Ausgabe 
5.2.1917 Erstes Blatt
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ktnni Uneben bebeaürri, sondern eure Ruhepause, um dem Feinde Vett zu geben. sich zu erholen Der Feind würde sich vorbereiten und Nahrungsmittel und Rohstoffe anhäufen, damit Deutschland das nächstemal nicht durch die Blockade in seiner Lebenskraft ge

ZTtt Z~ , -v «riv ituici, ^cuviiöixüil ge­

trosten wurde i enn wird die Achtung vor dem preuhisä-en Militär- göderr einmal zeriiört. so vann sie nicht wieder aufgerichtet werden Die Deutfcix'u können)wärme von Unterseebooten und Flug Geugen Herstellen, um über die Blockade hinwegzukommen. aber wenn sie das Vertrauen m die Armee verlieren, so kann das nicht wieder hergestellt werden.

, Wir müssen bcwcisen, datz der preußischen Baal ein falscher Gott >ist. Wir müssen ihnen zeigen, daß er Hungers- w>,t in ihr Land gebracht hat. daß er sich selbst nicht schützen kann, geschweige denn sie. Es ist notwendig. daß unser Volk mit seinen SSicm L ^ ^^ahnidee des preußischen Militarismus zer- ^ ann Deutschland und Europa ein großes befreites Land haben. {

,Lloyd George sagte weiter: Mir werden 19 17 Friede verommcn, wenn her Feind merkt, daß er heim Durch- VUWu b^ 1918 schlechter anistatt besser daran sein wird. Der d«1sche Runzler spricht vom U-Boot-Krieg als von einemrück- srcktslosen". Er itmtmt keine Mckßicht aus das Urteil der Welt. «rfEhre und ehrliches Spiel. Mr müssen durch unsere cigenenl ^Anstrengungen zeigen, daß eine Eigenschaft, die Europa erniedrigt und deren Erfolg die Zsiviilisatwn um ungezählte Jahrhunderte »wrückwersen würde, nicht triumphieren kann und nicht triumphieren

handelt, a l s w en u wir verschiedene Kriege f ü h r - re«. Kürzlich ist eine große Zusammenkunft abgehalten worden, um diesem Mangel abzuhelfen. Wir müssen Iwrit meht als bisher me groben Hilfsquellen des Reiches ausnützen, und in kurzem ivird vre erste Reichskavinettssitzung abgchalten werden, um tzn sehen, was getan werden kann. Es ist undenkbar, daß über das Schicksal der großen deutschen Gebote nach dem Kriege ein Ent­schluß gefaßt werden sollte, ohne die Dominions zu fragen, die ihr Blut vergossen haben, um sie zu erwerben.

.Lkw? George sagte, er wolle es frei yeraUssagen, daß die YLatton Großes geleistet habe, aber noch mehr tun könne. Wir dürfen nicht nur die tauglichen Männer zwischen 18 und 41 Jäheren bvtutzen und sagen, sre haben das Opfer gebracht, während die übngen frei ansgingen. Wir müssen alle daran teilhaben. Es gibt in Eeurvpa kein kriegführendes Land, wo das Volk im ganzen weniger gelitten hat, als Großbritannien. Wir müssen die Armee an der Front; Nüssen lassen, daß es noch eine Armee hinter der Armee gibt.

Der Premierminister richtete sich dann an die Helden zu Hause Nrw riet ihnen, die letzte Bekam rtmiachung des Kontrolleurs für ^«eirsmiitel sorgfältig m lesen, M der die Notwendigkeit des/ <Zwangswstxms ansgeipix>chen sei. Die neue Organisation dev Regierung brauchte die Hilfe der Nation. Ersparnis an Nahrungs ^Mitteln sei Ersparnis au Tonnage und Ersparnis an Ton­mage sei im gegenwärtigen Augenblick der Lebensnerv der Nation. Der Premierminister wandte sich «h die Besitzer jeden ^Quadratmeter anbaufähige Landes mit der Bitte, Mehr Lebensmittel zu er­zeugen Heber die Beschränkung des Reiseverkehrs sagte Llovd George, die jüngsten Maßnahmen hätten Hunderte von Lokomotiven erspart, die für die Armee in Frankreich benutzt werden komrten. Ihre Führer gingen freiwillig mit ihnen. Dalusende von Wagen. Zehntansende von Tonnen von Schienen teert ebenso durch diese Maßregel sicher gestellt worden. Es «ürse letzt kein Zagen ümd kein Hinziehen geben. Tie Zeit sei ein zaudernder und verstörter Neutraler, der sichnoch n i cht entschlo ssen habe, nachwelcher Seite er seine furchtbare Sichel schwingen wolle. Eng land müise darauf sehen, daß die Zeit sich zu seinen Alliierten ge­selle. und der einzige Weg, die Zeit zu gewinnen »fei Ire nicht zu verlieren. Nach dem Kriege würde dasalte' England vom Schlochtfekde heimkehren, aber das neue England werde auch abhängen von dem, was von Hunderttausenden von Männern getan worden sei, die, wenn es Gott gefällt, vom Schlachtfelde ltemkehren würden. Aber das neue England werde auch davon abhängen, was von den Millionen zu vause getan werde Jetzt säe England Winterweizen, den es zn richtiger Zeit ernten werde, wenn es nicht schwach werde

Au» Stadt und Land.

Gießen, ö. Februar 1917,

** Auszeichnung. Schütze Willi Flamme, welcher 19i« bei Verdun schwer verwundet in französische Gefangenschaft geriet und kürzlich ausgetauscht wurde, erhielt die Hessische Tapfer- fetttmeboKIe.

** Amtliche Personalnachrichten. Der Groß- Lerzog hat am 3. Februar die Erteilung des Auftrags als Stellvertretender Bevollmächtigter rum Bundesrat an den Mndigen Hilfsarbeiter im Ministerrum des Innere: Regie rungsrat Ludwig Matthias für die Dauer des Krieges genehmigt und ihm den Charakter alsOberregiernngsratt verliehen. Am 30. Januar d. I. wurde der Pfandmeister Georg Fey in Darmstadt auf sein Nachsuchen unter Aner­kennung seiner langjährigen treuen Dienste vom Tage des Menftantritts seines Nachfolgers ab in den Ruhestand versetzt

13° Kälte waren in dieser Nacht in Gießen selbst zu verzeichnen. Wir hatten damit die kälteste Nackt der gan- en Kälteperiode. Gestern mittag wies das Thermometer llenweise noch12« auf. Dazu hat sich der Himmel Wieder aufgeklärt und wir haben Vollmond, zwei ziemlich unwahrscheinliche Vorzeichen für den angekündigten Witte- aungsumschlag. Trotzdem wird uns versichert, daß der Um­schlag nicht länger als 45 Tage auf sich warten lassen» Werde

** Aus dem Stadttheaterbureau. Die Koh­lenknappheit nötigt dazu, die für die nächste Zeit vor­gesehenen Vorstellungen ausfallei, zn lassen Und das'Tcheater von heute ab bis aus weiteres zu schließen. Gießen hat damit- denselben Schritt getan, den verschriene Nachbarstädte, wie Frankfurt, Mainz schon vorher tun mußten Der Theaterbetrieb wird aber insofern nicht gänz­lich eingestellt, als die Proben in einem von der Stadt zur Verfügung gestellten Lokal ihren Fortgang nehmen, so daß die Vorstellungen bei Behebung des augenblicklichen Not­standes sofort wieder ausgenommen werden können. Es ver­steht such von selbst, daß die Abonnementsvorstellungen, die für die nächsten Tage vorgesehen waren und vorläufig raussalten müssen, später n-achgehott werden.

** Tie Großh. Universitätsbibliothek bleibt zur L'rstarimg von Heizung und Beleuchtung vom 8. bis 14. d. Mts

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lo ssen.

G e tv e r b l i l

e. Der

che Fortbildungsschu Unterricht muß bis auf weiteres aussallen

** Volksbad. Aus Gründen der Ersparnis an Licht und Mahlen bleiben die Schwimmhalle und das Dam vT und "i. u j * k a b bis aus weiteres geschlossen. Alle übrigen Ätzder und morgens von 8 bis 1 Uhr und mittags von 3 bis 7 Uhr geöffnet.

** Lesehalle-Verein. Um Kohlen zu sparen, wird Jett einiger Zeit in der Lesehalle am Gelterstor nur der nach ^br Sud-Anlage zu gelegene Raum geheizt und beleuchtet. Mich der Leihverkehr in der Bücherhalle am Theater mußte tzertlrch eingeschränkt werden. Wir verweisen auf die Anzeige jtm heutigen Blatte.

** Zugeinschränkung. Von Sonntag, den 4. Februar Ibis Montag, den 19. Februar, fallen die Schnellzüge v 175

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30 nachnr) und 1) 176 Esten, (ob 6.45 vvrm.>

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aus.

jörotfletteibe und MehH Hafer. Gcr ste^u n d*H ü^ E^^uch.ten (außer Wicken und Lupinen) findet am 15. Februar

^.49 vorm.)Gießen (cm IlM'vnm.)',

Eine Bestandsaufnahme der

ÄM As Ktt die Erhebung bestimmten Zählpapiere werden MW Ä^^^eun (Oberbürgermeister, Bürgermeister) ZentvaHelle für die Lanvesstattstik rechtzeitig zu gesandt werden. Es empfiehlt sich, schon jetzt für die nötige An zahl^von geeigneten Zählern besorgt zu sein. Grvßh. Ministerium des Innern hat verfügt, daß die Lehrer, die sich den Großh. Bür- «ermeistereien zur Durchführung dieser vaterländischen Aufgabe als Zahler zur Verfügung stellen, an den in Betracht kommenden Tagen vom Dienste befreit werden

^ .^^sellschaft für Erd-und Völkerkunde. 2w r . trag findet Donnerstag, den 8 . Februar 1917,

8/4 Uhr, in der neuen Aula der Universität statt. Professor Dr- von! Düring. (früher in Konstantinopel) wird jübew Deutschland und die Tür^i sprechen.

" Die Hessische Lararettzeitung Nr. 81 bringt in ihrem allgemeinen Teile: Kaiser Wilhelm II.; Deine Sorge von Prof. Dr. Sellmann; Grundzüge der sozialen Versicherung von Lanoesrat Beck; Wie macht der Kriegsbeschädigte seinen Renten anspruch geltend 7 Friedrich der Große; Bücherschau: Lazarett Beratung; Rätselecke. Die Gießener Beilage eiithält ein Gedicht von Max von Schenkendorf; Lebensnot und Menschen­größe ; Krieg und Alkohol; ArbeitSmarkt; Verwundeten-Unterricht. .. **. Das heutige Kreis blatt enthält Bekanmtmachungen

über Llgutdattoneu brittscher Unteruehmungen, Bereitung von Backvarc, Erhebungen über Blinde im Großherzogtuni Hessen, Gemüseiamen, Ausgabe vin Süßstoff, Zuckerverbrauchsregeluna, Bestandsaufnahme der Vorräte an Brotgetreide und Mehl, sowie Ausführung der Reichsversicherungsordnung Landkreis Gießen.

/'Holzheim. 4. Febr. Dem Unteroffizier Karl Buß wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Er machte bei der Donau armer den ganzen Vormarsch in Rumänien mit und nahm beson derS an der Schlacht am Arges«! hervorragenden Anteil. Nach dem Einzug in Bukarest wurde ihm das Eiserne Kreuz von Gene ralfeldmarschall v. Mackensen persönlich überreicht.

Ölingen, 3. Febr. Heute vorinittag ereignete sich bei den Holzhauern im Walde ein bedauerlicher Unglücksfall. Berm Fällen eines Baumes stürzte ein zu diesem Zwecke benutzter eiserner Haken herab und traf den Arbeiter Karl Roth von hier mit solcher Wucht auf den Kopf, daß er eine schvere Verletzung der Schädeldecke davoutrug. Er wurde in das städtische Krankenhaus überführt.

Kreis Büdingen.

Bingenheim, 4. Febr. Zwei Schrilknaben erlegten mie Steinen und Knüppeln in der vorbeisiießenden Horloff eine fette HauSente. Die Dtutter rupfte den geatzten Vogel und versteckte den Sonntagsbraten in den Kleiderschrank. Die Echzeller Gendarmerie kam der Sache auf die Spur und bei der Haussuchung verriet de eine Knabe in der Angst dem Beamten den Aufbewahrungsort der gestohlenen Ente.

G H i tz k i r ch e n , 5. Febr. Das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Wehrmann D e n i s ch.

4t Himbach, 5. Febr. Das Sanitäts-Verdienstkreuz am Bande der Hessischen Tapscrkeitsmedaille erhielt Fritz K u h l m a n n.

4t Nicder-Mockstadt, 5. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Karl Kullmann im Res.-Jnf.-Rgt. 116.

4t Rohrbach, b. Febr. DaS Eiserne Kreuz erhielt der Kraft Wagenführer Velten.

Kreis Alsfeld.

** Nieder-Ge münden, 5 Febr. Dem Kriegsfreiwilligen Gefreiten Heinrich Kratz bei der 1. Maschinengewehr-Kompagnie Jnf.-Rgt. 116 wurde das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen.

Kreis Lmtterbach.

v. L a u t e r b a ch , 5. Febr. Hauptlehrer O. Kinkel wurde zum Unteroffizier befördert.

Kreis Schotten.

u. G ö tz e n, 5. Febr. Lehrer Adam Pfeifer von hier wurde vom Vizewachtmeister zum Leutnant befördert und er­hielt das Eiserne Kreuz 2. Klaffe.

§ H e r ch e n h a i n , 5. Febr. Gefreiter Emil I 0 st vom Infanterie-Regiment Nr. 172, welcher seit dem 1b. Dezember vorigen Jahres vermißt wurde, hat nun aus französischer Ge- fangenschafl geschrieben.

§Aus dem oberen DogelSberg, b. Febr. Wenn nicht der Weltkrieg in allen Verhältnissen eine Veränderung ge­schaffen hätte, so wäre nun bei uns aus unseren Bergen ein reger Rodel- und Schneeschuhsport zu erkennen. Während in Jahren des Friedens bei nur einigermaßen verschneiten Fluren täglich flottes Treiben aus unseren Höhen einsetzte die Städter in Scharen zu Berge wunderten, um diesem Vergnügen zu hlüdigen - so t1t in diesem Winter, der doch vor den bisherigen am meisten dazu angetan ist, fast gar nichts davon zu sehen Nur die Jugend kann etwas diesem Vergnügen nachgehen, doch auch sie muß als ihre erste Pflicht die daheim ihrer wartende Arbeit erkennen crnd muß den im Felde stehenden Vater und Bruder nach Kräften er. sehen. Der diesjährige Winter mit seinem naturgestrengen Wesen ist dennoch dem Landmann, obwohl er auch um seine im Felde stehenden Söhne bangt, ein gern gesehener Gast. Die alte Bauern­regel : .Wenn's nicht wintert, sommert's nicht/ verheißt ihm wohl ein segensreiches Jahr. Die Kälte hat zwar etwas nachgelassen, doch immerhin noch von bitterer Strenge begleitet. Wie manches arme Voglern, das uns im Herbste nicht verläßt, wie e« so viele tun und mit uns alle Gefahren und Unbilden deS Winters zu tellen gedenkt, muß aber nun frieren und hungern. Man sieht es ihm gerade an, daß e« schwer mit dem Hungergespenst zu kämpfen hat. Darccm läßt sich nicht oft und genug da§ Wort wiederholen: Gedenket der hungernden Vögel!

Kreis Friedberg.

Butzbach, 5. Febr. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 28. Dezember 1916 im Feldlazarett der ledige Seiler Julius Aff, geboren am 11. Februar 1894 zu Butzbach. Sohn des Seilermeisters Heinrich Kaspar Aff dahier.

"-7- Butzbach, 5. Febr. Auf die Anfvage Großh. Kreis- amts Friedberg i'iber die Tätigkeit der Gemeindevertrettmg wäh­rend des Krieges mürbe beschlossen, von Maßncrhmen zur Ergän­zung des Gentenderats Llbstand zu nehmen, da die noch vorhan­denen Gentenderatsmitglieder zu einer besächißfähigen Sitzung zusammenzubringen und besondere Schwierigkeiten nicht ein ge­treten setei. Tie Jagdverpachtung der Gemarkung ist abge- lausen. Metzger beantragte eine öffentliche Verpachtung ans die Dauer von 9 oder 12 Jahren, da dadurch ein höherer Pachtpreis erzielt iverde als bisher, und vergleicht pie Pachtetse der um- liegenden Orte mit demjenigen der Stadt Butzbach. Ter Geniernde- rat beschließt, die Jagd auf die Dauer von 9 Jahren öffentlich zu verpachten und die Verpachtung in dem Gießener Anzeiger, in dem General-Anzeiger, in der Butzbock>er Zeitimg und in den Kreis­blättern Friedberg und Wetzlar anszuschreiben. Tie von Forst­meister 5) 0 f f m a n n abgeschlossenen Verträge wegen Annahme von 12 Kriegsgefangenen für die Hvlzhanerei wurden genehmigt. Zur »Abhaltung der diesjährigen .Holzversteigerungen wird der 1. Beigeordnete Hadermann beanfttagt. Fräulein Sophie Gerhardt nmrdc als Buchsührerin für die Lebensmittelstelle ange­nommen mit der Bedingung, das; sie in der fieien Tienstzeit von der Bürgermeisterei mit schriftlichen 2lrbeiten beschäftigt nrird. Tie Stadtrechnnng für 1915, deren Eimmhrnen 298400 Mark 07 Pfg. und Ausgaben 272 723 Mk. 07 Pfg. betrugen, wurde verlesen. Ta lsiergegeu keine Einwendungen erhoben wurden, wurde dem Rechner Entlastting erteilt. Tas Kapitalvermögen be­trug Ende Rj. 1915 442 385 Mt. 47 Pfg. Tie Schulden betrugen Ende Rj. 1915 1 137 573 «. 83 Pfg., hiervon ab Kapitalver- mb^eu 44 385 Mk. 47 Pfg., bleiben Schulden 695 188 Mk. 36 Pfg. einschließlick^ Clekttizitätswerk, Wasserwerk und für Bahnbauteu.

Starkenburg und Rheinhessen, ob. A u s R h e i n h e s s e n. 4. Febr. Die Arbeiten in den Weinbergen konnten auch in der letzten Zeit nicht ausgenommen

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ganz auf seiner Höhe und ständig kommt es zu ansehnlichen Um­sätzen. Bezahlt wurde für das Stück 1916er Weißweiu tm Selz- tale 23002500 Mark, in der Gegend von Wörrstadt 2300 bis 2600 Mk., weiter in der mittleren Provinz 23002600 Mk., 1916er Rotwein im allgemeinen 29003100 Mk. und mehr, 1915er Weiß- wein 31004000 Mark.

Kreis Wetzlar.

d. Wetzlar, 5. s^ebr. Für die vergangene Woche standen der , Stadt mi Schlachtvieh 14 Stück Rindvieh, 8 Schweine und 10 .Kälber zur Verfügung. Nach dem Gewicht der Schlachttiere ent­fiel auf den Kops der Bevölkerung eine Fleischmenge von 250 Gramm.

Hessen-Nassau.

-7- Dillenburg, 5. Febr. Wegen Beleidigung der hiesigen Stadtverordnetenversammlung wurde Bürgermeister Dr. Kühn aus Wetzlar durch richter­liches Urteil zu 100 Mk. Geldstrafe und zur Tragung der Kosten verurteilt. Ein von Dr. Kühn angestrebter Vergleich wurde von der Stadtverordnettmversatmnlung abgelehnt Dr. Kühn hatte an die Versammlung einen Brief gerich tet, in dessen Inhalt die Beleidigung erblickt wurde

--- Frankfurt a. M., 4. Febr. In der Gagernstraße wurde Samstag früh ein älterer Mrun erstarrt ausge^ funden. Er starb kurz nach der Einlieserung ins Kranken haus.

X. Hanau, 5. Febr. Die Stadtverordneten haben der Ge Währung von Teuerungszulagen an die städtischen Beamter Lehrer und Arbeiter usw. in der gleichen Höhe wie beim Staate zu- gestimmt. Auch den nichtständigen und Hilfsarbeitern soll eine entsprechende Teuerungszulage gewährt werden. Ferner ist der Aufnahme einer Anleihe von 3 Millionen Mark zugestimm» worden.

vevmUchte».

Urbi Eisenbahnunglück.

Machen, 3. Mehr. MTB. ,WirKich.) Bei der BlockftrNc Finkenrat der Strecke München-Gladbach Aachen fuhr 'der vormittags gegen 8 Uhr aus der Richtung Mtinchen-Glad Lach kommende Personenzuy 402 auf den verspäteten, eben in der Anfahrt begrfffenen Personenzug 398 aus. Durch den heftigen An­prall wurden die drei letzten Wagen des Personenzuges 398 teil weise ineinandergeschoben. Acht Reisende wuödan getötet, mehrere teils schwer, teils leicht verletzt. Beide Hauptgleise waren Ava vier Stunden gesperrt. Ter Sachschaden ist nicht beveutend Ter Unfall ist auf Ueberfahren des Haltesignals rirrückzUfühven Die Kälte.

* Köln, 3. Febr. (Privattel.) Der gestrige 2. Februar war seit 100Jahrenderkälteste Dag in unseren Breiten. Vom Rhein wurden 23, aus der .Hocheifel 26 Grad Kälte gemeldet.

* B e r l i n, 3. Febr. DemB. X." zufolge ist die Käl t e in Ost- und West Preußen noch intensiver geworden. Das Thermometer ist aus 21, in Ostpreußen aus 19 Grad gesunken.

Letzte AachrichteK.

Seekrieg.

Berlin, 4. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die hollän­dische Presse berichtet, daß der holländische Dampfer ,,Gemmck' mn 1. Februar bei Landsend torpediert worden sei. Die Besatzung sei durch den holläirdtschen Dampfer Sondel" in Fcckmouth gelandet worden.

Wie wir von zustehender Stelle erfahren, ist es nach den bestehenden Befehlen ausgeschlossen, daßGemma", wie die zweifellos aus England stammende Meldung anzu­deuten scheint, bereits am 1 Februar ohne Warnung tor­pediert wurde. Er kann nur wegen Beförderung von Bann­ware (Leinkuchen) nach England im Kveuzerkrieg ausge­bracht und versenkt worden sein.

Philadelphia, 4. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Das Bureau Reuter meldet: Das TorpedobootJacob Jones", das in der Nacht von Bgston. an gekommen war, um eine Maschinenprüfung vornehmen zu lassen, blieb die Nacht über im Fluß. Als man heute begann, daZ Torpedoboot nach dem Docke zsu schleppen, begann es zu sinken. Es gelang, das Schiss zu retten. Ein Mann der Besatzung wurde unter Sabotageverdacht verhaftet.

Jahrgang 1888 und 1889 in der französischen Kammer.

Bern, 4. Febr. (WTB. Mchtamtlich.) Als in der gestri- den Pariser Kammersitzung Guichard die sofortige Ent­lassung der Mannschaften 1888 bis 1889 verlangte, erhob sich Pariser Blättern zufolge Lyauthei und erklärte, den Antrag nicht annehmen zu können, da derart der Arnvee 300 000 Mann entzogen würden. Er müsse seine Ablehnung ver­langen und die Vertrauensfrage stellen. In ber Kammer herrschte lebhafte Unruhe. Maginot unterstützte den Kriegs- minister, welcher sich nochmals erhob und betonte, die Ver­trauensfrage gestellt zu haben. Der Antrag wurde, wie ge­meldet, abgelehnt.

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