote au Wilson.

Bern, 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Nachdem der Bundesrat bereits mn vergangenen Montag die vorläufige Antwort ans die Note Wilsons erteilte, hat heute der Burr^ desrat den endgültigen Wortlaut der Note an Ame­rika sestgestellt. In ihr werden die Gründe auseinander- gesetzt, die der Schweiz verbieten, sich dein amerikanischen Vorgehen anzuschließen und aus der Neutralität heranszu- treten. Ferner hat heute der Bundesrat den Wortlaut dev Note an Deutschland feswesetzt, in der zu der ver­schärften U-Bvot-Sperre die Stellung der Schweiz um­schrieben wird. Die Noten werden morgen in Berlin imbi Washington überreicht.

Uruguay und der U-Bootkrieg.

Montevideo, 9. Febr. (WTB. Mchtamtlich.) Die Regkv- rmrg von Uruguay lehrtt in ihrer Antwort auf die deutsche Note die deutsche Auffassung über den Ib-Boot-Krieg atz.

*

Freies Geleit für Bernftorff.

Washington, 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Mel-. düng des Reuterschen Bureaus. Amtlich wird bekarrntgege- ben, daß Großbritannien und Frankreich dem Grasen Bernstorfs und seinem Personal freies Geleit gewährt haben.

Bewaffnung der amerikanischen Handelsschiffe.

New York, 8. Febr. (WTB. Nichtamllich.)Central News^^ meldet: Staatssekretär Lansing hat den amerikanischen Reedern mit­geteilt. daß Handelsschiffe Geschütze an Bord haben dürfen, um sich gegen U-Boote zu verteidigen.

New Dork, 9. Febr. (WTB. Nichtanttlich.) Meldung de^ Reuterschen Bureaus. Me Amerikan Line hat die Abreise ihrer DampferSt. LouiT( undSt. Paul" für unbcstimntte Zeit aufgehoben, da die Regierung es ablehnte, der Gesellschaft einen! Rat zu geben, ob ihre Schiffe eine Fährt unternehmen kömrten oder nicht, die sie in das deutsche Kriegsgebiet bringen würdem

Die Behandlung der deutschen Schiffe in Amerika.

Berlin, 3. Febr. (WTB. Nichtamtl.) Nach einer hier ein- gegangenen diretten Meldung derNewyork Times" haben weder die amerikanischen Militär- noch Marinebehörden die Verhaftung deutsckjer Matrosen angeordnet. Die Mati'osen, die ihre Schiffe verlassen wollten, wurden aufgefordert, sich zur Eimvanderer- )tatton zu begeben und das Land auf diesem gewöhnlichen Wege zu betteten. Den DampferKrmrvrüczessin Cecllie" lxrt man m Boston un Verlaufe eines seit laiHem anhängigen Zivilprozesses nnt Beschlag belegt. Diese Maßnahme ist aber mir gettofsen wor­den, nm eventuellen Schaden zu verhindern, der den Wert des Schiffes als Sicherheit für die Kläger herabminderu könnte. Was diie anderen deutschen Schiffe betrifft, crllärte die Regierung offt- zrell, daß sie diese n i ch t b e s ch l a g n a h m c n werde und öaß die Deutschen über die Schiffe nach Belieben verfügen könnten Die Mannschafterc der internierten deutschen Kreuzer wurden aus Sicherheitsgründen von dort entfernt, sie sind gut ausgebobeu. Ties ist der vollständige Tatbestand der dorttgen Ereignisse im Zu- sammenhang mit den Deutschen und den denfickmi Sckftffen.

C ebu (Philippinen), 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Renter- Meldung. Nach eiuenc Gerüchte soll an Bord derPrinzessin Alice" voni Norddeutschen Lloyd Feuer entdeckt wenden sein, nachdem die Bemamiung. das Schiff verlassen hatte. Das Feuer wurde gelöscht, ohne daß Mel schaden angerichtet worden )värc.

Ein Dampfer des amerikanischen Hilfsausschnffes für Belgien versenkt?

Kopenhagen. 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Mel­dung von Lloyds Agentur, daß der dänische DanipferLarsj K,ru)e' von emem deutschen Unterseeboot versenkt worderi )ti, ruft hier großes Auffehcn liervor. da das SaM in! Diensten) des anienkmiischen Hilfsausschusses für die notleidcniden Belgier stand und mit einer Getteideladmig für Belgien voll Bunws Aires ^^^^pllbvdam wilerwegs war.Nationaltidende" erklärt, da das Schiff vermutlich am 4. Febinar versenkt worden sei und nach Kerndeutschen ^ amtlichen Erklärung unter die Schiffe bis zum 5. Februar geschont werden sollten, so stehe die Versenkung sowohl rnit dem Abkommeii ztmschen Deutschland und Amerika, als auch mit der amtlichen deiitschen Erklärung in Widerspruich. Da über die Be)atzmig in der Lloyd-Vteldimg^mchks gesagt ist, so sei anzuneh- men, daß sie gerettet wurde. ^

Falls der Dampfer die vorgeftlr-riebenen Abzeichen der belgi­schen Hilfskvnrmission getragen hat. ersaMnt die Versenkung durch ein deutsches U Boot ausgeschlossen. Bestimmtes iaun erst nach der Rückkebr unserer U-Boote sestgestellt werden.

Berlin, 9. Febr. (WTB. 'lftchtamtlich.) Zeitungsnacki* richten zufolge ist der dänische DampferLors Kruse", mit!