Diese wurde am 3. 9. morgens in der Linie Denitzler—Mese Mahle-Sijah-lar gemeldet, während Abteilung H., die wie befohlen am 2. 9. die Grenze überschritten hatte, sich mit der mittleren Gruppe östlich Türk Smil befand.
Im Laufe des 3. und 4. 3. schoben sich die bulgarischen hauptkräfte näher an den Brückenkopf heran; das Dorf Dajdir wurde im Sturm genommen. Ta der linke Flügel der Abteilung H. nördlich der Straße Ruftschul—Tutrakan in völlig offenem Gelände unter starkem Artillerie- und Maschinengewehrfeuer vom jenseitigen Tonauufer und von Kanonenbooten auf der Donau aus iu leiden hatte, war das Vorwärtskommen auch für die mittlere deutsche Gruppe schwierig. Dennoch gelang es ihr, am 4. 9. Höhe 131, westlich Staroselo, zu nehmen und an ihrem Westhange ihre Artillerie in Stellung zu bringen So waren die Vorbedingungen für den eigentlichen Angriff auf die innere Fortlinie für den 5. 9. gegeben. In biefe wurde die erste Bresche durch die bulgarische Brigade auf dem rechten Migel geschlagen. Fort 8 westlich Antimovo fiel durch Sturm in die Hand der tapferen Bulgaren, es folgten an demselben Tage die Werre 5, 6 und 7. Vor der Abteilung H. waren in der Nacht vom 4. zum 5. 9. die feindlichen Vorposten auf die stark befestigte Höhenftellung östlich der Straße Sijahlar—Tutrakan zurückgegangen. Ein deutsches Bataillon besetzte entschlossen den Ostrand von Staroselo und bald darauf hatten auch die bulgarischere Truppen rechts und links Gelände gewonnen. Am 5. 9. vormittags eröfsnete die deutsche Artillerie das Feuer auf Werk 2 (Höhe 109) und die Stellungen nördlich und südlich dieses Werkes. Bis zum Mittag hatte sich deutsche Infanterie bereits bis auf 400 Meter an Fort 2 herangearbeitet und 5 Uhr 3Ö Min. nachmittags war es in der Hand der Deutschen. 5 Panzergescyütze wurden hier mit stürmender Hand genommen, wovon 1 auf den fliehenden Feind verwendet werden konnte.
Mit 41 Bataillonen, 20 Batterien und 6 Eskadrons hatte der Feind geglaubt, die ftir ihn so wichtige Brückenkopfstellung halten zu können, dazu in mehreren hinter--' einander siegenden, besonders stark mit allen technischen Mitteln ausbebauten Infanterie-Stellungen, die rnst't 6 bis 7 Meter breiten Drahthindernissen, Wolfsgruben usw. versehen waren. Aber der Feind hatte nicht mit dem Angriffsund Siegerwillen der deutsch-bulgarischen Truppen gerechnet. Am Abend des 5. 9. waren die Forts 2—9, die Haupt- stettung, genommen. Für den 6. y. war geplant, mit dem linken Flügel über Höhe 62 vorgehend, die Division zum Angriff gegen die letzte Stellung der Rumänen vorzuführen. Abteilung H. erhielt den Befehl, die nördlichsten Werke 0 und 1 zu nehmen. Die Abteilung, die bis zum 5. 9. abends die Front nach Nordoften hatte, nahm nun die Front nach Norden und setzte am 6. 9. vormittags aus Linie Höhe 62 — Werk 2 erneut den Angriff an. 1 Uhr nachmittags hatte sie die Stellungen nördlich Werk 2 in unwiderstehlichem Ansturm genommen, eine Panzerbatterie und eine lange Kanonenbatterie auf dem Rücken, der sich von Tutrakan nach Südwesten zieht, erobert. Ein letzter verzweiflungsvoller Stoß des Feindes, der bei Höhe 62 durchzubrechen versuchte, wurde abgewiesen. Inzwischen batten auch die Bulgaren im Südosten und Osten der Stadt den eisernen Ring geschlossen. 8 Uhr abends rückten als erste deutsche Kompagnien in die Stadt ein. Etwa 28000 Gefangene, über 400 Offiziere, darunter 3 Brigade-Gene- rale, über 100 Geschütze, darunter viele schwere, und zwei Fahnen waren die Beute. Auf ein deutsches Bataillon entfielen allein 15 Geschütze, darunter vier Kruppsche lange 15-Zentimeter-Ringkanonen Modell 88 und vier 10-Zenti- rneter-Skoda-Haubitzen 04, alle in Schirmlafetten, große Mengen von Artillerie- und Infanterie-Munition, Gerät und Ausrüstungsstücke.
Die Tage von Tutrakan bilden ein neues Ruhmesblatt in der Geschichte der an der Wegnahme beteiligten Truppen.
Rriegsbriefe am dem Osten.
Bo« unserem zum Ostheere entsandten KriegsberichterststtM (Ürckerechtigter Nachdruck, auch auszugsweise, ütxbo&SL.)
Winter auf den Karpathenhöhen.
II.
Auf dem Prislop.
Prislvp, Anfang Oktober.
Als wir in Richtung Kirlibaba die Prislop-Straße hinunter- sichren, !war das Tal der goldenen Bistritz, deren Wasser Kur Donau fließen, noch in den Minuten, da der Nebel sich zerteilte, deutlich zu sehen. Ter schnelle Fluß geht über geglichen Unter- gvmtd, chnd selbst in dem Grau des Tages glitzerte es goldgelb von der Bistritz hinauf. Kirlibaba, der Flecken mit dem Märchennamen, wird gelegentlich von den Russen beschossen. Es ist nicht viel Märchenhaftes daran an dem langgestreckten kleinen Gebrrgs- nest, dessen niedrige Häuser rechts und links der großen Straße liegen. Das Bad Dorna-Watra dicht an der rumänischen Grenze über beni Tal der goldenen Bistritz hat durch die Kämpfe erheblich mckhr gelitten, der kleine hübsche Kurort ist zerschossen, und rmment- lich der Bahn'hvf ist beschädigt. Hier bei Dorna-Watra traten bakd nach der Kriegserklärung bayerische Truppen mit den Rumänen in Fühlung. .Hier lernten sie zuerst bayerischen Zorn kennen. Bei dem Kurort Dorna-Watra begann die bayerische Kur an oer rumänischen Armise, die dann beim Roten-Turm-Piaß so gut fortgesetzt wurde.
Bei der Rückfahrt — ich kam vom Timbroslawia-Rücken — las Dcmkelheit undurchdringlich über dem Tal. Man wußte nur, daß es tief hinabgmg zur Linken, sehen konnte man nur den Straßenrand und weihe, vorüberhnschende Tannen, wenn sie für Augenblicke in den Lichtkreis der Laternen kamen.
Ueber dem Prislop war Heller Schein, als ob der Berg brenne. Biwakfeuer von Kolonnen. Wie Sterne glühten die Lichter aus den Baraken durch die Nacht.
Feuchter Schnee überall auf der Höhe. Man hat den Eindruck, alles sei naß, kalt, angefaßt von der kühlen Hand der Schrwenacht draußen.
Aus einer Leiter turnt ntan in den oberen Teil der Baracke. Alle Wärme von unten ist hier zusammengeströmt. Unten liegen sechs Herren, in dem Raum oben werden wohl mehr Zusammenkommen. Trotzdem, es gibt ein Kasino auf dem Prislop, alle, die weiter wollen nach! Kirlibaba, Dvrna-Watva, den Bergen, alle, die am Prislop zu tun haben, finden sich hier ein. Oesterreicher, llckgarn, Deutsche. Man ist erstaunt, wenn man in den hellen Raum tritt. „Kurort Prislop, 1414 Meter", ^sagt der österreichische Ber- pstcgungsiofsizier. Es gibt österreickchches Kraut und deutschen Moselwein. In der Mitte der Tafel sitzen ein deutscher und ein österreichischer Oberst. Zn einer Ecke wird ein neues österreichisches Spiel gespielt, das aus Wien kvinmrn soll. Es hat einen Papageiennamen „Lorla" oder so ähnlich. Man taut auf in der Wärme. Tie deutschem Herren beratschlagen über einen Skat. Aber man ist müde. Wie auf einer Insel stehen wir hier in den Bergen, einer Znsel voll Leben und doch Behaglichkeit. Ich sehe hinein in die Nacht, wo in Dunkelheit und Kälte die draußen beieinander liocken. Hier Mrs dem Prislop aber wird mit gearbeitet, daß auch draußen bald, leder sein gutes Dach über dem Kopf habe, feilte Wärme. Zeichnungen für Blockhäuser sind ausgvgeöen. Die Sägen arbeiten
im Tal, Lebensmittel Wien für den Ueberfall des Winters auf Vorrat nach vorn gebrächt werden. Es kann ja auch kommen, daß der Prislop eine wirkliche Insel im verschneiten Land wird, daß die Verbindungen zugeschneit sind. Es heißt Vorsorgen. „Der Tag .heute," hatte der bayerische General gesagt, „ist der beste Antreiber für alles Banen."
In der Baracke schläft schon alles. Das ganze Haus scheint zu atmen, der Wind muß wärmer geworden sein, der Schnee tropft in schweren Tropfen vom schrägen Dach. Doch am Morgen ist der Winter noch Überall auf den Höhen und auf dem Prislop.
*
Talfahrt im „Kurswagen". Cs sind nur ein paar 'Urlauber zwischon den Befehlsempsängern, ttotzdem ist in dem übervollen Auto eine Stimmlung wie bei übermütigen Jungens. Alles drückt sich mg aneinander, als ein paar Mann als „überzählig" hinaus sollen. „Mink, inank, pink, jxrnk, ose. Pose packe Dich. .." beginnt einer abzuzählen. Es ist gut, daß der menschliche Körwiev und noch mtzhr der Gärst die Nöte so schnell vergißt und eine kleine! Freude ihnr immer stärker scheint, als eine große Entbehrung — wenn sie vorbei ist.
Die Schneegrenze bleibt hinter uns. Das Lachen, und Erzählen wird immer breiter. Gelber Laubwald leuchhtet an dem Hängen, wie eine Flamme brennt ein kleiner Kirschbaum dazwischen. Wir sind wieder im Herbst.
RolsBrandt, Kriegsberichterstatter.
.. ■ I ■ V 1-"- ■ —— , «
O Marburg, 13. Okt. In einer umfangreichen Verhandlung, in welcher außer drei Angeklagten einige -Sachverständige und eine ganze 'Anzahl Zeugen zu vernehmen waren, beschäftigte sich heute die Strafkammer mit dem Eisenbahnunglück am 17. Oktober v. Fs. in Treysa, bei welchem sin Eisenbahn- beamter getötet und zwei .weitere Verletzungen erhielten. Ten drei Angeklagten, welche dem Fahrpersonal angehörten, wurde -zur 'Last gelegt, durch Unachtsamkeit das Unglück oerschuldet zu haben. Das in später Llbendstunde verkündete Urteil lautete gegen einen Angeklagten auf 6 Wochen und gegen einen zweiten aus 4 Woch-erk Gefängnis. Der dritte Angeklagte erzielte Freisprechung.
X Hanau, 13.Okt. Wie in der Hauptversammlung des Vereins der A l t pen s i o n ä re mitgeteilt wurde, beabsichtigt der Hauptvorstand des Verbandes der Altpcnsionäre gegen den preußischen Staat im Wege der Klage Vorzügehen, um die Ansprüche der Mitglieder auf Erhöhung ihrer Bezüge durchzusetzen. Das Reichsgericht hat kürzlich eine Großbank, die das Ruhegehalt ilfter ehemaligen Angestellten den veränderten Geld-Verhältnissen nicht entsprechend erhöhen, wollte, verurteilt. Hervorragende Rechtsgelehrte haben dem Verbände daher den Rechtsweg empfohlen, um endlich Klarheit in die Sachlage zu schaffen.
Urr vcrsi Lts-Ncrcbvrchten.
Hk. Marb u r g , 14. Okt. Wie mir erfahren, ist der Bonner Privatdvzent Dr. Phil. Karl Reinhardt zum Extraordinarius für llassische Philologie an der Universität M a r b u r g als Nach- olger von Prof. Johannes Mewaldt in Aussicht genommen. Tr. Reinhardt, ein geborener Detmolder, promovierte 1910 in Berlin mit der Dissertation: „De Graeooruin Theologia". Am 28. Oktober 1914 erhielt Tr. Reinhardt die venia legendi itt Bonn.
'* Gießen, 14. Okt. Der Verein „R n d e r s p o r t G i e ß en 19 13* veranstaltet am kommenden Sonntag, nachmittags 3 Uhr, ein diesjähriges Abradern, verbunden mit Regatta. Außer einigen Nennen innerhalb des Vereins wird je ein Nennen gegen die erste und zweite Cchiilermannschast des „Rüderklubs Wetzlar" ftaUfinben.
AsrchSrehe Zlacfyvicfyten*
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 1 5. Oktober, 1 7. n a ch Trinitatis. Kollekte für die Gustav-Adolf-Stsitung. Gottesdienst. Inder Ztadtlirche. Vorm. 9'/, Uhr : Pfarrer S ch w a b e. Feierliche Eröffnung des Konfirinandcnunterrichts für die Kinder aus der Markus- und Müitärgemeinde, zu welcher die Eltern und Angehörigen herzlich eingeladen werden. Vorm. 117* Uhr: Kinder- tirdye für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 6 Uhr: Pfarrer M a h r. Feierliche Eröffnung des Konfirmanden- unterrichts für die Kinder aus der Matthänsgemeinde, zu welcher die Eltern und Angehörigen herzlich eingeladen werden. Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Markusgemeinde, siehe Wartburg-Verein. — Montag, den 6. Oktober, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. — Dienstag, den 17. Oktober, nachmittags 4 Uhr, im Matthäussaal: Frauenmissionsvereiw — Zn der Johannes- kkrche. Vorm. Uhr: Pfarrer A us ie l d. Feierliche Eröffnung des Konfirmadenunterrichts für die Kinder aus der Johannesgemeinde, zu welcher die Eltern und Angehörigen herzlich ein- geladen werden. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer A u s f e l d. Abends 6 Uhr: Pfarrer Bechtols- heimer. Feierliche Eröffnung des Konfinnandenunterrichts für die Kinder aus der Lukasgemeinde, zu welcher die Eltern und Angehörigen herzlich eingeladen werden. Abends 7 1 /, Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukasgemeinde im Lukassaal. Abends 77 2 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Johannesgemeinde im Johannessaal. — Mittwoch, den 18. Oktober, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Bechtolsheim er. — Freitag, den 20. Oktober, abends 57', Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgemeinde im Johannessaal.
Kirchberg: Sonntag, den 15. Oktober, vorm. 10 Uhr. Feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts. Heil. Abendmahl für Lollar. Kollekte für den Gustav-AdoU-Verein, insbesondere für Siebenbürgen. - Mainzlar: Sonntag, 15. Okt.. nachm. 17, Uhr: Heil. Abendmahl für die alten Gemeindeglieder. Kollekte. - Lollar: Mittwoch, den 18. Okt-, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde.
Dekan G u ß m a n n.
UathoNsche Gemeinde.
Gottesdien st. Samstag, den 14. Oktober: Nachm. 5 Uhr und abds. 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. S o n n t a g, d e n 1b. O k t., 18. S o n n t a g n a ch P f i n g st e n.
Vorm. 67, Uhr: Gelegenheit zur heiligen Deichte; 7 Uhr: Hl. Messe. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachm. 6 Uhr: Christenlehre; darauf Nosenkranzandacht. — Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstags vormittags 6A Uhr ist Rosenkranz. - Dienstag und Freitag, abends 8 Uhr, ist Kriegsbittandacht.
Diaspora-Gottesdien st am 15. Okt.: In Hungen 8 Uhr. In Lich 9X Uhr. _
Spkeiylan (ves Metzener Stadttheater».
Direktion: Hermann Steingoetter.
Sonntag, den 15. Oktober, abends 1 X A Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt): »Unter der blühenden Linde/ (Neuheit!) Ein fröhliches Spiel mit Gesang und Tanz in 3 Akten von Leo Kästner und Ralph Tesmar. Musik von Fr. Gellert. Ende nach 107« Ahr. Dienstag, den 17. Oktober, abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt), 2.Diettstag-Abonnements-Vorstellung: »Jugendfreunde/ Ende nach 10J* Uhr. Freitag, den 20. Oktober, abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt), 2. Frettag-Abonne- ments-Vorstellung: „Nathan der Weise." Sainstag, den 21. Okt., abends 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen (ermäßigt): Vortragsabend des Schriftstellers Mar Halbe. Ende gegen 10 Uhr. Sonntag, den 22. Oktober, nachmittags 37, Uhr, bei kleinen Preisen: „Pension Schüller/ Ende gegeit 57, Uhr. Abends 77, Uhr, bei kleinen Preisen: „Familie Schimek/ Ende nach 10 Uhr.
Spielplan Ser oereintgten Zrantfutter Staöttdertei-.-
Gpernyaur.
Sonntag, den 15. Oktober, abends 7 Uhr: Zum ersten Male: ^Violanta/ Oper in 1 Akt. Mustk von Erich Wolfgang Korngold. Hierauf, zum ersten Male: „Der Ring des Polykrates/ Heitere Oper in 1 Akt. Musik von Erich Wolfgang Korngold. Montag, den 16. Oktober, geschloffen. Diensta g den 17. Okrober, abends 5 Uhr: „Parsiml." Mittivoch, den 18 Oktober, abends 7^/, Uhr: „Das Dreimäderlhaus." Donnerstag, den 19. Okrober, abends 7& Uhr: „Violanta." Hieralli: „Ter Ring des Polykrates/ Freitag, den 20. Oktober, geschloffe,c (2. Museums-Konzert). Samstag, den 21. Oktober, abends 77* Uhr: „Das Treimäderlhaus/
Sonntag, den 22. Oktober, nachmittags 3 Uhr: „Der Graf von Luremburg." Abends 7 Uhr: „Aida." Montag, den 23. Oktober, abends 77, Uhr: „Violetta/
Schauspielhaus.
Sonntag, den 15. Oktober, nachmittags 37, Uhr: „Die Siebzehnjährigen." Abends 77, Uhr: „Viel Lärm um Nichts." Montag,
den 16. Oktober, abends 77, Uhr: „König Heinrich der Vierte."
2. Teil. Dienstag» den 17. Oktober, abends' 77 , Uhr: „Der Lebensschüler." MiKlvoch, den 18. Oktober, abends 77, Uhr: „Des
Meeres und der Liebe Wellen." Donnerstag, den 19. Oktober, abends 77 , Uhr: „Emilia Galotti." Freitag, den 20. Oktober, abends 6A Uhr: „Alt-Heidelberg/ Sanistag, den 21. Oktober, abends 77 , Uhr: „Biel Lärm um Nichts." Sonutag, den 22. Okt., nach,nittags 3 Uhr: „Othello" Abends 77, Uhr: „Dr. Klaus." Atoulag, den 23. Oktober, abends 7'/, Uhr : „Viel Lärnr um Nichts."
Börsen-Wochenbericht.
F r a n k f u r t a. M., 13. Oktober. tJm freien Verkehr der Börse ist das Geschäft in der letzten Zeit etwas stiller geworden, die Grundstimmmrg bleibt aber nach wie vor überaus zuversichtlich und fest. Stützte sich die Zuversicht zunächst auf das Vertrauen in unsere militärische Lage, insbesondere aus unsere neuesten U-Bovt-Erfvlge und die fortschreitenden Siege in Rumänien, so hat doch auch das glänzende Zifsernergebnis der Zeichnungen auf die fünfte Kriegsanleihe, das noch ein gut Tgil die anfangs gehegten Erwarttrrvgen Übertrag viel dazu beigctragen, die Börse in guter Laune zu erl-alten. Unsere Heeresorganisation ist mit den neuen Milliarde nun wieder aus lange hinaus sichcrgestellt und dem Wirtschaftsleben können neue Kräfte zugesührt werden. Die Sicherung der Kriegsfinanzierungl fällt in eine Zeit, wv unsere industrielle Konjunktur wieder ein Zeichen einer neuen Besserung stelst. Noch ist nicht äb- zuselien, wann der Höhepunkt industrieller Leistungen erreicht sein wird, doch was aucl- kommen inag, wir haben die beruhigende (Gewißheit. daß Deutschlands Industrie allem gewachiseir ist und daß Hand in Hand mit der stetig koachsenden industriellen Leistungsfähigkeit in Diensten der Landesverteidigung diese Treuste sich auch in imposante Gewinne umsetzen. Wenn gleichwohl das Geschäft an der Börse etwas ruhiger geworden ist. so kommt dafür in Betracht, daß man diesen günstigen Verhälttrissen bei vielen Werten seither allerdings schon reichlich Rechnung getragen hat. Immerhin zeigte süch auch in dieser Woche lvieder neue Kauflust für eine Reihe oow Werken. Im Vordergrund standen dabei Montan- und Rü- stungswerte, die zum Teil weitere Kursbesserungen erzielten., Am Montan markt waren es diesmal nainerttlich Kohlenak- rien, die größeren: Interesse begegneter, wobei auf die glänzen- iU!u Abschlußziffern der Harpener Bergbau-Gesellschaft verwiesen wurde, die von der Börse als typisch für das Großkohlengewerbö angesehen werden. Arkch der zu erwartende engere Zusammenschluß fber Werke im Syndikat gab etloas Llnregung, namentlich für Gel- senkirchener und Harpener. Hüttenaktien lagen ruhiger, doch ebenfalls zum Teil etwas fester. Von Rüstuugswerten waren besonders Rheinmetall und Deutsche Waffen begünstigt, auch Benz, 5lleyer und Fahrzeug Eisenach waren gefragt und höher. Munscheip schwächten sich dagegen nach Bekanntwerden des Abschlusses, obgleich dieser den hohen Erlvartungen entsprach, etwas, ab. Aüch Daimler stellten sich niedriger. Mehr Interesse zeigte sich dagegew für Elektro werte, besonders für Felten und Guilleaumie-< Aktien. Chemische Werte behaupteten bei Allem Geschäft ihren t Stand. Banken waren ebenfalls wenig verändert, wogegen Schiffahrtsa-tien etwas schwankende Haltung zergten. Derck- iiche Anleihen waren fest, auch fremde Renten konnten sich zum Teil etwas befestigen. Geld war leicht. Privatdiskont etwa 4 l / 8 %.
Briefkasten Ser Bedaktion.
Muouhme Anfragen bleiben uuberäcksichtigl^
G. v. hier. Der Antrag auf Krstegselterngeld ist von der Mutter des Verstorbenen bei der hiesigen Bürgermeisterei (Ber- si/cherungscnn't) unter Vorlage der erforderlichen Unterlagen zu stellen. Kriegselterngeld kann im Falle der Bedürftigkeit gewährt werden, sofern der Verstorbene vor 8em Eintritt in das Feldheer oder nach feiner Entlassung zur Zeit seines Todes bezw. bis zu seiner letzten Krankheit den Unterhalt der Eltern ganz oder überwiegend besttitten hat.
Stum) auf ein JW Gehöft
• -3 '
DenKl an uns!
•Sende!
ÖahmMhüum
(hohlmund s?ücK)
«OoldmundsHiCkl
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Willkommenste Liebesgabe!
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