ttnti bk Pmckke, bk tefffr in Brosche ffortnt, «tefc^enL Fovrnet
Ich verfüg Wer MeirmesoLoLen und Truppe», über das Ujk fdvverc Geschütz. Ich hoffe, daß kein Blut füeszen wird. Was mich betrifft, versichere ich, daß kein Soldat oder Matrose der Entente den ersten Schuß lösen wird." _
London, 1. Dez. (MTB. Nichtamtlich) „Times" erfahrt tiu3 Athen, daß der König vorgestern den französischen Militär« ttoichee in den Palast entbieten imfc mit ihm Me ernste Lage besprochen hat. Wie berichtet wird, ist die HauptUrsache für die Weigerung der Regierung, die Geschütze. auszuliefern, die Furcht, daß dann Venizelos mit seinen Truppen nach Thessalien und Athen vorrücken würde. In einigen Kreisen verlautet, daß die Entente bereit ist, Bürgschaften dagegen zu geben, wenn die Regierung einwilllge, 10 Batt e r ien roch die erforderliche Munitiouj auszulustern, daß sie aber im Falle einer Weiterung die Sache selbst regcku werbe. Gerüchtweise verlerntet, daß die Gebirgsbatterieul rvach CHEs, Mauplia, Kalonmda und anderen Orten gebracht worden seien. In diesem Falle erwartet man eine Blockade dert griechisäien Häsin durch die Alliierten.
„Tally Telegraph" erfahrt aus Achen, daß Transportschiffe der Alliierten mit französischen Truppen an den Landungsbrücken liegen. T-er 8 tzö^nig hat ein Dekret unterzeichnet, durch das! Freiwillige für dix Armee aufgerufen würden. Am Mittwoch habe der König beit Offizieren, des 1. Armeekorps seine ^Anerkennung für ihre schneidige Haltung «usgesprochrnt tmd befohlen, bewaffneten Widerstand zu l giften, falls die Truppen der Alliierten versuchen sollten, von den Griechen besetzte Gebäude ziu beseken.
Bern, 1. Des. (WTB. Nichtamtlich.) „Corriere della Sera" meLret aus M>eu: Ministerpräsident Lambros hat gestern abend Erklärungen abgegeben, mit denen er die ablehnende Haltung der Regiern ng bestätigte. Tie anti- venizelistffchen Blatter nehmen einstimmig eine drohende Haltung an und verlangen Wll>erstund. Mehrere Athener Regimenter sind mit Kriegsmaterial nach Nordosten abgezogen. In der Lage scheint eine Wendung-einzutreten. Fournet läßt mitteilen, daß chm Zusicherungen gegeben worden Men, die öfsiMiche Ordnung werde nicht gestört werden, und daß er geeignete Msßnahvrar zetvofsin habe.
sr»e Aeußerung SudendOrff».
B e r l i u , 2. -Dez. In der gestrigen Generalveffammlung deS Bundes der Landwirte im Königreich Sachsen LeWe der Reichstagsabgeoronete Wildgrube eine Aeuße- rnng Ludendorffs mit, daß die Kriegslage im
f ege nwartigen Augenblick so günstig sei, wie ange nicht. — Wie der „Lokal-cmz." nritteilt, berichtete außerdem der Vorsitzende der Versammlung, daß den landwirtschaftlichen Arbeitern nach Friedensschluß in denLand- wirtschastskanuneru eine Vertretung gewährt werden solle.
CH«ttencf»«a der Siebzehnjährigen in Rumänien.
Bern, 1. Dez. (WTB.) Das „Echo de Paris" meldet 'aus Rom: Die rumänische Regierung hat die Einberufung und sofortige Einreihung der Jahres klasse fl 919 artgeordnet.
Der bulgarische Berichte
S»fia, 1. De^. (MTB.) Bericht des Generalstabs vom 29. November:
Mazedonische Front: In der Gegend von Bitvlia und km ^ernabogen schwaches Artilleriesiner und Patwuillentäti gkeit. I« allgemernen verlief der Tag ruhig. In der Umgegend von Är« niste schlugen wir durch Gegenangriff einen feindlichen An- qetffab. In der Gegend der Moglena und im Wardartale schwaches ArtÜleriefeuer. An der «Front der BeLchitza Planina Patrouillengesichte tzrnd schwache Arttllerietati^siit. An der Struma Artillerie- siuer. l
Rumänische Front: In der Walachei dauert unser Vormarsch auf der Straße Giurgiu—Bukarest cm. Unsere Tru- ,pen brachten dem Feinde im Bajonettkamvfe eine blutige Niederlage bei. Der G?gnsr erlitt schwere Verluste. Wir erbeuteten zwei Geschütze von 21 Zentimeter Kaliber. An der D o n a u Mischen Tutrakan und Cernavoda Jnfanteriefeuer. Bei Tutrakan ArMersifeuer. In der Dobrudscha schwache Artillerietätig- keit tmd Gefechte zwischen Posten.
Der Berkans de- Reuter Bureau».
London, 30. Nov. (WTB.) Reuters Telegram »Company wurde für den Preis von 550000 Pfund Sterling an Mark Napier, Lord Glenocmror, Lord Peel und Sir iStar Jameson verkauft.
London, 30. Nov. (WTB.) Meldung des Reuter- ischen Bureaus. In der Versammlung der Aktionäre von Reuters Telegramm Company wies einer der Direktoren der Gesellschaft, William, der den Vorsitz führte, daraus hin, daß die Namen der Käufer die besten englischen lleberlieferungen symbolisierten. Ihre Hauptabsicht sei, dafür zu sorgen, daß die Reutersche Agentur ein Reichsinstitut und unabhängig Und unparteiisch bleibe und keine Beziehungen zu finanziellen Unternehmungen habe.
Da» „Rationalbrot" i« Euslaud.
London, 1.Dez. (WTB. Nichtamkt.) MeLvary des Reuter- scheu. Bureaus: Die nationale Bäckervereiniguug beschloß, vorzuschlagen, das neue Brot „Natümalbrot" zu nemren. Die Bäcker von Birmingham beschlossen, ab 4. Dezember den Preis des Dsir-Pfund-Brotes um einen halben Penny zu erhöhen, da das neue National me Hk um einen Schilling teurer ist, als das gewöhnliche Mehl.
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Die Teuerung in Rußland.
Berlin, 2. Dez. Ueber die in Rußland herr- .schende Teuerung bringt die „Boss. Ztg." Einzelheiten. Besonders an Zucker herrscht großer Mangel Wochenlang bekommt man keine Zündhölzer. Demnächst sollen solche aus Japan kommen. Japan habe seine Ausfuhr nach Rußland verhundertfacht. Es werde bald den größten Platz am russischen Markte einnehmen.
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Zum Regierungswechsel in Wien.
^Wien den 1. De». (WTB. Nichtamtlich.) Wie die Abendblätter melden, gestaltete sich der heuttgc Empftmg des Präsidiums des Abgeordnetenhauses beim Kaiser und der Kaiserin überaus huldvoll. Präsident Sylvester richtete an das Herfcherpaar eine kurze Ansprache, in der er der tiffstm ^auer über den Heimgang Kaffer Franz Iiosefs Ausdruck verlieh und zugleich das Kafferpaar unwandelbaver Treue und der dw> Hingebung versicherte. Ter Kaiser dankt für die Kundgebung und sprach, die Hoffnung aus, daß das Parlament bald wieder u zerfprießlicher Arbeit gelangen werde. Gleichzeitig drückte der Kaiser die Hoffnung au, daß bsaldigst ein ehrender Friede engtffct werde Der Kaffer zog außer dem Präudenten samnuye erschienenen und dar Vizepräsidenten ^ ^Ävräch mW erkundigte sich nach den Verhältnissen in njcen Wah>bczrrmn. Er äußerte gegenüber dem Bizepräsidärten 1 -ogaemf, der in der Feldadjustierung als Schützen-oberst erschienen 5“*; oo$ er dre allergünltigsten Berichte über das schneidige Er W l£l b L Kra. in er Landesschützen erhalten Hobe.
lugte hmzu, daß sich Kram m diesem Kriege als übercms Pa-
krwtffch «wichen habe. ES hohe ihn deshalb sehr gefreut, das tapfere krarnrstüe Jnfanterie-Rogtm e ttt 17 durch die Berleihnng der Jnhaberwürve des Kronprinzen auszeichnen zu können. Auch die Kaiserin erkundigte sich vielfach, nach den wirtschaftlrchen folgen des Krieges in den einzelnen Ländern. Bei der Berabschredung reichte daS Kaiserpaar jedem einzelnen Herrn die Hand.
Die Polnischen Legioue«.
Warschau, 1. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) Unter dem stürmischen Jubel der ganzeir Bevölkerung zogen die Polnischen Legionen in die festlich geschmückte Stadt ein. Auf ben Straßen herrschte vom frühen Morgen an lebhaftes Treiben. In den 'Einzugsstraßen bildeten <ochuljugeud und Vereine Spalier. Am iEinUug waren beteiligt das Kommando der Polnischen Legionen mit den Stabslruppen, das Kommando der zweiten und dritten Brigade, das dritte und vierte Infanterie-Regiment, das zweite Ulanen- Regiment lund eine technische Kompagnie. An der Spitze der Truppen, die durchweg einen vorzüglichen Eindruck machten und von der Bevölkerung begeistert begrMt wurden, ritt der Kommandant Graf !l^eptycki. Am Wiener Bahnhof wurden die Truppen von einer Vertretung der Stadt begri^t. Stadtverordnetenvorsteher Unipersitatsrektor BrudzinsÜ hielt eme Ansprache, auf die Szep- thcki erwiderte. Dann erfolgte der Etzmarfch in die Stadt. Bor vem Triumphbogen der Märszal Kours?» und Nowp Swiat wurden die?L«gümen von Korporationen und Vereinen der Stadt begrüßt. T'er Militärgouverneur General von Etzdorf ritt den einziehenden Truppen entgegen, hegriißte sie und leitete sie zum Sachsenplatz. Tort nähmen sämtliche Truppen AufftelLmg. Generalgvuoerneu r p«o n Beseler erschien M Pferde und ritt unter den Klängen der polnischen Nationalhymne die Front ab. D«nn hielt der tz^eneral-- gmwerneur eine Ansprache, in der er die Truppen m. der Hanpt- stadt ihres ^Vaterlandes wiMomnren hieß. Kommandant Szeptycki übersetzte die Ansprache ins Polnische. Nach der Parade auf dem Sachsenplatz erfolgte vor dem Hotel Bristol der Vorbeimarsch vor dem GeneralgouDerneur. Von dort Marschierten die Truppen bis Anm Mnigsschloß. Dann rlickten sie kn ihre Quartiere ein. Nach dem Vorbeimarsch vor dem Hotel Bristol wirrden dem Kommandanten Stz-eptpcki von der Bevöllbrung begeisterte Huldigungen dargebracht. Die glänzende Haltzrny der Truppen beim Einzug und besonders während^ des Vorbeimarsch^ vor dem Generalgvuverneur effoeckte bei der BeoöKerung große Begeisterung. Sie ist der deutlichste Beweis für den Vv^üglichen Geist tmd die Dff-riplin der Legionen. l
Der §eeMeg.
^ Be x 1 1 n , 1. Dez. (WTB.) Eines unserer Tauchboote traf dieser Tage vor der Thenrsemündung ein dort treibendes havariertes englisches Flugzeug. Die Insassen, zwei englische Offiziere, wurden zü Gefangenen gemacht und das Flugzeug vernichtet.
Haag, 1 . Dez. (WTB.) Amtlich wird mitgeteilt: Nach den Mitteilungen der niederländisch-err Gesandten in London und Paris haben die britische und französische Regierung der niederländischen wegen der Beschießung des Unterseebootes „K I" durch ein französisches Patrouillen- fahrzeng und einen britischen Hilfskreuzer ihr Bedauern ausgesprochen.
Bern. 1. Dez. (WTB. Nichtamtlich.) „Petit Journ." meldet arrs Marseille: Der italienische Dreimaster „Sal- vatore Ciampe" wurde versenkt und die Besatzung gerettet.
Bern, 1. Dez. (WTB.) Das „Echo de Paris" meldet aus Rennes: Die Coeletten „Alfred de Courey" und „Nalwina" wurden versenkt. Das gleiche Blatt meldet^die Versenkung des italienischen Dampfers „Della
L o n b o it, 1. Dez. (WTB. Nichtarntl.) Lloyds meldet: Die Schoner «t n r i ch" und „C h r i st a b e l" wurden von einem U-Boot versenkt. Die Besatzungen wurden gelandet.
Bern, 1. Dez. (WTB. Nichtamtliche) Petit Parisien meldet aus Madrid: Die Dampfer „Dundee" und
Marie et Augusff^ wurden versenkt.
London, 1. Dez. (WTB.) Lloyds meldet, daß der Dampfer „R e e p w e l l" versenkt wurde.
Ein großes feindliches Tmrchboot griff am 28. November nachmittags die Mscherslotte von Brirham an. Zwei Fischdampfer wurden durch Oieschützfeuer und Bomben versenkt, ein anderer war, als er zuletzt gesehen wurde, in sinkendem Zustande. Das Tauchboot feuerte auf die Boote, nachdem die Fischdampfer verlassen waren. Die Geschosse gingen über die Köpfe der Besatzung hinweg. Die Kapitäne und Besatzungen der drei Fischerfahrzeuge sind gelandet.
Rur dem Reiche.
Berlin, 1. Dez. (WTB.) Durch das Oberkommando wrlrde jede Art der Lichtreklame vom 2. Dezember ab für Berliic urrd die Provinz Brandenburg verboten.
A«S StRdt nnb Larrd.
Gießen, 2, Dezember 1916.
Svnutagsgedankett.
Advent! In allen christlichen Kirchen wird man das Adv entsevan-belium lesen, unzählige Herzen werden seinen Inhalt sehnsüchtig in sich aufnehmen, begierig ihn zu deuten suchen für diese Zeit, für eigne und fremde Not, von der sie sich bedrückt sehen. Sie werden mit dem deutschem Dichter Friedrich Rückert deuc Friedensfürften Friedenspalmen gegentragen und all ihr heißes Anliegen in die Worte sammeln:
O laß dein Licht auf Erden sie^-n, lDie Macht der Finsternis erliegerc.
Und lösch der Zwietracht Glrnrmen aus,
Daß wir, die VMer und die Thronen,
Vereint als Brüder wieder wohoen In deines großen Vaters Haus.
Es brauchte sich keiner der Mtte zu schämen, Heiner zu erschrecken, als ertappe er sich rnit ihr über einem unerwünschten Gefühl hex: Schwäche, und liefe Gefahr, in die viel- aeschnrähte Gesellschaft der Maumacher zu geraten, da wir doch aller Kraft zum Kampfe so sehr.bedürfen. Der Mann in dessen Worte wir die Adventsörtte Neideten, gehörte auch nicht in die Nähe einer in weichlicher Friedenssehnsucht entkräfteten Menschheit. Er hatte in der Jugend seine geharnischten Sonette gedichtet, mit ihnen srch ebenbürtig in die Schar der Streiter um Vaterland und Freiheit gestellt. Und im hohen Alter noch Ließ er sein trotziges Kampflied um Sch-leswig-Holftein erUingen, auch da noch nicht gewM, seine Freude an guter Waffentat zu verleugnen. Nein, zu den Schtvächllngen gehörte Friedrich Rückert nicht. Und dennoch war es chm mit der Advents!- bitte unr Brüderschaft der Völker in Gottes weitem Vaterhause tiefster Ernst. Er trug beides ungeteilt in seine« Brust: Kampsesmut und FriedenswiÜsi. wer mrf den tiefftommen Grundton seiner Kriegstteder achtet, der kann
auch nicht auf den Gedanken kommen, nur das eine Gliedes Gegensatzes dem Christentum, das andre der Vaterlandsliebe des Dichters zuzuschreiben. Ihm sicher gehörte beides dennoch zueinander, und wie schroff der Widerspruch erscheinen mochte, es lebte, nngeschwächt das eine wie das andre, beides mit- und beieinander in der einen männlichstarken Seele.
Ich denke nicht, daß das etwas ganz BereinzÄLes, Ungewöhnliches in dem einen Manne war. Es hat freilich im Christentum von jeher diese Stillen im Lande gegeben. Wseits von dem stürmffchen Lauf der Geschichte tut sich in ihnen, wie Goethe rühmt, „nach den größten Verirrungen, in die der dunkle Mensch sie hineinzög^ die christliche Religion in ihrer lieblichsten Eigentümlichkeit, als Mission, als Hausgenossen- urrd Brüderschaft, zur Erquickung des. sittlichen Menschenbedürfnifses, immer wieder hervor." Aber das Ganze des Christentums ist das dennoch nicht. Es ist Weltreligion geworoen. Es hat damit leidend und wirkend Teil gewonnen und genommen an allem, was menschlichem Leben an Hohem, Gutem, Edlem^ von Gott ist beschieden worden. Es ist darum Familienliebe und berufliche Arbeitskraft, es ist Vaterlandsliebe rcnd Dienst an Volk und Staat geworden. Aber es weiß sich damit fteilich in die Fülle von Gegensätzen urrd Widersprüchen^ unlöslichen Aufgaben und unverlierbaren Idealen verstrickt, die alles geschichtliche Leben kennzeichnen und vo-n ihm untrennbar sind. Einfacher darum, feierlicher und ein- drücklicher mag sich das Christentum jener stillen, weltabgeschiedenen Frommen zeichnen, neben ihm hat immer ein andres bestanden, das die Last der Widersprüche schwer in sich empfand, aber auch diese ans Gottes Harrd hinzw» nehmen sich berufen fühlte. Wir wollen auch in o-ieser Adventszeit uns von dieser Last nicht lossirgen, sondern sie willig sortzutragen suchen, solange Gott und Jrnte Geschichtsleitung es uns auserlege«, in Ks-nßhesmut und Friedenswillen. E ck.
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Weihnachtsbescherrmg für unsere Kries4ges»uge«e«!
Mancher, der nun wieder in diesen Tagen von der Sam»ck«s von Weihnachtsliebesgaben für unsere Tapferen draußen im Felde hört, denkt vielleicht mit einer gewissen Sorge an unsere Gefangenen in Feindeslcmd, wenir das Geschick des .Krieges einem, seiner Angehörigen das bittere Los der Gefangenschaft beschieden hat. Men, die gerade jetzt um einen ihrer Lieben in der Gefangenschaft in Unruhe sind, wird es darum besonders wertvoll sein, zu hören^ daß das Rote Kraus auch unsere deuffchen Kriegs-undZibll- gefangenen M Weihnachten nicht vergaffen wicd. Hauptsache lich aus den so reichlich zugeslosseneu Mitteln her Do! kss pendle Verden allein nach E n g l an d 40000Pakete, enchalte«-: Zigarren, Tabak, S^chokolade und Weihmubtsgebäck sowie eine WÄ>mungSkarte bmd ein Tannenreis, gesandt werden. Für Frankreich stich etwa 450 000 Mark vorgesehen, für die eine große Weihnachtssen- dung aus lEin-Aelpaketen Msammengestellt werden soll. Die Pakete wthalten wie im Vorjahre außer Schokohade, WeihnachtSgebäck, Tabak Und Zigarren eine WÄHnachtsschrift erbaulichen Inhalts urch mehrere M einer Einheitskffte Fusammengesetzte Pakete außerdem Tännenzweige Und ein Paket Christbamnschumck, durch die unsere gefangenen Landsleute ffr der Lage sein »oterdeu, airch föjrt vvn der Huffnat ein deutsches W'eihinachtsfest M feiern. Für die in Rußland befindlichen Gefangenen werden in erster Linie die gegenwärtig di.e- Lager bereffenden deutschen und öfterrerchischm Schwestern, vom Roten Kreuz sowie die Delegierten neutraler Län- t^r sorgen, und schon seit Wioxhen sind ganze Eisenbah-»rzüge mit Liebesgaben aller Art, insbesondere mit der für den Winter so notigen BMeidUng im Werte von vielen MMonen Mark unterwegs. So ist zsn hoffen, daß ttotz der durch die urrgeheuren Entfernungen und schlecht organisierten Verkehrsmittel für Rußland bestehen«» besonderen Scstvierigkeiten auch vom europäischen Rußland biß »ach Sibirien hinein fast kein deutscher oder österreichischer Gefangener bis zu Weihnachten ohne einen Gruß aus der Heimat geblieben ist, da alles, tvas durch fo* schafft werden kann, getan wivd.
Was im Besonderen die Gefangenen aus mfferer oberVefsi- scheu Heimat anbetrifft, so hat das Rvttz Kreu^ Gießen durch seinen Bezirksausschuß für vermißte und kriegSgefangene Deutsche allen d-on ihm ständig -mterstützteu mittellosen GefcmgrrMn in Frankreich ein sckxönes Weihnachtspaket zugehen laffen, das durch eine oberhessische Meihnachtsgrußkarte allen Empfängern an gezeigt wird. Den in RaUand befindlichen OberheffeU kommen die obengerwrrnten allgemeinen Gaben zugute, doch ist für einMlne besonders B e diü rft i g e auch nock' auf dem gewöbN-' lichen Ueberweisungsverkehr für Pakete eine Liebesgabe abgeschickL rvorden. Wenn auch die aus den Mitteln der VvWspende herrühren- den Gelder es einheimischen Stelle für Kriegsgefangenenfürsorge ernröglichten, unsere Gefangenen in bedrängten Berhältniffeu nicht nur dauernd alle 6 Wochen zu unterstützen, sondern auch durch die große Weihnachtsseiwung zu erfreuen, so wird sie dieses Hilfsweck doch nur -dann weiter durchführen körrnen, wenn dem Roten KreW gerade für die Kriegsgefangeuenfürsorge auch ferner Mittel in die Hand gegeben werden.
*• AuSzetchnrrng. DaS Kriegs-Ehrenzeichen erhielt, in Feindesland, der Eisenbahnschaffner Lltdwig Arnold aus Gieben.
^ ** Erhöhung des Butterpreises. Mit Rück-
sucht auf den Umstcmd, daß seitens der Reichsfettsbelle bec Lgndesfettstelle in Darmstadt in der Hauptsache ausländische Brttter zur Abgabe an die Bed-arstgernernden zugewiesen wird, hat die Landesfettstelle den vrm den Städten zu zahlender! Butterpreis um 7 Ps«g. für das Pfund erhöht. Diese Maßnahme rieht cruch^ eine Erhöbung des Buttern Preises in der Stadt Gießen nach sich. Mit Wirkung vom 4. d. Mts. ab ist deshalb der Preis für das Pfuräd auf 2.70 Mk. erhöht worden.
** Jungwehr. Sonntag, 3. Dez. : Komp . 620 und 621: Antreten 21/4 Uhr an der Gabelung Licher-Grünberger
Straße.
** Abgabe von Speck aus Hausschlachtun- \a e n. Um der bei der Versorgung der Arbeiter in der Kriegsindustrie hervorgetretenen Fettnot abzuhelfen, hat Elroßh. Ministerium des Innern durchs Bekanntmachung am. 1. Dezember bestimmt, daß von jedem hausgeschlachf- teten Schwein ein kleiner Teil (4 Prozent) in geräuchertem Speck abzugeben ist, wie dies bereits in anderen Gebietsteilen crngeordnet wurde. Der abzugeberrde Speck wird erst erhoben, wenn er fertig gesalzen und geräuchert ist. Die abgegebene Menge wird entsprechend bezahlt und bei der Verechnunb des auf Fleisch karten aiffznrech ncnden Teils in Abzug gebracht. Diese Maßnahme Ment dem Wohle des ganzen Vaterlandes nnd kann von den an und fite sich schon besonders bevorzugten Selbstversorgern nicht als Härte einp- funden werden, sondern als eine in dieser ernsten Zeit selbstverständliche brüderliche Hilfe. An den Erlaß darf deshalb die Hoffnung geknüpft werden, daß Me Selbstversorger gerne und wMg der Anordnung rauhkommen werden.
** H a s e n d i e b ft a h l. In der vergangenen Nacht wurden im Neuen Weg einem Wirte ein blauer Riesenyase und ein grauer Belgier, zusammen im Werte von 50 Mk., heute nacht in der Dammstraße aus einem Hausgarten ein weißer und ein schwarzer Stallhase gestohlen Sachdienliche Mitteilungen nimmt die .Kriminalpolizei entgegen.
** Gießener Kon 5 ertv er ein Das dritte sörtdet Frettaq, den 8. Dezember 19l6, abends 7' '. Ilm in Staidtkirche statt und zwar konrnren Ääntalen vvn I S Bach für Soli, Chor und Orck-esler zum Vortrag. Näheres siehe Anzeige.


