Ausgabe 
20.12.1916 Zweites Blatt
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Eine Vergrösserung N

als

passendes Weihnachtsgeschenk

vollstsäsodig*

Sonntag» von 10 Uhr vorm, an geöffnet.

4- O r t e n b t r ß, 18. Tez. Tie diesjährige Weihnachts­bescherung unserer Kleinkinderschule findet am ersten Weih­nachtsfeiertag, nachmittags um */»5 Uhr, in hiesiger Kirche statt.

Kreis Alsfeld.

ic. Niede r -Ohm e n, 19. Dez. Mil nyddym Eifer Und Erfolge hier die Bucheckernernte eingebracht worden ist und danerrrd noch ein gebracht wird, geht daraus hervor, daß FörskTr Birken stock auf Forst Haus Ober-Grubenbach bis jetzt ottva 46 Zentner Bucheln abgeliefcrt wurden. Ern alter Schnüed, Daniel Linker, scheint das Einernten besonders gut zu verstehen, da er mit seiner Frau gmtzi Ät dis dahin rund 20 Zentnev erbeutete. Man kann es daher wohl verstirben, wenn er seit Beginn der Eckernernte seinen Beruf an den Nagel HLmgtze und, - sich in der .Hauptsache diesem ganz geiviß einträgtichenen (Geschäfte gewidmet hat. Obige Zahlen bedcmen nun aber nicht ecwa das Endergebnis der Bucheckernernte. Es wird im Gegenteil nock) von vielen weiter gesammelt. Allabendlich konnte nran bis irr d-ie Hetzten Tage daher noch Leute mit Säcken, voll von Eckern, aus dein Walde kommen sehen. Auch unsere vier Schulklassen beteiligten sich recht rege am Einbringen der Frucht und lieferten etwa 4 Zentner davon ab. Wenn die Witterung noch tttntaJ einigermaßen günstig bleibt, form noch ein Beträchtliches, das andernfalls ungenutzt in unseren Wäldern bliebe, eingeheinrstz weiden.

Kreis Lauterbach.

+ Wa llenrod, 19. Dez. Eine freudige Nachricht ans Rußland erlstelten die Eltern des Erf.-Res. Heinrich Henkel von hier. Henkel war vor anderthalb Jälrren in russische Ge­fangenschaft geraten, vor einem halben Jahre erhielten die Eltern die Todesnachricht, alle Sendungen kamen zurück mitgrstorben". Auch das schwedische Rote Kreuz bestätigte den Tod. Nun erhielten auf einmal die Eltern eine Karte vom 3. 9Lovember 1916, worin, er schreibt, es ginge ihm gilt, er wünscht fröhliche Weihimckten inti| beklagt sich nur, daß er noch nie etwas von zu Hause gehört habe.

Starkenbnrg und Nheinhessen.

** Darm stabt, 17. Dez. Am 12. Dezember fand in den Rannten des neuen Gerichtsgebändes in Dartnstadt die Mit­glied erversatMUlung des B e r e i n s B r a u nshardt e r H e i nl statt. Deu Verein beabsichtigt, die Arbeit an der gefährdeten weib­lichen Itugend unseres Landes, sdie bischer ihr dem kleinen 'straunsk- Hardter Heim getrieben wurde, lauf eine breitere GrunErge zu stellen. M besteht die Absicht, auf dem Grund und Boden des Elisabethstiftes in Tarmstadt ein 'größeres Magdalenium zu er­richten, das eine Zufluchts- und Erziehungsstätte ftic sittlich ge- fährDete tveibliche Jugend werden soll. Diesem Magdalenium ge­denkt man das Braunshardter Heim mit der näheren Bestim- imcng anzugliebenn, haß dort Mädchen aufgenoinmen werden, die ihrer Entbindung entgegensehen. Sie werden auch nach der Ent­bindung noch längere Zeit mit ihren Kindern dort bleiben können und in Säuglingspflege, Hausr und Gartenarbeit Beschäftigung finden. Der Verein glaubt damit zugleich eine christliche lutb eine vaterläni>ilck)e % zu ersülleu. N a türli ch würde ge^n Miß-

brauch Vorsorge getroffen wenden. Mich denkt man felbverständlich die Arbeit, die zuerst das Heim ins Leben ries und dort mit vielem Segen getrieben wurde, die Arbeit an den entlassenen weiblichen Strafgefangenen, daneben fvrtIufichven.

Hessen-Nassau.

X. Gelnhausen, 18. Dezember. Im Kreise GelnlMiseu sind in verschiedenen Ortschaften von Landwirten und anderen Er­zeugern verheimlichte Kartoffeln zu dein herabgesetzten Preise von 2ch0 Atark für den Zentner enteigne: worden. In einigen besonders schweren Fällen der Berl-eimlicharng ist man jedoch auch zur unent­geltlichen Enteignung geschritten. So sind in der l Gemeinde Weilers bei der unter Leitung eines Offiziers vorgenommenen iNachtrevisitnr bei der Witwe Heinrich Wilhelm wis einem Nebenfell er, dessen Eingang rngemauert war, 48 Zentner verstecktgchaltene Kar­toffeln herausgeholt worden. Bei dem Landwirt 9ldam Kvnrad Wilhelm in Weilers fand man 8i/j Zentner Kartoffeln im Hause ln und hinter Schränken und auf dem!Speicher verborgen, während 23 Zentner in der Scheune unter dem Stroh lagerten. In beiden Fällen erfsltfte Enteignung ohne Bezahlung, außerdem ist Anzeige bei der Staatsantoaltfchaft erstattet worden. Diese Nachprüfungen der Kar toffelbestände werden fotgrseetzt.

Meteorologische Seodachtunsen der Staüon Sietzen.

Dez.

1916

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Klarer Himmel

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Bed. Himmel

Höchste Teinperatur am 18. bis 19. Dezember 1918: -ft 1,7° 0. Niedrigste 18. , 19. 1916: 2,1 0 C,

Niederschlag 0,2 mm.

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung.

Bein: Bezirkskommanüo Gießen können in nächster Zeit mehrere nur garnison- und arbeitsverwendungsfähige Mannschaften aus den Gebnrtsjahrgängen 1896, 1897 und 1898 als Zweijährig-Frei­willige (Schreiber) cingestellt werden. Tüchtige, im Bureaudienst durchaus erfahrene Bewerber mit guter Handschrift wollen sich um­gehend unter Vorlage eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes und beglaubigter Zeugnisabschriften melden. 9040 L

B c z ix ks k o mm a n d o G i e st e n.

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In einer hier anhängigen Nachlaßsache suche ich die Nachkommen des Korporals Johann Heinrich Lauer und seiner Ehefrau Magdalene geb. Schmitt, die beide zu Gießen der erstere am 19. Dezember 1811 und die letztere am 12. Juli 1613 ge­storben sind.

Personen, welche glauben Erbansprüche erheben zu können, oder sachdienliche Mitteilungen zu machen in der Lage sind, wollen sich mit dem Unterzeichneter Nachlaßpfleger in Verbindung setzen.

Darmstadt, 15. Dezember 1916.

Dr. G. Geftner,

Rechtsanwalt. 9013h«,