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27.11.1916 Erstes Blatt
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'iUi £uiwf>4)mu8 -es u fertvc chjets, Ser Durch ein- SrtretnirS Hochwaffer vesonSers erschwert war. hatten die k. u. f. DsnmlfwttiHe unter Kommando des Linienschiffs- karütts s Queich und österreichisch-ungarische Pionierabtei- Lrngru des ; eneralmajors Gongt hervorragenden Anteil.

Bei Nmiulct, nördlich von Sistow, wutt^e durch un­sere Flieger ein feindlicher Fannan abgeschossen.

Heeresfront des Generalober st en Erzherzog Josef.

Deutsche Kavallerie unter Führung des Generalleut- uants Grafen von Schmettow nmrf östlich des unteren Alt eine feindliche Kavallerie-Division zurück. Rimnic Val- eec im Alt-Tale wurde genommen-, weiter östlich, wo der Feind noch listigen Widerstand leistet, nähern sich unsere Tnrppcn C u r t e a d e A r g e s. Ein neuer Angriff russischer Kompagnien in der Gegend südwestlich von Betas blieb abermals erfolglos.

HeeresfrontdesGeneralfeldmarschalls Prinzen Leopold v o n B a y e r n.

Russische Abteilungen, die bei O z i e r k i am oberen Styr Vorsingen, wurden durch unser Feuer vertrieben.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Auf der K a r st h o ch f l ä ch t war der Geschützkampf seit­weift etwas lebhafter.

Im Kärntner Grenzgebiet beschoß die feindliche Ar­tillerie einzelne Ortschaften.

Eines unftrer Flugzeuggeschwader warf auf die Bahn- aulLgen und Baracken von Tolmezzo Bomben ab.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Unverändert.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Fcldmarschalleutnant.

Mackensen an Kaiser Karl.

Wien, 26. Nov. (WTB.) Generalfeldmarschall von rSJiad e n )' e u fyot cm Seine kaiserliche und königliche aposto­lische Majestät folgendes Telegramm gerichtet: t

In aufrichtiger Mittrauer stehe ich im Geiste an der Bahre ftdlüMib Seiner Majestät Kaiser Franz Josefs, des edlen Seuiors der Kerrscher dieser Welt. Ich, begrüße ehrfurchtsvoll Euere Viaftstät als obersten Kriegsherrn des tapferen österreichisch- Ängarnchen .Heeres mit der Meldung, daß darr mir anverttauten - Truppen unter tatkräftiger Mithilfe von Euerer Majestät^ Pio- jlN-reu und Donauslottille der Ton an Übergang Siltowo- Zürrvicea geglückt ist. Genevalfaldmarschall von Mackensen.

Seine Majestät geruhten mit folgendem Telegramm ftu antworten:

Ihre Worte treuer füllten Gedenkens an meinen Sie so hoch Mähenden erlauästen Großoheim haben mich tief gerührt und danke ich imrigft dafür, sowie auck: für die mir zugleich dargebrachte Huldigung. Diese erfreute mich umsomehr, als sie in der Nachricht von dem bedeut fastnen Erfolge ausklang, die die Ihrer siegreichen Führung unterstehenden Truppen nrit Gottes Hilfe durch den seht bewirkten Donaunbergang errungen haben. Hierzu Sie aufs wärmste beglückwünschend, sende ich Ihren, mein lieber Generalfaldmarfchall von Vttrckensen und den von Ihnen be­fehligten kampfbewährten Heereskräften meinen herzlichsten Gruß.

Der König von Bulgarien an sein gegen Rumänien kämpfendes Heer.

Sofia, 23. Nov. Ter König hat folgenden Armeebefehl an idie-gEn die Rumänen kämpfende dritte .Armee gerichtet:

..OmKiere, Unteroffiziere, Soldaten der dritten Armee!

Die' erwarteten besseren Tage für die Vergeltung an unseren tvesäsftn nördlichen Nachbar sind rasch gekommen. Die Vor- schmng hat Euch Gelegenheit geboten, mit Wucht und in ihrer wrmrseH Grüße Euerem neuen Feinde die Macht zu zeigen, die Euch 'jnnewohnt.

Unser Nachbar Rumänien hat uns angegriffeir, wähnend, b*& Eure Entschlossenheit, Eure Kraft geschwächt worden wären tntb daß jetzt der AiHenblick gekommen sei, sein räuberisches Wer? vom Jahre 1913 wieder aujzunehmen. Seine Unverschämtheit war beispiellos, beispiellos aber auch die Kraft des Orkans der die feindlichen Horden über die goldenen Gefilde der Dobrudscha, des Sitzes unseres alten Königduns, wegfegte. Der unvergleichliche Sturm aus die Festung Tutrakan, die ruhmvollen Schlachten bei D-olric und Silistria, der Angriff aut die mächtig ausgebauterz Stellungen bei Kobadin und Topraifar, die Einnahme von Kvn- stpnza. Medschidie und Cernavoda all das wird für immer ein Snrnlüld der unbeugsamen bulgarischen Macht sein.

Beseelt von dem Gefühl der höchsten Pflicht gegen das Vater­land, mächtig unterüützt von den tapferen, kriegstüchtigen deutschen, österreickisch-ungarischen und türkischen, in edlem ritterlichen Wett- effer aus dem^Felde der (Ehre (Ätch verbündeten Tnrppen, habt Ihr Werke geschahen, die die schönsten Angenblicke in unserer Kriegs­geschichte kennzeichnen, und Stolz erfüllt mein Herz bei dem Ge- dmrkei: daran, was Eure Tapferkeit vollbrachte.

Mit unverändertem Vertrauen in Eure unerschütterliche Hal­tung lende ich Euch den enthusiastischen Gruß der einigen gesamten buLgari'chen Nation und spreche Euch innigen Tank und An- ttkenrnrng aus, indem ich' Euch Gesurrdheit und Kraft zu neuen tayf: gsänzenberen Taten wünsche. Gott, der Allmächtige schütze Euch! Mit seiner Hilfe wird unser geheiligtes Werk mit einem' Triumph abschließen!"

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Friedrich Naumann in Sofia.

Sofia, 26 Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Abgeordneter D. -Naumann hielt gestern abend einen Vortrag überDas deut- Me Volk im Weltkriege". Unter den Zuhörern, welck)?e den großen Saal des Offiziersklubs bis aus den letzten Platz füllten, befand) sich Ministerpräsident Radoslaroow, die Mehrzahl der Minister, t'ver deutsche Gesandte, der Königliche Kommissar Tschapraschikoff, /mehrere Generale urch zahlreiche Abgeordnete. Die Anwesenden, welche den Ausführungen des Redners über die inneren Wand- . lrrngen des deutschen Volkes während des Krieges mit gespanntester Aufmerksamkeit folgten, lohnten den Vorttagenden mit reichstem Bestall. Heute mittag gab der deutsche Gesandte ein Frühstück zu Ehren Naumamrs.

Die Lage Rumäniens.

London, 25. Noo. (WTB.) Das Reutersche Bureau ver­breitet nachstehende Darlegung: Nicht nur in Rumänien, sondern' auch in anderen gut uitterrichteten diplomatischen und militärischen Kreffen wird die gegenwärtige Lage Rumäniens, die fick, aus dem österreichisch-deutschen Vormarsch ergeben hat, nicht als ernst betrachtet. Daß die Lage Unerfreulich und in gewisser Hinsicht auch unklar ist, weil schlechtes Werter die Verbindungen verzögert hat, wird freimüttg ein geräumt. Aber es wird ausgeführt, daß un­angebrachte Niedergeschlagenheit nicht hervorgerufen wurde. Selbst w«nn mcttx amttmmt, d«ß die deutschen Heeresberichte wahr frrtb und ferner die feindlichen Erfolge bei der Ueberrennung der westlichen Walachei in Anschlag bringt, so könne dies, so unangenehm es sei, keineswegs für Rumänien eine Sache von ausschlaggebender Bedeu­tung sein und nicht die wirkliche strategische und militärische Lage Mlmärä. ns ttesten, da ein erfolgreicher russisch-rumänischer FeSd- M.g im Norden den feindlichen Erfolg in sehr brrzer Zeit vollkommen nichtig rnachen würde Es ist eine allgemein verbreitete falsche An­stich daß Tsntschlans durch die Ueberwindmr- des südwestlichen Ru-

' > sehr bedeutende Vorräte, nameut^Ä cm Getreide, in

die Hand Wbmmen würde. Dieser Teil Rumäniens ist zwar ein an landwcrtkchMichkN ErMUZmffeu sehr reiches Gebiet, dient aber nicht

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bracht und auf dem getvöhnlAien Wage schon vor Wochen nach Bvalla und Gafatzi, den großen Mittelpunkten des Getreidehandels, gesandt !vorden, wo sich große Speici-er beffnden. Die Mais­ernte ist indessen noch nicht vollständig eingeheimst und kann in Feindeshiintie fallen. Die deutschen Siege in dieser Gegend dürsten natürlich auch ihren Transport erleichtern. Was die Garnison von O r s o v a betrifft, so ist diese nur klein, und es besteht Grund zu der Hoffnung, scfaß sie erfolgreich zurückgezogen werden konnte, als es dem lKommandartten offenbar amttibe, daß sie sich in drohender Ge­fahr befinde. Kurz gesagt, die Meinung galt dahin, daß die gegen­wärtige Lage eher stur Geduld als zum Pessimismus mahnt. Eins ist gewiß, nämlich, daß das Einsetzen jedtveder Anstrengung seitens Rußlands, Rumänien zu helfen, in sehr kurzer Zeit die ganze Lage ändern würde.

Wien, 26. Nov.' (WTB. Nichtamtlich.) Die Blätter heben die große strategische Bedeutung des Donau Über­ganges der Ma ckensenschen Truppen hervor. Das F r e m b e n 6 1 <t 1 t" schreibt:

Vom Süden hat Mackensen die Donau überschritten und be­streicht ganz unettvartet den ganzen Bewegungs- und Verbindungs- vaum des seindlickien Heeres in der Walachei. Die weiteren Wir­kungen werden sich bald zeigen. Mackensen kam denr großen be­absichtigten Verteidigungsplan der Rumänen westlich Bukarest zuvor.

DieNeue Freie Presse" sieht die>eukung des Drmauüberganges darin, daß Mackensen den Rumänen in den Rücken kam und sagt: Das ist die Zange. Daß hierdurch! eine mächtige Entlastung unserer Nordkräfte bewirkt wird, ist ein- lenchtend. Tie Wirkung dieses Schachzuges dürfte sich schon in der nächsten Zeit fühlbar machen, sowie liberhaupt die Aus­strahlungen auf die Kriegslage, rurmentlich hinsichtlich der mol­dauischen und russischen Front, kaum ausbleiben werden."

Au ch dasNeue Wiener Tagblattt' betont, daß Mackensens Willen der russisch-rumänischen Kriegsleistung zu­vorkam, und führt aus:Ter Dobrudschaflügel des bewährten Schlachtenlenkers erweist sich gegen alle Sacharowschen Angriffe gefeit, ebenso sein Zentrum. An der ruhmvollen Donaulinie aber hat der linke Flügel bei Svistov die Donau überschütten und flankiert dadurch das Nordufer und die in Aussicht genommene Altslußftont des Gegners, die übrigens auch durch das Vordringen Falkenl-ayus schon erledigt ist. Falkenhayn und Mackensen, zwei Meister der nwdernen Kriegskunst, haben eines der schwierigsten Probleme der Strategie und Taktik in bewundernswerter Weise gelöst."

Rumänischer Bericht

vom 24. November.

Nord - und No rdwestfront: An der Moldaufrontkeine Veränderung. An der Grenze von Munteni bis in die Gegend von Dragoslavle schwache Artilleriebeschießung. Im Alt-Tale Ar­tilleriebeschießung am rechten Flügel urrd im Zentrum. Auf dem linken Flügel griff 'der Feind heftig Eitenie (?) an. Wir zogett unsere Truppru unter dem Druck der an Zahl überlegenen Gegner links von Oltnetz zurück.

S ü d f r o n t: Jnfanteriefeuer und Arttlleriebeschießung längs der ganzen Donau. Bei Ealafat erbeuteten wir ein feindliches Flugzeug. In der Umgebung von Zimnicea hesttge Artilleriebe- schiehung. Der Feind versucht, zu landen. In der Dobrudscha rückten wir an der ganzen Front, besonders im Zentrum und am linken Flügel vor, wo wir die Dörfer Cclengie, Pazarlic, Esteri Palzilmic und Tafaul besetzten.

Vom 25. November.

Nord- Und Nordwestfront: An der Westgrenze der Moldau keine Veränderung. An der Nordgrenze der Walachei bis in die Gegend von Dragoslavle sämaches Geschützfeuer. Im Alt­tale griff der lFeind aus der ganzen Front abermals an, wurde gber zurückgeschlagen. In der Gegend von Oltenik gingen unsere Truppen auf das linke Altufer zurück, ebenso in der Gegend von Tragasani und Slatma.

S ü d f r o n t: ILängsd er ganzen Donau Gewehr- und Geschütz- seuer. Ter Feind ist bei Jzlaz und Zimnicea gelandet. Nördlich dieser (Ortschaften imrrde sein Vormarsch durch unsere Truppen ausgehalten. Inder Dobrudscha nichts neues.

Der bulgarische Bericht.

Sofia, 24. Nov. (WTB.) Generalstabsbericht vom 24. November. Mazedonische Front: Zwischen Ochrida- und Prespa-See warfen wir starke feindliche Abteilungen zurück. An verschiedenen Punkten vor unseren Stellungen zwischen dem Prespa-See und der Cerna lebhaftes Arttlleriefeuer. Ocstlich von Eernabogen warfen wir drei nächtliche Angriffe des Feindes, der dabei blutige Verluste erlitt, zurück. Am Fuße der Belasitza Planina Ruhe. An der Struma schwache Arttllerietätigkeit.

Rumänische Front: In der Dobrudscha näherten sich an Zahl überlegene feindliche Abteilungen unferen Stellun­gen und wurden durch Feuer unserer Arttllerie zurückgeschlagen. Entlang der Donau bei Süistria, Tuttakan und Rustschuk Arttlleriefeuer. Bei Gigen, Orchovao, Lom und Vidin besetzten unsere Abteilungen Donauinseln.

Der türkische Bericht.

Konstantinvpel, 25. Nov. (WTB.) Amtlicher Heeres­bericht vom 21. November. (Verspätet eingetroffen.) An der per­sischen Front wurden verschiedene feindliche Aufklärimgs- pattonillen, die gegen Bidjar vorzurücken versuchten, zurückge- schlagen.

Kaukasusfront: Auf dem rechten Flügel wurde ein vierzig Kilometer langer Teil unserer in der Gegend von Musch gelegenen Stellungen gleichfalls vorgeschoben, so daß wir in den letzten Tagen an diesem Flügel die Stellungen in einer Ausdehmurg von neun­zig Kilometern und mter mittleren Tiefe von zehn Kilo­metern vorschoben. Kämpft, die unsere Verfalgungsabttilungen an dieser ganzen Front besonders nördlich gegen Kighi gegen feind­liche Nachhuten lieferten, entwickelten sich zu unseren Gunsten. Wir machten Gefangene lrnb erbeuteten Kriegsmaterial. Die Zahl der russischen Ueberläufer nimmt täglich zu. An den übrigen Fronten kein wichttges Ereignis.

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Ein neues Ultimatum an Griechenland.

Bern, 25. Nov. (WTB.)Sccolo" meldet aus Athen: Admiral Fournet verlangt in einem neuen Ulttmatum die Auslieferung des Artillerieparks bis zum 1. De­zember und die des übrigen Kriegsmaterials bis Mm 15. Dezember. In militärischen Kreisen herrscht große Tättgkeit.

London, 26. Nov. (WTB.) Tie Epchmrge Telegramm- Eomvagny meldet, daß die Regierung von Benffelios Bulgarien den Krieg erklärt habe.

Athen, 26. November. (WTBO Meldung des Reuberschien Burecürs. Infolge der Kriegserklärung der provisorischem Regieruirg an Bulgarien ist Griechenland tatsächlich im Kriege nnt Bulgarien, weil die Alliierten das Triumvirat in Saloniki als taffächliche griechische Regierung betrachten. Tie provisorische Re­gierung liabe auch Deutschland den Krieg erklärt, weil es Schisse torpediert habe, die nationalistische Streitkräfte führten.

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Der Kabinettswechsel in Rußland.

Petersburg, 25. Nov. (WDB.) Meldung der Peters­burger Telegraphen-Agentur. Der Gehilfe im Ministerium des Aeußeru Neratöm ist mit der Leitung des Mini­steriums des Aeußeru beauftragt morden.

Der Seekrieg.

Der Angriff auf die Themsemündung.

London, 26. Nov. (WTB.) Die Admiralität teilt mit: In der Nacht vom 23. zum 24. Novembßr versuchten sechs deutsche Torp edoboo ts zerstör er, sich dem nörd­lichen Ende der Downs zu nähern. Sie wurden von einem Wachfahrzeug gesichtet. Der Feind gab schnell ungefähr 12

du uuu jiu)t uanu u.uverzugt.i.a.) väauc Grunare traf einenDrifter", Von der Besatzung wurde niemand verletzt; es wurden nur die Aufbauten des Schiffes beschä­digt.i In der Nähe der offenen Stadt Ramsgate ist nirgends eine Granate niedergefallen.

Der Untergang derBritannic".

London, 25. Nov. (WTB.) Ein amtlicher Bericht der Ad­miral i t ä t sagt im Hinblick auf die Benrerkung in dem! deutschen! Funkspruch, daß die große Zahl der Personen an Bott) der ,B ri - tan nie" außerordentlich ausfällig sei und den starken Verdacht rochtserttge, daß das .Hospitalschiff für Transportzivecft mißbraucht wordeic sei: Die Zahl wurde jetzt genau folgendermaßen festgestellt: Besatzung 625, medizinisches Personal 500, insgesamt 1125. Das 'medizinische 'Personal bestand aus sorgenden niederen und l-öhe- ren Rangjtuftn des Königlichen Arnreesanitätskorps: 25 Offizieren, 76 Krankenpslegerttmen, 399 Hospitalwävtern, diensttuenden Arrs- teilern, Laboratoriumsdienern und Operattonsraumdiencrn, Röitt- genphotographen, diensttuenden Wärterinnen und Schreibpersonal, insgesamt 500.

London, 26. Nov. (WTB.)Daily News" meldet aus Athen vom 23. November: Es ist nicht möglich, Sicherheit darüber zu bekommen, au'f welche Weise der DampferBri- t a n n i e" gesunken ist, so daß da.hingestellt bleiben muß, ob das Schiff durch einen Torpedo schuß oder eine Minen­explosion gesunken ist. Ueber die Untersuchung wird strenges Stillschweigen bewahrt. Es ist wahrscheinlich, daß der Gegenstand, der die Explosion verursachte, nur die äußerste Wand des Schiffes vernichtet hat und nicht, wie es ein Torpedo getan haben würde, durchgedrungen ist.

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New Dork, 17. Nov. (WTB.) FunksPouch von dem Vertreter des WTB. Verspätet eingetroffen. Der Hocrrstsche Internationale Nach.richtendienst meldet aus Washington: Das Staatsdepartement hat keinen amtlichen Bericht über die Behauptung erhalten, daß der französische Postdampfer Mississipp i" auf ein deutsches Unterseeboot im englischen Kanal gefeuert hat, ab^er es erivartet Nach­richten von der amerikanischen Botschaft in Paris. In amt­lichen Kreisen verlautet, daß, wenn es sich her ausstellt, daß dieMississippi" ihre Geschütze zum Angriff benutzt hat, ihr die Einfahrt in amerikanische H>äfen unter der Maske eiires friedlichen Kanffahrers verlvehrt werden soll.

Stockholm, 25. Nov. (WTB.) Anläßlich der Ver­senkung des schwedischen DampfersArthur durch ein deuffches Unterseeboot hat die Regierung den schwedischen Geschäftsträger in Berlin beauftragt, bei der deutschen Regierung eine Untersuchung zu verlangen unter dem Vorbehalt von Forderirngen, zu denen der Vor­fall Anlaß geben Nnnte.

London, 26. Nov. (WTB.) Lloyds meldet, daß die norwegischen DampferOifjeid" undTrym" ver­senkt worden sind.

Aus dem Hauptausschutz des Reichstags.

Berlin, 25. Nov. (WTB.) Der Hauptausschuß des Reichstages setzte die Besprechung des Gesetzes betteffend die H il ssdien ft Pflicht fort. Im Lauft der Verhandlungen er­klärte der Chef des Kriegsamtes, Geireralleutnant Groener, die Seel,orge werde selbstverständlich als vaterländischer Hilfsdienst anerkannt werden. Für die Hilssdienstpslichttgen, auch für die ztvangsweise zu Beschästtgung Uebettvreftnerr, sollte nicht ettva dos Aüilitärrecht Maßgebend^ sein, solange sie nicht zur eigentttchen Heeressolge gehörten. Es sei ausgeschlossen, daß nach denr Inkraft­treten des Gesetzes auf dem von seiner: Bestimmungen bettofftnen Gebiete einzelne stellverttetende Generalkommandos noch weiter selbständig auf Grund des Gesetzes vom Belagerungszustand Son­de rversügungen erlassen könnten, die nicht nttt den Rrchtlinien des Kriegsamtes übeveinsttnunen. Im übrigerr bitte er die Ernzelftagen zweckmäßiger in der Spezialdebatte zu erörtern.

Der Staatssekretär des Innern erklärte n. a,: Rich­tig," ei, daß der Zwanjg bei der Hilfsdienstpflicht unmittelbar für Zdie Arbeit in einem pttvaten Unternehmen ausgeübt werde, und daß ans dieser Tatsache sich 'gttvisft Folgerungen ergeben würden. Er persölüichs ei der Ansicht, daß es das Richttge sein werde, diese Folgerungen auf dem Gebiete derBesteuerungderKriegs- gewinne zlu suchen. Der Redner erneuerte seine Versicherung, daß jeder Versuch, das Hilfsdienstgesetz oder die militärische ReKa- matton zu einem Lohndrucke auszunutzen, nicht nur auf das ent­schiedenste verlirteilt, sondern raid) von den Behörden miss entschie­denste bekämpft ivübde. Die Frage der Gewinnbeschränkung derft- nigen Unternehimrngen,d ft durch das Hilfsdienstpflichtgesetz neue Arbeitskräfte erhalten, sei außerordentlich sckMerig und verwickelt. Er sei nach reiflicher Ueberlegung der Ansicht, daß die Lösung des Problems am besten mit Hilftd er Besteuerung gelinge. Tie Frage werde weiter mit der größten Sorgfalt geprüft und bearbeitet, es gehe aber nicht an, die Einführung der Hilfsdienstpflicht mit ihr zu vercnttcken und hierdurch zu verzögern. Ter Staatssekretär ging dann noch auf die SchwierigPerten ein, die sich in der Praxis bei der Sttllegung beziehungsweise Zusammenfassung der Betrübe ergeben würdeil. Bei größeren Betrieben, namentlich in den Industrien, die wie die Texttliudustrie ihren Arbeiterstand schon jetzt nur sehr unvollkommen ausnutzen, würde sich mit Hilfe der induftttellen Orgamsattonen eine Verständigung über die Stillegung oder Um­stellung wohl in pen meisten Fällen durch eine freie Vereinbarung erzielen lassen. Weniger einfach dagegen lägen die Verhältniffe bei mittleren mtb kleineren Betrieben: hier werde man manchmal fra­gen müssen, ob die wenigen Arbeitskräfte, die aus einem solchen Kleinbettiebe herausgezogen werden 'können, die Mühe und Opfer, die mit der Sttllegung oder Umstellung verbunden sind, lohnen. Er habe dft feste Zuversicht, daß in der prakttschen Dtcrchführung für alle diese jetzt grundsätzlich äußerst schwiettg erscheinenden Fra­gen Löfungein gefunden würden, die gerecht und zweckmäßig sind, und mild enen sich alle Beteiligten abfinden können. Am Mon­tag vornrittag wirdd ie Einzelerörterung der Paragraphen beginnen

Aus dem Reiche.

Berlin, 25. Nov. (WTB. Nichtcnutlich.) Dem Landtag ist eine Vorlage der Regierung zugegangen, durch welche die Städte, Landgemeinden und Kreise (Oberamtsbezirke) ermächtigt werden, die regelmäßigen Ergänzungs­wahlen zu ihren Vertretungen während der Dcnrer des Krieges um je ein Jahr hinauszuschieben.

Berlin, 25. Nov. (WDB. Nichtamtlich.) Der verstärkte H aus Haltung s ausschnß des Abgeordneten­hauses hat in den Tagen vom 20. bis zum 24. November über die Maßnahmen zur Lebensmittelversorgung beraten und dabei die Erklärungen der Regierungsvertreter über die von der Regierung auf diesem Gebiete auf Grund der Bundesratsverordnung getroffenen oder iroch zu treffen­den Maßnahme!: entgegengenommen. An den Verhandlun­gen beteiligte sich der'Landwirtschaftsminister, der Präsident

Kriegsemrährungsamtes und der Präsident der Lartdes- fleischstelle. Aus den Beratungen der Kommission, ins­besondere aus den Erllärungen der Regierungsvertreter ergab sich, wie der über die Verhandlungen verösfentlichts amtliche Bericht sesfftellt, als Bild der Lage, daß es der sorgsamsten Behandlung und Verteilung der Lebensmittel bedarf, um der Bevölkerung den notwendigen Unterhalt zu gewähren, daß aber bei gutem Willen von allen Seiten nicht daran gezweifelt $n werden braucht, daßwirdurch- halten können. D:e Opfer, die allen dabei zugemutet werden müssen, müßten und könnten ertragen werden.