££ü<i) und die ausreichende Akenge Saatgut (10 Jeittner.aus den. Morgen der Kattofsclanhansläche 1916) Muten werden FLr Em- tpolmer ohne eigenen Kartoffelanbau betragt der zuläfirge eigene, Vedari 1 Pfund. Von der Landes kartoffeMllc ergeht an dre gesamte Landbevölkerung die ausdrückliche Bitte, dieser Maßnahme bao richtige Verständnis im Hinblick auf das große Ziel entgegen-
tzubringen.^(gb.^^ W^b-, Wirk- und Strick mären. Ni,- ver,reisen aus die Bekanntmachung im heutigen Blatte, wonach hie Pertäufer die Bezugssüch'ine über Web-, Wirk- und Strickwaren K'b > ald nach Abgabe der darauf verzeichsneten Waren mittelst Turcklockeu oder Turchstrerchen zu entwerten halxnr. Die Ablieferung der Bezugsscheine an die städtische Besteidungsstelle, Stadthai,.-; Zimmer Nr. 16, nruß ordnungsgemäß erfolgen. Gewerbetreibende, die von Großhändlern Stoffe ohne Bezugsschein einläufest und -uni Gebrauch für sich oder andere Personen verarbeiten^ diese Stoffe nur gegen Bezugsschein abgeben und sind verpflichtet, die Bezugsscheine in gleicher Weise wsie die Handelsgeschäfte ab-
dem Stadttheaterbureau. Für die Vorstellung des Singspiels „Unter der blühendenLi n d e" am kommenden Sonntag zeigt sich so außerordentlich rege Teilnahme, daß Interessenten gut tun werden, sich baldigst Plätze zu sichern. Da" Stück Ixit hier offenbar denselben großen Publikumserfolg wie m Bad-Nauheim, wo Reichstagsprüsident Tr. Kä mp f, der zu den regelmäßigen Theaterbesuchern während seiner Kür gehörte, bei der Eiten Aufführung von „Unter der blühenden Linde" sich dahm Autzerte . „es sei ein so nettes, liebes Stück, das könne man mehrere- mai anseben'. — Am Sonntag mittag Wird der Schwank „F a - milie Schi me k" wiederholt, der bei der Erstaufführung am vergangenen Sonntag ebenfalls einen lebhaften Erfolg erzielt hatte.
"Silbernes Ehejubiläum. Rudolf N o w a ck (Inhaber der Kolonialwaren-Großhandlung C. W. Nowack & Sohn) und dessen Ehefrau Adele Nomack, begehen heute die Feier ihrer Silbernen Hochzeit.
* Z u r H e r st e l l u n g von F u t t e r s ch r o t a u s G e r st e. Nach 8 6 der Verordnung über Gerste aus der Ernte 1916 jh'eichs-Gesetzbl. S. 800) dürfen Unternehmer landwirtschaftlicher Betriebe Grütze, Graupen oder Gerstenmehl nur auf Grund von Mahlkarten durch die Mühlen Herstellen lasten. Die Herstellung von stntterschrot aus Gerste kann dagegen nach einer im Reichsanzeiger veröffentlichten Entscheidung der Reichsfuttermittelstelle ohne Mahl-
rnrte ** D^s^h eutiqe Kreisblatt Nr. 137 enthält Bekanntmachungen über die Versorgung mit Wild, die Regelung der Wild- preise; zwangsweise Verwaltung rumänischer Unternehmungen; Verbot der Ans- und Durchfuhr von Waren und Verkehr mit Brotgetreide zu Saatzwecken. ^ m ,
" S t r o m l i e f e r u n g. Zur Vornahme von ErweiterungS- gnlaqen ist die Stromlieserung, mit Ausnahme der Gemeinden KrofdorbGleiberg, Heuchelheim, Klein-Linden und Allendorf a» d. L., am Sonntag, den 29. d. Mts., von vormittags 8 bis 2 Uhr, unterbrochen.
vember statt. Wir verweisen aus die Bekanntmachung im heutigen Blatte. _
Landkreis Gietzen.
8. Großen-Buseck. 26. Okt Unteroffizier Münch, der vor einiger Zeit mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde, erhielt jetzt auch die Hessische Tapserkeitsmedaille. — Bizeseldwebel und Offiziers-Aspirant Willi Muth aus Rödgen, schon seit Sep- ember 1914 im Felde, erhielt an der Somme wegen besonderer ^Tavserkeii das Eiserne Kreuz 2. Klaste. Muth war bei Beginn des Krieges in Baris in Stellung, und es gelang ihm unter großen Schwierigkeiten, seine Heimat zu erreichen, wo er sofort als Kriegsfreiwilliger in das deutsche Heer eintrat. , . r
и. H enchelheim, 26. Okt. Im Kampfe fürs Vaterland fiel Reservist Hermann Römer, Sohn des Jakob Römer von hier.
hoch mal sckwn war der Gefallene vorher verwundet worden. Die Üachrichi von seinem Tode ging den Angehörigen gerade an dem Tage m, an dem das vierte und jüngste Kind des Gefallenen ge- inst wurde. — Die beiden Musketiere Ott» p a d und Karl H ahn, die schon vor einigen Wochen als vermiß gemeldet wurden, teilten nunmehr den Ihrigen mit, daß sie in russische 6-efangenschaft geraten seien. — Der Opfertag für unsere Marrne er mb in unserer Gemeinde die Summe bvn 360 Mk.
" Holzheim. 27. Oft. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet wurde an der Somme der Schütze Wilh. Reitz in der 2. Maschinenaewehr-Kompaqnie des Jnf.-Rgts. Rr. 116. Die hessische Tapserkeitsmedaille erhielt er bereit» im Herbst v. IS.
"Lieh, 26. Okt. Die Haussammlung für die hessische Ost- preußen Hilfe ergab dahier den Betrag von 398.90 Mk.
к. Li ch. 25. Oft Mit dem 1. November scheidet unser bisheriger 2. Geistlicher, Stiitspsarrer F r e y t a g, von uns. um eine Psarrstelle in Großwanzer in der Mark zu übernehmen. Sein Weggang wird in allen Kreisen unserer Stadt aufrichtig bedauert.
Kreis Büdingen.
# Büdingen. 26. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Ludw. Türck. . _. „
- Büdingen, 26. Oft. Höckstprerse für Dickwurz (Run- üben und Kartoffeln setzte das- Krcisamt für den.Krers Bü-
v>i ngen fest Der Preis für den Zentner Rüben darf beim Verkauf durch den Erzeuger eine Mark und für den Zentner Kartoffeln, die als Speise- oder Fabrikkarbofseln unverwendbar smd, 2,50 Mark nickt übersteigen. In diesen Preisen liegt mich die Lieferung frei Eisenbahn-Versandstation. - c .
# Blofeld, 26. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gefreite Adolf Heb im Jnf.-Rgt 116. ^ .. , ^ . .
^'Höchst a. d. N-, 26. Okt. Den Heldentod starb der Musketier
Konrad Nie». ..
- Nidda, 26. Oft. Von der deutschen Schlllersmtung wurde Karl Neurath, der Verfasser des Romans »Das D o m g u t", mit einer Ehrengabe ausgezeichnet. Karl Neurath hat eben ein Bauernkriegsdrama »Der schwarze Geyer" fertiggestellt.
Kreis Alsfeld.
= Alsfeld, 26. Okt. Tie zur Lieferung an Stuttgart tm Kreise angeforderte Kartoffelmenge .kann nickst nach dort zum Versand komMen, sondern Muß rm Kreise Alsfeld selbst zur Bersoraung der Stadt Alsfeld und der Gefangenenlager rm Kreise verwendet werden. Hierfür sind rund 10000 Zentner erforderlich. Wenn bis zum 30. Oktober diese Menge nicht bereitgestellt ist, läßt das Kreisamt die Enteignung der Kartoffeln vornehmen. Tie-enteignete Ware wird dann mit höchstens 2.50 Mk. der Zentner bezahlt.
Kreis Lautcrbach.
z. Lauterbach, 27. Okt. Großes Aufsehen erregt hier und im gcnrzen Kreise die Verhaftung eines -angesehenen Bürgers und Kaufnranns aus ünserer Stadt, welche vor einiger Zeit erfolgte, und welcher mit Heereslieferung betraut war. Es sollen große Summen in Frage kommen urid veruntreut worden sein.
21. F r i s ch b o r n , 25. Okt. Lehrer Wilhelm Scheel von hier, der bei Beginn des Krieges als Bizeseldwebel im Infanterie- Regiment Nr. 116 ins Feld rückte und seit 6. Oktober 1914 bei dem Gefecht von Parvillers vermißt wird, ist jetzt amtlich als gefallen erklärt worden. Mit Lehrer Schmidt in Altenschlirf und Schäfer in Radmühl, die ebenfalls schon längere Zeit vermißt werden und als gefallen gelten können, haben im Kreise Lauterbach int ganzen 12 Lehrer den Heldentod gefunden. Einige sind tvegeu schwerer Vertvuitdung atts dettt Heere entlasten und versehen wieder ihren Dienst als Lehrer.
z. Grebenhain, 26.Okt. Der Ruf in den Zeitungen zum Einsam mein von Bucheckern ist nicht vergeblich gewesen. Seit Anfang dieser Wb che entfalten die Schulkinder von lster und den sonstigen an den Oberwald grenzenden Orten nach Beendigung des Morgenschiuldienstes eine rage Tätigkeit unter der Aufsicht ihrer Lehrer mit dem Einsammeln und Auflesen der gefallenen Bucheckern, wobei ihnen das prächtige Herbstfrostwetter sehr zu statten kam. Obschon von einzelnen Schulen keine großen Gewichtsrnengen erzielt wurden, so kann .doch das Sprichwort hier zur Geltung kommen: „Viele Wenig machen ein Viel?" Erwachsene Personen konnten sich an dieser Lese nicht beteiligest, da diese noch zu sehr mit Feldarbeiten beschäftigt sind. Leider ist seit heute wieder Regen eingetreten. — Der zwchte Sohn des Balth. Ru hl III., Heinrich, welcher bei der Infanterie dient und schon einmal im Westen verwundet worden war, ist abermals bei den Kämpfen im Osten durch einen Brustschuß schwer verwundet worden, und befindet sich zurzeit im Reserve!azarett in Hermannstadt. Ter erste Sohn, der Vize- feldwcbel Wilhelm Ruhl, fiel im November 1914 in Polen.
Kreis Friedderg.
Q. Bad - Nauheim, 27. Okt. Gestern wurde hier die unverehelichte Störzinger aus Offenbach verhaftet, die seit Monaten in Schwesterntracht verkleidet in hessischen Städten und Orten herumzog und Krieger ehe frauen in unverschämtester Weise brandschatzte. Besonders suchte sie ihre Opfer unter den Frauen, deren Männer sich in Kriegsgefangenschaft befinden, indem sie ihnen oor- schwindelte, daß sie ihren Männern heimlich Nachrichten zukommen lasse, weil sie in allen Gefangenenlagern frei aus- und eingehend könne. Bei der Schwindlerin wurde ein ganzes Bündel ihr zur Beförderung an deutsche Gefangene in Rußland, Frankreich und England übergebener Briefe vorgefunden. — In einer vom .Roten :euz einberufenen Versammlung, an der sämtliche Vereine der Stadt teilnahmen, wurde beschlossen, allen zum Kriegsdienst einge- zogenen Bad-Mm heimern zu Weihnacht ein Paket mit Liebesgaben zu senden. Tie (Wsten von etwa 5000 Mk. werden durch die Vserejrne und durch freiwillige Gaben aufgebracht. — Unteroffizier Paul Traber, der schon die Hessische Tapferkeits- MÄxrille besitzt, wurde mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet.
— Vilbel, 26. Oft- Eine Sammlung für die Weihnachts- bescherung der Vilbeler Soldaten ergab annähernd 3000 Mk., die Sammlung für die Weihnachtskiste des Roten Kreuzes 362 Mk.
Kreis Wetzlar.
ra. A u s d e m H o h e n s o l m s e- r Land, 25. Oktober. ^Die Nachfrage nach Dienstboten ist alljährlich im Herbste sehr rege. Trotzdem die Löhne von Jahr zu Jahr steigen, firth Dienstboten im Gegensatz zu früher, nur selten zu gewinnen. Während man früher für 90—120 Mark eine Magd und für 180—240 Mark einen guten Knecht bekam, erhält heute eine.der Schule kaum erwachsenes Mädchen 150—180 Mark, eine in allen Arbeiten derBauern- wirtschaft erfahrene Viagd 300—360 Mark und ein Knecht 400 bis 600 Mark Jahresl-ohn und freie Station. Selbst aus der Wetterau kommen Landwirte in unsere Gegend, um ihren Bedarf an Dienstpersonal zu decken. Die Zigarrensabriken sowie die auf- blühende Industrie der Stadt Wetzlar nehmen aber immer mehr junge Leute himveg, die früher ihren Unterhalt als Knecht oder Magd suchten.
Helsen-Nassau.
[1 Marburg, 26. Okt. Das 300 Morgen große Ganl'sche Gut im beuachbatten Dagobertslxruseu ging durch Kauf in den Besitz des Konimerzienrats Kleinschmidt in Frankfurt über. — Eine der ältesten Einwohnerinnen unserer Stadt, die Witwe H. S ch m i d t geb. Klein, begeht morgen in voller geistiger und körperlicher Frische ihren 90. Geburtstag. Die Greisin ist dadurch in weiten Kreisen bekannt, daß bei ihr schon seit vielen Jahrzehnten stets' Studenten wohnten, die dem Korps Teutonia angehörten.
X Hanau, 26. Okt. Die Volksschulen des Kreis- schulinsvektionsbezirks Hanau-Land haben bei der 5. Kriegsanleihe 51 496 Mk. gezeichttet. Im gaitzen sind durch die Volks- schuleit des Landkreises Hanau bis jetzt 188 765 Mk. Kriegsanleihe gezeichnet worden. — Die G o l d s a m m l u n g der Volksschulen des KreisschulinsoektionSbezirks Hanau - Land hat bis jetzt über 100 000 Mk. ergeben.
ko. Fulda, 26. Okt. Die berühinte Don au brücke bei Eeruavoda, die bekattutlich im Jahre 1894 dem Verkehr übergeben wurde, ist mit französischem Kapital von der Firma Harkort in Duisburg erbaut worden. Die Leitttng dieser Arbeiten lagen in der Hand eines Fuldaers. des Ingenieurs Leopold H a h n e r. Hahner hat noch weitere größere Bauten in Rttmäuien geleitet.
X Schlüchtern, 26. Okt. Durch den Biß einer K u h hat sich der Bäckermeister Urbach dahier eine schwere Blutvergiftung zugezogen.
ra. Weilburg, 26. Okt. Dem Leutnant d. R. A. K r ö n i g wurde der Ehrenbecher für den Sieg im Luftkampf vom Chef des Flugwesens überwiesen.
zweier Anträge führte und zwar bc ■ MtragS des erMn Referwren, die Synobe wolle darauf lstnwirken, daß die Verlegung der L-onn- tagszeichenschtule aus eineir Werttag, wie dies beretts in eiimav Fällen erfolgt sei, zur allgcnieinen Emrickstung würde und evenw des Antrages des zlveiten Referenten, wonach st'ir dc^ 4 .eranao Sckotten zur Prüfung und Begnlachttmg der Frage der Gejattenen- (Zhrnng ein Ausschuß ernannt tverde. m den bie synodalen! Iritsch, Widm ann und Schmidt -Babenhausen II. totme als Vertreter der Baubehörde Baurat P l r t t - Schotten gewählt werden. Nach Prüfung der Rechnungen der Tekanatskalse, des Erziehungsvereins und des Missionsvereins wurde der VoranMag der Tekanatskasse für 1917 /l9,beraten und geuehmrgt. Mrt Gebet von Pfarrer Volp-Laubach schloß die ^aguckg. —
Uiriverditäts-Nackrrcbten.
[1 Marburg, 26. Okt. Als Privatdozent der theologischen Fakultät der hiesigen Universität habilitiert sich am nächsten Sonnabend Lizentiat Tr. Wälter Baumgartner mit einer Antrittsvorlesung über „Tie Auffasfungen des 19. Jahrhunderts vom israelitischen Prvphetisntus".
Gerichts,aal.
o Mainz, 27. Okt. Der häufig vorbestrafte 34 jährige Dienstknecht Friedrich Philipp Schäfer aus Worms hatte komm eine Strafe von 31/2 Jahren Gefängnis verbüßt, als er schon wieder Betrügereien und Diebstähle verübte. Er trat unter verschiedenen Namen in Heimersheim, Gau-Heppenheim, Framns- heim, Gau-Odernheim, Flomborn und Gundersheim aus, vermietete sich als Dienstknecht, nahm die Draufgelder an und verschwand ldcrnn. Er erklärte den Landwirten, er sei verwundet gewesen, beziehe eine Rente und könne deshalb „billiger" arbeiten. In Gießen operierte er unter dem Namen Wnßenfeld, stahl einer Frau Kleidungsstücke im Werte von 35 Mark. In Worms erbrach (er den Koffer eines Kollegen, stahl dessen Kleider. Bei dem Tumulte in der Hafergasse in Worms soll er ttck beteiligt haben, und ans einem Geschäfte eine Hose gestohlen haben Er leugnete bei dem Tumult gewesen zu sein, die Hose will er Nachts von emeni Unbekannten gekauft haben. Wegen der letzteren Sache ist er nicht angeklaqt. In Gießen erhielt er kürzlich wegen Diebstählen 1 Jahr Gefängnis. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 3 Jahren Gefängnis und 5 Jalsten Ehrverlust. ■ , ,
X Fulda, 25. Okt. Wegen Srt tl 1 chk e r t s v e rb r e ch e n in zwei Fällen, begangen im Juni und Juli ds. Js. bei Petersberg im Kreise Fulda, hatte sich am Mittwoch der Gelegenheitsarbeiter Joh Kgrl L 0 m b von Neuenburg b. Fulda vor dem Hanauer Schwurgericht zu verantworten. Zu der angegebenen Zeit befanden sich die unverehelichte Metzgermeisterstochter Maria B. von Petersberg und das Dienstmädchen Rosa B. von Frankrnrt a. M. auf dem Wege von Fulda nach Petersberg. Unterwegs wurden sie von dem Angeklagten am hellen Tage überfallen, bedroht und unter Anwendung von Gewalt zu vergewaltigen versucht. Nur den ^ißer- sten Anstrengungen der beiden um Hilfe schreienden und sich zur Wehr setzenden Mädchen gelang es, das Vorhaben des tvechen Burschen zu vereiteln. Das Urteil lautete auf 3 ^ahrc Gefängnis.
Sport.
** Marburg, 26. Okt. Hier trafen sich am letzten Sonntag Germania 08-Marburg gegeti Verein für Rasenspiele Gießen ztt dem verpfiichteten Rückspiele. Das Sviel setzte sofort mit beiderseitigen schnellen Vorstößen ein. Die Angriffe der Germania ivaren jedoch vlatnnäßiger und tvttchtiger; während verschiedene schone Angriffe der Rasenspieler bei der sicher spielenden Hintermannschaft des Gegner? endetet,. Durch das gute Kombinationsspiel der Germania errang sie durch den Mittelstürmer in beit ersten 5 Minuten das erste Tor. Nach hartem Kamps sandte er kurz vor Halbzeit ein zweites Tor ein. Leider endete das Spiel mit starkem Mißton. _________
rrirche rind Schule«
Wg. Schotten, 26. Okt. Gestern tagte hier die diesjährige Synode des Dekanats Schotten. Im Eröffnungsgottesdienst in der allehrwürdigen Stadtkrrche predigte Pffarrer R e p p - Ober- Seemen über Jesaja 41,10. Tie Verhandlungen fandeii im Rathanssaal statt und wurden eitrgeleitet durch eine Ansprache des Dekans, Kirchenrats Münch. Nachdem die Synode den Bescheid der obersten Kirchenbehörde auf die Beschlüsse der letzteii Synode, sowie den Rechenschaftsbericht über 1915 entgegengenommen hatte, wurden zwei Vorttäge, gehalten, der erste von Hvfprediger W id- mann- Gedern über: „Tie Forderung der Gegenwart an die Jugendpflege", der zweite von Pfarrer Fritsch-Ruppertsburg über die Frage: „Wie ehren wir unsere Gefallenen?" An beide Vorttäge schloß sich eine lebl?afte Aussprache an, die zur Annahme
Letzte NaclDrichten.
Die Beute in der Dobrudscha.
Budapest, 27. Okt. Wie „Az Eft" aus Sofia meldet, wurden in Constantza Petroleum und Benzin für 50 Millionen Francs erbeutet.
Der „Pester Lloyd" meldet aus Sofia, daß den Mmäuen die vollstärchige Vernichtung der Donaubrücke bei Cer navoda ificht geglückt ist. Tie Brücke ist für Fußgänger immer iioch brauchbar. Bei ilwem eiligen Rückzuge konnten die Rumänen nur ein einziges Petrolenmreservoir in Brand stecken, alle übrigen blieben unversehrt und gerieten mit ihrer reichen Beute in die Hände der Sieger. Auch di'e großen Benzin vor rate, die die Verbündeten in Constantza angehäufi hatten, konnten unversehrt geborMN werden. Generalfeldmarschall vian Mackensen leitete die Operationen, die zur Erstürmung der letzten rumänischen Vetteidigungswerke führten, persönlich. Die in Constantza gemachte Beute hat einen Wert von vielen Millionen. Jöffre vor Verdun.
Paris, 27. Okt. In einem Kommentar zum Angriff aus Verdun teilt die „Agence Havas" mtit, daß der Angriff von den Generalen Mangiti und Nivelle befehligt wurde und daß General I v f s r e, der dent Kampfe beiwohnte, allen ?lktionen mit „Freude und Rührung" folgte.
An der Somme.
Berlin, 27. Okt. Der Berichterstatter des Berliner „Lokal- Anzeigers", Professor Tr. Weg euer, meldet aus dem Haupt guartter umterm 26. Oktober: Im Kampfbereich an der Somme scheint der schwere Mißerfolg des letztetr Großkampftages für die Durchbruchsversuche der Engländer und Franzosen auch gestern noch in der verhältnismäßig geringfügigen Tätigkeit auf seiten !dcr Gegner nachgewirkt zu haben. Das schwere Artilleriefeuer der Alliietten, das jetzt eine ständige Einrichtung geworden ist, dauerte auch> Mftern fast überall an der gesamten Sommefront an und wurde von unserer eigenen Artillerie kraftvoll erwidert. Jnfcm- terieangriffe haben aber die Franzosen im Sommegebiet überbanpt nicht unternonimen Mid die verschiedenen Angriffe, die die Engländer auf der Front Courcelette—Lesboeufs auszusühren versuchten, waren auch von wesentlich geringerer Kraft als letzthin rmd wurden überall von den Unseren ergebnislos und verlustreich für sie zurückgewiesen. Tie Frontlinie ist unveräitdert.
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