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3.1.1917 Erstes Blatt
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fccttcffe, 31 tr Intervention nixtit das Recht zu. haken und erklärt, nn der Prstfung einer Forderung nich^t interessiert zu sein.

Der türkische Bericht.

I Konstantinopel, 1. Jmr. <WTB. Nichtamtliche Amt Heeresbericht. An der Kaukasus fron t Scharinützel zu Mseren Gunsten. Tie Engländer Verbreiter Nachrichten von Mvuen liegen bei El Arisch und Magdabah, indem sie die Zahl der E^ang.men und Beute übertreiben., Wir räurnten El Arisch frei­willig und vline Kampf. Es ist wahr, daß bei Viagdabah ein Kampf stzitttmid, m dessen Verlaus unsere Vorhut Verluste erlitt. Tie Bedentnng des engli,ck m Erfolges lagt sich aus der Tatsache er­messen, das. die Engländer Magdabah bereits wieder räumten rmd sich- cmr El Arisch zurückzogen. An den übrigen Fronten kein Ereigirrs von Bedeutung.

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Einschränkung des englischen Zugverkehrs.

Haag. 30. Dez. (Zf.) Die Einschränkung des Zugverkehrs in England nimmt immer größere Dimensionen an. In den nächsten Wochen verschwinden nicht weniger als 400 Züge aus dem Verkehr. Schnellzüge und durchgehende Züge geht es dann nicht mehr. Ämtliche Speisewagen kommen in Wegfall. An das Publikum ergeht die Aufforderung, die Reisen, soweit es irgend geht, einzuschränken. Vorn 1 . Januar ab fahrt nur noch ein Postboot täglich zwischen Irland und England. (Frkf. Z.

Die Transportkrisis in Frankreich.

Bern, 2. Jan. (WTB. Nichtamtlich. ^ Tie Besitzer der acht grüßten Glasfabriken in Bordeaux, die über 1000 Arbeiter beschäftigen, richteten an den Tvansporlminister ein Telegramm, in dem sie mitteilen. .daß sie infolge der Erschöpfung der Kphlen-« Vorräte demnächst gezwungen sein werden, die Glasöfen ausg-ehen zu lassen. Die Fabrikanten machen darauf aufmerksam, daß die Wiederau malme des Betriebes nur durch Neuerrichtung der O esen möglich sein Nvrde, dazu jedoch fehlten die Rohmaterialien,

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Rasputin ermordet?

Bern. 2. Jan. (WTB. Nickstamtlich.) DemMatin" zufolge Fürst Jnssupvw, der Gemahl der Großfürstin Irena,

Rasputin ermordet haben.

Der Seekrieg.

Der Untergang desGauloiS".

Bern, 1. Januar. (Priv.-Tel., zf.)Gaulvis" wurde den: Temps" zniolgr während der Uebersahrt von Korfu nach Saloniki versenkt.

Noch ein französisches Linienschiff torpediert?

Berlin, 3. Jan. In der Nähe von Malta wurde lautDofl. Ztg." das französische Linienschiff Verite" (14 870 Tonnen) von einem deutschen llntersee- bovt torpediert. Das Schiff liegt schwer beschädigt vor dem .Hasen.

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^ .-ondon, 1. Januar. (WTB.) Ter englische Dampfer ^,A l v l e v Hall" ist versenkt worden.

London, 2. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Wie Lloyds meldet, sind der griechische DampferDemetrio Jn- glessis" und die norwegischen DampferFlora" und Ena"' versenkt worden. Wie man glaubt, ist auch der russische SeglerSecdois" versenkt worden.

, Lond 0 n, 2 . Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet, datz der britische DampferSappho" versenkt wor­den ist.

Rotterdam, 2 . Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Der enq- lrjche FrschdampferArran" (176 Br.-R.-T), der Z^nMische FischkutterI. 973" und der französische Segler v,F e e s" (326 Br.-R.-T) sind durch Unterseeboote versenkt

worden.

Stimmung der russischen Armee ganz besonders gewirlt.

gebt fast am der ganzen Front Ueberlänfer. Sie sagen übereinstimmend ans, daß unser deutsches Friedensangebot nur von den Urlaubern ans der Heimat mitgebracht wor­den sei. An vielen Stetten ist es überhaupt nicht bekannt; von der neutralen Friedensattion wußte man bei den Mann­schaften überhaupt nichts. Die Urlauber bringen aus dem Innern Rußlaichs Hsobsposten von Unruhen, Streiks in den Mnnrttmlsfabriken, Lebensmittelnot und Hungerrevolten die wiederum die Stimmung der Armee verschlechtern. Man darf diese Ueüerläufer-Aussagen na- turltch nicht überschätzen, aber sie beleuchten, beim Ein- trrtt in das neue Jahr, doch eigentümlich die bombafti- M russischen Regierungsaussprüche von dem Wunsch ^ < weiter zu känrpfen bis zur Niederwerjung

- rr!rDie Stimmung der ritfsischen Armee ist jeden- salt^ durchaus anders. Unsere deutsche Ostarmee ging mit ernster 9tnhe, im festen Vertrauen auf ihren alten Führer Hrndenbnrg, in das neue Jahr.

Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.

Aus StndL und Lund,

Gießen, 3. Januar 1917. Sorge um die Schuljugend.

(&'oHif nnr ? e £ in verschiedenen Nummern des Gieß. Anz Bedenken cwv Eltern kreisen vorgcttaaeu an denen man doch mcht achtlos vorübergehen kann und soll. Unter Hrm^is

Ae i itlt ^w-isseUnteremähning",

w-, ».St ? 0 ^ rr^ T - SLburiugend vorh.ind.m- sei oder, wo dies uock>> ruht der Fall sei, cintreten müsse, wrden die Schnlbe>^rder

d^ Hau^rUntcrriä-tSstmü^ ^rringernng E u.a. m. Erleichterungen zu verschaffen.

< - steht es zunächst mir derUnterernährung"? Diese ist ? d äL crn städtischen Volksschule und einem Teil dessen igrn Schwen vorhanden. Der Fett- und FleischmangÄ ^ bei ban Teil der Jugend bemerkbar.

begriffen ist. Nachdem jetzt auch dir Vollmilch

Aus dem Reiche.

Der Kaitzr an den Nrichstagspräsidenten.

Berlin, 2. Jan. lWTB. Nichtamtlich.) Der Kaiser -Hat an den Reichstagspräsidenten Exzellenz Dr. Kämvf «ll dessen Neujahrswunsch das folgende Antwort-Telegramm

gerichtet:

Eingedenk der rühmlichen Mitarbeit des Reichstages an der Verteidigung des Vaterlandes gegen den auf seine Frei- Heil und wirtschaftliche Entwickelung gerichteten Ansturm der Feinde habe ich die Glückwünsche des Reichstages zum dritten Jahreswechsel im Kriege gern entgegengenommen. Ich weiß wich eins mit den gewählten Vertretern des deutschen Volkes und allen patriotisch fühlenden Deutschen in dem uner­schütterlichen Entschluß, für die siegreiche D^rchrührung unserer gerechten Sache auch fernerhin Ades Opfer zu bringen, bis der ersehnte Friede errungen und wieder freie Bahn für die Betätigung deutscher Intelli­genz und Arbeitsamkeit ist Wilhelm I. R.

Berlin, I.Ivn. (WTB. Amtlich.) Der Kaiser hat anläßlich feines Besuches in Dresden durch nachstet^ndes Hmrd- sMeiben den König von Sachsen gebeten, die Abzeichen des Ordens pour le mertte anzulegen:Durchlauchtigster Großmäch- tlgster Fürst! Freundlich lieber Vetter und Brüder? Am l-enti- gen Tage in Euerer Majestät Haupt-- lütb Residenzstadt Dresden 1 inöc^te ich diesen willkommenen Anlaß wahrnehmen, rnn

; ^ere Majestät aufs neue meines aufrichtigsten Dankes zu ver- I suvern rür die warme Anteilnahme, die landesväterliche Für- -sorge sowie das lebhafte Interesse, das dieselben alte Zeit ihren Tru ppen imd dem Gauge der.militärischen Operationeii entgegen-- brmgen. Insbesondere niöchte ich aber auch bei dieser Gelegenl-eit jy Tapferkeit und hrugebenden Treue gedenken, mit der

E»Mer Majestät Landeskinder ans den verschiedensten Fronten fochten. Erst unlängst in schweren Kämpfen in der errangen sächsische Regimenter durch idr heldenmütiges Ausharren neue unverwelkliche Lorbeeren und halfen durch 'ihr siegreiches Standhalten mit, die mierlastlickie Vorbedingung zu schanen für den erfolgreichen Verlauf der kriegerischen Ereignisse in Rnmmiien Der Wunsch, meiner uneingeschränkten Anerken­nung «N 6 neue sichtbaren Ausdruck zu verleihen, veranlaßte nrich zu der Bitte, Euere Majestät möchten die Mzeichen meines Ordens Vrmr le mer ite annehmen und anlegen. Mir der Versicherung der vollkommensten .Hochachtung und der wahren Freundschaft verbleibe ich Euerer Majeltät sreundwilliger Vetter und Bruder. Wilhelm.

der imWachsen

^oto&enteiö" auch « t die '^lt, wird Bet alten unseren ödiülcrn mehr ober weniger sich erne germireUnterernährung" geltend mackxm die eine geringere Lcistungsfährakeit im Olefolge hat.

e;. ani I dieserUnterernährung" entgegengewirkt und Ne aus ein erträglicheres Maß zurückgesührt werden? rln ,7?"| ^rade b - fr Schuljugend und seitens des Ern ä h- üroßte Ausinerkiamkeit zuteil werden. Tie schränkt et ! nur auf einzelne Jalwgänge be-

treten ' 6 esamte Hu;-ullugend muß in ihren Genuß

treten. Ebenso nruß VollTnilck, und vor allem eine «höbt- Kor-

l« iSmn a nady h« n - 1 f cn - Werfc clt - Datz imsm Sckü-

bf - ! l 0 )'" Unterrichtsstunde das gesamte FrüBstück

d-v.sie !bw 6 &* st-mdenr-na biS.zmn Mitt^

tft Urni hip nl fpe' CrT ' "Ä- ihre (ssesamternWrun-r unqcrtliqrtto iLvr b J £3C't. Bai: gerade cf,t viele Frühstücke eiitmeif- toaben, bestätrgt ebenfalls diese Beha^tnng ^twmul

Kif» rJi n V ailiK: r l n^ Elternhaus darüber wachen daß & ne £ b ^Urg zu Bett geht und mehr Schlaf als früher ^"lleno. für die durch die Zeitereignisse mehr le f CCt bestrebt, der Lektüre eine: grosteu

Eres Schlafes zu opfern. Mit eiserner Energie mnst das A^aus aber darüber lachen, daß der Schlaf nickt zu kurz

nisten daß er kräftigt und stärkt. Einem

K htl der Ettern darf aber auch geiagt werden, daß es für t' 1 ?' glesnnd-ertfvchernd und nervenstärkend ist. Ä Kin^r ZchäK" ""in'nahneit. die noch lange den Geist

"b°r m-ch du: Schule. ,me in jenen ur. kein lick.ng darg-eran lvurdc. nicht achtlos an dieser Fraae vorubmgcheu Was kann sie nun tun? Das ist wohl sichet daß ^ss?^^^^''orberunjm, wie sie bei normaler Ernährung ÄÄ; ^'nten. nick); mehr vollstimdig genügen können"

1 Nicht zurückqesckwaubt zu werden. Die

Stundenpläne können aber so umgc,ta!tet werden, daß für alle .^"brgange die ganzen Nachmittage frei werden Nnd die freie Zert in kräftiger, frischer Luft zu- * 1 ^ '.£} c " kan n Das ist,für alle Schulen ,Volks-- höhere Srhulen) möglich. Bis zur Beendigung des

Flrr?i! e 3 /, fl tn'" ,1!m Unterricht-stunden ganz aus-

s rr ir ^z. B. Gingen . Für andere Fächer können die Stunden 2» Etl eine vermindert werden z. B. Starten, Zeichnen usw.'. Lüertjo rainicn für andere Fächer noch Stundenverringerungen wenn es notig unro, emtreten. 'chuk alle Fälle läßt es sich emö^ toeibert ** Ut ° C wie gejagt, die Nachmittage ganz frei

Eine Verminderung der schriftlichen A-rbeitm, wie sie ein Dater anregch mich durchführbar, ohne daß die Schule rwtleidet.

vlme daß wettere Ausführuugen nötig sind, sowohl ffir me >ckafftlichm Hausarbeiten, als auch die Klassenarb iten, lll-er deren größeren oder geringeren Wert die Ansichtei^ in Lehrerkreisen leckst recht getettt sind. Nebenbei würde hierdurch auch unsren teueren Zettverhältnissen Rechnung getragen, wofür lveite Eltern kreise lehr dankbar wären.

^ er Gesünderhaltung unserer Jugend, dem kvmmendeu Gc- lchlecht, mui^en daher in dieser ernsten Zeit die Behörden (Er nahnmgsamt), das Elternhaus und die Schule zusaw men ihre ganze Aufmerksamkeit zuwenden.

Kncasbrtefe aus dem Osten.

Telegramm unseres zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatters. lUnberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.)

Neujahr an der Ostfront.

Ostfront, 1. Januar 1917. Wie zu Weihnachten, herrschte an der wochynischen Front und an der Nordfront am Silvesterabend fast vMae nciche, so daß die Truppen in Stille in das neue Janr hinubergehen konnten. Das Wetter zeigte sich, gleich wie zum vhrlftleu, trübe und feucht Schneetreiben wechselt mit Regen, nachts gibt es leicht.cn Frost. Die 0>räben find Ö -L c t uc I Pflffierfxrr Diese Unbilden zusarmnen mit dem bevorstehenden russischen Wechnachteir haben auf die

~ F "szetch n u ngen. Der Signalmaat Julius B a l s e r, §' f* e * "Dklnzlg", wurde zu Weihnochteu mit der Hessischen Lapserkeitsmedaisle ausgezeichnet. Dein KriegSsreiwitligen Hart­mann ^.oth, 3. Ers.-Kon,p. Jni.-Rgt. 116, wrlrde für Tapferkeit vor dem ttemde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. - Grenadier r!®* se,t mehreren Jahren Buchbinderbei der Firma

Emrl Noth hier, erhielt die Hessische Tapscrkeitsinedaille.

e-> Ehren-Urkund t n. Nachideni die Handioerkskammer zu ^armimdt be,chloi,eii hat, an unselbständige Personen des Hand- werrerstanden, welche 2o ^ahre in ein und denffelben Betriebe un- untechrochcn tätig gewesen sind, als Anerkennung für die treue ürvett, Ehren-Urkunden zu verleihen, haben auf eingereichte An­träge und nach Erffillimg der fotzungsgemäßen Verleihungsbe- Mmmungen 32 gelernte Handwerker Ehren-Urkurrden erhalten, ülavon m der^ l 'r o v i Ober Hessen: <Weißbinder a rl .ü r euter zu Schwalheim bei Hch. Becker vorm. Gg. Hieronimus' Maler- und Tinchergeschäft in Friedberg: Sck>neider H. Müller m Gießen ^Mawck)Ecrei,J. Pfeffer in Gießen; Schreiner D- dach Möbelfabrik C. Ringshausen in Nidda;

Spengler nach Installateur Fr. St r enb er in Friedbcrg nnd .Spengler und^nstallatenr W. A. Lohfink in Friedberg,^ beide bei dem ^nstallotionsgeichätt C. F. Frick in Friedberg: Maurer- posier ^ndw. Tamm in Reiskirchen bei der Hoch- und Tiefbau- geiellichasr vornr. G, Winn & Co. in Gießen; Weischindergesexle- Joh. Schutt V II. m Torl;eim bei Weißbindermeister Gg. Werner vorm. Ph Werner m Friedberg; SckMser Ludw. Stei n Mül­ler m Kinzenbach bn Scklosserweister W. Nagel in Gießen; Sckftemer Karl von der Lehr in Nidda bei der Möbelfabrik C. Ringshausen in Nidda.

" Zwei starke Detonatione n sind heute morgen gegen 6 Uhr gehört worden. Die Ursache konnte noch nicht festgestcllt werden. Jedenfalls ist der Ursprungsort der Detonationen nicht in Gießen oder der näheren Umgebung zu suchen.

*.* Schulferien. Nach Bestinrmung GroßherzoglickM Mi­nisteriums des Innern Iverden die gegenwärtigen Sckmlferien an ber Hoharen und ertoeiterben Mädckiensckynle und a.l den städtischen Votk^chnlen bis znnl 16. Januar 1917 einschließlicki verlängert

5. rr der Verband- nndKranken-Ersrischungs-

stelle des Roten Kreuzes am Bahnhof Gießen wurden im

; i ; oiri®,;, " ,,c « Jcn 'vurven un rumamichen Front stelnmd, wmDc am 1. 12. 16. für Tc

cktonat Dezember 1916 9612 Vcr.vnndete und durchreisende Sol- dem Feinde die Hessische Tapserfeitsnwdmlle verlichen.

dr.ken erfrischt, sonne 182 Transporte ausgeführt und in 213 Fällen sonstige Hilfe geleistet. -

d cm Stadtthenterbureau. Während zurzeit

em Effches Stück auf einer Bühne des feindlichen Auslandes nn- oenkvar wäre, denkt man in deutschen Landen vorurteilsfreier und großzügiger; wir Deutsche leimen das Gute auch jetzt nicht ab, es mag kommen woher es will, und so sind nameritlich' ftemide Klassiker wahrend der Kriegszeit bei uns vielfach gegeben worden. Ein Werk L) yLke, pcare s, der ja in Deutschland .don jeher besser ge- wuwtgt und verltariden worden ist, als in seinem HeimatlaTide, oitrtte oal)er nach längerer Panse gerne wieder einnräl begrüßt werden, zumal sich nrr das klassijckie LustspielW a s i h r w 0 l l tav» überinorgen als achte Freitags-Alwnnemcmts-Vorstellung ge­geben w^rd, äupzett lerne lehr gute Besetzung ermüglich>en laßt. Aufführung vonWo die Schwalben nisten" zu Bollsstückcs^ ^ ^ hübschen und bülmenwirtsamenl

^ Jn der Vortragsvereinigunq (Kaufmännischer

und Ortsgewerbeverein) spricht morgen abend Professor Dr. Hart- mmm au-, Stuttgart überMe Donau, chre völkergeschichtlick-e nrck koeltlmrtfchaftlrche Bedeutung imb ihre landschaftlichen Schön­sten (mit Lichtbildern). Der Vortrag muß schon 8 ^/. Uhr pünktlich beginnen. *

^ ** Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Das Detektiv- .rramaFreaks-gl tder ^.3.", ein Film, der von Richard Os- luald sehr spann-end verfaßt und mit erlesenem Geschmack inszeniert M, hatte gestern abend in der Erstaufführung das Unglück nicht zu Ende gespielt werden zu kömien, da vorher die Polizeistunde ein- ^vat- Wie uns die Direktion des Lichtspielhauses mitteilt, können! dre ^Besucher von gestern abend heute abend von 9 Uhr an den! Schluß des Filmes seien. Bei der spannenden Entwicklung bis znnr Schluffe ^des 3. Aktes loird man sicher den 4. Akt nicht gern) per) (hi mint wollen. Das Entgegenkommen dar Mrektion ist umso dankenswerter. '

** Lernt stenographieren! Gcradezn unentbehrlichj ist in der retzigen Zeit für den Kaufmann und Buroauoeamtens die Stenographie. Infolge der vielen Einberufungen sind zahlreiche kaufmännische Stellen zu besetzen, Vorbedingung ist aber stets, daß die Bewerber stcnographiekmidig sind Außer den Vor­teilen, welche die Stenographie dem schreibenden Manne bietet, kommt nameittlich für Unverheiratete Damen, die Möglichkeit eimr recht lohnenden Beschäftigung dazu. Me Kurzschrift irf Verbindung mit der Schrcibmasckiinc hat einen neuen Erwerbs- zweig geschaffen, oem sich wegen besonderer Eignung hierzu auch die Frauen zugewandt haben. Tüchtige und leistungsfähige Kräfte heranzubilden, war von jeher Aufgabe der Gal^lsbrrgerscheu Slenographenvereine. Wie aus dem Anzeigenteile ersichtlich, er­öffnet der Gabelsberger Stenographenverein von 186l und der Tam.-stverein Gabelsberger am Donnerstag, 4. Januar imPost- keller" einen ?lnfän ger- Lehrgang für Damen und Herren^ woraus wir besonders aufmerksam machen.

** Hoch st preise gelten auch für A u s l a n d s w i l d. In verschiedenen Zeitungen wird berichtet, daß auf deutschen Märk­ten sogen, ausländische Hasen zu Preisen bis zu 20 Mk. gehandelt; werden. Die festgesetzten Wildhöchstpreise gelten auch für alles aus dem Auslande eingesührte Wild. Llusnahmeerlaubnisse zum Ver- kaufe über den Höchstpreis sind bisher vom Käiegsernährungsämt nicht beroilligt, sondern, trenn beantragt, ausnahmslos abgelehnt worden. W.enn also in ein? 7 elnen Fällen ausländische oder angeblich ausländische Hasen oder sonstiges ausländisches Wild zu Preisen,' verkauft werden, die die Höchstpreise überschreiten, so liegt eine strafbare Gesetzesverletzung vor.

** Ter nächste städtische SeesischMarkt oeginnkj Donnerstag, den .4. Januar 1917. nackMittags 3 Uhr, in den Marltlauben. Verkauf von besten frischen Seefischen (Schellfisch, Cabliau).

** D i e H e s s i s ch e L a z a r e t t z e t t u n g Nr. 35 enthält iolgende Beiträge: Des Freiherrn von Münchhausen wunderbare Abenteuer. Mer weiß? von K. Fröhlich. Eine Mahnung für Kriegsbeschädigte von Tr. Justus Schneider. Warum ist der Unterricht für die verivuudeten und kranken.Soldaten besonders uotioendig? Vevsicherungsrechtttche Fragen, Lazarettberatung, Vom deutschen Geiste, Räljelecke. Die Gießener Beilage enthält: Die Eiche von Gorch Fock. Ehrlich währt am längsten. Die Aus- sichten im Schreiberberui. Kriegsbeschädigtenfursürge der Reichd- versicherungsan.stalr für die Angeslelltcnversicherung. Ardeitsmarkt. Berwundeteuunterricht.

Landkreis Gießen.

# Burkhardsfelden, 3. Jan. Unteroffizier Konrad G a n tz, der leit Beginn des Krieges im Felde steht und mit der Hessischen Tapserkeitsmedaille und dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet ist, wurde zum Vizeseldwebel befördert.

I_J Lang-Göns, 3. Jmi. Der Unteroffizier Karl Schä­fer in einer Bewachungskomprgnie erhielt das Ehrenzeichen für Kriegsverdienste am Kriegsbande. Karl Schäfer ist der Komnum- dcrnt der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr.

II. Lang-Göns, I.Jcrn. Dem Pionier Heinrich Vol­ler V., Minenwerser-Komp. 162, 8 . Ersat>Div., 3. Zug, wurde das Eiserne Kreitz verliehen. Hch. Böller ist der Sohn des Schrei­nermeisters Hch. Böller II. DeM Gefreiten Otto Zörb, 2. Garde- Res.-Reg., Itt .Komp., 1. Garde-Res.-Div., wurde das Eiserne Kreitz ebenfalls verliehen. Die Hessische Tapserkeitsmedaille erhielt Zörb schon früher. Otto Zörb ist der Sohn des Konrad Zörb, Landwirt. Die Neujahrs nacht verlief ruhig, einige junge Bürschchen, welche sich mit Revolver beschäftigten, lourden zur Anzeige gebracht. Am Sonntag abend 7 Uhr hielt Pfarrer Weber einen Gottes­dienst ab. Der Bahnbau nach der Grube Adler soll bis Aus­gang Febstuar d. I. vollendet sein.

K. V i l l i n g e n , 3. Jan. Nach der letzten Volkszählung zählt unser Ort 983 EiMiwhner (gegen 1054 im Jahre 1910). In letzter Zeit wurden aus unserer Gemeioch»: mit dem Eisernen Kreuz aus­gezeichnet : Gefteiter Otto Klaus, Fahrer Karl Schneider und Gefreiter Georg Jung.

Kreis Büdingen.

# Bisses, 3. Jan. Das Eiserne Kreuz und das Sanitäts­kreuz erhielt der Sanitäter Adolf Simon im Jnf.-Rgt. 88.

t Borsdorf, 31. Dez. NackHem erst Lirz vor Weihnachtsu der Gefreite Rud. Henrich von hier nttt drin Eisernen .^breuz 2. Kl. ausgez-eichnet wurde, erhielt er dieser Tage auch mxfr die Hessische Tapferkeitsmedaille. Henrich, in Rumänien kämpfend, ist der älteste Sohn unseres Lehrers, war bis zu seiner Einbe­rufung Lehrer zu Höchst a. d. Nidder.

Echzell, 3. Jan. Das Eiserne Krenz erhielten Wehr- mann Wilhelin Rau und Kanonier Hugo Schultheiß, die Hessische Tapserkeitsmedaille Kanonier Steffan und Gefreiter Hinkel.

4tz Glauberg, 3. Jan. Das Eiserne Kreuz erhielt der Milskelier Karl N i ck e l.

K 0 h d e n, 30. Dez. Die Hessische Tapserkeitsmedaille er­hielten der Unteroifizier Lenz, Fuhrpark-Kolonne Nr. 6, und Ge- reitet U h l im Jni.-Rgt. 186.

# St 0 ckheim, 3. Jan. Das Sanitätskreuz erhielt die am Büdiuger Vereinslazarett tätige Hilssschioester Elisabeth H a r t- m a n n von hier.

# Wolf, 3. Jan. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Heinrich K ä u p e r.

Kreis Alsfeld.

- Alsfeld , 1. Jan. Diplomingenieur Otto Dörr decket, ein hochbegabter Architekt, ist vor einiger 'Zeit auf den Schlackst- eldern gefallen. Sein srülier Tod berührt ü-eäte Kreise auch um deswillen besonders schmerzlich, als Dörrbecker mit der ?lbfassung eines Werkes über die .Kirchen des Kreises Alsfeld beschäftigt nmr.

langer Arbeit batte er sämtliche Kirchen zeichnerisch und in schnitten und Rissen aufgeiwmmcn. Auch eine Aufnahme der im Kreise vorhandenen Glocken stammt aus Dörrbeckers fleißiger Feder. Sein Tod bedeutet für die kirchengeschichtliche Forschmig des Krei­ses Alsfeld einen schlveren Verlust.

** 93 11 rg-Gemünden (Kr. Lllsfeld), 3. Jan. Dem Muske ­tier Wilhelm Reitz, gegeuwärttg in einem Inf.-Regt, an der rumänischen Front stehend, wurde am 1. 12. 16. für Tapstrkeit vor