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3.1.1917 Erstes Blatt
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Der Sietzeser Unzei-er

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lllittwoch. 3. Januar W

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vor vraila und.^sc

WTB.) Großes Hauptquartier. 2. Januar. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Armee des Generalfeldmarschalls Herzog

Alb recht von Württemberg.

Im Apern-Bogen lebhafter Artilleriekampf. Englische Handgranaten-Augriffe wurden abgewiesen.

Krönt des Deutschen Kronprinzen.

In der Champagne, im Argonrrerwald und auf dem Ostufer der Maas drangen deutsche Stoßtrupps und Pa­trouillen in französische Gräben und kehrten mit Gefangenen und Beutestücken befehlsgemäß zurück.

*

Ein englisches Großflugzeug fiel in unsere Hand.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Front des Gcneralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Unternehmungen russischer Jagdkommandos südlich von Riga, im Südwestcn von Dünaburg und westlich von Stanis- lau blieben ohne Erfolg.

Front des Generalobersten Erzherzog Joses.

Südlich des T r o t o f u l - T a l e s gelangte der viel um­strittene Döhennicken des M t. F a l t u c a n u durch frischen Ansturm in deutschen Besitz. Längs der aus dem Bereczker Gebirge zum Sereth führenden Täler warfen Angriffe den Feind weiter zurück. Unsere Truppen erstürmten beiderseits des Oitoztales mehrere Höhenstellungen. S o v e j a im Susila- ral ist genommen. Russische-rumänische Vorstöße wurden zu­rückgeschlagen, dreihundert Gefangene eingebracht.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls vonMackensen.

Die 9. Armee zwang den Russen, in scharfem Nachdringen 'kirre Nachhuten werfend, zu weiterem Rückzug. Bon Westen und Süden nähern sich deutsche und österreichisch-ungarische Truppen den Brückenkopfitetlungen bei F o c s a n I und»F u n- d e n i. Ueber 13 0 0 G e s a n g e n e und viel Kriegsmaterial blieb in der Hand des unermüdlichen Verfolgers.

Zwischen Buzaul und Donau hält der Gegner stinen Vnrckcnkopf.

Oestlich Braila. in der Dobrudscha, nahmen deutsche und bulgarische Truppen zäh verteidigte Stellungen des Russen und warfen ihn auf Macin zurück. In den Kämpfen zeichnete sich das pommersche Reserve-Jnfanteric-Regiment Nr. 9 aus.

Mazedonische Front.

Keine besonderen Ereignisse.

Der Erste Generalguartiermeister Ludendorsf.

Die Ablehnung des Friedensvorschlages durch die Gegner hat in Deutschland keine sonderliche Ueberraschung und namentlich auch keinen Schreck hervorgerufen. Wenn in einigen Blättern der Linken die Anbahnung einer Verständi­gung mit besonders heißem Bemühen versucht wurde, so batte dies seine Gründe in den überlieferten Gesinnungen, in der altgewohnten Anhänglichkeit an eine Weltordnung ohne Schwert und Feuer. Kein Mensch aber hatte bei un§ Zweifel an der Fähigkeit Deutschlands und seiner Ver­bündeten, den Krieg bis zum Siege durchzuhalten. In dieser .Beziehung hatte die amtliche deutsche Note nicht zu viel gesagt. Was bei den Völkern der Entente in den letzten Tagen und Wochen vor sich ging und in der Presse Ansdruck fand, gleicht einem Rausch, einem Anfbransen von Leiden­schaften, die bekanntlich den Blick für Tatsachen und Aus­sichten trüben. Tie bisherigen Kriegsergebnisse waren ja nicht danach angetan, die Feinde mit sicheren Hoffnungen aus Siege und Triumphe zu erfüllen. Allein der Koalitions­gedanke, obgleich er in 2 l k Kriegsjahreu arg geprüft und zermürbt worden ist, lebt noch immer. Es ist eine erstaun­liche Leistung Englands, daß es seine eigenen und verbün­deten Völker noch immer in den: Wahn wiegt, die fort­schreitende Zeit sei den Angreifern gegen Deutschland günstig. Einer derAlliierten" hofft noch auf den andern. Vergessen ist anscheinend der für Koalitio ns kriege bezeich­nende Ausspruch Wilhelms III., des englischen Königs, der an der Spitze der Gegner Ludwigs XIV. kämpfte und beim Beginn des 2. Koalitionskrieges ausrief:Mir graut vor der Bielköpsigkeit unserer Bundesgenossen!^ Wir Deutsche dürfen uns an den geschichtlichen Erfahrungen der damaligen Zeit stärken. Tie Vielköpfigkeit der Gegner desSonnenkönigs" schuf ihnen tatsächlich den Mißerfolg, wenn auch die Weltherrschaftstendenzen des Franzosenkönigs henrrnt wurden. Wir aber haben heute keine solchen Weltherrschastsgedanken. Konnte die Entente Wil­helms III. bou einem Kampf für Freiheit der Völker mit Recht sprechen!, konnte sie im Gegner und in seinen kriegswütigen Generalen mit RechtVerbrecher" sehen, von denen die Menschheit befreit werden mußte, so liegen die Dinge heut.' doch etwas anders. Deutschland, das industriell und handelspolitisch hoch gestiegen war, hatte sich als eine M»achl des Friedens erwiesen, der nichts ferner lag als An­griffe auf seine Nachbarn. Unsere Feinde bewerfen uns heute mit ärgeren Anklagen als die Völker am Ausgang des 17. Jahrhunderts dem Franzosenkönig entgegenschlendern konnten. Gerade aber mit einer solchen Vergleichung können

wir lernen, was Deutschlands Streben und Schicksal heute ist und was es nicht ist. Bei j)er Erwägung des Enderso^- ges dieses gewaltigen Völkerringens bewahren wir uns die ruhige Zuversicht des Starken/ der am mächtigsten allein ist, und wir können das aussprechen, da die Einheitlichkeit im Wollen und Kämpfen bei. den Mittelmächten wirklich eine ausgemachte Sache ist. Ob die gegen uns kämpfenden Völker noch sehr lange ihr Einvernehmen werden aufrecht erhalten können? Die Zukunft wird es lehren. In unserem deutschen Volke aber ist die Einheitlichkeit in der Beurteilung der Dinge jetzt auch so ziemlich wi-eder- gekehrt. Zu der Notwendigkeit, den frevlen Zielen der Feinde auch weiterhin kraftvoll mit dein Schwerte zu begegnen, bekennt sich auch derVorwärts", das Organ Sheidemanns, indem es nach der Ablehnung des Friedensvorschlages n. a. schreibt:

Da die Gegner wenigstens bis auf weiteres den Krieg fortzusetzen wünschen, bleibt auch dem deutschen Volke keine Wahl. Es wird sich, nicht darüber täuschen lassen, daß hinter der Ab­lehnung des Friedensvorschlags die Hoffnung steht, Deutschland dennoch schließlich niederwerfen' zu können. Diese Absicht auch fernerhin zu vereiteln, kiegt im Interesse des ganzen Volls. Inzwischen wird es vielleicht die Auf­gabe der Neutralen sein, zu untersuchen, ob eine Be­grenzung des .Streitgegenstandes aus Belgien möglich! ist und ob sich hier nicht doch vielleicht in absehbarer Zeit die Möglichkeit einer Vermittlung ergeben wird. Sie wird freilief) erst dann vorhanden sein, wenn Die Kette der Enttäuschungen für die Entente nicht abreißt und wenn der Friedenswille drüben ebenso stark wird, wie er hüben schon längst ist."

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

W i e n, 2. Januar. (WTP. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbarti 2. Januar 1917.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

In der Dobnwscha fronte der Feind auf M a c i n zn- rückgenwrfen. In der Molden, sichen die verbündeten Streit fräste vor den Verteidigung^ ' .-r, s von B r ai ! a und F o c - sani. Der Südflügel dev Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Joseph machte gestern namentlich im Raume von Pauleasi und Soveja Fortschritte. Unsere Trupven erstürm­ter: hier und südöstlich Harja mehrere feindliche Stellungen. Bei Stanistau wurden russische Streifaüteilungen zurück­gewiesen.

Italienischer und südöstlicher Kriegssch au platz.

Unverändert.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. H ö f e r, Feldmarschalleutna.nt.

Die deutsche Antwort an die Nordftaaten.

Merlin, 2. Jan. ^WTB. Nichümcklich.) Auf die Noten, die hier am 29. v. Nits, von den Gesandten D ä n emarks, Schwedens und Norwegens übergeben worden rvaren, sind am 1. ds. Mts. dm Gesandten die Antwortnoten zugestellt worden. Darin spricht die kaiserliäse Regierung vollstes Ver­ständnis für die.Beweggründe aus, Pie die drei Regierungen bei ihren Kundgebungen geleitet haben imb verweist sodann ans die deutsche Note vom 12. Dezember und aus die Beantwortung der Airregung des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Antwortnoten schiließen nrit der Bemerkung, daß es von der Antwort unserer Gegner abhänge, ob per Versuch!, der Welt die Segnung«! des Friedens wiederzugeben, von Erfolg gekrönt sein würde. i

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Der König von England an den Präsidenten von Frankreich.

London, 2. Januar. (WTB. Nichtamtlich.) König Georg V. sandte anläßlich des Neujahrsfestes folgendes Telegramm an Po in care:

Nochmals, Herr Präsident, findet der Beginn des neuen Jahres unsere beiden Länder in engem Bündnis kämpfend für die Unab­hängigkeit Europas und die Gerechtigkeit gegenüber den klei/ner«? Völkern. Wie stets voll Vertrauen aus die siegreichen Ausgang des Krieges bete ich, daß Sic, Herr Präsident weiterhin mit Gesiuücheit und Kraft begabt sein mögen, um die Verantwortung Ihres hohen Amtes zu tragen, daß die edle französische Nation, beretf Söhne kürzlich in so schlagender VMe von ihtem Siegeswillen Zeugnis abgelegt haben, durch den Triumph der alliierten Waffen den Pfad friedlichen Fortschrittes betreten mögen, gesichert gegen Angriffe und meinem Volke verbunden durch die dauernde Bande! der Freundschaft, die durch die Waffenbrüderschaft gefestigt ist.

Noch ein englisches Wort zur Friedensfrage.

London, 1. Jan. (WTB. döi/chianrtlich.)Daily Telegraph schreibt: Die deutsche Note und die Antwort der Alliierten werden alle beide Deutschland auf der Degenspitze zugesandt. Die Alliierten haben cs,unglücklicherweise reicht Mit einer großen Macht zu tun, sondern mit einer verbrecherischen Macht. Wie kann sich die Gerechtigkeit mit einem Verbrecher in Erörterungen einlassen, der mit der unzerstörbaren Macht seiner Armeen prahlt und behauptet, ein Opfer zu sein, während er die Verantwortung für das vergossene Blut trägt! Die Alliierten verstehen ebenso gut wie Deutschland die Bedeutung der Kriegskarte. Sie wissen, daß die Moral ihrer Armeen und Völker der deutschen überlegen ist. Deutschland sollte also nicht daran denken, eine neue Note a^usenden, bevoresznv Buße bereit ist. Obwohl die Alliierten den Frieden lieben, denk«! sie doch! gegenwärtig nur an Krieg, da sie wissen, daß ein Idanerhaster Frieden ohne einen entscheidenden Svsg der Gerechtig­keit und des Rechtes' nicht möglich ist.

Spaniens Ablehnung des amerikanischen Friedensschrittes.

Madrid, 2. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung bet Agence Havas. Die Regierung veröffentlicht folgende Antwort­note Spaniens aus die Note Wilsons :

Die Regierung Seiner Majestät erhielt durch Vermittelung ihres Botschafters eine Abschrift der Note, die der, Präsident der Vereinigten Staaten an die Kriegführenden ^richtet hat rmd in der der Wunsch aus gedrückt wird, es möchte eine baldige Gelegenheit herbeigesührt werden, um von allen - zurzeit frittK führenden Nationen eine Erklärung zu erlangen über ihren Stand­punkt hinsichtlich der Grundlagen, die zur Beendigung, des Krieges führen könnten. Diese Abjchrist ist begleitet von einer andevm Note Eurer Exzellenz, datiert vom 22. Dezember, in der Sie gemäß später erhaltenen Weisung«! im Namckn des Präsidenten erklärten, der Augenblick scheine ihm geeignet für einen Schritt Seiner Maje­stät, die, wenn sie es für tunlich erachtet, die Haltung der B«x einigten Staaten unterstützen möge. Angesichts des begreiflich»! Wunsches der genannten Regierung, in ihrem .Vorschläge zugun­sten des Friedens unterstützt zu werden, ist die Regierung Seiner Majestät der Ansicht, daß, da der Präsident der nordamerikan^ scheu Republik die Initiative ergriffen hat und die vepchi^xMU Eindrücke, welche sie hervorgerufen hat, t>ereits bekannt smd, der Schritt, zu den! die Vereinigten Staat«! einladen, keinerlei Wir­kung hätte, umsomehr, als die Mitteffnächte den festen Will«! kundgaben, die Friedensbedingnngen sollten^ unter den Kriegfüh­renden vereinbart merben. Tie Regierung Seiner Majestät, ist bei aller Achtung der edlen Triebfedern des Vorgehens des Präschenten Wckson, das immer die Anerkennung und Dankbarkeit aller Völker verdient, bereit, sich nicht jeder Verl-andlung über ein Abeommxn, das geeignet ist, das bunranitare Werk zur Beendigung des Krieges zn fördern, zu entziehen, sie redoch schwebend zu laßen und rhoe Aktion ans den Augenblick zu oerjpareu, wo die Zlnstrengungen aller jener, die den Frieden wünschen, mehr Nutzen und Wirksmn- teit haben werden, als jetzt und wo eine Intervention Anssicht ^ gute Ergebnisse bieten kann. In Erwartung dieses Augenbluks- erack.et es die Regierung seiner Mai«tät für opportun, zu er­klären, daß sie hinsichtlich einer Verständigung zwischen den neutra­len Ländern zum Schutze ihrer materiell«! durch den Krieg berühr­ten Interessen jetzt wie zu Beginn des,gegenwärtigem Krieges bereit ist, in Unterhandlungen cinzntreten, die zu einent Abkonunen ftchren könnten, das geeignet wäre, alle nichtkriegfühcenden Lmwer zn vereinigen, sofern sie sich beeinträchtigt glauben und es für not* wendig halten, den erlittenen Schaden gutzumachen oder zu ver­mindern.

*

Die schwedische Presse und die Antmortnote der Entente.

Stockholm, 2. Jan. (WTB. Nichtmntlich.) Die Ant­wort der * Entente ans das Friedensangebot der Mittel* mäck)te wird von der Stockholmer Morgenprefse mit seltener Einstimmigkeit sehr absällig beurtellt.

Stockholms D a g^b l a d" meint: Die Note bedeutet«t ihrem Hauptinhalt nach nichts Ucberraschendes, aber ihre Rcröstent- lichung gerade jetzt müsse dom die düstere Stimmung Mannehren, die den dritten Jahreswechsel seit Ausbruch des Weltkrieges kenTv- zeichne, da er ohne sichere Friedensvorboten bleibe. In dem Satz der Note, daß ein ans Grund dcr euroväischen Kriegskarte geschlosse­ner Friede allein von Börteil für den Angreifer wäre, erblickt Stocklwlms Dagblad" das Eingeständnis, daß die Alliierten eine Beendigung des Krieges bei der jetzigen militärischen Lage als nn- vorteilhaft für sich ansehen. Zum Schluß wird die Bedeuttmg der abschlägigen Note,die mehr wie ein Zeitungsartikel, als wie eine, diplomatische Ertlärung wirke", vor allem im Hinblick auf die Neuttalen behandelt. Das neue J-ahr, so heißt es, beginne also mit der Aussicht auf noch stärkere Kämpfe als bisher und damit für die Neutralen auch noch größerer Bedrängnis. Die Lehre, die diese aus dem bitteren Neujahrsgruß der Entmrte ziehen könnten, gehe daraus hinaus, daß jeder von ihnen sich einer erhöhten Wach!- samkcit nationalen Zusammenhaltens und einmütiger Opferfo«!de für das Vaterland befleißigen müsse, um den neuen Ereignissyr und Prüfungen gewachsen zu sein, die man von dem neuen Jattr efa warten könne. - ' /

S venska Dagblade t" vermißt vor allem jegliche An­gabe von Friedensbedingnngen in der "Note und b«nerkt: Wenn man irgendwie erwartet batte, daß die Ententemächte um ein Haar­breit n!ebr als die Mittelmächte die allgemeinen Bedingungen für einen Frieden nenn«! würden, so batte man sich getäuscht.

Dagens NyhcterZ undStockholms Tidnin- g cn" hoffen noch ans Wftsons Aktion und meinen, es sei sehr gut möglich, daß der amerikanische Präsident trotz alledem weiter arbeiten könne. Logisch lasse es sich fichr wohl denken, daß dev Präsident aus den! Friedensangebot der Mittelmächte weiter bauen könne cm dem schließlich zn errichtenden Frieden.

L>ogar Branting ist mit der Entcntenote unzufrieden und wagt die Behauptung, daß ihr das Gleichgewicht fehle.

* * *

Aus Griechenland.

Berlin, 3. Jan. Mamrmeldungen neb«: Zusammen- stoßen zwischen griechischen Reservisten und franzö­sischen Abteilungen werden in derBossischen Zeitung" verzeichnet. In Athen herrsche angeblich völlige Marchie. Aa- solge des durch! die Blockade verursachten Kvhlenmangels liege die Stadt von 1 ?7 Uhr abends an in Dunkelheit. Infolge Mehl­maugels «tthalte das Brot bis zn 10 Prozertt Kleie. Verfügungen, vou B«!izelisten und Plünderungen venizetistischer Häuser sei«! an der Tagesordnung. In verschiedenen Blättern wird mft- geteilt, der ehemalige griechisch.? Minister Gunaris Ijabc in Larissa begeisterte Llufnahme gesund?,!. Die.Bevölkerung jubelte ibm zu, als er aus ries, Pflicht aller Griechen sei es. sich uiu den Vater des Vaterlandes, den König Konstantin zu scharen, dessen Leb«! infolge der feindselig«! Ränke ständig der Gefalrr aus­gesetzt sei.

Rom, 2. Jan. (WTB. dkichitamtlich.- Meldung der Ll'wnzia Stefani. diach. einer Meldung aus Athen vom 31. Dezember \yrt nach! der Ueberverchung der 3Loten der Gesandten von Frmlkreicb Großbritannien und Rußland der i t a l ie n i s ch e Gesandte der griechischen Regierung eine Note übernrittett in der Italien seine Solrdarität nrit seinen Verbündeten bekräftigl* hrnftchttich bex nt 8 4 der Note der Schutzmachne ?ntt>augn«v Forderung, gbrub? Italien, da.sie Fragen der inneren Ordnwng