Ausgabe 
21.11.1916 Erstes Blatt
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welche '.Hrt mit Weise das Feuer emstaud. ist bis letzt noch nicht feßgefteltt.

__ Lollar, 21. Nov. Nachden: vor kurzem erst die Scheune aus dam -Heibertsyäuser Hof ein Raub der Flammen wurde, brannte gestern abend der Pferdestall gegen 9 Uhr. Der angrenzende Kuhfiatl konnte erhalten und das Biel, konnte qerettet werden. ES scheint hier doch Brandstiftung vorzuliegen. Auf dein Hole lind Russen beschäitiat.

(1 Watzvnbv-ru Stcinberg, 21. Nov. Johannes Set äs er IX., Musiker :md Wagnermeister in Steinbcrg, hat vier §vhue und einen Schw-egersolm ins Feld gesandt. Die zwei alteftot | Söbme sind in Frankreich gefallen. Johmm Ludrmg, vom Res.-Rgt. 116. 7. Komp. am 28. Aua. 1914, Heinrich, vom Res.-Jnf.-Rgt. 87, 5. Komp., am 1. Oktober 1915. Der dritte Sohn Karl, Bcttattl-ons- lambour, der am 28. August 1914 durch Verleihung des Eisernen Ki uzes 2 Masse mrsgezeuhnet wurde, und der Schwiegersohn; Otto .Hcw:: mixben schver verwundet, aber vollständig wiederher- eeslellt Der tüncht-e Sohn Georg, im 20. Lebensjahre stehend, hat iu einem Feldart.--Regiment die bisherigen schltveren Kampfe an der nomine mttgnnackft. Ihm ist nun am 30. September d. I. wegen senreZ muHgen. unerschwckenen Verhaltens die Hessische Tapterkertsmebrille verliehen worden. !

Kreis Büdingen.

- Büdingen. 21. Nov. Unter dem Vorsitz des Kreisrats Dr Bo ekmann wurde dahier die diesjährige Herbstsitzung de Kreistages al'gehalten. Der Kvmmuuulverband für den Kreis Büdingen erbrachte dem vorliegenden Geschäftsbericht zu­folge nn Geschäftsjahr 1915 ein«: Ueberl'chug von 300 000 Mk., der als Reserve zurückgelegt werden soll. Ein Antrag des Kreis­tag so l geordneten Schon b, aus diesem Ueberschuß den Kreis- zusch'lp für die Unterstützung der Kriegerfrauen von 3 auf 5 Mk. mouat'icl zu erhöhen, begegnete dem Widerspruch des Abg.Falk (Friedberg :md kannte deshalb nicht zur Berattmg kommen. Auch ein Antrag auf Herabsetzung des Brvtpveises fand unter der Be­gründung, daß das Brot im Kreise Büdingen besser als anderswo sei. keine Annahme. Kreisrat Boekmaun bmrbrkte hierzu, daß die Gute des Brotes in der nächsten Zeit etwas sinken dürfte, weil die Müller setzt den Ueberschuß von mehr als 97 Prozent befählt er­hielten und aus diesem Grunde bestrebt seien, das Getreide bis zum Aenßersten auszumahkn.

8 . O r t e n b e r g, 19. Nov. Die Diakonieschwester Frieda Vogel von hier, die seit dem Ausbruch des Krieges in einchtz Barackenlazarett des Tempell-ofer Feldes bei Berlin in der Ver­wundeten pflege tätig ist, wurde mit der Roten Kreuzmedaillq 3. Klasse ausgezeichnet. Vizefeldwebel und Offiziersaspirant, Rechtsanwalt Holzapfel von hier, welcher bei einer schweren Mörserbatterie im Westen siebt, erhielt wegen besonderer Tapfer­keit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 2. Klasse, die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt er schon vor längerer Zeit. Gräfin, K nno zu Stolberg Roßla und Prinzessin Ma­thilde, welche seit Kriegsbeginn abwesend war, sind wieder im hiesigen Schlosse einyezogen.

Kreis Lauterbach.

M Maar, 21. Nov. Aus der hiesigen Gemeinde sind im Lause der letzten Wochen mehr als 1000 Zentner Kohlrüben, die in diesem Jahre eine ganz vorzügliche Ernte gegeben haben, aus der Eisenbahn verlad«: und nach Osfenbach befördert worden, wo sie die fehlenden Kartoffeln zur Volksernährung ersetzen sollen. Bei günstiger Witterung sind noch weitere Lieferungen zu er­warten. Der Verkaufspreis bettägt pro Zentner 2,50 Mark frei bis Verladestelle. Denjenigen Landwirten, die eine größere Fläche in diesem Jahre mtt Kohlrüben bebaut haben, wird ein schöner Verdienst bei den Lieferungen geboten. Uebrigcns ish diese be­sondere Art von Kohlrüben, die anstatt den: üblichen weißen Fleisch ein gelbliches Jiruere zeigt, ein ganz vorzügliches Nahrungsmittel und wird in der hiesigem Geg«tt> vielfach als Speise aufgetischt.

Kreis Schotten.

Laubach, 20. Nov. In das hiesige Schüleralumnat sind gestern zwei Türken eingetreten. Sie werden Unterricht an inesigem Gymnasium mitnehmen. Mit Einschränkung des Eisenbahnverkehrs hat die Z n g v e r b i n d u) it # auf der Strecke FiftdaGießen auf den Frühzug Fulda ab 4.55 Uhr Mücke an über Friedberg :«rch Frankfurt ist Nur noch mit den: Abendzug ab Mücke i5,31 Uhr möglich. Ebenso ist der Anschluß nach der Strecke FuldaMeßen auf den Frühtzug ab Fubva 4.55 Uhr an Mücke 7.10 Uhr beschränkt. Diese Veränderung«: haben auch in hiesiger Stadt einen anderen Postaustrag nach sich gezogen. Die Frühpost wird um'9 Uhr, die Spätpost um 4 Uhr mittags bestellt.

Starkenburg und Rheinhessen.

= Mainz, 19. Nov. Ter Oberbürgermeister hatte für den Stadtteil Mainz-Momb-cvch -ein Ausfuhrverbot für Frisch- g c m ü s c erlassen, da durch umfangreiche Abwanderungen des Gemüses die Versorgung der hiesigen Bevölkerung gefährdet er­schien. Durch dieses Verbot wurden jedoch viele Mombacher Händ­ler, die seit Jahren den Frankfurter Markt beschickten, erheblich ' geschädigt. Aus ihren Einspruch hob der Oberbürgermeister das Ausfuhrverbot für Mombacher Frischgemüse nach Frankfurt er. M. lieber auf.

Kreis Wetzlar.

ta. Wetzlar, 20. Nov. Nach dem Gewicht der Schlachttiere entfiel in der abgelaujenen Woche auf den Kopf der Bevölkerung eine Fleischmenge von 200 Gramm. An Butter kamen nur 30 Gramm zur Verteilung.

ra Eh rin gshausen , 21. Nov. Die hessische Belehnung vom Jahre 1468, durch- welche sämtliche Dörfer aus der Dill wieder an So!ms-Brannsels kamen, gibt uns Anhaltspunkte über die damalige Größe rmseres Amtsortes. Danach hatte bis dahin jedes Haus in Ehringshausen jährlich! 2 Mesten Graben- oder Fuder­haber an den Landgrafen von Hessen zu entrichten. Tie ganze Lieferung betrug 3 Malter 12 Mesten. Da ein Malter 16 Mesten umfaßte, so waren es im gauzen 60 Mesten. Demnach- hatte Ehringshaufen damals die Hcimberger und die Schoss«: war«: frei von der Lieferung ca. 34 Häuser und ungefähr 170 bis 200 Büwohner Bor hundert Jahren hatte es 470 und im Jahre 1900 insgesamt 1304 Seelen mit über 200 Wohnhäuser::.

ta. Mudersbach, 20. Nov. Unsere neuerbaute Schule ist stillschweigend in Betrieb genommen worden; sie erhebt sich überaus freundlich an der Straße nach Hohensolms.

r«. A u s dem Kreis e Wetzlar, 21. Nov. Nach sachver­ständigen Gutachten der Forstbehörden ist die Bucheckern­masse nicht so groß, daß den Sammlern nach Ablieferung der bisher vorgefchriebenen Menge ein genügender Anteil für ihren eigenen Bedarf bleibt. Der Regierungspräsident bestimmt daher, daß die Hälfte der gesammelten Menge, jedoch höchstens 25 Kilogramm Bucheckern, für den eigenen Haushalt behaltest werden kam:.

Hessen-Nassau.

]f Marburg, 19. Nov. Um Ungleichheiten bei der Ver­teilung der zur Verfügung stehenden Lebensmittel zu ver­hüten, hat der Magistrat folgende Bekanrttmachung erlassen: Wegen der allgemein«: wirtschaftlich schwer«: Lage wird znr Förderung gleichmäßiger Verteilung der Lebensmittel den Kaufleuten das Ein-, holen von Bestellungen bei den Kunden hiermit untersagt. Auch schriftlich und telephonische Aufträge für nach Karten zu ver- , kauftiwe Lebensmittel dürfen die Kausleute nicht annehnttn. Der Einkauf hat durch Vorlage der ausgegebenen Lebensmittelkarten in den Kckusmcnrnsläden zu erfolgen. Vom Landrat wurde ferner die Ausfuhr 'von Kohbraben aus denk Kreise Marburg ohne besondere lcmdrätliche Genehmigung untersagt.

= Frankfurt a. M., 20. Nov. Tie Frankfurter KriegMücheu ließ«: gestern eine Erhöhung der Eßpreise für Mchtknsgsteil'nHmer erntreten. Sie koch«: jedoch dafür besser, indem sie den Speisen Mhrhefe und andere Ersatzmittel zufügen.

-1 Iw Schlacht- und Viehhof tvuvde die Zentralküche ftir Schul- kinderspeifung eröffnet. Boi: dieser Zentrale aus werden täglich 10 000 Portionen durch Kraftmag«: den einzelnen städtischen Turnhallen zugeführt, wo die Speiseausgabe für je 3 oder.4 Schiften erfolgt. Jeder Turnsaal ist nach, einheitliche Muster eingerichtet. Für die jüdische Bevölkerung nsird auf der Zeil eüu SpeiselMlle eingerichtet, in der zwiar rittrell, aber sonst wlire in den Volksküchen gekocht wird., Auf Anordnung des Magi- sttatÄ wurden heute in allen hiesigen Wirtschaften, Kriegsküchen

und sonst:gen Speisearrsdallen für die Gäste K erlasse lscheine eingeführt. Ms jeden Schein werden 125 Gramm Kartoffeü: ver-

X Hanau, 19. Nov. Die Handelskammer Hanau sprach sich m ihrer Plenarsitzung für die Drnahmre der von Kommerzienrat Conthal ankäßlifti seines 25 jährigen Handels ka:nm er-Präsi­denten-Jubiläums m:d seiner Ernennimg zum Ehrenbürger von Hanau errichteten Stiftung von 20 00 0 Mark nebst Zin seu aus und faßte d«: Beschluß über der«: Verlvaltung und Vcr- tvendung. In der Regel sollen zum 1 Januar und 1. Juli je etwa 1000 Mk. auf Grund von Vorschlägen der Handelskammer- Mitglieder zur .Verteilung gelangen, davon die Hälfte in Hanau, um» ztvar an hilfsbedürftige Hinterbliebene der im gegenwärtig«: Kriege Gesall«wn, 3^rscholl«wn ode^ infolge Erkrankung in Heeres­dienst oder Krankenpflege Verstorbenen, zu llnterstützungen für Erwerbstätig^it oder Kiirdererziehung oder in besonderen Not­lagen. Ferner sprach sich die Plenarsitzung für Beibehaltung' der sogen. Sommerzeit vom 1. Mai bis 30. September au§, dagegen :ncht für deren Ansdehnung auf den dlprit mit Rück­licht ans die mit Schqftkindern und in der Landwirtschaft ge- miachten Erfahrungen. Auch für das Kriegsjahr 1916 beschloß die Handelskanrmer d:e einjährige Verlängerung der Amts - dauerder Mitglieder.

= Usingen, 19. Nov. Infolge zu geringen Absatzes ver­kaufen Schweftrezüchter des Kreises il-re Ferkel zu recht netten Preisen als Spanferkel an Reismde, besonders aber an Jäger, die jetzt in großer Zahl den Kreis aufsuchen. Die Käufer führen die Tiere in Rucksäcken über die Kreisgrenze. Das Landratsamt hat nunmehr geg«: diese neue Art der Fleischversorgung umfassende Maßregeln getroffen und bedroht die Schlveinezüchter, die ihre Ferkel ohne Erlanbrns verkaufen, mit erheblichen Strafen.

Kassel, 19. Nov. Ter 17jährige Rangierer Mecke ge­riet in der Maschinenfabrik von Henschel zwischen die Puffer zweier Wagen und wurde totgedrückt. Beim Ueberschreiten der Bahngeleise wurde der Rangiermeister a. D. Wienand von einer Lokomotive überfahren und getötet

ke. Kassel, 20. Nov. Un: eine regeln:äßige und einheitliche Versorgung der Bevölkerung des Regierungsbezirks Kassel bei der herrschenden F e t t n o t zu ermöglichen, wird für den Bereich der hiesigen Bezirksfettstelle die den Verforgungsbcrechtigten zustehende Mei:ge an Fett für die Woche und Person aus höchstens 62'/, Gramm (statt 90 Grannn), die den Selbstversorgern zustehende Menge ans 125 Grannn <180 Gramm) herabgesetzt.

g. Nieder ho ne bei Eschwege, 19. Nov. Aus dem hiesigen Bahnhof fuhr gestern ein nach Bebra aussahrender Güterzng einen: aus dieser Richlung eilftahrenden Güterzuge in die Flanke Die Maschine und einige Güterwagen entgleisten und wurde,: stark beschädigt. Das Fahrpersonal erlitt keine Verletzungen, jedoch ist der Ataterialschaden beträchtlich. Beide Hauptgeleise der Strecke BebraGöttingen waren einige Stunden für den Verkehr gesperrt. Der Unfall wurde durch Ueberfahren des auf Halt stehenden Ein» fahrtsignals herbeigeführt.

X. Schlüchtern, 21. Nov. Einen entsetzlichen Ver­brennungstod erlitt die 80jährige Witive des Kirchenrats Hoffman:: zu W a s u u g e Als sie sich zu Bett begab, ver­suchte sie durch Ansblasen die Nachtla,npe zu löschen, wobei aber die Flannne zurückschlug und der Oelbehälter ervlodierke. Bei den Beinühungen der vor Schreck hilflos gewordenen Frau, die Flannne zu ersticken, gerieten ihre Nachtkleider in Brand. Von Brand­wunden an: ganzen Körper schrecklich zugerichtct, verstarb sie.

Vermischtes.

EinÜe-ensmittelMeber stwßten Stiles".

* München, 17. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Pvlizci- direktion teilt mit: Ein L eb e ns m i t t e l schi e b d r größten S r: l s ist am 14. November nmbmittags hier in dem Schreiner Adolf Metzler ans Sachs«: in dem Augenblick festgenvmmen Word«:, als er mit einem Barbcttage von etwa 28 000 Mark ab- reisen wollte. Metzler, ^der vor den: Kriege als Spezialität den Heiratsschwirchel bettieb und deshalb and ivegen anderer Betrü­gerei«: vielfach, zuletzt mit drei Jahren Zuchthaus, vorbesttaft ist, ,oar von nrehrer«: Lebensmiktelsirin«: in Westfalen und Sachsen, vor allem mm der Firma Rwrg Becker ftn Schwelm bei Barmen beauftragt, in großem Stil Leb«:smitte! hier und auf d«n Lande anfzukauf«:. Metzler walmte seit über einem Jahre in einem hiesigen .Hotel und sandte in dieser Zeit nachweislich Lebensmiltel, deren Ausfuhr verbot«: ist, waggonlveise im Werte von mehreren Hunderttausend Mark cm seine Auftrag­geber. Tie letzte Sendung von neun Kisten mit einen: Gewicht von insgesamt 80 Zentner, größtenteils Fleisch, Wurstwaren, Speck, Butter, Käse, Honig, Mehl und Marmelade, wurde bei einer hiesigen Speditionsfirma u:mritte!bar vor 5er Mfahrt beschlag­nahmt. Die beteiligten hiesigen Schäfte, die die Lebensmittel an Metzler unter erheblicher Ueberschreitimg der Höchstpreise ohne Markenabgabe geliefert haben, sind znm größt«: Teil sestgestellt, ebenso auch eine Anzähl von Agent«: und Ketten Händlern, die Metzler als Helfershelfer dienten. Tie Bekam:tgabe der Namen bleibt Vorbehalten, bis die umfangreichen Erhebungen beendigt sind.

Statt Zinsen 50 Pfund Schweinefleisch. -

--- Kreuznach, 20. Nov. J,n hiesigen ^^lnzeiger" las man Freitag folgendes D a r l e h n s g e s u ch :1000 Mark ans ein Jahr zu leihen gesucht. Zinsen ein Viertel von einem über 200 Pfund schweren Schwei n/ Die Verzinsung wäre gar so übel nicht.

*

Bern, 20. Nov. (WTB.) Aus einem großen Teil Frankreichs wird ein starker Barometer stürz gemeldet, der teilweise über 40 Millimeter beträgt und sich auch in Paris unangenehm bemerkbar rnachte. Besonders aus Marseille und Bordeaux wird gemeldet, daß gewaltige Springfluten die Straßen überschwemmten und den Tramverkehr unmöglich machten. Hunderte kleiner Fahrzeuge wurden vernichtet. Auch größere Schiffe scheiterten vor der Einfahrt. Hilfeleistung war wegen der Heftigkeit des Wellenganges unmöglich.

Universitäts-Nachrkchten.

--- Frankfurt a. M., 20. Nov. Im gegenwärtigen Winter- senwster sind an d«' Universität Frankfurt a. M. bislier 302 Stu­dierende (darunter 52 Frauen) nein immatrikuliert worden. Die Gesamtzahl der inunattikiftierten Studi«'end«: bettägt nnnlnehr 1511 (geg«: 1343 im Sommerf«:rester). Von den 1287 männlichen Studierenden stehen rund 650 im HeereÄ>:enst. Zur Teilnahme an den Vorleßmrgeu sind außerdem bis jetzt 82 Gasthörer mft> 527 Besucher zugelassen. In der medizinisch«: Fakultät hat sich Zalwarzt Dr. Phil. Karl Fritsch, Leiter der Technischen Abteftuug des Zahnärztlichen Instituts für das Fach der Zahn- Heilkunde habilitiert. Seine Llntrittsvorlesung behaiftielt die zahn- ärzftichl-chirurgische Prothese.

Märkte.

Gießen, 21. Nov. Marktbericht. Ans dein heutige:: Wocheninarkte kostete: Butter das Psd. 0,00-0,00. Hühnereier das Stück 00-00 Pfg., Käse das Stück 0-00 Psg., Käseumtte 1 Stück 3 Pfennia, Kartoffeln das Pfund 00 Pfennig, Ntilch das Liter 36 Pfg., Spiimt Pfg. bas Pfd., (tzelberüben 1018 Pfg. das Päckchen, Endivien 1015 Pfg., rote Rüben 1200 Pfg., Zwiebeln das Pfund 15-00 Pfg., Rüste 100 Stück 00-00 Psg., Blumenkohl 2070 Pfennig, Sellerie 10-25 Pfemüg das Stück, Meerrettig 2025 Pfg. das Pfd., Kohlraben 1025 Psg., Wirsing 10 bis 30 Pfennig das Stück, Lauch 68 Pfennig das Stück, Weißkraut 15 bis 30 Pfennig, Rotkraut 15 bi? ^0 Pfennig das Pfd., Birnen 1825 Psg. das Pfd., Tafeläpsel 2022 Pfg. das Pfund, Wirtschaftsäpscl das Pfund 00-00 Pfg. Marktzeit von 8 btS 2 Uhr.

Vrlefknften der Uedaktlon.

lAnoutzme Ansragen bleiben uubcrücksichttgt.»

8. 8. Die Auskunft darüber erteilt Ihnen das zuständige Bezirkskonrmando. Das Gerücht über die Musterung des Jahr­ganges 1899 entzieht sich unserer Beurteilung.

wöchentl. llebersicht derTsdesfälle i. ü. Stadt Gießen.

45. Woche. Boin 5. bis 11. Novernber 1916. Einwohnerzahl: a::genommen zu 33100 (iukl. 1600 Mann Militär» Sterblichkeitsziffer: 25,13°/,..

Nach AvzuA von 8 Ortsfremden: 12,56°/,,.

. Kinder

Es starben an

Zus-

er­

wachsene

tm l . Lebend- jahr

vom 2 bt« 16. Jahr

Angeborenem Bildungssehler 1

1

Altersschwache

1(1)

1 (1)

Diphtherie

2(2)

Kl)

1 (1)

Lungentuberkulose

4

4

Herzleidei:

1(1)

1 (1)

-

Gehirnschlag

Ny

1 (1)

Geisteskrankheit

HO

1 (1)

Nierenentzündung

Kl)

1(1)

Krebsleiden

1

1

Selbst,nord

anderen benannten Todes-

1

1

KD

Ursache«:

2(1)

1

Summa:

16(8)

13 (6)

2(1)

1 (1)

Slitnt.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, »me v:el der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. .

Veröffentlichung des Großh. Kreisgesundheitsamts Gießen Dr. W a l g e r, Med.-Rat.

Letzte Nachrichten.

Wetterles Haß gegen Deutschland.

London, 21. Nov. Ter friihere deutsche Neichstagsabgeorü- Uete Abbe Wolterle, der seit Beginn des Krieges in Frank­reich die Revm:chepolittk untersetzt, reist in letzter Zeit in Frank­reich umher ünd hält Protestteden gegen die in gewissen Volks kr«' r sich breit machende Friedenspropaganda. Am 29. Oktober sprach er in dem Theater Massenet in Saint-Etienne unter^ der Deo«. Kein Friede mit Deutschland ohne Rückgabe von Elsaß-Lothringen Ten anloesend«: industriellen Arbeitern sagte er, daß kein fran­zösischer Arbeiter ruhig schlafen könnte, bevor nicht d:^ deutsche Konkurrenz vom Erdboden verschwunden sei. Als er noch Reichs- tagÄQ-geordneter gewesen sei, habe er Kenntnis von vielen ge­heimen Plänen Deutschlands erlangt, die er sein«: Freunden nach Frankreich übermittelt habe. Im Jahre 1910 wollte er schon nach Frankreich übersiedeln, aber der Bischof von Metz, der a u ch ein Freund Frankreichs sei, habe ihm in einer Konferenz gerat«:.'lieber noch in Teutschlmrd zu bleiben, weil er dadurch Frankreich mehr initzen könne. Ganz Elsaß-Lothringen wollte litt Frantteich sterben nnd watte auf die Befreiung. Wetterlc schloß seine Rede mtt d«: Worten: Ein Friede ohne Elsaß-Lothringen wttd eine ewige Schande :md einen Fluch für Frankreich be d«:teu. Wetterle wttl Ende November nach Amerika reisen, um in den Vereinigt«: Staaten Propaganda zu treiben.

Krieg gegen deutsche Musik.

Lugano, 20. Nov. Bei der Eröfsturng der großen Saison- konz-erte im Augusteum in Ron: sollte auch Warner gespiclr w«'deu. Wahrend das feinere Publikum sich ruhig und gesittet verhielt, begannen die anderen zu schreien: Wir w o l l e n k e i n g deutsche M u s i k! Nieder mit Deutschland! Es kam zu wüsten Tumult«:, wobei sich besonders Damen und einige Gemrindern:e hervortaten. Schließlich mußte der Kapellmeister mit dem Orchester den Konzertsaal verlass«: uni) unter dem Publikum erschienen Korn- binieri und verhaftet«: die Hauptschreier, darunter z:v« Gemeinde- rate.

Lloyd George, der Lrbensmitteldiktator.

K o p en ha gen, 21. Nov. Wie aus London berichtet wttd, ist Lloyd George nunmehr zum Lebensmttteldikiator ernannt worden. Lloyd George erklärte, dies sei die schlverste Aufgabe, die ihm während des Krieges anverttaut lvorden sei.Daily Mail" fordert in einem scharfen Artikel von der Regierung ein energisches Lluftreten geg«: die immer unheimlicher wer- dende U-Bvot-Gefahr, verlangt die Bewaffnung aller englischen HcmdÄsschifte mit Geschützen, die vorn höchsten^ Gericht der Vereinigten Staaten als völkerrechtlich zulässig an­erkannt worden sei«:. Die Regierung müsse die Verordnung er­lass«:, daß kein Schisi mehr den Londoner Hafen yeklassen dürfe, das nicht mit ett:er entsprechen«: Ai:zahl von Geschützen bÄvasfnet sei.

Großfürst Nikolaus Nikolajewitsch beim Zaren.

Genf, 20. Nov. Der PariserTemps" berichtet aus Peters­burg : DemRjetsch" zufolge berief der Zar den Großfürsten Niko­lai Nikolajenntsch ins Hauptquartier. Die Z. am Mit­tag" schreibt hierzu: Südrussische Blätter hatten kürzlich berichtet, Ottkolajetvitsch werde vom Zaren, der infolge seines Aufenthaltes im Haupteuartter leidend geworden sei, zu seinem Stellverttetcr al^ Oberstkommaitdierender der gesamten russischen Armee ernannt wer­den. In der letzten Zeit ist der Name des Großfürsten auch im Zusammenhang mit russisriien Maßnahmen gegen die Proklamation des Königreichs Polen genannt worden.

Es zieht?

Mie leicht holt man sich dabei eine Erkältung oder doch went-- ftens eine lästige peiferfeit.

ÄLSTIfEM

schützen davor, denn sie erhöben den Spcichelstv- und keergen so, ans natürliche Aeise deoinfiz'erend, den folgen einer Erkältung vor. Sie enthalten keine Minrra- lien und wirken daher nicht störend, sondern eher günstig auf die Lerdanu,«.

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