Berufung W, wttrde dem trt Bedacht tonUmjearbat Ber-
Morten kosten freie Vertretung vor dem Reichs versicherungsamt in Berlin vermittelt. Bei Verlegung von, Verwundeten in die Heiinat oder dergl. erfolgte Ueber-! Weisung an die auswärtigen Beratungsstellen. Soweit gegen die Rentenfestsetzungsbescheide Berufung eingelegt Wurde, werden die Versichlorten vor dem Ohlerversrche-i rnngsamt -kostenlos vertteten. In Fällen, in denen es sich um Berufslumschulung, Berufsberatung und Arbeitsvermittlung handelte, wurden die Verwundeten, dem hiesigen Ausschuß für Kriegsbe s ch ä di gten fü rs o r g e überwiesen.
Leider sind die Falle, in denen die Versicherten wegen verspäteter Geltendmachung ihrer Ansprüche einen. Teil der Rente verlieren Müssen, außerordentlich zahlreich.
ES kann deshalb mcht genug darauf hingewiesen werden, sich rechtfertig über dre jn Frage kommenden gesetzttckmr Bestimmungen, zu informieren. Wer vor seiner Einberufung zum' Militär Mitglied einer Krankenkasse gewesen ist, oder Beittäge zur Invalidenversicherung geleistet hat, wird, auch wenn er jetzt keine Ambrml-e stellen kann, gut tun, sich über seine ferneren! Rechte und Pflichten aus diesen Versicherungsverhältnissen in den Dienstags und Freitags von 2—3 Uhr im Soldaten- heim stattfindenden Sprechfturrden beraten zu lassen.
Auszeichnungen. Dem Oberheizer Lildw. Bellof von hier, auf -v. M. S. „Goeben", wurde der Türkische Eiserne Halbmond verliehen. Mit dem Eisernen Kreuz und der Hessischen Tapferkeitsmedaille ist er bereits schon ausgezeichnet. — Kurt Neumarker, Sergeant-Hoboist im Jnf.-Ngt. 11.6, wurde am 6. Nov. das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.
** B eförde rung. Allgust Kinkel, der Sohn des hie- ngen Privatiers Georg Kinkel, wurde zum Leutnant befördert. Auch die Hessische Tapferkeitsmedaille wurde ihm verliehen.
** Oberhessischer Kunstverein. Es sei daraus hrngewresen, daß ein großer Teil der erst seit 14 Tagen ausgestellten Gemälde nur noch 8 Tage einschließlich zweier Sonntage ausgestellt bleibt. Verkauft wurden bis jetzt „Aus dem Vvgelsberch' von H. Bahner und „Schwälmerin" von I. Simmonds. Wir verweisen auf die Besprechung im heutigen Feuilleton.
** Jungwehr. Sonntag, den 12. November: Beide Kompagnien. Antreten: 2 Uhr, Bahnhof. Uebung.
** Städtische Lebensmittel. Die der Stadt überwiesenen Lebensmittel werden von jetzt ab bis auf weiteres durch die hiesigen Geschäfte vertrieben werden. Die Lebensmittel-Verkaufsstelle, Asterweg 25, wird deshalb bis auf weiteres geschlossen.
** Das entbehrliche Gold dem Vaterland! An unsere Mitbürger in Stadt und Land richten wir unter Hinweis auf den in Nr. 262 des Gießener Anzeigers enthaltenen Aufruf die Bitte, alles entbehrliche Gold an die Goldankaufsstelle, Bezirkssparkasse, Johannisstraße, abzuliefern. Die Annahmestelle ist Dienstags nachmittags von 2—-4 Uhr und Samstags vormittags von 10 bis 12V* Uhr geöffnet. Alles, was an Goldwert zwecklos aufbewahrt ist, und alles, wovon man sich, wenn auch schweren Herzens, trennen kann, sollte aus seinem Versteck hervorgeholt und dem Vaterlande dienstbar gemacht werden.
** Eine gute Belohnung wird heute demjenigen zugesichert, der Auskunft über den Verbleib einer schwarzen Handtasche mit gelbem Beschlag, die mit folgendem wertvollen Inhalt am 10. November 1916, nachmittags um 5 04 Uhr, tarn Bahnsteig 6 zur Bahnsteigsperre am hiesigen Bahn hos verloren ging oder entwendet wurde. 200 Mark, Bestand aus 100- und 20-Markscheiiren, wobei noch ein 10 Markstück aus Gold — Gulden und .Cent — waren; eine goldene, 14- kar. Damen-Rem.-Uhr mit ovalem Bügel, 585 gestempelt, die sich in einer gelben Umhüllung befand, ein deutscher Reisepaß Nr. 169 auf den Namen Emma Buß, geborene Rumpf, aus Gießen für Deutschland und Holland, aus gestellt am 3. 8.1916 und gültig bis dahin 1917, verschiedene Schlüssels Quittungen und Briefe. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen.
** Rotes Kreuz. Nach einer für stattstische Zwecke gefertigten Ausstellung sind von der Kranben-Erfri schungsstelle cnn bie- stgen Bahnhof m der Zeit vom 1. November 1915 bis 31. Oktober 1916 an durchreisende Soldaten und Verwundete 208 506 Er- friKktnoen verabreicht worden; von der Sanrtätswache wurden! 1642 BerbmSe angelegt und in 480 Fällen sonstige Hilfe geleistet. Dre Kranken-Tvansport-Aüteilung hat 6593 kranke und verwundete Soldaten befördert.
" Taubstummen - Gottesdienst. Am Sonntag, den 1*1. November, findet nachmittag? 2 Uhr im Lukassaale, Llebigstraße, zum letzten Male in diesem Jahre Taubstummen- Gottesdienst statt.
Landkreis Gieße«
tt. Allen darf a. d. Lda., II. Nov. Für Verdienste um das i°I e hielten vom Großherzog das Hessische Kriegs-Ehren
zeichen Pfarrer M i ck e l und Bürgermeister Rein dahier.
« Großen-Linden, 11. Nov. Der Jndustrielehrerin natharine Bern, Frau des Rangiermeisters Karl Dern, wurde vom Großherzog daS Ehrenzeichen für Kriegsfürsorge verliehen.
O Hausen, 11. Nov. Musketier Theodor Harnisch, 3. Komp. Nes.-Jnf.-Regt. 116, Sohn von Georg Harnisch, dem Lagerhalter des hiesigen Konsumvereins, erhielt wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde daS Eiserne Kreuz 2. Klasse.
Dppcnrob, 11. Nov, Dem Bürgermeister B als er oayter wurde für hervorragende Leistungen auf dem Gebiete der Krregssursorge vom Großherzog daS Kriegsehrenzeichen verliehen. — Der Militärkrankenwärter Forstwart Karl Becker erhielt nach 17monatlicher treuer Pflichterfüllung das Hessische S a n i t a t s k r e u z.
Kreis Büdingen.
- & Geiß-Nidda, 11. Nov. Johannes Konrad Diehl, ein Veteran, der die Kriege 1866 und 1870/71 mitgemacht hatte, wurde dieser Tage in einem Alter von nahezu 78 Jahren zu Grabe getragen. Bis kurz vor seinem Tode erfreute er sich der besten Geiundheit und versah das Amt eines Flurschützen und Balgtreters mit ebensoviel Humor wie Gewissenl-astigkeit. Der Gesangverein Orpheus, dessen langjähriges treues Mitglied er blieb, gab mit vielen anderen das Geleite zur letzten Ruhestätte, ^n längeren Jahren gehörte er längere Zeit dem Gemeinde- und Krrchenvorstande an.
fälliger Weise bewegte. Das bemerkten die Beamten, und fand brachten.
, _ ____ sie sahen nach
und fanden den Vogel, den sie natürlich sofort an den richtigen. Ort
Kreis Lauterbach.
F.6. Schlitz, 11. Nov. Mit Rücksicht aus den Krieg beschloß der Gemeinderat, die städtischen Grundstücke den bisherigen Pächtern zu dem bisherigen Pachtpreis und Bedingungen aus wertere drei Jahre bis einschließlich 1919 zu überlassen.
Kreis Wetzlar.
F.C. Wetzl ar, 10. Nov. Im Alter von 56 Jahren verstnrb dahier Rechnungsrat und Stadtverordneter Jakob Petry.
Hessen-Nassau.
Wilhelm Ebender ausgelieferl.
--- Frankfurt a. M., 10. Nov. Der ZrgeNNer Wilhelm Ebender, einer der Mittäter an der Bluttat, der vor 5Jahren der Förster Rvmanus bei Fulda zum Opfer fiel, wurde heute von Holland an Deutschland zur Aburteilung ausgeliefert. Er war bisher im Haag in Haft und wurde dort von zwei Fuldaer Gen- darmen in Empfang genommen, die ihn nach Fulda überführten. Bei seiner Ankunft in Frankfurt hatte sich eine große Menschen
menge am Bahnsteig eingcsunden. Ebender war an den gefesselt und wurde bis zur 9lbf-ahrt des Fuldaer Zuges Bahnhvfswache interniert.
änden der
* AuS dem Stadttheater Sonntag wird nachmittag? das Volksstück nisten", abends
L i n d 6* gegeben.
bureau« Am morgigen olksstück ,W o die Schwalben das Singspiel .Unter der blühenden Beide Aufführungen hatten sehr großen Erfolg
beim Publikum erzielt, was schon daraus hervorgeht, daß _Wo die Schwalben nisten" bereits zum viertmmal, das Singspiel zum drittenmal wiederholt wird.
**£ * Ä* spielhau's, Bähnhvfstraße. Auf dem Programm vom 11.—13. Nov. steht „Ter Thug" (Im. Dienste der Todes- gotttn), Drama .rn fünf Akten, vor: Heinz Carl Heiland. Die mdischan Origiualauftrahmen sind von dem Forscher Heinz Carl Veistnld bei feiner letzten Expedition in Indian gemacht worden. Dre Hauptrolle spielt Alwin Neuß. Ter Aufführung tont daher mxt besonderem Interesse entgegengesehen werden.
.... ** Das Schwarz-Weiß.Theater, jetzt unter voll
ständig neuer, fachmännischer Leitung, bringt ab heute SamStag, N. Nov., bis einschließlich Montag, 13. Nov., daS große drei- attige Drama aus den Offizierskreisen: „Die Kinder deS Majors" mit S t e i n b e ck vom Berliner Theater und H a n u s ; das Drama eines Sträflings: „Das Urteil des Arztes" in drei Akten mit dem berühmten Schauspieler Albert B a s s e r m a n n vom Deutschen Theater m Berlin in der Hauptrolle. Außerdem sind noch die neuesten Krtegsberichte und das übttge reichhaltige Beiprogramm zu sehen.
” Ihr 25jährige§ D i en stj ub il ä um IU November die Zugführer Jung und Zinn.
** Städtischer Eierverkauf. Dienstag, den 14. Nov., werden an die Brotmarkenbezirke I—V, und Freitag, den 17. Nov an die Brotmarkenbezirke VI—X Eier verteilt. Atlf den Kopf der Bevölkerung wird ein Ei zum Preise von 32 Pfa. abaegeben
** Heimsparbüchsen entleeren. Mit Rücksicht' nur JJ« derzeitige Knappheit an kleinsten Zahlungsmitteln ersucht die Bezirkskasse die Besitzer von H e i m s p a r b ü ch s e n, diese öfters als seither entleeren zu lassen, damit die eingelegten Münzen dem Verkehr nicht unnötig entzogen-werden.
IWpW lMB
feiern am
js Marburg, 10. Nov. Vergangene Nacht gegen 1 Uhr stand rn dem etwa eine Stunde südlich unserer Stadl. gelegenen Dorfe Roth plötzlich die gefüllte Scheune des Landwirts Johannes Fuchs rn hellen Flammen. Das Feuer griff von da auf die Stattgebäude über, so daß das Vieh nur mit großer Mühe gerettet werden konnte. Auch das Wohnhaus wurde teilweise zerstört, doch gelang es betfl Feuerwehren des Dorfes und der umliegenden Ortschaften, hier die Gewalt des Brandes zu hemmen. — Die Strafkammer verurteilte heute neun jugendliche Burschen von hier, die in einer ganzen Reihe von Fällen Ernbruchsdiebstähle begangen hatten, zu Gefängnisstrafen von einer Woche bis fünf Monaten.
ra. Crumbach, 10. Nov. Die Zusammenlegung der Ge markung ist glücklich beendet. Einen erfreulichen Anblick gewähren die mit Wintersaat bestellten Ackerfelder in ihren neuen Lagen. Niemand wünscht mehr den früheren Zustand in der Feldwirt schalt zurück. Auch im benachbarten Frankenbach ist die Zusammen legung einstimmig beschlossen worden.
ra. F r a n k e n b a ch, 10. Nov. Unser Dorf ist uralt und ge hörte ehedem zur Grasschall Solms. Nach einer Urkunde vom 31. Oktober 1358 verkaufte Graf Dietrich von Solms feinen Teil an dem Schlosse Hohensolms samt Zubehärungen (u. a. Franken bach) dem Landgrafen Heinrich II. von Hessen für 2010 Gulden wiederlöslich.
r». Biedenkopf, 10. Nov. Wie die Kreisfleischstelle be- kannt gibt, so kommen in dieser Woche entweder 100 Gramm Fleisch ohne Knochen oder 125 Gramm mit Knochen pro Person zur Verteilung. - DaS Amtsblatt gibt eine Kreisverordnung über Milch-, Speisefett- und Eierversorgung bekannt.
in. W i l s b a ch , 10. Nov. Pfarrer und Kreisschulinspektor Vömel versieht auch jetzt das Schulamt in unserem Dorf. Herr Lehrer Christ steht z. Zt. in Konstantinopel bei einer Telegraphenabteilung.
.. % f } n 9 c n ' 10 - Nov. Auf Anregung des Generalfeldmar
schalls Hrndenburg verfügte das Landralsamt die Abgabe von bestimmten Mengen Schmalz bei Hausschlachtungen, um die deutschen Munitionsarbetter mit Fett ausreichend ernähren zu können Alle Haushaltungen des Kreises, die seit dem 1. Oktober ds Js be- rerts geschlachtet haben, muffen durch Vertnittlung des Bürger- mersters ihres Ortes von Schweinen bis zu 100 Pfund Schlachtgewicht 1,5 Pfund Schmalz, steigend bis 33/4 Pfund Schmalz bei Schwernen bis zu 350 Pfund der Kreisfettftelle abliefern. Ae Leute erhalten für das Pfund Schmalz 3 Mark.
_„ c X Hanau, 9. Nov. In einer gemeinsamen Sitzung der stadttschen Körperschaften ist zum Oberbürgermeister der Stadt Hanau der bisherige Bürgern!erster Carl H i l d einstimmig auf dre Dauer von 12 Jahren mtt 12 000 Mark Jahresgehalt und 1000 Mark Wohnungsgeldzuschrtß gewähll worden. Der bisherige Oberbürgermerster Dr. Gebeschus tritt bekanntlich aus Gesundheitsrücksichten am 1. Januar 1917 von seinem Amte zurück f6. Limburg, 10. Nov; Die hiesige Landwirtschallskammer erlabt eine Warnung betreffend Auskunft über Verwendung von Chilesalpeter und anderen Düngemitteln. Falls Landwirte von irgend einer Seite Fragebogen über die Verwendung von Chilesalpeter und anderen Düngemitteln in der Kriegszeit zugegangen sein sollten, so bittet die Landwtrtschallskammer dringend, diese unbeantwortet zu lassen und an die Kammer einzuschicken.
F. 6. W e i l b u r g , 10. Nov. Ter bisherige Rechner der hiesigen Spar- und Darlehenskasse ließ sich Unterschlagungen in Höhe von 50 000 Mk. zu Schulden kommen. Anläßlich der Revision der Kasse bei der Uebernahme durch den neuen Rechner stellten sich die Veruntreuungen heraus.
vermischte«.
Ein Drücketzerger.
* “ ®i c 2b.o den, 10. Nov. Zwei Jahre lang verstand es ein wohlhabender Ernwohner des Westend Viertels, sich vom Kriegsdienst zu drücken. Wiurde nach ihm gefragt, so hieß es, er sei in der L-chwerz. Aese Antwort erhielt auch die öfters nach ihm fragende Polizei. In Wirklichkeit aber hielt sich der Drückeberger in seiner Wohnung verborgen auf und verschwand jedesmal, wenn jemand kam, auf einen selb st gezimmerten Sitz hinter dem Vorhang der Balkontür, zu dem er sich mit einem Seil empor zog. Jetzt hat sich der Mann aber selbst verraten, nämlich dadurch, daß er bei einer polizeilichen Nachfrage den Vorhang des Verstecks in recht auf-
t Märkte.
Bietzen, 11. Nov. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter das Pfund 0,00-^0,00 Mk.- Hühnereier das Stück 00 Pfg.; Käse 0 Pfg., Käsematte 3 Pkg. das Stück Hühner das Stück 0,00—6,00 Mk., Hahnen das Stück 0 , 00 — 0,00 Mk. Ochsenfleisch das Pfund 2,10-0,00 Mk., Kuhfleisch 2,10-0,00 Mk. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 2,10-0,00 Mk., Schweinefleisch das Pfund 1,80-0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfund 2,00-0,00 Mk., Hammelfleisch das Pfund 2,20—0,00 Mk.; Kartoffeln 50 Kilo 0 Zwiebeln das Pfund 14-00 Pfg.: Milch das Liter
00 Pfg.; Meerrettig 20—25 Pfg. d. Pfd.; Spinat 25-00 Pfg. da? Mund, Weißkraut das Stück 15—30 Pfg., Rotkraut 20-40 Pfg, Wirsing 10—25 Pfg. das Stück, Kohlraben 10 — 25 Pfennig das Stück, Rote Rüben 10—00 Pfennig das Pfund; Gelbe Rüben 10 bis 12 Pfg. das Pfund, Endivien 10-15 Pfg.; Sellerie 10—25 Mg.. Lauch 5—8 Pfg., Blumenkohl 20-60 Pfg.. Tafeläpfel das Pfund 20-22 Pfg., Wirtschaftsäpfel 10-12 Pfg. das Pfund Btrnen das Pfund 18-22 Pfg. — Marktzeit von 8 bis 2 Uhr.
Letzte Nachrichten.
Sofia,
Radvslawvw
Nadoslawow über den Frieden.
11-, November. Der bnlgarffch-e Ministerpräsident bezevchnete in der letzten vertraulichen Versammlung der Regierungspartei die Lage der Vierbnnds armeen ans allen Kriegsschauplätzen als glänzend. Tie Wiederaufrichtnng des Königreichs Polen sei als erster Schritt zunr Frieden anznsehen. Tie Mittelmächte bewiesen damtt, daß sie die besetzten Gebiete nicht behalten wollten. Außerdem würde durch foc Autostehung Polens die künftige Anbahmmg guter BezieHungen zu Rußland und die F-riedensverhandlrmgen selbst wesentlich er- lerchtert. Radoslawow deutete endlich an, daß der FrüÄe nicht als Ergebnis langwieriger Verhandlungen kommen, sondern wahr- schemltch aus dem Schlachtfelde unterz-eichnet werde.
Eine Note Frankreichs, Englands und Italiens an die
Schweiz.
_ Bern, 11. Nov. Der Bnndesrat erhielt in seiner letzten
Srtznng durch tben Vorsteher des politischen Apartements Kenntnis, daß von den Regierungerr Frankreichs, Italiens und Englands der Schwerzer Regierung am 7. November eine gemeinsame Note überreicht wurde.. In dieser Note werden für die Entente die gleichen Zugeständnisse in Anspruch genommen, die in dem Wtrtichastsabkommen mit Deutschland den Zentralmächten zugebilligt wurden. Die Forderungen der Ententeirote erstrecken' ftch auf alle jene Punkte, die man Deutschland zugestanden hat. Oele und Maschinenfett, die bei der Herstellung von Maschinen in ld^r Schweiz vertvendet und von der Entente geliefert werden, sollen in Zukunft nur unter der Bedingung nach> der Schlveiz gelangen, wenn die hergestellten Maschinen nicht an die Zentralmächte ausgezührt werden. Schweizerischen Elektrizitätswerken, deren Leitungsnetze mit Kupfer, das die Schweiz von der Entente bezog, hergestellt wurden, sollen keine Kraft nach Deuffchland liefern dürfen. Es trifft dies die Werke bei Laufen, Rhein fflden: und Schaaffhausen, sämtlich an der Rheingrenze. Ter Bundes rat hat die 9tote entgegengenommen und zum Studium ihrer möglichen Folgen einer Kommission von Fachmännern übergeben.
Der englische Druck auf die Neutralen.
Kopenhagen, 11. November. Die Aarhnse Stffts Tidende' berichtete: Der englische Korrful in Aar hu s teilte dem stadttschen Beleuchttmgsausschuß mit, die künftigen Kohlen - und Koks - lieserungen aus England wären unwahrscheinlich, wenn nicht die Kommune aufhöre, das öffentliche Schlachthaus an nach Deutschland erportterende Konservensabrrkanten zu vermieten. Infolgedessen wurde den betteffenden Fabrikanten gekündigt^ womit sich der Konsul Msrieden epplärte. Ta sich in der Stadt noch viele Konservenfabriken befinden, die Gas und Elektri- zität von der Kommune beziehen, werden auch diese wahrscheinlich von der englischen Bestimmung getroffen werden, was bk Aaphuser Konsetvenindustrie lähmlegt.
Die Nobelpreisträger für Literatur.
Als Träger des Nobelpreises für 1916 sind Roman Rolland und Werner as Heiden st am erkoren worden.
Roman Rolland, 1868 geboren, hat bedeutende Werke über Musikgeschichte, besonders eine Mographie Beethovens, und über Kunstgeschichte, Biographie Michelangelos, verfaßt. Sein Hauptwerk ist der zehnbändige Musikerroman des Deutschen Jean Christophe. Während der Kriegszeit veröffentlichte er seinen politischen Aufsatz „Au deffus de la melen", in dem er die Wiederversö^rung Deutschlands und Frankreichs anbahnt.
Werner af Heiden st am, 1859 geboren, ist neben Selmo Lagerlös einer der bedeutendsten Romanschriftsteller Schwedens. Auch aus die deuffche Litercttnr hat er starken Einfluß ausgeübt Von seinen Werken seien genannt: „Endymion", „Hans Alienus" und das zuletzt erschienene Prosaepos ,Mrl XII. und sende Krieger/
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