intereftotttcn Könnens abzulegen. Eine Derkchwg', bei der sehr schon« Gegenstände zur Verfügung standen, bildete den Schluß der Feier^ die die Gesellschaft mfieder in den Stand getsetzt hat, ihre un Felde stehenden Kunitgenossen mit den so hoch willkommenen Liebesgaben zu versehen.
** D i e b st a h l^ Heute vormittag gegen 10 Uhr wurde aus cuicin Hausflur im Seltersweg, dahier, eine Kiste mit Cailler- r ’n C ol fl n C ' bestehend aus Tafeln und Rollen, gezeichnet F. L. k- ri ö cm^ Gießen, im Werte von 170 Mark entwendet. Sach- dienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen.
Die Versorgung der großen Städte mit Wild läßt bekanntlich noch viel zu wünschen übrig. Um diesem Miwtand abzuliclfen und den Ueverfchuß einzelner Provinzen an WiUr den Verbrauchern in den Städten znzusühren, haben zwischen tem „A llge meinen de lt tf d>en I a gd sch utzver»ein" und dxm „Deuts ch e n Wild- und G e f l n g e 1 h ä n d l e r v c r - band" Beratungen stattgesunden, die zu dem Schluß kommen, dan die Zuführung größerer Wildmengen nur dann zu ermöglichen isü wenn das Wild vpn den .JagdInhabern lediglich durchs den Wild Handel unter Ausschaltung von Zwischeu- stellen >— wie Verkaussvermittlern — dem Verbraucher zuge- fül)rt wird. Ter Ve r 1au f an den W,i ldhan del direkt muß gegenwärtig als der bessere Weg bezeichnet werden; die kommissionsweise Ueberlassung an Vermittler ist mit überflüssigen und zudem sehr erl^eblichen Nebenkosten belastet. Im Einverständnis mit dem K r i e g s e r n ä hr u n g s a m t in Berlin ist nunmehr eine „R c i ch s g e s e l l s ch a f t zur Wildversorgung dev Städte" begründet worden, die Hand in,!ö<cmi> mit dem ^Allgemeinen Deutschen Jaghschutzverein" arbeitet. Dieser Verein übersendet ans Wunsch an seine Mitglieder eine Liste von vertrauens- lvüvdigen, kreditfähigen Wildhändlern, die Mitglieder der genannten Gesellschaft sind und denen der deutsche Jäger sein Wild unmittelbar mit voller Sicherheit verlaufen kann. Diese .Händler toben sich verpflichtet — bei sachgemäßer Auflieferung des Wildes aus der nächsten Bahnstation — das gesamte Risiko, einschließlich Fracht und Spesen^ von diesen: Zeitpunkt an zu übernehmen und weiter die festgesetzten Höchstpreise einzuhalten. Die Bezahlung an die Jäger li>at zu einheitlichen Stuck- biezw. Gewichtpreisen ohne Unterschied von Größe und Alter innerl>alb längstens einer Woche zu erfolgen. Tie näheren Bedingungen können von der Reichsgesellschaft zur Wildversorgung der Städte G. m. b.H. Berlin, Schi ssba verdamm 19" bezogen werden.
** I n dem heutigen K re i s b l a t t ist das Gesetz über den v a t e r l ä n d i s ch c u Hilfsdienst und eine A u f - forderung des Kriegsamtsznr freiwillige!: Meldung z u in vaterländischen H il ss d i en st enthalten, aus die wir auch an dieser Stelle besonders Hinweisen.
Landkreis Gießen.
^ •• Annerod, 18. Dez. Der Lehrer Wilhelm Schäler,
Ossiztersaspirant in: Jns.-Rgt. 221, wurde zun: Leutnant beiördert.
z. Crainfeld, 19. Dez. Auch aus unserer Gemeinde hat der Krieg schon, loie in -der Nachbargemenrde Grebenhain und Bermutshain, manche Opfer gefordert. Den Heldentod fürs 'Vaterland starben Wilhelm F ö I s i n g, Johannes Werner Sebastian Zi mm ermann, Johannes Rn hl Karl Ganst, Konrad Mehring, Karl Löffler, Emil Löffler, Leopold Sommer. In französischer Gefangenschaft befinden sich Karl Flach, Moses Sommer, Heinrich R ä u be r, Heinrich M ö l - ler ist ebenfalls in französischer Gefangenschaft; in russischer tvesangcnschaft Jarl Rahn. Ausgezeichnet mit dem ciscrned. Kreuz zweiter Klasse wurde» ^Karl Jockel, Karl Räuber, Heinrich G ö tz. Mit der Hess. Tapserkeitsmedaille Rudolf M ö l - ler, Andreas Oechter, Konrad Rehbergcr, Wilhelm Hof mann.
# Langsdorf, 18. Tez. Das Eiserne Kreuz erhielt der Leutnant d. R. Karl Roth, Turnlehrer in Worms.
:: Lich, 18. Dez. Gestern nachmittag 4 Uhr veranstaltete der hiesige Kriegerverein eine Lichtbilder Vorführung. Redner ivar Lehrer Jakob zu Ober-Bessingen. Tie zur Beringung gestellte Turnhalle ir»ar bis zum letzten Platze besetzt. Auch die .Hohe Standes- h-errschaft war zahlreich erschienen. Aus der Bürgerschaft hätte der Besuch ein besserer sein können, zumal der Vorttag frei war, auch dem Redner von Seiten der Veranstalter eine Bezahlung iricht zu leisten war. Trotzdem konnten nacli Abzug der Unkosten für Heizung, Beleuchtung der Apparate usw. noch nalie an 40 Mk. freiwilliger Gaben der örtlichen Kriegsfürsorge überwiesen werden. Die Bilder, die vom Kgl. Kriegsministerium zur Verfügung gestellt sind und Aufnahmen des Großen Generalstabes zeigen, machten, wie überall, einen mächtigen Eindruck auf Zuschauer und.Hörer.
** Lollar, 19. Dez. Stud. theol.»Karl Da ab, im Feld- Artillerie-Regiment Nr. 205, wurde im November zum Vize- Wachttneistsr und jetzt zum Offizier-Stellvertreter. befördert.
ch Mainzlar, 19. Tez. Eine E in b rech er b a nde von 4 abgefeimten Spitzbuben hat hier verschiedene Einbrüch>e in ver eangener Woche verüb:, wobei ihr Eier, K'artoffeln, Hühner, Strüinpfe :md Kleidungsstücke in die Finger sielen. In zwei Fällen ivurden sie bei ihren: Handwerk gestört, weil die Besitzer durch das Feilen an den Türschlössern erwachten. Einer bedürftigen Frau, deren Mann im Felde ist, stahlen die Gauner 8 Paar Strümpfe, 1 Paar Unterhose:: und 4 Hühner. Trotz Verfolgung konnte man ihrer nicht habhaft werden.
•* Muschenheim, 19. Dez. Dem Schützen Wilhelm Müller, Sohn des Zohs. Müller L, im Res.-Jnf.-Rgt. Nr. 80, 3. Maschinengewehr-Komp., wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.
** Watzenborn, 18. Dez. Der Schreinermeffter I. G. P i ly von hier, bei einer Minenwerser-Kompagnie im Westen, erhieli vor einiger Zeit die Hessische TapferkettSmedaille, in den 5iä>npien an der Somme das Eiserne Kreuz 2. Klasse und wurde am Io. Tez. jutn Unteroffizier beiördert.
Wieseck, 18. Dez. Zum Leutnant befördert wurde der Lehrer D e rn.
Kreis Büdingen.
# ©übin fl eit, 18. Dez. Tie hessische Tapserkeitsn:eda:lle erhielt Kanonier Gläser. — Zum Leutnant befördert wurde der Fähnrich Schäfer im Inf -Rgt. 99.
Büdingen, 16. Dezember. Im „Fürstenhof" ttat der Kreistag des Kreises BüdftMM unter dem Vorsitz des Geh. Re gieruugsrats Boeckmann (Bi'idingen) zu seiner diesjährigen .Herbsttagung zusam:nen. Vor Beginn der Verhandllmgen ermahnte der Vottitzende zu größter Sparsamkeit im Gebrauch nlft allen Lebensmitteln und zu weitgehender Abgabe aller überschüssigen Vorräte an die notleidenden Städte. Den Kreis-- straßenwärtern bewilligte man rückwirkend vom 1. Dezember 1916 ab eine Teuerungszulage von 70 Mark. Zu Kreisausschußmit - gliedern wählte man Birken st o ck-Ranstadt, C l oo s-Ridda und H a h n-Büdingm, zu Provinzial-Landtagsabgeordneten Cloos- Nidda und R a b e n a u-Büdingen. Ferner fanden noch Wähle:: zu den verschiedensten Ausschüssen statt. Dem Am: t s v e r k ü n d u n g s- blatt ivurde mit Wirkung vom 1. August 1914 ab die bisherige Pauschalsumme von 200 Mark jährlich aus 600 Mark erhöht Die Summe wurde unter Vorbehalt bewilligt, da sich der Kreistag aus den Rechtsstandpnnkt stellt, daß hie Honvrieimng der kriegswirtschaftlichen Bekmrntnmclmngeu nicht Sache des Kweft'es, sondern des Staates ist. — Für U n t e r st ü tz u n g e n an Kriegerfamilien usw. ivurden bisher 2180000 Mark verausgabt. ^.ie nwnatlicher: Aniwendüngen betragen zurzeit 96 000 Mark Reichs- gelber und !4 000 Kreiszuschüsse. Insgesamt warm Ende Oktober 9619 Fmnilien zu unterstützen. An Wochenhilfen wurden m 197 Füllen 18 276 Mark bezahlt. — Der Kreis-Kommunal- verband lieferte 1915 cm Stroh 140 Waggons, an Hafer 2075 Donnen, an Heu 987,8 Tonnen und erübrigte hrerbe: etwa 1004H Mark. Ferner lvnrde durch den Verkauf von Mehl. Schrot, ltzrieß. Weizen mm Hoggen im letzten Jabr bei einem Gcsmntt Umsatz von 899 442,55 Mark ein Reinüberschoß von 16 555 Mark erzielt. '
Kreis Alsfeld.
ie. Nieder-O hn:cit, 17. Tez. Dem NLuKkeller .Heftirich Hosmann, Sohn de:' Witwe Mth. Hoftnann, der mit dem Res.-Jns.-Regt Nr. 254 ausrückte und im März 1915 durch Knieschuß bei Praßnitz schwer verwundet wi:rde, tmirde das Eiserne
Kreuz 2. Kl. verliehen. Hofnrann hat ein steifes Knie davonge- tragen und wurde vor kurzem endgültig entlassen. — Dieselbe Auszeichnung erhielt der Sckfütze Wilhelm Schmidt der 3. Ma- schincn-Gew.-Komp. des Leibgarde-Regts. Nr. 115. Schmidt wurde am 21. Septeinber d. Js. am linken Unterschenkel verwundet und liegt zurzeit in einem Lazarett in Kirchirode bei Hannover. —» Infolge der Mobilmachung wurde:: aus unserem etwa 12.50 Einwohner zählenden Torfe bis zum 15. Dez. d. Js. ungefähr 250 Mann unter die Fahnen gerufen. Bon diesen stehen bis heute noch ellva 465 Mann im Dienst. Etiva 35 Berleute wurden reklamiert. Diese sind im nahen Eisensteinbergwerk „Grube Hedwig" beschäftigt. Den .Heldentod fürs Vaterland starben bis jetzt 18 Mann; vermißt sind 5, in russischer Gefangenschaft befinden sich 2 und verwundet wurde:: etwa 45 Leute. — Bis jetzt wurde:: 45 Auszeichnungen an Nieder -Ohmener Krieger verliel-en. Darunter befinden sich 25 Eiserne Kreuze 2. Kl7, 19 Hessische Tapferleits- Medaillen und 1 Oesterreichische Tapferkeitsmedaille. Das Eiserne Kreuz 2. Kl. m:d die Hessische Tapferkeitsmedaille besitzen 10 Feldgraue.
ic. Niedcr-Ohmen, 17. Dez. Ter Lehrer Bernhardt im nahen Bernsseld, der in einem Garde-Regt. in: Westen kämpfte, starb in einem Feldlazarett den Ehrentod fürs Vaterland. Bernhardt war schwer nervenleidend und hoffte, bmfb nach Deutschland zurückgebvacht zu werden.
ic. N i e d e r -- O h m e n , 19. Dez. Gendarmeriewachtmeister R ö t h von hier, der seit der Pmsionierung des früheren Sta- tionssührers den Dienst der hiesigen Station ganz allein versieht, wurde ivegen hervorragender Verdienste aus dem Gebiete der Kriegsfürso^'ge vom Großherzog das Kriegsehrenzeichen verliehen. Kreis Lauterbach.
z. Ber m:: t h s b ain , 19. Tez Heinrich O e ch l e r , Sohn des Karl Oechler, welcher de: einer Aiaschiilenfleivehr-Abtellnng stand, wird seit der Sommeschlacht im Oktover vermißt.
'fftz Heisters, 18. Dez Zum Leutnant befördert wurde der hiesige Letzter Wilhelm Raben« n.
rr. S ch l i tz , 19. Dez. Vorgestern abend fand im hiesigen Lazarett die diesjährige Weihnachtsfeier statt. In dem mit Tannenzweigen prächttg geschmückten und von einem mächtigen Weihnachtsbaun: erleuchteten Saale fanden sich die 15 Pfleglinge des Lazaretts, sowie die vom Militär entlassenen 10 Invaliden unseres Städtchens ein. Es nahmen außer dem Lazarelworstand an der Feier teil Gräfin Wilhelm und Gräfin Elisabeth von Schlitz^und sonstige geladene Gäste. Nach gemeinsamem Gesang von „Stille Nacht" hielt Stadtpfarrer B o eck n e r die Ansprache im 'Anschluß an das Weihnachtsevangelium. Sodann stimmten die Helferinnen des Lazaretts den melirstimmigen Chor an; „Herbei o Ihr Gläubigen". Gedichtvorttäge und Wechselgesang schlossen sich an. Es folgte die Bescherung siir die Pfleglinge nach Invaliden, die dank der Gebefrcudigkeit des gräflichen Hanfes und der Bürgerschaft außerordentlich reich ausftel. Dem Dank gab Geh. Justizrat Wahl Ausdruck. Ter gen:ütliche Teil, der durch Vorträge einer eigenen Hauskapelle wesenllich verschönt wurde, hielt die Aruveseuden noch lange zusammen.
Kreis Schotten.
fftz Rudingshain, 18. Tez. Ten Heldeittod starb iin Westen der Landstnrmmann Karl Fischer im Jni-Rgt. 115.
up. Aus dem V v g e l s b e r g , 15. Tez. Im Interesse der Volkswohlfahrt bat durch, den Weltkrieg manch alter Gebrauch und manch gewohnte Sitte eine Abänderung ersalwen oder ist gar eingestellt,, bis der Frieden wieder andere Zeiten schafft. So war es ein altes Herkommen, daß bei den Hausschlachtungen die Kinder von Befteundeten und Nachbarn zun: Quellfleisch oder der Quellsuppe geladen wurden und auch kamen. Vor noch nicht einem Vi-enschenalter kamen auch diese Kinder neben den Erwachsenen zur Wurstsuppe an: Abend des Schlachttages. Diese Wurstsuppenein- ladimgen waren aber schon vor dem Weltkrieg erngegangen, iveil man mit der Zeit materieller und prattisck)er geworden mar. In der gegenivärtigen Zeit ist der Umfang des Schlachtens beschränkt, die FleisckMenge wird gewogen und in Anrechnung auf die Fleischkarten gebracht. Ta verbietet es sich ganz von selbst, daß man Verzicht leistet ans ein Dutzend oder noch mehr „Quellfteischesser" und den damit nicht willkommenen Umständen.
Kreis Friedberg.
Friedberg, 18. Dez. Das Eiserne Kreuz erhielt der Reallehrer K l e e.
:: Pohl-Göns. 18. Tez. Nach an: Samstag eingetroffener Nachricht starb den Tod für das Vaterland vor Verdun der Land- fturtnmann Konrad Steiger IL, der Krankenträger in einem Infanterie-Regiment war. Er ist der Nennte ans unserer Ge- mellide, der ben Heldentod erleiden mußte, neben drei Vermißten, deren Schicksal unbekannt ist.
Starkenburg und Rhcinhesscn.
ch. Aus R'heinhesscn, 17. Dvz. Einen allere:: Jubilar, der noch im Dienst steht, dürfte wohl keine Gemeinde ganz Dc::tsch- lands mehr auszuweisen haben als Gan-Köngernheim. Es han- dclt sich um den 9 4 Jahre aller: Gemeinde- und Polizeidiener und Flurschützen Christoph Stumpf, der seinen verschiedenen Aem- tern trotz des hohen 'Alters noch iwll aller Gewissenhaftigkeit und Eifer nach kommt.
Kreis Wetzlar.
ra. .Wetzlar, 19. Dezeniber. In der abgelausenen Woche tagte die Hauptversammlung des lanbwirtfch-aftlick>en Kreisvereins. Ter Haushaltungsplan für das Jahre 1917 wurde in Einnahme und Ausgabe auf 3495 Mark festgesetzt; an Mllgliederbcittägen sind wie im Vorjahre 1800 Mark vorgesehen bei dem gleichen Bestand von 600 Mitgliedern. Im Jahre 1917 würde das Tier- schausest wieder fällig sein, das aber auch jetzt wieder aussvllen muß. Im Mittelpunkt der Tagesordnung standen zivei Vorträge. „Tie Notwendigkeit des Saatgutw^echftls" (Referen: Winters ckpildirettor Dr. Kock^. und „die Notwendigkeit der Einschränkung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs" (Res. Kreissparkassenbuchhalter Rühle), die mit großem Interesse angehört wurden.
d. Wetzlar, 19. Tez. Im letzter Zell häufen sich in ausfallender Weise die Fälle, in 1>ennt_ Besitzer upn Schwffinle diese not-, schlachten und beantragen, daß die N o t s ch 1 a ch t u n g e n als Hausschlarhlnngen angesehen werdei: sollen. Ter Vorsitzende des KreiSausschusses bat diesem Verfahren dadurch Einhalt geboten, daß er künftig Notschlachtungen nur denn: als Hausschlachtungen gelten läßt, wenn der zuständige Jteischbeschauer in einer Bescheinigung ans seinen Diensteid versichert, daß die Tvere tatsächlich krank sind n:ft> ihr Eingehen zu befürchten ist.
6. Oberkleen, 19. Dez. Die hiesige Marmor- undPlatten- labrif, die seit Ansbruch des Zlrieges nicht mehr im Betriede ivar, soll, ivie man hört, umgewandelt werden. Tie Ausschachtungs- nvbeitei: für die Erweiterungsbauten sind bereits in Angriff genommen.
ä. Volpertshausen, 18.Dez. Zwei hiesigen Einwohnern wurden nachts ans ihren Ställen je drei Gänse gestohlen, ans dem Hose geschlachtet und dam: mitgehen geheißen Da die Gänseställe sich in de,: Schiveineställen beiande::. ist anzunehmen, daß die Diebstähle von ortskundigen Personen ausgenihrt worden sind.
ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 19. Dezember. Eine ivesentliche Förderung lmt die Wasserversorgung der L a n d g e m e i n b e n durch Bewilligung von Darlel>en zu ermäßigtem Zinsfüße von 3 :md 3Vs Prozent seitens der Landesoer- sichernngs-Austalt der Rhein Provinz erfahren. Diese Anstalt hat bis zu Beginn deS Krieges bercfts über 10 Millionen Mark ftlr diesem Zweck darlehnsweise hergegeben. >
Hessen-Nassau.
= Frankfurt a. M., 16. Dez. Das älteste Frankfurter Bankhaus Johann Mertens, Börsenstraße 17, geht- in diesen Tagen als selbständiges Geschäft ein und wird von der Mitteldeutschen Creditbank übernommen. Die Angestellten des Geschäftshauses Mertens tteten in die zßveditbank ein. Die Firma Johann Mertens bestand feit 1605 am Frankfurter Platze. — Zu der Erhöhung der Gaspreise von 15,5 Pstg. auf 18 Psg. für das Kubikmeter tritt nunmehr auch noch eine Preissteigerung für Elektrizität..
X B a d O r b, 16. Dez. Die Stadtverordneten beschlossen den Ankauf vor: Baugelände im Umfange von 13204 Quadrat» metern zum Preise von 2,50 Mk. für den Quadrat:neler. Der Aragistrat wird dieses (Öelänbe zum Selbsttostenpreife für die Er
bauung kleinerer und mittlerer Wohnungen hergeben. Spekulations- täufe sollen ausgeschlossen sein.
a. Biedenkopf. 17. Tez. Lluch diese Woche werden wieder 1 6 0 G r a m m Fleisch ohne Knöchel:, 200 Gramm mit Knochen oder 400 Gramm Rehfleisch verteilt.
ra. Breide,:b«ch, 17. Dez. Vizefeldwebel Hrch. Theiß wurde mit dem Eisernen 51reuz 1. Klasse ausgezeichnet.
ra. Weil bürg, 19. Dez. Seit gestern ist im hiesige': Schlosse die st ä d t : s ch e Volksküche eröffnet. Kriegste,li:ehmer- Angehörige zahlen 2,80 Mk.. Stadtarme 2.10 Mk. und alle anderen Personen 3.50 Mk. pro Woche. Es wird ein Eintopsgericht (Mittagessen) mit zweimaliger Fleischkost von je 50 Gram::: wöchentlich gere:cht.
ul. Limburg, 14. Dez. Gestern nachmittag tagte hier im großen Saale der „Alten Post" der diesjährige or>.mtliche Verbandstag R a i f f e i f e n s ch e r Genossenschaft. n in Nassau. Es waren 256 Teilnehmer erschienen. Den Geschäftsbericht erstattete Verbandsdirektor Tr. Nolden-Frmrkfurt. Seinem Bericht: ist zu entnehmen, daß der nassauische Verband im abgelaufenmü Rechnungsjahr große Fortschritte machte, was schon daraus berv-ir- geht, daß er jetzt 50 Beamte beschäftige, gegen 15 vor dem Kriege. Dvmänenpächter Schneider, .Hof Kleeberg, hielt einen lehrreichen Vortrag über die Frage „Welche Lehre:: bringt der Krieg iür dis Landwirtschaft'?" An Hand der Erfahrungstatsache:: loies der Redner in tlarverständlicher Weise nach, daß auf landwirtschaft^ lichem Gebiet eine vollständige Umwertung aller Werte eintreteu müsse. Der Krieg sei ein harter, aber auch, ein guter Lehrmeister für die deutsche Landwirtschaft geworden. Ter Redner trat nachdrücklich. für Gründung sogenannter B a n e r n h o ch s ch u l e n rä:, wobei die Genossenschaften tätig Mitwirken könnten.
X Kassel, 18. Dezember. Der Landesausschuß des Regierungsbezirks Kassel hat die Gewährung von Kriegsteue^ rungszu^lagen an mittlere und untere Beamte des Bezirks^ Verbandes Kassel in gleicher Höhe, wie der preußische Staat be-, schlossen.
Handel
Erhöhung der Kohlenpreise.
Essen (Ruhr), 18. Dez. (WTB.) Die heutige Versammlung der Zechenbesitzer des Rheinisch-westfälischen K o h l e n - syndikals setzte die Beteiligungsanteile in Kohlen, Koks und Briketts für den laufenden und die nächsten Monate in der bisherigen Höhe fest. Sie (beschloß sodann, aus den Vorschlag deÄ Ausjchusses F., der nach langen Verhandlungen Billigung des .Handelsministers gefunden hat, die Preise für Kohlen um 2 Mark, für Koks :un 3 Mark und für Briketts um 3,25 Mark für die Tonne zu erhöhen. Diese Preisfestsetzung, die einstimmig und ohne Erörterung erfolgte, gilt für das erste Viertel des nächsten Jahres. Es ist allgemein erklärt worden, daß die heuttge Preiserhöhung unter dem Zwange der Verhältnisse und wegen der weiter steigenden Selbste kosten :wtwendig geworden ist.
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Letzte Nachrichten.
Das deutsche Friedensaugebot und Amerika.
New York, 19. Dez. Der intmiattonale Nachrichtendienst meldet aus Washington: Senator Stvne, der Vorsitzende des Nation alaussch ns seS für auswärtige Angelegenheiten, hat eine Einladung angeiwnrmen, vor der westl:ckZm Mteillnrg des Mrndes zur Durchsetzung des Friedens am 14. Dezember zu sprechen. Es verlautet, seine Rede werde die Erllärung darstcllen. daß die Vereinigten Staaten sich bereit hielten, kür den Frieden Europas zuj arbeiten und eine Aufforderung dazu durch die kriegführendew Mächte erwarteten. Freunden gegenüber hat Stone geäußert, die Dringlichkeit einer en t schlo s s tu eit Bewegung! für den Frieden sei größer, als bite jeder politischen Fragen der Vereinigten Staaten. Es heißt, die Regierung^ bereite ecnck Aeußerung nach Europa vor, daß die Vereinigten Staaten nicht gewillt seien, künftighin Geldlftlse in weitem Ausmaße zu leisten, da ja alle Kriegführenden die .Kraft ihrer Waffen tatsächlich er- schüft hätten, ohne irgend ein 'endgülttges Ergebnis erreicht zu 1 "m.
Die ungarische Krönung.
Budapest, 18. Dez. (WTB. Nichtainttich. Ministerpräsident Graf Tisza teilte heute im Abgeyrdnerenhause mit, daß die Krönung am 30. Dezember startfinden werde. Er bean-, tragte, daß das Mge ordneten ha ns hierfür gewisie Vorkehrungntz treffe unv die Wahl des Paladin-Stellvertreters vornehme:: möge, der gemeinsam mit dem Primas dem König die Krone aufs Haupt setze. Ferner soll eine -Abordnung gewählt roerden, die nach den: feierlichen Einzuge den König begrüßt und ihn ersucht, die Krönung vorMnehmen und die Erlaubnis zur Krönung der Könrgio zu etteilen.
Lloyd George.
Haag, 19. Dez. Tie Ansicht, daß Lloyd George vorerst auf die Bekanntgabe der deutschen Friedensbedingungen dringt, wird allgemein geäußert. Den Vorgänge,: in der Duma, die das Friedensangebot abgelehnt hat, wurde keine P:oße Bedeutung beigelegt, da Lloyd Georges Haltung allein maßgebend ist.
Vor Verdun.
London. 18. Tez. (WTB. Nichtamtlich.) Ter Korrespondenk des „Daily Ehronicl^ ai: dcr^ Front von Verdun meldet: Am .16. abends begam: Schnee zu fallen und an: 17. nahm dev Schneefall zu. Das eroberte Gebiet sei ein einziger M o r ast , :u dem im Augenblick kein einziger Laufg rab en angelegt tverden könne. Tie Wegschaffung der Verwundeten sei entsetzlich schwierig und die Versorgung der Trntwei: mit Lebensmitteln und Wasser eine Riesenarbett.
Die englische Munitionsindustric.
London, 18. Dez. (WTB. Nichtamllich? Nach Mitteilung des Munitirmsministerftrms sind 73 weitere Fabriken der Kontrolle der Regienmg unterstellt ivvrden. Die Gesanitzahl der unter der Konttolle des Bttmitionsministeriinns arbeitenden Fabriken l>e- trägt minmehr 4565.
Der rumänische Niederbruch.
Stockholm, 19. Dez. „Rußkij Invalid" schreibt: 30 Werst östlich von Bukarest beftndet sich dichtes Urwaldgebiet, dessen Undurchdringlichkeit die russische Heeresleitung als sicher angenommen hatte. Diese Barriere wurde sedoch von den: Feinde ohne Schwierigkeit genommen. Schürnerig wurde die Lage durch den Verlust Duz aus, den letzten .strategischen EifenbalEwttnpnnk. des rummrischen Restgebietes, der urtter allen Umständen festznl,allen gewesen wäre, da er die einzige Verbindung mit der Moldau dar- stellt. Rumänien besaß ausgezeichnete Barrieren, um den FZnk auszuhalten. Die Jalomita-Linie, die bürgst stark auSgcdäut iwr hätte ein Hindernis für Wjochen bilden können. Die rumüni: Den Truppen fluten gegenwärtig zrmick, befinden sich abm- tatsachlip: in s chw: eriger Lage. Die üftolge der Frontverkürzung einae- treten e Verdichtung der Lime vermehrt nvch die Schwierig;Kwn Wir können uns also daraus vorbereivm. daß aus der Lage au: rumänischen.Kriegsschauplatzauch unsever Armee bedeutend.' r*««,-. rigketten entstehen.
„Gedenket der Geburtrtagzspende sür'r Rote Rreuz"!


