Ausgabe 
8.11.1916 Erstes Blatt
Seite
2
 
Einzelbild herunterladen

Af/frl/i

* A%p//jfo/r

Y/7or/?

°\

tr#. f/

y^f. uSDEöf

VSVD6VS

Konigrddi /;

fofe n ^

dEb^gdES^«W**

Niumänische Front: Längs der Donau stellenweise Ar­tillerie» und Jnfrurterief-euer. Wir haben mehrere Boote unterhalb von der Insel Golem Kalafat durch Feuer zerstört. In der Do - I> r ax S> f d) <t lmbebcuteit&c Zusammenstöße zwischen Aufklärungs- turcd Wachtabteilungeri. An der Küste des Schwarzen Meeres Ruhe. In Cvnstantza haben die beiden letzten Beschießungen durch die r ussjische Flotte am 2. und 4. November großen S cha de n ungerichtet.

Sofia, 7. Nov. (MTB.) Bericht des Generalstabs vom 6 November. ^

Mazedonische Front: Südlich von Malikases vertrieben unsere Abteilungen feindliche Kavallerie. Auf der Front vom Prespa-See bis zur Aegäischcn .Küste stellenweise Gefechte zwischen Aufklärungsabteilungen.

N u in änische Front: Längs der Miste des Schwarzen Meeres Ruhe In der Dobrudscha unbedeutende Gefechte zwischen Aufklärungsabteilungen. An der Donau unbedeutendes Artillerie- .und Gewehrfeuer.

Erfolge deutscher Flug;c«ggeschwader.

. Ber 1 i n, 7. Nov. <WTB. Anrtl.) Eingros; er Erfolg tnnserer Bombengeschwader an der Somme: Wieder ein großes Munitionslager ver- !n i ch t e t.

- In der Nacht von: 6 . zum 7. November griff ein dent- tFcbes Flügges chwader französische Truppenlager in einer Mulde dicht westlich des Bois Cressaire und im Bois Eele- stine (nördlich von Carisy an der Somme mit Bomben an. Gute Wirkung in Zelten und Baracken (Brande brachen aus') Iwurde erkannt.

Ein andeves deutsck)es Bombengeschwader belegte in Derselben Nacht den großen Munitionsbahnhof von jCsresy, auf dein lange Güterzügc dielten, mit Bomben. KSutcf} zahlreiche Treffer wurde dieser Bahnhof, der ein ^Mittelpunkt für -den Munitionsnachschub der Franzosen an K>er Scnnme bildet, und die umliegenden Munitionslager- aäume in Brand gesetzt, aus denen alsbald Helle Flammen ieinporloderten. Der Brand griff auf das ganze große Mu­tnitionslager, das in ununterbrochenen Explosionen in die Wust flog, über. Brandstätte und Scheirxwerserstellnngen wurden von unseren tapferen Fliegern mit Maschinengeweh­ren beschossen. Eine riesige Rauchwolke bildete sich über der ^Brandstätte und -nachte sich noch in 2800Meter Höhe bemerk­bar. Die Explosionen der Geschosse wurden noch in St. Quentin an heftigen Erschütterungen gespürt. Der gewal­tige, immer neu anflodernde Feuerschein konnte unvermin­dert bis Tag-esanbrnch beobachtet werden.

Durch andere deutsche Flug zeug geschwader wurden in -derselben Nacht an 20 mit Russen belegte Ortschaften und -.Lager hinter der feindlichen Front mit Bomben angegriffen. -Auch hier wurde gute Wirkung durch zahlreiche Brände fest­ige stellt. Ebenso wurden die Bahnanlagen bei Proyart, sAmiens und Longueau durch Bombentreffer beschädigt. Ans Der^ Strecke Amiens'Pont-de-Metz vernichtete ein Voll­treffer einer 50-Kilog ramm-Bombe einen fahrenden Zug.

Englands Erobern,rgswitlc.

Berlin, 8 . Nov. Englands Wille zur Weltherrschc 8 vnD von dem bekannten militärischen Sachverständige Mepington im Novemberhest desLondon Magazin- ftierkünüet Es heißt dort:

Wir haben die Führung m dem Bündnis übernommen u -die Führung Europas gebürt uns mit Recht. Wenn der Kri W )vie nierden Mr dastel/en? Wenn lorr Arm«, Flotte u falle Hnfsquellen zusammenn-ehnien, so werden wir die erste mi itärffche Macht der Welt sein. Wir werden in der Hauptsache S -macht vor allem anderen bleiben. Aber die Landesgrenzen 1 lReichcs werden weiterhin dem Erdumlfange gleichen. Uns. halte Und hat den Eroberungswillen. .^ieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" sagt hierz sRevtwgton ist zu ehrlich^ als daß er die ewige Heuchel 'Mttmachen will, England kämpfe für das Recht der Kleine Mr die Freiheit und Gerechtigkeit der Welt. Der Wille z: »Eroberung, der bei anderen Völkern ein Verbrechen, ist En 'lands alleiniges, göttliches, ewiges Recht.

., £ ? n b o n , 7. Nov. (WTB.) St u n c i nt a n antworte

schriftlich auf bte Frage von Oberst Norton Griffith. das; ernrgen Fällen, wo nationales Interesse in Frage kam, e laubt wurde, Waren feindlichen Ursprung^eii zu führen. Auch der Verkauf britischer Waren ins Au land wurde in einigen besonderen Füllen gestattet.

Rahrungsmittelsorgen in England.

Berlin, 8 . Nov. Tie Nahrungsmittelsorgen be­ginnen m England immer größer zu werden. In manchen! Orten wuftw der höchste Preis für Weizen seit 50 Jnhveu erreicht .Auch die Kartogelpreise zeigen eine ständig steigende Tendenz.

Der österreichische Thronfolger an die Deutschen in Oesterreich.

n, 8 . Nov. An die Deutschen m Oesterreich Thronfolger Erzherzog Karl Franz Josef mit der Auf­ewanot, selbstbewußt und mit Stolz aufzutreten und zu

Berli Aox sich der . forderung g

betonen, was sie jetzt in dem Kriege und mich früher für den Staat getan haben. Sie macksten ihre Befriedigung darüber äußern, das; der Deutsche seine alte Mission als staatserhaltendes Element wieder beweisen konnte, und daß es sich gezeigt habe, daß das wahre Deutschtum in Oesterreich die dynastischen Bestrebungen und die staatserhaltenden Faktoren eins seien. Ter,.Lokal-Anzeiger" meint: Wenn sich diese Nachricht bestätigt, dann könnten die Worte des österreichisch-ungarischen Tronwlgers als ein wertvolles Unter­pfand aufgefaßt welchen, das für die Notwendige innere Neuge­staltung in Oesterreich erfreuliche Aussichten eröffne.

Eine Anleihe der Stadt Grodno.

Grodno, 7. Nov. (WTB. Mchtamtlich.) Einer Korre­spondenz zufolge wurde der Stadt Grodno die Genehmi­gung, zur Aufnahme einer vierprozentigen Anleihe bis zur Höhe von 182 000 Rubel in Mnrkwährung erteilt. Sie dient hauptsächlich zur W r e d e r i n st a n d s e tz un g und Ver­vollständigung städtischer Einrichtungen und darf von der Stadt frühestens nach Friedensschluß gekündigt werden. Sie wird dann zum vollen Nennwerte zurückgezahlt. Die Inhaber der Schuldverschreibungen sind berechtigt, vier Monate nach dem Friedensschluß zu kündigen. Dann muß das Kapital einen Monat später zurückgezahlt, werden. Das gegenwärtige städtische Vermögen wird nach Abzug der Schulden auf mehr als 1230000 Rubel geschätzt.

Der Mißbrauch der griechischen Flotte.

Bern, 7. Nov. (WTB. Nichtamtlich.)Secolo" meldet aus Athen: Die Alliierten beabsichtigen, die griechische Flotte der Salonikier Regierung zu übergeben, um auf U-BooteJagd machen zu lassen.

Dänisches Ausfuhrverbot.

. K o penhagen, 7. Nov (M.T.B. Nichtamtlich.) Das dänische Justizministerium hat ein Au s fu hr v e r bv t für alle Arten ge­zogenes Eisen, Stacheldraht, Drahtgeflechte, eiserne Nägel, Stifte und Hufeisennägel erlassen. #

Der Freiheitstamps in Persien.

Berlin, 8 . Nov. Zum persischen Fr ei Heils ka m p f wird berichtet, daß der mächtige Stamm der Bachtiaren tvie das Oberhaupt der Geistlichkeit in Jspahan zu den Türken über­gegangen seien und Rußland den Krieg erklärt hätten.

Der seekrlrg.

Ein deutsches Schlachtschiff von einem englischen N-Boot angegriffen.

London, 7. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Die Ad­miralität teilt mit: Ein b ri t i sch e s U n te r se e b o o t, das in der Nordsee operierte, feuerte vorgestern in der Nähe der dänischen Küste Torpedos aufein deutschesSchlacht- schiff der Dreadnought-Klasse ab. Das Schiff wurde getroffen. Die Größe des angerichteten Schadens ist unbekannt.

9

London, 7. 9öov. (WTB. Mchtamtlich.) Meldung des Reu- terschen Bureaus. Tie Besatzung des Dampfers Danae ist am Montag in Barry mit dem norwegischen DampferTvonrp" ange­kommen.fianae" war <nu 2. November von einem deutschen! U-Boot in der Nähe der vo rtu gieß i scheu Küste in den Grund ge­bohrt worden. Nach, der Erklärung der Offiziere bestand die La­dung aus Reis. Das Schiff war von einem chinesischen Hafen nach Le .Havre unterwegs. Der Dampfer war 27 Meilen von der portugiesischen Küste entfernt, als er in der Dunkelheit von einem U-Boot ungehalten tmirde, das Schüsse aus den Bug abseuerte. Der erste Offizier ging an Bord des U-Bootes, das später die ganze Beiatzung aufnahm. Ein deutscher Offizier nrit einigen Matrosen legte Bomben in deir Maschinenraum desckanae" Obwohl man die Explosion hörte, konnten die Offiziere nicht sagen, daß der Dampfer gesunken sei. Später wurde per DampferTromp" Ungehalten und die ganze Besatzung des ,,'tanae" aus dieses Schiff gebracht. Während die Leute noch an Bord des U-Bootes waren, wurde ein italienischer Dampfer durch Geschützseuer in den Grund gebohrt. Ein deutscher Mattose sagte:Das ist Nummer 4!" Außerdem wurde auch ein englischer Dampfer angegriffen. Als dieser aber von seinen Geschützen Gebrauch machte, gab das U-Boot die Jagd auf.

Berlin, 8 . Nov. lieber Sofia kommt die Meldung, daß dort seit einigen Tagen Gerüchte von dem Untergang eines russischen Schlachtschiffes in Umlauf seien. Der Untergang werde auf eine Kesselexplosion zurückgeführt.

London, d. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Nach, einer Lloydsmeldung aus Falmouth brachte der DampferAle- sund" die Bemannung des norwegischen Dampfers Schweig aa rd" an Lund, der vorgestern in sinkendem Zustande verlassen wnrde.

Stockholm, 7. Nov. (WTB.) Nach den Mitteilungen der staatlichen Versicherungskommission hat die schwe­dische Handelsflotte seit August 1914 im ganzen 61 Schiffe durch den Krieg verloren. Von den Be­satzungen sind im ganzen 222 Mann umgekommen.

London, Nov. Lloyds meiner. Der Dümpi-

rawlerN e i i i c Brnc e" (192 Brnttoregistertonnen) ans Grimsby ist versenkt worden.

London, 7. Nov. (WTB.)Daily Marl" meldet ans New Dort: Der DampferLanao", der von einem deuts- schen Tauchboot versenkt wurde, war fein amerikanisches Schiff. Er war am 24. Jtzli an eine norwegische Firma verkauft worden.

Die präsidentcnwah! in Amerika.

Berlin, 8 . Nov. Nach den gestern bis zum späten Abend aus New Bork eingetrosfenen Meldungen über den Verlauf des gestrigen Wahltages wurde dort mit einem kleinen Vorsprung für Hughes gerechnet. Seine Aussichten wurden von seinen Anhängern in Wetten mit 10 zu 8 V 2 beurteilt. Andererseits rechnet auch die Partei Wilsons fest mit dem Siege ihres Kan­didaten. Einer Meldung desNew Bork Herald" zufolge hätte der Botschafter Gerard eine Kajüte aus dem dänischen Darnpieic Friedrich VIII." belegt, der New Bork am 6 . Dezember verlassen werde.

Au§ dem Reiche.

Der Reichskanzler an Prof. Boelcke.

Dessau, 7. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Reichskanz­ler von Bethmann Hollweg hat an Professor Max Boelcke, den Vater des verunglückten Fliegers, folgendes Schreiben gerichtet:

Berlin, 4. stbov. Sehr geehrter Herr Professor! Nachdem sich die Gruft über dem Irdischen Ihres Sohnes geschlossen hat, rnöchte ich auch Ihnen ein Wort herzlicher Teilnahme sagen. Dieses Heldenleben, das so jung zu Ende gegangen ist, umschließt eine solche Fülle und Wucht persönlicher Lei-: sturig, daß sein Inhalt nicht nach der kurzen Spanne seiner' Dauer zu bemessen ist. Wgs der Trost der Väter und ihr Stolz ist, aller, die dem Vaterlande das Leben ihrer Söhne gaben, das gilt :wch in besonderem Maße für Sie, da Sie Ihren Sohn auf der Höhe des Ruhmes sahen. Es war ihm ein großes Vollbringen vergönnt. In herzlichem Mitgefühl Ihr ergebener von Bethmann Hollweg, Reichskanzler.

Die Betrieüskrankenkassen im Kriege.

Berlin, 7. Nov. Um zu den während des Krieges hcrvor- getretenen neueil großen Fragen der Knankenversichernrrg Stellnngj zu nehmen, traten gestern hier im Savoy-Hotel Vertreter des Verbandes zur Wahrung der Jntevessen der deutschen Betriebs- krankenkassen (Wen) imter Leitung von Juftizra! Mandel, Di­rektor der Firma Krupp, zusammen. Die sogen. Kriegs wo chenhilfg solle durch eine entsprechende Aendernng der Reichsversichcrungs- ordnung zu einer dauernden Regelleistung der Krarrkenkassen wer­den : eine besondere Mutterschaftsversicherung ser zu diesem Zwecke nicht erforderlich. Die zurzeit in der Entstehung befindlichen Be­ratungsstellen für Geschlechtskranke ioerden von den Betriebs- krankcnkassen tatkräftig gefördert werden. Auch die KriegSbeschädigi- tenfürsorge wollen diese Kassen in ihrem Bereiche großzügig durchs führen. Es wurde die Hoffnung ausgesprochen, daß das Reick den Krankenkassen für die gewaltige Betastung Det Durchführung dieser im Interesse des Gesamlwohls liegenden großen Uusgabeli Zuwendungen, machen würde, wie es für die Dauer des Krieges durch die Reichs Wochen Hilfe schon geschieht. (W. T. B.)

*

Berlin, 7. Nov. (WTB. ' DerReichsanzeiger" ver­öffentlicht die Verordnung über H ö ch st p r e i s e f ü v Z w i e- b ein, eine Bekarrntmachung der Reichssuttermittelstelle betr. die G e r ste n k 0 n t i n g e n t e der Brennereien für das Detriebsjahr 1916/17 und ein Handelsverbot mit 1916er Aepsel- und Birnen wein so lange, bis durch die Kriegsgesellschaft für Wein ob st-lÄn kauf und Verterlung Höchstpreise für den Großhandel, Kleinhandel und den Aus­schank .festgesetzt sind.

An» Stadt rrnd Land.

Gießen. 8. November 1916.

** Geflaggt haben heute die öffentlichen Gebäude aus Anlaß des Geburtstages des Erbgroßherzogs Vte 0 r g.

** Iungwehr. Mittwoch, den 8 . November, Kom­pagnie 621 (2.), Realgymnasium. Kompagnie 620 (1.), 1. Ab- teilung, Oberrealschule, und 2. Abteilung, Gymnasium.

** Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34. Ter Spielplan vom 7. bis 10. November. Alwin Neuß in dem Filmroman in vier Kapiteln: Dynamit, nach dem Sensationssketsch führ den Film bearbeitet von William' Hahn. Bunte Bilder von sämtlichen Kriegs­schauplätzen, Eibo-Woche 97. Schwiegermutter auf Freiersfüßen. Filmschwank in 3 Abteilungen. Dazu (in gutes Beiprogramm.

'* Das Ktiegs-Ehrenzeichen wurde verliehen dem varrptlehrer K n a u ß an der Stadtknabenschule und dem Harrvt- lehrer-Stellvektreter Spitz an der Stadtmädchenschnle zu Gießeir.

* Auszeichnungen. Dein Feldunterarzt Heinz H 0 s s - mann aus Gießen wurde in den Kämpfen in Siebenbürgen das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Die Hessische TapferkeitS nredniNe erhielt der im Osten känrpfende Vizefeldwebel d. Res. und Ossiziersaspiraut Karl Schüttler von hier, nachdem er vor einigen Wlonaten mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet rvurde.

** Der nächste Städtische Seelisch,narkt beginnt Donnerstag, den 9. November 1916, nachmittags 3 Uhr, in beit Marktlauben. Zum Verkauf kommen nur beste frischeste Seefische (Schellfisch, Kablian, Schollen, Bratfisch) und Räucherfisch als Ersatz für Rauchfleisch zu Selbstkosten der Stadt.

**Das heutige Kreisblatt Nr. 142 enthält Bekannt­machungen über die Lagerung und Aufbewahrung von Mineralölen. Kartoffelbrennereien und Verkehr mit Schwefel.

D i e K r e i s v e r t e i l n n g s st e l l e des K 0 m m u nai­ve r da n d e s Gießen hat sich bei dem stetig zunehmenden Geschäftsnnisang und der kleinen Zahl der zur Verfügung flehen­den Beamten veranlaßt gesehen, seine Geschästsstunden auf die Zeit voll 1012 Uhr sestzusetzeu. Wir verweisen aus die Bekannt­machung in unserem heutigen Blatte.

** Vollmilch versorgungsberechtigte sind nach ««er amtlichen Bekanntmachung im heutigen Blatte: Kinder im 1. unb 2. Lebensjahre.: stillende Frauen: Kinder im 3. und 4. Lebensjahre; schwangere Frauen in den letzten 3 Monaten vor der Entbindung: Kiirder im 5. und 6 . Lebensjahre sowie Kranke. ^.Ter Antrag auf Ausstellung vorr Vollmilchbezugskarten ist bis Dmmerstag, den 16. November aus besonderem Vordruck bei den Brotkarten.bezirken zu stellen. Für stillende und schwangere Frauen, sowie für Kranke, ist hierbei ine Vorlage eines ärztlichen Zeug- nisses erforderlich. Gleichzeitig werden die Halter der in Gießen eingestellten Kühe zum Zwecke der Selbstversorgung mit Milch und Butter aufgefordert, alsbald ihren Bestand auf dem Lebeus- mittelamt zu melden.

" Hess. Handwerkskam m e r. Laut Mitteilung der Kontrollstelle für ireigegcbeues Leder, Berlin, wird dem S cb u h- m a ch c r h n n d io e r k bei der bevorstehenden vierten Verteilung ans die eingeschriebene Arbeiterzahl die Meixge von 3 Kilogramnr Bode nieder zugeteilt. Es sei an dieser Stelle noch daraus aus- merksam gemaelfi, daß nun die Verteilungen nicht mehr von der Bezirkskoininission der Handwerkskaimner, sondern von beu er­richteten Sammellagern ans erfolgen iverden.

** 70jähriges Bestehen des Turnvereins von 184 6 . In der Hauptversammlung des Turnvereins am Sams­tag, den 4.. Mts., wurde einstimmig beschlossen, von der Ab­haltung einer Feim- aus'Anlaß des 70 jährigen Bestehens in An­betracht der schweren Zeit abzusehen. Die hierdurch ersparten Mittel sollen für Liebesgaben an die Vexeinsangehörigen im Felde