be*r Mnzter fee positiven (Srffäritn^cri c&gc&f itrtb gegen bfe Ämrexionifte-rr nicht protestiere, bleibe der (Äitdruck bestehen, daß er ÜM«r zustimnie. lieber die Schuldfrage zu sprechen, habe nicht viel Zweck, weil ttttm doch niemand überzeuge. Wenn man volle Klärung schaffen wolle, müsse man die gesamten Berhandkungeft zwischen Deutschland und -Oesterreich veröffentlichen. Der rrrffiiche Mobilisat ionsbefehl von 1912 sei ein wichtiges Dokument, das mrt den Erklärungen des russischer Kaisers, es werde nicht gegen Deutschland mobilisiert, im Widerspruch stehe. Der Redner geht sodann -des Näheren aus die Ereignisse kurz, vor Ausbruch des
§er Vertreter der Reichspartei erklärte, daß auch die Rechte und die Wirtschaftsverbände nie den Standpunkt der Lln- nexion vertreten Hütten. Durch, unsere Politik in Belgien, besonders gegenüber den Blumen, hätten wir bewiesen, daß wir Verständnis sür die Bedürfnisse des Landes haben. Das werde in Zukunst seine Früchte tragen. Wir wollen die Sicherheit, daß irnr nicht in loenigen Jahren neue Opfer bringen müssen. Xie ftanzösische Sozialdemot'ratie wolle Elscctz-Lothringen haben. >L>re stelle also uns „unehrenhafte Bedingimgen". Tie Ration werde dankbar fern, wenn sie erfahren, daß wir alle eine künftige Schutzwehr verlangen. Von einem Vasallenstaat brauche noch nicht gesprochen werden. Es gäbe auck? sonst Garantien gegen einen neuen ruchlosen Ueber- fall. Tie Schieosgerrchtsidee ist den: Redner sympathisch. Wenn wir uns aber 1914 auf ^chiedsgerichtsverhandlungen eingelassen hätten, hätten wir den Gegnern, die erst 1916 losschlagen wollten, Zeit gelassen, die Rüstungen zu vollenden.
Gin Mitglied der sozialdemokratischen Fraktion führte aus, daß die Diskussion der Schuldfrage umso günstiger für Deutschland ausfalle, je gründlicher man sich in sie vertiefe. Lin- sichtlich der russischen Mobilmachung sei es gut, nicht nur das Augenmerk aus die russische Totalmobilmachung, sondern auch auf die schon vorher fortschreitend sich erweiternden Teilmobilmachungen -zu richten. Seit 25. Juli 1914 wurde in Rußland mobilisiert. Zuerst die 13 Armeekorps als Antwort auf die Mobilisierung von acht österreichischen Korps gegen Serbien, sodann aber die umfassende Teilmobilisation in den nächsten Tagen auch in den nördlichen und östlichen Bezirken. Dafür liegen außer dem Bericht des belgischen Gesandten aus Petersburg, det im deutschen Weißbuch enthalten sei, auch wertvolle Zeugnisse aus der Presse der Ententelander vor. So telegraphierte der Petersburger Berichterstatter des „Temps" am 29. Juli: „Die Mobilisierung schreitet in Kiew, Odessa, Wilna (!), Warschau (!) und St. Petersburg (!) fort. Trup- venzüge passieren Warschau alle Viertelstunden." Am gleichen Tage berichtete Reuter: „Anzeichen dafür sind vorhanden, daß die ganze umfangreiche militärische Maschinerie bald in Bewegung gesetzt wird," und am 30. Juli telegraphierte der Korrespondent des „Daily Chronicle", Herold Williams, aus Petersburg: „Der Befehl für die partielle Mobilisierung ist als Antwort auf die österreichische Kriegserklärung gedacht: tatsächlich ist sie absolut und allgemein. Die Reservisten in den nördlichen Distrikten sind ebenfalls zu den Fahnen gerufen worden." Darnach erklärt sich die wachsende Unruhe in Deutschland in jenen Tagen. Man sah die sich von Osten heran'- wälzende, von Täg zu Tag cm bedrohlicher Ausdehnung zunehmende Lawine. Aus dieser Situation begreift sich denn auch die an sich sehr bedauerliche Voreiligkeit im „Berliner Lokal-Anzeiger".
Gin polnisches Mitglied des Ausschusses sprach sich gegen jebe Annexion aus.
Aus Hessen.
Darmst-abt, 10. Nov. Tie Erste Kammer der Land- stände wird voraussichtlich noch vor dem Weihnachtsfest zu einer kurzen Plenarsitzung zufanpmentreten. Am Mittwoch, den 15. November, ist zunächst der Finanzausschuß der Ersten Kammer zur Beratung der in der kürzlich von der Zweiten Kamnier verabschiedeten Anträge und Gesetzentwürfe einberufen worden) und am gleichen Tage kommt auch, der Gesetzg ebungsaus^ schuß der Ersten Kammer zu einer Sitzung zusammen, der sich besonders mft dem Gesetzentwurf über die Verlängerung der L a n d- tagswaplnr andate xu beschäftigen 'haben wird.
Der Zweiten Kammer der Stände liegen folgende Anträge vor:
1. Abgeordneter Dr. Weber beantragt, Großh. Regierung zu ersuchen, bei der Reichsleitung veranlassen zu wollen, daß den Sammlern von Bucheckern die Hälfte (statt 1 / 4 ) der gesammelten Mengen und größeren Familien (über vier Mitgliedern) eine .Höchstmenge bis zu 50 Kilogramm überlassen bleibt. Der Preis sür 1 Kilogramm Bucheckern möchte vom 1. November 1916 ab auf eine Mark festzusetzen sein.
Zugleich erscheint es dringend im Interesse der wichtigen Sache gelegen, daß amtlich von den Reichs- und Landesbehörden die bindende Zusicherung öffentlich bekannt gegeben wird, daß das gewonnene Oel in erster Linie zur Versorgung des Feldheeres und der Arbeiter sür den Heeresbedarf dient und daß Geschäftsgewinne am Oel und den Oelkuchen weder von den Behörden noch den Zwischenstellen erzielt werden dürfen.
2. Dringlicher Antrag des Abgeordneten Dorsch, eine Durchimpfung der Schweinebestände gegen Rotlau f s e u ch e vorzunehmen, oder, wenn dies aus irgend einem Grunde untunlich ist, mindestens die Schweinebestände der Orte dnrchzuimpfen, wo Fälle von Schweinerotlauf festgestellt werden.
3. Dringliche Anfrage des Abgeordneten Reh, betreffend: No t st andskreditean Kriegsteilnehmer. Die Anträge Köhler und Dr. Osann sowie Reh und Genossen betreffend Not- standskreditefürKriegsteilnehmer sind im Mai 1916 im Ausschuß behandelt worden. Damals hat Großherzogliche Regierung zugesagt, eine entsprechende Vorlage baldigst dem Landtage zugehen zu lassen. Gelegentlich der Landtagsverhandlungen hat Großherzogliche Regierung erwähnt, daß diese Gesetzesvorlage fertig gestellt sei und dem Landtage in Kürze vorgelegt werbe.
Bis heute ist dies nicht erfolgt. Bei der Dringlichkeit der Sache tragt Abg. Reh daher ergebenst an, welche Hindernisse der Einbringung der Vorlage im Wege stehen.
Arrs Stadt und Land.
Gießen, 11. November 1916.
Rotes Kreuz.
Zum dritten Male seit Kriegsbeginn tritt der Hessische Lan- desverein vom Roten Kreuz mit einem Bericht über seine Tätigkeit an die Oeffentlichkeit. Wir geben hier eine kurze Zusammenstellung der Hauptpunkte dieser Rechenschaftsablage, an der ja die weitesten Krerse unseres Volkes, die Spender zumal, ein großes Interesse haben. v
Das Rote .Kreuz ist in allett Arbeitsgebieten bemüht geblieben, ,einen vielseitigen Ausgaben gerecht zu werden. Es hat seit Kwiegs- begrnn rm Großherzogtum über 2060 Krankenträger und nahezu 400 Pfleger neu ausgebildet. Die Gesamtzahl des in die Etappe entsandten Personals ist auf 607 Personen angewachsen. Der Bericht nennt die Namen von vier Krankenpflegern, die in treuer Pflichterfüllung ihr Leben dem Vaterland geopfert haben. Im Heimatgebie't, d. h. im Großherzogtum Hessen, wirken in der freiwilligen Krankenpflege nach wie vor 3000 Personen: mehr als 95 000 Verwundete und Kranke wurden seit Kriegsbeginn geordneter Pflege und Behandlung zugeführt. 64 000 Mark erforderte die Bekleidung und Ausrüstung des in Etappe und Heimat tätigen Personals. Seit dem 1. Oktober 1915 wurden 257 Helferinnen zu Hilfchchwestern, 231 Helferin-Schülerinnen zu Helferinnen ernannt. 69 Vereinslazarette mit 4000 Belten standen zur Verfügung. In ihnen wurden vom Beginn des Krieges bis zum 1. August 1916 39 000 Verwundete verpflegt; insgesamt war für die Lazarettverpftegung die stattliche Summe von 5 Millionen Mark aufzuwenden. Es ist leicht zu verstehen, daß hier eine gewaltige Arbeit geleistet würbe, zu der ein sehr großes Betriebskapital gehört, wenn auch die für die Vereinslazarette aufgewandten Summen größtenteils von der Heeresleitung zurückerstattet werden. Trotz immer mehr erschwerter Beschaffung wurden von der ^aterialienabf-iluttg L i e b e s g a b e n im Werte von 136 000 Mark an 16 232 Soldaten verabfolgt; besonders an Weihnachten Truppen, Lazarettinsassen. Pflegepersonal und Flotte x r f bnab. Mit einer einzigen Ausnahme erreichten alle ihr zahlreiche Dankschreiben widerlegen den vielfach verbreiteten
fischen Ottcmhtn, als sei hier etwas verabsüuntt worden. Die Kriegsausftellung blieb mft 10000 Mark Reingewinn hinter dem von ihr erhofften Ertrag zurück. An Unterstützungen für Angehörige Einberufener, Hinterbliebene wurden rund 65 000 Mark verausgabt. In 139 Transporten wurden 7252 Deutsche und 2831 Gefangene von der Krankenbeförderungs-- abteilung befördert; die Verpflegungsstelle am Hauptbahrchof Darmstadt hat vom 1. Oktober 1915 bis zum 31. Juli 1916 10 654 Verpflegungen und 43119 Erfrischungen verabfolgt. Vereinslazarettzug T hat in 56 Fahrten 14 000 Mann, 0 3 in 39 Fahrten 10 275 Mann heimbefördert. Aus der regen Tätigkeit der Abteilung für Vermiß tenermittelung und Gefangenenfürsorge verdient befOnbors die Sammlung für deutsche Gefangene in Rußland Erwähnung; sie er- 9 <rb beinahe 150000 Mark. 'Nahezu 10000 Fälle vou Nachforschungen über Vermißte kmrnten, zum Teil mit gutem Erfolg, bearbeitet werden. Die vem Ausschuß für Unterricht und berufliche Fürsorge für Kriegsbeschädigte veröffentlichte Hessische Lazarettzeitung, sowie die Lesehalle für Verwundete dienen geistigen Bedürfnissen. Die Geburtstagsspende gestaltet sich mehr und mehr zu einer, wenn auch n»ch nicht allzu reichlich fließenden Quelle für das Rote Kreuz. Diesem sind seit Kriegsbeginn bis zum August 1916 einschließlich Zinsen und Sammlung für Kriegsgefangene in Rußland 1 Million neunhun- dertsünfundsiebzigtausend Mark zugeflossen: seine Ausgaben betrugen 830 000 Mark. Es wäre ein Irrtum, angesichts dieser Summen zu glauben, daß das Rote Kreuz nicht fortgesetzt neuer Gelder zur Bewältigung seiner vielseitigen, stets wachsenden Aufgaben bedürfe. So ist auch des dritten Berichtes letzter Sinn ein dringender Mahnruf an alle, im Spenden uno Helfen beim Roten Kreuz nicht zu erlahmen, sonderrl, wie sonst, so auch im Dienste unserer verwundeten und kranken Soldaten durchzuhalten.
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Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog hat am 8. November ds. Js. den Steucramtskontrotleur bei dem Steueramt Friedberg, Ludwig Knabenschuh, vom Tage des Dienstantritts an zum Bezirkskassier der Bezirkskasse Ulrichstein ernannt.
** Weihnachtsgaben für Flieger. Nach Rücksprache mit den maßgebenden Behörden und Inspektionen der Luftschifferund Fliegertruppen bringt die Vorsitzende des Frauenverbandes des Deutschen Luftflottenvereins folgendes zur Kenntnis: Um einein Uebermaß des Schenkens von Weihnachtsgaben an die Front zum Nachteile der Bedürftigen innerhalb Deutschlands vorzubeugen. ist ein Abkommen getroffen worden, demzufolge die Inspektionen Um- fragen cm Felde und bei den Ersatzabteilungen aller Lustiahrer- truppen veranlassen und von jeder Abteilung die bedürftigsten Mannschaften dein Frauenverbandc nennen werden. Diesen Fliegern soll dann ein Weihnachtspaket gesandt werden, das begleitet ist von einer Weihnachtskarte init Grüßen von der absendenden Ortsgruppe im Namen des Frauenverbandes des Deutschen Luststotten- Vereins.
Kreis Friedberg.
* A u s d e r W e t t e r a u, 10. Nov. Endlich geht die Herbst- Äussaat dem Ende zu. Wenn auch in letzter Zeit die Witterung nicht sehr günstig war, so konnte immerhin jeden Tag etwas gearbeitet werden. Der Sorge, daß nicht alles ausgestellt werden könnte, ist man enthoben. Einzuernten ist immer noch ein Teil der Zuckerrüben. In letzter Zeit sind die Lieferungen etwas beschleunigt worden^so daß in absehbarer Zeit auch diese Ernte geborgen sein! dürfte. Schon ist der Landmann am Stürzen der Stoppeläcker: aber damit werden die landwirtschaftlichen Feldarbeiten keineswegs beendigt. Noch ist viel zu tun. Bei einigermaßen günstiger Witterung, d. h., wenn nicht starke Fröste eintreten, hat der Bauer säst den ganzen Winter über seine Arbeit. Bon einer Winterruhe, wie im Vogelsberg, kann in der Wetterau keine Rede sein.
Starkenburg und Nheinhessen.
= M ainz, 10. Nov. An den Folgen einer schweren Lungenentzündung verstarb in der Nacht vom 8. zum 9. ds. Mts. der Präsident des Eisenbahndirektionsbezirks, Laury. Der Verstorbeno hatte seit Juli 1912 an der Spitze des Bezirks gestanden und hat sich um die Berkehrsangelegenheiten Hessens und die wirtschaftliche Besserstellung der hessischen Eisenbahübeamten bleibende Verdienste erworben. Präsident Laury erreichte ein Alter von 60 Jahren; er war der vierte Leiter der 1897 errichteten Mainzer Eisenbahn- direktion.
Hessen-Nassau.
--Frankfurt a. M.. 10. Nov. In der Altstadt wurde gestern mittag abermals ein Raubüberfall, ausgeführt, bei dem es aber diesmal gelang, den Räuber festzunehmen. Im Laden des Alt- händlers Hünerberg, Kannengießergaffe 7, kaufte kurz nach 1 Uhr ein junger Bursche von der Geschäftsinhaberin, die sich allein im Laden aufhielt, einen Anzug. Als die Frau dem Burschen bei der Bezahlung mehrere Scheine geben wollte, riß er ihr diese aus der Hand und floh durch Mehrere Straßen bis nach der Brückhosstraße. Hier versteckte er sich im Abort des Gasthauses „Zur Stadt Fürth". Inzwischen war dem Burschen jedoch ein immer größer werdender Menschenschwarm gefolgt, der ihn in dem Versteck aufstöberte und der Polizei übergab. Der Räuber war schon öfter in dem Geschäft gewesen und halte unter dem Namen „Arbeiter Müller, Schnurgasse," Einkäufe gemacht. — Ob der noch recht junge Mann dev Räuber ist, der such die anderen Ueberfälle verübte, werden die Gegenüberstellungen mit den überfallenen Frauen ergeben.
X H a n a u, 9. Nov. Nachdem der Magistrat beschlossen hatte, das Hanauer Stadttheater zur Neuverpachtung auf vorläuftg zwei Jahre vom 15. September 1917 ab öffentlich aus^uschreiben, sind, wie gemeldet, auf das in den Bühnenfachblattern erlassene Ausschreiben 43 Bewerbungen aus allen Teilen Deutschlands eingelaufen. Der Magistrat hat beschlossen, das Theater vom 15. September 1917 bis zum 15. Mai 1919 auf Grund des von den städtischen Körperschaften genehmigten Theatervertrages an Direktor Ludwig Spannuth-Bodenstedt, derzeitigen Leiters des Neuen Theaters in Hamburg, zu vergeben. Die Stadtverordneten haben in ihrer gestrigen nichtöffentlichen Sitzung dem Abschlüsse des Vertrages zugestimmt. Der für die künftige Leitung unseres Stadttheaters erwählte Direktor Spannuth-Bodenstedt steht gegenwärtig im 37. Leben^ahre und kann auf eine 1L jährige Bühnentätigkeit zurückblicken. Kurz nach Ausbruch des Krieges hat er die Leitung des Neuen Theaters in Hamburg geführt, die er aber Ostern 1917 niederlegen wird. Als Bühnenschriftsteller hat Direktor Spannuth- Bodenstedt im Laufe der Jahre eine fruchtbringende Tätigkeit entfaltet. Werke aus seiner Feder sind auf fast allen deutschen Bühnen zur Ausführung gebracht worden. Mlein sein Lustspiel „Im wunderschönen Monat Mai" hat bislang über 1000 Aufführungen erlebt und ist in vier Sprachen übersetzt worden. Auch seine dramatischen Werke „Das träumende Land", „Der Glücksschmied" und sein letztes Stück „Im Krug zum grünen Kvcrnze" behcslpten sich erfolgreich im Spielplan der deutschen Bühnen. — Direktor Adalbert Steffter, der seit 10 Jahren das Hanauer Stadttheater, das Offenbacher Stadtthvater und das Bad-Hombnrger .Kurhaustheater leitet, wird die Leitung der beiden letztgenannten Bühnen allein weiter- führen. _
Evangelische Gemeinde.
^^onntag, de» 12 . Nov., 2 1 . »ach Trinitatis Gottesdienst. In der Stadtlirche. Vorm. 9V, Uhr: Professor v. Schian. Vorin. 11 Uhr: Militsrgottesdienst. Pfarrer Schwabe. Nachmittags 2 Uhr: Kinderkircke für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Pfarrer Mahr. — Montag, den 13. November, abenäs 8 Uhr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. — Dienstag, den 14. November, abends 8 Uhr: Versammlung des Frauenvereins der Markusgemeinde im MarkuSsaal. — Dienstag, den 14. November, nachmittags 4 Uhr, im Matthäussaal-. Frauenmissionsverein. — der Zohanneskirche. Vorm. 9x Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vorm. 11 Uhr: Kii^derkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer A u s f e l d. Abends 5 Uhr : Pfarrer Bech- 1 o l s h e i m e r. Abends V/, Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukasgemeinde im Lnkassaal. Abends 7 1 /, Uhr: Vereinigung der konfirmierten inärmlichen Jugend der Johannesgemeinde im Johannessaal. — Aiittwoch, den 15. No
vember, abends 8 Uhr: KriegSbetfiunde. Pfavcer BechtolS- heimer. — Freitag, den 17. November, nachmittags 5*/, Uhr: Vereinigung der korrfirmierten werblichen Jugend der,Johannesgemeinde im Johannessaal.
Kirchberg: Sonntag, den 12. November, vorm. 10 Uhr. — Heil. Abendinahl für die jungen Leute aus Lollar. — Lollar: Mittwoch, den 1b. November, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde.
katholische Gemeinde.
Gottesdienst. Samstag, den 11. November: Nachm. 5 Uhr urrd abds. 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Sorrntag, den 12. Nov., 22. Sonntag nach Pfingsten.
Vorm. 6V, Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte; 7 Uhr: Hl. Messe. 8 Uhr: Austeiluirg der hl. Kommunioir. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachm. 57, Uhr: Christenlehre; daralff Andacht. — Dienstag und Freitag abends 8 Uhr ist Kriegsbittandacht.
Diaspora-Gottesdien st am 12. Nov.: In Grttn- berg 9'/, Uhr. In Hirngen 9)^ Uhr. _
MMan Ccs Gichrrrer Stadttheaterr.
Direktion: Hermann Steingoetter.
Sonntag, den 12. November, nachmittags 37, Uhr, bei flctnen Preisen: „Wo die Schwalben nisten." Ende nach 6 Uhr. Abends 734 Uhr, bei gewöhnt. Preisen (ermäßigt)): „Unter der blühenden Linde." Ende nach 10 Uhr. Dienstag, den 14. November, abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt), 5. Dienstag^Abonne- ments-Vorstellirng: „Das Alter." Ende nach 10 Uhr. Freitag,
den 17. November, abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt), 4. Freitag-Abonnemevts-Vorstellung: „Der siebente Tag.^ Ende gegen 10 l f 2 Uhr. Sonntag, den 19. November, nachmittags 37, Uhr, bei Volkspreisen: Volks- und Schüler-Vorstellung : „Maria Stuart." Ende gegen 67, Uhr. Abends 77, Uhr, bei kleinen Preisen: „Wo die Schwalben nisten." Ende nach 10 Uhr.
Sprelptan der vereinigten §rsnMrter StadMeatrr.
Spernhaur.
Sonntag, den 12. November, nachmittags 37, Uhr: „Der Zigennerbaron." Abends 7 Uhr: „Der Troubadour/ Montag, den 13. November, abends 77, Uhr: „Das Dreimäderlhaus/' Dienstag, den 14. November, abends 7 Uhr: Zum ersten Male (Uraufsührung): „Porzia." Oper in 3 Aufzügen (nach Shakespeares „Kaufmann von Venedig") von Richard Wilde. Musik von Otto Taubmann. Mittwoch, den 15. November, abends 77, Uhr: „Hoff- manns Erzählungen." Donnerstag, den 16. November, abends 7X Uhr: „Die Fledermaus." Freitag, den 17. November, geschlossen (4. pNuseums-Konzert). Samstag, den 18. November, abends 7 Uhr: „Porzia." Sonntag, den 19. November, nachmittags 37, Uhr: „Das Dreimäderlhaus." Abends 7 Uhr: „Vio- lanta." Hierauf: „Der Ring des Polykrates." Montag, den 20. November, geschloffen.
Schauspielhaus.
Soickitag, den 12. November, nachmittags 3 Uhr: „Die
zärtlichen Verwandten." Abends 67, Uhr: „Peer Gynt." Montag, den 13. November, abends 77 , Uhr: „Der Revisor." Dienstag, den 14. November, abends 77, Uhr: Gastspiel des Kgl. Bayer. Hofschauspielers Herrn Konrad Dreher mit Gesellschaft. Zum ersten Male: „Der alte Feinschmecker." Ein Münchener Schwank in 4 Aufzügen von Hans Georg Vogelfang. Musik von Emil Kaiser. Mittwoch, den 15. November, abends 77 , Uhr: „Der siebente Tag." Donnerstag, den 16. November, abends 77, Uhr: „Judith." Freitag, den 17. November, abends l l f 2 Uhr: „Rausch." Samstag, den 18. November, abends 77, Uhr: „Des Meere«
und der Liebe Wellen." Sonntag, den 19. November, nachmittags 3 Uhr: „Dr. Klaus." Abends 77 , Uhr: „Alt-Frankfurt." Montag, den 20. November, abends 7 7 , Uhr: „König Richard
der Dritte."
Börsen-Wochenbericht.
Frankfurt a. M., 10 NovemLer.
Im freien Verkehr der Börse hielt sich das Geschäft in dieser Woche in engen Grenzen, da die Börseu-besircher angesichts vielfachl ergangener Warnungen Vvr einer Ueherspekulaticm große Zurückhaltung an den Tag legten. Es fehlte auch durchaus nicht an Verkausslust, indes die dadurch hervorgerufene Verschlechterung des. Bildes ist zumeist nur eine vorübergehende Erscheilcurrg. Man richtet sich immer wieder vasch auf, namerMch an den so zahlreichen^ guten Abschlüssen industrieller Gesellschaften, durch die man daran erinnert wird, daß der größere Teil unserer Jndirstrie auf die Kriegswirtschaft eingestellt ist. Sie verdient dabei soviel, daß sie im allgemeinen mit Leichtigkeit die Vorkehrungen für die Kriegs- geivftmsteuer und für die Kosten des Ueberganges zur Friedenswirtschlaft treffen kann. Eine wesentliche Stütze der zuversichtlichen Haltung bildet natürlich auch die für luns günstige Kriegslage, wenn auch! die g!uten Nachrichten von den Kriegsschauplätzen keine besondere Anregung gaben. Ohne besonderen Einfluß auf die Börse war auch die Pvoklamierung des Kölligreichs Polen und die Präsidentenwahl in Amerika. Beide.Ereignisse wurden zwar viel be- sproch.en, doch blieb die Kursbewegung davon ganz- unberührt. Letztere gestaltete sich! in den letzten acht Tagen nicht ganz einhefttich. Nach den vorcmgegangenen Kurssteigerungen vieler Aktierr- werte ernpfand die Spekulation anscheinend das Bedürfnis, Atem zu !hvlen, teilweise nahm sie mrchj Gewinnabgaben vor. So konnten MontanpaPiSre ihre in der Vorwoche erhielten Kursbesserungen nicht behaupten, auch K a l i w e r t e lagen schloä- cher. Eine besondere.Enttäuschung bereitete der Börse der Abschluß der Adler und O h p e n h e i m e r Leder-Gesellschaft. Man bezweifelt allerdings nicht, daß die Gelöinne über die veröffentlichten Ziffern tatsächlich hinausgehen und zpm Teil zu inneren Rückstellungen im Hinblick auf die ungeklärte Zukunft gerade diesev Branche Verwendung gefunden haben, war aber doch verstimmt, weil man manchersckts eine höhere Dividende erwartet hatte. Die Aktien dieses Unternehmens, die zeitweise lebhaft umgesetzt wurden, waren zu sehr erheblich niedrigeren Kursen arrgeboten und fanden erst später wieder auf dem bedeutend ermäßigten Niveau KÄlfer. Von anderen Jndustriepapieren blieben Rüftungswerte im allgemeinen vernachlässigt, nur Rheinmetall waren bevorzugt, auä> Hirsch Kupfer, Heddernheimer und Munscheid waren gebessert. Auto- und Elektrowerte schrvöchten sich etwas ab. Eünges Interesse bestand für Lindes Eismaschinen und für chemische Werte, namentlich für Badische Amlin, Elberfelder Farben, Gricsheimer und Scheideanstalt. Für Bankaktien trat vorübergehend' größere Kauflust hervor, ebenso für S ch i f f a h r t s a k t i e n , die zum Wochenschluß ansehnliche Kürsbesserungen erzielten. Deutsche Anleihen lagen fest. Von ftemden Staatsanleihen waren Argentinier und Mexikaner gebessert. Geld war leicht. Privatdiskoni! 4V 16 Prozent.


