Lang Vvn dem Merane Squadron gez.: I. Seaman Gren Lt." — Das betreffende Armee-Oberkommando hat den Eltern des Haupttncmns Balcke den Kranz und die zwei Schreiben übersandt.
Der bulgarische Oberkommandiercnde über die Lage.
Budapest, 13. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der Sofi wter Spezialberichterstatter des „Az Est" hatte mit dem bulgarischen Oberkommandierenden Jet off eine Unter redung. Dieser sagte darin u. a.:
Unsere Feinde haben mit Unrecht behauptet, daß die Zeit ihr bester Bundesgenosse sei. Ich glaube im Gegenteil, daß die Zeit den Zentralnuichten und ihren Bundesgenossen sich hilfreich erweist Namentlich die b u l g a r i s ch e A r m c e ist h e u t e w e r t v o l l e r und l e i st u n g s f ä h i g e r als zu Beginn des Krieges .Ferner hat sich nicht bloß, die militärische, sondern auch die politische Lage sehr gebessert, namentlich durch den Sieg bei den Dardanellen und die Proklamierung der Unabhängigkeit Polens. Was Sarrails angekündigte Offensive betrifft, müßte seine Armee doppelt so stark sein, als sie ist, um die Aussicht des Erfolges zu haben. Der Winter ist für die Truppen Sarrails viel ungünstiger, als für die unsrigen, die das Balkanklima gewohnt sind. Auf die Verbindung zwischen den italienischen Truppen und der Armee Sarrails haben wir gerechnet. Diese Vereinigung hat keine große Bedeutung. Die Italiener werden übrigens den größten Teil ihrer Kräfte nach dem Epirus senden, anstatt für fremde Interessen in Mazedonien zu fesseln.
Auf die Frage nach der Lage in der D o b r u d s ch a sagte Je- koff: Die Serben zählen hier nicht mehr. Ihre Truppen sind größ- itenteils vernichtet. Die Rumänen bewähren sich besser, als wir ^gedacht haben, obschon das nicht allzuviel heißen will. Die Qualität der russischen Truppen ist minderwertig: wir überschätzten sie. -Me russophile Idee hat in Bulgarien ausgespielt. Unsere Operativ neu ^nehmen mit der Pünktlichkeit eines Uhrwerkes ihren Fortgang. Der langsame Fortschritt der aus Siebenbürgen eingeleiteten Offen ffive ist keine Ueberraschung, da das Gelände sehr schwierig ist .Die Russen und Rumänen werden dort ihre Hauptkraft zusammen ziehen.
Der bulgarische Bericht.
Sofia, 13. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Heeres bericht: # i
Mazedonische Fr oNt: Westlich der Eisenbahn
Bitolia-Lerin lebhaftes Artitteriefeuer. Gegen den Abschnitt Oeftretz-Kenul i rückten schwache feindliche Abteilungen vor sie wurden ffchon durch Feuer verjagt. Im Cerna-Bvge 'wurden heftige feindliche Angriffe durch deutsch-bulgarische Truppe Lurückgeschlugen. An der Mo-glenica-Front und westlich desWardar das gewöhnliche Artilleriefeuer. Oestlich des Wardar Ruhe. Am Fuße der Belasica-Planina und an der Struma-Front Scharmützel zwischen Patrouillen-Abteilungen und schwache Artillerietätigkett.
Ein von unserem 'Feuer getroffenes feindliches Flugzeug fiel 'in den feindlichen Linien nieder. <
An der ä gäi schett Küste Ruhe.
Rumänische Front: Längs der Donau schwaches gegen tfettiges Feuer. In der Dobrudscha griff der Feind zweimal mit starken Kräften an dem äußerste ftncen Flügel unsere Stellung an, wurde aber jedesmal zur Umkehr gezwungen. Tie Stadt Cernavoda wurde ohne Erfolg vom linken Ufer der Donau beschlossen.
An der Küfte des Schwarze n Meeres Ruhe.
Rumänischer Heeresbericht
vom 13. November. Nord- und Nordweftfrvnt: Im Trotustal griffen unsere Truppen den Alunisberg 8 Kilometer nördlich Goiofa und den Preottseleberg, 7 Kilometer nördlich Agas an wird besetzten beide. Im Jzotul zerstörte unsere Arttllerie eine Fabrik in Usvelgps. Der Feind unternahm acht Angriffe in der Mchtung des Hügels Cernica zwischen Slanio und Oltuz, die alle ,Mrückgeschlagen wurden, und nach denen __ wir auf der ganzen Front von Vraneea bis Slanio zum Angriff übergingen. Wir besetzten den Hügel Lupcel und Fatamcarta. Im Buzeotal wurde iein feindlicher Angriff, der am rechten Ufer um sechs Uhr nach- snrittags begonnen hatte, um acht Uhr abends zurückgeschlagen. Bei Taklabustzi, Bratocea .und Predelus Patrouillengefechte. Im Prahovatal Unternehmungen feindlicher Artillerie gegen Larefti und Candffti. Der Kampf ist im Gange. Im Alttal rücken wir <m\ dem linken Ufer Wetter vor. Auf dem rechten Ufer griff der Feind heftig an. Im Jiutal zwang ein heftiger Angriff des Feindes imfete Truppen sich leicht gegen Süden zurückzuziehen. Heftige Kämpfe in Orsova. Südfront: An der Donau einige Kanonenschüsse. In der Dobrudscha rückten wir bis zur Front «Imancisma-Ceranasuf, wo wir hundert Gefangene machten.
Der türkische Bericht.
Konstant: nopel, 12. Nov. (WTB.) Amtlicher Heeresbericht vom 12. November:
Kaukasus-Front: Für uns günstig verlaufene Schar 'mützel. Wir machten Gefangene.
An den anderen Fronten kein wichtiges Ereignis '
Aus Frankreich.
Bern, 13. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) „Temps" zw- folge haben die Restaurants- und Kaff e eb e fitz er eine außerordentliche Versammlung.einberufen, um bei der Negierung wegen des dVs-Uhr-Schlusses vorstellig zu wer dem Andere vom 6-Uhr-Ladenschluß betroffene Interessen tenkreise wollen gleiche Schritte tun.
Die hohen Papierpreise in England.
! -Amsterdam, 13. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Ein -hiesiges Blatt meldet aus London: Die „Times" schlägt »des hohen Papierpreises halber pro Nummer um einen halben Penny auf.
Der Außenhandel Rußlands.
Petersburg, 12. Nov. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphcn-Agentur. Nach einer der Duma vom Finanz- minister vorgelegten Denkschrift über die Aus- und Einfuhr über die europäischen und asiatische:: Grenzen des Reiches vom Januar bis Juni 1916 hat die Einfuhr fast um das Zweieinhalb- fache, d:e Ausfuhr am 71,6 Prozent Angenommen. Die Ausfuhr Dt bei fast sämtlichen Gegenständen wird zahlreichen Metallen stärker, als die von dem letzten Halbjahr vor dem Kriege. Unter den Aus- fuhrarrckeln befinden sich. Waren, die, wie Baumwolle, niemals vorher ausgesührt wurden.
Ein Bolkseruährungsamt in Oesterreich-Ungarn
Wien, 14. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Wiener Zei°
Handschreiben an
tung" veröffentlicht ein kaiserliches risterpräsi! steriums über die
den Ministerpräsidenten, sowie eine Verordnung des Gesamtmini
7n,ms irher dtt Errichtung eines mit weitgehenden Befug nissen^der 'des Staatsrates: vier weitere Mitglieder werden
zu dessen Präsedenten der Kaiser den Finanzdirektor Oskar Kok stein ernannt hat. Das neugeschaffene Antt ist unmittelbar dem Mmlsterpräiidenten unterstellt, der damit die verfassungsmäßige Verantwortlichkeit für die Tätigkeit des Amtes übernimmt. Der Schwerpunkt des neuen Amtes wird in das Zusammenarbeiten, erprobter Verwaltungsbeamter und tüchtiger Fachleute des praktischen Lebens erlegt, welch letzter? insbesondere in der Frage der Verteilung «Iler vorhandenen Lebensmittel die Verbindung mit den bestehenden Konsumentenorganisationen herzustellen haben weroen. Dabei wird nicht nur dem Fortschreiten der Teuerung «ngegengewlrkt, sondern auch eine Senkung der bereits erreichten Ireui.-obe angestrebt werden. Die Bevölkerung, die bisher Auw* 11 Awrmketten des Krieges ein rüchnenswertes Maß von Geduld, Anpanungslähigkett und Disziplin bewiesen hat,
darf von der Tättgkeit des neuen Amtes erwarten, daß, wenn auch gewisse Hemnrungen in der Lebensmittelversorgung, die sich heute ttotz des ihnen osfenstehenden Meeres auch in den Länden: unserer Feinde geltend machte::, als unvermeidlich angesehen wer den müssen, die der Bevölkerung durch den Krieg auferlegten Be schwernisscka us ein möglichst geringes Maß vermindert werden können.
Wohnungsnot in Ungarn.
Budapest, 13. Nov. (WTB.) Eine Sonderausgabe des Amtsblattes veröffentlicht eine Regierungsverordnung, wonach Mietzinse, die in Budapest den Betrag von 5000 Kronen, in Städten mit über 20 000 Einwohnern 3500 Kronen und in kleineren Ortschaften 2500 Kronen nicht über schreiten, bis auf weiteres nicht gesteigert und solche Woh nungen von den Vermietern bis auf weiteres nicht gekündigt werden dürfen.
Der neue Kriegsminister und die Schutzhast.
Berlin, 13. Nov. (WTB.) Das Kriegs ministe rinn: hat am 22. Juli 1916 folgenden Erlaß über die Verhängung der Schutzhaft an die Stellvertretenden Ge neralkommandos gegeben:
Wiederholt wurde in Erlassen darauf hingewiesen, daß die Schutzhaft nur insoweit zu verhängen sein möchte, als dies im Interesse der öffentlichen Sicherheit, durchaus geboten erscheint und daß übrigens sobald als möglich auf die Freilassung oder Abschiebung der Festgenomemnen in Gefangenenlager oder in geeignete Orte Deutschlands und Stellung unter Polizeiaufsicht sowie aus die Gewährung sonstiger Erleichterimgen Bedacht zu nehmen sei. Die auf Grund des Erlasses vom 17. Mai 1916 Nummer 836/6 16 AOJ vorgelegten Nachweisungen lassen erkennen daß die Zahl der in Schutzhaft Befindlichen bei e i n z e l e n Stellen iw-ch immer auffallend hoch ist, während es an anderen Stellen gelang, die Zahl auf ein geringes Maß herabzudrücken. Es wird sich immer wieder eine N a ch p r n f u n g daraufhin empfehlen, inwieweit den vorerwähnten Erlassen entsprochen werden könnte. Bei langer Dauer des Krieges muß darauf gehalten werden, daß nur solche Personen in Schutzhast verbleiben, die tatsächlich eine Gefahr für die öffentliche Sicherhett bedeuten. Lluch wird bei dieser Gelegenheit nochmals aus Absatz 9 »des Erlasses vom 4. September 1915 hingcwiesen^ wonach den Festgenommenen durch Vernehmung Gelegenheit zu geben ist, sich von dem auf ihnen ruhenden Verdachte zu reinigen u:rd wonach ihnen die Gründe für ihre weitere Haft mitzuteilen, sind. Alle unnötigen Härten müssen mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen Schäden der Betroffenen und auf die Ansprüche vermieden werden, die nach den: Krieg aus Anlaß der Schutzhaft erhoben werden können. Jedenfalls darf die Schutzhaft als Strafe für Verstöße gegen bestehende Anordnungen weder angedroht noch verhängt werden, da eine solche Maßnahme der Rechtsgrundlage entbehrt.
Der Seekrieg.
Deutschland und Norwegen.
13. Nov. (Priv.-Tel.) Dem Vernehmen nach
Berlin,
läßt der Wortlaut der nunmehr überreichten norwegi- schen Antwortnote in Verbindung mit den von dem norwegischen Gesandten gegebenen Erklärungen für weitere Verhandlungen Raum.
Chile und der Ankauf deutscher Schiffe.
Bern, 13. Nov. (WTB./Wie der „Temps" aus Santiago meldet, sind die Ve r h andlungen zwecks Ankaufs der deutschen und österreichischen Schiffe in den chilenischen Häfen gescheitert, da Deutschland verlangte, daß die Lchifse nur für den Küstcndienst verwendet werden dürften.
*
Die Versenkung von italienischen Schiffen.
Berlin, 13. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) In: Mittel- meer sind nachstehende italienische Schiffe ver- enkt worden: Die Dampfer „Torero" (767 Bruttoregistertonnen) und „Bernado" (1346 Tonnen), ferner die Segel- 'chiffe „Marinaga" (154 Tonnen), „Gidder" (100 Tonnen), ,Tre Fratelli" (1910 Tonnen), „S. Antonia" (611 Tonnen) und „San Giorgio" (258 Tonnen).
Berlin, 13. Nov. (WTB.) Vor der Themse wurde am 12. d. Mts. der holländische Dampser „Batavier VI." mit größeren Beständen Bannware an Bord .von unseren flandrischen Seestr-eitkrüften ange- ) a l t e n und in den Hafen e i n g e b r a ch t.
London, 13. Nov. (WTB.). Lloyds meldet: Die norwegischen Dampfer „Daphne" (1388), „Leirstadt" (995) und „B alto" (3538 Bruttoregistertonnen) wurden ersenkt.
und die erforderlichen Vereinbarungen mit dem K. und K. Generalgouvernement Lublin noch längere Zeit in Anspruch nehmen, soll sobald als möglich im Einvernehmen mit den österreichisch-ungarischen Behörden ein provisorischer Staatsrat für das Königreich Polen berufen werden. — Die Veröffentlichung der Verordnung erfolgte in der Montagnummer der Deutschen Warschauer Zeitung und im Verordnungsblatt für das Generalgouvernement Warschau vom 13. November.
Die zukünftige polnische Armee.
W a r sch a u, 13. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Dtfch. Warschauer Ztg." schreibt: Aus amtlicher Quelle erhalten wir folgende Angaben über die zukünftige polnische Armee:
Tie Uniform läßt in glücklicher Weise die Erinnerimg an die ruhmvolle:: polnischen Soldaten Napoleons I. und an die der heutigen polnischen Legionen wieder aufleben. Die Blust ist ähnlich der der Soldaten der letzteren. Aus dem linken Oberarm befindet sich- der polnische Adler in Metall in einem amarantroten Stern. Dieses Abzeichen befand sich aus den Lanzenfähnchen der polnischen Ulanen zur Zeit Napoleons I. Als Kopfbedeckung dient eine Kon- federatka mit polnischem Adler in amarantrotem Felde. Tie Wickelgamaschen der polnischen Legion sind beibehalten. Als Kopfbedeckung der Kavallerie dient außer der Koufedercttka die Czapka der polnische:: Ulanen mit einem weißen Adler.
Die bisherige Legion wird als Grundstock (der nen zu bildende:: Armee dienen. Damit werden die von ta Legion in zweijährigem ruhmvollen Kampfe erworbenen hervorragenden soldatischen Eigenschaften der neuen Armee voll und iganz zugute kommen.
Nur dem Reiche.
Befreiungen vom Warenumsatzstempel.
Berlin, 13. Nov. Der Bundesrat hat in seiner letzten Sitzung eine Verordnung über die Befreiung v o m Warenumsatzstempel getroffen. Danach sollen die Kommunen und die Kommurralverbande über Geschäfte, die ihnen durch Reichsverordnung für die Lebensmittelversorgung ihrer Einwohner auferlegt werden, von der Umsatzsteuer, ebenso auch die gemeinnützigen Gesellschaften, die denselben Zweck verfolgen, befreit werden. Eine Befreiung tritt nicht ein für eigene Betriebe in Konrmunen, die schm: vor dem Kriege errichtet waren. Me Kriegsgesellschaften wie die Zentraleinkaufsgesellschaft, die Kriegslederhandels- geseltschaft, die Gerstenverwertnngsgesellschaft und wie sie alle heißen, sollen dagegen verpflichtet sein, den Umsatzstempel zu entrichten. Von der Umsatzsteuer befreit bleiben dagegen die Goldankanfsstellen, die zur Vernrehrung des Goldbestandes der Reichsbank eingerichtet worden sind.
*
Berlin, 13. Nov. (WTB.) Tie von der Reichs ge tr e i - f„e ft e l l e zurzeit^ bisher gezahlte D r u sch p r ä m i e von 12 Mk. für d:e Tonne gilt nur noch für Brotgetteidelieserungen bis zu nt 15. November 1916 einschließlich. Für Lieferungen nach diesem L.age bis einschließlich 15. Dezember wird noch eivß Druschprü mir von 10 Mark für die Tonne gewährt. Für Brotgetreide, das nach dem 15. Dezember abgeliefert wird, darf nach dem Gesetze! eine Druschprämie nicht mehr gezahlt, werden. Es liegt daher iin Interesse der Landwirte, die Ablieferung nach Kräften zu be
schleunige:: und noch zember abzuliefern.
möglichst viel Brotgetreide bis zum 15. De-
Die Rückfahrt der „Deutschland".
Amsterdam, 13. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Wie das Handelsblad" meldet, wird der Londoner „Times" aus New York telegraphiert: Das deutsche Handels- Unterseeboot ist zur Abreise bereit. Nach dem „Pnovi- dence Journal" besteht die Ladung aus nenn Wagenladungen Nickel (die Wagenladung zu 40 Tonnen durchschnittlich gerechnet), ferner zehn Wagenladungen Rohgummi, drei Wagenladungen Chrom und einer Wagenladung Banodium.
Die Neugestaltungen in polen.
Bildung eines Staatsrates und eines vereinigten Landtages.
Warschau, 13. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Ter aus allen Schrchren der Bevölkerung geäußerte Wunsch, an den Aufgaben der Landesregierung mitzuarbeiten, noch> bevor ein geordnetes verfassungsmäßiges Staatswestn Platz greifen kann, bat den Herrn Generalgouverneur bestimmt, eine Berordn'ung zn erlassen, die die Bildung eines aus Wahlen heroorgehenden Staatsrates 'im Kö- nrgreiche Polen anbahnt. Tie Teilnahme der in österreichischer Verwaltung stehenden Gebietsteile des Königsreiches Polen an dem Staatsrat wird noch durch Vereinbarungen mit den österreichisch-ungarischen Behörden geregelt werden. J:n Generalgon- vernement Warschau finden die Wahlen zun: Staatsrat in folgender Wepe statt: In den ländlichen Bezirken wählen die Kreistage, :n den Stadtkreisen Warschau und Lodz die städtischen Körperschaften :nsge,amt 70 Abgeordnete. Diese Abgeordneten wählen rhrersttts nach> b<& Grundsätzen der Verhältniswahl acht Mitglie-
Ans Hessen.
Das Verderben von 800 Kisten Büchsenmilch.
Abg. v. Brentano hat in der Zweiten Kammer folgenden Antrag gestellt: Anktiüp send au den (nachfolgenden Zeitungsartikel stelle ich den Antrag, Grotzh. Regierung zu ersuchen, Auskunft zu geben, ob die Mitteilung der Wahrheit ent- pricht und sich dahin zu äußern, was sie gegenüber der zu tun gedenkt, daß sich derartige unvermrtwortliche Sachen in der heutigen schweren Zeit nicht wiederholen.
Mainz, 30. Oktober. 800 Kisten Büchsenmilch oercwrben! Verschicke ne Blätter brachten jüngst die Nachricht, daß im Mainzer Zollhafen 800 Kisten verdorbener Büchsenmilch lagerten, die der Zentral-Einkaufs-Gesellschaft (ZEG.) tt: Berlin gehörten. D-iesej Nachricht inachte Auffchen. Man hielt es für unglaublich, daß eine Gesellschaft, per das Deutsche Reich zum Einkauf von Lebensmitteln eine Monopolstellung eingeränm!t hat, große Muffen von Lebensniitteln habe verfaulen lassen. Nunmvhr hat oie ö^eschäfts- stelle der ZEG. eine Mittettung veröffentlicht, welche die Eingaben der Blätter bestätigt. Danach hatte pine Müttrzer Firma die 800 Kisten kondensierte Milch ans dem Auslande eingeführt mit der Absicht, sie an die Mainzer Stadtverwaltung zu verkaufen. Die ZEG. beschlagnahmte die Sendmig, entdeckte aber erst später, daß die Milch nicht haltbar war und bot darauf die Milch der Vöainzer Stadtverwaltung zun: Kaufe an, die aber den Kauf ablehnte. Inzwischen war die ganze Ladung vevdv'rben. In eurer Zeit, in der jeder Tropfen Milch kostbar ist, sind solche Vorkommnisse unerhört.
Airs
Stadt uni? £<sttö.
Gießen, 14. November 1916.
^Matteten MbstänLigen Amtes fürjrtc So t fs e nTä Ru «£1 STte ^
, -- -- - -- auch! den Vorsitz
ubernrmmt. Der Staatsrat berat d:e :hm vorgelegten Gesetzeut- würfe, hat ldas Recht von Jnittatwauträgen und bereitet die Be- chlüsse des Landtages vor. Dem Landtag können ebenfalls Gesetz- entwürfe und sonst für das Land wichtige Fragen zur Beratung und Beschlußsapung vorgelegt werden. Ihm steht das Steiner- und An- lerherecht zu. Damit er schon von vornherein besttmmte Aufgaben hat, ist ihm die Beschlußsasftmg über die in der .Kreisordnung vorgesehenen Dotationssonds, über die Landcsineliorattonsfouds und über die Fonds zum Aufbau der zerstörten Ortschaften iiber- tragen. Die Verhandlungen des Staatsrates und Landtages mt welchen der Verwaltungschef als Kommissar der Negierung teilnimmt, werden in polnischer Sprache geführt.
Es soll damit ein erster Schritt zur Vorbereitung der polnischen Staatsverwaltung getan werden. Da die Durchführung der Wählen
** A m t l i che P e r so n a 1 nach r i cht e n. Der Groß her- zog hat zum 11. November lf. Js. den: ersten evangelischen Pfarrer Friedrich Wilhelm Werner zu Nidda anläßlich seines fünfzigjährigen Treuftjnbiläums den Charakter als Kirchenrat erteill. — Der Groß Herzog hat zum 11. November ds. Js. dem Geschäftsführer des Hauptvorstandcs des Vaterländischen Frauenverems, Königl. Preuß. ObervetwÄltungsgerichtsrat Tr. Kühne in Berlin, das Komturkre:^ 2. Kl. des Ordens „Stern von Brabant" und dem Schristfülwer dieses Vereins, Generaloberarzt Tr. Friedheim in Berlin, das Ehrenkreuz 2. Kl. des gleichlen Ordens verliehen. >
** Li ebesgaben für Kriegs gefangene in Rußland. Bei dem Versand von Liebesgaben an Kriegsgefangene in Rußland werden von den Angehörigen vielfach alte Zeitungen und sonstiges bedrucktes Papier als Packmaterial verwandt oder den Sendungen sogar schriftliche 9Ritteilungen beigesügt. Dies hat zur Folge, daß derarttge Pakete den Adressaten inchr ausgeliefert und diese selbst obendrein :wch bestraft werden. Im eigenster: Interesse der Gefangenen sollten daher die Absender darauf achten, daß die bestehenden Vorschriften für die Verpackung der Gegenstände streng beobachtet werden. Die Pakete werden an: _ besten in einen haltbaren Stoff sauber eingenäht und die Lldvesse entweder unmittelbar auf die Verpack::ng oder auf ein aufgenähtes Stück Leinwand in deutscher Und russischer Sprache geschrieben. Die Gesangenenfürsorgestellen des Roten Kreuzes sind berett, bein: Ausschreiben der Adressen behilflich zu sein.
** Für Angehörige von in Afrika internierten Deutschen. Nach zuverlässige:: Mittetturrgen, die von verschiedenen Setten ettrgegangen sind, verweigern di(e> englischen Zensurstellen in Afrika die Aushändigung von Briefen an internierte Deuffche, wenn sie in deutscher Schrift geschrieben sind. Mese Briese gehen zurück mtt dem Vermerk: „Lateinische Schrift in deutschen Briefen." Angehörigen von in dlftika beffndlichen Deutschen wird daher empföhle::, sich nur lateinisckMr Schriftzeichen zu bedienen.
** Hasen die b stahl. In derRachÜMm 12. November wurden cn:s einem Garten der Stephanstraße dahier zwei Stallhasen, ein großer graubrauner weiblicher belgischer Riese und ein schwarz-weißer Holländer entwertet.
** Gefunden. Me am Samstag als verloren gemeldete Handtasche mit Inhalt ist wieder zur Stelle gebracht. Eine Frau aris Herford hat sie gesunden und Nachricht gegeben.


