rtre« JWifeiro*«, b«chk den Kr« «mn D-r «e Brmv-
ja Jcflltcn tuwc bet der Fahrt an den Abhängen der Grünberger Vohe em Unglück rmvermewlich gewesen.
^. o- ^ E e '"buch, ' 20 . Dez. Schlitze Ludwig B a l s e r, jüngerer ^ohn des -andwtrtS Johannes Balser I. dahier, in einer Vlafchinen- gewehr-Kompagnie au der Westfront stehend, erhielt für mutvolles verhalten vor dem Feinde die Hessische Tapsorleitsmedaille.
Kreis Lauterbach.
M, Lantervach, SO Dez. Sechs Hunderts ünfz ig -ür u r st e zu Jt 1 Psund spendete bte Stadt Lauterbach ihren Feld- grauen als Weihnachtsgeschenk. Es ist dies ein Zeichen, daß die Borstentiere trotz vielen Absterbens an Rotlauf im Bogelsbcrg nock> genügend zur Verfügung stehen, denn sämtliches zu den Wursten benolntte 6 'lnsch konnte ohne Anrechnung auf die hiesige JcTKiIrmms n “ne Fleilchlorte abgegeben werden. Bei der Spende Junten natürlich nur diejenigen Krieger bedacht werden, deren Adresse nach vorheriger Bekanntmachung auf der Bürgermeisterei durch dre Angehörigen angegeben wurde.
Kreis Friedberg.
. ' 0' L 'j. c ^ i !' r Ö '20. Dez. Im sehr gut besetzten Festsaal
der Augustine" ckncke hielt am letzten Donnerstag, dm 14. De- Or.O.Drehl den ersten Vertrag ab. den der Bolks btft u 1106 herein m diesem Winter veranstaltete. Pros. Diehl hatte sich tu' Ausgabe gestellt, in den schweren Tagen unserer Gegenwart uns einen Einblick zu geben in Kriegsnöte imd Kriegssorgen früherer -vage mch er hat diese Aufgabe bei seiner vollen Beherrschlmg ,des Sto^s glänzend gelöst. Er führte uns hinein rn die Note, di? dre Stadt Friedberg in den Zeiten des dreißigjährigen Krieges zu bestehen hatte, Und zeigte mrs, wie inan damals sich zu Helsen suchte. Da der Vortragende vielfach die Ausführungen eines Zeitgenossen, des wackeren Friedberger Predigers Hartrmmn Coeidius zu seinen Zuhörern sprechen ließ, wurde die Zeit in all ihren menschlichen Bedrängnissen und Kümmernissen ikmmttelbar lebendig, wie es denn der Vortragende in seiner packenden, volkstümlichen Redeweise ausgezeichnet verstand, uns dieses Stück Vergangenheit der Stadt Friedberg Und der Wetterau mitfühlend erfassen zu lassen, so daß sogar die toten Zahlen zu lebendiger Anschaumrg, erwuchsen. Der Vortvag klang in das Bekenntnis aus, daß wir auch heute noch aus dieser Zeit lernen könnten für unser Verhältnis Zu den gegenwärtigen Zeitlänfen, und entließ doch »vohl jeden mit dem Bewußtsein, daß die Einschränkungen. die die jetzige Kriegs zeit uns auserlegt, gemessen an dem Leid jener Tage des 17. Jahrhunderts, noch immer rocht erträglich erscheinen dürsen. Lebhafter Beifall der zahlreich Erschienenen dankte den belehrenden, fesselnden Asusführungen des Redners.
Q. Bad-Navheim, 20. Dez. Die staatlichen Badehäuser 'und die Badekasse bleiben an den Weihnachtsfeiertagen und am Neujahrstag geschlossen. Das Kurhaus bleibt an diesen Tagen wie an anderen Lagen in allen Teilen geöffnet und finden täglich zwei Konzerte der Kurkapelle statt. — Für die in Bad-Nauheim l^esindlichen Verwundeten veranstaltet das Rote Kreuz gemeinsam mit der Großh. Bade- und Kurverwaltung am Samstag, den 23. Dezember im großen Saale des Konzerthanses eine Weihnachtsfeier mit Konzert und Bescherung.
Krris Wetzlar.
ra. Wetzlar, 20. Dez. Vom Marktausschuß sind für daS Jahr 1918 folgende Daten festgesetzt und wurden zur Beschlußfassung einpfohlen: 6 . Januar (Biehmarkt), 27. Februar (Kram- und Diehmarkt). 6 . März (Viehmarkt), 80. März (Kram- und Vieh- markt), 17. Avril (Viehmarkt), 1. Mai, 12. Juni, 31 Juli, 21 . August, 16. September, 16. Oktober jemals Kram- und Viehmarkt, 18. Dezember (Krammarkt). Mit der Festsetzung der Märkte waren die Stadtverordneten einverstanden.
».Krofdorf, 20. Dez Die Gerichtstage für Krofdorf werden im Geschäftsjahr 1917 abgehalten am 5. Februar, 2. April, 4. Juni, 2. Juli, 17. September. 5. November und 3. Dezember.
ra. 21 u § dem Hohenfo lmser Land, 20. Dez. T ie Nachfrage nach D i e n st p e r f o n a l ist fortgesetzt sehr rege. Früher galt der dritte Weihnachtstaq als Wandertag, jetzt werden aber Knechte und Mägde auch für spätere Termine <1. Februar oder 1. März) gedingt. Ihr Lohn ist gegen früher nicht selten auf daS Doppelte gestiegen.
d. Aus dem Kreise Wetzlar, 18. Dez. Die bisher von den Landwirten des Kreises znr Ablieferung gekommenen Buttermerlgen reichen hei weitem nicht aus, um die ffrr die Verteilung an die Bersorgungsberechtigten in Aussicht genommene Wochenkopfmenge zur Verteilung zu bringen. Um eine bessere Fettversorgung der Versorgungsberech- ttgten zu ermöglichen, hat der Vorsitzende des Krtzisausschusses die aus den Kops der Selbstversorger wöchentlich entfallende Menge Speisefett auf 125 Gramm festgesetzt. — Vom Rheinischen Viehhandelsverband ist dem Kdmmunalverbande eine gewiße Menge Speck überwiesen worden. Der Speck ist den einzelnen Bürgermeistereien zum Weiterverkauf an die Kjreiserngesessenen und zwar in erster Linie an die unbemittelte Bevölkerung, die nicht hausgeschlachtet hat oder hausschlachten kann, abgegeben worden. Die stlbgabe erfolgt ohne Fleischkarten. Der Preis beträgt 3,35 Mk. für das Pfund.
Hessen-Nassau.
— Fra nkfvrt a. Mi., 20. Dez. Aus der Kreuzung der Mainzer Landstraße nrit der Franksurt-Limburger-Eisenbahn wurden heute vormittag die auf dem Bahnkörper arbeitenden Steinsetzer Assion und Müller von dem Limburger Personenzug überfahren und auf der Stelle getötet.
s> Aus dem Kreise Marburg, 19. Dez. Aus Anregung des kürzlich hier gegründeten Vaterländischen Hilfsausschusses »will der Unterverband der Raiffeisen-Bererne in allen Landvrten eine rege Tätigkeit zur ErnsaMmlnng von Lebensmitteln aller Art ^vecks Versendung an die Munitionsarbeiter in die Wege leiten. Gelegentlich von zu veranstaltenden Familienabenden und Versammlungen in den Dörfern soll auf die hohe Bedeutung Idieser Fürsorge ffrr unsere Munitionsarbeiter, die in der Lage bleiben müßten, für unsere Kämpfer draußen die Waffen zu kiefern, hingewiesen werden. Jv der letzten Unterverbandsversammlung fdeü Raiffeisen-Vereine, in der diese Angelegenheit besprochen wurde, verfehlte man auch nicht, daraus hinznweisen, wie schimpflich es fei. wenn die Landleule aus die hohen 2ln geböte der Aufkäufer in® Hamster ein gingen und die Lebensmittel dann dabin kämen, wo sie nicht lytn sollten.
g. Eschwege a d. Werra, 19. (De ; Die Stadtverordneten stimmten dem Ortsstatut über die Einrichtung einer städtischen Müllabfuhr an st alt und der Gebüt renordnung zu. Die Gebühren werden nach dem Mietzins der Häuser berechnet. In der Sitzung Jam die üble Lage der Stadt hinsichtlich der Butterversvr- gung tzu.r Sprache. Der Kreis labe statt der nötigen 18 Zentner nur rpnd 11/2 Zentner wöchentlich geliefert. Für Weihnachtspakete an unsere Feldgrauen bewilligten die Stadtverordneten 500 Mark. Die Polizeistunde in unserer Stadt ist auf 10 Uhr abends festgesetzt worden.
X Fulda, 18. Dez. In den Städten Fulda, Marburg. Hanau und Kassel ist die P 0 l i z e i ft u n d e für Wirtschaften und Eafts aus 11 Uhr abends festgesetzt worden.
Vermischte-.
Schlagwkttcrcntzündung.
Berlin, 19. Dez. Aus München wird gemeldet, daß sich in der Penzberg er Grube bei der Einfahrt der Morgenschicht eine heftige Schlagwetterentjündung ereignete, wobei 35 Berg - leute zum Teil so schwer verletzt wurden, daß an ihrem Aufkommen gezweiselt wird.
Zum Tode verurteilt.
Schweidnitz, 19. Dez. Das Kriegsgericht verurteilte gestern den Landsturmmann Kraft aus Scbwerduitz, der am 4. November in Bögendorf, Kr. Schweidnitz, die Wirtschafterin Unversicht erstach, zum Tode, und wegen verschiedener anderer Delikte, wie Einbruchs- diebstahl, zu 15 Jahren Zuchthaus und lebenslänglichem Ehrverlust. Bon einer Lawine überrascht^
Kempten, 18.Dez. (WTB Nichtamtlich.) In den Obers- dorser Bergen ereignete sich gestern vormittag ein schrveres B e r g ll n g l ü ck. Fünf Soldaten machlen einen Ausflug aui die Sonuenköpse und wurden dort von einer Lawine überrascht. Drei von ihnen wurden in die Tiefe gerissen. Aufgebotenes Militär schaufelte die Verunglückten heraus, von denen bereits zwei tot waren.
*
* Krefeld. 19. Dez. (WTB. AmUich.) Auf den: Bahnhof Krefeld-Linn ereign-ete sich am 18. d. Mts. gegen 6 Ulm 'abends ein größerer Eisenbahnunsall. In einer in. einem Neben geleis fahrenden Nangierabteillmg entgleiste ein leerer Güterwagen, der in die Trahtleitungen der Weichen nnd Signale geriet. Dadurch wurde ein Einfahrtssignal ohne Mitwirkung des Beamten mrs Fahrt gezogen nnd eine Weiche nmgelegt. Der im selben Augenblick von Uerdingen kommende Güterzug 6274 fuhr ans dieses Signal hin in ein falsches Geleise ein imd stieß aus den in diesem Geleis Mtenden Güterzug 6311. Durch den heftigen Zusammenprall wurde ein Zugff'lhrer getötet, zwei Zug bedien st ei schwer und mehrere leicht verletzt. Außerdem entgleiste eine Anzahl Wagen nnd wurden beschädigt. Der Sachsck>aden ist verhältnismäßig gering. Eisenbahnbedienstete kommen für die Schuldsrage nicht in Betracht. Der Güterzugbetrieb wurde für einige Stunden gestört.
*Der Aufschneider. Im Hasen vo'n Saloniki, so erzählt ein französisches Blatt, unterhalten sich ein alter Grieche und ein französischer Soldat mit historischen Betrachtungen, wobei jeder bemüht ist, die Bedeutung seines Landes besonders herauszm streichen. „Mein Land," erklärt der eine, „war stets das erste in der Welt, nicht nur in der Kunst und der Literatur, sondern auch in der Wisseuschast. Im Verlause von Ausgrabungen jahrhundertealter Ueberreste fand man in einer Tiefe von 15 m zwei Pfosten, die durch einen Kupferdraht verbunden waren. Dies beweist, das; schon unsere Vorfahren den Telegraphen erfunden hatten.' Der andere schweigt einen Augenblick vor dieser verblüffenden Logik, saßt sich aber dann lind erwidert - „Das ist sehr schön, 'wirklich, aber auch bei nnS hat man historische Ausgrabungen veranstaltet. Man hat 35 m lies gegraben und nichts gefunden.. / „Ab. ab," triumphicn der erste; doch der zweite fällt ein: „Ja, man hak nichts ge den - >vas einwandfrei beweist, daß unsere Vorfahren bereits d- drahtlose Telearaphie verwendeten.'
Arbeiterbewegung.
Sem, 19. Dez. (WTB.) Der „TempS" meldet aus Madrid: Em G en era l streik vom 24 Stunden, der für ganz Spanien als Protest gegen die Lebensmittelteuermrg angekündigt war, hat am Montag statt gefunden. Fabriken, Läden und eine gewisse Anzahl Bureaus bliebert geschlossen. Die Zeitungen erschienen nicht. Die Behörden ttafen umfassende Sicherheitsmaßnahmen. Die Gefahr eines Eisenbahnerstreiks scheint beigelegt zu sein. Der Warenverkehr wird nicht unterbrochen. Ministerpräsident Romanones und der Minister des Innern Jimenez erklärten, daß der Streik nach ihrer Ansicht unberechtigt sei, da die Regierung für die Ernährung und die Hygiene des Lcaides alles getan habe, um eine Krise für die Arbeiterschaft unmöglich zu machen.
Universrtäts.Nackrrchten.
ha. Marburg, 19. Dez. In der medizinischen Fakultät der hiesigen Universität habilitiert sich am 21. Dezember Tr. A. Ruete mit einer Antrittsvorlesung ..Ueber die Licht- imd Röntgenbehandlung in der Dermatologie".
Letzte Aachnchten.
Die Lage in Rumänien.
LNgano, 20. Dez. „Csrriere della Sera" berichtet aus Paris: Die Nachrichten über die Lage in Rumänien lassen diese als h-offnungsvoller erscheinen. Die Befürchtmig, daß das rumänische Heer in der unteren Walachei abgeschnitten werden könnte, scheint grundlos geworden z-u sein, ebenso wie die Befürchttmg, daß Rimnicul, Galatz rmd Reni bedroht seien. Nach dem „Petit Parisien" ist es dem rumänischen Heere gelungen, sich hinter der Serethlinie in Sicherheit fern bringen. Es wird jetzt von den Russni in der Umgebung von Jchsy und in Bessarabien neu organisiert. Seit seinem gescksickten Manöver hat BruffÜow die Ibumänen durch russische Truppen ersetzt. Das von General Averescu befehligte rumänische Korps hält die vordersten Linien
zwischen RmmicNl und dem .TvoKis besetzt. Die Lttue wrt Rimnicul bis zum Schwarzen Meere nnrd von den Russen gehalten. Eine wette sbarle Linie läuft Wetter hinten längs de; Sereth.
Lloyd George und der Friede.
Berlin, 20. Dez. Der „Berl. Lokalanz." schreibt: Bisher liegt von Lloyd Georges l.Mde nicht mehr als dieser kurze, von Reuter bearbeitete Auszug vor. Eine eingehende Erörterung seiner Antwort auf die deutschen Friedensvorschlage wird erst möglich sein, wenn der ganze Wortlaut seiner Erklärungen bekannt sein wird. Gibt der Reutersche Auszug den Sinn nnd Inhalt von Lloyd Gevr ges Rede richtig wieder, dann ist wohl schon jetzt zu sagen, daß der englische Premierminister die Frage, cm der das Glück und Leben von Mttlionen hängt, wiederum in seiner mit Brutalität gemischten Rede abzutun versuch" hat. Die Phrase von der Genugtuung ist vollständig wertlos, von Bedingungen des Friedens überhaupt iwch nicht die Mde in. Und wenn Lloyd George die entscheidende Antwort ans die Zett vertröstet, da es den Alliierten gelungen sein wird, den preußischen Militarismus, das heißt die deutsckien Armeen und die seiner Verbündeten mcderznringen, so weiß ganz Enrop<r ebensogut wie Lloyd George selW, und wie »vir alle, das; dies die Ankündigung eines ewigen Krieges bedeuten würde — roemt es nicht in der Macht der deutschen Kriegführung läge, früher ein Ende zu erzsvingen, als Lloyd George annehmen möchte.
Amerika und der Friede.
Washington, £0. Dez. Präsident Wilson Hot die Besprechungen mit Zeitungsleuten, oie im letzten. Jahre cin^e- stellt imrrden, wieder ausgenvmnren. Der Grund der Wieder- aufnQhme »var, daß er alle Aufklärungen über die Friedenstrugle. selbst geben wolle, irm so Heimlichkeiten und falsche Auslegungen zu verhindern. In der heutigen Unterredung zeigte sich Wilsons bereit, den Frieden herbeizuffihren, aber er glaubte, daß vorzeitige Raffchläge dem Frieden eher schaden als nützen ivurden,
Haag, 20. Dez. Die „Times" berichten aus Newvvrk: Der ehemÄige Präsident Taft antrvortete ans eine Frage über sein Urteil Au dem deutschen FriedensangelVt: Es gibt eine Menge Anlässe, weswegen ich gl-aube, daß der Friede noch in weiter Ferne liegt. Die Errichtung oes Königreichs Bolen ist eines der schnnerigsten Probleme, dann kommt die Stcllimg von Belgierr und Serbien. Die größten Schwierigkeiten auf dein Wege zum Frieden sind aber im Asugenblick Teuffchlands Forderungen, die, ivie ich glaube, von den Ententemächten nicht in Erwägung gchogen »verden.
Die neuen Forderungen an Griechenland.
G e n f, 20. Dez. Nach der Pariser Presse wird die dem Athener Kabinett zu überreichende neue Vierverbandsnote als Genugtuung für die Athener Vorgänge vom 1. Dezember fordern: 1. Abgabe von Artilleriesalven zu Ehren der Flaggen der Alliierten, 2. Wste-- derherstcllung der verschiedenen Konttollinstanzen der Alltterten, 3. EntschcLigung für die tOpser, 4. Amnestie ftir die gesangeri genommenen oder geflüchteten Venizelistem Die Blockade soll so lange ausrecht erhalteri werden, bis die Alliierten b>ezüglich aller PunRe! Genugtuung erhalten haben. Am vergangenen Freitag drohte der s'ldmiral durch Maueranschlag im Piräus das Bombardement von ?lthen au. Die Athener Regierung legte dagegen bei den Entente-- gesandten Protest ein. Sie protestierte weiter gegen die Besetzung Syras und die Verhaftung der Kvrrsnln der Mittelmächte durch Ententctruppen.
Paris ohne Heizung.
Gens. 20. Dez. Wie dos „Echo de Paris" nreldet, sind in Paris Tauseude von Haushaltungen, selbst reicher Leute, ohne Heizung. In Hunderten von Gebäuden ist die Zentralheizung abgestellt. Die Fahl dieser Gebäude, deren Mieter ohne eigene Vorräte sind, da die Heizung gewöhnlich vom Hauseigentilmer besorgt wird, nimirtt von Tag zu Tag zu. Nach dem Gutachten von Fachleuten wttd sich diese Lage nicht verbessern, sondern im Gegenteil vom 1. J.anua-«' 1917 ab noch verschlimmern.
Ein französischer Flieger abgestürzl.
Genf, 20. Dez. Betrübnis erregt in Paris der Tod des bekannten Fliegerhauptmanns Beauchamps, der, von einem deutschen Flieger ins Herz getroffen, in der Nahe von Douaumont über der sranzösisck>en Linie zum Absturz kam. Der Kampf war überaus aufregend.
Prüfungskommission für KricgstteferungsvertrSge.
Berlin, 19. Detz. (WTB. Nichtamtlich.) Die im Verfolg ; eines Reichstagsbeschlusies vom Reichstanzler berufene Kvinmissia-u ^ zur Prüfung der Berttäge über Kriegslicfernngen ist heute zu ihrer ersten Sitzung im Reichstagsgebäude zusammen getreten. Als Vorsitzender der Kommission wies Staatssekretär Dr. .Helfferich! auf die nngewölmlich großen Aufgaben der Kommisschi hin, die Verträge über Kwiegslieferiulgen im Werte von vielen Milliarden! Mark zu prüfen haben werde, eine Aufgabe, wie sie in der Welt nock« nicht zu bewältigen war. Diese ^Ausgabe sei zu bewältigen^ schon um unserem Volke das Vertrauen zu erhalten, daß in diesen Geschäften alles mit recksten Dingen zugehe, daß nach vernünftigen; Grundsätzen verfahren werde, daß die Personen, die so gewaltige Geschäfte zu bearbeiten hätten^ dem alten Ru» der deutscher Beamtenschaft Ehre machten, dap mit den Mesensnmmen sparsam umgegangen werde, daß eine gewissenhafte Kontrolle da sei und daß imvermeidliche Fehlgriffe ihre Remedur fänden. Die laufenden, Dienstgeschäfte dürften nicht durch zu große Belastung der ohnehin mit ihren Kräften aufs äußerste angespatmten Beamten und Offiziere mit Arbeiten der .Kommission benachteiligt »verden. Tie unmittelbaren Erfordernisse des Krieges müßten allem anderen Vorgehen. Während des Krieges »werde eine Einzelprüfung der Lieferimgsverttäge nicht »nöglich sein, vielleicht könnten Stichproben, gemach!» »verden. 9tach einer Aussprache einigte sich die Kommission dahin, daß in der nächsten Sitzung zunächst seitens der einzelnen, Verwaltungen die nraßgebenden Grundsätze für den Abschluß von Lieferimgsoerttägcn' mündlich, und an der Hand sck>riftlicher Unterlagen mitgeteilt werden sollten, ferner daß Einzelsülle, die ixt der Oeffentlichkeit zu Bedenken und Bennruhigiung Anlaß gäben- sch.riftlich von den Kommissionsmilgliedern dem Vorsitzenden mitzuteilen seien, der sie de»i zuständigen Dienststellen zur Prüfung uud Feststellimg des Sachverhalts zuleiten und sie allsvann der Kommission zur Beratrmg vorlegen werde.
Tie nächste Sitzung »vttd am 9. Januar 1917 stattftndeu.
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