HrSmcCtm war, neunte int Jnvalidenrercte (statt SEbrnferrrmtf) gs- ivährt werben. Ter Derstcherte B. roandte sich deshalb an die hLest geBerwundeten-Beratungs stelle, welche gegen den «scheid der Landesvcrsicherungsanstalt unter entsprechender Begründung des Anspruches Berufung verfolgte. In der diese Woche vvr dem Oberversicherungsamt dahier stattgefundenen Verhandlung svurde die Landesvcrsicheru ngsansta.lt, entsprecherrd dem Antrag der Verwundet en-Bevatungs ft eile, zur Zahlung der Invalidenrente statt KranSewvente verurteilt. Tem Versicherten B. wird danach die Rente für die ersten 26 Wischen nachbezahlt.
** Zivfikdien st Pflicht und f re iw illi ge Krankenpflege. Nttch- dem Gesetzt über die Zivildienstpflicht wird me Betätigung in der freiwilliger Krankenpflege den sonstigen Herrin angeführten Tätigkeiten gleichgeachtet. Nicht mehr wehrpflichtige Berssnen können deshalb durch Aufnahme eines regelmäßigen Dienstes in den Sari:täts-Kolonnen dieser neuen Dienstpflicht genügen. Bei dem durch« die militärische Einziehung von Mitglredern lhelDorgerufenen starken Mangel an Monschiafttn wäre auch für die hiesige Sanitäts-Kol omre eine Ergänzung des Rditgliederstandes sehr erwünscht. Alle Mitglieder, die bisher im Dienst der Ganitäts- Kokorrnen tätig waren, haben darin eine interessante und dankbare Aufgabe gesunden, der sie sich gerne hingegeben haben. ,
ma. Schüle rhil se gegen Wagenma n gel. Eine Mitwirkung der Schiulen bei der Entladung von Eisenbahnwagen ist in der Rheürprovinz vorgesehen worden. Das stellvertretende Generalkommando des 8. Armeekorps hatte den Regierungspräsiden- ten in Köln darauf hingewiesen, daß in den Industriegebieten! Zahlreiche Wagen unentladen stehen sollen, die den Wag-Ntumkanf rmd die WagengestellungShöchst ungünstig beeinflussen. Im Jndevesse der ScAagsertigkeit des Heeres und der Volksernährung kann Ztvangsenlladung und ZwcmgszMskruNg durch die Gisenbcchn- vcrwaltungsn nötig werde«. Es harchelt sich dabei nur um eine Mitwirkung von kurzer Tauer. Die ältesten Klassen der Schulen sollen deshalb zu diesen Arbeitet: in weitestem Maste heran - gezogen werden. Die -Vorsteher der Eilgut- Und Güterabfertigungen srrw angewiesen, fich, den ländlichen Schvlorten mit den Schulleitern, in den Städtern mit den SchulverwaÜUngdn mnnittelbar Lus BewchTncn zu sctzeA.
m Oefsentliche Bücherhalle. Im November wurden 8520 Bände ansgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 15*3, Zeitschriften 250, Jugendschriften 191, Literaturgeschichte 18, Gedichte und Tranten 55, Länder- und Völkerkunde 49, Kulturgeschichte 24, Geschichte und Biographien 131, Kunstgeschichte 34, >Aaturivis,'ensch«Ü und Technologie 82, Heer- und Seewesen 17, Hau«- und Landwirtschaft 15, Gesundheitslehre 21, Religion und Phrlaigphie 35, Staatswissenschast 18, Sprachwissenschaft 11, Fremd- sprachuches 1» Bände. Nach auswärts kamen 21 Bände. Santzkreis Gießen.
o». Ettings Hausen. 11. Dez. Unser Tors hat 530 Seelen orts anwesende Bevölkerung. Gegen 1. Dezember 1910 bedeutet dies eine Zunahme von etwa 20 Köpfen. Dazu kommen noch 3 Kriegsgefangene und 1 Wachtmann.
ga. G rünb^rg, 11. Dez. Gestern fand die Hcmssarmnlung für die ins Feld gesandten. BeHnachtskiften statt.
** Lang-GÖns, 10. Dez. In dieser ernsten Zeit sollte nran es nicht für mLqlich halten, daß noch solche Roheiten be- Zangen würden, wie sie bet uns in letzter Zeit geschehen sind. Am >18. November, abends um 11 Uhr, nahmen zwei Bürschchen eine Sämaschine und wollten damit den Weg, der nach der Dahit führt, sperren, und am 29. November, nachts, nahmen wiederum zwei Bürschchen einen Zaun von ungefähr 5 Meter Länge und sperrten die Straße nach dem Bahnhof. Da gerade an diesem Abend die Straße belebt war, fiel ein Mädchen so unglücklich über das Spalier, daß es ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. ES ist unserem Nachtwächter Hardt gelungen, die Täter ausfindig zu machen, so daß sie einer gerechten Strafe entgegensetzen.
Oppenrod, 11. Dez. Gefreiter Christian Hainbach, 12. Komoagnw Landw.-Jnf.-Rgt. 116, seit Kriegsbeginn im Felde, erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille.
** Reiskirchen, 11. Dez,. Aus aigOttünckrche Weise erhielt die Fannlw Wilhelm Becker II. die zrwerttffsrge Nachricht von dem ZMe rhves seit 9. März 1915 vermWr« Sohnes Heinrich Becker.
ytad) Berichten der Kompagnie war er am 9. März verwundet ge- stotben und mit noch 10 Mann beerdigt tvovden. Die Toten sind inzwischen nrit der Aufschrift „Hier ruhen 11 unbekannte deutsche Krieger" unrg-ebettet worden und dabei würde bei Heinrich Becker das Soldbuch unversehrt im Rock «aufgefunden und zur Kompagnie gesandt. '
oa. Saasen, 11. Dez. Musketier Wilhelm Hetterich im Jnf.-Regt. Nr. 186 wurde mit der Hessischen Tapserkeits- medaille ausgezeichnet.
oa. Weickartshain, 11. Dez. Durch Leutnant Schmidt aus Geilshausen ist die Nachricht eingetroffen, daß Lehrer Velten am 30. November vor Daux den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist.
Kreis Friedberg.
tz. Butzbach, 11. D^. Der 'Gefangenanfseher an hiesiger Zellenstrafimstalt Hermann M ünch, der-seit Beginn des Krieges als Unteroffizier bei einem FeLtazarett im Westen steht, wurde am 1. Dezember mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet, nachdem ihm schon vorher die hessische Tapserkeitsdenkmünze verliehen worden war. Tem Musketier Aäeier Bär (Res.-Jnf.-Regt. Nr. 110), Sohn des Viehhändlers Mols Bär in Griedel, wurde das Eiserne Kreüz verliehen. Dem Musketier W. Heinz aus Nieder-Weisel, Geschäftsführer, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Starkenburg und Nhtinhessen.
--- Mainz, 8. Dez. Auf rhein hessischen Eisenbahnstationen wurden durch geheimpolizeiliche Bahnüberwachung zahlreiche Butterschmuggler — Händler und Private — aus Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Köln ufw. ertappt. Die weiblichen Pascher, die in der Mehrzahl ivaren, wurden durch besondere, von der Polizei damit beauftragte Frauen Leibesuntersuchungen unterzogen. Man fand die geschmuggelte Butter bei den Fvau-en in geheimen Taschen der Unterkleider. Ferner ergaben die Ermittelungen, daß die ertappten Händler die Butter zu weit die Höchstpreise überragenden Sätzen an Privettcrbnehmer verLnrsten. Sämtliche Vorräte verfielen ausnahmslos der Beschlagnahmung. Zudem kamen die S chmuggler zur Anzeige.
Kisrefre ttnd Schule.
-- Ka ssel, 8. Dez. Me Schuldeputation beschloß, alle Lehrerinnen, die mit Vollendung des 30. Lebensjahres noch nicht fest angestellt werden konnten, überhaupt nicht mehr endgültig anzustellen. Als Grund dieser Maßnahme bezeichnet sie den übergroßen Andrang zrum Lehrerinnenberuf; 75 Prozent aller vvrgemerkten Bewerberinnen müssen aus diesem Grunde ausscheiden. 9iur ganz wenige mit hervorragend«: Zeugnissen finden Anstellung.
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Gericht»? aal.
■]r Marburg, y Dez. Ane 20 Jahre alte, elegant gekleidete junge Dame, die im September unter dem hochklingenden Nanten Erna v. Bongart sich als angebliche Studentin der Medizin, die hier im Wchtsrs-emefter ihr Examen machen wollte und sich als Tochter eines höheren Offiziers aus Elberfeld aufspielte, stand gestern wegen einer Anzahl Betrügereien vor der Straffammer. Tie Angeklagte, die in MEchkeit Frielingsdorf heißt und aus Wald bei Solingen stammt, hat schon ein großes Sündenregister. Im Spätsommer aus dem Gefängnis entlassen, ging sie Zunächst mach Heidelberg, mietete sich lunter genormtem Namen ein und verübte mehrere Betrügereien. Bon dort aus wandte sie fich nach Worms, gab sich als Lehrerin aus und verschwand auch von dort, nachdem sie mehrere Leute geprellt hatte. Mitte September tauchte sie hier in Marburg auf, wo sie bei den Versuchen, fich billig elegante Pelze und Mäntel zu ver- sctzasten, und mach mehrfachen Miatsschwindeleien festgenommen wurde. Tie Strafkammer verurteilte die Hochstaplerm zu N/2 Jahren Gefängnis.
Fc. Wiesbaden, 8. Dez. Der 1883 in der Pfalz geborene, allerdings auch schon schwer vorbestrafte Taylöhrrer Peter Konradi hatte bei seiner: verschiedenen Reviftonen in .KeKern reiche Beutd gemacht. Im Oktober d. Js. suchte er den Keller des .Hauses Lang- gafie 12 heim und erbQttete dort it. a. einem Korb nrit über 150 Eiern, -gvci Büchsen Mersch Und mehrere Pfund Butter. Als er sestgenourmen werden sollte, warf er kurzer Hmnd dem Pvtize:-
beamteu den ganzen Kovb voll Eier vor die Füße. Stenrmeisen und und Dietriche, die «rr bei sich trüg, gehörten einem gfroßen Unbekannten, der seit: Freund ist. Bet einem ähnlrchet: Streifzug int der Moritzstraße holte er fich aus einem Keller 215 Eier und einen Topf mit Butter. Mehrere Mansardendiebftähle kommen auch auf sein Konto. Der unbekannte „Georg", den er im Zuchthaus Butzbach kennen gelernt hat und der heute an allem allein schuld ist, ist uicht zu finden. Unter Anrechnung mildernder Umstände wurde Konrad wegen schweren Diebstahls und eines versuchten schweren Diebstahls im wiederholten Rückfall zu vier Jahren Zuchthaus, zehn Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt.
= Bad Homburg v. d. H., 10. Dez. Der wiederholt vorbestrafte Gelegetcheitsarbeiter Johannes Wahner aus Essen a. Rh. verübte im Mai d. Js. in der Gedächttriskirche des Stadtteils Kirdorf einen Einbruch, wobei er Kirchengeräte im Warte von etwa 1000 Mark erbeutete, darunter einen Kelch aus «der hiesigen Schloß - kirche, den !die Kaiserin der Kirche geschenkt hatte. Tie Geräts wurden dem Wehner wenige Tage später wieder in Düsseldorf ab- getwnrmen. Die Frankfurter Strafkammer verurteilte den Einbrecher heute nrit 6 Jahren Zuchthaus Und 10 Jahren Ehrverlust.
Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen.
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