grundsätzliche auffaffmtß bttrrf> eine Rechtsverivahrnng auf- traft zu erhalten, ohne dieser praktische Folge zu geben. Damit dürste der Zwischenfall in enter für beibe Deile amrehmbaren Form erledigt sein. Es ist zu hoffen, daß der strrchtbare Kampf, der die Beziehnnigen zwischen Kriegführenden und Neutralen auf so manche harte Probe stellt, zwischen Deutschland und Norwegen keinen neuen Streitfall schafft, der nicht im Geiste gegenseitigen Verständnisses und GnLgcgankonrmerts ausgeglichen mürbe."
Die Schweiz.
Bern, 1. Febr. (WTB.) Der Bundesrat hat in Lwei Sitzungen die wirtschaftliche Lage besprochen, die für die Sckpveiz durch die Ankürrdignng der Seesperre entstanden :st. Der Bundesrat stellte fest, daß Grund zu Be,rnruhigung nicht vorhanden sei. Er wird indessen die durch die neue Lage lvünschenswert geworderren Maßregeln imgesäumt treffen. Weitere Mitteilungen werden voraussichtlich schon morgen erfolgen.
Bern, 2. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Zürcher Post" schreibt Wer die Stellung der Neutralen zum U-Boot-Krieg nuten anderem: Von Wichtigkeit für unsere wirtschaftliche Versorgung ist, daß der stanzüsische Hafen Cette nicht in der durch die deutschen Sperrmaßnahmen geschaffenen Zone liegt. Diese Ausnalnnc ist, Wir deutscherseits ausdrücklich hervorgchoben wird, mit Rücksicht darauf erfolgt, daß die Znsnhrl aus den Ente:: te ländern nach dev Schwerz bislier großenteils über den Hasen von Cette geführt worden ist. Cette ist «während der Kriegszeit der eigentlich Hafen der Schweiz getvorden. Man wird mit Genugtuung feststellen dürfen, daß Deutschland auch bei seiner so l gm schweren, den Seekrieg zur höchsten Erbitterung und Rücksichtslosigkeit steigernden Maßnahme dvRücksichtnahmeaufdieSchwciznichtaußerAcht läßt. Dieses Entgegenkommen ist unter dem Gesichtspunkt zu betrachten, daß Deutschland um seiner eigenen, aufs aller schlverste bedrohten Interessen willen heute alles daransehen muß, um nitiliW torisch und wirtschaftlich bestehen zu können.
Das „Berner Tagblatt" erkennt ebenfalls das Entgegenkommens ^betreffs Cette an und schließt: Die heutige Erschwerung des Weld- handets dürste die EntentelÄrder derart hart treffen, daß an eine längere Fortdauer des Krieges nichit zu denken ist.
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Der Mißbrauch britischer Hospitalschiffe
London, 2 . Febr. (WTB.) Die Admiralität macht folgende Mitteilung:
In einem heute verbreiteten deutschen drahtlosen Bericht wird von neuem und mit grösseren. Einzelheiten behauptet, es sei Brauch der britischen Regierung, die Unverletzbarkeit, die bisher den Hospichlschifsen zugesbanden wurde, zu mi schachen und diese Schiffe ftrr die Beförderung von Trupven imd Ausrüstung zu verwenden. Der Bericht enthält eine besondere Bezugnahme auf das Hospital- schuft „Britanntt", von dem gesagt wiro, es habe 2500 britische Soldaten befördert, die nicht invalide gewesen seien Als Beweis wird die chschoorene Aussage des österreichischen Sängers Albert Meffany angeführt, der bei Ausbruch des .Krieges auf Malta ntter- mrrt war und im November 1914 an Bord des Hvspftalschiffes „Brrtannic" nach England zurückkehrte.
Die ganze Meldung ist ein Gewebe von Falschluft. Die einzige wahre Stelle in der Messanv zugeschriebene:: Erllärung ist hie Tatsache, daß er auf der „Brftannic" nach 5)ause gebracht wurde, da er zurzeft invalide loar und atrs diesem Grunde in die Heimat entlasse« wurde. Wie zu erwarten lrar, sind gegenwärtig die Meldungen der deutsckien Presse voll von falschen Mitte illut gen dieser «Art, um einen Vorwand für die neueste von Detftschllrnd angegebene Methode der Krieasführung zu schaffen. Es ftnm nicht enffchieden genug betortt werden, daß bei keiner Gelegenheft seit Beginn des Krieges an Bord englischer Ho-spitalsMffe andere Personen als invalide und Lazarettnrannschaften eingeschifft wurden.
Dos Wolfs-Bureau bemerkt hierzu: Die Munitions- tvcmsporte werden also nicht geleugnet. Mß England wegen der Truppentransporte muh dem Grundsatz handeln würde: Si feeesst nega! war voraus zusehen.
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Aliegererfalg.
Berlin, 2. F<Hr. (WTB. Amtlich.) Mn ersten Februar > nachmittags hat einer unserer SeeLiurpfeinsitzer an der flandrisch:: Küste einen englischen Landkampfeinsitzer ab- g e s ch o s s e n. Das feindliche Flugzeug fiel in unsere Hand. Der
Flieger, ein englischer Soevffrzier wurde gefangen genommen
seekrleg.
Berlin, 3. Febr. (WTB.) Bon in diesen Dogen zurück- gekehrten U-Booten sind 21 Fahrzeuge mit rund 30 000 Brutto-Reg i ster-Tonnen versenkt worden. Unter der Ladung der versenkten Fahrzeuge befarrden sich u> a. ca. 7500 Torrnen Kohlen, 5000 Tonnen Erz, außerdenr Phosphat und Grubenholz.
London, 2 . Febr. (WTB.) Lloyds meldet: Der englische Dampfer „Tr 6 bau" und der belgische Dampfer „Euch h r a t e (2809 Tonnen) sind versenkt worden. Der Schlepper ,Lda Dun can" (139 Tonnen) ist auf eine Mnre gestoßen und gesunken. Der norwegische Dampfer „Dandy" ist gestern durch ein Unterseeboot versenkt worden. Die Besatzung ist bis auf einen Mann gerettet. Mr Segler „Trevoune" wurde durch ein Unterseeboot versenkt. Drei Mann wurden gerettet. Der Koch und der .Kapitän sind ertrunken.
London, 2. Febr. (WTB.) Lloyds meldet: Der holländische Dampfer „Epsilon" ist versenkt worden. Me Mannschaft ist gelandet.
London, 2. Febr. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Segler „Helena" und „Samuel" sind versenkt worden.
London, 2. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Aioyds melden- Ter norwegische Dampfer „Kortia" (1127 Domren) ist versenkt worden. Tie Besatz: i:ui wurde gelandet.
London, 2. Febr. (WTB. Nichtamllich.) Me Segelschiffe „Merit Wa h" und „Westherill" wurden versenkt
London, 2. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Lloydsmeldung Der englische Dampfer „Ra vcnsbourne" und der norwegische Dampfer „Hekla" ftnd versenkt worden. Der norwechsch Dampfer „Sardinra" (1500 Tonnen) soll versenkt worden sein.
P m u i d e n , 2. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Den Fifchrfahv- zeitgen wurde wieder gestattet, anHu fahren, aber nicht weiter, aks» bis z,rr Tcrschellingbank und innerhalb einer Zone von 20 Meilen von der Küste. _
Bern, 2 . Febr. (WTB.) „Progrös de Lyon" meldet aus Madrid: Der spanische Dampfer „Punteno" ist versenkt.
Aus Cadiz wird gemeldet, daß der griechische Dampfer „Aristoteles versenkt worden ist. Me Besatznng ist in Cadiz gelandet.
lionen, 1914 trat 41,7 Millionen, dagegen 1915 einen Wert von 150,7 Millionen Mark hatte und auch gegenwärtig Weine sehr hoch bezahlt werden? Sind Maßnahmen getroffen, die der Er- nährmrg entzogenen Zuckermengen MlsschlleMü notleidenden Winzern zuzusühven, und welches sind die Maßnaymen? Ich begnüge mich mit einer schriftlichen ylntwort.
Der Abg. Held hat folgende Anfrage eingebracht:
Der Präsident des Kriegsernährungsamts hat im Reichs- haushaltsausschuß bei der letzten Besprechung der Ernährungs- fragen in Ausftcht gestellt, daß die Beschlagnahme aller Futter- wfttcl und Zuführung derselben an die Viehzüchter erfolgen solle. Von einer Ausführung dieser Maßregel ist bisher nichts bekannt geworden. Ist der »Herr Reichskanzler bereit, die an gekündigte Maßregel zur Ausführung bringen zu lassen, damit die durch die onsgedeckben Schiebungen im Osten erwiesenen großen GerstentNrräbe für die Schweftremast nutzbar gemacht Weichen können? Ich begnüge mich mft einer schriftlichen Antwort.
Ablieferung des Getreides.
Berlin, 2. Febr. (WTB. Amtlich.) Durch die Verspätung der Ernte- und Herchstbesdellungsarbeiten und durch den vielfach herrschendst Kohle nrnangel, der den Ausdrusch des Getreides verzögert, ist die Ablieferung von Brot g et re ide, Gerste und Hülsenfrüchten hinter der dringenden Anforderung der bewirffchaftenden Stellen zurückgeblieben Der Haferbedars der Heeresverwaltung ist für einige Zeit gedeckt, so daß hier die Ätblieferung nicht so dringend ist. Mit Rücksicht hierauf wird die Abnahme von .Hafer für die .Heevesverlvalturig im Monat Februar dahin eingeschränkt, daß Hafer, soweit er nicht am 31. Januar 1917 lieferungsbereit war, nur von solchen Landlvirten abgenonnnen werden darf, die nicht noch Brotgetreide oder Gerste abzukief-ern haben. Die Landwirte müssen also jetzt die Ablieferung von Brotgetreide, Gerste und Hülsenfrüchten auf das Aeußerste beschleunigen. Da viele, insbesondere kleinere Landwirte aus den oben angeführten Gründen am der Lieferung des Hafers bisher verhindert worden sind, ist bestimmt worden, daß der Höchstpreis für Hafer vom 1. Februar bis 30. April 1917 27 Mk. für den Doppelrentner beträgt. Da der gesäurte Haferbedarf des Heeres brs zur neuer: Ernte noch nicht annähernd gedeckt ist, müssen die Verfütte- rungsbeschränkmrgen für Hafer nach wie vor streng beobachtet werden, damit später der Rest des Bedarfs voll abgeliefert wird.
Ein Einheitsgroßgebäck in Berlin.
Berlin, 1. Febr. Die Vertreter der Groß-Berliner Stadtkreise haben im Ausschuß der Groß- Berlin er Brotkartengemeinschaft mit großer Mehrheit beschlossen, ein Einheitsgrvßgebäck im Gewicht von 1900 Gramm und 1000 Gramm unter Fortfall des Kleingebäcks einzuführen. Das Großgebäck soll irr der Regel aus 55 Teilen Rvggenmehl, 35 Teilen Weizenmehl und 10 Teilen StreckunHsmitteln bestehen. Für besonderen Bedarf, der bei den Bäckereien amzumelden ist, darf das Großgebäck in den bezeichnelen Gewichten auch aus reinem Weizenniehl hergestellt werden. Das bereits' beschlossene Kuchenbackverbot für Bäcker soll alsbald eintreten. Die den Konditoreien im Zukunft noch gestatteten Kuchensorten und die Preise hierfür werden in .Kürze festgestellt werden. Die Beratungen über die beabsichtigte Einführung der KNnden- liste werden in der nächsten Woche fortgesetzt'. Das Weizew brot soll die Form einer Reihen- oder Kerbsemmel haben, d. h. so geformt sein, daß es in Teile vom je 50 Gramm zerfällt und infolgedessen kleinere Mengen Weißgebäck abgegeben werden können. (Frks. Ztg.)
Am dem Reiche.
Änftngrn im Reichstag.
Der Mg. Mumm stellt im Reichstag folgende Anfrage:
Nach Bläticrmeldmrgen sind bereits 170000 Dvppelzeirtncr Zucker zur Weinbercftung abaeqcbem tvorden. Meviel Zentner Zucker sind seit Kricgsbetüttu der Crirährung entzoqen mid der Umwandlung m cilßyholrsche Getränke überanttvortet worden? Fst bekannt, dqß die W«nmosterntie 1913 ernert Wert von 48,4 Mil-
Rriegrarbett in Gießen.
XXVI.
Die KrtegStätigkett der freiwilligen SanitStS-Kolonne vom Roten Kreuz Gießen im Jahre 1916.
Das Jahr 1916 hat rnr Zkriegsdienst der .Kolonne wesentlich? Aendertmgen nicht gebracht. Die Einrichtungen, wie sie auf Grund der Erfahrungen des ersten Krvegsjah-res'allnräWch getroffcm wurden, haben ftch l>ewährt und konnten beibehalten werden. Nur in eruqelnen Punkten waren Arnderungen nötig, insbesondere auf dem Gebüte der Erfrischomg durchreisendcr Soldaten ?md Verwundeter, die bedingt tvaren durch die weiterfortschreitende Lebens- nnttekbrappheft. Tie Erfrischung beschräntt sich jetzt auf die Verabreichung von Kaffee und nur in Fällen besonderer Not wird Zwieback oder Schokolade ansgegeben, wovon ein lleiner Vorrat aus der Erfrischtmgsstelle bereitgelmltwt wird. Der Zucker tmtrde durch Sacckiarrn ersetzt. — Zum leichteren Heraursnehmen Schw^r- verwimdeter aus Eisenbahtrzügen wurde ein, von einem Zugführer der F-ranksurter Sanitäts-Kolonne rvnstruiertes!Krankentrage b e 1 1 angeschafft, das sich gut betvübrt \yat, indem es das Aufheben Schiwerverwundeter unnö-tig macht. Es genügt ein leichtes Anheben des Körpers, itm das Bett unberzuschteben, so daß die SchmerzverursackMrg auf ein geringes Maß beschränkt wird.
Me Bereitstellung eines Krankenfahrstuhles zur Beförderung von gehunsahigen Vertvundeten von einem Züq zamr ändert! entsprach ebenfalls einen: Bedürftris. Mit der Leittmg des .Kriegs- gefcmgenen-Lazaretts, bezw. den: Garnisonkorymando wurde ein Ab- ommen dahin gettoffen, daß die Sanitäts^.Kolonne das Ausladen, l/ier ankommender verwundeter Kriegsgefangener und die Verbring gung in die vom Garnisonkommando bereitzustellenden Befördev. rungsmittel (Wagen der elektrischen! Bahn oder .Mankenautomobil) zu besorgen hat, während die Miterbeförderung nach dem Kriegs^ gesangenen-Lazarett und das Ausladen dort durch militärische Hilfskräfte erstlgt. Mese Einschränkimg der Tätigkeit der Kolonne ist mit bedingt durch die im Laufe des Kahres 1916 erfolgte Einziechtng von 23 wetteren Mitgliedern der Kolonne zur Fahne. Dadurch waren Ende deis Jahres Nur noch 18 Mitglieder zum Dienst aiff der Sanitätswache verfügbar. Das Bestreben, neue Mitglieder zu gewmnen, hatte :rur geringen Erfolg, da sich nnr zwei Lntle meldeten. Der geringe Mannschaftsbestand machte auch eine Einschränkung ft: der Besetzung der Nachtwachen erforderlich, die seit dem 15. November nur mch mit zwei Leuten besetzt werden, »nährend die Tagwachen mtt drei Leuten besetzt Reiben.
Auch die Radsahr-Abteilung konnte »licht beibehaller: werden. Tie Alarmierung der Kollonne erstlgt jetzt mrr noch telephonisch, was bei der immer früsteftig erfolgenden Anmeldrmg, der Lazarettzüge zu Störungen nicht geführt hat.
freiwillige .Krankenpfleger im Felde stehendei: Mitglieder Wilhelm Steuerwald, Heinrick» Pfeiffer und Eurt von Mlünchow sind im Lause des Jahres zur Verwendrmg von dem westlichen Nach dem östlichen Kriegsg-ebiet gekommen, während das Mitglied Pros. Rauch im .Kriegslazarett in Dvuai geblieben ist. Bon den während des .Krieges neu aufgenommenen Mitgliedern waren die Krmtkenpfleger Nicolaus, Schmoll 'und, Westphal in emem Lazarettzug tätig, ebenso Mich vorüber- y-ehend der .ikvankenpflegcr Behrens. Der .K«m6mpfleger Gi- sevius war bei einer Kranken-Transpvrt-Abteilung im Osten MiL mußte aber nach mehrmonatiger Tätigkeit wegen Kvank- hett zurückkehven und bat nach stirer Wiederherstellung hier Dienst. Alle zuletzt genannten Mttgllcder mtt Wlsnahme von Behrens such n^tvischeu el^wo zum Heeresdienst eingezogett immdeit. Tie als S<n»iMfts-L>undefichrer mts«bl«»etest Kostmnmrmtglieher H a - risr und Rink waren als solche auch im veygangetten Jahre tätt-g, ersterer zuletzt in der Heimat, in Fanqschkeuse bei Berlim letzterer im westlichen tlkriegsgebret.
Sämkliche hier Verbllebenen Mitglieder wtreden stlvoN bei der Kranfen-Tra:^pvrt-Abteil:cng, als auch im Santtät^ttitft ans der BMthossnmche verwendet, wo sie «uh die Mtf-aben der ausgo- hob«»e:t Verband- mst ß^ankem-Grsris«du« ^-Station erftrllcn. Me Krankeu-Transchvrt-Abtrilumg hat auch im
vergangenen Jahre Transporte ausgeft'thrt. Mts der SanitätS- lvache wurde ebenfalls Hllfe geleistet. Me Zahl der Wachen betrug 1095, die mit 3240 Mann besetzt waren.
Zu den Leistungen im Kriegsdienst gesellen sich diejenige:: im früher schon geübten öffentlichen Rettungsdienst. Hier sind 653 Hilfeleistungen zu verzeichnen, darunter 646 Kranken- ttansportc, von denen 23 nach auswärts gmgen. Es zeigte sich.
Die Unterstützungskasse hat auch im abgelaufenen! Jahre ivohltätig gewirkt. Regelmäßig unterstützt wurden 9 bedürftige Familien von im Felde stehenden Kolonnenmitgliedcrn, außco-« dem einmalige Untersttitzungen rn besonderen Notfällen gewährt. Ausgegeben wurden daMc iM60 Mark, die in der Haupttache durch Mitgliederbeiträge aufgebracht wurden.
Lebensmittelmarken.
Für die Zeit vom 5. bis 11 . Februar 1917 haben nachfolgende Lebensmittelmarken Gültigkeit:
Brotmarken der 6. Woche, gültig vom 5.—11. Februar 1917 Buttermark°n . 6. „ . „6.-11. „
.fleischmarken , 6. , 5.— 11 . , ,
Kartofselmarken. 6. „ 5.-11.
Zuckerntarken Nr. 6 und 7, gültig bis 28. Februar 1917. Serfenmarken für den Monat Februar.
Ein Umtausch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt.
tteschäftSstuuden des Stadt. LcbenSmittelamte» von 9 — 12 Uhr vorm., 2—4 Uhr «ach,«.
Sonntag? ly—12 Uhr vorm. Markenausgabe für Urlauber.
** Die Kälteperiode, die sich in ihren Folgen so unangenehm bemerkbar macht, stellt, wie wir erfahren, einet: völlig anormalen Umstand dar, da eigentlich daS Wetter schon längst einen Umschlag erfahren haben müßte. Auch die augenblickliche Wetterlage ist noch nicht geklärt, läßt aber irnmerhin einen baldigen Umschlag mit zievv- licher Sicherheit erwarten. Zunächst wird der Frost für 3—4 Tage an halten und bei tvechselnder Bewölkurrg leichte Schneefälle bringen. Hierauf wird mtt einem vermutlich stärkeren Schneefall und anderen Winden eine wärmere Witterung eintreten. Der llitteste Tag war bisher der 23. Januar mtt einer Temperatur von — 8,75 Grad, dt« kältesten stLächte waren vom 21.—24. Januar und vom 1-—3. Februar mit — 12 Grad im Stadtinnern z uver- I. 7 - 8 . Februar mit —12 Grad im Stadtinnern zu ver> auf 14—15 Grad Celsius.
** Jungwehr. Sonntag, 4. FÄ»ruar: Komp. 620 und 621 Antreten 2i / 4 Uhr Ecke Licher und Grürrberger Straße.
** Neue Bestimmungen über Feldpostad ressen. Am 15. Februar treten folgeirde Beftimmun- Adressierung von Feldpoftsendungen jeder Art lp Kraft: In ben Aufschriften sind verboten alle Angaben über Kriegsschauplätze, Zugehörigkeit zu Armeen, Armeegruppen oder Armeeabteilungen, Armeekorps, Divisionen und Brigaden: die Angabe eines höheren Stabes darf nur bei Adressen von Angehörigen dieser Stabe erstlgen. Die FeldpostAdressen dürfen nur die Bezeichnung des Truppenteils bis zum Regiment aufwärts enthalten, also enttveder Regimettt, Bataillon (Abteilung), Kompagnie (Batterie, Eskadron), oder selbständiges Bataillon (Abteilung) und Kompagnie (Batterie, Eskadron), oder die dienstliche Bezeichnung besonderer Formationen (Höhere Stäbe, Kolonnen, Flieger, Funker usw.). Bei Truppenteilen, die einem Regimentsver- baird angehören, darf außer der Angabe von Regiment, Bataillon (Abteilung), Kompagnie (Batterie, Eskadron) nichts hinzugesetzt werden, auch nicht die Feldpost-Nummer. Bei Truppenteilen, die keinem Regimentsverband angehören (selbständige Bataillone, höhere Stäbe, Kolonnen, Flieger, Funker), ist als Feldpostadresse die dienstliche Bezeichnung der betreffenden Formation erforderlich, jedoch mit dem Zusatz: deutsche FeLpost Nr. . . . (die Nummer der zuständigen Feldpoftanstalt ist von dieser zu erftagen). Bei Angehörst gen der Stäbe von Armeekorps (Generalkommandos) sowie von Divisionen und Brigaden muß die Feldpost?urmn«r in der Adresse fortbleiben. Alle Feldpostämler und Feld- postexpedttwnen werden für die Folge mit „Deutsche Feldpost' und einer Nummer bezeichnet. Die Bekanntz- igabe der neuen Feldpo stad ressen nach der Heimat erstlgt durch die Truppenangehörigen.
** Die Handtzverker-Benatuiagsstelle des OM-, gewerbe Vereins Wurde bereits im ersten Monat ihres Bestehsnsj schr rege in Anspruch genommen und z>war von 39 Personen in 66 Fällen. Bon den Ratsuchenden war«: 35 Gewcrbckreibendq i^dcrrmrter vier Hmrdwerkerstaucn), 4 sonstige Personetr Min Berufe nach gehörten von den Gewerbetreibenden 17 dem Baugewerbe cm und zioar 1 Bounntenn-chtner, 1 Dachtk'ckernveister, 6 Sckweiner- meister, 7 Weißbindermeifler, 1 Spenglernreister, 1 SckLosser- meister; die übrigen (gewerbetreibenden waren mts stlgendeu Be- rufeit: Buchbinderei 3, Gelbgießerei 1, Wagtverei 1 , Mengerei 1, Mckerei 3, Kolmriallvareühändler 2, Drtrckerei 2, Sattlerei 1, SchtÄMacherei 3, Klavierhändl-er 1. Bon den erteilten Auskünften betrafen 58 Steuerfragen und zwar Uursatzstetrer 30, Besitz- und Kriegssteuier 22 , Einbnmnensbetver 4, Vermögenssteuer 2 , Arbeiterversicherung 6 (Kranken-1, Unfall- 3, Invalidenversicherung 1 ) Militärische Angelegenheiten 1 , Sonstiges 2 Fälle. Da nach einem Beschluß des Bezirksausschusses Gießen Mich die Mitglieder der in der llmgebung tot* Gießen bestehenden Gewerbevereiwe unentgeltlich beraten werden sollen, wurde die Beratungsstelle bereits auch von Lollar und Lich in Anspruch genommen. Außer der Wlsertigimy dev Unterlagen für die Besitze und KriegSsttmererllärimgen, die bis znm 15. Februar eingereicht sein muß, sticht die Beratungsstelle auch in sosttigem Steuerangelegenheiten, sowie in allen Fragen der Arbeiter Versicherung, Kriegsversorgung, Unterstützung der Angehörigen der einbe- rnfenen Mitglieder, sowie in persönlichen Angelegenheiten in den Mittwoch und Sonntag von Ibis 2 Ulir im ^ftkiverbehans, Kirchstraße, stattfmdenden Sprechstunden unentgeltlich zur Verftdgung.
** Der Rheinmainische Verband für Volksbildung lädt seine Mitarbeiter, Mttglicher :md Fvenmde, aber mccd alle anderen Bolkskveise, toelche dem Gegenstand der Verhandlungen Interesse entgegenbringen, zu einer Bez.irksoersanrmllocg ein, welche Sonntag, den 4. Februar, nachmittags 3 Uhr. im Saales der „Aktien Post" zu Limburg a. d. L. stattftnihet. Mt der Bezirksversaminlung ist eine um ll 1 /» Uhr vornrfttagS beginnende Besichtigtcng der Stadt Lttnbuvg und des Domes ver- btrnden. Abends veranstaltet der Rbein-Mainische Verbm:d für Volksbildung im Saale der „Alten Postt' einet: Baterländischetr Volksabend mtter dem Titel: „Mutsche Frauen, deutsche Treue, dnttscher Wem und deutscher Sawft'.
** AuS dem Stadttheaterburearr. Gs fei darairf hrnyewiesen, daß die morgige Auffühnrng von „Robert und Bertram" die vormMchilich letzte der beliebten Possen in dieser Spielzeit ist. Diese Nachmittags- anfsühriucg findet wie die Merrdvorstolkllrrg des Schauspiels „Könige" von H«ws Müller bei kleinen Preisen statt.
** Die Annahme von Frachtstückgut und Eil stück gut. Um dem starken Andrang in den letzten Abendstunden vorzubenqen, wird mit Genehmigrmg dev Wnigl. Eise,:bahndirekt:on bei den hiesigen Abfertigungsstellen vom 5. Februar d. I. ab bis ans weiteres der An- ncchmeschilnß für Frachtstückgnt ans 5 Uhr und für


