Ausgabe 
20.11.1916 Erstes Blatt
Seite
2
 
Einzelbild herunterladen

Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte

Wien, 18. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart.' 18. November 1916.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Karl.

Beiderseits des Schyl sind die deutschen und öster­reichisch ungarischen Truppen trotz heftigsten feindlichen Widerstandes in stetem Vordringen. Auch östlich des Olt- (Sllt-) Flusses wurde Gelände gewonnen. Nordöstlich von sEampulung scheiterten erbitterte Gegenangriffe des Keindes.

An der si eb enb ür g i sche n Ostfront bei Schnee- jfall Mw Frost geringere Kampftätigkeit.

Heeresfront des Ge neralfeldmarschalls

Prinzen Leopold von Bayern.

Zn Wolhynien stellenweise lebhafter Artillerie- jkampf.

Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.

Unverändert.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfcr, Feldmarschalleutnant.

Wien. 19. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 19. November 1916.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Der Südflügel der unter dem Oberbefehl des General­obersten Erzherzog Karl stehenden verbündeten Streitkräfte hat in den letzten Tagen einen vollen Erfolg erkämpft Truppen der Armee des Generals von F a l k c n h a y n bahn­ten sich in der Schlacht bei Targujiu den Zutritt aus dem Gebirge und gewannen gestern mit der im Motru-Tal vor­rückenden Kolonne die von Derciorova nach Craiova führen­den Bahn. Zähester rumänischer Widerstand, der vielfach Namentlich östlich und südöstlich von Targujiu in erbitterten Gegenstößen Ausdruck fand, waren vergebens. Auch die bei­derseits des Olt (Alt)-Flusses vordringenden österreichisch­lungarischen und deutschen Streitkrüfte erreichten in fortdau- >rrwem zähen Ringen den Gebirgsfutz. Sie überschritten gestern die Linie CalimanesciSuici. Rumänische Angriffe scheiterten hier ebenso wie nördlich von Campo- lung.

_ f dt "nd in der Walachei 189 rumänische

D^^kre^ 19 338 Mann. 26 Geschütze. 17 Munitionswagen mo 72 Marchinengewehre eingebracht worden. An der sieben- Dürgifchcn Ostfront südöstlich von T o e l a y g e schlugen baye- der Armee des Generals von Arz einen russi- Men Vorstoß ab. Weiter nördlich keine besonderen Ereignisse.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Im Wippach-Tale südlich von B i a l i a wurde ein italie­nischer Graben genommen und besetzt. 4 Offiziere 120 Mann gefangen.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

* * *

Der Kriegsdienst.

Berlin. 19. Nov. Das Kriegsministerium hat Anord- gmng- getroffen, daß bei der Verwendung der Mann­schafte 7i auf die Familienverhältnisse der oft schon durch schwere Blutopfer hart geprüften Familien Rücksicht zu ^chmen ist, und daß Familienväter mit vielen Kindern NSalrchsl nicht dauernd in vorderster Linie Verwendung

* *

Der Dank des Kaisers an General v. Below.

Berlin, 18. Nov. (WTB. Amtlich.^ Der Kaiser hat s>an den Oberbefehlshaber Generäl der Infanterie v. Belo w ^der an her (Spitze des Lauenburgischen Jäger-Bataillons eine m Me werben verloren gegangene .Höhenstellung- im jSturm zurücknahm, folgende .Kabinettsordre gerichtet -

,M«n tnöer General v. Below' Ich habe voll Freude und R5W vernommen, daß Sie tm ^>chlachtgetümmel sich an die Spitze hes Jäger-Bataillons Nr. 9 gestellt und dem übermächtigen Gegner «ine wichtige Höhe im Eerna-Bogen wieder entrissen haben Ich Lanke Ihnen und den tapferen Jägern von Herzen für diese Tat Die in der Geschichte fort leben wird. Meiner warmen Anerkennung tvill ich besonoeren ?lusdruck geben und ernenne Sie 'Aum Chef des Lauenbnrgischen Jäger-Bataillons Nr. 9."

Deutsche Marineflieger über Furnes.

Berlin, 18. Nov. (WTB. Amtlich.) In der Nacht Dom 16. zum 17. November belegten deutsche Ma- Vrn es lug zeuge die Stadt Furnes und den Flugplatz Eoxyde mtt zum größten Teile schwerkalibrigen Bomben

nn Gesamtgewicht von über 1400 Kilogramm mit gutem Erfolge. In Furnes wurden mehrere Brände beobachtet. Eines der Flugzeuge setzte bei Coxhde zwei Scheinwerfer durch Maschinengewehrseuer außer Betrieb.

* . *

-Lus dem srauzöstschen Heeresbericht

vom 17. November abends.

Außer lebhaftem Artilleriekamps nördlich der Somme in der Gegend von Saillisel von der ganzen Front nichts zu melden.

Flugwesen: Fkiegerhauptmanu Beauchamp stieg um 8 Uhr morgens auf una richtete seinen Flug nach Münchekt. Er kam mittags, über M ünche n au uno warf mehrere Bomben auf den Balmhof als Vergeltung für die Bewertung der offenen Stadt Amiens, die in den letzten Tagen von- den Deutschen ausgeführt wurde. Er landete dann in (Santa Dona di Piava (Italien), 20 Kilometer nördlich von Venedig, nachdem er die Alpen über­flogen hotte. Er legte eine Strecke von 700 Kilometer zurück.

*.

Der bulgarische Bericht.

Sofia, 18. Nov. (WTB.) Bericht des Generalstabs vom 17. November:

Mazedonische Front: Ein feindlicher Angriff bei dem Torfe Poustek zwischen dem Malik- und Prespa-See wurde ab­geschlagen. In der Ebene von Mvuastir wurde ein starker feind­licher Angriff auf die Linie VeluchinaKanina durch deutsche Artillerie blutig aügewiesen. Im Cerna-Bogen schlugen wir durch Gegenangriff einen feindlichen Sturm aus Höhe 1212 und aus das Torf Bruck zurück und erbeuteten drei Maschinengewehre und einen sNinenwerfer. Auf beiden Seiten des Wardar und am Fuße der Belasica Planina schwaches Attilleriefeuer. An der Struma- Front schvache Kämpfe zwischen vorgeschobenen Abteilungen und lebhaftes Aritlleriefeuer. An der Küste des Aegäischen Meeres Ruhe

Rumänische Front: Längs der Donau Ruhe. In der Tobrudscha keine Veränderung der Lage. An der Küste des Schwarzen Meeres Ruhe.

Sofia, 19. Nov. (WTB.) Bericht des Generalstabs vom 17. November.

Mazedonische Front: Im Mschnitt VeluchinaNo­leven lebhaftes Attilleriefeuer. Im Eerna-Bogen wiederholte der Feind seine Angriffe, er wurde aber blutig zurückgeschlagen. Ebenso scheiterten Angriffe, die der Feind in der Nacht zum 18. Novem­ber in der Gegend des Dorfes Grunichte und bei Nonte unternahm. Westlich des Wardar schwaches und östlich des Flusses lebhaftes, aber (zeitweilig aus setzendes Artilleriefeuer. Am Fuße der Belasica Planina und an der Struma-Front schwache Artillerie tätig keck. Veftuch e kleiner feindlicher Abteilungen, unter dem Schutze des Nebels vorzurücken, scheitetten. An der Küste des Aegäischen Meeres Ruhe.

Rumänische Front: Es ist kein wichtiges Ereignis zu Melden.

Der türkische Bericht.

K o n st a n t i n o p e l, 19. Nov. (WTB.) Bettcht des General­stabs vom 18. November.

Aon der sEuphrat- und Tigris-Front sowie aus Persien kein wichtiges Ereignis, außer Eckundungstätigkeit. Ein Teil unsere ^.Streitmacht, die aus Hamadan ab geschickt war und auf das 150 'Kilometer südöstlich von Hamadan gelegene Sultanabad vorrückte, vertrieb.russische Kavallerie, auf die sie stieß, und gelangte bis 15 Kilometer vor Sultanabad. Ein Angttfs, den die Russen mit einem Teil ihrer streitkrüfte nordöstlich von Rewandnz gegen un einem Teil ihrer Streitkräfte nordöstlich von Rewandnz gegen un­sere Grenze zu unternehmen versuchten, wurde mit Verlusten für sie abgeschlagen.

Ka u k a s u s f ron t: Der Feind, dem es gelungen war, unter dem Schutze heftigen Maschinengewehrfeuers in eine unserer Vor­stellungen von 100 Mieter Ausdehnung ttnzudringen, wurde durch erneu Gegerrangriff wieder daraus vertrieben. Tie Stellung blieb' in unseren Händen. Kein wichtiges Ereignis von den anderen Fronten. <

Der Ssbllvettretende Generalissimus.

Der Zar an den Reichsrat.

Kopenhagen, 18. Nov. (WTB.) Meldung des Pe­tersburger Telegraphen-Agentur. Der Z^r hat an der: Reichsrat ein Telegranrm gerichtet, in dem er für die patriotischen Gesinnungen und den einmütiger Wunsch alles zu opfern, um den Endsieg herbeizuführen, dankt. Der Zar sagt: Ich bin der festen Ueberzeugung, daß wir durch die heldenmütigen Anstrengungen unserer Armee Und derjenigen der Alliierten die historischen Probleme Ruß lands und diejenigen der Völker, die mit uns kämpfen lösen werden.

Der russische Kriegsminister über den Krieg.

Petersburg, 18. Nov. (WTB.) Meldung der Peters­burger Telegraphen-Agentur: In der Reichsduma gaben der Kriegs minist er und der Marine mini st er außerhalb der Tagesvrdnmig Erklärungen ab, die von der gesamten Duma mit lebhafter Begeisterung ausgenommen wurden.

Ter K r i e g s m i n i st e r sagte: 27 Monate dauert der b l u - t hg e, grausame Weltkrieg. Unser vielgeliebter .Herrscher wünschte den Krieg nicht und wollte seinen Ausbruch nicht. Wir twissen alle, daß weder der Kaiser, noch unsere tapferen Ver­bündeten btt deii Bemühungen, den Weltbrand zu vermeiden, im Lager des Gegners Unterstützung gefunden haben. Im feindlichen Lager wurde während etwa zehn Jahren der Gedanke gepflegt, daß man sich mit Gewalt der Vorherrschaft und des ersten Platzes unter allen Völkern bemächtigen müsse. (Bttfalll In diesem fttnd- lrchen Lager srnd etwa zehn Iähve lang die Schmetter geschliffen und die Waffen vorbereitet worden. Man wattete nur auf die festgesetzte Stunde, um die Nachbarn zu überfallen und sie anzu­greisen, um sie mit einem zermalmenden >Schlage zu Boden zu [Reefen imb sie zu zwingen, sich seinem Willen zu unterwerft^. (Beifall) Diese zermalmenden Schläge sind verschwunden wie Rauch. 27 Monate danett.der Krieg. Gott allein weiß es, wie lange er noch dauern wird. Ms alter Soldat bin ich im überzeugt, daß jeder Tag uns dem Siege näherbringt. (Beifall) ^eder Tag bttngt uusereii bösen, frechen Fttnd der Niederlage näher., (Beifall.) Welches ist die Wandlung, die in der Welt vollzogen wird? Was ist denn geschehen? Es ist gerade das gttcheheu, was gewisse Persönlichkeiten im August 1914 voraus- sahen, das, was Nicht nur sn Rußland, sondern in allen Ländern der Alliierten, ttncn W der Treue darstellt, daß nicht das Heed ollem Krieg führt, sondern der ganze Staat. (Beifall.)

Mte möglichen Menschen lourden zur Munitronsher- ft el l u n g genommen, nicht nur Männer und Kinder, sondern auch Frauen und junge Mädchen. Tie Zahlen zeugen für die Ergebnisse dieser Mgeknetnen Bewegung. Ich werde 'nicht alles aufzählen, sondern wich darauf beschränken, feftzustellen, daß die Zunahme in gewissen Fällen das Vierzigfache betrug. Ich werde die Auf­merksamkeit, der DuMa auf die Attillettemunition lenken, die Frage der Verpflegung aber nicht berühren und offen lwraussagen, daß es Mangel gibt, daß die Lage aber erträglich ist Tie Schwierigkeiten, mit welchen mir bei den Kraftwagen zu kämpfen haben, und nicht, unsere Schuld. Auch das Flugwesen enl-i wickelt sich. Das ist -es, tvas die allgemeine Arbeit betrifft V^öae es, mir gestattet sein, ans Sie und Ihre Hilfe auch in Zuknüft ber der allgemeinen Arbeit für unsere tapfere Armee zu zählen , r v-erud rst gebrochen. Er wird nicht davon- kommen. Ich wiederhole: Jeder Tag bttngt uns Siege, nähert nähert den Gegner der Niederlage. Und wie der Präsident der T-Uma sagt: Wir müssen siegen, koste es, was es wolle. Dies ist der Befehl des Obersten Kriegsherren nnserse tapferen Heeres, ^teö erfordert die Wohlfahrt unseres Vaterlandes. Alles andere kommt erst tu Atueitcr ißinie in Betracht. Ich lege Wett darmift noch innmal die volle Lofcherhett ttnes alten Soldaten ansznsprechen, daß 'wir nrchk nur sregen müssen, sondern daß wir auch den Sieg

davonrragen werdeti, koste es, :oas es wolle. Keine Macht der Welt ist imßande, Rußland zu besiegen.

Ter M a r i n e m i n i st e r erklätte: Ich rverde mich kurz sasseu und nicht das wiederholen, was der Kriegsminister gesagt hat. Nur das will ich wiederholen: DerKriegwirdbiszum Ende geführt. (Anhalterrder Beifall.) Nachdem ich erfahren habe, daß der Kriegsminister hier Erllärungen abgeben würde, hielt ich >es für meine, Pflicht, auch eine Ettlärung abzugeben und Ihnen, wie immer, offcii urtd frei heranszusagen, daß Ihre dauernde Unterstützung bei der nationalen Verteidigung mir auch diesmal das Recht gibt, mich an Sie zu wenden, da die nationale Ver> teidlgnng gebitterisch Ihre einmütige Zufarnnvenarbttt erheischt, k Anhaltender Btt fall.)

Nachdem der ^Narineminister neben dem Kttegsminister Platz genommen hatte, nahmen die BttfallsbezeugMigen zu und erreich­ten einen ungewohnten Umfang. Ter VLattneminister grüßte dar- ailf die Versammlung. Die Mitglieder der Duma verließen die Plätze unter Bttfallsbezeugungen und umgaben die Plätze der Re­gierung. Ter Präsident hob darauf die Sitzung auf. Ter Kriegs­und der Mattneminister stiegen unter ununterbrochenem Bttfalt tn den Sitzungssaal herunter, wobei sie mit den Mitgliedern deri Duma Händedrücke wechselten.

Nach Wiederaufnahme der Sitzung gttff Roditschew das Wort und sagte bet Besprechung der Worte des Kriegs- und Ma- rineministers, daß selten so beweiskräftige uiid nützliche Wotte m einem so gettgireten Augenblick ausgesprochen worden seien. Ter Redner sagte: Ter Vertrtter unseres Heeres erklätt eiitsprechend dem Willen des Kaisers, daß das Heer bis zum Ende kämpfen! werde. Tre Duma wünscht nichts anderes. Sie hat sich nur zuj diesem Zweck versammelt. (Beifall.)

* * *

Regulierung des Lebensmittelverbrauches in England.

.... J 1 ^ 0 rt, 18. Nov. (WTB.) Die neuen abends ver­öffentlichten Besttmmungen über die Lebensmittel er- nlachtigen das Handelsamt, den Verbrauch jedes^ Nah­rungsmittels zu beschränken, die FabrikatiE, die Er­zeugung und die Art der Versorgung des Publikums zu regeln, außerdem Schritte zur Festsetzung von Höchst- preisen, zur Beschlagnahme von Vorräten und der Ein­gehung von Angaben betreffend die Bestände, Kontrakte, "osten usw. zu tun.

Aus Indien.

London, 18. Nov. (WTB.) Der Staatssekretär für Indien teilt mit, daß die indische Regierung am 14. Novbr. die Anfammlung großer, auf 6000 Mann geschätzter St r e 1 1 r x aij t e der Mohmands an der Grenze gegen- uoer von Chubkair bekannt gab. Die englischen Truppen griffen sie am 16. November an. Der Feind war zu zer­streut, um ein >gn.tes Ziel für die Kanonen abzugeben. Zum ersten Male in einen: indischen Kriege wurden Flugzeuge mit sehr großem Nutzerr attgewandt. Me feindlick)en Ver- luste sollen an 100 Tote oder Schwerverletzte betragen. Me Verluste der Engländer sind: 1 Mann tot, 10 verwundet. Die Streitkräfte der Mohmands scheinen zurückgeschlaqen worden zu sein, denn am nächsten Morgen fand' man bei Der Erkundung nur noch eine sehr kleine Gruppe.

*

Die Kämpfe in Ostafrika.

L o n d o n, 18. Nov. (WTB.) In einer amtlichen Mel­dung aus Ostafrrka wird berichtet: Am 8. November ^^r Feind drei Angriffe auf einen kleinen britischen Posten bei Malangali. Me wurden abge­schlagen. Eine britische Abteilung vom Rusidji-Fluß traf etn. Der Fetnd wurde geschlageii und zerstreut. 8 Europäer und 18 Eingeborene wurden gefangen gerwmmen, 11 Tote aufgesammelt. Me englischen Verluste betragen: ein Toter und 5 Verwundete.

* * *

Die Lage der Schweiz.

(WTB.) Der ..Bund" schreibt zur

Note des Bundesrates an die Entente'

Tie Antivort des Bundesrats zeigt den «anzen Ernst der Lage Ate räumt, vor allem wit der euphemistischlNi Tarstellung^r Entente aus, öitte verlange von der Schweiz in Wirklichkeit nichts anderes, als was wir Deutschland .zugestanden liaben. Die Forde­rungen smd, wre aus dem vierteti Teil deullich hervorgehl, m etnent rategonichen, wenn nicht sogar drohenden Tone formuliert worden. Tie Entente verlangt tricht mehr und nicht wertiger, als daß die Lchwerz ihrem eigenen Vertrag mit der Entente zuwider von einem ^ag auf den andern Maßnahmen gegen die ttaen-- Industrie durchführt, ferner die Suspension innerhalb der kürzesten Frist der Ansffihr Mer Maschinen, Mer hlfdvo-elcktrischen Produkt.- und aller Baumwollgetvebe jeder Art, um die notwendige Unter­suchung zu ermöglichen, als ob die Schweiz ein Verbrechen be­dangen hatte, das die streng len UntersuchuugsMaßnahmen erhäsch- so schroff und un freundlich auch pie deirtsche Note war, iv t uussen, ichon gestehen, daß die vierte >Forderung der Entente etioas ür unser -Ltaatswesen seit Menschen gedenken Ungeroohntes enthält.

kann man sich doch nicht behandeln lassen. Trotz aller Quer trelbereien hat der Bundesrat in der ernsten Migttegenhttt die übettvaltigende Mchcheit des Schweizer Volkes hinter sich. In diesem Linue ka,m er in die Verhandlungen, die zwttftllos folgen werden, nntreten.

*

Das Befinden des Kaisers Franz Josef.

Wien, 19. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die Korrespon- )enz Wilhelm meldet: Ueber das Befinden des Kai- ^rs wurde folgendes Bulletin ausgegeben: Im Befinden Seiner Majestät ist insofern eine gelinde Besserung eingetre- ten, als die Temperatur heute früh 36,6 Grad betrug und nur us.37,7 Grad am Abend stteg. Das subjektive Befinden, owie die Herztätigkeit sind anhaltend gut. Der Kaiser emp­fing im Laufe des Tages den ersten Obersthofmeister Fürsten Montenuovo, die Generaladjutanten von Paar und von Bolfras, den Kabinettsdirektor von Schiesel, den Sektions- wbf Daruvary und den Ministerpräsidenteti von Körber in einstundrger Audienz.

Ver Seekrieg.

Der Unfall derDeutschland".

Amsterdam. 18. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) TaL Reuter, chc Bureau meldet aus Nem London: Ter augenblickliche Zustand von u-Deutschland nttrd streng geheim gehalten. Wie ver­lautet, ist das Innere des U-Bootes nicht beschädigt. Es wird inner­halb weniger Tage wieder zur Abfahtt berttt sttn. Ein Mitglied der Besatzung erzählte über den Z u s a m m c n st o ß: Der Scklevp- danrpser kam unerwattet vor das U-Boot und wurde von diesem von rückwärts gerammt. Infolgedessen ist der Kessel des Schlepp dampfers explodiert und das Schiff gesunken. Der Kapitän Hirsch des deutschen Tampftrs Neckar wurde gerettet: er hatte sich an emen Rettungsgüttel geklammert, der vom U-Boot ausgeworfen wurde.

Berlin, 20. Nov. Amerikanische Kabeldepeschen fran­zösischer Blätter tgeben lautVoss. Ztg." New Yorker Blätter-' Meldungen lvieder, daß her Zusammen stoß derDeutschland" mit dem amerikanischen Schleppdmnpier auf ein A t t e n t a t gegen das Handelstauchboot zurückKusühren sei Ein Motorboot suchte dieDeutschland" zu