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5.2.1917 Erstes Blatt
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fcoiiLdje .je^fepTutc AJngc. Er vejchtoß uorlaufi§, die Lchiffs-

faWken iit lociiem Umfaatge$uffcelleii unfc die lueilere Entwicklung der Berhäktttissc absiöuixtat, um sobald tunlich, die Tonnage in ein« für das Land und die Schiffahrt günstigsten Weise ver- dkrnden zu können.

Infolge der Einstellung des gesmnten Postdampferverkehrs Lehnen sämtliche Banken Dänemarks vorläufig die Einlösung -LU-li scher. französischer, italienischer und ame­rikanischer Schecks ab.

Nack) Blättermeldmigen baden auch die Göteborger Dampfer ihre Fahrten nach England eingestellt. Ueber ein- dimsetü «Lreelentc sind bereits arbeitslos.

Da der Postverkehr nach England vollständig unterbrochen ist, sind sogar üi Göteborg mehrere Tausend für England bestimmte Doftsäcke anfgelagert.

Tin Besuch de- Königs von Schweden in Dänemark.

Kopenhagen, 3. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der König von Schweden ist heute mittag hier zu einem Privat besuch bestu König von Dänemark eingetroffen. Die Abreise erfolgt morgen.

Norwegen.

Kristiania, 3. Febr. (WTB. NichdrmEch.) Das Watt ..Sozialdcucokraten" nimmt Stellung gegen mehrere Blätter, na­mentlich gegen die ..Sjoesar^tidenbe", weck sie die norwegische Regierung zu einem scharfen Protest gcgpt die deutsche Soefperre- Erklärnng ans gefordert halben, was um.fr unangebrachter sei, da wesentlichen Anteil der Bercmtworttrng für d« Neutralen d« Reeder selbst tragen, indem sie sich Deutschlands Feinden zur Ver­fügung stellten. Tie deutsche Soesperre sei eirre Tatsache, die Nvr- teecen weder durch Proteste, :wch durch Wehklagen ändern könne und in die mttn sich schicken müsse.

Die Haltung Spaniens.

Basel, 4. Febr. (Zf.) Aus Madrid meldet HavaS: Der König verlangte telegraphisch von den Zentral machten eine Ver­la n - e r u n g der Fr i st für die Rückkehr der spanischen Schifte, die sich noch tzn der von der Blockade betroffenen Zone befinden. Der König, der nach Madrid zurückgekehrt ist, hatte eine lange Besprechung mit Rormrnones. Die republikanische Partei beschlost, gegen die deutsche Note zu protestieren. Sic fordert, daß die Ant­wort der spanischen Regierung würdsig, sei nnd sich von dem Ehr­gefühl und den Interessen der Nation inspirieren lasse. Die Königin empfing den russischen und den italienischen Botschafter.

Bern, 3. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Pariser Blätter mel­den aus Madrid: Die Schiffahrtsgesellschaften sind durch ettu Bekanntmachung im Amtsblatt aufgefordert wor­den, die in der deutschen Nöte festgesetzte Fahrzone für die Schiff­fahrt nicht $u verlassen.

Sine Erklärung de- spanischen Miritfterprafideirte«.

Madrid, 3. Febr. (zf.) Zur Ankündigung des deutschen Tauchbpotkrieg es gab Graf Romanones in der spa- utschen Kammer nach Verständigung nrit den Parteiführern Maura, Dato und Alvccrez wörtlich folgende Erklärung, die von Havas! Nrcd anderen Entrnde^Agcnturen nur verküzt itnd verstümmelt wiedergegeben worden ist:

Die Regierung Sann die große Bede 2 ttmrg des Tatbestandes für Spanieic nicht bestreiten- Aber sie hält darauf, zu erklären, daß das Leben der Nation nicht unterbrochen werden darf, formt und wird. Beifall.) Die Regierung wünscht mit dem Parlament in Verbindung zu bleiben, well es in den schwierigen Stunden, die wir durchleben, feinen besseren Helfer gibt als das die ganze Nation Zertretende Parlament. Wer sie werden begreifen, daß wir heute nicht ui der La. : sind, tmfere Meinung, unsere Haltung und Ant­wort. die wir aus die uns gemachten Eröffnungen geberr werden, öffenttrch mitzutellen. Ich rechne darauf, daß das spanische Par­lament eine Probe des patriotischen Stillschweigens geben wird, das all' seine Handlungen seit Krieqsbegttrn geleitet hat, und daß es die Regierung nicht nötigen wird, in ausweichender Form! zu «rtwortrn. die das öffentliche Gewissen nicht befriedigen würde. In der g-egenwärtigen Sturste gewisse Probleme zu verttesen, würde höchst schädlich sein. Ich vertraue ani den Patriotismus aller.

> Tie Erklärungen des Ministerprcffidenten wurden mit ein- ftnttmigent Beifall begrüßt. Der Ministerpräsident wvederlwlte sie vor dem Senat. Er hatte darauf eine dreistündige Unterredung mit dem deutschen Botschafter Fürst Rattbor. Man versichert, daß diese Besprechung besmrders die Lage der rmterwegs befindlichen Schiffe die Frage betraf, wie ein vollständiger Stillstand des spani- i Seeverkehrs zu vermeiden sei.

Tato, der Führer der L ib e rallons ervativen, betonte in Ab- «ockmeben kreisen, die Lage erfordere Rühe und kaltes Mat und -eckige Einheit. Die Regierung müsse auf die Unterstützung auch «llcr Elemente der Opposition rechnen. Die der LibevalkonferVa- Liven wetch-7 ihr incht fehlen. Albaner äußerte andererseits dick Wdctmmg, die Regierung müsse sich mit den Fühoern der Oppo- Mionsparteteu verständigen, damit das Kabinett den Charakter cbte£ nationalen Mrnistertunrs annehme.

Die Schweiz.

Bern. 3. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die ..Zürcher Pofr' Krängt eine Zuschrift aus Industriekreisen, in der auf dre Möglich- 'Xeti, hin gewiesen wird, wichtige T ran ssp orte, wie Go- für die Schweiz über Rotterdam oder andere Ihslkändische/Häfen, zu welchen die Zufuhr von der deut­schen Seesperre sreigelassen ist, zu leiten. Du Zuschrift erwartet, .infeem sie sccd auf die Erklärungen von unterrichteter deutscher sSette beruft, deutscherseits keine Hindernisse bei der Durchführung des Planes. Sie verzeichnet ferner mit Befriedigung die Erklärung von deutscher unterrichteter Seide, daß alle Möglichketten, wie do-ttschersetts die Wirkung des verschärften Unterfrchootskrieges ffc: dft Schrveiz erträglicher gernacht werden kann, sorgfältig ge- Pctfft würden, insbesondere auch Piaßnahmen zur Erlefthtenmg der Schweizer Industrieaussnhr erwogen würden. Da von Blisfin- gen «us der holländische Verkehr mit England in einem bestintm- ien Düaste nidyt gehindert sei, io sei auch für die Schweiz die Mög­lichkeit gegeben, über holländische Häfen auszirführen. Die Zu­schrift spricht die Erwartung aus, daß sich Amerika, wenn es neu- chrol bfribt. entschieden für die Offen. Haltung dieser neutralen HLftn entsetzen werde. Auch der .Korrespondent derThurgauer Zettung" weist auf dte Wichtigkett des RotLerdamer Hafens für Me Versorgung der Schweiz hin.

Einschränkung de- Nnhruttqsmittelversir«rrch4 in den Ententeländern.

London, 2. Febr. 'WTB.- Meldung des Reuterschen Bureaus: Der NahrungsünttelkonttvlleuT richtete einen

Aufruf an das Volk, es möge den Berbvcruch von, fdLcchrun-gsmitteln, insbesondere von Brot, Weizerrmehl und 'Zucker aus höchstens 4 Pfund Brot. 2V? Pftrnd Weizenmehl und S /4 Pfund Zucker für den Kops vrv Woche einschrän- fra Er hoffe, die freiwillige Einschränkung werde sich erfrigreich zeigen: er müsse aber auf die Möglichkeit Hin­weisen. daß Zwangsmaßnahmen notwendig werden könnten.

Paris, 3. Febr. (WTB.) Die Minister für Verpfle­gung und Landwirtschaft haben an die Präfekten ein Rund­schreiben gerichtet, in dem zur Sparsamkeit mit Ge­treide, Mehl und Brot crufgefordert und verboten wird, diese zur Viehfütterung zu verwenden.

Die Stimmung in Bulgarien.

Sofia, 4. Febr. (WTB.) Die Blätter aller Schattie- Angen begrüßen die Aufnahme des verschärften Tauchbootkrieges als ein wirksames Mittel, den Ab­schluß des Friedens zu beschleunigen, den die Mächte des Vierverbandes zurückgewiesen haben, und heben das un- jerschülterüche Vertrauen des bulgarischen Volkes in den fieg- «veicheL .«pechfelsettige Solidapb-

tär der Brrdüiweten hervor, die fest eapchtofsen secen, aus allen Schlachtfeldern Sieger zu bleiben.

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Der bulgarische Bericht.

Sofia, 3. Febr. WTB.) Genevalstabsbericht vom 2. Febr.:

Mazedonische Front: Au der gesamten Front spärliches Artllleriefeuer, tut einigen Stellen nur veretnzelte Kanouen- schüsse. Im Cernabogen Artllleriefeuer. Mehrmals kurzer heftiger Feuerkamps in der Gegend von Bitolia. Im Wardartale Feuer­wechsel zwischen Patroncklen und Posten.

RumänischeFrvnt:Jnder Umgegend von Prisbwa, öst­lich von Tulcea, Artillerie- und Minenfetter beiderseits des St. Georgskanals.

Der türkische Bericht.

Konstantinopel 3. Febr. (WTB. Nichtamll.) Amtlicher Heeresbericht vom 2. Februar:

Tigris front: In der Nacht vom 31. Januar auf 1. Fe­bruar nahm der Feind unsere Stellungen südlich vom Tigris imX> die rückwärtigen Verbindungen unter heftiges Arttlleriefeuer. Trotz­dem führten unsere Erkundungspatrouillen mehrere glückliche Uebersälle aus. Am 1. Februar war ein wich­tiger Kampftag. Nach heftiger Artillerievorbereitung griff der Feind mtt mehreren Jnfanterieabtellungen alle unsere südlich des Tigris gelegenen Stellrnrgen an und zwang eines unserer Bataillone, sich ans der ersten in die zweite Linie zurückzatziehen. Indessen wnroe der Anariff, den der Feind mtt überlegenen Kräften gegen diese zweite Linie machte, sofort abgeschlagen. An anderen Fronttellen gelang es dem Fenche, zuerst, in unsere Stellung einzndringen. Er wurde aber durch unseren Gegenangriff mtt dem Bajonett ver­jagt und unsere Stellung wurde wieder genommen. Bei diesem Angriff erlitt der Feind größere Verluste als je­mals bei den büttigen Kämpfen, die bisher in Irak statt-, fanden. Allein vor der Front eines unserer Jnfan- terieregim enter liegen mehr als tausend Tote. Die Verluste des Feindes an Toten sind sicher nicht unter 2000. Außerdem machten wir 41 Gefangene. Wären englische Soldaten, wenn sie versuchten, sich zu ergebet, nicht von der eigenen Artil­lerie unter Feuer genommen und vernichtet worden, wäre die Zahl der Gefangerten noch größer. Im Zusammenhang Mtt dieser Kampfhandlung versuchte der Fetnd eine Einkreisnngsbe- wegung mtt starkett, durch Arttllerie tmd Infanterie verstärkten Kavallerietruppen gegen unseren rechten Flügel. Wir wiesen auch diesen Versuch zurück und sägten dem Feind durch unser Jrifanterie- und Maschinengewehrseuer beträchtliche Verluste zu, die wir später durch Arttlleriefeuer steigerten. Unsere Verluste am 1. Januar waren verhältnismäßig unbedeutend.

Persische Front: Ein Angtftffsversuch des Feindes gegen unsere vorgeschobenen Truppen östlich von Hantadan wurde ab­gewiesen.

Kaukasusfront: Nur Tättgkett von Aufllärungs-

patrouillen. Am 31. Januar sank eines der vier feindlichert Schiffe, die nördlich Hafza im Scfrvarzen Meer gesichtet wurden, nach einer siirchtbaren Explosion.

Von den anderen Fronten kein wichttges Ereignis.

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Der Anschlag auf Lloyd George.

London, 3. Febr. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bu­reaus : Tie drei Frauen und der Mann, die beschuldigt sind, ein Komplott gegen das Leben Lloyd Georges geplani zu haben, wurden in Derby verhört. Die Erllärung des General­anwalts, daß die Angellagten versucht hätten, Lloyd George und Arthur Henderfrn dttrch Gift ums Leben zu bringen, ries Sen­sation hervor. Das Gift war Frau Whesier aus Southamptort zugeschickt worden. Es handelte sich um Strychnin und Curare. Mit dem Curare hätten Pfeile Vergifter und auf dem Landgute Walton Heath auf Lloyd George abgeschossen werden sollen.

Die Nachmusterungen der Untauglichen in Frankreich.

Paris, 3. Febr. (WTB^) Meldung der Agetwe Havas. Die Kammer hat nach einer Rede des KäÜLgsmimsters Ärmtey mit 398 gegen 85 Stimmen den Gesetzsttwurs über die Nachmuste­rung der M ili täruntanglichen angenommen. Tie Be­sprechungen über diesen Enttvurr l-attzen am Tonnterstag be­gonnen und waren trotz der Dringlichkettserllärung mtd der neuen Geschäftsordnung dadurch in die Länge gezogen worden, daß eine nicht enden wollende Reihe von Zusatzcrnträgen eingebracht wor­den war.

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Eine neue Ministerkrise in Rußland?

Kopenhagen, 3. Febr. (WTB.) LautBerlingske Trdende^' meldet die Moskauer ZeitungRußkija Wjedo- mofti" aus Petersburg: Politische Kreise halten es für sicher, daß Ministerpräsident Golitzyn noch vor dein Wtederznsirnnnen tritt der Reichsdmna zu rucktreten werde. Zwischen ihm und Protop opvw seien ernste Strei­tigkeiten ausgebrochen, die jedes Zusammenarbeiten inner­halb der Re-aierung unmöglich machtert, da Protopopolw die Macht im Kabinett haben wolle. Als Nachfolger Golitzyns werden in erster Linie der frühere Landwirtscl-aftsnttnister Bobrinski und der Präsident des Staatsrates Schtschegtowi tow gerurnnt.

Eine Explosion im Hasen von Archangelsk.

Petersburg, 3. Febr. (WTB.) Meldung der Peters­burger Telegraphen-Asenttcr Der Admiral stab teilt unter dem 36. Jatruar amtlich mit:

Bei der Entladung des Eisbrechers ,,Tsche kj uSkin" bei einem der Ausladeplätze in Archangelsk ereigrtett sich eine Explosion und ein Brand, der sich fafom in den (Lfebieten dieses Löschplatzes verbreitete. Der Brwck> vertrrsachte Schaden an den Gebäudeit beim Bahnhof und unter einigen Lagern, Schuppen und Baracken. Bvn Schiffen wurde außer demTscheljusLn^ ein Schlepper zerstört: mtßerdem erlitten fünf Dampfer Beschädigungen, drei davon jedoch nur leichte. Unter 344 Verletzten sind drei Offiziere, 99 Soldaten und 59 andere Personen, schwer verletzt. Tie Zahl der Toten ist noch nicht endgülttg fest- gestellt. beläuft sich anscheinend aber auf etwa 30. Am 31. Jmmar konnten die Dampfer schon wieder an der Unglücks stelle anlegen. Tie gewöhnlichen Ladearbeiten t ve rdcn ungehindert fortgesetzt

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Luftangriff auf FurneS und Adinkerke.

Berlin, 4. Febr. (MDB. Amtlich.) Am 2. Februar abends haben rnehreve mrsever Marineflugzeuge Furnes und Adinkerke ausgiebig mit Bomben belegt. Die Flugzeuge sind wohlbehalten zurückgekehrt.

Zeektteg.

Amsterdam, 3. Febr. (WTB.) Der .Kapttän des nie- derländischen Dampfers Bondel meldet auf drahtlosem'Wege daß der holländische DmnpferGamma^ (2115 Donnen) durch Kanonenschüsse zum Sinken gebracht wurde.

Die SchleppdampferWitte Zee^ undSwarte Z e e'L die den holländischen DmirpferWesterdijk" aus Dor- noway abholen sollten, sind ausgefahren. Mehrere hollän­dische Schisse ersuchten, aus eigenes Risiko ausfahren zu dürfen, und hjaben die Erlaubnis dazu erhalten.

Rotterdam, 4. Febx. (WTB.) Die französischen SegelschiffeBernadotte" (125 Tonnen),Jeu ne Fr an che" (126 Donnen),Couronne^' (169 Tonnen) und ,-Ophelia" (159 Tonnen) wurden versenkt.

Rotterdam, 4 Febr (MTB) In Schiffahrtskreisen verlautet, daß sett Beginn, des verschärften Tauchboottkrieges schpou ftfcex 30 Schisse versenkt worben Knd.

R d 1 1 c i i> a ut, 3 , 3 -cbr VLB., Aus England zurück- gekehrte Seeleute berichten von dem Einlaufen zahl­reicher beschädigter englischer Zerstörer in englischen Häfen in den letzten Tagen des Januar. An der Mündung des Humber wurden mehrere Zerstörer mit teil­weise weggeschossenen Schornsteinen beobachtet.

V m n i d e n, 4. Febr (WTB.) Der holländische Dampfer Nftroom" hat gestern abend seine Reise nach London fortgesetzt, nachdem er aus Amsterdam neue Mannschaft erhalten hatte. Der nach Leeds bestimmte brttische Dampfer Amsterdam" hat nach der Ansfahrt Anker geworfen L o n d o n, 3. Febr (WTB.) Lloyds Agentur meldet: Die BarkSpedonia^' (3283 Br-R-D.) ist versenkt worden.

London, 4. Febr. (WTB.) Lloyds melden: Der nor­wegische DampferHeimland I" (506 Br.-R.-T.) ist am 28. Januar aus eine Mirre gestoßen. Der Kapitän uitd zlvet Mann gingen in es in kleines Boot. Der Rest der Besatzung, zehn Marrn, wird vermißt. Zwei britische Fisch- dampfer sind versenkt worden.

London, 4. Febr. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der amerikanische DarnpferHousatanick" (3143 Br.-R.-T) ist v e r s e n k t worden.

Kopenhagen, 3. Febr. (WTB. Die Dampffchisf fahrtsgesellschaft Svae hat den Schiffahrtsverkehr nicht allein aus der Nordsee, sondern auch nach Amerika eingestellt. Die Gesellschaft Goeta hat den Verkehr auch nach Holland eingestellt. Die Ursache ist nicht alleut die Seesperre, sondern auch die n-ene englische Minen- le-gung. Matt glaubt, daß schon in der nächsten Woche eine Einschränkung des Eisenbahnverkehrs vorgenorurnen wird Sämtliche Sonderschnellzüge nach .Haparanda, darunter die Kriegsgefangenenzüge, sind von heute ab eingestellt.

Kopenhagen, 3. Febr. (WTB. Viele dänische nnd rwrwegische Versicherungsgesellschaftett haben die K r t e g s- versicherung für Handelsschiffe und ihre Ladun- Lgen eingestellt.

Kristiania, 3. Febr. (WTB.) Das SchiffHird" aus Krrstianra traf mtt der Besatzung des Gothenburger Damp fersE d d <r", der am Sorrntag mit voller Ladtmg England verlassen hat, um nach Holmstad zu fahren, ein. DieEdda^ wurde cnn Montag nachmittag in der Nähe des ,^>ird" ver­senkt. Bei Skagen beobachteteHird" acht eingefro­rene Schisse, davon waren vier norwegische. Zur Ueber> fahrt von Stagen rvach Kristiansand brauchte andert­

halb Tage.

Bern, 3. Febr. (WDB.) Pariser Blätter melden aus Madrid: Die Schiffahrtsgesellschaften [inb durch eine Be­kanntmachung im Amtsblatt aufgesordert worden, die in der deutschen Note festgesetzte Fahrzone für die Schifft fahrt nicht zu verlassen.

Bern, 3 Febr. (WTB.)Petit Journal meldet aus Quimper: Der norwegische DampferYmell" (1123 Br. R.-T.) wurde versenkt. Die Besatzung ist teilweise ge rettet. Der ^SchonerSaint Laortt' (230 Br.-R-T.) wurde, auf der Höhe von Feeamp versenkt. Die Besatzung ist gerettet.

Madwid, 3. Febr. (WTB. i Meldung des Reuberfchen Bureaus. Ein deutsches Tauchboot versenkte den griechr- schen DampferH e l i c o n" und den spanischer! Tamp-ser Butron". Die Besatzungen sind bis ans zwei Spanier gerettet.

Madrid, 3. Febr. (WTB.! Meld. der Agence Havas Der spanische DarnpferAlgorta" (2117 Bruttoregister tonnen- mit Apfelsinen und Erz mt Bord wurde versenkt, die aus 12 Kopsen bestehende Besatzung von einem italieni^ scheu Dampfer gelandet.

Line Rede Lloyd Georges.

London, 3. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die Rede Lkvyd Georges, d« er in Carnavon hielt, hör frlaendetr Worklartt:

Die ltberale Pmttei hat ein besonderes Jnteveffe an den Zreten. für die wir in diesem Kriege kämpfeix. GrnleS dsiÄer Ziele ist. daß daS Prinzip des internationalen Rechts die Grundlage des rnternattonalen Friedens ist Mn anderes ist die Lehre, daß die Türknt unfähig sind, irgend eine andere Rasse gerecht zu re­gieren, und nicht einntal ihre eigene Rasse gut regieren können. Tie neue englische Recherung ist ein Experiment, und ist ziemlich klein. Aber nmn darf sich nicht einbilden, daß kleine Männer oder kleine Regierungen weniger tückftig sind. Zum ersten Male ist Erfolg int Geschäft dem Erfolg in der Polttik gleichgestellt worden, um den Anspruch auf ein !)ohes Amt zu begründen. Effahrenck Männer sind, in der Verwaltung versammelt. Tie Munittonsher- stellung hat alle technischen Kreise des Landes mobil gemacht. Ge­schosse, Granaten und Geschütze jeden .Kalibers sind reichlich vor- l-andeü. Wir haben selbst einen lieberschrß für mtsere Allnerten gehabt. Bei Beendigung der Offensive mt der Somme waren mehr Geschütze und ntehr Munition vorhanden, als bei Beginn, der Schlacht. Tie neue Regierung l-at schon HunderttausMde von Tonnen gerettet. Das war unschätzbar bei den Schwierig keilen, denen wir zu begegnen hatten. Die Regierung hat auch für den Bau von Hunderttausenden von Tonnen neuer Schisse Vorsorge getrvffeu Sie hat große neue Organisationen für die Erzeugung vcm Lebensmitteln eingerichtet, die Zweigstellen im ganzen Lattde haben. Tie Regierung macht Pläne, um der P i raten-Bru1alität,Teutschlands zur See zu begegnen.

Lloyd George fuhr fort, er habe niemals einen Zweifel an dem endgilltigen Siege gehabt, ebensowenig bezweifle er, daß mancher breite wilde Strom gekreuzt werden müsse, bevor der Sieg erreicht werde. Jeder Mann und jede Frau der Nation müsse der Regierung l-elfen, diese Ströme zu überbrücken.

Bei Besprechung der Kriegslage benrerkte der Premierminister Über den Balkan, daß er unter ixn gegenwärtigen Umständen nicht wünsche, einen Vorteil zu besprechen, nachdem ein anderer verschleu­dert woroen sei. Gs könne nicht gesagt >verden, es sei die Schuld dieses oder jenes Landes. Alle vier Lander seien ohne Zweifel zu tadeln. 9lber die Balkan -W i rnis sei der einzige Teil des ganzen Schlachtfeldes, der den Alliierten> einigeDorge machen müsse. Lloyd George nchr fort:

Auf dem Meere ist unsere Kraft immer noch ungebrochen, und nicht rrur unser Land, sondent auch unsere Alliierten schulden der stillen Tapferkeit unserer großen Flotte Tank.

Mtt Bezug aus die ixachsende Bedrohung durchD e u t \ dy- lauds seeräuberische Plan e" sagte der Premierminister, er wünsche, daß die Nation sich klar werde, was dieser jüngste Schritt Teutt'chlands wirklich bedeute. Es sei ein Fortschreiten auf dem Wege vollkommener Barbarei, dasi Abwerfeu der letzten Hülle der Zivilisation. Es sei der Barbar in seiner ungeborenen Wildheit. Jetzt müsse er auch vor den nachsichtigsten Neutralen enthüllt da stehen. Von fnun ab werde er keine Flagge achten, als die schwarze Flagge. .

Ter Premierminister wgte, der Fetnd habe der großen Re- Mblik des Westens das liebenswürdige Angebot gemacht, zu aestatten, daß Personendampfer einmal wöchentlich nach England fahren dürften. Habe es 'jemals eine solche Unverschämtheit ge­geben? Ties gretrze fast an Wahnsinn. Aber wir werden damtt ferttg werden. Tie Gefahr ist groß, kann aber durch große Energie, Mut und Enffchlossenhett überwunden werden. Ein großes Volk, wie die brttische Nation, muß die Regierung mit Geld-, Arbeit- und Landopfern uuLersttltzen. Tann werden wir in un­serem Kampf aus Leben und Tod mtt diesen Tesporados durch- halten, aber mrftf, ehe wir willens sind, Opfer zu bringen. Der Feind hat den Schrttt getan, ivett er der Verzroet.stung uahc rst Er weiL. daß die ZiffsEeL der WüMm fr tiuk daß S*