** Der Ö«fft|d>e iöoLt^iil^ciitejiDcceiii Dtcjeitbet tn großem Umfange an die hessischen feldgrauen an allen Kanrpf-
srotrten dem Lesebedürfnis der enrzelnen ?üxr es säten entsprechenden Lesestoff und bittet für die Bücherversendung zu Weihnachten um Angabe' weiterer Adressen an den Schriftführer, Lel>ver Hassinger, Tarnrftadt, Stistsstr. -13, namentlich aber von solchen, denen «' «i ne Angehörige Büchersendungen zu machen ntdj in "der Lage chid. Biele Hunderte von Briefen, die denr Schriftführer des Vereins gingen, bezeugen, urie dankbar unsere feldgrauen sind, wenn ihnen als Grus; ans der Heimat -eine geistige Anregung geboten wird, die von dem entsetzlichen Erleben dieses fruchtbaren Krieges ablenkt und dem in dem Schrecken des Kampfes fast abgestumpften Geist eine Erfrischung bietet. Tie Versendung an Einzeladressen gibt die Sicherheit, das; der Lesestoff in die Hände der an der äußersten Front Kämpfenden gelangt und dort eifrig von Hand m Hand geht, wo er selten ist und sehnsüchtig erwartet wird wie fast aus jedem Dankbriefe *u ersehen ist. Wenn der Hessische Votksschristenv-ercin sich die Aufgabe gesetzt hat, die geistigen faden mit den feldgrauen draußen durch seine an die einzelnen Persönlichkeiten gerichteten Gaben der Heimatliteratur fester zu knüpfen, so darf er wohl der erbetenen Mitwirkung und jeder sonstigen Unterstützung sicher sein.
** Der nach st e Städtische S e e i i s ch m a r k t beginnt Donnerstag, den 16. November 1916, nachmittags 3 Uhr, in den Marktlauben. Zum Verkauf kommen nur beste frischeste Seefische (Schellfisch, Eabliau, Schollen), Miesmuscheln und Nauchsisch als Ersatz für Rauchfleisch. Mitbringen von Verpackungsmaterial erwünscht.
** Irrtümliches über die Apfelweinerzeugung. Einige Blätter haben darüber Beschwerde geführt, daß die Erzeugung von Apfelwein im ganzen Deutschen Reiche verboten sei. In dieser form ist die Nachricht unrichtig. Ein formelles Keltcrverbot besteht nicht. Allerdings ist das Keltern vor-- lvufiq im allgemeinen ausgeschlossen, weil alles fabrikobst der Marmeladcindustric zugeführt wird. Es sind nur Ausnahmen, in denen das Keltern möglich ist, nämlich einmal den Obstgartcnbe- sitzern für den Gebrauch im.eigenen Haushalt und dann in dem Falle, das; eine Kelterei, die in einem beschlagnah me freien Bezirk liegt, Kelterobst bereits im Besitz hat.
** Blu Menpflege. Ter Monat Noventber ist der richtige Zeitpunkt, die Zwiebeln der Hyazinthen in Töpfen einzusetzen. Man benutze daM eine lockere Blumenerde und verwende kleine Töpfe: denn in kleinen Töpfen erzielt man reichlicheren Blumenflor als in großen. Die Töpfe mit den Zwiebeln werden alsdann <nn besten im Keller in feuchten Sand gestellt, wo sie nach unge- fLln 6 Wochen die ersten Blatter zeigen. Nachdem die .Hyazinthen- topfe in dieser Weise vorbereitet worden sind, können sic nach und nach im Zimmer zur Blüte gebracht werden. Die Entwickelung der Blüten geht umso schneller vor sich, je wärmer und heller die Pflanzen stehen. Auf diese Weise kaim man sich den ganzen Winter hindurch an blühenden Hyazinthen erfreuen.
"Kreisarzt Medizin« trat Dr. Walger ist bis 22. November 1916 beurlaubt. Zu seinem Vertreter ist der Großh. Kretsassisteuzarzt Dr. S ch e n ck bestellt.
— Im Lichtspielhaus, Bahnhosstraße 34, steht aus dein Programm vom 14.—17. November: Stuart Webbs, der weltberühmte Detektiv und Kriminalist, in feinem neusten Abenteuer !„Der Hilferuf." Der erste Film der neuen Stuart Webbs-Serie jmit Ernst Reicher in der Hauptrolle. „Adam, wo bill du?" tFilm-Lustspiel in 2 Auszügen, und ein gutes Beiprogramm.
** Der Vortrag 2 in der Vortragßvereinigung ^Kaufmännischer und OrtSgewerbeverein) kann am Donnerstag nicht italtsinden. Er muß verschoben werden. (S. Anzeige).
*• Einen Vortrag über,Unsere Kartoffel- und G e m ü s e - V e r s o r g u n q" wird am Sonntag, den 19. Noo. 1916, nachmittags IV, Uhr, im Saale des „Felsenkeller", Ecke Bahnhof- und Liebigstraße, Gießen, Herr Professor Dr. Kleeberger halten. Siehe Anzeige.
Landkreis Gießen.
U Lanq-Göns, 14. Nov. Dem Unteroffizier L a n g wurde die Hessische Tapserkeitsmedaitle verliehen; das Eiserne Kreuz hat er bereits früher schon erhalten. - Dem Kanonier W. Keßler wurde das Eiserne Kreuz verliehen. — In der Gemarkung G a m b a ch wurde ein B e r g w e r k in Betrieb gesetzt, welches den Namen „Adler" führt. Eine Feldbahn zur Erzbesörderung wird nach der Station Lang-GünS gelegt.
Kreis Lauterbach.
M Lauterbach, 14. Nov Unter einem großen Trauergefolge wurde gestern der Fliegerlentncmt Kult mann, Sohn des Grvßh. Kreisarztes, Medizinalrat Dr. Kullmann, auf dem heimatlichen Friedhöfe beerdigt. Die Leiche des vor einigen Tagen im Luftkampfe tödlich verwundeten Fliegers traf am Abend vorüber aus dem Felde auf dem hiesigen Bahnhöfe ein uitb wurde von ^ Soldaten eines hiesigen Vereinslazarettes nach dem Elternhausc geleitet. Eine große Zahl Kränze ferner im Felde stehender Kampfgenossen schmückten den Sarg und das Innere des Wagens. An der heutigen Beisetzung nahmen der Krregerverein, die Jugend- kvmtpagnie und die Verwundeten der drei Lazarette teil, von letzteren wurde auch die miltiärische Begleitung des Leichenwagens überrwmmen und der Sarg zur Erde bestattet. Die Leichenrede hielt Dekan Müller mit dem Bibellerte: „Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben!" Ter Gefallene stand als aktiver Offizier in einem Arttllerie-Regiment und war freiwillig zur Fliegertruppe übergegangen.
ri. Sickendorf, 14. Nov. Gestern vormittag erfolgte hier die feierliche Grundsteinlegung einer Kapelle, die Frau Baron Gertrud Riede sei Freifrau zu Eisenbach zur Erinnerung an ihren im April entschlafenen Gemahl Baron Albrecht aus der Bcrgeshöhe hinter dem herrschaftlichen Friedhof errichten läßt. Nack/ einleitendem Gesang verrichtete der Ortsgeistliche, Pfarrer Schorlemmer von Frischborn, die Gebete und hielt eine Ansprache. Tann verlas Baumeister Reuter die Urkunde, die der Grundstein einschließt, und unter Gesang erfolgte die Einmauerung des Steins. Die eigentliche Weihe vollzog Oberpsarrer und Dekan Müller von Lauterbach. Das Lied „Nun danket alle Gott," die Hammerschläge der beteiligten Personen, des Pfarrers, der Herrschaft und der Bauleute und der von dem Dekan erteilte Segen machte den Beschluß.
Kreis Schotten.
** Ulfa, 15. Nov. Der einzige Sohn der Witwe Elisabethe Bast, der Lehramtsassessor Dr. Heinrich Bast, Leutnant und Kvm- vayrrieführer im Inf.-Reg. 99, starb am 7. November den Hel- d«ttod Der Gefallene stand seit .Kriegsbeginn im Felde. Bereits einmal verwundet, ein andermal im Unterstand verschüttet, genas er ftriebcr und zog zum drittenmal voll Mut und Siegeszuversichjt in den Kampf. Die ganze Einwohnerschaft nimmt herzlichen Anteil an dem schweren Verlust der Witwe. Die Leiche soll auf dem heimatlichen Fnedhofe ihre Ruhestätte finden.
Kreis Frledverg.
Fc. friedberg, 14. November. In der.außerordentlichen Sitzung des Kreistages des diesseitigen Kreises gab der Vorsitzende bekannt, daß auch für das Erntejahr 1916 die Kreise Friedberg und Offeubach zu einem Kommunalverband vereinigt worden seien. Laut Beschluß des Verbandsausschusses sei der Hauptmehlver- teilungs stelle in friedberg ein Kredit bis zu drei Millionen Mark eröffnet worden, für den die beiden Kreise je zur Hälfte Haftung M übernehmen hätten. Ebenso soll ein ietwaiger Gewinn und Verlust geteilt werden. Der Kreistag erklärte sich hiermit einverstanden. !
fc. Bad-Nauheim, 15. Nov. Bürgermeister Dr. K a y s e r dahier wurde zum Mitglied des Provinzialtages der Provinz -Oberhessen gewählt.
ck> Vilbel, 14. Nov. Der Musketier Emll Jost beim Infanterie-Regiment 116 wurde, mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet und zuM Gefreiten befördert. Der Schütze Wilhelm! Düplors, bei einer Mchchinengewehrabteilüng, erhielt die Hess. Tapserkenitsmedoille. Tie gleiche Auszeichnung erhielt Musketier Kart Breiter im Res-Inf.-Rgt. 81 Ebenfalls unter Verleihung des Eisernen Kreuzes 2. Klasse zum Unteroffizier beftödert wurde per Gefreite Andveas Wagner hier. — In letzter Zeit wurden
hier in drei fallen tu oer od)uU und frankfurter Straße, sonne auf der Dilbeler Höhe dem Arberberftande angehörenden Leuten eine größere Anzahl Kaninchen (Stallhasen) mittelst Einbruchs ge- sWhlen, ohne daß es bis jetzt gelungen ist, die Täter zu ermitteln. Ebenso )- :-nt dem zum Heeresdienst eingezogenan Schäferei- l>esitzer H ctmann dahier <tni vergangenen Freitag abend, als dcffen Sch lferknecht zum 'Nachtessen ging, drei Safe ans dem Pferch unweit der la s sc n hei m er Chaussee gestohlen und m per Nähe des Erlenbaches ab ge schlachtet, loosetbst einen Tag lväter Flurschütz Bach!dahier die Eingeweide der Schafe fand. Auch mer konnte von vom Täter, desfan Spur über die Brücke des Erlenbaches rtach! Harheim AU führte, leider nichts ermittelt wett>en. — Die drei gestohlenen Schafe fallen einen Wert von 500 Mark gehabt haben.
Starkenburg und Rheinhessen.
fc. Worms, 14. Nov. Für die Unterstützung von Familien eiuberufener Kriegsteilnehmer sind vom hiesigen Kreise bis Ende September d. Js. 5 600 000 Mark ausgegeben worden.
— Von der Bergstraße, 15. Nov. Die Weinernte des 1916er Bergsträßers ist in der Menge recht schlecht ausgefallen. Dagegen ist seine Güte, twie jetzt durch Untersuchungen scstgestellt wurde, keineswegs schlecht, so daß sich eine Zuckerung des Mostes erübrigt. Der Starkenburger Winzervereiu erntete von 3354 Kilogramm Trauben nicht ganz 2700 Liter Most.
F. C. AuS Rheinhessen, 14. Nov. AuS einer Anzahl rheinhessischer Ortschaften wird berichtet, daß die W e i n w i r t e hh r e Betriebe schließen, da die Wirte bei den fabelhaft hohen Weiupreiscu nicht inehr aus ihre Rechnung kommen.
Im feltte
erwarten unsere Angehörigen dm regelmäßigen cingang ües hcimat» blattcs. Um eine Unlcrvrcchnng in der rnskcllung )u vermeiden, wolle man
den fcldpofk vcrug
des öicßener Anrcigcrz fllr vcicmbcr
schon jctzk erneuern
Alle i'ostamic r nehmen die vcskcitung entgegen, vcr monatliche vctug vc- trägt ms. 1.22 cinschllcßiich der Um« schlag-öcbuhr. Außerdem vcrmittcll die vcslcliungcn wie Vi 5 her auch die
öcschäsizslclic de; Sicßcncr Anrelger;
Hessen-Nassau.
0 Fronhause n, 15. Nov. Den: Unteroffizier Grebe, der sich bei der Erslürinung von Tutrakan auszeichuete, wurde das Eiserne Kreuz und das Bulgarische Silberne Tapferkeitskreuz mit Schwertern verliehen. Ferner erhielt das Eiserne Kreuz der Pionier Georg Haas von hier.
— Frankfurt a. M., 14. Nov. Einen sehr empsilldlichen Schaden erlitt durch Spitzbubenhand eilt Handioerksnteisler aus dem Tanntts, dein sämtliche T r e i b r i e m c tt g e st o h l e n imirbeu. Da er feinen Betrieb auftechterhalten mußte, kaufte er netle Rienten ein, die ihn 2200 Mk. kosteten. Tie alten hatte er ehedein für 500 Mk. erworbeit.
--- Frankfurt a. M., 14. Nov. Unter die gesamte Schutz- inannfchast sollten große Mengen frischer Knochen an« Armee- fchlächtereien abgegeben werden und die Abgabe sollte sich in Abständen voll 14 Tagen wiederholen. Leider war die Freude verfrüht. Die Knochenausgabe kann nicht erfolgen, da unter dent verfügbaren Viehbestand die Maul- nnb Klauenseuche auSge- gebrochen ist.
fc. Frankfurt a. M., 13. Nov. Auf behördliche Altordnung soll die dem ehemaligen Großbritannischen Generalkonsul in Frankfurt a. M., berüchttgten Sir Fraitcis Opveuheimer, gehörige Liegenschaft Bockenheilner Landstraße 8 dahier nuttntehr veräußert werden. DaS Grundstück, HanS mit Garten ufw., ist mit einer Hypothek von 409 000 belastet, die vom Erwerber zu überuehmeit ist. Der diesen Betrag übersteigende Teil de- Kaufpreises ntuß bar bezahlt werden. Angebote sind bis zum 15. Dezember d. Js. a»t den Zwangsverwalter gn richten.
ra. Biedenkopf, 14. Nov. DaS Kreiskomitee vom Rotelt Krettz, in dem die Kreisvereine vo,n Roten Kreuz und vont Vater- läitdischen Frauenverein lvährettd des Krieges zusatnntenwirken, hat zu Weihnachten 1914 insgesamt 4000 und zu Weihnachtelt 1915 rttltd 3700 Weihnachtsgaben abgeliefert.
o». Settlberg, 1b. Nov. Gestern vollendete Förster i. R. K i s s e l sein 80. Lebensjahr. Er war bis 1. April 1905 Forstwart in den Waldungen von Petterweil, Ober- und Nieder- Erlenbach.
wSchentl. Ueberficht der ToßessSNe L b. Stadt Gießen.
44. Woche. Born 29. Oktober bis 4. Noveinber ISIS. Einwohnerzahl: altgeitontutelt 51t 33100 (iukl. 1800 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 25,13 •/<>..
Nach Abztlg von 12 Ortsfremden: 6,29 °l 00 .
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im 1. Lebensjahr
vom 2 bis 15. Jahr
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Summa:
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Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Giehett gebrachte Kranke kommen.
Veröfsenllichung des Großh. Krcisgesundheitsamts Gießen. Dr. Walger, Vded.-Rat.
vermischtes.
— Wür^bncg, 15. Nov. Das Gemeindekollegium faßte einen Beschluß, dessen Nachahmung jeder Gemeinde emp- pfohlen lverden kann. Alle jungen noch nicht militärpflichtigen Burschen, die sich fanlenzend in den ^näßen herumtteibett und dabei nur schlechte Str ichc verüben, sollen fottan zlvangswcisc zur Arbeit angehalten werden. Bei der Tiirct-führnng dieser Maßnahme will die Stadt die Hilfe des zuständigen Generalkommandos erbitten.
Sport.
— S p 0 r t v e r e t tt „M e r k u r" — Vereins ü r Rase n- spiele (1900). Am Sonntag, den 12. Nov., trafen sich ans dent Sportplätze obige Manttschafteit 51t dent verpflichteten Rückspiele. Das Spiel fetzte sofort mit beiderseitigen schnellen Vorstößen ein. Durch einen ' guten Vorstoß des Sportvereins „Merkur" errang dieser durch den Rechtsatißen in der ersten Viertelsttmde das erste Tor. Leider eitdete das Spiel mit starkem Mißton. Trotz aller Anstrengung der Rasenspielcr blieb Sportverein „Merktic" mit 1:0 Toren Sieger.
Meteorologische veobochtungen der Station Gießen.
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Höchste Teinperatttr am 13. bis 14. Nov. 1916: -f- 11.5° Niedrigste „ „ 13. ,, 14. . 1916: + 6,2° C.
Niederschlag 0,1 mm.
Letzte Nachrichten.
Luftangriff auf einen französischen Flugplatz.
Berlin, 14. Nov. (WTB. Amtlich., Am 13. November belegte eines unserer Marim'flngzenge Lnstschifshafen und Flugplatz St. Po l bei D ü n k i r ch e n mit B 0 m b e n. E-s wurden einwandfrei Treffer aus die Fabrikanlage uitb einig-' Gebäude beobachtet Das Flugzeug ist unbeschädigt zurüct- gekehrt.
Neue Pariser Besprechungen.
Genf, 15. Nov. Gestern, Dienstag, trat in Paris eine Ministerkoilferenz zusammen, an der der stellvertretende italienische Getleralstttbschef General Pyrro, der italienische Muni tionsminister dell Ollie, der italienische Finaitzminister Carcane und der ueuc italieuifclvc Gesandte in Paris Marchese Salvego Raggi teilnahmetr. dell-Ollic I>atte am Sonntag eine Zusammen fünft mit dent französischen Munitionsutiutster Thontas in London und eine Besprechung mit Lloyd George, Salvego Raggi, der gestern in Paris ankam, hatte auf seiner Heimreise im italienischen Hauptguartier eine Besprechung mit Cadorna und dem König. General Porro traf gestern vorntittag in Paris ein. Das „Eclio de Paris" ldeutet an, daß wichtige Entscheidungen getroffen werdeit sollen.
Italienische Stimmung gegen die Bundesgenossen.
Lugano, 15. Nov. Der Unwille gegen England scheint in Italien wieder im Wachsen m sein, da das „G i 0 r n a l e d'I 1 a l ia" es für nöttg findet, rn einem eigenen Artikel „törichten Anklagen" etttgegeuMtreten imd vor lfinterlistigen Unfrieden^ stistern zu warnen. Das Blatt -ählt vier Hauplanklagen aus, die gegen England erhobett werden: X. England zieht den Krieg in die Länge; es will Deritschlmrd erschöpfen rmd es ist ihm.gleichgültig, w-enn mick/ seine eigenen Bundesgenossen dabei erschöpft werden. 2. Italien ist dem deutsckien Einfluß nur entgangen, um unter Engllutds Hernchast zu fällen. 3. England beutet die Bundes genossen aus und läßt sie die Hauptlast des Krieges tragen. 4. Ettg- land treibt Wucher nrit Geld itnd notwendigen Gütern. Daran! envidert „Wornale d'Italia," daß 1. ein Friede in diesen: Augenblicke Italien das nicht bringen würde, wofür es den .Krieg begann, 2. sei Englatrd nie der Verbündete Oesterreichs gewesen und stehe Italiens ^Aspirationen nicht im Wege, 3. habe England doch die allgemeine Wehrpftickit eingefülirt, 4. seien alle wirtschaftlichen uttb finanziellen Mrgelegenbeiteir zwischen beiden Ländern in herzlicher und befriedigender Weise geordnet. — Es ist begreiflich, daß das Blatt des Niinisterinnts des Aetlßern die englische Politik Sonninos mit diesetr lähmen Gründen verteidigt. Interessant aber ift,_ dadurch zu. erfahren, daß diese heftig angegriffen wird, und daß, wi'ei m^tgeteilt wird, diese Angriffe sich arich gcgeiy Frankreich richten, das Hilfstrnppcti verlangt, und gegetr Rtlßland, dessen Sieg die größte Gefalsr für Italien bilde. Wörtlich sagt das „Gioruale d'Italia": Es liandelt sich da mn eine außerordentlich misgedehnte Propaganda. Das Blatt fordert die Italiener auf, ihr überall entgegcrrzuttelen und fügt hinzu, daß diese Propaganda von Deutschland ausgel)e, als ob es nicht Italiener geben könnte, die von selber vernünftig sind.
Der italiettische Burgfriede erledigt.
Lugano, 15. Nov. „Seeolo" be.zeickmet den Burgfrieden in Italien als beendigt. Die Einigkeit der Parteien, die der Errichtung des. gegenwärttgen Ministeriums zugrunde gelegen lsabe, habeaufgehört, und das Land müsse alle Kräfte darauf verwenden, um fru verhüten, daß die Verfechter e t n e s falschen Friedens die Oberhand gewinnen. „Popolo d'Italia" schreibt: Der Krieg an der inneren Front ist erklärt. Es ist die lfachste Zeit, daßl der v e r r ä t e r i s ch e tr Hydra, die mit dem Feinde l i e b ä tr g e l t, der Kopf zertreten wird.
Die Haltung Norwegens.
Kopenhagen, 15. Nov. Wie „Polttiken" aus Kristiania berichtet, erllärte das liberale Stortingsmitalied Skaar, die norwegische Bevölkcrmtg könne beruhigt sein, Norwegens Ant- w 0 r t an Deuts chl a n b sei in Inhält und Form genmt durchdacht und vermeide alles, was einer HerMtsfordermtg oder tmoor- s'ickfiigen Handlmtg chleichkomme. Keftteswegs habe die Neuerung einen Rückzug' angetreten, der einer Verletzung der nattonalen Selbständigkeit und Ehre bedeuten^ könne. Zahlreiche gntt norwegische Männer seien in dieser Zeit tätig gewesen, und sie hoffen, daß siir dieses Ptal das Unwetter für Norwegen vernrieden werde.
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