Rr. 22
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General-Anzeiger für Oderhefsen
Zreitag, 2b. Januar 191t
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sämtlich in Gießen.
zortschntte an der Aa.
Gras Tisza und Sonar Law über Wilsons Friedensbotschaft.
(S fll mim 1 I mim- 0^1».—r j-. ... t c *- .
<WTB.) G ro hes Hauptquartier. 25. Januar. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern.
Im Arto is. Mischen Ancre und Somme und an der Aisue-Front nahm die Kampftätigkeit der Artillerie und Minenwerfer zeitweilig zu. Mehrfach kam es im Vorfeld der Stellungen zu Zusammenstößen von Erkundungsabteilungcn.
Südöstlich von Berry-au-Bac (nordwestlich von Reims), drangen preußische und sächsische Stoßtrupps in französische GEen und kehrten nach erbittertem Kämpft mit einem Offizier, dreißig Gefangenen und zwei Maschinengewehren zurück.
Front des Deutschen Kronprinzen.
Durch forsches Zupacken gelang es an der Combres- Hohe zwei Erkundern eines Hannoverschen Reserve-Regi- n«nts, einen an Zahl dreifach überlegenen Posten der Franzosen zu überwältigen und mit einem Maschinengewehr in die eigene Linie zurückbringen. In den V o g e s e n scheiterte am Hilsenfirst der Vorstoß einer französischen Streifabteilung.
Klares Wetter begünstigte die beiderseitige Flieger- tatlgkcit.
O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.
Beiderseits der Aa brachten unsere Angrifft mehrere russische Waldstellungen in zehn Kilometer Breite mit vierzehn Offizieren, ei ntausendsiebenhun- d«ert Mann und dreizehn Maschinengewehren ln^unsere Hand.
Starke Gegenstöße herangeführter Reserven konnten unsere Fortschritte nicht hindern.
Westlich von L u ck brachen Sturmtrupps rheinischer Regimenter in die Dorfstellung von Semerynki ein und holten vierzehn Gefangene heraus.
Front des Generalobersten Erzherzog Josef.
Gefechte von Fagdabteilungen und nur vereinzeltes stärkeres Artillerieftner wiederholten sich täglich im verschneiten Gebirge.
Zwischen (5asi.nu- und Putna-Tal wurden dem Gegner fünfzig Gefangene abgenommrn.
Heeresgruppe des G eneralfeld marschalls von Mackensen.
In der rumänischen Ebene herrschte bei strenger Kälte im allgemeinen Ruhe.
Längs der Doann Geschützftner von Ufer zu Ufer und
Postengeplänkel.
Mazedonische Front.
Feuerüberfälle im Eernabogen und Gefechte ohne Belang in der ^ t r u m a e b e n e.
Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff.
*
Der Abeudbericht^
Berlin, 25. Jan. 1917, abends. (WTB. Amtlich )
festlichen Macksufer rege Kampstätizkeit am Toten^ Mann. Sonst an der Westfront nichts Wesentliches.
Osten machten unsere Truppen auf beiden Aa- ufern Fortschritte.
' . *
f _. ^euer Geländegewiiin bei Riga, uub die Zahl der russi- Icheu Gefmigenen hat sich vermehrt. Wir messen diesen Er- übergroße Bedeutung bei. Wir ahnen, daß es rm Frühjahr zu neuen großen Kämpfen kommen wird, zu deneri die letzig-en an der nordöstlichen Front kaum die di- r* ^o^hiele sind. W o die Entscheidung gesucht wird, vlerdt onNkel, wenn auch noch so viel Gerüchte auftauchen inüg^n, dre darüber etwas wisse,! wollen. Aber ein gutes!
^ immerhin, daß, wo sich der Feind zum An- Bemühungen sich im Gegenteil zu deut- [9 .fM^Lgen «uswmchsen. So war es auch bei Riga, wo dre Russen vor einiger Zeit kleine Erfolge erstritten hatten, me rhnen wtzt wieder reichlich vergolten werden. Wenn die Franzosen sich ihres „großen Sieges"' bei Verdun allzu taut ruhntten,.so müssen sie sich heute.sagen, daß es auch dort be,m alten bleibt; die deutsche Front ist unerschüttert.
die militärische Führung ,m Herzen, hfb ereignisreichen Frühjahr entgegen. 'Rur die
Witterungsumschläge machen uns ein wenig ck^aut beinahe vor den Umständlichkeiten, r* c Z llT t oas vom Präsidenten Wilson beliebte Verfahren J7. «5* 1 ^br Ereignisse hineingebracht werden. Vor-
„Friedensbotschaft" keine direkten .^uer,komischen Senat selber war von
^^/E Antrag gestellt worden, eine Woche lang zu verhandeln, aber der Antrag wurde abgelehnt.
Präsident für auswärtige Angelegenheiten, Stone, hatte den .Vorschlag mit dem Bemerken bekämpft, daß
nr^ „Zertverschwerürnug"' dal, ei heraus käme. Inzwischen haben ftch an den Schritt Wilsons neue Folgerungen an- geknupst Der ungarische Ministerpräsident Graf Tisza hat dazu gesprochen und insbesondere dargetan, daß Wilsons Natronalrtäten-Grundsatz in seiner Anwendung auf die Habsburgrsche Monarchie sich als ftagwürdig und zweck- wrdrig erweisen wiirde. Vollständigere Antworten als Graf Tisza sie erteilen koniite, werden an Herrn Wllson dann erfolgen müssen, ivenn es sich bewahrheitet, was das „Berl. Tagebl. „aus der Umgebung Wilsons" erfahren haben will. Danach behalte sich nämlich der Präsident vor, in ab- jehbarer Zeit aii die kriegführenden Machte heranzntreten mit dem bestimmten Anerbieteii, einer von chm zu blldenden Z^e dens liga ihre nach reiflicher Ueberlegung gefaßten Beschlüsse beranntzngeben. .
Gleichzeitig mit Graf Tisza hat auch ein englischer Minister, Bonar Law, zu der Washingtoner Botschaft das
.^-58 ri r n * ^ rac ^ l/ um ^ höflich ausz,idrücken, mehr i,n Volt^versammlungston. Wie unermüdlich sind doch diese englischen Helden und Staatsmänner im Schimpfen und V^r- unglimpfcn beg Gegners! Präsident Wilson hat eine neue Zulunftsmusik angc,timmt, der Englüirder aber singt dazu beharrlich oas alte Lred von dem Fa-evler Deutschland, der bestraft werden müsse. Bonar Law hält dem amerikanischen 6'ricdcnspredlger indessen zugleich vor, das; nach dein Ausbruch des Krieges die Neutralen, an der Svitze also ülmerita lyre Pflicht nicht getan hätten! Denn damals schon hätte sich die Friedensliga mit Polizeimaclit gegen Deutschland weriden können! Ein stir uns recht lehrreicher und nackdenk licher Ausspruch!
^^Der Reden- und Notenwechsel wird uns die neuen Schleen nicht ersparen Das ist auch die Meinung des soznrldemokritischen Führers Sch ei de mann, der, wie der „Vorwärts" mitteilt, dieser Tage in einem Gespräch mit einem amerikmiischen Journalisten namens Swing seine Gedauken verraten hat. Er sagte da auf die Frage, ob er ^lv'ube, daß nocl) Aussicht ans einen ftühen Frieden sei' „Lerder nein, nachdem, was wir erlebt haben. I chsehe einen langen Krieg voraus und noch große Leiden für alle Völker. .Aber wann der Frieden auch immer kommt — er wird um iü früher gekommen sein, weil der Präsid-ent seine Note an die kriegführenden Mächte geschickt hat." Scheidemann tritt für Wilsons Vorschlag ein, schon bei der Er- orterung der Friedensbedingungen an die Bildung
oei' ^HLllliga zur Erhaltung des Weltfriedens heranzutreten. Dabei erklärte er jedoch auf die Frage, warum der Friede jetzt noch nicht erzwungen werden könne, folgendes; „Das M ein Problem der Führerschaft. Sie dürfen nicht vergessen, datz die großeunilitärische Kampagne von 1917 bereits unter- wegs ist. Alle Länder haben ihre Generäle, und sie möchten ihre tresflich entworfenen Pläne nicht gestört sehen. Wir haben noch viele unausgespielte Trümpfe in der Hand, und das gleiche gilt wohl auch von unseren Feiiiden. Die Kriegs- maichme geht mit Volldampf voran. Es bedurfte mehr als emes Mannes, mehr Seherblick und großer Tatkraft, um dieser nahezu unwiderstehlichen Gewalt ein Halt zu gebieten."
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
. Wien 25. Jan (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlchitbart; 25. Januar 1917.
Oe st licher Kriegsschauplatz.
Bei der Armee des Generalobersten von Terszty- ansky eine von Erfolg begleitete Unternehmung eines deurschrn Sturmtrupps. Sonst an der Ostfront südlich des Pripiet nirgends größere Kampfhandlungen.
Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.
Unverändert.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v.Höfer, Feldmarschalleutnant.
Graf Tisza über die neue votschast Wilsons.
3? 1 ' 0^-®-' ä&BWthnetet&m«. AK, cirtf OtJWThorollett Martin Lowaszy über die Botschaft Ä [Lilr 1 1 ^ü- a - Emrte Ministerpräsident Graf Tisza:
^ f akümii seststellen, daß wir gemäß unserer vor denk
Friedenspolitik und genräß unserer s-ovue gemäß nnserer in der letzten 'nur mit -Sympathie jedes Be- ^nne-.r, das au, die Herstelürng des Friedens ge- Ä bfif/fn 6 3^tnrmtmig.) Wir sind infolgedessen geneigt, Bereinio?^^nanslausch mit der Regierung der Staaten sortzusetzen. Dieser Gedaukm- t - m Einvernehmen mit unseren Verbünde- ^ b^bsrGtige derzeit nur einige kurze Bemerkungen rnter-nül?^^^ ^ vor allem gegenüber der Tatsache, die der
hervorbehoben hat, daß nämlich der Staaten m seiner Botschaft einen II n* MenlS Anuvort und der Antwort unserer
)pr ^ ^ € < e k a fs der Vierlnmd erklärt hat, er
er Slf' ^^ensverhandlungen einzugehcn. aber zugleich Hai
Verhandlungen solche Bedingungen neb™Lr i ^ -lleverzauglmg gemäß für die Gegner an- hSjf, Ä« ,lIlb ' als Grundlage eines dauernden Frie-
lebl-afte Zustimmung.' Dein gegenüber Pt du Ausstellung der sz-riedensbedmgungen, wie die'? in der Ant- - n x^ e ^S T dle Regierung der Vereinigten Staaten enthalten ,md, glerchoedeuteno zum mindesten mit der Aufteilung und des osman„chen Reiches. Ties ist daher eine ^' lntundlgung. daß der Krieg auf unsere Vernichtung ah- ?ck äußerster Kraftanstrengung geübten Widerstande und Kampf so lange zwingt, als dieses Kriegsziel .^brtbesteht (Allgemeine lebhafte Zustimmung.) Ä^?^^nden, glaube rch. kann kein Zwersel obwalten^ UEegrup^ m ihrer Haltung ein Hindernis für den l0 £ welche Gruppe infolge ihrer H^^ung der Ausassunr d^ Präsidenten der Vereinigten Staaten näher steht. Der Prüft.
L^emigten Staaten hat in seiner Botschaft gegen einen geTrommen in denr der Sieger demBesieqten semen Willen arlferlegt und den erne Partei als Demütigung uni unerträgliches Opfer anfefpt würde, so daß ein Stachel der Rach.
^ c-^^^ken ür dem Besiegten Zurückbleiben
^ örtlich, daß, so larige die uns gegew- Machte rhre Kriegsziele nicht wesentlich ver^^ zwischen ihrem Standpunkt und de, (Zustimmm ^ Präsidenten der Vereinigten Staaten besteht
Der Reichskanzler im Großen Hauptquartier
Berlin, 25. Jan. Der Reichskanzler v. Be t h m a n n H o l l w e g und der Staatssekretär Z i m m ermann haben -ich heute nach dem Großen Hauptquartier begebeu.
(Frkf. Ztg.)
Auszeichnung Mackensens.
Berlin, 25. Jan. (WTB. AmllichJ Seine Majestät der Klaiser^ hat den, Gcneralfeldmarschall von Mackensen das Großkreuz des Eisernen Kteuzes verliehen. In einem allerhöchsten Handschreiben erkennt Seine Majestät die besonderen Leistungen der vom Q^nemlfeldmarschall unterstellten verbündeten Truppen an, die in rühmlichem Wetteifer Anstrengungen und Eut- behrnngeu ertriigen und überall den Sieg errangen. Seine Majestät bat dem Generalfeldmarschall, seinen Generalen und Offizieren sowie jedem einzelnen der tapferen Zkri^eger seinen und des Vaterlandes Tank u,id Gruß ausgesprochen.
*
Lustkämpfe im Westen.
Berlin, 25. Jan. (WTB.) Luftk ämp fe an der Westftont. Zu den bereits gestern gemeldeten Luftgefechten im Westen ist nachzntragen, daß der Gegner noch zwei weitere Flugzeuge, im ganzen also 10 verloren hat, denn das neunte Flugzeug stürzte imch Luftkampf über Villers-Bretonneu^-; das zehnte, ein Nieuport-Eindecker, wurde bei Channy zur Landung gezwungen.
Meine zweite Bemerkung bezieht sich auf das N a t i n a l i t ä - ^ unch daher nicht in das dankbare Thema m it ' W^su w^ralstche Berechtigung England und Rußla^ tc.chen das Nanonalllatenprrnzrp ,m Rahmen eines solchen Frreoensprogramms za, betonen, das die ungarische'Mation v§- uird mohammedanische Bevölkerung in den Gebieten des der russischen Herrschaft ausliesern wurde. Unsere ganze , Meinung wünscht die freie Entwicklung Ungarns und 9 vrJ; n ber - rca ^® n -. Das Nationalitätenprinzip kann jedoch in der Bildung von Nationalstaaten nur selten unbeschränkt zur Geltung kommen, nämlich wenn einzelne Nationen innerhalb scharf oezoaener ethnischer Grenzen in kompakter Masse auf einem zur ^taatenbildung geeigneten Gebiete leben. Jv solchen Territorien ? e r5 ,l $ e ? C - Pollsstämme und 9iationen gemischt wohnen^ ■' 00ß ^elne Volksstamm einen Nationalstaat
(Zustimmung ) Dort kann nur ein Staat geschaffen werden "de- ?^^wge ^kk druckt dem Staate seinen nationalen Stempel aus das semer Zahl und seinem Gewicht nach vorherrscht Unter rst; daher nur eine beschränkte Gelteiwmachung hf» k'er Präsident der Vereinig
ten Staaten nchtig aus.uuckt, indem er folgende Forderung aufflellt' Man muß für sedes Volk Sicherung des Lebens, des Gottesdienstes und der rndividuellen urch sozialen Entwicklung schaffen. Ich glaubt datz diese Forderung nirgends rn dem Maße verwirllicht worden ist, als m den beiden Staaten der Monarchie. (Lebhafte Zustimmung, Auw in dem einen kräftigen nationalen Cl-arakter besitzenden un-
» a « l1 <n^ taat l ?l ai !? e IC ^'J >a ^ ?nf den von einem bunten Gemisck von Völkern und Nationen bewohnten Gebieten ftn Südosten Euro- pav die Forderung emer freien Entwicklung der Nationen voll- standigrer mcht verwirklicht werden könne, als dies durch den Be- 'kaud und die Herrsckwtt der österreichisch-ungarischen Monarchie gewährleistet wird. (Allgemeine lebhafte Zustimmung.) Wir füblei, uns daher vollständig eins mit den von dem Präsidenten der Vereinigten Staaten amgestellten und jetzt verlesenen- Forderungen.
^'!LT?!!s ?0iU. ,datz in dem in unserer unmittelbaren
Nahe liegenden Gebrete dieses Priiizrp möglichst verwirklicht werde.
„ stz nur wiederholen, daß wir getreu unserer tradftionellen auswärtigen Polittk, getreu unserem in unserer Friedensaktton ein- genommenen Standpunkt, im Verein mit unseren Bundesgeriossen bereit ftnd, alles zu tun, nms den Völkerir Europas die Seanungeii eme^. dauernden Friedens sichert. Ich bitte meine Antwort zur Kenntnis 'zu üehmen. (Allgemeine lebhafte Zustimmung.) Das Haus nahm diese Antwort einstimnttg zur Kenntnis.
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Bonar Law über die Botschaft Vilfons
London, 25. Jan. (WTB9 Meldung des Reuterschen Bu- raus. In einer Versammlung in B.r i st o I erteilte Bonar Law am Mittwoch abend, wie man murinimt, im Namen des Kabinetts aus die Botschaft des Präsidmteii Wilson folgende Antwort:
Das Ende des Krieges ist der Frieden. Deuffchland hat uns ein rrriedensangebot, wie es das zu nenneii beliebt, gemacht; es er^ftelt darauf von den Regierungen der alliierten Staaten die Änt- wort, die es verdiente, die einzige Antwort, die möglich nmr Dir mefften von Ihnen haben wohl die Rede Wilsons gelesen, die gestern m den Zeitungen abgedruckt worden ist. Es ist eine offene Sprach? und es rst rrchtig, daß jedes Miwlied der Regierung der Alliierten das darüber redet, mit gleicher Offenheit spricht. Es ist unmöglich datz Wilson dre Frage von demselben Gesichtspunkte aus betrwlüet wie wir. Das Haupt einer großeri neutralen Nation muß wie auch irrmter ferne privaten Ansichten sein rnöqeii — und ich,mnß ebenso wen- wie irgend emer von Ihnen, was für welche er l**t^


