Gegenangriff bie Gerben in ihre Ausgangsstellungen zrnTückwarf. B>ir natmven erneu Bonrbemverfer und ein Maschinengewehr.
An der Moglen i ca - Front lebhafte Artillerietätigkeit. Ein i d-nuTcfx'T fembhrfn'T ^nsanterievorstoß Nördlich von Grimischie Knwde durch lunser Jener angeHaiteu. Westlich und östlich des *£J I ® 0T bis j-urrt Dojran-See schwaches Artilleriefeuer. Feindliche Flugzeuge warfen erfolglos Bomben auf den Bahnhof von Demir- Am rmtze der Belasika Planina gegenseitiges Artil- lerrefeuer und eru für urrs günstiges Platronillengesecht bei dem Dorfe Burmk^
An der Struma-Front Gefechte zwischen Aufklärungsabteilungen und stellenweise Artilleriefeuer.
All der Küste deS ägäischen Meeres Ruhe. Bei Tckxriaza schossen lmr ern feindliches Flugzeug ab, das unsere Artillerie zerstörte.
An der rumänischen Front keine Veränderung. Der L,ag verlief ruhig.
Der türkische Bericht. >
Konstantinopel, 15. Okt. (WTB.) Amtlicher Bericht vom 15. Oktober:
Persische Front: Drei Schwadronen feindlicher Kavallerie. die von allen Seiten sich Bidschbr zu nähern versuchtes, wlirden abgewiesen.
‘ Kaukasusfront: Auf bent rechten Flügel Scharmützel. Eine feindliche Abteilung, die in dichten Reihen vorzudringen versuchte, wurde durchs tvicksames Feuer zerstreut. Ein feindlicher lleberiall auf einen Teil unserer Stellungen am linken Flügel wurde durch Feuer aufgehalten und durch Gegenangriff zurückgewiesen. Ans diesem Flügel liefen Zusammenstöße von Patrouillen vorteilhaft für uns aus. —
Kein wichtiges Ereignis an den anderen Fronten.
Aus Griechenland.
Berlin, 17. Okt. Aus Athener Berichten verschiedener Blätter hat die Lage in Griechenland nunmehr ein neues kritisch e s ^S ta d i u m erreicht. — Als der König die Offiziere und Mjannschciften der Flotte Revue passieren lassen wollte, v e r - prügelt ein die Reservisten, die sich unter die Menge gemischt hatten, dieVenizelisten. Infolge dieses Zwischenfalles wurde die Revue auf den nächsten Tag verschoben.
Bern, 16. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Mitarbeiter des „Corriere della Sera" in Athen drahtet: Mit großer Spannung erwartet man die Rede, die der Köni g bei der Parade üher die ausgeschifften griechischen Marinetruppen halten wird. Der König wird bei dieser Gelegenheit vielleicht Anlaß nehmen, gegen die letzten Maßnahmen der Alliierten zu protestieren. Die Ausschiffung französischer Offiziere und Seesoldaten im Piräus dauert an. Sie haben süh im Sitz der Hafenbehörden eingerichtet und verhindern hier und in anderen Häfen jeglichen Truppentransport. In mtmfterktleii Kreisen wird eine weitere Note Fouruets erwartet, in der die Zurücknahme der griechischen Truvpen im Peloponnes verlangt wird. Ein Dekret setzt die Eröff- nlmg der Kammer auf den 13. November fest.
London, 16. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter- scl>e Bureau meldet, daß die Kontrolle der Miierten über die griechische Polizei nicht nur eine äußere Form sein soll. Man beabsichtige, die Polizeiaufsicht auf gesunder Basis aufzurichten und Heu tBü r g c r n d i e Fr e i - heit zu geben, ihre Gefühle zu äußern. (!) Die Mamen der Offiziere der Mliierten, die die Aufsicht über die Eisenbahn nach Larissa übernommen haben, sind dem Ber- rehrsministerium zugeschickt worden. Der Passagierverkehr geht ungestört weiter, aber die Militärpersonen, die die . Bahn benutzen wollen, müssen mit den nötigen Ausweisen versehen sein. Der Transport von Soldateuabteilungen zwischen Athen und Larissa und den Zwischenftationen ist strengstens verboten, ebenso der Transport von Waffen und Kriegsmaterial. Sonst ist der Verkehr zwischen Larissa und Athen keinerlei Einschränkungen unterworfen. Für den Gütertransport ist t .ne besondere Erlaubnis nötig.
Filipescu t
Berlin, 17.Okt. Zum Tode Filipescus, der nach erner Genfer Meldung aus Bukarest wegen eines unheil- 'baren nervösen Herzleidens schonkwährend der letzten Wochen 'stch jeder politischen Tätigkeit enchalten mußte, sagt der 'Berlrner „Lokalanz.": Seine eigentliche Rolle als Kriegshetzer begann er erst nach Ausbruch des Weltkrieges. Er hat 'den so Hertz erstrebten Krieg ausbrechen sehen, aber er mußte auch die furchtbaren Niederlagen Rumäniens noch .'iraterfcten. - Die „Voss. Ztg." sagti Filipescu setzte sich Zusammen aus sehr viel Temperament und sehr wenig Hirn imt einem starken Zusatz von Falstafieitelkeit.
Ein Ministerrat in Rom.
Berlin, 17. Okt. Wie sich das „Berl. Tagebl." mel den laßt, wurde in Rom gestern plötzlich der Minister- rrat einberufen. Es habe sich um eine überaus wichtige Krane gehandelt, die die politischen Kreise mit lebhaftester Aesorgnis erfülle.
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Papiermangel in Frankreich.
, Bern, 16. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Bei einer Besprechung der P a p r e r k r i s e in F r a n k r e i ch und der Ab-
Wt erner wetteren Einschränkung des Formats der fraw- Mfichen Zettungen ruft der Senator H u m b e r t im „Jour .nal aus: „Was für ein Sieg wäre das für Deutschland!". sDie deutjchen Zeitungen erwecken weder durch ihr Format noch durch ihre Zusammensetzung den Eindruck ir- -gendwelcher Papierknappheit. Es ist klar, daß die deutschen Zeitungen, die im.neutralen Ausland weit verbreitet sind ernen vorteilhaften Eindruck über die Lage Deutschlands erwecken. Die Zeitungen beweisen durch ihre Größe, daß trotz der Blockade Deutschland von seiner Kraft und Ueberlegen- /pett uberzeugt ist und von innerer Tätigkeit überschäumt. Mit einer werteren Einschränkung der französischen Zei- tungen würde man Deutschland einen Gefallen tun und ihm .Die höchste Genugtuung zuteil werden lassen, da es zusehen ckonnte, wie die bisher ungebrochene moralische Kraft der französischen Presse zusammenbrechen würde.
Schweden und England.
Kopenhagen, 16. Okt. (WTB.) Wie die „National Erdende" aus Stockholm meldet, ist der Handelsverkehr mit England in vollem Umfange wieder auf- >geno7nmen worden.
Kopenhagen, 16. Okt. (WTB.) „Politiken" meldet paus Stockolm: „Aftonbladel" spricht sein Bedenken gegen #ie Zusammensetzung der Abordnung aus die Morgen nach England abreist, um über den Abschluß eines .neuen Handelsabkommens mit England zu verhandeln. Die Bedenken gründen sich auf die Nachricht die jiangeblich aus bester Quelle stanimt und die besagt, daß die iKttdung eines großen sch w e d i s chen Ei n f u h r tr u ste s -unter der Leitung einer einzelnen Bank vorbereitet werde. Dieser Trust werde die gesamte Einfuhr aus dem Westen «eiten Dre staatliche .Handelskomnussion solle weiter bestehen blerben, aber als eine besondere Institution. In den Trust soll die vrelerorterte HandelSaeseltschaft Transits ausgenommen werden (Die Bank, die an Stelle des Einfubr- frujtes treten soll, ist die Stockholmer Enskildabank.)
Der Seekrieg.
Ein Zusammenstoß zwischen englischen und französischen Kriegsschiffen.
Berlin, 16. Okt. (Priv.-Tel.) Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Rotterdam: Im Kanal von M essina fiim es infolge Nebels zu ernem Ins a m m e n st o ß zwischen englis chen und franzojrjchen Kriegsschiffen, die einander beschossen. Em schwer beschädigter englischer Panzerkreuzer wurde nach Neapel geschleppt.
Ein italienisches Linienschiff in die Luft geflogen
Berlin, 16. Okt. Der „Berliner Lokal-Anzeiger" meldet aus Wien: Wie verlautet, ist das italienische Linienschi 5 „ Jiie g rna Margheri 1 a" im Hafen von Spezia in die Luft geflogen.
Die Bewaffnung der englischen Handelsschiffe.
New York, 16. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Funkspruch von dem Vertreter des WTB. Der „New York" erklärte ein hoher englischer Beamter, es werde das Erscheinen eines Erlasses der Admiralität erwartet^ falls, dieser nicht überhaupt schon veröffentlicht worden ist, in dem alle Schiffe angewiesen werden, Geschütze so schweren Kalibers an Bord zu nehmen, als dies ihre Bauart zuläßt Dies soll ausschließlich zu Zwecken der Verteidigung geschehen. Der Erlaß weist die Kapitäne aller Kauffyhrtei- Passagrer- und Transportschiffe an, für ausgebildete Ge- schMlnannschaften zu sorgen, um auf den Schiffen für den Fall eines Angriffes bis zum äußersten zu kämpfen:
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Berlin, 16, Okt. Die „*& Z. a. M." meldet aus Kristiania: Aus Honigvaag wird gemeldet, der norwegische Dampfer „Furmarken" sei mit der Mamrschaft des englischen 7000-Tonnendampfers „Astoria", der 15 Meilen von Nordkyn torpediert wurde, vorbei gekommen. Außerdem sei etiyas weiter östlich Nordkyn noch ein zweiter großer englischer Dampfer „Barlby" (2489 Tonnen) von einem deutschen Unterseeboot versenkt worden.
Amerikas Antwort an den Vierverband in Sachen der U-Voote.
New Bork, 11. Okt. MTB. Nichtamtlich.) Funkspruch von dcni Vertreter des WTB. Bcrspäter eingetrossen. Die amerikanische ^enfichrrst vom 31. August ist jetzt im vollen Wortlaut veröffenl- licht worden. ^.as Staatsdepartement antwottet darin auf das vom 23. August datierte VerlMrgen der Alliierten, das; Unterseeboote der «Megfirhrendcu von den neutralen Gewässern ausge schlossen würden, in folgender Weise:
Tie Regierung der Vereinigten Staaten hat gleichlautende Denkja>rrften von den Regierungen des Vierverbandes erhalten, m «denen die neutralen Regierungen ersucht werden, Wirksame Maßregeln zu ergreifen, um Unterseeboote der Kriegführenden, ohne Rücksicht auf den Verwendungszweck, daran zu verhindern, neutrale Gewässer Ankerplätze und Häfen zu benutzen." Diese Regierungen wer,en auf die Leichtigkeit hin, mltt der sich solche Fahrzeuge 'der Ueberwachung, Durchsuchung, Feststellung der Nationalität und Weiensart entziehen können und auf die Fähigkeit, „Schaden anzu- riwten, wie es rn ihrer Natur liege", wie auch auf die „besonderen! Erlerchterimgen", die ihnen gewährt werden, wenn sie Plätze zur Verfügung haben, an denen sie sich aufhüten und ihre Vorräte ergänzen können. Offenbar auf Gruiid dieser Feststellmrgen sind dre Regremngen der TMiierten der Meinung, ,chaß Unterseeboote von dem. Genuß der bisl>er völkerrechtlich anerkannten Regeln über den. Aufenthalt von Handels- oder Kriegsschiffen in neutralen Ge- wapern, Ankerplätzen iind Häfen ausgeschlossen werden sollten, ^^ede^ ttnlerieeboot cünes kriegführenden Staates, das einmal einen neutralen Hafen anläuft, sollte dort festgehalten werden" und des- yato „wirntar dre Regieriingen der Mliierten die Neutralen vor der .großen Gefahr des Fahrens neutraler Unterseeboote in Gewässern, mc von Unterseebooten der Kriegfi'ihrenden besucht werden."
Zn Erwiderung hierauf muß die Regierung der Vereinigten Staaten ihr Eritaunen ausdrücken, daß es das Bemüheii der Regierungen der Alliiertchi zu sein scheint, für die neutralen Regierungen Regeln dafür, was die „nejue Ärge" in Bezug auf den Gebrauch von U-Booten ncimen, aufzustellen und die Anweddung dieser Regelü oder wenigstens eines Teiles davon zu erzwingen, mdem. ste die nentvalen Mächte vor der großen Gefahr stir ihre Unterj eebocüe rn Gewäsjern, die von Unterseelwoten der Krieg- führeiwe noesucht werden könnten, warnen. Nach der Meinung NegreOmg der Vereinigten Staaten haben die Mliierten betteffend der Gebrauch von Handels- ünd Kriegsunterseebootenl mchtv ^ vorgeb rächt, noch kann die Regierung ber 15 e i n J- g t e v einen Anlaß dazu sehen,
wodurch die bestehenden Regeln des Völkerrechts auf diese nicht anwendbar würden. Angesichts dieser Tatsache, sowie der Mittei- lung und Warnung der Alliietten, die in ihrem Meinorandum airs- gejprochen und m Erwägung gezogen ist, steht sich di-e Regierung der Vereinigten Staaten gezwungen, den Regierungen Frankreichs Großbritanniens, Rußlands und Japans mitzuteilen, daß, was die Behandlung von Handels- oder Kriegsuiiterseebootcn in den amerikanischen Gewäßern betrifft, die Regierung der Vereiiligten Staa- lungsfrei heit in jeder Beziehung« sich v o rbe h al t, und solche Falp^euge so behandeln wird, wie nach ihrer Meinung das Verhalten der Macht zu sein hat, vou der gesagt werden kann, daß sie die erstell Schritte zur Festlegung der Grunomtze der Neutralität tat, die über 5ahrhmrderte diese Grundsätze m dem überlieferten Geiste und mit dem hohen! Smn sur Unparteilichkeit austecht erhielt, aus dem heraus ste geboren sind. Damit aber kein Mist Verständnis über die 5ml- ttmg der VereiNlgteii Staaten bestehe, teilt die Regierung der Vereinigten Staaten den Alliierten nstt, daß sie es für die Pflicht der Kriegführenden hält, zwischen den Unterseebooten neutraler und kriegführender Nationalität zu unterscheiden und daß die Verantwortung für jeden Zwischenfall, der zivischen Krieas- schiisfen der Kriegführend en und neutralen Unterseebooten iiisolgr der Außerachtlassung einer solchen Unterscheidung zwischen diesen vlxten von Unterseebooten entstehen kann, völlig ans den diese Unterscheidung vernachlässigenden Mächten ruhen wird.
Großkampftage an der 5omme.
Berlin, 16, Oft, MTB. Nichtamtlich).
Don zuständiger militärischer Seite wird uns geschrieben:
Die näheren Einzelheiten über die Kämpfe der letzten Tage an der. Sonime lassen immer deurlicher erkennen, daß die Angriffe zwilchen dem. 9. und 13. Oktober mit zu den größten Kampfhandlungen der Sommeschlachr gehören.
W/a pa u m e und P e r o n n e, das waren die Ziele dieser gewaltigen Kump^anstrengungen der Franzosen und Engländer. Tie H-auptioucht der zahlreichen feindlichen Angriffe richtete sich nörd- lich der Somine 'besonders gegen die Front von Eonrcelette bis zum St. Pierre Vaaß-Waldc, südlich der Somme gegen die Front zlmschen Fresnes-Mazanconrt und Chaulni Tie größte Heftigkeit erreichten indes; bisher die Kämpfe nördlich der Somme während des 9., 10. und 11. Oktober. Vor allem in der Gegend nördlich Thieppal und nördlich Eonrcelette bei Sailly und am St. Pierre Baast-Walde, die Hauptbrennpunkte des Kampfes waren, richtete 'ich am 12. ein großer einheitlicher Angriff gegen die ganze Front von Eonrcelette südöftlich Bouchavesnes. Besonders erbittert ivaren an diesem Tage die Kümpfe bei Le Sars, Gueudecourt, Les Beufs, Sailly und im St. Pierre Vaast-Walde. Bei Saillli stürmte der Gegner am 12. nicht weniger als seclfsmal vergeblich an. Einge- lettet war hier der Angriff bereits am 11. Oktober durch stärkstes vom Morgen bis zum. Abend sich ständig steigerndes Trommelfeuer, das am 12. Oktober unter Einsatz allerschivcrstcr Kaliber äußerste
I gasung aller Verbindungen der Teutscherr, fowie sämv« stcher irgend Deckung bietenden Mulden und Ortschasienj statt. Diese waren durch Handgraiiaten in Flammen gesetzt worden.. Der außergewöhnliche Umfang des feindlickxen Abu- nrtionseinsetzes ließ klar die Absicht erkennen, einen; entscheidenden Angriff jiinternehmen zu wollen. Offenbar tu oer Hoffnung, seiner Infanterie durch diese gewaltige Kraftaustrengung der Artillerie den Weg zu einem leichten Siege geebnet zu t-aben, brach die englische uiid französische Infanterie gegen Mittag aut der ganzen Linie irt dichten Massen, sechs bis zehn Wellen hintereinander, dahinter wieoevum dichte Koloiinen, zum Angriff vor, letztere geführt von Offizieren hoch zu Pferde. Dev Feind glaubte beitim mt, die deutsche Infanterie durch diesen Masseneinsatz schwerster Kaliber bereits völlig vernichtet zu haben. Laut johlend und schreiend stürmten die Massen dem sicher gewähnten! Siege entgegen. Um so erschütternder war, was nun folgte. Der .Tod hielt reiche Ernte. Die deutsche Jufanteriq hatte trotz haefer tagelangen schwersten Beschießung, trotz des fehlenden Schlafes «und der Unmöglichkeit einer ausreichendenl Verpflegung bei .der Bedrohung der rückwärtigen Verbindung ihren inneren Halt und Kraft zuw Tiurchhalten nickst eingebüßt. Groß war die Zähigkeit, mit der der Feind trotz blutigster Verluste immer wieder von neuem anstürmte, größer aber war der Todeswut, unt dem dre deutsche Infartterie trotz der großen zahlen^ «mäßigen Ueberlegenheit des Feindes ihre Stellungen nicht nirri hielt und verteidigte, sondern den Feind auch da, w«o er ernge-s drungeu war, rn schneidigem Gegenstoß stets wieder hinauswarf.. Beispielsweise verlietz die Jufanterie der 6. Infanterie-Division bei Gueudecourt bei dem Vorbrechen des Feindes zum Angriff ihre zerschossenen Stellunaen und die kaum Schutz gewährenden Granatlücher Und schoß stehe ud freihändig die dichten englischen Massen Mit Gewehr und Maschinengewehr völlig zusammen. Tie dichten Kolonnen waren m dem überlegenen Feuer der dentschen Infanterie, Maschinen^ gswehre nnb Artillerie an einzelnen Stellen im wahren Sinne des Wottes niedergeniäht. An den Hauptbreiinpiinkten des Kampfes so vor allsm vor dem St. Pierre-Vaast-Walde, befindet sich eint wahre ,,L eichen Harri ka.de" .
, 13 Oktober ließen die feindlichen Angriffe schon an Heftig-
kett nach-. Au diesein^ -vage richteten sich die Hauptanstrengunget^ des Fundes gegen L>allly, den St. Prerte. Vaast-Wald und die Gegend östlich Bouchavesnes. An allen genannten Stellen kam ru erbitterten Nahkämpfen gegen die stark überlegenen feindlichen Massw. Es ist, außer allem Zweifel, daß der Feind mit dieser gewaltigen Krastanstrengung die große Entscheidung suchte, namentlich! am 12. Oktober einen Tnrchbruch größten Stiles be- abstchtigte Nach uberemjtimmenden Aussagen aller Gefangenen und Meldungen unierer Truppen haben die Verluste der Feinde, namentlich der Engländer, eine bisl>er noch nie dagewesene Höhe erreicku. ^ie franzojijchen Jnfanteriekomvagnien zählm nach Ge- sangciienanssageii zurzeit kaum noch, die Kopfstärke voii 50 Mann äer tteiiid ist offensichtlich stark geschwächt. Die französische Führung hatte, um den KampfesmUt ihrer Truppen zu beleben, zu dem bedenklichen Mittel gegriffen, die Infanterie vor devi Antreten zum ^turm überreichlich mit Alkohol zu versehen. Diese Tat- mche beleuchtet blitzartig die wahre Stimmung im französischen Heere. Mlc Gefangenen schilderten diese als ,,kr i egs müd e". Sie lelber^waren froh, durch ihre Gefangennahme, der „Hölle eutvonnen zu sein. Ten Angriff vom 12^ Oktober bezerchueten sw als „eine nutzlose Schlächterei" " tl K e * .^Swecklose Vergeudung wertvoller Menschen-
bie französischen und eng- dieser Tage nur kurz berühren oder Ne zum Teil vollständig verschweigen. Man will die Schwere des ^«erfolges verheimlichen, da bei den gespannten Erivartungew rer Rückschlag iwturgemaß ernster imd die Stimmung gedrückt ist. Um so zuversichtlicher Und ffegessroher ist die Stimmung der tapseren Vetteüdiger an der Somme. Ihre Kraft und Ausdauer wachsen mtt der Schwere und Größe der Aufgabe. Die Kampftage *2-. ^ o ? omme 0. bis 13. Oktober waren Großkampftage; Ä' stellen emen ebenso großen und vollen Erfolg
^ Waffen, wie eine schwere Mederlage der Franzosen
und Engländer dar. Das Drama an der Somme scheint sich seinem Höhepunkt zu nähern.
^0- Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Wie .der „Reichsanzeiger" meldet, ist dem General der Infanterie von Gronau % w bes Feldarfillerie-Regiments Generalfeldzeugmeister (1. Brandenbg.) Nr. 3, Oberbefehlshaber einer Armeeabkeilung und dem Generaladiutantenl General der Infanterie von Scheu k Komandierenden General einels' Armeekorps, der Orden pour le msrite verliehen worden. ' //
Au§ dem Reiche.
Ein Antrag Baffermann über die Zensur.
_ T d e rl in, 16. Okt. (WTB.) Dem Reichstag ist ein Antrag Bass ermann zugegangen, der in Fornr eines Gesetzentwurfes verlangt, daß, wenn im Deutschen Reiche aufgrund des preußischen Gesetzes Wer bw Verhängung des Belagerungszustandes vom 4. Juni 1851 oder eines an dessen Stelle tretenden Reichsgesetzes eine Zensur der Presse eingeführt wird, die vollziehende Gewalt in Angelegenheiten der politischen Zensur aus den Reichskanzler übergeht, der damit die Verantwortung für die Handhabung der politischen Zensur übernimmt. 6 4 des obengenannten Gesetzes bleibt nur für die Zensur militärischer Angelegenheiten.
Aus 5iaM und Lund.
Gießen, 17, Oktober 1916.
Deutscher, in eiserner Zeit verzichte auf Gold- chmuck! Bring ihn dem Vaterland dar, das Dir den Goldwert bezahlt! Wer sich dem Rufe verschließt, erschwert «nserm Bolle den Sieg!
Sammelt Bucheckern!
Tie Zeit des Fallens der Bucheckern rückt heran! Die Buch- eckerii enthalten Oel und alle Waldbesitzer sollten im vaterländische Interesse dafür sorgen, daß keine Buchecker ungenützt liegen bleibt und der Oelerzengung entzogen wird.
Ter . Kriegsausschuß für Oele und Fette, Berlin NW. 7, Unter den Linden 68a, ^zahlt allen Waldbefitzern. welche selbst eine Sam mel stelle eröffnen, und den Sammlern 0.50 Mark für das Kilo frischer Bucheckern und außerdem 0.10 Mark ür 1 Kilo dafür, daß sie ihre Waldungen für die Sammluirg i wr Verfügung stellen. Tie Abnahme erfolgt durch die vom Kriegscncsschuß bestellten Kommissionäre.
In jedem noch so kleinen Platz muß eine Samnrelstelle eröffnet loerden. Tie Schulen sollten sich bei der Saurmlung beteiligen und überall sollte zur Sammlung anfgemuutett iverden. Den Sammlern wird der hohe Sammellohn von durchschnittlich 0.50 Mark für 1 Kilo bezahlt. Sie dürfen y 4 der von ihnen zu- ja ni men gebrachten Menge bis zu 25 Mo für jeden Haushalt zur Oellrzeugung belwltcn und getviunen auf diese Weise ein Mmackhaftes billiges Oel. Die Waldeigentülyer sowie ihre bei der Sammlung beteiligten Beamten dürfen ebenfalls bis zu 25 Mo ür den einzelnen Haushalt in Anspnijch nehnren.
Wenn mit Eifer gesamntelt wird, können große Mengen Bucheckern zusammengebracht und große Mengen an Speiseöl gewonnen werden.
Wer Bujchcckern abliefert, hilft zur Beseitigung der Fettnat
WTB.
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** Erfolgreich e Stenographen: Gelegentlich des im September in Frankfurt a. M. abgehattenen Verbandswcttschreibens
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