Ar. 296 Zweiter Blatt
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Beilagen: „Siehener Zanttttenblatter" und „ttreirblatt für den Kreis -iehen".
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l66. Jahrgang
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhesfen
Samstag, fö. Dezember M6
ZwillingSrmtddruck und Verlag:
Br ü ht'jche Unwersttäts-Bnch-u.Strindrncterei.
R. Lang e, Gießen.
Schrislleitung. Geschäftsstelle und Druckerei:
Schulstraße?. Geschäftsstelle u. Verlag:
Schriftleitung: e=g|^ 112.
Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerGießen.
London, 15. Dez. (WDB. Nichtamtlich.) „DnilyNews" meldet aus Washington, wenn Lloyd George um 19. Dezember die Worte Briands bestätige, so werde Wilson es ablehnen, sich irgendwie mit dem 'deutschen Friedensangebot zu identifizieren. Es bestehe in dem Bereinigten Staaten nicht die Msicht, sich mit anderen Neutralen zu- sammenzutnn, um über die Lage zu beraten oder sich an die Entente zu wenden.
Stimmen aus Japan.
London, 15. Dez. (WTB.) Das Reutersche Bureau meldet alts Tokio: Die Zeitungen veröffentlichen Unter-
Die kanadische Presse.
London, 15. Dez. (WTB.) Das Reutersche Bureau meldet aus Montreal: Die kanadische Presse betrachtet das deutsche Angebot nur als ein Manöver, dessen Ziele durchsichtig seien. Der Generalgonvernenr Herzog von Devonshire erklärte in einer Rede in Montreal, die Alliierten seien entschlossen, den Krieg fortzusetzen, bis ein Friede
m %d)ntm bfe artSe'wrfS|f r r m,, I t £•' ie ^ ftt - nc « Ausschreitung gegen die tzivili- E > °^h»'dere; ye wurden das Schwert nicht eher in die
Vas Friedensangebot.
Die deutsche Ranzlerrede und die italienische Zensur.
i ' -rrf 11 ' ^ Dez. (WTB.) Alle hier eingetroffenen ita m U 1 • a) Vl - ^ c 1 tu ugen bringen einen Bericht der ,,.tgenzra lL-tefam" über die Kanzlerrede als Züricher De- überall fehlt der Passus, daß Deutschlands wlrtschartlrche Sicherheit außer aller Frage steht und der VlNweiS auf die Größe der rumänischen Beute, sowie deist Das Hungergespenst, das unsere Feinde gegen uns aufrufen wollten, werden sie nun selbst nicht los. Teils voll-l
ständig weggelassen, teils unvollständig Wwderaeaeben sind Zerrungen m
ine Satze über die inneren wirtschaftlichen und moralischen ^düngen nnt leitenden Persönlichkeiten der Politik, der Kräfte Deiitschlands ^ I Finanz und des Handels, tn denen entmutig der Meinung
Gin« s-A ^ ^ I Ausdruck gegeben wird, daß die Alliierten es ab lehnen.
V,ue /rnfprache des Königs von Bayern. irgend einen Vorschlag in Erwägung zu ziehen, der Deutsch-
x . Dez. (Priv-Del.) Der „Bell. Lokalanz." meldet * n E'ie Stellung vor deni Kriege oder einer dieser nahe-
aus Zi un wen: König Ludwig hielt heute vormittag bei kmnmenden zulassen würde.
Der Truvvenveretdrgimg in Münchert eure Einsprache. Mit be- wnderer (Genugtuung betonte er, daß, während der Kaiser aus der rmchrerfe !,ein Gast in München ,var. rmser Friedensangebot kr König fuhr dann fort: -Ob es angenommen wird Uefrt dahm. Ich hoffe, daß es zii einem ehrenvollen F r i e V 55 > v m m t, der den fOpfern ei zw eiein halbes ^Kriegszeit entsprich,. ..n einem Frieden
w beit wir stolz sein können, der uns a i f Fahre hinaus Ikch^rt. vi» pneem, Mrn bellum -Willst du Frieden, rüste ueniKrreg!), das gilt auch in allein^
lwcyherÄiges Arrerbieten mcht an, dann - r .
Macht, einem mx5 großereir Erfolg zu überzeugen, daß sie uns ^Elde stellen, bis ein Friede errungen fei, der aus eigener
incht -zin besiegen vermögerr. Das Lob per Bayern ans des Kaisers! .Nachtvollkommenhert zustande gekommen ist.
Mund lMt mich mit stolzer Freude erfüllt. Tut es deneii gleich, die vor Euch ins Feld gezogen sind. Windet neue Lorbeeren um alten ruhmreichen Fahnen. Ich hoffe, daß der Krieg nicht mehr lange dauert, aber wenn es anders frymmt, dann werden unsere und mrserer Verbündeten Rtthm :md Ehre neu bestehen, und damit Gott befohlen!
Rußland.
Petersburg, 15. Dezember. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegrapheiragentnr. Dre Zeitungen aller Richtuihgen mißbilligen und tadeln ein stimmig den letzten Schritts Deutschlands. 'Die Blätter erblicken in ihm mir deii h c u ck lerisch e ii Versuch, die Uentralen Länder an die zu spät kommende Friedensliebe der deutschen Regierung glauben zu machen und einen Versuch, die in den letzt c n Z ü gen liegende B e v ö l k c r u n g z u hebe n.
Schließlich sei es ein Versuch, abermals durch das Friedensphantom.
<m das die Urheber des Vorschlages selbst micht glauben, Zwietracht zu säen und wäre es auch nur antter dem kleinsten Teil der Völker, welche die Entente bildeten.
„Rietsch" schreibt: Der Friede ist das neue Geschoß, das uns unser Gegner zuschickt, der sich der Erschöpfung aller seiner silbrigen .Hilfs-guellen bewußt ist. — Die „B ö rse n zeit stn ch" führt ans: Die Note Deutschlands, Oesterreich-Ungarns, der Türfei Und Bulgrtrieus ist ein All voll ko m men er Heuchelei der nur auf den .Kredit der- Straße zählt. Wir lvvllen auch! dens Frieden, aber nicht einen Von Berlin kommender Frieden, den unser Gewissen zurnchveist. „Nowoje Wrernja" sagt: Gn dauerhafter Frieden wird erst nach der Vertreibung des Feindes ans unserem Lande und erst irach der durch! gemefi^ame An stfrengungeu erfolgten Wiederherstellung des edlen Belgiens, des IhelÄenhaften Setbünrs und des geeürigten Polens eintrateir. —,
„D j cM', das Blatt der äußersten Linken erllärt, daß der deut fche Vorschlag keine Aendermlg der Lage gebracht habe. Deswegen bereinigten die Russen ebenso wie vorher ihre Anstrengungen aus das von denr nationalen Genüssen geweihte Ziel.
Die PetersburgerTelegraphenagentnr fügt hin-, zu: Diese Presseänßerrmgen befinden sich in vollkommener
1l c b e r e i n st i m> in u n g mit den Meinungen hervorragender M i t g l i{c b c r der Duma, darunter MiliukowS und Roditschenis. die eimnüllg der Ansicht feiat, daß die einzige Antwort auf den Vorschlag der Mittelmächte die kategorische Ablehnung aller Verhandlungen sein solle, so lange nicht alle vom Feinde besetzten (Gebiete von ihm gesäubert seien und so lange sich der Gegner nicht genötigt sehe, sich den Bedingungen z u unterwerfen, die ihm die Allfiellcn auferlegen würden.
Gerrchtsf<ral.
Nach 1 l Jahren sreigespwchen.
— Kassel, 14. Dez. Im Januar 1905 iourde die Ehefiau des Bahnhofswirtes Johannes Weisel in Kassel-Bettenhausen im Bett ermordet aufgefunden. Auch der Eheinaun lag aus mehreren Schnittwunden blutend vcr'wundet im Bett, läm aber, da er des Gattenmords dringend verdächtig war, in Untersuchungshaft. Obwohl Zweifel an seiner Zurechnungsfälfigkeit auftauchten, wurde er nach viertägiger Verhandlung vom hiesigen Schwurgericht zu sieben Jahren. Zuchthaus und drer Jahren Ehrverlust verurteilt. Wenige Wochen, nachdem Weisel die Sttafe nnge- treten hatte, veröffenilichtc Sanitätsrat Bilfinger eine Broschüre, die sich unter dem Titel „Nicht schuldig" in eingehender Weise mit dem Fall beschäftigte und zu denr Endergebnis kam, daß die Verurteilung fein Rechtsirrtum sei. Ein Versuch des Rechtsanwalts Dr. Spvhr aus Gießen, ein Wiederaufnahmeverfahren herbeizuführen, wurde als unzulässig vom Oberlandcsgericht verworfeu. Bis zum 5. Dezem^ber 1910 blieb Weisel im Zucht Haus, um von hier der Därrburger Irrenanstalt zugeführt zu wer den, ^oobei aber die Strafe nur unterbrochen wurde. 1913. wurde ftit zweiter Versuch zur Wiederaufnahme des Verfahrens gemacht, zunächst ohne Erfolg, dann aber gab man im November dieses Jahres, dem Truck der öffentlichen Meinung folgend, dem Gesuch !nach. Es wurden Untersuchungen an Weisel an gestellt die zwei Jahre dauerten. Endlich nachdem das Wiederaufnahme gesuch noch einmal abgelehnt war, ordnete das Oberlandesgericht im März d. I. eine neue Hauptverhandlung an und begründete dies u. a. damit, daß Waffel bei der Tötung seiner Frau nicht mehr zurechnungsfähig gewesen und damit das Urteil ellchüttert sei. Hierauf beantragte der Staatsanwalt, den Angeklagten außer halb einer erneuten Hauptverhandlung fieizusprechen. Das Land gellcht hat jetzt das Urteil des Schwurgerichts Kassel vom 4. Juli 1905 aufgehoben, den Angeklagten freigesprochen und die Kosten der Staatskasse auferlegt. In . der Begründung heißt es, daß Weisel bei Begehung der Tat sich in einem Zustand der Bewußtlosigkeit befunden habe, der ente freie Willensbestimmung ausschlost
den 19. Dezeinber, abends 7 Uhr: ^Der Tronbadonr." Mittwoch, den 20. Dezember, abends 6 Uhr: „Max' und Lieselchens Weih
nachtsreise/ Tonnerstag, den 21. Dezember, abends 6'/, Uhr' „Porzta." Freitag, den 22. Dezeinber, geschlossen. Samstag den 23. Dezember, abends 67 2 Uhr: „Aida." Sonntag, dev
24. Dezember, geschlossen. Montag, den 25. Dezeinber, nachiniltags 3 Uhr: „Max' und Lieselchens Weihnachtsreise." Abends 6'/ 3 Uhr: „Earmen."
Schauspielhaus.
Sonntag, den 17. Dezember, nachnuttags 3 Uhr: „Die Schöne von: Strande." Abends 6h, Uhr: „Peer Gynt." Montag, den
19. Dezeinber, abends 7 Nbr: „Liliom." Dienstag, den 1V. Dez.,
abends 7 Uhr: „König Richard der Tritte." Miltivoch, beit
20. Dezember, abends 7 Nbr: „Biel Lärn: um Nichts." Donners
tag, den 21. Dezember, geschlossen. Freitag, beit 22. Dezember, abends 7 Uhr: „Wie einst im Atai." Sainstag, deit 23. Dezember, abends 7 Uhr: Deutscher Komödienabend: „Der Frentde."
„Fritzchen." „Die sittliche Forderung." „Unter blonden Bestien/ „Die Haseupsate." Sonntag, den 24. Dezember, geschlossen. Atonrag, den 25. Dezember, nachmittags 3 Uhr: „Liliont." LlbendS 7'/, Uhr: Ztun erüen Akale: „Könige." Ein Schauspiel in önAuizügen von Hans Müller.
Amerika.
New Pvvk, 13. Dez. (WDB.) Funkspruch vom Vertreter des Wölfischen Bureaus. Die amerikanische Presse zeigt bisher wenig Befriedigung über die Fesb- steklung des Kanzlers, daß Deutschland bereit ist, den Krieg zu beenden. Die leitenden New Porker Blätter besprechen hauptsächlich den Satz : „Ein Friede, der unser Dasein und unsere Zukunft gewährleistet." (Wörtlich; so heißt cs weder in der Note, noch in der Rede des Reichskanzlers ^Anmerkung des Wölfischen Bureaus.)
Die „Eveniilg Sun" weist davauf hör, daß gleiche Garantien für die anderen Länder offenbar nicht in Betraclfi gezogen) u-erden, Md sagt: Der Friede, den Deutschland erstrebt, ist ein Friede, der ihm ermöglichen soll, in fünf oder zehn Jahren einen neuen Krieg mit der Gewißheit zu begiirnen, die Oberherfick>aft über Europa, wenn nicht gar üder Amerika vollständig erkämpfen zu köntten. a
Tie „New Port Ti in es" stelll in erstem Leitartikel: „Was für Garantien?" verschiedene Fragen über territoriale Garantien für alle KHiegfiihrenderl, Tteptt das aber nur Fragen, die die Oberfläche streifeir, und fährt fort: Bon grundlegender Be ideutung ist in jeder Flledensverhandlung die Frage der dertt scheu fiolttifcheu Ideale, der deuischerr Macht- und Weltpolitik und des preußischen Militarismus. Es ist wohl sickier, daß Be tlnu.au ns Bürgschaften nicht nur Bürgschaften für Bestell und. Zullmft, sondern für neue imb nicht ferne Kriege sind, und das steht ernsten Verhandlungen im Wege.
„New York W orld" sagt in einem Leitarttkel:
Ter 'Kanzler braucht Worte, um Gedanken zu verbergen. Weirn Deutschland bereit ist, den Klleg zu beenden, so muß Deutschland zuerst bestimmte Friedensvorschläge nracken, die der ganzen Welt vvrgelegt werden könnten. Der Kmrz- 1er könnte im Reichstage die Bedingungen bekannt geben, «unter denen Deutschland sein eit Bestand und seine Zukunft als gesichert an sehen würde. DentsManÄ hat den .Klleg be- goftnen. Es gehöll sich, daß es aitch den ersten Schntt tut, um ihit zu beenden. Aber ettvas mehr als unbestimnttc Allgernein- heiten ist nötig. Bisher ist noch nicht bewiesen worden, daß die vev- schiedenen Frredensvvrschläge ^ Deittschlands in gutem Glauben gemacht worden sind. Daher wird sie niemand ernst nehmen, bis wenigstens versuchsweise die Beding!mgen genannt werden. Wenn das geschehen ist, werden die verantwortlichen Minister der anderen kriegführerrden Mächte gezwimgen seür, sie in Betracht zu ziehen. Der Friede kann nicht nur ein Friede der Diplomatie Und Regierungen sein, er nmß ein 'Friede sein, in dem das Volks- empfiuden ein entscheidendes Wort hat, und das Bolksempsiudrn kanu sich erst* äußern, werm es etwas Greifbares zu besprechen gibt.
Nr«.'ch!iche Rachrictzten.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, deit 17. Dezember, 3. Advent.
G o t t e s d i e n st. In der Stadttirche. Dorm. 97, Uhr: Professor D. Schian. Vorn:. 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäus gemeinde. Pfarrer Mahr. Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. Beichte und heiliges Abendmahl für die Markusgemeinde. An- ineldtmg vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. — Sonntag, den 17. Dez., abends 81L Uhr: Vereinigung der männlichen und weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. Mittwoch, den 20. Dez., abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Mahr. — Samstag, den 23. Dez., nachm. 3 Uhr: Weihnachtsfeier der Kinderkirche der Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe.
In derZohanneskirche. VormtttagS 9# Uhr: Pfarrer Hoff mann. Vorn:. 11 Uhr: Kinderkirche für dis Lukasgernemde.
Pfarrer Bechtolsheimer. Nachm. 3 Uhr: Weihnachtsfeier der Kleinkinder-Bewahranstalt. Pfarrer A u S f e l d. Abends 5 Uhr: Pfarrer A u s f e l d. Beichte und heil. Abendmahl für die Johannesgemeinde, wozu besonders die konfirmierte Jugend eingeladen wird. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. Abends 7>£ Uhr: Vereinigung der konfirmierten mann lichen Jugend der Ltrkasgemeinde.
katholische Gemeinde.
Gottesdienst. Samstag, den 16. Dezember: Nachm. 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sonntag, den 17. Dezember, 3. AdventS-Sonntaq.
Vorm. 67, Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Vorm. 7 Uhr: Seil. Messe. Vorm. 8 Uhr: Austeilung der heil. Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Nachm. 57, Uhr : Ehristenlehre; darauf fakramentalifche Bruderschafts-Andacht. — Dienstag und Freitag, abends 8 Uhr. ist Kriegsdittandacht.
Diaspora-Gottesdienst am 17. Dezember:
In Sich 97, Uhr. _
Spielplan des Gietzener Stabttheaten.
Direktton: Hermann Steingoetter.
Sonntag, den 17. Dezember, nachmittags 3'/, Uhr, bei kleinen Preisen: „Unter der blühenden Linde." Ende gegen 6 Uhr. Abends 77, Uhr, bei kleinen Preisen: „Der siebente Tag.« Ende gegen 10 Uhr. Mittwoch, den 20. Dezernber, nachmittags 37, Uhr, bei Volkspreisen: Kinder-Vorstellung : „Das Märchen vom Daumen- lutscher" oder „Wunderbare Erlebnisse des kleinen Konrad im Lande TripStrill. Ein Märchen in 6 Bildern mit Gesang und Tanz, unter freier Benutzung einiger Figuren auS Hoffmanns „Struwelpeter" von Hermann Steingoetter. Musik von Ludivig Marguth. Ende h*Ä Uhr.
Spielplan der vereinigten granffnrtei Stadttheaier.
Opernhaus.
Sonntag, öeu 17. Dezember, nachmittags 37, Uhr: .Mar' und Lieselchens Weihnachtsreise." Abends 7 Uhr: „Rigoletto." Montag den 18. Dezeinber. abends 7 Uhr: „Die Zauberflöte." Dienstag'
Börsen-Wochenberrcht.
--- F r a u f f u r t a. M., beit 15. Dezember 1916.
Die Börse stand in dieser Woche fast gauz unter dem Eindruck des d e u t s ch e n F r i e d e ir s a u g e b o t s. Während die Rede des! Reichskanzlers und ihre freundliche AufnahE im neutralen Auslande die allgemeine Sttmmung der deutschcit Märkte zunächst günstig beeinflußte und namentlich sogenannte Friedeuswerte im freien! Verkehr in den Vordergrund schob,, hatte die ablehnende Haltting, die fast die gesantte Ent-entc-Presse, so,reit ihre Auslasungeu bis jetzt: vorliegen, gegenüber dent Friedensangebot der Mittelmächte erw-» nimmt, den Effektenmarkt etwas verstimmt, zmual als Folge davon die Kurse der Reichsmartt-Devise an bnt neutralen Plätzen erneut beträchtlichen Teil der vorangegangeneu Besserung wieder verloren haben. Bei der Zurückhaltung, an die steh aie Spekulatiort im allgemeinen Interesse nun schon, so lange gedröhnt hat, war dev Verkehr nicht grost lind die Kursänderungen nicht erschüttenkd. Es kommt dabei allerdings iu Betracht, daß das Friedensangebot die Börse nicht iit einer Hansse stimnmng für Kriegswerte überraschte. Die Kurse dieses Gebfits waren vielmehr schon seit Wochen langsam aber stettg zurückgegangen und andererseits hattcit sich manche um genannte Flledenswerte ebenso stetig nach oben beiv/gt, so daß viel- sach schon manche. Möglichkeit vorweg genommen zu sein scheint. Im Vordergründe des Interesse- standen vor allem Schiffe s.a hrts a kt i ely bic bei recht lebhastem Geschäslsre'. hr ansehn9 liche Kursbesserungen erzielten, die sie allerdings später nuiU gan^ lehauptcn konnten. Feste Halnurg zeigten auch K atiwerte,- namentlich Westeregeln, Deutsche Kali. Hlldburg und Ronneburg. Lebhaft gefragt und höher waren auch S ch a n tu n g b a h n e 11 M o n.tanp apie re verkehrten dagegett vorwiegend in schwächerer Haltung, besmtders gedruckt waren Earo und Oberbedarf. Rüstnngswerte. wie Deutsche Wvffem Rheüimetall. Rvtt- weller, Munscherd, Hrrsch Kupfer nach einige Masckstnensabrll-?bktieri stellten sich ebenfalls nteist -niedriger. Auch Autowertc gaben nach Dagegen lagen chemische !>mv Elektrowtrte ziemlich fest. Größeres Ge^ schüft bei allerdings stark sckwaalleatdcn Kursen fand in Steaua Ro^ -mmm und Deutschein Erdöl-Mtten statt. Iu svnsttgcit Industrie-, papteren waren die Umsätze eng begrenzt, auch Zemcntwerte lagor stlll, obwohl die Spndikatsftage in der Hauptsache als gelM geltt» kann. Bankaktien blieben vernachlässigt. Am Anleihe-ch markt waren dreiprozentigc Konsols und Reichsauleihe gefragt. Auch das neutrale Ausland scheint sich seit einiger Zeit 'für die alteren deutsche:: Staatsculleihcn zu interessieren, llndere dcutscha Anlethen tmd Hhpotheken-Pfandbriefe bdgegneteit ebenfalls gute>< Nachfrage. ^Valutawerte, die mit der Besserung des Markt' kurses zur Schwäche neigten, konnten sich später aus den erneuten Rückgang der Mark-Devise in HollaTtd und der Schtoeiz Meder er- holen. So waren vor allem Japaner und amerikanische Werte gebessert. Privatdiskont etwa 4*/« Prozent.
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