Ausgabe 
6.12.1916 Zweites Blatt
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Hf. 28Z>efte$ Blatt

Erschemk täglich mit Ausnahme des Sonntags.

Beilagen:Gietzener Familienblätter" und Lreisblait für den Kreis Sietzen".

Postscheckkonto: Zrankfurt am Main Nr. \\m. vankoerkehr: Sewerbedank Sietzen.

lbb. Jahrgang

Stepner Aitzeige?

General-Anzeiger für Gberhchen

MiMvoch, 6. Dezember WS

Zwillingsrunddre-ck und Verlag:

B r ü hl'jche Universitäts-Buch-u.Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

§chriftle!tung, Gefchäfttsttlle und Druckerei:

Schulstraße?. Geschäfi-l-srelleu.Verlag.

SchriftleUung: ex® 112 .

Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerGteßen.

Die Zuckerversorgung

für das Mrtlchastsjüh? )(917/|8.

Berlin, 5 Dez. (WTB. Amtlich^ Mr die Z/cker- Verso rgung des Wirtschaftsjahres 1917/18 Wurden ourch Bu.7idesratsvenwdrmng vorn 2. Dezember 1916 . ab Me gesetzlrchen Grundlagen geschaffen.

Die Festlegung der Bestimmungen war dringlich, da ow Landwirte über den Au bau der Z u cker- ?u.ben sur 1917 entscheiden und die Fabriken Vertrüge ab- serließen. Das Ziel der Regelung ist, den Anbau nicht nur r r l^tzrgen Hohe zu halten, sondern, wenn irgend *«u>Arch,den Anbau darüber hitraus zu steigern. Das ist für dre Errurhrnng des Volkes notivendig, wie für den Bedarf des Heeres. Zur Förderung des Rübenbaues wurde daher auf den dringenden Wunsch der Rüberrbaner zur Rückgabe freigegebene Menge von nassen und trockenen Schncheln für 1917/18 um volle 10 Prozent auf 85 Prozent ^öerdem dürfen ihnen künftig eutsprecherrd ihren Rübenliefernngen 10 Prozent der Avhzuckermelasse zurück ! ä^ü^en werden. Da bekanntlich beim Rübenb^au ein beson g^ßer Aufwand an Arbeitskräften und Bodennähr­stoffen notwendig ist, wird dem Rübenanbcnr durch Z u w e i jsung von Arbeitern, besonders von Krlegsgefange- > neu, ferner durch die Sonderzuteilung künstlicher: Düngers sede nwglrche Produktivnserlerchterung gewährt. Bei solchen Vorbedingungen konnte die Erhöhung des Zuckerrüben- ^Effes auf 3 Mark, wie sie von den Interessenten angeregt wurde, nicht gerechtfertigt erscheinen. Nach vielfachen Er- ixrterungett mit Sachverständigen wurde vielmehr ein gesetz­licher Mindestpreis von 2 Mark als ausreichend, jLber auch unbedingt erforderlich erachtet, um den Rübenbau iuap: nur der günstig ft wirtschaftenden Gegenden auf der jetzigen Hohe zu halten. Auf der Grundlage dieses Rüben- Präses wurde der Rohzuckerpreis zum Herbst 1917 festgesetzt. Daber rst der den Fabrikanten für die Verarbeitung zukom­mende Betrag aus der Höhe des Vorjahres gehalten. Der Rohzuckerpreis steht danrit noch weit unter den Preisen der fein dlichen Länder. Dasselbe gilt vo:n Verbrauchszucker- prms. Trotzdem muß dieser im Interesse dar Bevölkerung so medrrg als inöglich gehalten werden. Im laufenden Jahr, wo bekaniitl'.ch der Rohzuckerpreis gegeimber dem Vorfahr erhöht werden mußte, um für den Rübenbau einen einiger- ^ ^ büchenden Umfang zu erreichen, wurde eine

Preiserhöhung für Mundzucker dadurch vermieden, daß der vom Heere und der Industrie gebrauchte Zucker etwas über den Durch) chrnttspreis, Mundzucker aber enffprechend unter dem Durchschnittspreis verkauft wird. Auch für den Herbst 1917 wurde von den zuständigen Stellen ins ang des Mn: idzuckerpre i

und Zimmerleute 19, Maler und Anstreicher 15, Dreher 2, Bäcker und Metzger 8, Erdarbeiter 3, Steinmetze 2 und Schuhmacher 8

Ten Beschädigungen nach gliederten sich die Teilnehmer in- Bem- und Fußamputierte 36, Arm- und Handamputierte 18 Kopfschußverletzte 4, Sonftverletzte 147.

Zu chrem früheren Berus kehrten zurück 118, umgelernt wur­den 12 zu verwandtem Beruf traten 48 Über, unentschlossen waren 25, gestorben sind 2.

Tie Zu- und Abgänge des Jahres sind in folgender Tabelle zu- sanrmenge stellt:

6. Dezember 1915 Bestand 59

Abgang 1

1. Januar 1916

1. Februar 1916

eine

1. März 1916

Bestand 58 Zugang 13 Abgang 6 Bestand 65 Zugang 11 Abgang 12

1. April 1916

Bestand 64

Zugang 6 Abgang 17

1. Mai 1916

Bestand 53

Zülgang 20 Abgang 12

1. Jrmi 1916

1. Juli 1916

1. August 1916

Bestand 61

Zugang 20 Llbgang 16 Bestand 65 Zugang 6 Abgang 13 Bestand 58

Zugang 21 Abgang 21

1. Septenrber 1916

1. Oktober 1916

1. November 1916

Bestand 58

Zugang 10 Abgang 13 Bestand 55

Zugang 14 Abgang 14 Bestand 55 Zugang 17 Abgang 8 Bestand 64 Zugang 8 Abgang 10

Alle

in der

W^e zu verueerdem Eine genaue Enffcheidung kann natür­lich tx\t im nächsten Sommer vor der neuen Ernte erfolgen weuu Erzeugung und Bedarf einigermaßeil feststehen. '

Lriezsarbett in Gießen.

Si» Jahr KriegSbefchiidigtenfürforge.

(Gewerbehaus Kirchstvaße 16 .) iDEsetzung.)

Ul.

heute nwchten 205 Kriegsbeschädigte von den Errrrichtimgerl der Kriegsbeschädigtenftttsorge Gebrauch.

Hiervon waven im Lazarett 200, dem Ersatz-Truppenteil ge­hörten 3 an. während zwei von ihrem Truppenteil entlassen waren ^ Dem früheren Berufe nach waren tätig als: Industriearbeiter 19, Landwirte und landwirtschaftliche Arbeiter 41, Bergarbeiter 11, in* Handel 10, PrivataugesteMe und Beamte 16, imgelernte Arbeiter 8, W^er 2, Schlosser und Schmiede 13, Clektro-Teck- uiker nnd Mechaniker 5, Däauver und Steinbrecher 23, Schreiner

1. Dezember 1916 Bestaiid 62.

- Kriegsbeschädigten sind in den benachbarten Lazaretten Turnhalle imb dem Kaufmännischen Vereins haus nnter- gebracht. Ta m allernächster Zeit in der anstoßenden Stadtknabcn- schule em Arbeitslazarett eiiigerichtet werden soll, scheint sich ein, langgehegter Wunsch des Ausschusses zu erfüllen, der dahin geht ?bn seinen Einrichtungen noch mehr Gebrauch gemacht tuixb, als dies bisher geschehen ist.

24. t Js. besichtigte Ihre Königlich Hoheit die

ErvtzHerzogin dre Emrrchttmgen imb sprach sich sehr anerkennend ^re'e mrs In liebenswürdiger Weise unterhielt sie sich mit dm Kriegsbeschädigten, erkundigte sich liach der Art ihrer Ver­letzungen sowre nach ihren Häuslichen Verhältnissen und bedachte l6xm euizelnm von ihnen mit einem Blumensträußchen. h ^ stattete Herr Ober-Generalarzt Dr. Overweg

und Herr Genernloberarzt Dr. Siegert imseren Werkstätten euren Besuch ab.

Am 4. August fand durch die Kriegsbeschädigten eine Brsich- ^fung der BndMs'schm Eisenwerke nnd der Stadt Wetzlar, am 14. Oktober ein Besuch des hiesigen Muslims unter Führimg des Herrn Archiven Hamann und Cand. phil. KUnkel statt

Bum.Schluß soll noch darauf hingenüesen werden, daß einer immer wlederkehrenden Befürchtung der Kriegsbeschädigten, sie konnten durch eine solche Weiterbildung in ihren Renten später gekürzt werden, nicht oft genug ents-eg engetreten werden kann. m oursorge hat nicht eine spätere Rentenkürzung der schwer Geichadigten :m Auge. Sie will ihnen einzig und allein ihr Los leichter machen helfen und ihnen die Möglichkeit geben im bür­gerlichen Leben wieder mit der früheren Arbeitsfreudigkeit in ihrem

GietzeneV Stadtthea-eV.

Eollrge Crampton.

Konrödie von Gebhart HLUptMiantt.

Gin größer« und lehrreicherer Gegensatz kann zwischen zwei oufemanSeffolgenden Theaterabenden kaum gedacht werden In ^.Yorick" die hinreißende Zielstrebigkeit der geraden, ungebrochenen Linie der dramatischen Handlung, inCollege Crampton" die re­tardierende Breite, die verharrende Tendenz des Naturalismils in den ZustandsscWderungen. Dort die einheitliche typisierende Größe der Charäktere, hier das mosaikartig feine, aus tausenderlei Einzel- zügeri zusammengesetzte CharaLtergeinälde, das, mit bewunderns­werter Schärfe beobachtet und mit höchster Anschaulichkeit wieder­gegeben, dmiiivch aus Stücken und Sti'ickchen nicht ins Ganze und Große zu wachsen vermag.

Bei der kürzlich erfolgten Aufführung desBiberpelz", der zweiten von Hauptmann versu-chLen Komödie, ist daruiif hin­gewiesen wordeir, daßCollege Cvanipbon". trotz der trefflicheren! Charakteristik bat .«Q<mhinter demBiberpelz" zurück- . stehen muß, weil hier die Nebenfiguren keinerlei festen Umriß .gewvMLU. Es mag mit den jcioeÜigen Vorbildern zusammen- hmrgmi, bvc Hauptnrann Anregung zu fernen Eickwürfen gaben Klwprte er später ünBiberpelz" an Kl«.st'sZerbrochenen! Krug an und lernte dort auch die Nebenfiguren auszeichnen, so huüt er imCollege Crampton" an MolißresAvare" Und schuf seinem Vorbild gemäß eine Eharaktertype, die freilich in einem studien- und skrzzeirhaften Genrebild steht, das nur dnrcki i-« außerordeiitlich gegllickte Zeichnung des .Helden ^zusanvnengehal- ken wird. Aber Hauptin mens Charaktecstudü ist nebenbei dem Vorbilds auch darin unähnlich, daß sie kerne allgcunein Gestalt prägt, sondern eure zwar scharf geseheiie, aber bis m bic kleinsten Einzelzüge hürein üidividuell nnd einmalig be­dingte, nicht allgenrern gültige Persönlichkeit geschaffen hat. Mes andere, Figuren und ^enen, sind nur um die Hmiptperson herum «ufgebaut.und dienen daz-n, sie in wechselvoller Beleirchtimg zu zeigen M,e Nebenftguven sind daher leichter und oberflächlick>ec ' bs^ homdelt Es sollte dieses Chavakterlustspiel den konventionelle Theaterlustspielen jener Tage gegenübertveten. Es ist dies Haupt- ^ann sehr wohl geglückt, ttram dem Werke auch iroch einige, KnnststUckcken der alten Schicke arrhafteii. Dafür ist aber die Mgur des verbnmmelteii, etwas stark veralkoholisrerten ösenies Crampton nmso vvlleiidcter. Der wirllichkeitsfremde Idealist, der aus der Akademie Unausgedrückt wurde, imfo durch die Verlobung win^ Töchterchens mit seinem Lieblrngsschüler ans seiner tiefsten Stufe als Jinrmevntieter in einer Spelimcke, wo er im Begriffe ., mt . Dekorationsmalern Lemeiirsame Geschäfte zn machen, in errre reinere Unrg-^ung errettet wird, rafft sich zu neuem Leben M'' ^hne daß jedoch diese Umkehr allzu große Hoffnung ans Dairer gibt. Crampton ist eine Gestalt, die ihren Wert niemals verlieren wird.

fla* ^ so lows ki verkörperte den College Cranrpton.

M war eme der fctften Rollen, die dem subtcken jDmren dieses

seitherigen Beruf oder einem neiren. tätig sein zu können. FnÄ ihren Erfolg ist daher nicht nur Unterstützung der maßgebenden! behördticherc Stellen dringend nötig, sondern auch das volle Per­trauen, nicht Mißtrauen der Kriegsbeschädigten selbst.

Tr. Kraiismüller. Hamann.

IV.

Aerztlicher Bericht.

Mit großen Hoffnungen übernahm ich die Stelle des Arztes bei der Kriegsfürsorgestelle nicht. Ich ,var mir aus meiner Tätig­keit als Arzt für die Bernfsgenossenschaftei: bewußt, daß ohne einen gclindeii Dnrck und gütliches Zursden es nicht möglich sein wlirde, Kriegsbeschädigte während ihres Lazarettaufenthalles wieder zur Arbeit zu führen, zumal da über ein Jahr in den hiesigen Laza­retten keiner ernstliche Arbeit gesucht hatte.

r kann ich aber doch sagen, daß mir ein großer Teil der

beschäftlgteri Kciegsbeschädigteii doch Freude gemußt hat.

So wurde tu der Schreinerei fleißig gearbeitet von vielen, die früher nt einem anderen Berufe tätig waren. Hier befand tzch unter anderim ein Ofenschlosser mit teilweisem Verluste des Unterschenkels. Bis zur Fertigstellung seiner Behelssprothese arbei- tne er zunächst ohne einen Ausgleich des Beinverlustes, -dann mit

r einfachen Aushilssprothese recht fleißig. Ein anderer hattÄ den Boroerfuß verloren, die Wunde ivar noch nicht geheilt, doch war er immer tätig. Ein dritter, mit Finger- und Ellenbogenversteifung links, war recht billig.

-^r ie Schuhmacherwerkstatt hat einen Arbeiter, dessen liNie 5)and Versteifung Zeigt. Mit Errichtung der Werkstatt ist er rminer >ehr tättg. Ein kriegsbeschäoigter Schuhmachermeister hat trotz fernes irocy nicht geheilten A-mputationsstumpfes, tmter Be- !>iu!mng einer einfachen Aushckfsprothese, gleichfalls aearbeitct. In vieler Werytatt haben sich noch verschiedene Kriegsbeschädigte ein- gefunden du das Handwerk niemals bettieben haben, jetzt aber bald scholi geschickte Flickschuster geworden sind.

Auch die K o r b m a ch e r e i wurde von vielen, soiveit es für ihreii ,pcheren Bedarf in der Landrv-irtschaft sich nötig erwies, gelernt. Es waren meist Beimamputierte oder Beinverletzte.

Schmiede Iimd Schlo ssere i waren nur kurze Zeit im Betrieb, da einmal die verletzten Schlosser zur Entlassung ka,nen und zwettens, da kein Meister vorhanden war, der nichtgelernte Schlosser :n ou Schlosserei hätte einführen können. cx. Eine mechanische Drehbank von emem Ober-

fchenkelamputierten noch bedient werden kann, zeigte ein die Dreh­bank bedienender Kriegsbeschädigter. Einige Monate befand sich unter den Krtegsbeschädigleil ein gelernter Bandagist. Wir konnten damals Behelfsbeine hier anfertigen lassen. WaS aber noch ,>hr wichtig war, cs, toar mts möglich, einfache Aushckfsprothesen her­zustellen und hierdurch auch noch nicht abgeheilte Amputierte von cEn drucken zu befreien. Leider wurde der von uns reklamierte Knegsbeschädigte von einer anderen £-r: ia gleichftcklS beanst ruckt und dreier überwiesen.

Mechanische Strickerei wird von meierest KrieaßhefchLigtm erlernt.

Erfreuliche Erfolge werden im Linksschreiben sowie

kl, V i -L l i }nen r. fX ^} ^ die Unterrichtsstunden in Schrei- ben und Rechuen sur nicht Lmksschrciber wäre:: gut besucht < meinen Erfahrungen mein Urteil über das m

oet .K^lkFsfuriorgcstelle zu Erreichende aussprechen darf, >'o geht es dahm: ,,^n der Kriegs fürsorgestelle in Gich en iänn^ b"i qe- ^em Zwange und ent,prechender Belehrung, sowie durch das Beispiel williger Verwundeter sehr viel noch erreicht to-erden " Das Kriegsfürsorgestelle liegende Lazarett, Kauf- das an Stelle der Turnhalle ttetende Lazarett, Volksschule werden, wohl spater die Haupt!eilnehmer in den, Werfftatten und Unterrichtsränmen liefern. Doch dürfte es ?ÄJ em ' ^ den anderen Lazaretten geeignete Kriegsbe­schädigte zu kommalidieren, was durch höhere Stellen gewünscht wird.

, Nottg erscheint aber zur besseren Ausgestaltung der Kriegsfür- svrgestetle du Kommandierung geeigneter freister für Schlossern und Korbssechten,

Wenn für die Schuhmacherei ein orthopäd. ttichtiger Meister kommandi^t würde, ließe sich diese gut als orthopädische Werk- ^E^Einrtchren. Käme noch dazu die Kommandierung eines für die Herstellung orthopädischer Apparate tüchtigen Meisters, dann könnte zum Nutzen un,ecer Verwundeten die orthopädische Abteilung aut ausgebaut werden. Dr.Zinsser

Künsüers eine große, nnd lohnende Aufgabe bot. Er löste sie glän- tzend nn Hevausarbeiten all der kleinen MnzeltzÄge, die der Dichter rn mes«n Chavakter zusamnventrug. Die Liebe und Hingabe, mit der Wesolowski die Erstatt Crainpto-ns zeickmete, hielt sich vielleicht ca ^öelnen Charakterisierungsmrtteln auf, wie

z. B>. der dem an und für sich prochLvoll wiedergegebenen Trinker- ^^EN aber es muß gesagt werden, daß dies Auffassungssache ist irnd daß dre ^mmrl festgelegte Aufsassmig einheitlich durchgeführt wurde. Und schließlich gehört auch dies zum Stile des Naturalis- *??? Ech du Handlung durch die bvsitangelegte Zeickmung etwas, schleppend wurde. Jedenfalls war Wesolowslls Cwmp- tu !n ^^'Milg, die als ganz hervorragend anerkannt werdest ^ fidler gab die Tochter. Sie spielte sich im

Laufe des Stuckes von einer anfänglichen Besairgenhieit mehr und mehr ffei mck» war :m letzte,: Akte ausgezeichnet. Martha Gers- Me, verwitwete Frau Wiesner recht sympathisch F a 1 k e u wirkte ui bet mcht gevade sehr lohnenden Rolle M SttäUer recht ansprechend und hatte mit Val ly

Schewier Msanrm«r teil an dem erfrischenden Hauch, Mtztt^ AL wehte. Oskar Feigel war als Ädoss SstraNer mehr gemütlicher Bonvivant worauf ihn überhaupt ferne künstlerische Befähigung lstnweist, als der Kauf- Ulchnr, der er doch umnerhüi nebenbei noch zu sein hat. Trotzdem führte er ferne Rolle Mi großer Zufriedenheit durch Wirkung^- voU, wie iinmer hratn es sich um derartige Rollen hmchelt, war ^doll G o l l als Faktvtwn Löffler. Erwähnt seien noch die als chavakteristisch hervortretenden Leistungen von Hans Werth- in arn n als Pedckl und Kurt Lerch als Mrt.

- Spielleitung Hatte Max Wesolowski. Seine Eigenart wird schon rn der gc^en Art der Regieführung kenntlich. Gs bliebe nur xu wünschen daß das Tempo des Stückes nicht allein durch wmrg« brette Anlage der Hanptftgur beschleuwgt würde. Auf leten Fall war es eme Aufführung, die sich auch nach dem tags zwwr genebenen Gafpprel des Neuen Tlwaters Frankfurt wohl sehen lassen konnte irnd der ntan es wünsch kann daß sie in der WdÄ-rhokung besser besucht wird, als in der ErstauMhrimz

.

Jassy, Rumäniens neue Hauptstadt.

- ^ ie Hauptstadt der Moldau, die seit bem Jahre 1859

der MoLau mtt der Walachei, z^Provinz- stadt herabgesulcken war. wrrd nun durch die Katastrophe die über Rumänien heremzickMchen droht, mit einem- Male wieder

mckitärischen mch poetischen Mi^ punkte Nttrmanrens. ^aßniorck" oderYosmarcki" --mit diestm f)eameil b^eichuen Kvonstädter LLkten des 16. Jahrhunderts w!d andere Urkunden du Hauptstadt der Moldau; bis mjme Gagetrd batte damals der stvom der deutschen Kultur gewirkt iVr ^ l8 - Jahrhunderts befanden sich schon zahlreiche derchche-Ansi.ck>^r in Jassy. A.wzte, Gelehrte, Hnwwerk^chch und feit bem Jahre 1803 hat die deutsch-evangelische Gemeinde ^J_^tadt eme eigene Kirche und einen Frvedhof die Fürst

der gründlichsten Kenner Runtäniens, der Bickarester Erzbischof Raymund Netzharnmer, in seinem hervorragenden Werke . Aus Rumrunm, Ltrerfzuge durch das Laiid und seilte Geschichte" das.be: der Verlagsanstalt Benziger & Co. A. G. in Einftedckn erschilm«: ist. D« hügelveiche Stadt nrit ihren 80000 Einwohne^r Ä ^ orientalischen Charakter bewahtt. ist malerisch

fi at h lt 1 ?^ e71 Devge in der Richtung nach dem oSuiJ 1 3 * ^ n . ett Hintergrund. Einen soeiteli herrlichen

^adt nnd Gegend bietet vor allem der Platz vor Regierimgsgebäude, das früher Residenz si?^ ^EwUischien Fursi^n war. sonders lvirckiUigsvoll nefmS hd) vonJner zsoei Kirchen aus, die nickt weit von der Stadt ru

Tnf S K aff,) ,oie F-Amgswerkc b«.

SnSfi 5 ? dieser Kirchen, deren ummauerteli Hof ein masswer Glockenturm zrert, heißt Galata- das andere ebenw nZ ? 3 . ü *§2^JS a a*Ded: ist das Kloster Cetatzuia Festung au^ dem S *% -"Ä keinen Zeichmmg und Gliedenmg sich großartw

aMb Dieses Kloster hat wirklich einmcck den mollLW^sE pm E derfte sich gegen die Ungarn vorschMz^

^ der Micktelpuntt der orthodoxen Kirct-e der Moldau - Stadt hat der MettppvlÜ seinen S^ DA/sttt L religiösen, Bedürfnisse der Stadt geiiügetid gesorgt feüt muß bz* tof Wfyfyeüfieti Kirchtürme im Stadtbilde - es aibt brer nrcht N^niger als 28 Pfarreien der orthvdvx-^mänischeu Lan^^ ^ ist unter den Kitthen die große Metr^Z-

rirche zu itennen, die bo,: vier rnnsn^vn rf c

ift)rnd weit über alle Gebäildo einpormgt^a^^ne^t^^ ftkckich durchaus abendländischen Charakter ?eiert k'onnt- haA

ftrittnifOfarSft inS Stlf^'sZS

lenket werden ,inio :m Mas 1887 die kirchliche Rechts von der Metropolis befindet sich die Reswen-des

»«»'Äaswkt®?

nnymcificlt frnä>. Mc Wcfc, die »Mabett SS nipTr hZn ^^lwldet und svircken ungemein zart ituo edel T»s

tt^^Eck^siüt^m^do^ Klvsterllrche voi: Curtea d'A^s - kfP*' wurde wie diese, aus Veranlas'ftrng und Mff- wir^mg König Karols rn kmiskgerechter Werse restaurirn-t Krrch^ «tthält das Gmb der mi^n ÄlSf

Getatziiia zu erveüken im:ß rnim em Strickchen bergaufwärts steigen. Durch eineir gewaltiaeu bWen uber dem ein rresiges Wappen «, gLngt L Ä Geviert emes geraunvgon Hofes. So seüensioert di/ verrl«kn !»tilcheii Saales und dic vorn>-Imie Ar»j<-^>-' 5 5^ mäj segl-derte» Kirche ist. so fesselnd ist der Blick n > L' bicman ivm ju ,einen §üs;en l«t, namntt C '"

b,c M^chacken iveiü« SJkÄet bie»S! S&tmc mti) Zmucn euiat imdergr-Ll^hea Lchchcml i J i