neutrale HaLung.ttnuehmem Amerika befindet sich sehr rum entfernt von ben Schrecken des Kriegs, wir beffuden uns mitten darin. äWierita i)t neutral, mir nicht. Wir glauben, daß die Hauptfrage m diesem Kriege, die so all ist, als es eine Zeitrechnung gibt, die ist. Unterschied z w i s ch »n Recht und Unrecht. Wft glauben und mir wißen, daß dieser Krieg der Krieg anNr< hüllter Ang rifsslust ist, daß die VerbreckMn in der Krieg- Mrung. die seit Jahrhunderten der Welt unbekannt gewesen sind, Lein erscheinen im Vergleich mit dcnr Grundverbrechen, die Wett durch kaltblütige Berechnung in einen Krieg zu stürzen, weil die- ienigeit, die dafür verantwortlich sind, geglaubt haben, er würdet sich bezahlt lmubat.
Die Rede Wilsons bat zum Ziel jetzt einen Frieden zn erreichen und für die Zukunft den Frieden zn sickern. Das ist auch unser Ziel und unser einziges Ziel. Er hofft, den Frieden durch einen Friedensbnnd zu sichern, ünd er hat nicht nur für einen solchen Bund gesprochen, sondern er versucht mich, den amerillmischenj Senat dazu zn bringen, die zn seiner Verwirklichung nötigen, Schritte zu unternehmen. Es wäre. Unrecht, diesen Erschlag als völlig utopisch anzusehen. Sie wissen, daß das Duell fast bis in unsere^Tage hinein erhalten wurde. Ebenso wie die Erledigung! privater Streitfragen durch das Schwert jetzt undenkbar geworden ist, so glaube ich, können wir hoffen, daß die Zett kommen wird, in der alle Nationen ber Wett die Rolle spielen werden, die Cromwell als seinen Lebenszweck bezeichnet hat, die Rolle eines Polizisten, der für Ruhe in der Gemeinde sorgt. Diese Zeit würde, so hoffe ich, kommen. Aber diese ganze Frag« ist keine abstrakte Zukunstsfrage, sondern sie ist eine Frage ans Leben und Tod irr der Gegenwart. Bei Beirrteilung der Frage, ob dieses Ergebnis aus dem von Wilson vvrgeschlagenen Wege erreicht werden^ kann, können wir unmöglich dre Vergangenheit vergessen. Sett Generationen haben menschlich Tenkerrde und gutgesinnte Männer in allen Völkern danach gestrebt, durch Haager Ko-nventünren, durch Friedenskonferenzen und ans alle mögliche Weise den .Krieg nnnröglich zn macherr oder wenigstens die Schrecken des Krieges zu milder u. Wenn ein Krieg aus bricht, wodurch können diese gegen die barbarische Barbarei errichteten Schranken aufrecht erhalten werden? .Von den Kriegführenden können sie nicht aufrecht erhalten werden, wenn es einen von ihnen beliebt, sie außer Acht zu lassen. Nur die neutralen Staaten können ihre Wirksamkett sichern. Wie ist es qemefan? Unmittelbar bei Ansbruch des Krieges haben die Deutschen auch jede dieser Schranken beiseite gefegt.
Sie zerrissen Verträge, die sie selbst feierlich unterzeichnet hatten. Sie streuten Minen auf die offene See, sie trieben alle Greuel zur See und zn Land in Verletzung der .Haager Konventionen, die sie selbst unterzeichnet hatten. Sie führten Krieg gegen grauen und Kinder, sie vernichteten Neutrale ebenso grausam, wi esie-es mit ihren Feinden taten. Sie treiben in diesem Augenblick die Bevölkerung eroberter Gebiete in die Sklaverei und zwingen Untertanen ihrer Feinde, die Waffen gegen das eigene Land zu ergreifen. Das alles ist geschehen, und kein neutrales Land ist imstande, dem ein Ende zu machen. Keine neutrale Macht protestierte auch nur dagegen. Wir müssen deshalb andere Mittel suchen, um den zukünftigen Weltfrieden zu sichern.
Wir haben das deutsche Anerbieten, Unterhandlungen zu beginnen, zurückgewiesen, incht aus Eroberungslust oder aus dem Verlangen nach glänzenden Siegen, wir haben es zurückgewiesen nicht ans dem Geist der Rache heraus, oder ans dem Verlangen nach Ruhm, sondern, weil ein Friede setzt ein Friede wäre, der sich arrs einem deutschen Sieg ansbcnUe. Es ivürde ein Friede sein, der die milttärische Maschine unerschüttert Und mit einem Nimbus von Erfolg umgeben l're^. Die Feinde würden die Herrschaft über die Maschine in den Händen.von Männern lassen, die Generationen lang den Krieg vorbereiteten, und die die nämlichen Vorbereitungen aufs Neue beginnen und nur den günstigen Zeitpunkt abwarten würden, die Wett in dieselben Schrecknisse zu stürzen, wie wir sie jetzt durchmachen. Unser Ziel ist dasselbe wie das des Präsidenten Wilson. Unsere Söhne und Brüder wagen doch ihr Scheu dafür und wir denken es zn sichern. Die Herzen des Volkes dieses Landes verlangen nach dem Frieden. Wir beten um einen Frieden, der uns die sicher zurückgibt, die unseren Kamps jetzt aussschten, um den Frieden, der das Leben derer, die nicht mehr zurückkehven, nicht vergebens opfern ließ.
Kow- und Cinderlager von privaten Kohlenimporteuren in Kristtania mit Beschlag zju belegen. Jedoch würde den Importeuren erlaubt werden, ihren bisherigen Kunden bis zu zehn Hektoliter Koks und 500 Kilogramm Kohlen an jeden Haushalt zu verkaufen, falls diese unter Eidesangebot erklären, sie zu benötigen.
Der Seekrieg.
Eine englische Stimme über den U-Boot-Krieg.
Rotterdam, 25. Jan. (WTB.) Wie dem „Nieuwe Rotterdcmffche Courant" aus London gemeldet wird, widmet der Marinemitarbeiter der „Daily News" dem ernsten Charakter des Tauchbootkrieges einen längeren Artikel. Er schreibt darin:
Die Warnung, die Jellicoe vor ettrigen Wochen ausgesprochen habe, sei nicht genügend beachtet wordm. In derr letzten neunzig Tagen seien 470 Schiffe in den Grund gebohrt worden, darunter 187 englischer Nationalität. Der Verfasser dieses Artikels gibt !zu, daß es schwierig sei, die neuen U-Boote mit ihrem großen Aktionsradius zu bekämpfen, und fordert das Publikum auf, selbst an der Bekämpfung der Gefahr dadurch mit- zuarbeiten, daß es weniger ttngeführte Luxusartikel verbrauch, daß für den Bau von mehr Schiffen gesorgt werde. Im Leitartikel schreibt „Daily News" über denselben Gegenstand: Während Deutschland. Schiffe in den Grund bohrt, bauen wir in einem Augenblick, in dem wir so viel Schiffe als möglich Herstellen soll- ten, nicht genug, um den riesigen Verlust wettzn macken. Wir bauen viel weniger, als in normalen Zeiten, und zwar aus denselben Gründen, warum tvir auch meniger Lebensmittel in unserem Lande anpflanzen, nämlich wett wir nicht über die nötigen Arbeitskräfte verfügen. Schiffe von einem Inhalt von Hmr- derttausenden von Tonnen warten ans ihre Fertigstellung. Man nimmt an, daß mir im Juni .700 000 Tonnen vom Stapel lassen können, jund tvenn wir uns gegen den Mgriff Deutschlands entsprechend wehren wollen, so müssen wir auch um jeden Preis diese Schiffe sertigbringen. Das kann aber nur geschehen, wenn nur alle geschulten Arbeiter, die in der Armee oder sonstwo auszutreiben sind, zum Schiffsbau verwenden. Deutschland geht Darauf aus, unsere Zufuhr abzuschneiden. Es ist seine einzige Aussicht zu siegen. Wir müssen diesem Aushungerungskrieg ans unseren Mcknm und noch mehr auf unseren Schiffswerften ent- gegenarbeiten.
Der bulgarische Bericht.
Sofia, 25. Jan. iWTBö General stabsbericht vom 24. Jan/:
Mazedonische Front: In der Gegend von Bitolia Artillerietättgkeit. Im Cerna-Bogen nur au manchen Stellen! lebhaftes Arttlleriefeuer. In der Gegend der Möglena Artillerie. Maschinengewehr- und Jnfanteriefeuer. Im Wardar-Tale schwaches Arttlleriefeuer und Tätigkeit in der Luft. Eine feindliche Abteilung! versuchte, längs des rechten Wardar-Ufers vorzugehen, wurde aber durch Jener vertrieben. An der Struma vereinzeltes Artilleriefeuer und Patrvuillengefechte.
R u m ä n i s ch e F r o n t: Bei Galatz Arttlleriefeuer, bei Tulcea Austausch von Infanterie- und Maschinengewehrfeuer zwischen unseren Aufklärern und feindlichen, das nördliche Ufer des St. Georgs-Armes haltenden Abteilungen. Btt Nahmudish, Karabussuat und Frislawa zerstveuten wir durch Arttlleriefeuer schwache feindliche Abtttlungen.
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Die Nahrungsmittelknappheit in Frankreich.
Bern, 24. Jan. (WTB.) Minister Herriot erklärte den Vertretern der französischen Presse, die Beschränkung der Speisenbarte and die Einführung der Mahlzeiten von zwei Gängen in den Gastwirtschaften habe den Zweck, der herrschenden Verschwendung Einhalt zu gebieten, deren Folgen auf die unteren uno die Mittelstands klaffen zurück- ftelen. Er werde auch die strengsten Maßnahmen gegen die Brotverschleuderung ergreifen, die im Heere besonders groß sei. Es sei notwendig, dem Publikum klar zu machen, daß die Verpftogungsftage it-ach dem Frieden noch schwieriger sein werde, da oer Weltmarkt den Mittelmächten dann wieder offen sei, und die von diesen gemachten Ankäufe, besonders in Getreide und Vieh, die den Alliierten zur Verfügung stehenden Mengen bedeutend vermindern würden. Gegenwärtig sei seine .Hauptsorge die Getreideversorgung für 1917/18 und die Hebung des Kartoffelanbaues.
Ein Ausstand französischer MunitionSarbeiterinnen.
Berlin, 25. Jan. Zu dem Seetreffen am Hoofden erfahren wir noch: Am 23. d. M. wurden gegen 8 Uhr vormittags neun englische Zerstörer beobachtet, von denen einer in sinkendem Zustande war. Von den übrigen acht fuhren sieben um das sinkende Schiff herum, während der achte «etwa 20 Meter von dem Schiff entfernt still lag. An dem sinkenden Boot schien Back völlig zu fehlen. Das sinkende Boot lag mit der Brücke und der halben .Höhe der Schornsteine im Wasser. Mannschaften waren nicht darauf zu erkennen. Sie waren offenbar von den anderen Booten uber- ^o^uchkn worden. Man hatte den bestimmten Eindruck, daß das sinkende Schiff verloren war.
Berlin, 25. Jan. (WTB.) Der Kommandant des kürzlich in Cadir eingelaufenen englischen Zerstörers „Delphin" behauptet, am 14. Januar 8'Uhr morgens 14 Seemellen westlich von Huelva das deutsche Tauchboot „U 5 6" versenkt zn haben. Es wird hiermit festgestellt, daß w e d e r „U 5 6" n o ch e i n a rx b e t e£ d e utsches Tauch- bootinFragekommt.
Paris, 25. Jan. (WTB.) Die Kammer nahm einen Gesetzesentwurf an, daß ausländischen Fahrzeugen die Schiffahrt unter französischer Flagge unter derBedingung erlaubt wird, daß diese Fahrzeuge für Transporte znm Nutzen Frankreichs dienen.
Bern, 25. J<m. (WTB. Nichtamtlich.) „Nouvelliste de Lyon" meldet: Der Postdmnpser „Quebec" ist vor der Girone-Mündung gesunken. Der Danipfer konnte bei Rayan auf Strand laufen. Der norwegische Danrpfer „Ster ly" traf in Corcubien mit 28 Schiffbrüchigen des französischen Jreimasters „Duc d'Aumell" ein, der von einem U-Boot versenkt loorden war. Er war an der Unglücksstelle eingetroffen, als das U-Boot sich anschickte, die'Schiffbrüchigen zu retten.
Amsterdam, 25. Jan. (WTB.) Den Blättern zufolge geht das Gerücht hier um, daß der Dampfer „S all and" des holländischen Lloyds gesmrken ist. Die Gesellschaft erhielt noch keine Bestätigung dieser Nachricht. (Nottz: Vermutlich handelt es sich hier um denselben Dampfer, der von Lloyds unter dem Namen „Holland" gemeldet ist.)
London, 22. Jan. (WTB.) Lloyds meldet: Der Schoner „Eller Roberts" ist gesunken.
London, 24. Jan. (WTB.) Lloyds-Meldnng. Das englische Fischerfahrzeug „EtHel" und der holländische Dampfer „Holland" sind versenkt worden. Die Mannschaft des Dampfers „Holland" ist gerettet. Der Dampfer „T a e - ment) out" wurde durch ein Unterseeboot versenkt, die Besatzung ist gerettet.
L on do n, 25. Fan. (WTB.) Lloyds meldet: Der holländische Dampser „Zeta" und der englische Dampfer „Neu- quen" sind untergegangen. Der jüngst als versenkt gemeldete Fischdampfer „Certus" würde in den Hafen geschleppt.
London, 25. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Drei Trawler aus Fleetwood sind von eitlem U-Boot durch Karronen- feuer versenkt worden.
W a s h i n g t o n, 24. Jan. (WTB.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. Das Kriegsamt hat verfügt, daß Handelsschiffe, die ausschließlich für die Verteidigung bewaffnet sind und den Panamakanal benützen, ebenso behandelt werden sollen wie andere Handelsdampfer'
Berlin, 25. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) ,Temps" meldet aus Le Havre: Tie Munitionsarbtt terin nen von
Schnttder-Creuzot in Barfllur sind vorgestern unerwartet in den Ausstand getreten. Mnnitionsminister Thomas habe die Arbeiterinnen durch Maueranschläge anfgefordert, die Gefahr zu bedenken, die durch den Ausstand für die Landesverteidigung entstehe. und sofort die Arbttt vollständig wieder aufzunehmen, anderufalls würden die Arbttterinnen zwangsweise ttngehott.
Bern, 25. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) „Progrös de Lyon" zufolge haben einige Arbeiterinnen infolge des Aufrufes von Thomas bei Schneider-Creuzot die Arbeit wieder ausgenommen.
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Die Kohlenknappheit in Norwegen.
Kristiania, 25. Jan. (WTB.) Der kommende Ber- prooiantierungsrat in Kristiania beschloß dem Verproviantierungs-Departement vorzuschlageu, ein Ausfuhrverbot auf alle Holzarten *u erlassen, damit das Holz als Brennholz «für den inländischen. Verbrauch zur Verfügung stehe. Ferner beantragte er die E i n s ch r ä n k u n g des Eisenbahnverkehrs sowie einen Teil der Kohlen-- vorräte der Eisenbahnen den Berproviantierungsräten zur Verfügung zu stellen. Um Fleischreserven zu sparen, beschloß der Rat außerdem die Einführung zweier fleischloser Tage zu beantragen. Der Rat beschloß auch mit Genehmigung des Verproviantierungsdepartements, alle Köhlern,
Aus dem Reiche.
Der Kaiser an den König von Württemberg.
B e r l i n, 25. Jan. (WTB. Amtlich.) Der K a i s e r hat an den Königvon Württemberg nachstehendes Hand- chreiben gerichtet:
Turchlauchttgster großmächttgster Fürst, fteundlichlieber Vetter und Bruder! Am hmttgen Tage sind 25 Jahre vergangen, sttt Euere Majestät in dauernde enge Zugehörigkeit zu dem Kürassier- Regiment Herzog Friedttch Engen von Württemberg, westpreußi- chen Nr. 15, das in Euerer Majestät sttiren hochherzigen Chef dankbar verehrt, sowie zu mttnem Lttb-Garde-Husaren-Regimcnt getreten sind, das Euere Majestät ebenfalls mit Stolz zu den Seinen rechnen darf. Möchten sich die beiden Truppentttle dieser hohen Ehre noch lange erfteuen uttb sich, Wie bMer, auch ferner des gnädigen Wohlwollens wert zeigen, das Euere Majestät ihnen stets zugewcn- det haben! Ich aber möchte Euere Majestät mttnes aufnchtigen Tankes hierfür versichern und diesen willkommenen Anlaß wahrnehmen, dabei auch von neuem der regen Antttlnahme zu gedenken, die Euere Majestät dem Gang der milttärischen Operationen des gegenwärtigen Ktteges stets entgegenbringen. Die wärme Fürsorge die Eure Majestät insbesondere deren wnrttembergischen Truppen angedttheir lassen, hat in diesen jenen herrlichen kttegettschen Geist wach gehalten und gesördertz kraft dessen sich die tapferen Schwabeninden httßesten Wmpfen btt m u st e rha f ke r H a 1- tnng ihres alten Ruhmes stets würdig erwiesen haben, von dem Wunsche gettagen, meiner nnttngeschränkten Anerkennung wiederum einen sicheren Ausdruck zu verleihen, spreche ich
Euerer Majestät die Bitte aus, das Abzttchen meines Ordens Voue le möttte annehmen und anlegen zu wollen. Mit der Veriichernng der vollkommensten Hochachtung und wahren Freundschaft verbleibe ich Euerer Majestät fteundwilttger Vetter und Bruder.
Wilhelm I. R.
Vereinfachung und Verbilligung der Staatsverwaltungen in
Preußen.
B e r li n , 25. Jan. (WTB. Nichtamtlich. ■ In der heutigen Sitzung des verstärkten Haushaltungsausschusses des Abgeordnetenhauses wurde ein Allerhöckffter Erlaß vom 19. Jarmar zur Kenntnis gebracht, in dem erklärt wird, daß der geschichtlich gewordene Aufbau des Staatsverwaltuug nicht mehr allerorts den veränderten wirtfchafflichen Verhältnissen Rechnung trage. Die Frage stt ernstlich zu prüfeu, wie eine Vereinfachung und Verbilligung aller Staatsverwal- waltungen herbeigeführt werden könne. Dazu sollen zwei erfahrene Staatsbeamte mit der Ausarbtttung von BorschlägM be- . traut werden. Diese Beamten sollen sich selbständig ihre Mitarbeit er answählen und sollen btt den Arbttten nicht an die Wttsungen ihrer Vorgesetzten gebunden sein. Mit der Prüfung der Iustiz- angelegenlieiten wurde Unterstaatssekretär im Justiznnnistettum Tr. Mügel, mit der Prüfung der VerivaltungsangelegenhttteUl Unteritaatssekretär im Ministeriunl des Innern Tr. Drews beauftragt.
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Berlin , 25. Jan. (WTB. Nichtamtl.) Eine Verordnung des Bundesrats vom 25. Jarmar 1917 ermächttgt den Rttchs- kanzler, Bestimmungen über die Erzeugungen und den Absatz, sotvie über die Preise und Liefernngsbedrngmlgen von Zement Su treffen. Sie gibt dem Reichskanzler ferner die Bttuspiis, Verträge über Lieferung von Zement, die eine Lieferungspflicht für mehr als sechs Monate begründen, insoweit für aufgelöst zu erklären, als sie rricht beretts taffächlich durch! die Liesernngj erfüllt sind.
Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung über die Ausdehnung der Verordnung über den Verkehr mit Harz mit Aus f ü hru ngsbesti mmun gen.
Berlin, 25. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) In der heutigen Sitzung des Bnudesrats gelangten zur Annahme: Der Entwurf einer Bekanntmachung über die Kranken-, Urffalt- und Invalidenversicherung von Arbeitern feindlicher Staatsangehörigkeit; der Entwurf einer Bekannt- mockMng über Zement; der Entwurf einer Bekaurttmachung über Preisbeschrärikungen bei Ausbesserung von Schnh^- waren; der Entwurf einer Bekanntmachung betretend die Bestimmungen zur Ausführung des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst.
Berlin, 25. Jmt. Der frühere Gouverneur von Kamerun, Jesko v. Putt kam er, ist gestern abend hier g e st o r b e n.
Berlin, 25. Jan. Der Jnteressenverband des Gastwirtsgewerbes hat an den Bnndesrat eine Eingabe gerichtet, in der die Aufhebung der fleisch- und fettlvsen Tage verlangt wird. Die Aufhebung der fleischlosen Tage würde dahin führen, daß die Gastwirte ihre Fleischvorrä'te nicht nur besser verteilen, sondern auch die Ueberreste in angemessener Weise verwenden können.
Aur Stadt und Land.
Dießen, 26. Januar 1917.
vildung eines Stadtausschusses für die Grotzherzog- Zubiläumsspende.
Auf Anregung des Oberbürgermeisters hatte sich gestern abend 6 Uhr im Sitznngssaale des Bnrgevmeisterttgebäudes eure ansehnliche Versammlung geladener Damen und Herren der Gießener Bürgerschaft zusammengefundeitz um einen Stadtausschuß zur Großlierzog-JUbilänmsspende zu bilden.
Wie der Oberbnrgermttster zu Beginn der Berstrinmlung mit- tttltne, hatten ihre Abwttenheit entschuldigt: Provinzialdirektoy Geh. Rat Dr. 11 s i n g e r , Geh. Rai Leist, Geh. Rat Gail uub Frau Geh. Rat Gail.
Ter OberbürgerTNeister umschrieb den Ztveck der Versammlung mit dem Hinwtts, daß der Großherzog am 13. März dittes Jahres sein 25. Regierungsjubiläum begehe und.daß es der besondere Wunsch des httsischen Volks sei, ihm zu diesem- Tage ttn äußeres Zttchen der Dankbarkttt Und 'Verehrung darznbringen in der Form ttner Jubiläumsstiftung zur Schaffung von Einrichtungen zur Erholung der aus dem Felde httmkehrenden Krieger. Er sei überzeugt, daß zu diesem Zw«ecke rttche Mittel flüssig gemacht werden könnten cmd daß zumal die Gießender Bürger- 'chaft ihren bewahrten Opferlinn bezeugen werde.
Die Werbetätigkeit für diese SttftUng erstrecke sich über das ganze Land. Ein Landesausschuß, sei aus Personen des ganzen Großherzogtums gebildet, der berttts eine Sitzung abgehalten habe. Für tbie Kreise seren Bezirksausschüsse gebildet. Wesentlich stt es aber auch, S t a d 1 a u s s ch ü s s e ins Leben zu rufen, und zu diesem Zwecke sei die heutige Bersammluirg ttnberufen. Crr nehme an, daß alle Effchienenen berttt seren, dern Stadtausschcnsse beizutreten, und da kein Widerspruch erfolgte, erklärte er den ^taot- ausschuß für gebttdet.
sÄls Mittel der Werbetätigkeit empfahl er ttnen Ausruf an die Bürgerschaft, das Angehen vmr ttnzelnen Personen und Vereinen, ttne Haussammlung. Sammlung in den Schulen, Veran- stalttrngen und das Veröffenllicherr der Ztttungen.
Was den Aufruf angehe, so stt schon ttn solcher vonr Landes- mtsfchuß ergangen, aber er glaube, daß jeder Bürger es gerne sehe, wenn ern solcher nochmals in seinem Lttbblatte erschttne. Ta kein Widerspruch erhoben wurde, bat der Oberbi'rrgermttster. einen solchen Aufruf veröffentlichen uni» auch den Teft .dazu stttDegen zu dürfen, !vas ihm bertttwilligst überlassen wurde.
Das Angehen von Einzelpersonen stt zum Tttl schon erfolgt. Er stt an Mitbürger hevangetreten, von denen er zu seiner Freude wisse, daß sie sich in guten Vermögensverhältnissen befänden, und es stt berttts eine recht hübsche Summe ttngekommen.
Tie Sammlung an der Landes-Universitat habe Herr Prof. 0. Schi an übernommen; auch dort stten schon schöne Erfolge zu verzttchnen.
Mit dem Angehen von Vereinen habe die Stadt Mainz bereits gute Ersahrnnge?! genmcht. Er habe deshalb ebenfalls beschlossen, dir Verttne anzugehen. Bitte hätten ein gcmz schönes Vermögen und seien sicher berttt, ihr Sch erstein beantragen, wie sie es bishft schon getan hatten.
Der Konzertverein lasse bisher schon feine Reinerträge wohltätigen Zwecken zu fließen, er werde sicher cruch die Güte haben, einen Tttl ans dem Rttngewinn ttnes eigerrs zu veranstaltenden! Konzertes zur Verfügung zn stellen, »vas der anwesende Vorsitzende des Verttns, Prof. Tr. Lentert auch gerne zusagte.
Ebenso könne das S t a b 11 Ii e a t e r sich dem guten Zwecke dienstbar machen, nwzu sich Direktor Steingoetter berttt erklärt, mit dem Vorschlag durch auswärttge Mste einen größeren Anreiz zum Besuche der Vorstellung aus^uüben und die Preise entsprechend zu erhöhen. ' ,
Tie Haussammlnngen, fuhr der Oberbürgerm ttster fort, hätten sich bisher als besonders wirkungsvoll erwiesen und er stt überzeugt daß auch jetzt jeder ttne lleine Spende erübrigen iverde. Die Sammlung solle vorgerwmmen werden von Personen, die in wttten Kreisen der Bürgerschaft bekannt seien. Er habe die Herren Homberger, Meyer, Frees, Abermann, von Münchow und Hehl vorgeschlagen. Die Haussammlung sei allerdings keine le*d>te Aufgabe, aber die Hdrven hätten Spielraum, sich die Sammlung bis zum 23.-25. Februar einzuteilen
Die vorgeschlagenen Herren erklärten sich bereit, sich der Aus-» gahe ehrmamllich zu uMerziehen. Architekt Meyer machte deü


