Ausgabe 
25.1.1917 Erstes Blatt
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23. v-rrettfos oi« KMe irttt 12° 3t feuert DvyLpmin, üt der vei> gmtgowrt ^a^^t waren eS schon 2 Grad weniger. <8ei Tage herrscht

schönste Wetter. Ter Landnrmm hofft zuversichtlich, daß die Kälte den vielen Schädlingen, wie Sämecken nffv.. ganz energisch zu Leche rückt.

Kreis Alsfeld.

oz. Alsfeld, 24. Jan. Am 20. Januar hielt Juftiz-vat Reh rm großen Saale desDeutschen Kaiser" einen Vortrag zum Besten bw Hessischen O stpreutzen hil fe. Ter Redner hat eins Besuchs fahrt nach Ostpreußert gemacht und daher besonders den Kreis O l etz ko in Augenschein genonnnen. Seine Ausführungen veranschlnlltch-te er durch eine stattliche Reihe von Lichtbildern. Herr Justizrat Reh kam noch in kurzen Worten auf die gegenwär- ttge Lage zu sprechen, auf das Friedensangebot des Kaisers und fernen^ an das deutsche Volk gerichteten Aufruf. Er bat die Ver­sammlung, ihn zur Absendmrg folgenden Telegramms an Kaiser Wilhelm zu ermächtiglen:Alsfelder Männer und Frauen aller Stände, in vaterländischem Geiste versammelt, dankbar für ihres Kaisers mannhafte Worte an das deutsche Volk, bitten Eure Majestät, die Versicherung entgegen nehmen zu wollen, daß sie, falls Eure Majestät angesichts der UnVersöhnlichkeit un­serer Feinde sich zu rücksichtsloser Anwendung aller uns zu Gebote stehenden Machtmittel bewogen sehen werden, geschlossen und einig mit der großen Masse aller Teulschen hinter Eurer Majestät stehen wollen." Die Versammlung gab unter allgemeinem Beifall ihre Zustimmung zu dieser Kundgebung und brachte auch dem Redner ihren Dank lebhaft zum Ausdruck.

up. Aus dem Vagelsiberg, 25. Jan. Ter Winter tritt nrit einer Macht auf, wie wir ihn seit langem nicht mehr gewohnt sind. Fußhoch liegt die Schneedecke an den Rainen, in Hohlwegen über einen Meter. Dazu ist der Schnee wie Flugsand so sein. Tie Kälte betrug vorgestern morgen lO Grad R. Heute ist ein Umschwung in der Temperatur eingetretni, die Kälte hat einer mildeven Witterung Plaitz ig-emacht. Tie Vögel litten Rot. Raben kamen aus die Dorfstvaßen, Rebhühnerketten an die offenen Wassergräben. Tie Arbeiten im Freien konnten aber sortgesührt werden. Strenge Herren regieren nicht lange.

up. Ruppertenrod, 25. Jan. Dem Fahrer Heinrich Tröller hier, 199. Jnf.-Tivision, Pionier-Komp. 286, wurde die Hessische TapferkeitsnredatNe verliehen. Der Gefreite Heinrich Fuchs, Landst.^Jnf.-Regt. Nr. 10, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl. ausgezeichnet.

up. Don derOhm, 25. Jan. Seit die Zeitungen von einem ausgerrssenen B-även^ erzählt, der einen Gymnasiasten niederge- worsen, spukte der Bär in der Einbildung mancher Leichtgläubigen. Nicht nur im nächsten Walde, auch auf der Straße wÄlte man den Bären gesehen haben.

Kreis Schotten.

9 Gedern, 24. Jan. Dem verdienstvollen Leiter der hie- stgen Jugendwehr, Lokomotivführer Georg Schmidt, zurzeit Urtteroffizier in einem Eisenbalm-Regiment auf dem rumänischen Kriegsschauplatz, wnrde das Hessische Kriegs-Ehrenzeicyen verlieben. Schmidt war seit der Mobilmachung bis zu seiner kürzlich erfolgten Einberufung in aufopfernder Weise um das Zustandekommen und die Ausbildung der Jugendwehr bemüht.

Starkenburg und Rheinhessen.

D Wendelsheim, 24. Jan. Die diamantene Hoch- zert feierten in vollster Rüstigkeit und geistiger Frische die Eheleute Jakob Bremmer. Das Greisenpaar steht im 84. Lebensjahre.

Kreis Wetzlar.

?. 0. Wetzlar, 24. Jan. Der Stadt wurde ein Legat von 9600 Mark vermacht unter der Bedingung, daß die Zinsen von 6000 Mk. jährlich an Kranke und gebrechliche evangelische Kinder unter 15 Jahren von unbemittelten achtbaren Eltern zu Pflege- und Kurkosten und die Zinsen von 3000 Mk. an bedürftige Leute über 70 Jahren, ohne Unterschied der Konfession, verteilt werden.

ra. Wetzlar, 24. Jan. Unter Vorbehalt der Zustimmung der Stadtverordneten - Versammlung ist von der Stadt der JnnungS-Schlachthof zum Preise von 65 000 Mk. verkauft worden. Die Stadt würde alsdann den Schlachthof als öffentliches Schlachthaus verwenden. Die städtische Badeanstalt und die gewerbliche Fortbildungsschule werden beide d,s auf weiteres wegen Kohlenmangel, bezw. wegen Mangel au vet-qa« geschloffen.

a y. A r ,W«d l»r,. 25 aut. Der BeckleL der gestohlenen Kuh m ]efet fefbröteut Sre ist unmittelbar nach ihrer Entführrmg ab- ges^Lchtet Word«, und zwar in einer in der Nähe des Secken- dorf^Kveuzes ge^gerwn Waldschiveise. Hier wurden von einem -jctpeamlttt (FeldwebA), als er von einer Beerdigung in einent Dorfe znrückkchrlr, der Kopf, die Haut und die Unterbeine aus- ^^-nben Dwse lleberveste hatte man wohl in der Eile nicht wrttchaffen können oder uwllen; alles übrige dagegen hatten die D^b« mttgrn-mrwen. Zu der Abschlachtungsstelle führte eine ^lllttenspur. ^ Anscheinend find die Diebe, unter welchen sicher- ttch^ sttch-> ortskundige Leute gewesen sein müssen, in der ^ Werke gegangen, daß sie das Tier noch im Stalle in :L6ch« Weise betäubten, es alsdann auf den Schlitten warfen mck s chleunigst von dannen fuhren. Auf diese Weise wurde jedes G^iusch ömrriebai und die Abschlachtung wurde in der Nähe ,iach allen Regeln der Kunst vorgenommen.

Hessen-Nassau.

^ t «nksurt a. M., 24. Jan. Auf dem Felde der Ehre ttarb der älteste Sohn de- in Touristenkreisen bekannten Professors e »der Bizewachtmeister und Offizieraspirant Fritz Bender un Feld-Artillerie-Regiment 63.

---Frankfurt a. M., 24. Jan. Unter Berücksichtigung der herrschenden Teuerung hat der Eisenbahnminister dem Eisenbahn- beamten- und Fahrpersonal mit Wirkung vom 1. Januar ab Zuschläge zu den Pauschalvergütungen für die Tätigkeit »m Fahrdienst und tm Lokomotivenrangierdienst bewilligt Die Be-

0 40 MoIn? ^ We °° n 0,50 ~ 1 ' 70 Mk. gegen bisher

Wiesbaden, 24. Jan. Zur ForderUn g des bar­geldlosen Zahlungsverkehrs hat der Magistrat folgende bemerkenswerten Anordnungen getroffen: Die fest angestellten Be­amten der Stadt erhalten ihve GehÄter in Zukunft vreteljährlich im voraus, und zwar unter der Bedingung, daß sie für die lieber- neffung der Gehälter ein Bankkonto einrichten und sich mit der Direkten Eomehung und Verrechnung der Steuern und Verbranchs- ^sten für Wasser, Gatz und Elektrizität unverstanden erklären. Tre sallrgen SteiEtten sollen von den zuständigen GehaltSbei- tragen sofort vr Abzug gebracht und der Steuerkasse gutgeschrieben es auch mit der Einziehung der Verbrauchs- kvstien für Wasser, Gas und (Aektrizität einverstanden erklären, nrrt 4V2 Pwzent verzinst. Um jedem Beamten die Teilnahme an den neuen Ernrichttlngen zu ermöglichen, wtird am 1. Februar das fw öttr Monate vovausbezahlt. Den städtischen Lehrern gibt der Magistrat anheim, sich der neuen Einrichtung ebenfalls \n bedrenen, damit auf diese Wichse die wiirtschaftlichen Kräfte des Vaterlandes gestärkt werden.

^° ^ OTUCIt ^ leg>cn»re1cher Ftteden bcfctfebcn s«n

w,' lftitu ( A c 4 n 3 btt Handelskammer.

Tas bisherige Prastdium, bestehend aus den Herren Geb.

Schirmer^ls^i ^ v ^orsitzachen. Kommerzienrat

und Kommerzrenrat Grünervald als

Vorsitzenden sowie der Rechner der Kammer, Herr Jtöumtann Röl>r, wurden einsttnrmu, durch Zuruf wieder gewählt.

Ter vaterländische Hilfsdienst. ft.huÄTJ 1 Berichte Syndikus über Ent-

^It und Wirkungen des Gesetzes über den vaterländi- ,cpen Hllssdienst Nimmt die Handelskammer nach fl elende Erklärung Gesetz über ben vaterländische Hilfsdienst entspricht Gebote der Gelbstert-altung von Volk und Staat. Tie Handelskamm^ ist daher der Ueberzeugung, daß auch Handel und Industrie des Bezirks das Gesetz in diesem Stnne auffassen und be­reit sein werdni jn Ersülüuig einer vaterländischen Pflicht willig die schiveren Opfer zu tragen, welche das Gesetz ihnen auserlegt., Jcur glaubt die Hwidelskanimer in Wahricng der ihr anvertrautvn. Interessen dem Wunsche Ausdruck gebeii zu svlleii, daß diese Opfer auf das erreichbare Mindestmaß, deschräukt ioerden. Die Handels­kammer Nt der .'Reinung, daß dieses Ziel erreicht werden kann, wenn einmal bei erner notwendigen Stillegung oder Zusammeyleguilg von industriellen Betrieben von einer Verpflanzung der 'zum vaterlandNchen Hillsdieust verpflicksteten Arbeiter von einer Ge­gend m die andere Abstand genommen ivird. so daß jener (öegend die ursprüngliche Volkskrafl erhalten bleibt, und wemi zweitens den ausichließlich und borwiegend für den Export arbeiteiiden In- du striezweigen eine Vorzugsstellnng insofern eingeräumt wird, I ' l ? ^.Sinne des § 2 des Gesetzes als bereits im vaterländi- lchen Hilssdlenst stehend angesehen werden. Im Interesse des Groß- mid Kleml)andels darf die Haridelskammer der Erwartung Aus- bruck geben, daß in erster Linie m den Fällen, in welchen das, Geschäft auf der Person des Inhabers als ülleinigeii Träger be­ruht von einer .Heranziehung desselbenl zum vaterländischen Hilss- dlenst nach Möglichkeit Abstand genommen wird."

Für die nach dem Gesetzt zu errichtenden Ausschüsse sind sei­tens der Handelskammer in Vorschlag gebracht rvorden:

für den nach § 4 Wi 2 des Gesetzes beim stellvertretenden Generalkommando des XVHI. A.-K. zu bestelleiiden Aus­schuß Herr Geh. Kommerzienrat Heichelheim als Arbeit- geber-Stellvettreter,

für den imch Z 7, Abs. 2 bei dem BezirkSkommando Gießen zu bildenden Ausschuß Herr Geh. Kommerzienrat Heichel­heim als Arbeitgeber-Vettreter und die Herren Kommer- zimrat Grünewald, Brauerei besitzer Jhring uiid Kansmarrn Rudolf Nowack als Arbeitgeber-Stellvertreter,

für den nach § 9, Abs. 2 ebenfalls beim Bezirkskommando Gießen zu bildenden Ausschuß die Herren Kommerzienrat Klmgspor als Arbeitgeber-Vertteter und Fabrikant L. Rinn als ^Arbeitgeber-Stellvertreter.

Ferner erhebt die Handelskammer folgende Anttäge zum Beschluß:

, Ares der Erwägung heraus, daß das Gesetz über den vater­ländischen Hilfsdienst tief einschneidende Wirkungen ffrr die Dertil- nidusttie voraussichtlich zur Folge haben wird, beschließt ' die' Handelskammer in Wahrnehmung der ihr anverttauten Interessen der oberhessisckien Weberei bei dem Kwregsamt in Berlin die Bil­dung eines besonderen Ausschusses nach 8 7 Abs. 2 des Gesetzes für den Bereich der Ersatzkomnlissionen der Meise Alsfeld und Lauter­bach mit dem Sitze in Alsfeld zu beantragen."

Da nach 11 der Bekanntmachung des Stellvertreters des

Letzte Nachttchten.

I. Sitzung der Großherzoglichen Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.

Protokoll-Auszug.

^ Gießen, den 16. Januar 1916.

. --fey fonb ^ Darren: Geh. Kommerzienrat Heichelheim,

l ornmerztzmvat Schirmer, Kommerzienrat Grünewald, Tie hm. kommerzrernat Haos, Jhring, Noll, Nowack. Rinn, Röhr, Stamm­ler, Znrlmchmkd der Syndikus.

^ Tagesordnung nimmt Herr Geh. Kvm- ^Begrüßungsansprache den jüngsten -lusruf des Kaisers an das denpche Volk zum Anlaß, der Ueber- zeilgung M^wuck zu geben, daß auch Handel und Industrie des ^ treu und unerschütterlich zu Kaiser und Lnden und Lasten auf sich zu nehmen des Krieges unabwendbar bnnsM wud lyld schtreßch m dem Wunsche, daß dem deutschen

Reichskanzlers vom 21. D^ember 1916 vor Erlaß der Ent­scheidung nach tz 4 Abs. 2 des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst nach Lage des Falles die zuständige amtliche Vertretung der Industrie und des Handels zu hören ist, beschließt die Handels­kammer für die Dauer der Durchführung des Gesetzes einen! stzändigeu, aus 5 Mitgliedern bestehenden Ausschuß zu bflden, welchem das flacht znste'ht, sich je noch Bedarf der Hinzuziehung! von weiteren Kammermitglvedern und Sachverständigen zu er­gänzen. Die Mitgilieder sind je irachj der Dringlichkeit des Falles schriftlich >ode.ck mündlich zu den Sitzungen unter gleichzeitchep Mtttellung des Verhandlungswegen standes ernzuladen."

Zu Mitgliedern dieses letztgenannten Ausschusses werden die Herren Geh. .Kommerzienrat Heichelheim als Vorsitzender' Noll. Nowack, Röhr imb Zurbuch bestrüt.

3. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes hervor- zuheben.

3) Dem Großh. Ministerium des Innern sind in Bezug auf die Forderung des Flachsbaues die Wünsche der beteiligten Kreise vor- gettagen worden:

d) Dem Großh. Ministerium des INnern ist cot eingehender Gericht über die beabsichtigte EinMhruug des Sparzwanges für Jugendliche erstattet worden:

c) Zum Austausch! von Mllrtärperfonen. welche bei den heimat- lrch^r Mrlitärbehörden tätig sind, werden zunächst Hilfsdienst- Pflrchtige für Säneiber- und Ordonnanzdierrft benötigt. Die Ent­lohnung dieser Hilfsdienstpflichtigen erfolgt bis auf werteres auf Grund von Arbeitsverttägen nach den ortsüblichen Sätzen, sofern nrcht auf Entlohnung verzichtet wird. Dem Ersuchen von ver­schiedenen militärischen Behörden um Bekamttgabe solcher Ge halt^- bezw. Lohnsätze ist entsprochen wurden-

ck) Ter Winterfahrplan l-at der Handelskammer Veranlassung gegeben, bei der Königlichen Ersenbahudirektion eine Reihe von Zug Verbesserungen zu beanttagen:

e) Anfragen der .Kreisbehörden im Kanrmerbezrrk in Bezug auf .wrrtsch,ast!rche Vergeltungsmaßnahmen gegen Italien und Rumänien sind entsprechend beantwortet worden:

J) Zn einer Eingabe der Viehhändler des Großherzogtuins an dre Großh. Regierung wird um eine anderweiüge Regeluirg der Beschaffung, des Absatzes und der Preise von lebendem Vieh gebeten. Da diese Eingabe auch den übrigen hessischen Handels­kammern mrt dem Ersuchjen um Unterstützung zNgvgangen ist, soll die AngeleMnheit zum Gegenstand einer gemeinsamen Bespreckung nnttr den Kämmern gemacht werden:

^ g) Die hessischen Handelskammern werden in einer Eingabe ber 'dem Großh. Ministerium der Finanzen den Erlaß der Besitz- wechselabgüben bei Zwangsversteigerungen befürworten:

h) Tie hessischen Handelskanrmern Werden gegen den gz- pianten Ueberweisungsberkehr der Sparkassen im' Interesse des Bankgewerbes und der Kreditgenossenschaften bei dem Großh. Mini sterrum der Finanzen Einspruch erheben:

s. Behebung der durch die Eisenbahnsperre für Glas-

und Porzellamvaren helvorgeruflnen Schwierigkeiten hat die Handelskammer die erforderlichen Schritte getan:

k) Ter herrschenden Kohlennot, »velche ihre Ursache vvrirehm- Ich! in der verminderten .Kohlenerzeugnng und in dem bestehenden Wagenmangel hat, sckenkt die Handelskammer fortgesetzt ihre Auf­merksamkeit: sie wird jede Gelegenheil wahrnehmen, welche dazu dienen kann, eine Erleichterung in der Kohlenversorgung herbü- zuführen.

4. Bon den zuständigen Bel>ärdeir sind der Handelskammer Mitteilungen zugegangen über Erteilung von Baumwoll Belegschemen, Ausstellung von Ausweiskarten vvn .Heeresnähar­beiten, Beförderung von Briefen und Postkarten nach überseerschen Ländern nrit Haridels-Tanchbooten und Verwendung von Schecks und Platzarrweisungen als Zahlungsmittel bei Zahlungen an Post­kassen. Auskunft hierüber wird mfl dem Sekretarütt der Handels­kammer erteilt.

^kirchliche Nachrichten.

Israelitische NeligionSgemeinde.

Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage).

Samstag, den 27. Jan. 1917. Vorabend 5.00 Uhr. Morgens 9 Uhr. Feier des Geburtstages Sr.' Mai. des Kaisers. Abends 5.25 und 6 00 Uhr.

Gottesdienst der israelitischen Reliqionsgesellschaft.

Sabbatleiei den 27. Jan. 1917: Freitag abd. 4.45,

Samstag vorm. 6.30. Feier des Geburtages Sr. Mai. des Deutschen Kaisers. Nachm. 3.30 Uhr. Sabbatausgang 6.00 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 7.00, nachm. 4.30 Uhr.

Eine bulgarische Note an die Neutralen.

Sofig, 24. Jan. (WTB. Nichtcuntlich.) Meldung der Bulgarischen Telegraphen-Agettlnr. Im Hinblick auf die Antwort, die die E n t e n t e auf das Friedensangebot bet Mittelmächte gegeben hat, hat die bulgarische Regierung folgende Note an die neutralen Länder gerichtet:

Am 14. Januar hatte die .Königliche Regierung die Eine, durch die freundliä)e Vermittelung des spanischen Gesandten in Sofia die Antwort der Entente auf die Note vom 12. Dezember zu emp­fangen, in der Bulgarien und ferne VeMindeten sich bereit erllärten, in Friedensverhandlungen einzutteten. So wie seine Verbündeten^ Regierung Sxmer Majestät eS für ihre Pflicht erachtet, dre Antwort sorgfältig zu prüfen. .Sie enttrimmt daraus die Gv- wißhert, daß sowohl die Form als der Inhalt der Mitteiümg dev gegnerliä>en Aäächtc ihr jede unniittelbare Antwort verbietet. Archtsdestoweniger legt die Regierung sich ihrer Pflicht gegen die Menichhert und die eigene Bevölkerung bewußt und von denl Wun­sche beseelt, sich von der Verantwortung für die durch die Haltung des gemeinsamen Feindes ihr und ihren Berbmideten ausgcztvunge-, nen Verlängerung der Feindseligkeiten zu entlasten, Wert darauf, derr neuttalen Mächten ihre Anschauung über die geschaffene Lage öur,Kenntnis zu bringen. Die Gegner Bulgariens haben es ab- gelehnt, sich mit dem Vorschläge der vier verbündeten Mächte **0*1» I^T^öember näher zu befassen, unter dem Vorwände, daß er der Aufrichttgkeit entbehre und keine Bedeutuilg l-abe. Sie Awen darin mehr ein Kriegs Manöver erblickt mit dem Zwecke, me Gestaltung des Feldzuges zu beeinflussen, als ein Friedens anerbreten, und ein Manöver, das nur den Zweck verfolge, die? öfsenllrche Meinung ihres eigenen Landes zu vettoirreir rmd auch lene in den neutralen Ländern zu täuschen suche. Heraus- gesordert zu dem gegenwärttgen Kriege und dicrch Nachbarn! hrnerngezogen, die seit seinem Bestehen nur an Bulgariens Der- stummelung denkeir, lehnt sich heute Bulgarien, indem es dem Itrteck der Geschichte die Feststellung der BeraTttwortlichkeit über dre Schtlld am Kriege überläßt, in vollem Einvernehmen mit seinen Verbündeten mit jallen Kräften gegen eine der­artige Auslegtung der Motive auf, die für der^ Frredensvorschlag vom 12. Dezember bestimmend gewesen sind. Tre Raschheit, mit der die vier verbündeten Mächte aus die Ein­ladung des Präsidenten der Bereinigten Staaten von Amerika und auf den Schritt der Regierung der Schweizeri­schen Eidgenossensck-ast geantwortet haben, ist der beste Beweis für die Aufrichtigkeit ihrer Vorschläge. Tie Regrermrg hofft zuversichllich, daß ihre Anschauungsweise von den neutralen Miegiernngxn geteilt werden wird, die mit ihh zu geben werden, daß, die Entente sich erst rrach dem von den! verbündeten Mächten vorgeschlagenen Gedankenaustausch in Kennt­nis der Sachlage über die wahre Bedeuttcng des Friedensangebo-teA vom 12. Dezember hätte ausspvechen körrnen. Bulgarien und seine Verbündeten haben den loyalen Versuch gemacht, dem Kriege ein Ende zu setzen und Ein verständnissen zwischen den Krieg führenden pen Weg zu öffnen. Tic Regiermrg stellt fest, daß es einzig urrd allein von dem Gegner abgehangen hat, diese Wege zu betreten, um zum Frieden zu gelangen. Die feindlichear Regierungen haben dies abgelehnt. Auf sie wird also dieVerantwortung für das n euer liche Blutvergießen zurückfalle n.JrnBer- trairen auf ihr gutes Recht und in vollkommener Uebereinstinimung mit ilwen Völkern sehen die verbünDeten Mächte sich gezwungen, den Kamps fortzusetzen, bis der Friede kommt, der ihnen Ehre, Dasein und freie Entwickelung ihrer Völker verbürgt und zugleich den Staaten des europäischen Festlandes die glückliche Möglichkeit bietet, in gegen­seitiger Älchtung und aus vollkommeirer Gleichheit fußend, an 6a mmizber großen Ausgaben der Kultur zusanrmenzuarbeiten

Die englischen Brandkommandos in Rumänien.

Berlin, 24. Jan. (WTB. Nichtamtl.) Tic rumänischen Be­hörden befürchten eine Erbitterung der rumänischen Bcvölkerungi instilge der Zerstörung englischer Brandkommandos, wie aus folgender BeLairnttnachung des Kommandanten von Brvila her­vorgeht:

Infolge der Anweffung des russischen .Kommandos und aus Grund der militärischen Order Nr. 465 916 des Großen Haupt- guartters übermittelt mit telegraphischer Order Nr. 28 528/916 des Großen Generalstabes wird sowohl den Truppen als auch der Zivilbevölkerung bekmrntgegeben, daß das Kerbrennen her Landeserzeugnrsse durch englische Agenten erfolgt, weil diese Erzeugnisse der englischen Regierung gehörten und die Agenten den Befehl haben diese Erzeugnisse nicht, in die Hände des Feindes fallen zu lassen. Zur Feststellung der Waihrhe i hält es das russische Mmmandv für notwerchig, und das Große Hauptquartier ist derselben Meinung, daß Obiges zur allgemeiueir Kenntnis ge- wird, damit keine unberechtigte Erbitterung zwischen ben russischen Truppen und der Bevölkerung des Königreiches entstehe. Der Garnisonkommandant: Oberstleutnant Cernescu Die neue britische Anleihe in Amerika.

Washington, 20. Jan. lWTB. Nichtamtlich.) Funk- fpruch des Vertreters des WTB. Das Morgan-Syndikat wird du neue britische Anleihe zuni Kurse von 99,52 für die einiährigen Notes und von 99,07 für die zweijährigen zum Verkauf stellen.

Kohlrnnot in Paris. '

^ e r / 24. i^an. (WTB. Nichtamtlich.) WieNouvelliste de ^hon meldet, kam ejs gestern in Paris M heftigen Kundgebungen der Schnneagkai der Kvhlenbeschaffung und Zunahme der X-L* e l ^ augenblicklich kaum niöglich, Läden, Bureaus und Werk- Lotte" genügend zu heizw. Am Place de la Republique bildeten sich Lnjam mlungen , die ständig grotzer wurden. Gegen dar ehemaligen Transportmrnister Sembat wicrden Schmährnfe laut. Mehret Trupps durchzogen die 'Boulevards bis zum Mace de ^'Ovra wo Ne vo Inder Polizei die bereits an anderen Stellen eing^iff^ t ^L^^uf dem Däonmartte Lm es!

^ Erwartung neuer Störnnaen lieü

der Polizeiprafekt scharfe Vorkehrungsmaßnahmen ergreifen

Kohlenmangel in drr Schweiz.

. . ^ b 24. Jan. 'WTB. Nichtamtlich.) Der Bundesrat

^ ^loecke der Erzvlung von Ersparnissen inr Kotstenverbrön/v dl- schwel z-rischrn <^swer^ -rmüchL. durch des Gasverbrauches Mch Ansetzens emcs höh-i^m PrsisZ^ das Kcmtliigent uberstel-imdeu Verbrauch cmt ErilschräuNiua w Gasverbrauches berbeiMfilbieu hmer tot hT'K i ¥ die Ausnchr ovi, Men Ilud Btatfl at/w -Bedchm^a btr fSTtfS. ^ ^ l- schweif-risch-

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«eibt die Äüscheiduua ichwozerrschen Mckrtardepartements Vorbehalten. '

«r - ^Ä^^enfackelzug vor drr Kaiserin.

( L' (WTB.) Die Studentenschaft der Bers^n- 7 -

m ©tfai von etwa tausend Perchnen b^Ioita ^

*0*^ nrit einem Hoch auf dm Kaiser welKS auch bas PEkum, das den Lustgarta^in^ "

umsanmte. emstimmte. Hieran schloß ,ick chnta dre Abnngung der Nationalhymne urrd eines Verses ümd, .Deutschland über alles!" W K6te sich dann der Jackelzug wieL

tm Lchlon ^ ^ Kaisarrn

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enlpfmg darauf tm Schloß den AuSiÄch.