Kreis Büdingen.
= B üb innen, 12. De;. Die Ausfuhr von Heu aus dem Kreise Büdingen ist Lurch kreisamtliche Verordnung verboten worden. Sämtliche bereits vollzogenen Verkäufe und Ausfuhrgenehmigungen w'urüen zurückgezogen.
# Fauerbach, 13. Dez. Ihr 50jährigeS Dienst- jubilaum feierte die hiesige Hebamme Karoline H o f m an n.
# Nidda, 13. Dez. Das Eiserne Kreuz erhielt der Sanrtäts- Feldwebel Schotter im Landwehr-Jnf.-Rgt. 39 .
Kreis Alsfeld.
ga. Ermenrod. 13. Dez. Der Beigeordnete Heinrich Schmidt, der als Polizei-Unteroffizier in Nauheim seit längerer Zelt an einein Lazarett tätig ist, erhielt die Hessische Verdienst- medaille. *
oz. Heimertsha us en, 13. Dez.. Dein Gefreiten August Müller im Juf.-Rgt Nr. 390 wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Der Genannte ist bereits im Besitze der Hessischen Tapferkeitsmedaille.
Kreis Friedberg.
oa. Friedberg, 13. Dez. Dein Gefreiten Kurt P a e t o w Sohn des Kaufmanns Georg Paetow hier, wurde das Eiserne Kreu verliehen. — Dem Wehrmann Peter Grein, bei einer Munitionskolonne im Westen, wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen.
at. Friedberg, 13. Dez Dem Obergesreiten Hermanri G a t h wurde in den Kämpfen an der Somme das Eiserne Kreuz verliehen. ,
Q. Bad-Nauheim, 13. Dez. In der gestrigen Stadtverordnetenversammlung wurde folgendes verhandelte Die Osssiearhaltung der städtischen Fortbildungsschule wird beschlossen. — Dem Spediteur ft'rnrraö Meier werden ans sein Gesuch Istn iür städtische Fuhrleiftungen folgende Sätze vergütet: Zweispänner für die Stunde 1,85 Mt., Einspänner 1,25 Mk.
Für die Beschaffung von Pochkies und Stvaßendeckmaterial werden rund 6000 Mk. bewilligt. — Ter Friedhofswärter bittet bei seiner Dienstwohnung einen Stall zu errichten. Die Versammlung go- v-ehmrgt das Gesuch. — Es wird beschlossen, die allgemeine städtische Sttaßenremigumg ans zahlreiche wertere Straßen auszudehnen.
ud. Dortelweil, 13. Dez. Heinrich Schmidt aus Langenschwarz, in einem Landsturm-Bataillon, erhielt das Eiserne Kreuz.
:: Kirch-GönS, 13. Dez. Hepte fanden dahier und in dem benachbarten Pohl-Göns sogen. Missions-Gotte S- d i e n st e durch einen Missionar der Barmer Mission statt. Welches große Interesse in der Kriegszeit der Mission entgegengebracht wird, zeigte sich darin, daß die erhobene Mifsionsßollekte in Kirch- Göns 35 Mk., in Pohl - Göns 118 Mk. betrug und außerdem MifsionSschrifteu im Betrage von 32 Mk. verkauft wurden.
nt. Nieder-Wöllstadt, 13. Dez. Gefreiter Heinrich Lösch mann im Feld-Art.-Rgt. Nr. 61, 2. Batt., erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse.
o». Ober-NoSbach, 13. Dez. Dem Landsturmmann Georg Rahn von hier, im Landsturm-Jnf.-Regt. Nr. 33, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.
nt. Okarben, 13. Dez. Karl Seidel, bei einer Maschinen- gewehr-Koinvagnie in den Karpathen, erhielt das Eiserne Kreuz erster Klasse. Er ist schon im Besitze des Eisernen Kreuzes 2. Klasse — Vilbel, 12. Dez. Einem hiesigen Einwohner wurde in der letzten Nacht der ganze Kaninchenbestand — 19 Stück —. g e st o h l e n.
Kreis Wetzlar.
wa. Wetzlgr. 12. Tetz. Seltenes Jagdglück, irrrt i?hn mancher Weidmann beneiden dürfte, wurde einem aus dem Balkan kämpfenden Wetzlarer Offizier, und zwar Herrn Leut- Wilhelm Wätte von hier, zuteil. Es gelang ihm, ans einem hevans einen Mler zu schießen, der bei einer Größe von 1^10 Meter eine Flügelspannwei-te von 2,55 Meter mrfwies.
rn Hohensolms, jlZ. Dez. Für unsere Truppen im Fckpe wurden zur Beschaffung von Weihnachtsgaben gesammelt: Wrdt 0,00 Mk., Altenttrchen 102,60 Mk., Gvost-Attenstädten 117^0 Mk., Bellersdorf 28^0 Mk., Bermoll 27,50 Mk., Blasbach 66,15 Mk., Erda 55,00 Mk., Hohensolms 124,10 Mk., Modersbach 38 00 Mk., Oberlemp 44,00 Mk. Mithin in hiesiger Bürgermeisterei Ausamwen 614,15 Mark.
Hessen-Nassau.
r&. Rodheim a. d. Bieber, 13. Dez. Es starben wiederum zwei brave Söhne unserer Gemeinde den Ehrentod für das Vaterland, nämlich Lehrer Ernst Bernhard und Brieibote Heinrich Bender. Ersterer starb in einem Feldlazarett und letzterer in Bad Neuenahr (Rheinland) infolge schwerer Verwundung. Bernhard wirkte zuletzt im Vogelsberg und Bender war in Gießen bedienstet, beide hinterlaffen trauernde Familienangehörige.
dn. Marburg, 12. Dez. Heinrich Hille btanb, einer unserer ältesten Mitbürger, ist im 90. Lebensjahr heute verschieden. Hillebrand, allgemein geachtet und beliebt, war lange Jahre Stadtverordneter und wirkte in der Schreinerinnung viele Jahre als Vorstandsmitglied.
^Marburg, 13. Dez. Nachdem der Bezirksausschuß zu Kassel die in diesem Sommer beschlossene Erhöhung der Hund e- p e u e r, weil er die -Satze zu hoch fand, ablehnte, beschlossen die Stadtverordneten, vom 1. April ab für einen Hund 35 Mk., und für jeden weiteren Hund 50 Mk. Steuer zu erheben. Ausgenommen davon sind die Jagdhunde.
X. Hanau, 12. Dez. Für vie auf Schloß Philippsruh bestreichen Verwundeten gab vorgestern nachmittag der Landgraf von Hessen ein Konzert. Die bekannte Konzettsmrgerin Frl. Eva Listmann aus Berlin erfreute die Zuhörer durch den dvl^ndeten Bortrag zahlreicher bekannter Volkslieder. Sodann spielte der Landgv^ selbst fernen Verwundeten einige Stücke auf
der Violine vor, von denen besondevs ein Wiener Wvltzer vor^ Kreisler den Verfall der Feldgraueir fand. Am Klavier waltete Herr Hans Rosband vom Hochschen Konservatorium in Frankfurt am Main als Begleiter mrb Solist mit starkem Erfolge seines' Amtes. Außer einer großen Gästeschar wohnte auch die Schwester des Landgrafen, die Erbprinzessin Leopold von Anhalt, der Veranstaltung bei.
ul Li in bürg, 12. Dez. Der Magistrat hat mit Wirkung vom heutigen Tage den Höchstpreis für 1 Liter Vollmilch aus 36 Psg., beim Produzenten abgeholt aus 33 Pfg. festgesetzt. Vollmilch in Flaschen erfährt eine Preiserhöhung von 2 Psg.
g. Eschwege a. d. Werra, 13. Dez. Tie Volkszählung am 1. Dezember ergab sür Eschwege eine Einwohnerzahl von 12 028, und zwar 5493 männliche und 6535 weibliche Personen.
Letzte Nachrichten.
Das neue französische Kabinett.
Paris, 13. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agence Havas". Das neue Kabinett setzt sich folgendermaßen zusammen: Vorsitz und Aeußeres: Briand, Justiz und llntemricht: Viviani, Finanzen: Ri bot, Inneres: M a 1 o y , Krieg: General L Y a u t e y, Marine: Admiral Lucaze, Volkswirtschaft (Handel, Industrie, Ackerbau): Clementei, Transport, Zivil- und Militarverpflegnng: Hariot, Kolonien: Dioumerque, Bewaffnung und Herstellung von Kriegsmaterial: Thomas.
Wechsel bei der französischen Heeresleitung.
Paris, 13. Dez. (WTB. Mchtamtl.) Amtlich: General Ni veile ist zum Kommandanten der Armeen tnt Norden und Nord osten ernannt.
General Coucrand ist als Nachfolger Liauteys zum Generalresidenten Frankreichs in Marotto ernannt worden.
Der Kaiser in München.
München, 12. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Als heute früh nach 8 Uhr Anschläge die bevorstehende Ankunft des Kaisers verkündeten, prangten alle Staatsgebäude in deutschen und bayerischen Farben. Bald wetteiferte die Bürgerschaft in der Beflaggung der Stadt, uw dem Kaffer, der das letztemal im Jlahse 1913 ins München weilte, >einen freudigen Willkommen tzü bereiten. .Kurz vor V 2 I Uhr fuhr der König zum Königsfalon des Hauptbahnhofes, wo sich bereits die in Münchein. weilenden Prinzen des königlichen Hauses mit dem Gefolge des Königs eingefunden hatten. Punkt V 2 I Uhr fuhr der kaiserliche Soick>erzug in die Bahnhofshalle ein. In der feldgrauen Uniform seines preußischen 47. Infanterie-Regiments, angetan mit dem Orden Pour lc rnexite, den Marschattstab in der Rechten, harrte König Ludwig am Bähnsteig seines treuen Freundes und Verbündeten. Die Begrüßung der beiden Monarchen war überaus herzlich. Kaiser Wilhelm eilte aus den König und umarmte ihn. Die beiden Herrscher schüttelten sich kräftig die Hände und küßten sich aus die Wangen. Unmittelbar darauf wandte sich der Kaiser an die zur Begrüßung erschienenen Prinzen Alfons, Ludwig Ferdinand, Karl und den Prinzen Friedrich Leopold von Preußen nutz zog dann den neuernannten bayerischen Kriegsmim- ster, Generalleutnant von Hellingrath, und den preußischen (gesandten, Wirklichen Geheimen Rat von Treutler, ins Gespräch. In einem offenen zweispännigen Wagen fuhren der Kaiser, der das Großkreuz des Eisernen Kreuzes über den Mantel angelegt hatte, und König Ludwig vom Bahnhofsplatz durch die Schützenstraße über den Karlsplatz, Lenbachplatz und die Briennerstraße, rvo überall Truppen der Garnison Spalier bildeten, nach der Residenz, aus der die Kaiserstandarte weht. Das dichtgedrängte Publikum brachte dem Kaiser auf dem ganzen Wege dorthin begeisterte, nicht enden wollende Ovationen dar. Tie Hochrufe pflanzten sich von Straße zu Straße fort. Von den Fenstern der Häuser, die reichen Flaggenschrnnck trugen, grüßte den Kaiser stürmisches Tücherrchwenken. König Ludwig begleitete den hohen Gast in die Reichen Zimmer, wo ihn die Königin mit den Prinzessinnen Hildegard, Wiltrud, Helmtrud und Gundelin.de aufs herzlichste begrüßter!. Ter Kaiser wird in den Kurfürstenzimmern der Residenz wohnen, und stattete dort sofort nach seiner Ankunft denr König und der Königin in den Stein zimmern einen Besuch ab, und empftng herauf selbst eineu kurzen Besuch des Prinzen Leopold. Um 1 / s 2 Uhr fand im Kapitelsaal der Residenz Frühstück statt. Ter Kaiser zeichnete bei der heutigen Hoftafel den Münchener Polizeipräsidenten Beckh durch eine Ansprache ans und drückte dabei seine große Freude über den ihnr durch, die Münchener Bevölkerung bereiteten herzlichen Empfang aus. Besonders erfreut äußerte sich der Kaiser über die wische nnd begeisterte Huldigung der Jugend. Um 3 Uhr 7 Min. verließ der Kaiser im Souderzuge wieder München, nach herzlicher Verabschiedung vom König, der ihn zrrr Bahn begleitete.
Lloyd George erkrankt.
London, 12. Tez. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung de^ Reuterschen Bureaus. Lloyd George muß ein oder zwei Tage das Zimmer hüten.
.Haag, 12. Tez. Tie Nachricht von Lloyd Georges Erkrankung wirkt verblüffend. Man ist sich in politischen Kreisen darüber klar, daß dieser Zufall vielleicht von weltgeschichtlicher Bedeutung sein könnte. Tenn am Dienstag sollte zu der gleichen Stunde, wo der Kanzler des deutschen Reiches im Reichstage die mit Spannung erwartete Erklärung abgeben sollte, das neue Ministerium sich denr Unterhanfe vorstellen, um das bis jetzt noch, nicht offiziell veröffentlichte Programm dem Lande zu verkünden. Man folgert: Werm die ge lMinnis vollen Andeutungen über die Sitzung in Berlin sich, verwirklichen und die Erklärung
des Kanzlers im Reichstage ein historisches Novum schaffen sollte, so hätte es verhängnisvoll sein können, >venn die neue engttlckF Regierung in Unkennttris dieses Novums ffch aus eine neue Politik festgelegt hätte. ' , . ?
Haag, 12. Tez. (WTB. Nichtamtlich. Nichtamtlich unrd gemeldet, daß der in mehreren Blättern verbreitete Bericht, patz sofort rrach der Ernennung Lloyd Georges» znrn -Preiniermrnrstsr der ganze Schiffsraum aus Amerika für Metteidettauspotte nach deu Niederlanden belegt worden sei, ganz unbegründet sei. Richtig sei, daß die Regierung beschlossen hat, in Zukunft die für den Ge- treidettansport bestimmten Schisse ausschließlich mit Regrerungs- getreide zu laden. Diese Maßregel stehe aber in keiner Beziehung zu dem Auftreten Lloyd Georges.
Henderson gegen einen voreiligen Frieden.
London, 12. Tez. (WTB. Nichtamtlich. * Meldung des Reuterscheu Bureaus. Minister Henderson hielt in Clepham eine Rede, in der er sagte, er hoffe, daß jeder Bürger ernsehest würde, (daß Englmrd mit dem Kriege nach nicht z-u Ende fei. Wenn England die Feinde nicht überwinde, sei die Zukunft so schrecklich, als daß nrau auch nur erneu einzigen Augenblick daran denken könnte. Er möchte jedermann vor der Goa.hr eines vorzeitigen Friedens warnen. Englands amerikanischer Freunv und die anderen Neutraler, sollten tun, was sie könnten, um leinen Pölkerbund zustande zu bringen, bei sich -auf den Prinzipien der schiedsgerichtlfck^r Austragung von««Dfffereyzen cmfbaue. Der Redner solle sich ihnen fernerhin atzMreßen, Mber nicht jetzt. Wir wollen --ftinew Frieden mft Belgien. Fpankrerch und Rumänien in der Läge, in der sie fetzt sind.
Eine Note Amerikas an England und Frankreich
Washington, 12. Dezember. (WTB. Nichtamtlich. Meldung des Reuterschen Bureaus. Tas Staatsdepartement hat wegen der Verweigerung fteien Geleits sür den östrrrrichisch-ungarrschen Botschafter eine zweite Note an Großbritannien und Frankreich gerichtet, in der es heißt, daß Arwerika die ungehinderte Ueberfahrt für ein anerkanntes Recht des diplomatischen Verkehrs hätte.
Ans Griechenland.
Bern, 12. Dez. lWTB. Mchtamtlich.^ „Corriere della Sera" meldet aus Mhen: Die Opposition gegen die venizelistifchen Bewegung verschärft sich ebenso wie die Anhänglichkeit an den König Miffmmt. Selbst Personen, die sich bisher von derr politischen SttöMungcn ferngehalten hätten und sogar Beni- zelisten seien dieser Opposition beigetteten.
Bern, 12. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) „Cvrriere della Sera" nreldet ans Mhen: Mit Ausnahmen der italienffchen sind die Kolonien bereits vollzählig im Piräus emgefchifft ,norden. Neben einer strengeren Durchführung der Blockade soll die Brücke von Chalkis sowie der .Kanal von Corrnth scharf überrvacht werden, um bei den ersten Anzeichen von Feindseligkeiten den.Pelv- ponnets Pom übrigen Griechenland abschneiden zu können.
Lugano, 12. Tez. Der „Secolo" meldet aus Athen 00 m 9. ds. Mts.: Die griechische Regierung ergriff Maßnahmen für die Lebensmittelversorgung im Falle der Verlängerung der Blockade. Der Minister des Innern erklärte, daß Korn, Mehl und andere Lebensmittel für längere Zeit genügen werden, lieber die Nachricht, daß die Entente die Inseln Syra und Nasso besetzt habe, läge keine offtziellc Bestätigung vor. Im Hasen von Piräus droht eine Bewegung der Schiffsbesatzungen, die durch die Blockade zurückgehalten werden. Nur Segelschiffe dürfen auslauserr.
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung
betreffend die Entrichtung des Warenumsatzstempels sür das Kalenderjahr 1916.
Ans Grrm-d des § 161 der Ausführungsbestimmrmgen znm Reichsstempelgesetze rverden die zur Entrichttmg der Mgabe vom Warenumsätze verpflichteten gerverbetreibendeu Personen und Gesellschaften der Finanzamtbezirke'Gießen, Butzbach, Grünberg und Hungen ausgewrdert, den gesamten Betrag ihres Warenmnsatzcs im Kalenderjahr 1916 sowie deu steuerpflichtigen Bettag ihres Warenumsatzes im vierten Viertel des Kalenderjahrs 1916 bis spätestens zunr Ende des Monats Januar 1917 dew betteffenden Finanzamt schriftlich oder mündlich anzunrelden und die Abgabe gleichzeitig mit der Anmeldung einznzahlen.
2lls steuerpflichtiger Gerverbebettieb gilt auch dm Betrieb der Land- und Forftnnrtschast, der Viehzucht, der Fischerei und des Gattenbaues sowie der Bergwerksbettieb.
Beläuft sich der Jahresumsatz auf nicht mehr als 3000 Mck. so besteht eine Verpflichtung zur dlnmeldrmg und eine Abgabepflicht nicht. .
Wer der ihm obliegenden Anmeldungsverpslichtung zuwider- handelt oder über die earpsangenen Zahlungen oder- Lieferungen wissentlich lunrichtige Angaben macht, hat eine Geldstrafe verwirkt, welche dem zwanzrgfachen Bettage der hinterzogenar Abgabe gleichkommt. Kann der Bettag der hinterzogenen Abgabe nicht festgestelkt werden, so ttftt Geldstrafe von 150 Mark bis 30 000 Märk ein.
Zur Erstattung der schttftlichen Anmeldung sind Vordrucke zu verrvenden. Sie können bei den Unterzeichneten Finanzämtern sowie den zuständigen Bürgermeistereien kostenlos entnommen werden.
Steuerpflichtige sind zur Anmeldung ihres Umsatzes verpflichtet, auch wenn ihnen Anmel- dungsvordrucke nicht zugegangen sind.
Gießen, Butzbach, Grimberg, Hungen, den 12. Dez. 1916.
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ist unser Geschäft geschlossen -wir i)itteni.d.Woche einzukauf. (
Belohnungen von Dienstboten.
Bekanntmachung.
Wir beabsichtigen, auch diesmal wieder Belohnungen an Dienstboten des Sparkastenbezirkes zu verteilen.
Belohnungen können von 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Wohnung haben nnd sich darüber, sowie über gute Führung durch Zeugnisse ausweisen können. Don Vollendung der 5 Dienstjahre kann nur dann im letzten Dien'stjahr abgesehen werden, wenn der Dienstaustritt durch Einberufung zum Heeresdienst, durch Auflösung des Haushalts oder durch Gründung eines eigenen Haushalts erfolgt.
Es werden hiernach diejenigen Dienstboten, welche nach diesen Bedingungen aus eine Belohnung glauben Anspruch erheben zu können, ausgefordert, sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrschaft über gute Führung, sowie eines etwaigen Sparkassenbuches (die Angabe der Nummer des Buches genügt ebensalls) bei unserer Kasse oder der Bürgermeisterei des Wohnortes bis zum 31. Dezember l. Js. zu melden.
Die Grobherzoglichen Bürgermeistereien des Bezirks werden ersucht, vorstehende Bekanntmachung auf geeignete Weise zur Kenntnis der Ortsein- wohner zu bringen.
Gießen, den 5. Dezember 1916. 8821D
Bezirkssparkasse Gießen.
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