Ausgabe 
13.11.1916 Erstes Blatt
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Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.

Die Lage ist unverändert.

Der Stellvertreter des Chefs oes Generalstabs v. Hofer, Feldmarsch alleutnant.

Ereignisse zur See.

Unsere Seeflugzeuge haben in der Nacht vom 11. auf den 12. Padua angegriffen und mit schweren Bomben

werden könne, sticht ohne Hoffnung, gibt aber keinen Anlaß für die optimistische Auffassung, daß Deutschland, wenn wir uns ihm diskret näherten, bereit wäre, die Forderungen zu bewilligen/ die wir stellen müssen.

Der Artikel schließt, daß nicht nur der Westen, das heißt Belgien, sondern auch der Osten, das heißt Polen, von der deutschen Bedrohung erlöst werden müssen.

England und Holland.

London, 11. Nov. (WTB.) Das Reutersche Bureau

Volltreffer im Militärkonrmando-Gcbäude. Bahnhof und *? er hxi t if dp ert Regier ung und

Infanterie-Kaserne erzielt, in letzterer sowie in der Stadt feirA b

wurden Brände erzeugt, die noch auf 40 Kilometer sichtbar lNrederlande, als dessen Vorsitzender Dr. Lrndhorst Ho

waren. Trotz heftiger Beschießung und ungünstiger Witte rung kehrten die Flugzeuge unoersehrtzzurück.

Flottenkommando.

vom Kaiser Franz Josef.

Wien, 11. Nov. (WTB.) Die Korrespondenz Wilhelm werde.

man zeichnet, ein Handelsvertrag abgeschlossen wurde. Das Abkommen, das vor wenigen Tagen in London unterzeichnet worden ist, sichert Großbritannien regel- uräßige, beträchtlich erhöhte Zufuhren von niederländischen landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Es sei zu hoffen, daß der niederländifch-großbritannische Handel als Folge des Abkommens zum mindesten auf die frühere Höhe gebracht

N eltie" undTita n" sind zum Sinken gebracht worden. Die Bemannungen wurden durch vorüberjahrende Schiffe ausgenommen und nach England gebracht.

Amsterdam, 11. Nov. (WTB.) Lloyds meldet: 17 Mann von der Besatzung des englischen DampfersBo­gota" sind gerettet worden. Der englische DampferEarl o f F o r s o r" ist v e r s e n k t worden.

London, 11. Nov. (WTB.) Lloyds meldet aus Go- roucha: Der dänische DampferFreia" (2168 Tonnen) ist am 10. November versenkt worden.

meldet: Wie wir erfahren, ist der Kaiser seit einigen Tagen von einer leichten katarrhalischen Affek

Amsterdam, 11. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Wie das Handelsblad erfährt, hat England gefordert, daß die Ausfuhr

ti ö n befallen. Der Kaiser, dessen Tageseinteilung keine ^n O b ft aus Holland nach Deutschland verboten werden müsse,

Veränderung erfahren hat, nimmt die üblichen Vorträge ^^udischem Obst und Obstprodukten

a ' ' 7 ö nach Holland gestattet. Ter Handel ist in einigen Fällen durch

entgegen. Wien, 12

Nov. (WTB Die leichten

Kaiser sind in so erfreulicheni Rückgänge begriffen, daß

i I englische Regierung genötigt worden, ausländisches Obst, das

AäAÄA? ^bernts nach.Holland emgeführt war. wieder,nach England zurück-

WWelm meldet: Die leichten fotorrWifdjen Erscheinungen beim i zuschicken und vor ein mglisches'Prisengericht ,n brin'gem Ferner

uacy l hat England einige holländische Boote angehalten und die darin

dem Ausspriich der Aer^te die bestehende Indisposition als be-

hoben betrachtet werden W Seine Majestät empfing heute den | ÄJ&

transportieren.

Die englisch-russische Freundschaft.

Obersthosmeister Fürsten von Montenuovo, die Generaladsntanten I mekw T°-upferge,sellsch°sten entschlossen, keine Südfrüchte

Grafen Barr und Fveiherrn von Bolfras, sowie den Ministerprä s idente?: von Körber in Audienz.

Fliegerangriffe im Saargebiet

Kopenhagen, 12. Nov. (W.B.) Nach hiesigen Zeitungen fand im Petersburger R a t h a u s e am 11. November eine

Berlin, 11. Nov. (WTB. Amtlich.) Feindliche Flug-, .. ~ ,. rr - -

?.euge griffen am 10. November zwischen 11 und 1 Uhr mittags SZwße Versammlung der GesellschaftDre englische Flagge", die

n . x. : . ± ... er\- I tnr pinp vi'rtn.nhpnrnn imnrfwm fwtrr frmfr iirttv SWiußif^m.'K vn-t-i-r'^vt vniff

Ortschaften und Industrieanlagen im Saar gebiet an. .. Ortschaften Völklingen, Wehrden und Forbach wurden mit Bom

für eine Annäherung zwischen England und Rußland wirken will, statt. Eine Anzahl russischer Politiker, und der englffche Botschafter

ben belegt. Drei Einwohner wurden gelötet, zwei leicht, zwei ^y.chanan waren anwesend. Der Vorsitzende der Gesellschaft, Duma schwer verletzt. Militärischer Sachse^rden ist nicht entstanden. Der ! Präsident Rod z ian ko , sagte in einer Ansprache, das Schwert

übrige Sachschaden ist gering.

DerTemps" über die Kriegslage.

ern, 11. November. lWTB.) In einer militärischen Be

könne erst in die Scheide gesteckt werden, wenn ein vollständiger Sieg als Lohn für die kolossalen Opfer errungen worden sei, die die Alliierten für das gemeinsame Ziel, nämlich die Wieder^ Herstellung der Ruhe, gebracht hätten, die durch den lieberfall der germanischen .Reiche aus Serbien gestört worden sei. Es fei

Die Wahl Wilsons.

Haag, 12. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Mel­dung derUnited Preß" hat Wilson 8563750 und Hughes 8162 754 Stimmen erhalten. Das Abstimmungs- ergebnis in New Hamshire und Minnesota ist noch zweifel- hl^ft-^bwohl die Republikaner noch nicht zugeben wollen, daß jWilson gewählt ist, soßvird doch 'allg-emern angenommen, daß dre amtliche Zählung das Ergebnis nicht mehr ändern wird.

traftttmg weist der Temps" daraus hin, daß sich zur'zurzeit unmöglich. %u entscheiden, wer von den Alliierten die schwerste

Ufer werde von den Truppezr der Mittelmächte eine große Artille rittätigkeit entwickelt, auch werde ein neuer Uebergangsversuch ge

Kriege ^unumgänglich.

w«. .-uw yr | Daraus wurden dem englischen Botschafter eine Anzahl russi-

meldet nran durse sedvch mcht annehmen datz Mackensen ernsthaft scher Fahnen überreicht, der sie als eia Symbol des Bündnisses

den Ueoeraana Nernif/Üen Fkfrtrvr Pr fiifft tu , >l>*r'MY.r»Firif?%frfvn I «V. AQ >_. t rc.. ...tu *... r .

den Uebergang versuchen werde, bevor er sich in der Norddobrudscha nicht jeder Gefahr entledigt habe.

Radoslawow über die Lage.

Ah^po. (WTB.)Utro" zufolge äußerte sich Mi

an 43 englische Städte verteilen wird. Er erklärte in seiner Rede, daß deutsche Geheimagenten zwischen Rußland und England Zwie­tracht säen Und die russische öffentliche Meinung zu überzeugen^ , JVVU , . versuchten, .daß England Rußland in den schrecklichen Krieg hin-

nisterprä'ftdent R adosl cVo w" gester/^^emtt^v^rauli'chen 1jum es zu schwäch U^ dmm ferne Waffe

Versammlung der Deputierten der Regierungspartei u. a. folgen dermaßen: Tie allgemeine strategische Lage ist sehr beftiedigend. Die Ereignisse auf den Kriegsschauplätzen entwickeln sich derart.

gegen Rußland 'zn richten. Diese wahnsinnige Lüge sei nicht wert, dementiert zu werden. Er schloß:Der Kam'pf wird fort-i gesetzt, bis die erhabenen Grundsätze, für die die Entente kämpft.

daß fortab entscheidende Äenderungen jaigunften der Entente als ^ .t>ie okknvierten Gebiete befreit sind. Ein un-

-nsgrschlossen gellen können. Tie Zentralinachte sind ihres Sieges l ehrttches Kompromiß kann einen üanernden Frieden nicht ersetzen." gewiß. Der Krieg kann möglicherweise ohne Frie­denskonferenz beendigt werden. Me Gebiete, für die der bulgarische Soldat sein Blut vergossen hat, werden bulgarisch bleiben.

Der bulgarische Bericht.

Sofia, 12. Nov. (WTB. Nichtarntlich) Bericht des General­stabs vom 11. November.

Mazedonische Front: Westlich der Effenbahn Bitolra Lerin lebhaftes Artillcrieseuer. Oestlrch von derselben Linie und im Cerna-Bogen dauerte der Kampf während des ganzen Tages und teilweise während der Nacht zum 12. November an. Alle

Aus Frankreich

Bern, 12. Nov. (WTB. Mchtcrmtlich.) Auf Anordnung des Pariser Polizeipräfekten müssen in Paris und im Seine-Departement die Kaffeehäuser und Re staurants um 1 / 2 IO Uhr schließen.

Ein sranzöfischer Nationalrat für Ersparnisse.

Bern, 12. Nov. (WTB.) DerMatin" meldet die bevor stehende Schaffung eines Nationalrates für Ersparni-

Ängriffe des Feindes wurden gebrochen. Dennoch glückte es dem' sin r N e, der alle Maßnahmen zur Schonung der materiellen Hilfs- Gegner, sich auf den Höhen, die einen Vorsprung vor unseren/ Quellen für Lebensmittel und andere Gegenstände und die beste Stellungen nordöstlich von dem Dorfe Polog bilden, zu behaupteu. Verwendung der öffentlichen Gelder vorsehen soll, um den Geld- !An der Moglenioa-Frvnt schwache Arttllerie- und Mcinentäligkeit^ abftuß nach dem Ausland zu vermeiden. DerMatin" glaubt zu ^Westlich vom Wardar lebhafte Artillerietättgkeit. Oestlich vom wisien, daß der Vopfftz des Rates dem früheren Präsidenten Fab Wardar und am Fuße der Bebasica-Planina Ruhe. An der "^res angeboten werden wird.

Struma-Front Geschützfeuer imd Patrouillengefechte.

An der Küste des Aegäischen Meeres Ruhe.

R n m ä n i s ch e F r 0 n t: An der Donau nichts Neues. In der Dobrudscha Gefechte an den vorgeschobenen Stellungen unserer Trüvven ohne wesentliche Ergebnisse.

An der Küste des Schwarzen Meeres Ruhe.

Das türkische Parlament.

Die Kohlentransportkrise in Frankreich.

Bern, 12. Nov. (WTB. Nichtamtlich.)Journal" führt in einem Leitartikel aus, daß die Kohlentransportkrise in alben Teilen Frankreichs sehr fühlbar gervoroen sei. Gewisse Munitionsfabriken hätten den Verrieb einstellen muffen. Auch eine Gießerei, die täglich 400 Gesä-osse von 155 Millimeter her- gestellt habe, hätte wegen Metall'mangels Arbeiter heimschicken

Konstantinopel, 11. Nov. (WTB.) Tie Eröffnung der müssen. In gewissen Gegenden wächst die Krise zu einer Kata ordentlichen Parlamentstagung wird verfassungsgemäß am strovhe aus. Tie VerSehrsbettiebe seien am Ende ihrer Lelstungs-- .14. November durch eine Thronrede erfolgen. I sähigkeit.

Ein englischer Kranz sür Boelcke.

Berlin, 13. Nov. Es wird bekannt, so berichtet der Mitarbeiter derKöln. Ztg." und des ,^Lokalänz." Prof.

Die englische Presse und die Rede de» Reichskanzlers.

Amsterdam, 12. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Es fällt Wegener vom westlichen Kriegsschauplätze, daß das auf, daß, tvährend der Londoner Korrespondent desNieuwe englische Fliegerkorps über unseren Linien einen Rotterdamschen Courant" ausführlich über die Aeußerungen:anz zu Ehren Boelckes abgeworsen hat. Er sagt: Wir ^der englischen Presse zn der Rede des Reichs- freuen uns, daß trotz mancher Gegenrede auch von eng- »kanzlers telegraphiert, das sonst so eifrige Reutersche lischer Seite im Ftiegerkampf diese Ritterlichkeit, die wir Bureau sich darauf beschränkt hat, einen kurzen Auszug aus selbst üben, auftecht erhalten bleibt. Es ist ja allmählich fast derWestnnnster Gazette" und derPall MM Gazette" die einzige Stelle, wo das in diesem immer erbitterter hierher zu melden. Der Korrespondent desEourantt" betont, j werdenden Kriege noch geschieht daß die Kanzlerrede bei der englischen Presse ungünstig aus­genommen wurde. Nach den Telegrammen des Rotterdam- scheu Blattes scheint die englische Presse die Mitteilungen

^ vor Ausbruch I st e^r i u m sandte an das sächsische Kriegs Ministerium einen Pracht

'des .Krieges fast ganz rgnomert zu haben. Dagegen polemß- vollen Kranz für Jmmelmann, dessen Eichenblätter aus ver­siert fie ausführlich gegen die Ausführungen des Reichs- goldeter Bronze bestehen. Ueber den Kranz erstrecken sich zwei kanzlers betreffend die Sicherung eines dauernden Friedens anderthalb Meter große Flügel als Fliegersymbol aus Silber.

1 nach dem Kriege. Daraus erhellt ohne weiteres, daß die Rede des Reichskanzlers Eindruck gemacht hat. Der Zweck der ^Polemik ist offenbar, den Eindruck abzuschwächen. Nach dem Rotterdamschen Cour." schreibt dieWestminster Gazette"- In der Tat bildet du Rede des Reichskanzlers wid die an­schließende Debatte, wenn man sie mit den früheren Erklärungen

dieser Art ^vergleicht, einen Fortschritt in der Richtung, die wir I Vertreter des Wiener K. K. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus wünschen. Dkut schen Jntb,jetzt in der Stimmung des^Protestie- |Madrider Zeitungen melden, daß,der amerikanische Damp-

Eine türkische Spende sür Jmmelmann.

Berlin, 11. Nov. (Priv.-Tel.) DerBerliner Lokal-An­zeiger" meldet aus DresdenDas^türkische Kriegsmini-

Der Seekrieg.

Der amerikanische DampferColumbia" versenkt.

Madrid, 12.Nov. (M.T.B. Nichtamtl.) Funkspruch vom

rens und der Selbstentschuldigung, die, von unserem Standpunkt gesehen, sich günstig von der Stimmung unterscheidet, die im

serColumbia" (8580 Tonnen) durch ein deutsches-

vorigen Jahre herrschte. Etwas ist damit gewonnen, daß sie sich I Kuweit von Corunna verse n k t wovdeii sei. Die Ladung

nicht mehr ihres Kriegsabenteuers rühmen, und daß sie ftchTDbestand a!us Kupfer, Stahl und Fett, bestimmt für Genua. Die Be-

manrmng ist wohlbehalten. Sie erzählt, daß das Schiff am 6. No- Finisteve angehalten worden sei. Da jedoch die

/mit welchen Beweisgründen immer, bemühen, darzntun, daß ihr : Kamps rein defensiv ist. Mit Geduld und Enffchlossenhät dürfen I ürmhTr f.«

jmr erwarten, daß ftc es zu weiterentnotwendigen Schritten bringen, «7 ^ ^ ^ - /-

'die nöttg ftnd, bevor wir von Friedeir träumen können. Einstweilen -üksschrffung m die Rettungsboote beim Sturin gefährlich war, ist klar, daß den verantworttichen Persönlichkeiten eine Ahnung von wartete das Unterseeboot volle zwei Stunden, bis sie gefahrlos den Grenzen der Macht Deutschlands kommt, obwohl die Müi- bewerfftelligt werden konnte, tarcsten im Reichstag noch immer der Mernurig uiti), daß wenn I *

nur die Motte Eroberung und Einverleibung verändert würden, o rtttKrtM .. \ Q r rt u^ or , rk .

die Tatsache bleiben könnte, Belgien soll nicht annektiett aber I - 0 n d 0 n, 11. 9ioo. (WTB.) Lloyds Agentur meldet:

Bürgschaften chm auferlegt werden. Deutschland will sogar feine norwegische DampferThllgaug" ist g e s ll nken. Zustimmung zu einem Friedensschluß erklären, aber man muß London, 11. Nov. Lloyds meldet: Es wird berichtet,

vettttden. daß es sich selbst an die Spitze ziu stellen wünscht:!daß der englische DampferBagota" gesunken ist. ^ei^chlan' über alles' Tie Reichs-tagsdebatte läßt diejenigen, Amsterdam, 11. Nov. (WTB.) DasHandelsblad"

^welche gbruven, vav Deutschland schließlich zur Vernunft gebracht!meldet: Die beiden englischen Fischdampfer

Ein neuer tohntarif im Holzgewerbe.

Berlin, 11.Nov. Nach mehrtägigen Verhandlungen, die im Reichsamt des <znnern unter dem Vorsitze des Direktors im Reichs­amt des Innern, Wirklichen Gcheiinen Rats Dr. Caspar, zwisckzen dem Arbeitgeber-Schutz verband und den drei Arbeit- n e h m e r v erbän dendes5solzgewerbes stattgefunden ha­ben, ftt am 10. November 1916 eine Vereinbarung zustandegekom­men, wodurch die bisher geltenden Tattfvetträjge auf ein Jahr, bis zum Io. Februar 1918, verlängert worden sind. Die Bedingungen, unterdenen die Verlängerung vereiirbatt worden ist, sind folgende;

Tre vor dem Kttege vereinbatten Vettragslöhnc werden, soweit fte betragen bis 45 Pfg. sämtlich aus 45 Pfg., niit der Teuerungs- zulage von 20 Pfg auf 65 Pfg.; von 46-50 Pfg. sämtlich auf

Plg., mtt der Teuerungszulage von 18 Pfg., aus 68 Pfg.;

?r~äv^ dlg. sämtlich auf 55 Pfg., mft der Teuerungszulage von 16 Psg., aus 71 Pfg.; von 5660 Pfg. sämtlich auf 60 Pfg., mtt der Teuerungszulage von 15 Pßg., auf 75 Pfg.; von 6165 Mennig >amtlich auf 65 Pfg., mit der Teuerungszulage von 15 Pfennig, auf 80 Pfg.; vom 66 und mehr Pfg. sämtlich auf 70 Pfg , mit der Teuerungszulage von 15 Pfg., auf 85 Pfg. festgesetzt Städte, die emen Vertragslohn bisher Nicht vereinbart haben, sind ber.der nächsten Vettragserneuerung in eine den örtlichen Ver- haltnrffen entlprechende Lohnklasse einzurei'hen. Auf alle bestehen- ben, ^h, zurzeit gezahlten Löhne ist gleichfalls die nach der für den Veschaftigungsott maßgebende Teuerungszulage, und zwar in Höhe von 1 0 Psennrg für die Stunde, vom 15. November 1916 an. in Hohe des Gesamtbetrages vom 15. Februar 1917 an zu zahlen.

^ ie veltehenden ^öhne der Arbeiterinnen werden vom Io. November 1916 ab um 10 Pfennig die Stunde erhöht. Um den gleichen Betrag erhöhen sich auch die vor dem Krieg, vereiubnrtenj Vertragslohne der Arbeiterinnen. Jugendliche Arbeiter unter 18 wahren erhalteii dieselbe Teuerungszulage wie die Arbei­terinnen, also 10 Pfennig die Stunde auf die bestehenden Löhne vom 15. November 1916 ab. In den Städten, in denen seither chon au? Grund öttlicher Vereinbaimng der beiderseittgen Organi- Mtivnen Teuerungszulagen gewähtt werden, können diese bei der Durchführung der jetzigen Zulage bei männlichen Arbeitern bis zur Hvhe von 10 Pfennig, bei Arbeitettnnen und jugendlichen Arbei­tern unter 18^^ahren bis zur Höhe von 5 Pfennig die Stunde an­gerechnet werden. . ,

< Die vorstehenden Teuerungszulagen auf die Stmidenlöhne fin­den <tuf die bestehenden Mkordtarife und einzelnen Akkordpreise sinngemäße Anwendung. Das gleiche gilt für die Montagegelder mit i,er Maßgabe, daß der Mindestziiffchlag für Montagen mit UebeD- nachteii 4 Mark pro Tag einschlieNich des Sonntags bettagen soll. Wo höhere Teuerungszulagen als die vorstehenden öttlich vereinbart siltd, bleiben diese bestehen.

Ms Ergänzung der besteheirden Tarifverttäge w-ttd verein- ^rtt, daß Kriegsbeschädigte Anspruch darauf haben, nach Beendigung des Heilverfahrens in ihrem alten Betriebe wieder m Beschäftigung zu treten. Ihre Entlohnung erfolgt bei Akkord­arbeit nach den für alle übrigen Arbeiter geltenden MkordsätzeN und Mordtarifen. Lohnarbeiter sind, wenn ihre Verletzung faf ait voller jArbeitsleistung hindert, ihren Leistungen entsprechend zu bezahlerr. Eine geringere Entlohnung unter Berufung mff die dem Verletzten zuerkannte Rente ist unzulässig. Steigende Er­werbsfähigkeit ist durch entsprechende Erhöhung des Lohnes ge­bührend zu berücksichtigen. Streitigkeiten sind durch die Schlich- tungskonmiission zu entscheiden.

Au» Stadt und Land.

Gießen, 13. November 1918.

Gold gab ich für Eisen"

so hieß es 1813, als Deutschland tief darnieder lag. Sollte es 1916, wo Deutschland mächtig dasteht und als Sieger nrit seinen Ber- Ibündeten aus dem größten aller Kriege hervorgehen wiich, anders fein? Nein und abermals ein. Männer, Frauen und Kinder, gebt Euer gemünztes und ung^enrünztes Gold her, denn der Staat braucht es zur Stärkung feines Reichsschatzes. Eure Erben werdeir für die aus dieser Zeit stammenden Gedenkstücke Euch dankbarer sein, als für die nichtssagenden Goldgegenstände, in deren Besitz Ihr Euch noch befindet.

Ten Feinden und der ganzen Welt gegenüber rnüssen wir deut­sche Frauen zeigen, daß jeder Deutsche gerne die kleinen und großeic Opfer darbringt, die von ihm verlangt werden. Bringt deshalb die Goldgegenstände mit Freuden dem Vaterland dar, denn es ist das Wenigste, was wir tun können. Tragt in Zukunft mit Stolz die eisernen Schmuckstücke, aber mit Scham die goldenen.

Wenn wir unserer tapferer Soldaten gedenken, wie sie todes- muttg für uns in den Kamps ziehen- so witt> es uns leicht werden, uns von dem gleißenden Golde zu trennen. Schmach und Schande Wer diejenigen Taheimgebliebenen, die sich zu einem solcheii Opfer nicht aufraffen können.

Vor mir liegt ein Ring mit einem kleinen Goldplättchen, in dem die Jahreszahl 1813 mit der ausgehenden Sonne eingeprägt ist, der für unsere Familie stets wettvoller war, als alle everbteft Goldsachen.

Möchte es in Zukunft recht viele derartige Ringe geben mit der Jahreszahl 1916, die sowohl an die jetzt abgelieietten Gold- gegenstände erinnern, als auch unsere Opferfteudrgkett und Liebe Wem Vaterlaride den künftigen Generationen bezeugen sollen.

Möge, wie damals, die Sonne bald wieder golden aufgehen über einem fticdlichen, blühenden deutschen Vaterlande.

Eine deutsche Frau!.

*

** Auszeichnung. Dem Obermaat Georg Keil, Sohn des Schornsteiniegermeisters V. Keil, auf S. M. S.Goeben", wurde der Türkische Eiserne Halbmond verliehen, nachdem er schon vor einiger Zeit mit dem Eisernen Kreuz und der Hessischen Tapfer­keitsmedaille ausgezeichnet wurde.

* Biebertalbahn. Vom 15. ds. Mts. ab treten Aende- rungen tut Fahrplan ein, die bei den Fahrkartenausgabestellen rfragt werden können.

** Die diesjährige Synode des evang. Dekanats Gießen findet morgen, Dienstag Mchm. 1 Uhr, im Konftrmandelv-' aale der Johanneskirche dahier statt Tie Eröffnurrgsansprache hält Pfarrer K ö h l e r - Steinbach. Außer nrit geschäfttichen Angelegen­heiten wird sich die Synode im Anschiljuß au ein Referat von) Warrer Mahr dabier mit der Frage nach denkirchlichen Ge­meindeaufgaben nach dem' ftrieg-c' sowie mtt der derFestsetzung eines einheitlichen Korifttnkationstermftres in Hessen" beschäftigen^ Außerdem fteherr ^wch Anträge zur Ernährmrgs- und Bevölke- rungsftage zur Berhandlurng.

. ** Beschränkung des Postschalterdienftes. Bom 15. November ab müssen infolge der durch den Krieg