Ausgabe 
4.11.1916 Zweites Blatt
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Das Reuterbureau ist zu verkaufen

2Xirfcr Berliner Mitarbeiter schreibt uns :

ko ist zju verkaufen! Die Direktion des

C. (Wkm^ung für Reuters Telegrcrphen-Compagnie) ^lbft terlt der staunenden Mitwelt diese Nachricht mit. Da Reiner aber das Lügen zur zweiten Natur geworden ist, gibt er natürlich nicht die volle Wahrheit. Er spricht von sehr günstigen Kaufangeboten und von der Wahrung des unab- hänaigen Charakters des Bureaus. Mer jeder Eingeweihte weiß, daß die Aktionäre seit Ausbruch des Krieges keine Dwiverrde mehr gesehen haben. Es muß also wohl etwas

in Ordnung sein. Als Baron Herbert de Reuter im April v. I. Selbstmord beging, da wußten die Kabel in echt englischer Heuchelei nur einen sentimentalen Privatgrund: Aus Gram über den Tod seiner Frau, die der Sohn des Fvvßen" Gründers so sehr liebte. Unterdessen ist aber doch manchcis bekannt geworden, was auch auf andere Ursachen sHttefien laßt und wodurch die jetzt bevorstehende Trans­aktion erklärt wird. Das Reuterbureau steht seit Kriegs­ausbruch unter staatlichem Kommando. Der Krieg macht sich für R. T. C. keineswegs bezahlt. Viele Abonnenten auf dem Kontinent, die einst willig und geduldig den Ideuterstoff in sich auftiahmen, sind weggefallen. Das Geschäft mit China geht besonders schlecht, und in Nordamerika hat inan sehr böse Auseinandersetzungen gehabt. Der neue Schwindelchef, Herbert Haley, der wenige Tage nach der englischen .Kriegs­erklärung an die Spitze des Bureaus gestellt worden war, hat durch seine faustdicken Lügen, mit denen er die englischen Boriemverte in den Vereinigten Staaten Hochhalten wollte, selbst die Jankees stutzig gemacht. Die Belagerung Aachens, die Beschießung von Frankfurt a. M., die verschiedentlichen Giftmorde des deutschen Kronprinzen usw., das war auch für die Amerikaner auf oie Dauer zu viel. Selbst england- freundliche Blätter, wieNew' York Herald",Now York Times",Chicago Daily Expreß" undSun" weigerten sich schließlich, Reuters Depeschen zu bringen und drohten, nur noch Wolfftelegramme aufznnehmen, soweit man ihrer drahtlos habhaft werden körure. Aus der weiteren Aus­einandersetzung mit Reuter scheinen dann etliche Kündi­gungen erwachsen zu sein. Das Bureau schränkte zwar hierauf die Mteilung für Fabrikation eigentlicher Lügen etwas ein und erweiterte dafür den Betrieb der Verschleie­rung und Umdichtung der Wahrheit. Aber das sinnlose Hinauspfeffern aufgelegter Unwahrheiten hat dem eng lischen Nachrichtenhaus doch mächtig geschadet. Dazu kom men noch rein interw-geschästliche Rückständigkeiten des Reuterbetrnebes, die zu einein Rückgang der Aktien werte geführt haben. Der verstorbene Baron war bekanntlich ein großer Knickr, ein kleinlicher Mensch, der alles Heil des geschäftlichen Wohlergehens im sparsamsten tforttxmrfton erblickte. Das Redaktionsgebäude in 24 Old ^Qvry zu Loirdon blieb durch Jahre und Jahre hindurch die­selbe Baracke. Der Weg zum vierten Stockwerk führt über lebensgefährliche Stufen. Die Dachkammer, in der Reuters Allgemeine Korrespondenz" hergeftellt wird, würde man in Deutschland keinem Lumpensammler als Aufenthaltsort zu muten. Die Angestellten werden aufs äußerste ausgebeutet.

Es wird mtt Überstunden gearbeitet, wobei erst ruht wenig ^eistung herauskommt. Das ganze System ist auf winzigste Bureauspesen und möglichste Börsenverwertung des Nach­richtendienstes eingerichtet. Die Hauptsache ist gar nicht die Redaktion, sondern das Bankhaus, das Baron Herbert für stinen besonderen Gebrauch gegründet hat. Dieses eigene Bankhaus ist ihm von seinen Landsleuten sehr verargt wor­den. Kurz vor dein Kriege wurde die Reutergeiellschaft auch in einen heftigen Geschäftskampf mit der englischen Presse verwickelt, weil sie durch das Versprechen von günstiger Be fprcchung bei ihr annoncierender Geschäftshäuser das Ännon- cenwesen an sich zu reißen versuchte. Das Reuterbiireau ist m lenem Kampfe unterlegen und hat seitdem während des Krieges geschäftlich kein Glück mehr gehabt. Es geht abwärts «nt dem Glanz desVakrs der Lüge", mit der Gründung des hessischen Dorfjuden Julius Reuter, der seinen Adel 1870 sY Sachsen-Koburg-Gotha erhielt, um dann eine politische Macht in England zu werden. Der Weltkrieg wird und muß auch mit diesem Monopol aufräumen. Die Brechung des Renterschen Einflusses wird nach dem Frieden eine der wichtigsten Aufgaben der deutschen Politik sein. Deutschland hat gezeigt, was es in der Organisation vermag wird den niedergehenden Reuter mit einem ehrlichen, wahrhaft deutschen Weltnachrichtendienst ablösen. Die eng tische Götterdämmerung hat begonnen.

mann gern", das war btfc Stimmung der unbesiegten Truppe, die nach Erfüllung ihrer Schuldigkeit in die neue, bessere Stellung abzog.

W. Sch euerman n, Kriegsberichterstatter.

Aus Stsrdt und Lerud»

Gießen, 4. November 1916. Weihnachtsspenbe 1916!

o ^ r£u ä' das wie in früheren J«hren auch in diesem

^ayre die Versorgung unserer Feldgrauen im Schützengraben tPI? .unserer Verwundeten in den Lazaretten übernommen hat, bittet in dem rm Jnserateirteil abzed ruckten Ausruf um Spenden. Ilnstre braven Kärnpfer haben Anspruch darauf, von der Heimat mit Weihnachtsge,chenken bedacht zu werden. Biele sind unter iyiren, die von ihren Angehörigen nichts erhalten können, und es §£*? Mr uns, dre wir das W-eihnachtSsest zu .Hause in der warmen ^tube feiern lärmen, doch ein bitteres Gestchl, daß diese Tapferen, die Leben mrd Gesundheit für uns alle in die Schanze schlagen! leer ansgehen sollten. ^ ^ A

Das Rote Kreuz will aber nicht nur sie, sondern aus­nahmslos alle unsere braven Soldaten mit einer Weihnachts- gabe erfreuen, um ihnen damit zu beweisen, wie wir in der Heimat ckwen Heldenmut und ihre Ausdauer dankbar anerkennen. Des- halb wird wohl jeder gerne ein Scherftein beittagen, um dieses Lrebeswerk zu ermöglichen.

Tie Versorgung ist durch Zusammenwirken des Roten Kreuzes mit den Militärbehörden derart geregelt, daß alle im Felde stehenden Formationen bedacht werden. Tie Versorgung einzelner I ^ rnppentelle durch ihren Garansonort soll, weil dadurch eine sehr ungleichmäßige Verteilung der Weihnachtsliebesgaben herbei geführt > wurde, ausgeschaltet sein.

Rrlegsbriefe aus dem westen.

Telegramm unseres Kriegsberichterstatters.

(Unberechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, verboten/

LrÄhaste Artillerietätigkeit an der Westfront.

Großes Hauptquartier, 2. Nov.

Seit einigen Tagen beginnt der Feind auch an Abschnit .5 verhältnismäßig ruhig waren, seine Ar-

trllerretattgkett zu steigern. Gestern war das Feuer in Flan dern uwd im Artois, zwischen der Aisnq und der Champaane- ^ont, IM Mschnitt von St. Mihiel, wo es schon seit einigen Tagen anhalt, ferner neuerdings bei Chateau-Salins in und selbst im sonst stillenSchweizerzipfel" bet Byel fast am Südende der Westfront gesteigert, aber nirgends erfolgten Jnfanterieunternehmungen, welche die Granatenverj chweudnng gerechtfertigt hätten. Auch an der Slwrmefront begnügte sich der Feind nördlich des Ancre- bach^ urch südlich des Sommeflusses mit der Fortsetzung fernes starken Artrllerrefeuers. Südlich der Ancre dagegen an der ganzen Front zwischen Courcelette bis Rancourt erfolgten nach einer bis 6 Uhr abends dauernden starken Artillerievorbereitung abermals schwere Angriffe, die aber weit davon entfernt blieben, das Ziel des ersten Offensiv- /as inzwischen durch bie Beschießung arg verwüstete Städtchen Bapaume, zu erreichen. Nur bei Morval und am Nordrande de; Waldes St. Pierre-Baast konnten sich die Franzosen in zwei noch umkämpften Nestern festsetzen. Bei ^ailly gingen wir zum Angriffe vo^-und die verzweifelte Verteidigung des von der Kriegskrikik der Verbündeten für so wichtig gehaltenen Platzes konnte uns nicht hindern, darin Fuß zu fassen. Me inzwischen erfolgte Räumung der von uns gesprengten Feste Vaux war von den Verdun- rruppen, in deren Bereich ich eben bin, schon seit einiaen Tagen erwartet worden. Der Deutsche geht nicht gern zuruck aber nachdem die Feste als Unterstand großen Stttes unser^ Verrmnoffensive uns ihre Menste geleistet hat, ist sie setzt wo die Verhältnisse an diesem Frontabschnitte sich durch den Uebergang zum Stellungskrieg geändert haben von

S^uH&npfctn dem fteinbe ohne Neid und mit Schadenfreude überlassen worden.Den Wurstkessel von schweren Batterien auf den deckungslos gewordenen Trümmerhaufen hauen, gönnen wir dein Franz-

Verwundeten-Unterricht. Am letzten Dienstag fand mr Hvrfaal- der Anatomie der 4. Vorttag über Arbeiterver- licherung durch Buremibeamten H. Kirchner statt und zwar wurden bne erschienenen Verwundeten über die Geltendmachung il/rer Ansprüche aus der Kranken - und Invaliden­versicherung aufgeklärt. Während bei der Jirvalidenversi- cherung Pie Zurücklegung einer Wartezeit vorgeschrieben ist, hat m^^tticherte ° n r dem Eintritt in die Versicherungspflichtige Befcbasttgnng im Falle seiner Erkrankung sofort Ansvruch auf die Leistungen der Krankenkasse, selbst auch dann, wenn der Ar­beitgeber versäumt hat, die Abmeldung zur .Krankenkasse recht- .3" bewirken. Tritt ein Versicherter aus der versicherungs- V1ilchttgen Beschäftigung aus, so hat er noch auf die Dauer von o Wochen Anspruch auf die Regelleistungeii. Ebenso steht es ihm frei, während dieser Zeit der Kranünkas'e gegenüber die Erklärung abzugeben, daß er von dem Rechte der W e i t e r v e r s i ch e - r u n g Gebrauch macht. Kriegsteilnehmer, die sich beim Eintritt m den Militärdienst nicht weiterversichert haben, können dies innerhalb 6 Wochen nach Rückkehr in die Heimat nachholen, haben fedoch für die verflossene Zeit keinen Ansch-uch aus Lei­stungen der Krankenkasle. Anträge wegen Auszahlung von Kran­en, Sterbegeld usw. fmb an dre Kranken lasse, welcher der Versicherte angehort, zu richten. Bei Merirungsverichiedenheiten entscheidet dav zustaiiDrge Vcrjicherungsamt. Gegen die Eirtscheidung des VMicherungsamtes ist binnen eines Monats (vom Tage der Zu­stellung der Enstcherdung) Beruftmg zulässig, die an das Ver- stcherungsamt emzureichen ist mrd von dott an das Oberver- Ncherungsanit weitergegeben wird. Gegen die Entscheidung des Oberversicherungsamtes ist in bestimmte Fällen Revision beim Reichsversicherungsamt in Berlin zulässig. Bei der Invali­de nv e r s i ch. e r u n g sind Anträge aus Invalidenrente usw. s/O Versrchierungsamt, bezw. bei der Bürgermeisterei zu stellen. Es sind dabcr vorzulegen: Invaliden karte, Bescheinigungeir über ausgerechnete Katten, uwd Militärdienstleiftunqen, Krank- hecks- und Arbeitsbescheinigung, Gebuttsschein, bei Verheirateten außerdem Heiratsurkunde, sowie Geburtsurkunden der Kinder unter 1p ^ahren.d ^ie Landesversicherungsanstalt erteilt hierauf dem Berficherten einm Beicheid, gegen den innerhalb eines Monats Berufung an das,Oberversicherrmgsamt zulässig ist. Gegen das Urteil des Oberversicherungsamts ist in bestimmten Fällen binnen wconats^rist Berufung mr das Reick>soersichcrungsamt Berlin ein- zureichen. Tie Lrnsfuhruiigen des Vorttagenden wurden durch besondere Vorfichrnngen (Vergrößerimgen von Formularen be- zuglich Beitragsrechnungen, An- und Abmeldung, Newenanträ- gen, Bescheiden und dergl.) i5ntsprechend erläutert. Anschließend mr den Vortrag wurden den Erschienenen durch den Leiter des Verwundeteminterrichts Pros. Henneberg eine Anzahl Licht- ^^--.^^Io>asten, Bauten, Hafenanlagen usw.) vorgefühtt.

^Qch.sischer Dank für den S i e b e n b ür g i s ch e n Notpfennig Der Ausruf zur Sammlung von Gaben zur Un­ter,tutzung der Srebenburgischen Flüchtlinge hat in unserer Stadt bereits weithin Widerhall gefunden, so daß bereits ein erheblicher Teckbettag nach Hermann,tadt zirr Stillung der allerschlimmsten fnschen Not gesandt werden konnte. In dem nrhrenden Dank­schreiben das alsbald von dem Hermannstadter Sächsi- ,chen Hilfsausfschuß hier einlief, heißt es unter anderem: Wrrchanken nicht nur für die namhafte Spende selbst, sondern auch < dm freundliche Gemmung, die sie bekundet. Der Einfalt der walachischen Horden in unsere gesegneten Gefilde hat viel Elend nnt sich gebracht. W ist aber rm Laufe unserer 800 jährigen Ge- schichte mcht das erstemal, daß solche Stürnie über uns gegangen UU £ t ur Augenblick wohl gebeugt, aber nicht gebrochen,

uns wieder aufgerlchtet hchm. Deshalb lassen wir auch diesmal deir Mut nicht sinken und hoffen bestimmt, durch Fleiß und Arbeit die uns geschlagenen Munden wieder Hecken zu können. Wenn dann die eigene Arbeit auch noch durch die materielle und moralische Unter Mung unserer Freimde und Brüder im großen deutschen Mutter- lande rn so erfreuliwer Meise gefördett wird, wie durch Ihre dies- ^Ä^.Spmde und Teilnahme, kann und wird der Erfolg auch nicht ausblechen. Der Brus schließt mit der Mtte, allen Spendern von Gaben rn Gießen herzlichsten Dank zu sagen und der Sache der Siebenburger Sachsen nocq werter freundlich zu gedenken. Möchte diese Hoffnung durch Eingang weiterer reichlicher Gaben für das tapfere Siebenburger Sachsen-Völkchen in recht erffeuliche Erfül­lung gehen!

Landkreis Gießen.

Daubringen 3. Noo. Dem Unteroffizier Ludwig H o f f m a n n, Sohn des Stembruchaufsehers Ludwig voffmann II. rourbe m den öommefampfen die Hessische Tapferkeits- Medaille verliehen. Hoffmann erhielt im März 1915 bei den Impfen um Verdun das Eiserne Kreuz und wurde zum Unter­offizier befördert.

" G r ü n b e r g , 2. Nov. Dem Großh. Amtsrichter Brücke! dahrer wurde als Vorsitzender der Kommission für Famckienunter- stutzunqen für den AintsgerlchtSbezirk Grünberg das K r i e a s - ehrenz eichen vom Großherzog verliehen. Brücke! ist ein ge­borener Lang-Gönser. ' J

~ -ft e f selbach, 3. Nov. Dem hiesigen Bürgermeister K Schwalb, der sich auf dem Gebiete der Kriegsfürsorqe besondere Verdienste erworben hat, wurde vom Großherzog ein Ehren­zeichen verliehen.

^ , S L a n g - G ö n s, 2 . Nov. Unteroffizier Karl Velten i« Res.-Jnf.-Regt. 254, ist au\ dem- Felde der Ehre ant

nn^Oo1°^r.qeiaaen. K. Velten ist der Sohn des Käsefabrikanten und Landwirts Konrad Velten.

Kreis Schotten.

Rebgeshain, 3. Nov. Seit August d. 1s. wurde dei- Musketier G e i ß von hier im Osten vermißt. Nun hat er aus dem Gesaugenenlager Lodeinoje-Polje geschrieben.

Kreis Wetzlar.

^^l,ar^3. Noo. Die Jagd nach den Einleger chw einen nimmt auch rm hiesigen Kreise in letzter Zeit ae-

burchziehen Leute, uamentlich aus der Drersstadt, dre Orts-chafteu, um nach verkäuflichen Schweinen zumEmlegen für dre Hausschlachtung Umschau zu halten. In der fffi*. dre Wafchküchen ober andere Rmrme in

Schwernestalle umgewairdeft. Sachverständige befürchten, daß durck) unverstandrge Fiitterung und schlechte Stallungen viele Tiere emgehen werden.

Nirchlsehc; N<aehr;chte»u

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, den 5. November, 20. nach Trinitatis N e f o r m a t i o n s f e st. Kollekte für evangelische Geineinden mit überwiegender katholischer Bevölkerung

G ottcsdi-ns! Inder SEirchk Vorm. 9',, Uhr: Pfarrer Mahr. Vorn,. 11 Uhr: Kindcrkirche stir die Matthäusgemcinde. Piarrer Mahr Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. Beichte und heiliges Abendmahl iür Matihäus- nnd Marknsacnieinde Annieldnng vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten i-l 1: Beremiiumg der konfirmierten manntichen Inqend der Diatthansgemeinde. - Tienstag, den 7. Nov.. abends 8 Uhr- Versnmttilnng der konfirmierten weibliche» Jm,end der MarknZ: genmnüe - Mittwoch, den 8. Nov.. abends 8 Uhr: Gottesdienst nnl,»stich der Jahresversan»»lnna des Oberh. Vereins für Innere Million. Dekan Müller aris Lauterbach. ^

oi r 5n ,^ e r r Iohannerkirche. Vormittags 9X Uhr: Pfarrer B e ch t o l s h e l m e r. Dorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Luka-- gememde. P,arrer B e ch t o l s h e i m e r. Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausfel^d. Beichte und heiliges Abendmahl für Lukas- und Zohanuesgemelnde. Anmeldiingen vorher bei dem Pfarrer jeder Gememde erbeten Abends 8 Uhr ^ Iohannessaale: Versamm­lung und Bibelbesprechung. Abends^?^ Uhr im Lukassaale - Ver- eungimg der konfirmierten mäiinlichen Jugend der LiikaSgemeinde

Sr.rchvcrg. Lonutag, ben 5. November, vorm. 10 Ubr RewrmatlonSftst. Kollekte. Heil. Abendmahl für Staifieubera. - Marrrzlar. Mittwoch, den 8. November, abends 8 Uhr: Kriegs- betstunde. Dekan Guß mann.

_ . 4 ,. katholische Gemeinde.

Gottesdienst. Samstag, den 4. November' Nachm. 5 Uhr mid abends 8 Uhr: Gelegenheit gur heil. Beichte. ® 0 ÜF ^ ag, 5. November, 21. Sonntag nach P f i n a st e n s. 6 Gelegenheit zur heil. Beichte. Vorm. 7 Uhr:

Heil, --iesse. Vorm. 8 Uhr: Ailsteilung der heil. Kommunion s- U ! )r: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Heil. Messe f ^ Jungfrauen-Kongregation. - ^irlttenlehre -darauf Andacht für bie Abgestorbenen

und Freitag, abends 8 Uhr, ist Kriegsbittandacht.

D i a s v o r a - G o t t e s d i e n st a m 5. N o v ember" -._3» La ubach 10 Uhr. In Lich 9»/. Uhr.

SpiJjflön des Mchener Stadttheaters. "

Direktion: Hermann Steingoetter.

Sonntag, den 5. Ltoveinber, nachmittags 8V, Uhr, bei Volks, preisen: Volks- und Schüler - Vorstellung :Nathan der Weise " Ende gegen 6/, Uhr. Abends 7 l / 2 Uhr, bei kleinen Preisen: Wo d e Schwalben m'ten." Ende 10^ Uhr. Dienstag, den 7. Novbr. abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt), 4. Dienstaa- Abounemeut^-Vorstellimg:Der siebente Tag." Ende qcqen 10 / 2 Uhr. streitag, den 10. November, abends 8 Uhr (außer Abonuuemeut), bei klemeu Preisen: Zu Schillers Geburtstag Maria Stuart/ Ende 11 Uhr. Sonntag, den 12. November' nachmittags 3/z Uhr, bei kleinen Preisen:Wo die Schwalben mstcn. Ende nach 6 Uhr. Abends 7% Uhr, bei gewöhnlichen A^ftn (ermäßigt)):Unter der blühenden Linde." Ende nach

Spielplan

Vpernyaus.

Sonntag den 5. November, nachmittags 3 l L Uhr' Lost. nimmS Erzählungen." Abends 7 l i, Uhr:Das ^resmäderlba,,^ "

^iensm'a 7 Avember, geschlossen (1. Rühl-VeremS-Komert).

den 7. November, abends 7'/, Uhr:Rigoletto." Mitt­en 8 ?ov-, abends 7'h Uhr:Die Kaiserin/ Donnerstag de'' '-November, abends 7^ Uhr:Das Drei.uäderlhans." FrA- tag den 10. November, abends 7'/, Uhr:Martha" Samstaa ^g^'^ooember abends Uhr:Tie-land/ Sonntag, den Mn E »DerZiqennerbnron^ Abends

bC " 13 abends

^ §chaufpielh6U5.-

. r . . on li; ' oen 5. November, nachmittag? 37, Uhr: Wie

rJJ 1 !L! m a^ a « Jbenb§ 7',^ Uhr: Erstes Gastspiel de? verrn Adolf ? L !r / 1 vtimann von 'Jimebi»." Moittnq, de» 6. Novembrr, ,* 1 .pH. .$« ficbenle Tag." Dienstag, den l. Stoocmbcr H? t: fT te? ^ltspicl des Herrn Adolf Klein:Fanst.- Mittivoch, den 8. November, abends 77, Uhr: Te>- Revisor 9

^ 7 °mber. abends 7/, Uf,r:ÄS? >

®ri t« ,mh uJ , nb , enb ? 6 Uhr: Zu Schillers Geburtstag: §r "°s',nd letztes Gastfpie! des Herr» Adoli Klein:Don Carlos."

1. ?°°°'"b°r. abends 7>/. Uk,r:Viel Lär.n um '^.November, ..nachmittag» 3 Uhr: .Die

Mon-

zärtlichen Verwandten." Abends 67,' Uhr tag, den 13. November, abends 7*/, Uhr:

Peer Gynt." Revisor.

Börsen-Wochenbericht.

m ' 7" Frankfurtn. M., 3. November, r. ^ f r e i e II Verkehr der Börfe setzte sich die Auswärts-- bewegung in dreser Woche auf den meisten Gebieten rveiter fort.

fnrt-rJ !? im b ^r Kriegslage, insbesondere die ^N^eckenden Erfolge in Rumänien und das veffchärfte Vor­gehen unserer Torpedo- und Tanchbvote haben das Verttauen auf ^^udrgung des Krieges anfs neue gehoben, wenn' Volkerring-ens selbst leider sich immer noch nicht : l C i Anregung gab ber Börse allerdings auch die chnftKlag e, namentlich die glänzende Verfassung der Kohlen- uwd Eisenrndnstrie, die in den jüngsten ckusfuhrmrgen der Betriebsleiter der großen Hüttenwerke gelegent-, Generalversammlnnglni wieder deutlich vor 'Augen geführt a 11 i n ^uftrie wurden ebenfalls sehr besrie- ^e^de Nachn-chten verbreitet, dre der Kauflust der Spekulation neue Nahrung gaben, xer Kali-Absatz ist in starker Steigerung be- ^ für das lausende Jahr wieder aus &160 Millionen Mark, womit man sich wieder etwas dem MB^bsatz des Fnedensfahres 1913 nähett. Das Hanptiiiteresse im freien Börsenverkehr war denn auch, auf Montan- u n d 54 a k i- Z"1e Zer»t Erstere wurden auch in Ermattung SfL.- U bevorstehend angenommenen KohlenpreiserhöHuna von! industrieller Sette aus dem Markte genommen, wobei die Ge- mit JSP^ er Kohlenerzeugnng die Führung hatten. Gelfenkirchener Phomx und Harpener zogen krüfttg an, ferner waren Es-ch^Luxentburger, Caxo, Lauvahütte und Birdernssche Eisenwerke lebhaft gefragt und höher. Von Kaliwerten standen Westeregeln, Aschersleben, Deutsche Kali und Heldburg im Vor­oergrunde des ^ntcwefses. Rüftungswerte trateii demgegen­über mehr rn den Hintergrund. Von anderen Jndnsttiepapieren! waren noch einzelne Antowerte, wie Daimler, Benz, Klever und Fahrzeug Eisenach begünstigt, auch chemische Werte, insbesondere Griesheimer Badische Anilin und Höchster Farbwerke waren gefragt und hoher. Weiteres Interesse zeigte sich auch ftir Deutsche Erdol-Artlen nnd Ste-ana Romana, die neuerdings Kursbesse- rungen erzielten, ferner waren Gummipeter zu steigendem Kurse lebhaft gesucht. Schiffahrtswerte liegen ruhig, doch gittj behauptet. Lebhafteres Geschäft entwickelte sich dagegen nach län­gerer Verimchlässignng in Bankaktien, von denen Deutsche Diskonto Commandit, Dresdner. Darmstädter, Handelsge- ellschaft und Natwnalbank für Deutschland im Kurse anziehcn Sonnten. Deutsche Anleihen lagen fest. Von ausländischen Anleihen waren Rnsseii, Rumänier nnd italienische Werte schwä- scher schweizerische Wette fest. Von amerikanischen Werten waren Frisko Bonds andauernd zu höherem Preise gesucht. Geld war wetter flüssig. Privatdiskortt etwa 4*7 %.

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