Ausgabe 
7.12.1916 Zweites Blatt
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tzNsprechen. ,um fesizu stellen, ob eine .Vermittriungstärigkeit not- werMig ist. Leider folgen nur wenige dieser Einladung, da viele an eh men, die Bestrebungen der Fürsorge und SteAenverMitielnng liefen auf eine Verkürzung der Rente hinaus, Was ja bekanntlich» Nicht der Fall ist.

Bon den bis jetzt angemeldeten 356 kreisangehörigen Kriegs­beschädigten wohnen 101 in Kietzen, die übrigm in den Orten des Kreises. Es konnte festgestellt werden, daß von 203 Beschä­digten 90 sofort ihre frühere und zwar hauptsächlich landwirtschaft­liche Tätigkeit wieder ausgenommen Haber:; 32 wurden neue

Stellungen bezw. Arbeit vermittelt. Etwa 10 Beschädigten wurden Gesuche an Behörden ausgearleitet, um in einen neuen Beruf ein­geführt loerden zu können, ein Lungenkranker mutzte der hiesigen Tuberkulosenfürsorgestetle zur Einleitung des Heilverfahrens zu- gnoiesen werden, 2 derartig Erkrankte sind gestorben.

Gin Teil ddr Kriegsbeschädigten hat in anderen Berufen und bei der Post- und Bahnverioaltung Arbeit gefunden, mit einem anderen Teil sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen, wäh­

rend von einer weiteren Anzahl überhaupt keine 9lachricht einge­gangen ist. Da einige Bürgermeistereien des Kreises dem hiesigen Ausschuß auf Ersuchen keinen Aufschluß über die Beschäftigung von Kriegsbeschädigten ihrer Gemeinden gaben, hat der Landes- ansschuß angeordnet, die betr. Beschädigten aufzusuchen, womit bereits begonnen ist. Es hat sich dabei gezeigt, daß diese persön­lichen Besprechungen von großem Vorteil sind.

Einige Kriegsbeschädigte, die früher Arbeiter mit kleinem Grundbesitz Ware::, haben Anträge auf Kapitalisierung eines Teiles ihrer Rente gestellt, um ihren Grundbesitz zu vergrößern. Fast alle ländliche:: Beschädigte:: klagen über die hohen Preise des Grundbesitzes: in manchan Gemeinden soll Ackerland der aus- gedehMen Waldungen wegen überhaupt nicht zu haben sein.

Die Bestrebungen der Kriegsbeschädigten um Vergröße­rung ihres Ackerlandes dürsten allseitiger Unterstützung wert sein.

Gießen, den 3. Dezember 1916.

rode.

Meteorologische ßeodachlungen der Station Gießen.

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1916

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Höchste Temperatur am 5. bis 6. Dezenrber 1916: -s- 5.1* C. Niedrigste «5. ,6. 1916: + 2,4® C.

Niederschlag 2,8 mm.

1859

1909

Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, von dem Ableben unseres lieben Alterskollegen

Hem 8 mg schmier

Kenntnis zu geben.

Zugleich wird um recht zahlreiche Beteiligung bet der Freitag, den 8. ds. Mts-, nachmittags 3% Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aud stattfindenden Beerdigung gebeten.

8754D Der Vorstand.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teil­nahme bei dem Hinscheiden meines geliebten Mannes, unseres guten Vaters, für die trost­reichen Worte des Herrn Pfarrer Knieper und für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir hiermit unseren innigsten Dank.

Im Namens

der liestrauernden Hinterbliebenen:

Familie Georg Mandler.

Krofdorf, den 6. Dezember 1916.

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Regierungsbezirk Coblenz. (Kreis Wetzlar.)

Lanüuutzhotzverkauf vsr dem Einschlag.

Montag, den 18. Dezember 1916, tun 1V» Uhr mittags kommen in Gießen. Hotel Felsenkeller, öffentlich meistbietend aus SlaatSwald Obersörfterei Krofdorf und der Gemeiudewaldungen der Bürgermeistereien Wetzlar. Krofdorf. Är. Rechtenbam, Schöffengrund ForstwirtfchaftS- fahr 1016 17 zum Verkauf

etwa 3000 Festm. Fickten- und Kiefern- und etwa 1060 Feftm. Eickeustammbolz zu Gruben-, Bau- und Schneideholz, Eicken auch zu Erlraktzwecken. darunter 30 Feftm. des Stadtwaldes Wetzlar U-3. Klasse, auch für Möbeltischler sehr geeignet, günstig zur Abfuhr. Die den allgemeinen und besonderen Holzverkaufsbedingungen für Verkauf von Holz aus den Staatswaldungen ange- paßten Bedingungen für den Verkauf des Holzes aus den Gememdewalduugen liegen eine halbe Stunde.vor Be­ginn des Verkaufs im Lerkaufslokale aus, werder auch auf Wunsch übersandt.

Attskunfr erteilt Bürgermeisteramt und Oberförsteret

Krofdorf und die zuständigen Förster. Krofdorf, 5. Dezember 1916.

I. A.: Braun, Bürgermeister.

8775 D

Schliifselwaren-Verteilung.

Nachdem die amtlichen Bestell-Ltften an die Klein- charidelsgeichäste auSgegeben find, wird folgendes bekannt

-gegeben:

I. Wer Schlüfielwaren beziehen will, hat fich vom 7, bis 12 . ds. Mts. in einem Kleinhandelsgeschäft zur Eintragung in die Bestell-Ltste anzumelden. Verspätete Anmeldungen können nicht berücksichtigt

werden.

Die seither ohne Auftrag von den einzelnen Ge­schäftsleuten angelegteu Listen sind ungültig.

II. Bei der Eintragung in die Bestell-Liste find die drei Marlen für Schlüffelwaren. die die Nummer 2 tragen, dem Kleinhändler gegen Aushändigung einer Be­scheinigung über die Zahl der abgelteserten Marken, auf der die Nummer der Bestell-Ltste anzugeben ist, abzugeben.

Tic bei Marken mit der Nummer 1 werden

ungültig erklärt.

Bekanntmachung.

Betr. Verkehr mit Magermilch.

Bis zur entgültiäen Regelung des Verkehrs mit Magermilch wird die Verteilung an die Bevölkerung in der Weise erfolgen, daß täglich mit Ausnahme der Sonn- tage2Brotmarkenbezirke mit 'Magermilch beliefert werden.

Die Verteilung beginnt

Freitag, den 8. Dezember 1916 mit den Brotmarkenbezirken IX und X. Samstag, den 9. Dezember folgen die Bezirke XI und XII.

In der Folge ist nachstehende Einteilung maßgebend Montag Brotmarkenbeztrk I und II

Dienstag ' III und IV

Mittwoch V und VI

Donnerstag VII und VIII

Freitag IX und X

Samstag XI und XII

Der Verkauf beginnt nachmittags 2 Uhr. Die Milch wird in die Häuser gebracht. Der Verkauf auf der Straße tU verboten.

Bei der außerordentlich geringen Menge Magermilch können Haushaltungen bis zu 2 Personen nur V< Liter, Haushaltungen mit mehr Personen nur l / a Liter erhalten. Maßgebend ist die auf der Brotniarkenausweiskarle ange­gebene Zahl der nicht vollniilchberechiigten Haushaltungs- angehörigen Zwecks. Nachprüfung ist den Händlern die Brotmarkenausmeiskarte vorznlegen. ES wird erwartet, daß nur solche Personen Magermilch kaufen, die nicht im Besitze von Bollmilchkarten sind.

Jeder andere Verkauf, insbesondere durch Händler in Geschäften, ist untersagt.

Gießen, den 6. Dezember 1916. 187708

Der Ober bürge rmeister.

Keller.

ist,

für

ftll. DieKleinliandelsgeschäftehaben die erhaltenen Marken auf Bogen auszukleben und zusammen mit der Be- stell-Liste dem Lebensmittelamt unter Angabe der Ge­samtzahl der vereinnahmten Marken zur Prüfung etnzureichen.

Die eingereichten Marken dienen als Grundlage für die Zuteilung an die Kleinhandelsgeschäste, denen Bezugsscheine ausgestellt werden.

IV. Die Menge an Schlüsselwaren, die auf jede Marke entfällt, sowie der Beginn der Ausgabe wird noch bekannt gegeben.

V. Jeder Andrang ist zwecklos, da nicht mehr Marken ansgegeben werden als Vorrat an Waren vor­handen ist, so daß jedermann sicher ist, die be- kanntgerebeuen Mengen ans die abgelieferten Marken zu erhalten.

'VI. Geschäfte, die die getroffenen Anordnungen nicht pünktlich einbaltcn, sodaß bei der Verteilung eine 7tSrnn« eintritt, werden wegen Uuzuverlänigkeit von den künftigen Verteilungen ausgeschlossen.

Giegen, den 6. Dezember 1910. [87728

Ter Oberbürgermeister.

Keller.

Bekanntmachnng.

Betrifft: Verkehr mit Butter, Eiern. Milch und Brot.

Die auf Grund ärztlicher Zeugnisse an Kranke ge­wahrten Zusätze von Butter, Eiern und Brot kotnmen mit dem 9. Dezember 1916. die Zusätze an Milch mit dem Io. Dezember 1916 in Wegfall.

Die erteilten Bezugsscheine bezw. Ausweiskarten zun: Vollinilchbezug find alsbald nach oen angebenen Terminen dem Lebensmittelamt zurückzuliefert:.

Für Neubewilligung der Zusätze sind die vom Großh. Ministerium des Inneren ausgestellten Grundsätze maß­gebend tvgl. Bekannlmachultg von: 1. Dez. 1916, Gießener Anzeiger vom 5. Dezember 1916.

Gießen, den 6. Dezember 1916. 187696

Der Oberbürgermeister.

Keller.

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