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(WTB.) Großes Hauptquartier. 23. Nov. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinz Nu pp recht non Bayern.
In den Abendswnden nahm das feindliche Artillerie- feuer beiderseits der A n c r e und im S a i l l y - A d s ch n i t t zu. Teilanqriffe der Engländer nördlich von Gueude- court. der Franzosen gegen den Nordwestrand des st. Pierre Vaa st - Waldes scheiterten.
O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Krönt des Ge ncralfeld marschalls Prinzen Leopold von Bayern.
Südlich von S m 0 r g 0 n nach starker Feuervorberci- tunq vorgchende russische Patrouillen wurden vertrieben.
Aufklärendes Wetter ries an verschiedenen Stellen zwischen Ostsee und Waldkarpathen regere Artillerietätig- keit hervor.
Front des Generalober st en Erzherzog Karl.
Am Ostrande von Siebenbürgen Gefechte von Aufklärungsabteilungen. Die Russen verstärken sich dort.
In der Walachei hat sich die Lage nicht geändert.
Bei Craiova fielen neben anderer Beute dreihundert Eisenbahnwagen in unsere .Hand.
Balkan-Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe des Gencralfeldmarschalls von Mackensen.
In der Dobrudscha und an der Donau an mehreren Punkten Artilleriefeuer.
Mazedonische Front.
Die Gefechte östlich des Ochrida-Sees endeten mit dem Rückzug des Gegners. An der deutsch-bulgarischen Front zwischen dem Prespa-See und dem östlichen C e r n a - rauf wurden mehrfach Mlvorstöhc. an der Höhenstellung östlich von Paralovo starke Angriffe des Feindes zurück- geschlasen.
Der Erste Generalguartiermeister Ludendorfs.
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Berlin. deu 23. November 1916. abends. (WTB. Amtlich.)
Auf beiden Somnre-Ufern starkes Artilleriefeuer, besonders nördlich der Ancre und am Saint Pierre Baast- Walde.
In der Walachei planmäßiger Fortgang der Operationen.
In der Dobrudscha und an mehreren Stellen der Donau lebhaftes Feuer von Ufer zu Ufer.
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Der Pauptanss ch^u ß des Reichstags hat gestern eine überaus wichtige Sache in Angriff genommen: das geplante Gesetz über die a 1 lgemei ne Arbeitspflicht. Wir haben die Grurrdzüge und Richtlinien des Entwurfes bereits ausführlich mitgeteilt, und als Einleitung zu den Beratungen der Parlamentarier gab es gestern noch interessante Aufklärun,gsreden der Regierungs- und Militär- Vertreter. Staatssekretär Dr. Helfferich und der Präsident des neuen Kriegsamts, Generalleutnant Grüner, legten die Absichten der Regierung dar. Es ist die allgemeine Volks- Überzeugung, daß dieses Gesetz notwendig und für die weitere Kriegführung förderlich ist. Das kam bei den Rednern aller Parteien zum Ausdruck. Freilich nicht ohne kritische Anmerkungen und Vorbehalte. Und das ist gut so, denn unfehlbar sind die obersten Instanzen in einer so '.veittragender: Sache, die schnell erledigt werden muß, rächt. Aber eine kurze Frist wird genügen, daß der Reichstag seine Anregungen intb Besserrungsvorschläge in den Gesetzesplan hineinarveitet. Vom sozialdemokratischen Redner bis in die Rechen der Konservativen hinein wurdest weiterer Rechtsgarautien gefordert. Ebenso übereinstimnrend lauteten die Meinungert, daß in der Frage der Leute-Beschaffung auch noch andere Wege üeschritten und Reformen in dem bisherigen Verfahren getroffen werden könnten.
Staatssekretär Dr. Helfferich unterstrich es noch einmal, daß die freiwillige Pflichterfüllung die Hauptarbeit leisten müsse, der Zwang müsse als ultima ratio soweit als irgend möglich im Hintergrund bleiben. Aber die Durchführung der Hilfsdienstpflicht werde eine organisatorische Arbeit allergrößten Stiles erfordern. Die Zahl der Arbeitsfähigen. die ohne Beschäftignng sei, sei heute verhältnismäßig gering; der Schwerpunkt der Durchführung des Gesetzes werde also nicht in der Heranziehung bisher Unbeschäftigter, sondern irr einer Verschiebung der Arbeitskräfte aus den bisherigen Tätigkeiten in. andere, für die Kriegführung und Volksversorgung wichtigere liegen. Von der Heranziehung der Frauen solle abgesehen werden. Obwohl das Ueberangebot weiblicher Kräfte aus denr Ar- beitsmarkt stagk nachgelassen habe, übersteige die Zähl der arbeitsuchenden Frauen doch immer noch regelmäßig die vorhandenen Stellen, so daß schon äus der Lage des Arbeits- Marktes heraus eine Zwangsorgairisatwn hier nicht als erforderlich erscheine. Trotz des fehlender! Zwanges werde ledoch auch hier planmäßiger als bisher vorgegangen werden müssen. Zwar hätten manche Betriebe im Ersatz männlicher Kräfte durch Frauenarbeit die größten-Anstrengungen gemacht und Vorbildliches geleistet, im ganzen gäbe es aber auf diesem Gebiet zweifellos noch viel" zu tun und zu erreichen.
Generalleutnant Grüner versprach, daß kein berechtigtes Interesse ohne Not geschädigt werden soll. Zu den Einzelheiten der Durchführung führte Generalleutnant Gröber dann noch aus. daß die notwendige Einschrän- kungundStillegungvon Betrieben mit besonderer Vorsicht und ohne Gewaltsamkeit vorgenommen werden soll. Gerade hier müsse engste Zusammenarbeit zwischen der Industrie und dem Kriegsamt gesichert werden. Die Heranziehung der Hilfsdienstpftichttgen aus ihrer alten Beschäftigung solle nur allmählich nach Bedarf erfolgen. Dem Zwang, der unter Umständen ausgeübt werden müsse, stehe ein geregeltes Rechtst)erfahr en gegenüber, an dem auch die Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligt sind. Die Leitung müsse aber in militärischen Händen bleiben, da die Raschheit und Vollständigkeit der Ausführung nicht beeinträchtigt werden dürfen.
Die Ans spräche wurde von einem Redner des Zentrums eingeleitet. Er forderte eine Klärung der Bedarfs- ftage. Durch Beseitigung des Burfchendienstes bei Offizieren, insbesondere in der Heimat, durch Einschränkung der Ordonnanzen, durch Ausräumung gewisser Militär- und Zivilbureaus könnten viele Kräfte freigemacht werden. Aus de§ Bevölkerung der besetzten Gebiete, für die wir zu sorgen hätten, sei mehr herauszuziehen, zumal unser Volk angestrengt zu arbeiten gezwungen sei. Der Reichstag müsse bei' Erlassen, Vorschriften, wie bei ihrer Durchführung eine Mitwirkung und Kontrolle erhalten.
Ein sozialdemokratischer Abgeordneter erklärte, es seien Sicherungen für loyale Durchführung der Vorschriften in das Gesetz einzuarbeiten. Die Verwendung Tausender von Berufsarbeitern zu nebensächlichen militärischen Verrichtungen sei eine Vergeudung wertvoller Kräfte, und es ließe sich da noch viel sparen.
# Auch ein Redner der Nationalliberalen meinte, gewisse Rechtsgarautien für die loyale Durchführung der Vorschriften müßten gegeben werden, auch für die Zusammensetzung des Schiedsgerichts.
Ein Fortschrittler führte aus, um Willkürtich- keiten vorz üben gen, müßten genau umschriebene Ausführungsbestimmungen im Einvernehmen mit dem Reichstag Vorbehalten werden. Der vorgesehene Rechtsschutz sei zu gering. Auch auf andere Weise könnten noch Kräfte und Mannschaftsersatz geschaffen werden.
Der Vertreter der Konservativen sagte u. a., es müsse auch auf die Bevölkerung der besetzten Gebiete zurückgegriffen werden. Bei der Ausführung des Gesetzes sei Bedacht darauf zu nehmen, daß die landwirtschaftliche Erzeu- gung keinen Schaden leide. Die 'Frage der Beschneidung der Unternehmergewinne sei sehr schwierig und würde viel Zeit in Anspruch nehmen. Ein Mitglied der D e u t sich e n F r a k - t i 0 n verwies darauf, daß der Reichstag längst ein Einschreiten gegen die Vergeudung von Arbeitskräften in Bureaus usw. gefordert, aber bei der Regierung nicht das nötige Gehör gefunden habe. Er sei für rasche Verabschiedung des Gesetzes, aber auch dafür, daß vor Erlaß der Ausführungsbestim- mungen der Reichstag gehört werde. Auch ein weiteres Mitglied der Nationalliberalen meinte, in den militärischen Bureaus könnten ebensogut weibliche Kräfte beschäftigt werden wie anderwärts. Auf 100 Arbeitsgesuche kämen 135 Frauenangebotc. Wenn alle notwendigen Kräfte herangezogen werden sollen, könne er nicht einsehen, warum nicht auch die Frauen unter Berücksichtigung ihrer besonderen Verhältnisse in das Gesetz einbezogen werden würden. Die Lebensbedingungen eines Teiles der Industrie würden bei der Ausführung des Gesetzes vielfach unterbunden, während ein anderer Teil blühe und verdiene. Deshalb müsse bei der StillegungvonFabrirenvorsichtigver- fahren werden.
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Am heutigen Freitag sollen die Verhandlungen des Haupkausschusses fortgesetzt werden. An die Abgeordneten sind die wichtigsten und verantwortungsvollsten Aufgaben heran getreten. Sie haben dafür mitzusorgen, daß das folgenschwere Gesetz, das ftrie !ein anderes m die Existenzen ein greift, volkstümlich gestaltet werde. Der Ruf nach Kontrolle, öffentlicher Behandlung vyn Beschwerden und Schwierigkeiten ijt berechtigt. Klare Grundlagen in einem allgemeinverständlichen Deutsch müssen geschaffen werden. Dann aber wird das neue Gesetz, das ja von überflüssigen Härten frei und nach den Erklärnrngen der Regierungsvertreter milde und mit der Gewährung billiger Fristen, unter Vermeidung plötzlicher Gewaltwirkungen, angewendet werden soll, eine patriotische Tat fein.
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Der österreichrsch-rrrigarffche Tagesbericht.
Wien, 23.Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 23. November 1916.
O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Josef.
An der unteren Cerna haben wir auf dem linken Ufer- Fuß gefaßt. Sonst aus der Walachei nichts zu melden. An der ungarischen Ostgrenze und in den Waldkarpathen war die Aufllärungstättgkeit reger.
He eresfrontdesGeneralfeld marschalls Prinzen Leopold von Bayern.
Stellenweise gesteigerter Geschützkampf.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant.
Der Regierungswechsel in Oesterreich-Ungarn.
Budapest, 23. Nov. (WTB.) Kaiser Kurt richtete an den Grafen Tis za ein Handschreiben, indem er chn und die Mitglieder des Ministeriums in ihren bisherigen Stellungen bestätigt und den Ministerpräsidenten damit betraut, die übersandte Proklamation, die mit der in Oesterreich erschienenen gleichlautend ist, kundzumachen'.
Wien, 23. November. lWTB.) Die Leichenfeier für Kaiser Franz Josef wird sich zu einer großartigen Trauerkundgebung gestalten. Ter LeichenMg wird sich am 30. November aus der Hofburg über den Burgplatz durch die Ringstraße und Wvllzeile zur Stefanskirche bewegen, wo Kardinal Pisst die feier- liefiG Einsegnung vornehmen wird, worauf die Leiche in der Kapuzinergruft beigesetzt wird.
Kaiser Wilhelm an Kaiser Karl.
Berlin, 23. Nov. (WTB.) Me „Nordd. Mg. Ztg." meldet: Der Kaiser hat an den Kaiser von Oesterreich und König von Ungarn nachstehendes Telegramm gerichtet:
Aich bas Tiefste erschüttert von dem Heimgang Deines Hochverehrten Oheims, des Kaisers Franz Josef Majestät, sage ich Dir meine innigste und herzlichste Teilnahme. Die Regierung des verewigten Kaisers, die durch Gottes Gnade die seltene Dauer von pichtunbsechzig Jahren erreichte, wird in der Geschichte der Monarchie als eine ZeitdesSegens fortleben. Me Völker Oesterreich-Ungarns trauern um ihren Führer, an dein sie in vollstem Vertrauen und innigster Liebe hingen. Wir, die wir einer jüngeren Generation augehören, waren gewohnt, in der Gestalt des Heimgegangenen Monarchen ein Vorbild schönster Herrscherlugend und wahrhaft königlicher Pflichterfüllung zu erblicken. Das Deutsche Reich verliert in ihm einen treuen Bundesgenossen, ich persönlich einen väterlichen hochverehrten Freund. Mitten in dem ^größten Weltkrieg hat Gottes unerforschlicher Wille den treu bis zum letztem Atemzug an der Seite seiner Verbündeten Stehenden dahingenommen und ihm nicht mehr gestattet, den Aus- "gcmg ldes Kampfes und die Wiederkehr des Friedens zu sehen. Der Allmächtig» gebe ihm nach seinem langen segensreichen Leben Iben einigen Frieden. Dir aber Kraft und Beistand, die schwere Bürde -zu tragen, die in dieser ernsten Zeit Dir zufällt. Der Segen des Heimgegangenen möge über Dir und Deinen Völkern weiter rvalten! Mit innigsten Gdbeten und treuester Teilnahme gedenke ich Deiner. Wilhelm.
Die Antwort Kaiser Karls.
Der Kaiser und König Kurl hcrt darauf mit folgendem Telegramm geantwortet:
In der schicksalsschweren Stunde, da mein erlauchter Großoheim her Kaiser und König, zu Gott abberufen wurde, und bitterster Schmerz mich, mein Haus und Oesterreich-Ungarns Lande erfüllt, war m.ff die mlich tiefergreifende Teilnahme, die Du, treuer Freund, mir bekundet hast, ein wehmutsvoller Trost. Habe aller«, wärmsten Dpnk hierfür unjd für all die Verehrung und echte Freundschaft, die Du dem Hochseligen, der Dich so sehr hoch- geschätzt hat, bewahrest.
Wsse Deine und Seine Bündnistreuc im jetzigen Weltkriege felsenfest stand, so soll es für uns bleiben, indem das leuchtende Andenken und der Segen des Verewigten uns geleiten nröge auf der gemeinsamen Bahn zu dem ehrenvollen Erfolge unserer gerechten Sache! Das walte Gott! In treuer Freundschaft drückt innig Deine Hand Karl«
Ein Armeebefehl Kaiser Wilhelms.
Berlin, 23. Nov. (WTB. Amtlich.) Das Armee-Derort»* nungsblatt gibt folgenden Armeebesehl bekannt:
Nach Gottes Ratschluß ist am.gestrigen Tage des Kaisers von Oesterreich und apostolischen Königs von Ungarn Majestät noch? einer fast 68jährigen, reich gesegneten Regierung ans einem arbeitsvollen Leben geschieden. In aufrichtiger Trauer, vereint mit feinem uns in Freundschaft so eng verbundenen Volke und mir seiner Armee, die mit den deutschen Truppen auf zahlreichen Schlachtfeldern dieses Weltkrieges in tteuer Waffenbrüderschaft gesochten, geblutet und gesiegt Ijat, stehe ich mit meinem! Haufe, meiner Armee und dem ganzen Vaterlande auf das schmerzlichste bewegt an der Bahre dieses hochedlen Monarchen und treu- bewährten Bundesgenossen. Meinem in Gott ruhenden Herrn Großvater in wahrer Freundschaft zugetan, !var der hohe Entschlafene mir ein lieber^ väterlicher Freund und Berater. Tief nmrzelt in unser aller Herz das Gedenken an ihn. Seine hehre Herrschergestalt steht leuchtend in der Geschichte aller Zeiten. Als G-enerolseldmarschall und Chef zweier Regimenter seit langem! in nahen Beziehungen zu meiner Armee stehend, verliert dves« in dein verewigten Kaiser einen hohen Gönner, dessen zahlreicher Beweise .gnädigen .Wohlwollens und lebhaften Interesses sie in steter Dankbarkeit eingedenk bleiben wird. Es wird ihr ein tiefempfundenes Bedürfnis sein, auch die äußeren Trauerzeichen anleg en zü dürfen.
Ich befehle:
1. Sämtliän Offiziere des Feld- und Besatzungsheeres legen, soiveit es die gegenwärtigen Verhältnisse gestatten, auf 14 Tage Trauer an.
2. Bei meinem Großen Hauptquartier, dem Kaiser Franz Garde-Grcnadier-Regiment Nr. 2, dem Husaren-Regiment Kaiser Franz Joses von Oesterreich, Wnig von Ungarn (Schleswig-Hok- steiuischeS) Nr. 16 währt diese Trauer drei Wochen.
3. Während der ersten drei Tage dieser Trauer 3 ) flaggen säintlilche militärischen Menstgebüude in der Hemmt halbmast, b) ist ebendort — außer bei Feuerlärm und Alarm — von dens Truppe» kein Spiel zu rühren.
4. An den B ei setzu n gs seierl ichkeiten haben Ab lordnungeu — Felduniform mit Hetmtüberzug — der vorge^ nannten beiden Regimenter und des ztveiten westfälischen Husaren- Regiments Nr. 11 in folgender Stärke teil^unehmen: Von dem Ersatzbataillon des Kaiser Franz (^rde-Grenadier-Regiments Nr. 2 ein Stabsoffizier, ein Hcruptmann, ein Oberleutnant, ein Leutnant; von Pen beiden Kavallerieregimentern: je ein Stabsoffizier, ein Rittmeister, ein Oberleutnant, ein Leutnant.
Großes Hauptquartier, den 22. November 1916.
Wilhelm.
Auch für die Flotte hat der Kaiser ähnliche Anordnungen getroffen.


