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9.2.1917 Erstes Blatt
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^ - 6 Febr. (WTB.)

FlschersahrzeugR vmt o Ferruccio

^1; Ö8$®- Äichtamtl.) Lloyds meldet' ^F"-^rs°hrzcugRupert" (117 Tonnen) ist versenkt

London, 8. ?SeBr. (WTB.) Lloyds meldet, daß das (144 Br.-R.-T.) und der Dump . Versenkt morden fhth

z»tzi?LLLKL! KS? JS(|?r iS SS? W

^ktou Brrtvn" (1337 Tonnen), dus Arscherfalir^e^ Prrmerose" (113 Donnen) periranische BarkLorton" (1418 Br.-R.-T).

Bern, 8. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Dem

ers en kt: (163 Tonnen), die eng- Tonnen), Tonnen), englische und die

Äf fi ? b £-f a T 80 Mann d7r B«sätzung^s'v'Aenkten

Dampfers ,,Bage" eingetroffen. ^

Aus dem Reiche.

. d«?lin, 8 Febr. (WTB.) In der heutigen Bundes- ratssrtzung gelangten zur Annahme: der Eirtwurf einer Be- kanntmachung Ivegen Mwendung dn- Vertragszollsätze auf Waren der Entnnnf einer Bekanntmachung wegen Zoll- Ar^ertserzeugirijse der in der Schweiz unter­gebrachten deutschen Gefangenen, der Envourf einer Bcirnnt- machung überden Zahllos verkehr mit dem Ausland, Lr Cmt- winf emer B^anntmachnng über den Kettenhandel in Textilen, I usw der Entwurf einer Verordnung überden

^ussKnö der OefseMichkeit für Patente und Geb^Ämnster ^^^^rner Bekanntnrachung zum Schutz von Kriegs- !Ä^6en, der Entwurf einer Bekanntmachung betreffend Ent- Berl^aftung oder AufentlMltsbeschränkuug N Q^cr ^^^bes und des Belagerungszustandes.

* e fJLU!' (WTB.) In der heutigen Sitzung

^rsttrrkten^StaatshausHalts crusschusses des Llbaeord neteichcruses erklärte beim Etat der Eisenbahnverwallung der Minister, daß nach dem Kriege die Frage einer all Erhöhung der Tari fe für den Güter- uno Personenverkehr von ungewöhnlicher Bedeutung sei Dre Weigerung der personellen und sachlichen Kosten mache erne Erhöhung unerläßlich. Der Minister wies unter mi- deren r ferner darauf Hin, daß die Reichsvle r kehrs. 1 teuer unter allen Umständen kommen werde. Der Zeit- würde abhängen von der Belastung des Reiches. Es sei aber ertvünscht, daß diese Steuer vor der Tariferhöhung der einzelnen Staatsbahnen einqeführt werde.

des

E W »ri-M-u»ervLnmg«

S7,^ l M^. -blaust. Zur Abgabe einer B e s i tz stcuerer- Z^aonm dcrsEn -mt emem steuerpflichtigen Vermögen von 20 000 Mk. und darüber verpflichtet, wenn sie srüber

nicht zum Wehrbeitrag veranlagt worden sind so^

Webrbküi?^^.' derrn Vermögen sich seit der Veranlagung 'zum Wehwntrage oder gegenüber dem für eine zukünftige Veranlagung zur Besitzsteuer als nurßgebend sestgestellten BcrmögensstandcOu m vers^n ls10 000 Ml. er h ö h t ha t. Ebenso sind alle Einzel- deren Vermögen sich seit dem 1. Januar 1914 bis 31. De- i um mehr als 300 0 M. auf mindestens

geben 0 er ^ ^ at/ verpflichtet, nne Steuererklärung abzu-

^l e ^ Januar 19 00 geborenen Landskurm- Michtigen der ^Vtadt Gießen mülsen sich am 15. Februar d. Js.. vormittags von 812 Uhr und nachmittags von 26 Uhr im alten Rathaus am Marktplatz zur Landsturmrolle melden. Siehe Bekanntmachung.

m ^cn^ortrag. Aus den SamStag abend 8H, Uhr in der neuen Aula deS Vorlesungsgebäudes stattsindeuden Vortrag über L a n d u n d L e u t e in Deutsch-Siebenbürgen möge auch an ** ec ^^lle noch einmal hingewiesen werden.

Da sh e u t i g e K r e i s b l a t t Nr. 23 enthält Bekannt­machungen iwer Bestandserhebung von landwirtsäiaftlichei: Ma- MMen und Geräten, Ablieferung von Brotgetreide, Hindenburg- spende, Hausschlachtangen, zur Entlassung kommende Schüler, dre em^yandwerk erlernen wollen, Kciegsbeschädiateiifürforge, Militär- Verhältnisse der ehemaligen Hilfsschüler, Vorratscrhebung vom 15. Februar 1917.

Landkreis Gießen.

9. Febr. Den: Gardefüsilier Heinrich Will an Kaisers Geburtstag das Eiserne Kreuz

rb.

Aus Hessen.

Finanzausschuß der Zweiten Kammer. Darmstadt, 8. Februar. In der heutigen Sitzung

^lii üll ? au !^ u r f f e i bcr Zweiten Kammer wurde dre Etatsberatung fortgesetzt. Bor Beginn der Besprechungen richtete Kammerpräsident Köhler an den 1. Ausschuß die Bitte, wegen der Kurze der Zeit die Verhandlungen möglichst zu beschleunigen und von allzu umfangreichen Berichten abzusehen. Der Ausschuß erklärt sich gern bereit, dem zu folgen, und erledigte l>eute den größeren Teil des Voranschlags bis aus wenige Kapitel des Mini­steriums des Innern. Es stehen noch aus. das Ministerium der .uistiz! und der Finanzen. Mit der. Regierung soll besprochen wer­den : die Neuansorderung für einen ärztlichen Leiter der Medizi- niich-wii senschaftlichen Abteilung'der Bädcrkundlichen An- ^ ^ v Bad-Nauheim , sodwin die Stelle eines viertem

Ministerralvats im Mmisterium des Innern, ferner die Erwei- terung des landwirtschaftlichen Instituts in Greßen durch Errichtung des agriruhur^emt-» 1 chen Lab 0 rat 0 riums. Im übrigen werden die sämtlichen Kapitel nach den Vorschlägen der Regierung erledigt.

Au«

Stadt und Land.

Gießen, 9. Februar 1917.

Schützt eure Kartoffeln vor 5roft.

Keine Kartoffel, die noch verwerrdet werden kann, darf verderben.

** Seid sparsam im Kartoffelverbrauch und ersetzt die Kartoffel durch die Erdkvhl- rabe. Unsere Kartoffelvorräte sind knapp. Einen brauch­baren Ersatz für die Kartoffel bietet die Erdkohlrabe, die aber in frischem Zustande mir bis etlva Mitte März ver­braucht werden kamr. Jedermann sollte daher jetzt noch uroglichst Erdkohlraben an Stelle von Kartoffeln verzehren, inm so recht lauge mit seinen Kartoffeln zu reichen. Die Krnnmunalverbaude, zu deren Gunsten die Erdkohlraben lieschlagiurhiut sind, werden es sich angelegen sein lassen, die Erdkohlraberi gerade jetzt an die Verbraucher obm* geben.

" A uszeichnung en. Dem Gelreiten Karl Lenz im ^eld-Artillerie-Rgt. 805, Sohn von Marie Lenz Witwe hier, wnrde an Kaisers Geburtstag das Eiserne Kreuz verliehen. - Ter Kriegsfreiwillige Aug. Noll im Jnf.-Regt. 116 wurde am Ge­burtstage des Großherzogs zum Gefreiten befördert und erhielt am Geburtstage des Kaisers daS Eiserne Kreuz 2. Klasse. t ** Dersonalnachricht. Ter Grvßherzog hat am 7. Febr. d. Js. den Wasierbauassessor Bauinspektvr Ludwig I ck e s zu Mairrz märe Verleihung des EhcrrakterS alsBaurat" zum ständigen Hilfsarbeiter in der Minisderialableilung für Bauwesen ernannt

y Oberstleutnant Hessig ist am 22. Januar nach langem schweren Leiden in Erfurt verschieden. Er war alter 116er und Veteran von 1870/71.

** Verhalten bei Gasentweichungen. Infolge des starken Frostes ist der Erdboden bis zu einer Tiefe von 0,90 m gefroren, und es besteht dadurch die Möglichkeit, daß Brüche und« Undichtheilen am Gasrohrnetze entstehen und das Gas unter der gefrorenen Straßendecke in die Häuser, auch die keinen Gasan­schluß haben, geleitet wird. Bei etwa auftrctcndeni Gasgeruch in einem Hanfe ist die allergrößte Vorsicht geboten. Wo Gasge­ruch sich bemerkbar macht, ist Licht und Feuer feruzuhalte!n, die Türen und Fenster sind zu ö ffnen und das Gaswerk auf dem schnellsten Wege zu benachrichtiaem Kein Raum, in idem es nach Gas riecht, darf zu längerem Aufenthalt für Personen, namentlich nicht zürn Schlafen, benutzt lverden.

**,Schlüssekwaren-Verteilung (Haferflocken). Tie Haferflocken können von Samstag, den 10. Februar 1917 ab in, den Geschäften, bei denen die Eintragung in die Bestell-Liste ergolgt ist, gegen Barzahlung imd Vorzeigung der 9lusweisrrum- nvern ot Empfang genommen werden. Es entfallen auf die Per- wn 125 Gramm Haferflocken. Tie Ausgabe von Gries erfolgt spater Näheres siehe Bekannlnlachung.

'Auch ausländisches Fleisch ist niarken- p s l i ch t r g. Immer wieder wird aus verschiedenen Teilen des Reiches gemeldet, daß angeblich ausländisches Fletsch öffentlich als als markenfrei ausgeboten wird. Insbesondere soll vielfach Wurst und Speck als nicht markenpflichtig bezeichnet und zu Wucher- prelsen angeboten werden. ES wird wiederholt daranf hingewiesen, daß Au^nahinen vom Markenzwange auch für Fleisch ausländi­scher Herkunft nicht bestehen. Hierauf werden insbesondere alle ^"^E'^^orden schon zur Verbinderung wucherischer Ausbeutung des Publikums und im Interesse strenger Durchführrrng der Ver- brauchsregelung zu achten haben.

^ Kriegssteuer. Die Handwerker-Bera­

tungsstelle dos Ortsgcwerbevcreins weist nochmals darauf hin, daß

* Annerod, von Annerod wurde 2. Klasse verliehen.

** Beltershain, 8. Febr. Wiederum sind einige unserer Krreger wegen bewiesener Tapferkeit vor dem Feinde ausgezeichnet worden. Ter bei einer Mniritionskolonne im Osten stehende llnter- offrzrer Emil Hach, dem bereits vor zwei^ Jahren im Westen das Erserne .Krenz zweiter Klasse verliehen umrde, erhielt vor kurzem die Hessische Tapferkeitsmedaille: die gleiche Auszeichnung erhrelt der Jäger Will)elm Kautz bei einem Jäger-Regiment zn Pferd im Osten. Tenr Ntusketier Karl Petri wurde das Eiserne ftrai; zweiter Klasse verliehen. Zum Gefreiten beför­dert wurde der Grenadier Heinrich Erb, der auch Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapferkeitsmedaille ist.

* Beltershain, 9. Febr Zlnn Gefreiten befördert wurde der Gardefiistlier Karl L a u n s v a ch , der bereits im vorigen Sommer das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhalte« hat.

*' Lich, 6. Febr. Dem Musketier Wilhelm Nix, Res.-Jnf.- Regt. Nr. 67, 1. Komp., wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.

b. S t e i n b a ch, 8. Febr. Kanonier Heinrich Becker, Sohn des Heizers Karl Becker I. dahier, erhielt znm 27. Jan. das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

r r,a 0 r *° ff' 9- Febr. Eine große Ehre wnrde dteser Tage dem seitherigen Unteroffizier Adolf B ö ch e r von hier zuteil. Bücher trat im Herbst 1912 bei dem Garde-Jnf.-R-egt Nr. 115 als Rekrut ein. Im Spätjahr 1914 wurde er zum Ge freiten befördert und mit der .Hessischen Tapserkeitsmedaille aus gezeichnet. 1915 wuiLe er Unterofsizier und erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. Ende vorigen Monats ernannte man ihn weiter znm Bizeseldwebel und beehrte ihn mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse.

Kreis Büdingen.

G Anlen-Diebach. 9. Febr. Für sein tapfere« Verhalten vor dem Feinde erhielt der Gefreite Heinr. Jüngling im In Rgt. 116 das Eiserne Kreuz.

B l e i ch e n b a ch , 9. Febr. Die hiesige Feld- und W a l d j a q d wurde an den Fabrikanten Fr. W. Schneider- EscherSheim bei Frankfurt a. M. für 1625 Mk. verpachtet. Der bisherige Pachtzins betrug 1400 Mk.

£ (Staub erg, 8. Febr. Bei der letzten Verpachtung der biefigen Jagd wurde der doppelte Pachtpreis gegen früher mit 1600 Mk. erlöst. Pächter wurden drei Herren aus Nierstein a. Rh

4t H a i n ch e n, 9. Febr. DaS Eiserne Kreuz erhielt Lehrer Lösch. Er rettete drei verschüttete« Kameraden das Leben und wurde für diese brave Tat ausgezeichnet.

4t H i m b a ct), 9. Febr. Die Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt der Kanonier Heinrich K n t ck e l im Res.-Feld-Art.-Rgt. 56

4t Leid hecken, 9. Febr. Hier wurden nachtS Wäschestücke und Hühner gestohlen. Ein Polizethirnd nahm die Spur nach einem Nachbardorfe auf.

A Unter-Schmitten, 8. Febr. Otto Dechert von hier, Musketier, galt seit anfangs Dezember v. IS. vermißt. Kürz lich erhielten seine Angehörigen von ihm die Nachricht, daß er in französische Gesa,igenschaft geraten und krank sei. Der Vater und der älteste Bruder des Genannten stehen gleichfalls beim Heere.

4t Wolf, 9. Febr. Die Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt Heinrich Malfeld.

Kreis Lauterbach.

ü. O b e r - M 0 0 s , 9. Febr. Landstuvnrmmm Paul R a u s der Sohn des Hch. Rausch, eines alten Kriegsinvaliden von 1870/71, erhielt das Eiserne Kreuz. Er steht seit August 1915 im Felde und liegt eben wegen einer schweren Kopfverletzung in einem Frankfurter Lazarett. Musketier Paul Schäg, ein Sohn des Landwirtes Paul Schäg, Nnwde ebenfalls mit dem Eisernen Kreuz misgezeichnet. Er nimmt seit Mai 1915 am Kriegs teil und ist bereits Inhaber der Hessischen Tapserkeitsmedaille.

rr. Schlitz, 8. Febr. Kaufmann Paul T h ö t, Unteroffizier im Landwehr-Jnf.-Regt. 116, erhielt zur Hessischen Tapserkeits medatlle noch das Eiserne Kreuz. Desgleichen wurde Emil T h ö t, Sohn des Lokomotivführers T h ö t, mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.

Kreis Schotten.

Schotten, 9. Febr. Landwehrmann Schaub tm Jnf.-Regt. 114 erhielt das Eiserne Kreuz. Lehrer Pfeifer in dem benachbarten Dorfe Götzen, Leutnant d. R., erhielt dasselbe Ehrenzeichen.

Aus dem oberen Bogelsberg, 7. Febr. Mit an­haltend grimmiger Kälte scheint m diesem Jahr der Winter zu verlausen. Niemand kann sich einer so kalten und so lange ununter­brochen dauernden Wirrterfälte entsinnen. Bon Tag zu Tag nimmt sie zu und erreichte bis jetzt über 20 (^vad C. Mag dieser strrriSa Frost auch der überwinterndem Saat infolge des dicken Schnees nichts anhaben, so hört man doch allenthalben Nagen, daß selbst in Kellern, die jetzt besonders üwhl verwahrt wurdeir. DicQvurz und Kartoffeln zum großen Teil erfroren seien. Sehr vrÄe rm Keller abgestellte Wasserleitungen brachen durch die allzu starke Kälte aus.

Ununterbrochener Schnee fäll schützte die Würtersaal vor dem Erfrieren. Durchschnittlich liegt der Schnee! 4050 Zentimeter hoch, sämtliche Hohlivege sind zug^eweht. Wo man versuchte sie dem Verkehr frei zu schöpfen, waren sie in »veniger Zeit durch den starker: Sturm wieder vollständig unteirnllich. So ist es keine Seltenheit, Schneewehen, die riber 2 Meter hoch fiitb zu finden und diese über* Aftern zu müssen. Sehr geschickt hilft sich in jetziger Zeit der geübte Schneeschichläuser über alle diese Verkehrshindernisse hinweg.

Kreis Friedberg.

-Ü-. Trais- M ünz en be rg, 9. Febr. Musketier Gustav Storch von Münzenberg, Enkel des Pferdehändlers Storch hier, geriet am 15. Dezember v. Js. in französische Gefangenschaft.

Starkenburg und Rheinhessen.

)( D a rm st ad t, 8. Febr. Am Dienstag, den 13. Februar, findet die 25. Frauenkonferenz deS Verbandes evangelisch-kirchlicher Frauenvereine statt. Im Mittelpunkt der Tagesordnung steht ein Portrag der Missionarin Antonie Steiner vom Morgen- ländischen Frauenverein über »Erfahrungen ans der Arbeit unter den christlichen und heidnischen Kols-Frauen". Auch Herren sind bei dem Vortrag herzlich willkommen.

Hessen-Nassau.

, = Frankfurt a. M., 7. Febr. Ter erste diesjährige Ar- be:tsPferdemarkt anr Ostbähnhvf war von etwa 150 Tieren

beschickk. Bel fchvep^endem Behaus des Marktes wurden seifte hohe Preise angelegt. Erst als die Preise etwas fartfot, wuchs die Kauf­lust, so daß der Markt schließlich geräumt wurde. Das dargebotene Material an schweren, leichten und mittleren Arbeits- und Wagens Pferden war im ganzen gut. .Llnch für Schlachtvieh bezahlen die Händler hohe Preise.

--- Frankfurt a. M., 8. Febr. Die Stadtverwaltung plant die Errichtung von G e m ü s e t r e t b r ä u m e 11, um die Be­völkerung inöglichst frühzertig mit Gemüsepflanzen zur Weiter­kultivierung versorgen zu können. Die Einrtchtungskosten sind auf 15 000 Mk. veranschlagt.

Frankfurt a. M., 8. Febr. Auf Beschluß des Magistrats bleiben die höheren Schulen, die FortbildungS- und Fachschulen uoch weitere acht Tage, bis zum 18. Februar, geschlossen.

(9cric^t$|aa(.

Zuchthaus für Lebensmittelkartendiebc,

.= Frankfurt a. M., 8. Febr. Tie Strafkammer .ver- urtnlte heute früh den desertierten^ Soldaten Emil ©dnönemann wegen^Tiebstahls von 30 (XX) Brotmarke,:, 760 F! üschkarten und 1000 Seifentarten zu drei Jahren Gefängnis. Schön >i r,:ns Hehler, der Schneider Karl Easpari, der Fahrrad Händler Martin Gerhard und der HäMer K l ü h, die mit den Marken einen lohnenden Schleichhandel betrieben hatten, wurden ebenfalls zw schweren Strafen verurteilt. Klüh erhielt, da er auch am Ticb- ftahl beteiligt war, zwei Jahre Zuchthaus, Caspar: wegen Hehlerei im Rückfall drci Iahr uno 1 Monat Zucht Haus, Gerhard 3 Jahr und 2 Monat Gefängnis. Außerdem verloren die drei ans fünf Jahre die bürgerlichen Ehren­rechte. Im Urteil führte der Richter begründend aus, daß derartige Diebstäbl ebesonders hart geahndet weÄ»en müßten, da sic die ge­rechte Brotverteilung in Frage stellten und ein Verbrechen an der Allgenreinheit darstellen.

Letzte Nachrichten.

Lmerikas abwartende Haltung.

Newhork, 9. Febr. (WTB. Ndamtl.) Funkspruch des Vertreters vom W.T.B.: Eine Depesche derAffociated Preß" ans Washington meldet, Wilsan habe Schritte getan, damit die Haltung der Regierung während dieser gespannten Wartezeit eine Haltung ruhiger Ueberlegnng und über jeder Kritik erhaben sei. Es wird amtlich bekannt gegeben, daß die amerikanische Regicrmrg sehr darauf sehen wird, daß Deutschland und alle anderen ftem-- den Länder keinen gerechtfertigten Grund zu einer Klage haben sollen. Allgemeine Anweisungen sind an die Beamten der Bundes­regierungen in allen Teilen des Landes ergangen, un: jede über-^ eilte Handlung zu vermeiden ::nd nichts zu run, was nicht gan; gesetzwidrig ist und in das Gebiet der Regierung fällt. Von den Beamten wird erwartet, daß sie jede Tat vermeiden werden, die irgend zweifelhaft erscheinen könnte.

Bern, 8. Febr. (WTB. Nicbtamtl.)Matin" übernimmt eine Depesche desNewyorker Herald" aus Washington, in der die Regierung erklärt, es sei augenblicklich materiell unmöglich, alle amerikanischen Sclftffe, die das Seesperrgebiet berühren, begleiten zu lassen. Sie beto:rt nachdrücklich, daß die Frage, ob amerikcw nische Schiffe die deutschen Vorschriften übertreten und in die Gescchrzone eindringen wollen, von den Reedern selbst gelöst werden nrüsse. Tie amerikanischen Schiffe seien berechtigt, der deutschen Bekanntgabe nicht Rechnung zu tragen. Tie Reeder ihrerseits möch­ten, daß die Regierung euren endgültigen Entschluß fasse. Es sei ungerecht, ilmen die Verantwortung si'tr Handlungen zu überlassen, welche den Krieg entfesseln könnten.

NcwPork,5. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Funkspr::ch vom Vertreter des WTB. Washingtoner Depesä>en finden es im Hinblick auf die übertriebenen und irreführenden Berichte über die einfach­sten, seit Abbruch der Beziehungen zu Deutschland ergriffenen Ver­waltungsmaßregeln bezeichnerü), daß die hartnäckigen Meldungen! über die bevorstehende Beschlagnahme der durch den Krieg in ameri­kanischen Häfen ftstliegenden Schiffe eine autorisierte Erllärung hervorgerirfen-haben, daß ein solchetr Schritt nicht einmal erwogen werde. >

Amerika bewaffnet Handelsschiffe.

Kopenhagen, 8. Febr.Times" berichtet aus New Dort Eine der ersten und wichtchsten Beschlüsse, die Amerika traf, war, daß sämtliche amerikanische Handelsdampfer mit Geschützen am! Vorderschiff, Hinterschiff und Mittschiff versehen werden sollen Dir brutschen Schiffe in Amerika.

Paris, 8. Febr.Matin" erfährt: Zu den ernstex Beschädigungen deutscher Schisse in Amerika erklärt man in Amtskreisen, die deutschen Besatzungen hatten hierzu ein Recht, da sie nur deutsches Eigentum schädigten. Wilson und die Neutralen.

Wien, 8. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die Wendblätter stellen übereinstimmend mit großer Genugtuung fest, daß die europäischen Neutralen dem- Präsidenten der Berei:ngten Staaten deutlich zu verstehen aabeir, daß bei allem Respekt vor der ungeheuren Machtfülle, mit der ihn sein großes Reich bekleidet, seine Wünsche nicht ihre Wünsche sein können, da'ß sie sich vielmehr Vorbehalten, frei und n-nabhängig über ihre Politik und über ihr Schicksal zu entscheiden.

Amsterdam, 8. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reuters sche Bureau meldet aus Buenos Aires vom 7. Februar: Die argentinische Regierung hat dem deutsche:: Gesandten die Ant- uwrt aus die deutsche U-Bobt-Mitteilung überreicht. Tie Regliernng spricht darin das Bedauern aus, daß extreme Maßregeln für not­wendig erachtet werden und erklärt, daß die Regierung ihr Ver-, halte:: wie immer nach den simda:7nntalen Gesetzen und Prin> zipien des Völkerrechts einrichten werde.

Amerikanische Propaganda gegen den Krieg.

iAmsrerdam, 8. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einem Londoner Telegramm desAllgemein Hondelsblad" wird aus New Port berichtet, daß in den Vereinigten Staaten eine grvß<( Propaganda gegen den Krieg begamr Es werden die großen Vor­teile, die den Bereinigten Staaten aus der Erhaltung des Friedens ertvnchsen würden, geltend gemacht und alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Wilsor:s Erllärung, daß er die FeiMeligkeiten'noch abznwenden hoffe, mMunützen.

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