Jj I 20 Z^rsonen, darunter 33 grauen imb 10 lQU | etl ^erucbte um, daß die Bestand ^ Lw *? tc 1 'Lbbootern Amerika Hergestell. und twrrJÜIw» ^ 1 ?C en vm I1lg ^ e . Unterseeboote zusammengesetzt ^ ll i ‘P i 1111 ?b.r Besatzung eines südamerikanischen sagte aus, daß er bei einem Unterseeboot ein Vorrats- -r^ c Seeversicherung sprämie für die Fahrt nach^brrtpchen Halen ist von ein Prozent auf fünf Prozent erhöht
ra, x. I * * ' H' ^S^cr. Tie Auslassungen der englischen
^^Aen W-u t und Entsetzen über das Neuauf- ^even des deutschen llntersecbootskrieges auf der für Groß- orttanirven wichtigsten Schiffahrtslinie.
Graf Bcrnftorff beim Präsidenten Wilson.
Long Brau ch, 10. Okt. (WTB.) Meldung des Reuterschen Nach einem Besuch Bernstorffs bei dem Präsiden- Mr BZrlson wurde erklärt, daß über Frieden nicht gesprochen wurde, daß -der Präsident aber die gestrigen Tauchboots-^ raffe an der Atlantischen Küste zur Sprache brachte. Graf BeSrftorff erklärte Wilson, er habe keine Information ans Deutschland, sei aber sicher, daß gewisse Versprechungen, die bereits von ferner Regierung gemacht tvurden, eingehalten würden.
LochgBrauch, 10.Okt. (WTB-) MeDung des Reuterschen Bureaus. .Graf Bernstorff sprach heute bei dem Präsidenten Wilson vor und überreichte ihm einen Brief des Kaisers. Der Brief war die Antwort auf Wilsons persönliches Schreiben Wer die Frage der amerikanischen Hilfe für die not- l e i d e n d e B e v ö l k e r u n g P ölen s. Ehe er Bernstorff emp- fvxg, erklärte der Präsident mehreren Pressevertretern, daß voff Deutschland die vollständige Erfüllung seiner Amerika gegebenen Versprechungen gefordert werden würde. Er fügte hinzu, daß er kern Recht habe, Deutschlands Bereitwilligkeit in Frage zu stellen, ferne Versprechungen zu erfüllen.
Es verlautet, daß Wilson wegen der Operationen der Tauchboote in der Nähe der amerikanischen Küste beunruhigt ist mrd erklärt hat, er werde in dieser Unterredung BeirnstorM diö Aufmerksamkeit ans den Gegenstand lenken.
Washington, 10. Okt. (WTB.) Das Marine-Departe- rtrenü hat mit den Vorbereitungen zur Errichtung einer Patrouille von Kriegsschiffen längs der Küste be 4 gönnen, um, falls es notwendig ist, dafür zu sorgen, daß die Reu traUM der Bereinigten Staaten nicht durch Tauchboote verletzt mevde.
Unterseeische Borratsschiffe?
Amsterdam, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) „Tijd' will von deutscher Seite erfahren haben (?), daß das Auf treten der deutschen Unterseeboote sauf dem Seewege nach den amerikanischen Häfen daraus zurückzuführen sei, daß man jetzt über unterseeische V orr a ts s ch i f f e verfüge, die zu bestimmten Stunden an vorher vereinbarten Stellen Mitten in,der See die Kampsunterseeboote mit allem Nötigen versehen. Man könne deshalb außer den ganz neuen Unterseebooten, die Vorräte für Wochentange Reisen mitzunehmen imstande sind, auch ältere Unterseeboote fern von der deutschen Basis operieren lassen.
meldet aus Lorient: Der französische Dampfer „Blaue (1110 Tonnen) wurde torpediert. Die Ueberlevenden sind in Lorient eingetrossen Außer der „Bttwel" haben deutsche Unterseeboote in den gleichen Gewässern den Dampfer „I r m a" (844 Tonnen) und 3 an de re Damp- f lbwre den englischen, bewaffneten Dampfer „V e r d u n" (4295 -tonnen) versenkt. Die Besatzung dieses Dampfers ist zum größten Teil umgekommen. — Aus La Rochelles 6^iche Blatt die Versenkung des Kohlendampsers „rrap Mazagan" (760 Tonnen). Die Besatzung wurde ae- rettet. ^
Bern, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des „Petit Journal" wurde der französische Dreimaster „Frater nite", von Fecamp kommend, torpediert. Der Dampfer „B a s s e I u d r e s" wurde von zwei U-Booten angegriffen ünd beschossen, konnte jedoch entfliehen.
Aus dem Reiche.
Die Versicherungsprämien.
London, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der „Daily Telegraph erfährt, daß beschlossen wurde, die Versicherungs-, Prämien für die Fahrt zwischen Europa mnd den Vereinigten stachen zu verdoppeln und die Versicherungen für die Fahrt von den Vereinigten Staaten nach dem Panamakanal, Laplata und dem KW der lGuten Hoffnung um 20 Prozent zu erhöhen. Als die Nach- - Acht, eintraf, daß an der amerikanischen Küste drei deutsche U- Boote an der Arbeit seien, gingen die Versicherungsprämien noch mehr in die Höhe.
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Ein feindlicher Flieger über Stuttgart.
Stuttgart, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Rechtzeitig rtemdbet, erschien gestern abend zweimal — 8 Uhr 54 Mm und — Ein feindlicher Flieger über Stuttgart. Derselbe warf einige Bomben ab, wodurch aber weder Personell noch Gebäude getroffen wurden.
Der „Temps" über die Kriegslage.
Ber«, 10. Okt. (WTB. Nichtamtl.) Zür allgemeinem Kriegslage schreibt der „Temps": Wir müssen dem Ober- ItosünttartÄ» /unserer Feinde Gerechtigkeit widerfahren lassen, das fite Angriffen mit außerordentlicher Energie dre Stirn bietet. In Frankreich den gemeinsamen Anstrengungen der Franzosen und Brrbcn im Sommeabschnitt, in Rußland auf einer 200 Kilometer Langen ,Front der Birussilvwschen Offensive. Dabei' findet 'das Oberkommando noch Mittel, Um Falkenhayn und Mackensen dre nötigen, nach Tausenden zählenden Mannschaften zUr Verfügung ßiu stellen, die zur Verteidigung Ungarns und Bulgariens nötig sind, iitrn ferner Siebenbürgen zu befreien und die Dvbrndscha besetzen. Im! besonderen bemerkt der Militärkritiker des Blattes,
die -Oesterreicher und Deutschen, die gegen Brussilow kämp- jm, ver stärkt worden sind, und daß sie vom Pripjet bis zu den Karpathen, in der Richtung Madimir Wvlhynsk— Lemberg—Ha-, licz den zähesten Widerstand lefften. Bezüglich der Lage in Ru- Mänien wird ausgesührt, daß die Rumänen eine für ihren Trup- tzenbestand viel zu ausgedehnte (Front haben und cm keinem Druckte imstande seien, einer Armee zu ^widerstehen, von der sie jetzt eine Schlappe erlitten hätten. An einer anderen Stelle ä'agt der „Temps".- Rumänieir braucht nicht nur Truppenverstär- tagert, sondern auch modernes Kviegsgerät, schwere Achttllerre^ Augzeuge 'und Panzerautomobile, um den Kampf nttt gleichen Massen führen zu können.
Bern, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die allgemeine Beunruhigung in Frankreich über die Lage in Rumänien, über die die französische Presse durch den Hinweis auf angebliche Fortschritte Der Russen und Rumänen in der Dobrudscha hinwegzutäuschen Mcht, erhellt deutlich aus der Forderung des „Echo de Pa ris", .Daß die Alliierten alle in ihrer Macht stehenden Maßnahmen er- kneifen müßten, um in kurzer Frist im Norden gegen die Manöver !FalkenHayns, im Süden gegen Mackensen auftreten zu können.
u fc I a it i> allein sei fähig, Rumänien durch be- sEchtlrche kriegsgewohnte Verstärkungen zu unterstützen. Rußland »Mein könne die Lage wieder cm sgl eichen, damit der Plan Hinden-, wurgs im Orient zusammenbreche.
Aus Griechenland.
Bern, 10. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) „Secolo" meldet aus 'Athen: Die Schiffe der Alliierten sind in den Piräus eingesahreu und ankern neben den griechffchen Schissen. Der französische .Konsul im Patras verbot eine bewaffnete Volksversammlung der Gu- n-aristesn. Ju Samos gab ein Torpedoboot der Alliierten Salut- MSsse zu Ehren Venizelos' ab. Bei seineur Besuche in Chios, Mytilene und Samos hielt Venizelos Reden, deren Ueber- (mittelung au die Presse von der inneren Zensur Griechenlands/ lverboten wurde. Dis Alliierten verlangen von dem abgchendeni Ministerium, die neutralffierten Deutschen cmsznweisen. Ditz Neuerung zcwdert. Eine kleine Abteilung französischer Marinetrup- h-en hat sich im Piräus ciugenistet.
Der §eekrieg.
Kristiania, 10. Okt. (WTB.) „Morgenbladet" meldet: Die Vadsoeer Zeitung „Finwcrrkens Amtstidende" teilt -mit, daß drei deutsche U-Boote am Samstag die Drahtlose Station in Jepna.va.lak an der Mur- mranküste beschossen hätten; einer ihrer Masten sei her- -UTttergeschofsen, mehrere Menschen getötet worden.
London, 10. Okt. (WTB.) Llopdsmeldung. Der Fisch- ^nnpfer „Magnus" aus Whitby wurde versenkt. Die ^Bemannung, ^bestehend aus neurr Kopsen, wurde gelandet.
Bern, 10. Okh (WTB. Nichtamtlich.) „PetU Harrsien"
^ ^ Der Reichstag.
Berlin, 11 Okt. In der heutigen Vollsitzung des Reichs- werden nach den als am meisten zuverlässig mrzusehenden Mitteilungen der Blatter, sämtliche Parteien im vaterländischen <mterefse von einer ausführlichen Erörterung der im Ausschuß Haupt,achlicki berateneii Fragen.Abstand nehmen. Die Verhäng lungen cm Plenum werden beschränkt bleiben auf die Fragen der allgemeinen auswärttgen Politik und insbesondere auf den vom Ausschuß angenommenen Zentrumsanttag betreffend Einberufung des Haushaltsausichusses auch während der Vertagung des Reichstages.
Aus dem .Hauptausschuß des Reichstags.
Berlin, 10. Okt. (W. B.^ Der Hauptausschuß des ji eich. stags besprach die G e f a n g e n e n b e h a n d l u n g. Ein konfervattver (Redner ersuchte um Annahme und Durchführung« ferner Entschließung, die Besserung-der Lage der d«ttschen Ge- fpngenen m 'Rußland und ,Frankreich auf alle Weise, soweit brotig, auch durch Androhung und (Durchführung entschiedenen B e r g e l t u n g s m a ß ii a h m e n , dürchzusetzen. Ter Direktor im Auswärtigen Amt Tr. Kriege erklärte sich^ namens der Reichsleitung mit dem Ziele der vorgeschlageneii Entschlietzmig jede mögliche Besserung der Lage der deutschen Gefangenen in Frankreich Und Rußland herbeizuführen, durchaus einverstanden. Die Wejtrebungen der Reichsleitung und der^ Heeresverwaltung hätten sowohl :beitni_ Päpstlichen (Stuhl, wie schweizerischen Bundesraq dankenstvertelte Unterstützung gesunden. Die eingehenden Klagen 'wurden nach gründlicher Prüfung, falls sie sich als begründet heraus! teilen, mit allem Nachdruck verfolgt und iwtigenfalls zum Ausgang von Vergeltungsmaßnahmen geinacht. Für die Durchführung von e r g e l t u n g s m a ß r e g e l n feien folgende Grundsätze maßgebend.- Das Unrecht auf feindlicher Seite müsse klar er- wiestn sein; es mäße ferner von der feindlichen Regierung, sei es 'durch Tun oder Unterlassen, nicht aber von einer Nachgeordneten Stelle aus gegangen sein.. Die Vergeltuugsmaßregeln müßten ferner Gleiches mit Gleichem treffen; sie dürsten endlich nicht in Brutalität ausarten. Mit diesen Beschränkungen hätten wir Mittel der Vergeltung häufig erfolgreich angewendet.
Ein Redner des Zenttnms begründete eine Entschließung durch Vermittelung des Heiligen Stühles imfr* sämtlichen kriegführenden Machten alsbald in Kraft zu letzende Vereinba-rung zu tresten, dnoch, welche das Los der Kriegsgefangeneii ivesentlich ver- lelssert wird, Repvesjalieli aller Art beseitigt und sämtliche Zivil- gefangene ohne Unterschied des Alters in ihr Heimatland znrück- beforcett werden, gegen das ausdrückliche Versprechen der eins-, zelncn Staaten, daß sie nicht in die Wehrmacht erngereiht werden. Ministerraldlrektor Dr. Kriege erklärte die Zustimmung zur Zentrumsresolution. Auf 'Repressalien könne allerdings nur verzichtet -werden, wenn die Lage unserer Gefangenen eine qrmrd- legende Beffevung erfahre. Der Erfolg sei vielleicht besser, wenn du Vorfchläge des Zentrums unmittelbar vonr .Heiligen Stuhle Mlsgmgen. General Friedrich ging auf bte bisher erreichten, Erfolge (hmiichtlich der ^ Behandlung der /Kriegsgefangenen ern^ Frankreich gegenüber sei erreicht die ^Entfernung der Kolonral- deutscheu aus Dahomey, die Räumung -Nordaststkas und eins bE'stre Ernährung der Gefangenen. Auch das Los der Gefangenen in Rußland werde mit allen Mitteln verbessert. Volle Anerksnmun'g und voller Tank gebühre der Schweizer Regierung für das Entgegenkommen bei der Unterbringung der deutschen Gefangenen aus Frankreich 'und England. Ein ^Vertreter £*§ Reichsmiarineamts betonte, daß nach den sofort eingelesteten Bergelttmgsmaßregeln die Gefangenen >der Tauchboote und Zeppeline fetzt nicht anders behandelt würden, als andere Gefangene. Nach längerer Aussprache wünschte ein Mitglied der Deutschen Fraktion, daß auch die in Gefangenschaft geratenen Offiziere mt' Bedarfsfälle unterstützt wür den. Alsdann wurde die Beratung abgebrochen.
Aris rrnv Land.
Gießen, 11. Oktober 1916.
Ein Aufruf zur politischen Lage.
Hotel Großh-evzog fand gestern abend unter dem Vorsitz des Herrn Prof. Dr. Opitz eine vvn Mitgliedern aller in Gießen vertretenen politischen Parteien imfo verschiedenen interessierten Politikern besuchte vertrauliche Zu- aminentunst statt, die sich bei reger, ersprießlicher Aus- prache über die allgemeine Lage schließlich einmütig auf folgende Entschließung einigte:
™ A ernstesten schicksalsschweren Augenblick, den unser Vaterland fetzt durchlebt, haben sich, durchdrungen von der Sorge um des Reiches Geschick, Männer aus allen Parteien zusammen- gefunden und sich Au folgender Entschließung geeinigt'
Wir betrachten es als die Wicht jedes deutschen Mannes, cübe inneren und Parteifragen zu vertagen, bis die Kriegslage völlig gesichert und.die Feinde besiegt sind, jetzt aber alTe Kräfte Zur Erreichung des Sieges zusammenzusassen.
Demgemäß richten wir an die Reichstagsabgeordneten als che berufenm Vertreter des Volkes die dringende und herzliche Bstte, kernen Versuch zu scheuen, um die nötige Klarheit zur Beurteilung der polrttschen Lage des Reiches zu erlangen, dann aber nach bester Ueberzeugnng mit allen Msttelri darauf zu dringen, daß .Mnde. allen voran aber unser gefährlichster, zähester und rucknchtslosester Gegner England, der uns ausznlmngern droht und che Neutraleii mit brutalsten Nttrteln in seine Dienste gezwungen hat, ohne Rücksicht in der schärfsten Weise mit alleir uns zu Ge bote stehenden Mitteln bekämpst und niedergerungen lverden
*' V o n der Landes-Universität Gießen nn Wintersemester 1916/17. Studierende, die bereits hier immatrikuliert sind und ihre Studien hier iortsetzeu ivollen, haben sich aus dem Universitäts-Sekretariat, Bismarckstraße 22, auzumeldeu, um die A u s w e i s k a r t e u in z u t a u s ch e n und ihre Wohnung «n zugeben. Dies hat in der Zeit vom 16. Oktober bis zum 11. November 19 16 voriiiittags von 9—12'/. Uhr zu ge- cheheu. A n m e l d u u g e u z u r I in >n a t r i k u l a t i o n iverden in der gleichen Zeit ebendaselbst angenominen. Nach dem 11. Noveinber iverden Anmeldungen nur darin angenomuren. wenn die Verspätiing in aenügeiider Weise entschilldigt wird.
** A n s z e i ch n n n g. Der Gardefüsilier Otto Pitz, Jni.< Regt. 115, erhielt bas Eiserne Kreuz 2. Klasse.
** Der hiesige O r t s g e w e r b e v e r e i n I>at im Früh- m udwerkliche Iugendkurse" eingeriästet, die in diesem Monat zu Ende gehen. Ihr Zweck soll sein,einmal die Jugend ür das spätere Leben praktisch lerttger zu inaä>en, zum andern durch che äugend in andern Ständen und Berufen Interesse und Anerkennung für die handiverklickxe Tätigkeit zu fördern. In eigner Jugend-Werkstatt wurden insgesamt 27 Iungeu unterrichtet, in der Schremerei durch Schreinernleister Hau b ach, in Bildhauerei durch Bstdhaucrmerster B e r l e. Die Teilnehmer setzten sich aus
alter Mengen Scbulen zusammen. Jeder Kursus daueri etwa tO Wochen mit je 2 Unterrichtsstunden. Veranlaßt üucch dre guten Erfahrungen, die mst diesen ersten Kursen gemacht wurden, sollen die Winterstirse, die Anfang November beginnen, werter ausgestaltet werden. Die Schreiner- urrd Bildhauerkurse werden fortgesetzt. Für den Bildhauerkursns wirb eine Abteilung für Erwachsene (auch Damen« vorgesehen. Außer- dem soll ein M e ta l l b ea r b ei t u n g s kn r s u s, der leichtere 'IWpeiten der Lpenglerei und Schwachsttominstallation bringen wird, eingerichtet werden. Anmeldungen werden für die Winler- kurse bis zum 20. Oktober im Gewerbehaus entgegengenommen.
* S t a d t t h e a t e r. Aus dem Stadttheaterburecru wird mir- getertt: Ueber das Volksstück „W o die Schwalben nisten", das ?rrettag aufgeführt wird, schreibt der Hannoversche Courier": „Den beiden Verfassern ist ein sehr gulpr Wurf gelungen, sich haben eme Arbeit geschajsen, die ncan ruhig in che Nähe von
tn ^ eo po l d" reihen kann. Dir Bilder sind von glüäd
lichster Frvckss und von warmer Behaglichkest.So nxirdl
beim die Ausnahme von Bild zu Bild warmer und sreundllche^ und zum Schlüsse gab sich aufrichtige und aus vollem Herzen kommende Zustupmung in mvhattendQn Berfall Lund. Tie Schauburg hat ernen starken und beachtenswerten Erfolg errungen, der ihr viele, viele volle Häuser verschaffen kann."
** Tie Kleidung der Frauen im Eise n bah n- dienst. Die durch den Arbeiterinangel bedingte Beschästtguug von Frauen nimmt in steigendem Rkaße zu. Es hat sich aber dabei der Uebelstand heransgestellt, daß die gewöhnliche Frauen- klerdung Me Arbeiterinnen stark behindert. Um nun Me Beschäftigung der Frauen im Dienste der Eisenbahn zu fördern und dadurch eine größere Anzahl von Arbeitern für den Hencs- Men,t freizu machen, hat sich der preußische Eisenbahn- MiNister, wie die „Ztg. d. Ver. d. Eisenbahiwerw." mitteilt, gelegenttich einer Besprechung mit den Präsidenten der Kgl. EisenbahnMrekttonen mit dem Vorschläge einverstanden erklärt, daß Frauen, für Me nach Art ihrer Beschäftigung im Eisenbahn- Menst Me Frauenkleidung ungeeigiret ist, und die deshalb eine besoiidere KlciMmg ttagen niüssen. diese Kleidung aus den r<\ v c • ^ € r ^^^waltung cwhalten. Ties gilt sowohl für Hilssbeamttmien, Schaffnerinnen, Me Me nach dem Muster der !^^^^^oktionsbezirk Köln ein geführte Kleidung (Joppe, Bernkleio, Gamaschen und Mütze) tragen sollen, als auch für Me m den Werkstätten, beim Stteckenbau usw. beschäftigten Ac- betterrnn«r, die mit erner blusenartigen Jacke, Hose und nötigenfalls auch mit einer Mütze ausgerüstet werden. Die den in Betracht kommenden Frauen zur unentgeltlichen Benutzung überwiesene Merdung verbleibt im Eigentum der Verwaltung. Soweit diese auf Kosten der Hilssbeamtimren und Arbeiterinnen geliefert x)t, soll sre gegen Erstattung per gezahlten Beträge von den Verwaltungen übernommen werden.
^^Kartoffelkraut nicht verbrennen! Mit der alten Sitte des Kartoffelkrautverbrennens sollte wenigstens jetzt im Kriege gebrochen werden. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, daß das Kartoffelkraut einen hohen Kaligehalt besitzt und deshalb mit gutem Erfolg als Düliger Verwendung finden kann. Man kann mit seiner Ausstreuung auf Wiesenland einen doppelten Vorteil erzielen. Einmal wird das im Kraut enthaltene Kali durch Regen und Schnee allmählig ausgelaugt und den Graswurzeln zngeführt. Zwettens verhindett die Kar- tvsselkrantstteu ein Ausfrieren des Wiesenbodens. Im Frühjahr, wenn das neue, junge, Gras zu spMssen beginnt, kann das dann halb verrottete Kartoffelkraut zusammengeharkt werden und gibt dann noch immer ein gutes Material für den Komposthausen ab. r.x- < ^Ä^^ohrver Wertung. Aus Inserateii in verschiedenen Fach- und Tageszeitungen und aus zahlreichen Angeboten ist,, wie der Kriegsausschuß ftir Ersatzfutter mitteilt, zu Handel und Spekulation der Verwertung der ^ckilsrohrbestände für Futterzwecke bemächttgt haben. In all diesen Fallen wird darauf Bezzig genommen, daß der Kriegs- ausschuß für Ersatzsutter Schilfrohr für diese Zwecke gewinnt und verwertet. Dadurch wird der Glaube erweckt, daß auch jetzt noch Me Ernte und Me Verwertung des Schilftohrs aus Veranlassung des Kwiegsaiisfchusses und in desseii Interesse erfolgt. Der Kriegs- Ausschuß erklärt ausdrücklich, daß er mit der Ernte und Verwertung der setzt noch vorhandenen Schüfbestände nichts mehr zu tun hat, da ferne Ernte sich nur auf junges, grünes Schüfrohi', also solches, das vor der Blüte geschnitten worden ist, erstreckt hat. Die Aberntung von Schilfrohr umrde bereits Anfang August abgesärlossen.
S chwarz-Weiß-Theater, Seltersweg 81. Wie uns Direktor Bakos mitteilt, ist es ihm gelungen, für das von ihm neuerdings geleitete Theater hervorragende Werke der Filmkunst zu gewinnen, die durch berühmte und beliebte Filmschäu- spieler, wie: Rika Sacheko, Me durch ihr Gastspiel am hiesigen Stadttheater auch hier beliebte Münchener Tänzerfti, Erna Mo- rena, Paul Wegener, Waldemar Psilander, Max Reimers usw. dargestellt werden. Besonderer Wert soll auf künstlerisch zusammengestellte Programme und geschmackvolle musikalische Begleitung gelegt werden, so daß der Besuch des sich in seiner Neueinrichtung sehr schmuck ausnehmenden Schwarz-Weiß-Theaters empfohlen werden kann. Siehe Anzeige.
* Der Städtische Seefischmarkt findet morgen nachmittag von 3 Uhr ab in den Marktlaubrn statt.
M Das heutige Kreisblatt Nr. 125 enthält Bekanntmachungen über die Errichtung und den Betrieb von Anlagen zur Herstellung von Bleifarben und anderen Bleiprodukten; über Ergänzung der Bekanntmachung über die Bereitung von Backware; die Verfütterung von Kartoffeln und über die Hoch st- preise von Wild.
Landkreis Gießen.
g. Ober-Bessingen, 10. Okt. Dem Landwirt und Metzger Johann Römer wurde wegen mutigen Verhaltens vor dem Feinde die hessische Tapferkefts-Medaille verliehen. Römer ist seit !Augu,t 1914 in Feindesland. —, Tie 5. .Kriegsanleihe zeitigte hier eut sehr schönes Resultat. Durch die betriebene Hausagitatton wurde fast in jeder Familie unseres Torfes gezeichnet. Ober- Bessingen kann stolz auf die bewiesene vaterländische Gesinnung sein. — Tie Sammlung für unsere Flotte ergab beinahe 60 Mk.
Kreis Büdingen.
* Kohden, 11. Okt. Der Reservist Hermann Koch, der in einer Reserve-Eisenbahnbou-Kompagnie als Fahrer verwendet ist. erhielt das hessische Ariegsverdienstehrenzeichen. Koch ist gegen- wärttg krank und befindet sich in emem Lazarett in Bcw-Nwuherm.
Kreis Alskeld.
* Zeilbach, 11. Okt. Der Laiidstn-rmmann Karl Ka rk« wurde bei den schweren Kämpfen in Siebenbürgen durch Lungcsr. schuß verwundet. Er liegt in eineni Lazarett in Stuttgart. — In französischer Gefangenschaft befindet sich Wilhelm Triebert
eit Oktober 1914 wird der Kriegsfreiwillige Heinrich Keller, der dem Jnsanterie-Rechment Nr. 116 angehörde, vermißt: sett Sommer d. Js. iiurd Heinrich Stenernagel, der in Galicien kämpfte, verinißt. — Die hiesige 23 Schüler zählende Schule zeichnete zur 5. Kriegsanleihe 900 Mslirk.
* Mills dem vorderen Vogelsberg, 11. Okt. Die lKarto ffel e r ute liefert einen rocht geringen Ertrag. Die geernteten Mengen reichen kaum für die einzelnen Familien. Dve Obsternte ist zufrieden stellend: ganz besonders Mt ist der Ertrag der Zwetschenernte. Ueberall sieht man rauchende Obftüürren, in denen Zwetschen und Äpfel stücke geoörrt werden. Das D örrobsi ist heuer ein gesuchter Artikel. ^
Kreis Lauterbach.
rr. S ch l i tz, 9. Okt. Der sRt etwa 3 Wochen vermißte Laich« sturmmann Henrrich Blum, der in einem Garderegmrent im Westen gekämpft hatte, hat nunmehr seiner Familie mitgeteilt, daß er mit etwa 25 Kameraden in französische Gefangenschaft geraten sei- und verwundet in einem Hospital z/u Saint Lö sich befinde. — Fürs Vaterland sieleir in den, schweren Kämpfen an der Somme Musketier Ehnstian Kumpf und Landsturmmanr Heinrich F e i ck.
Kreis Schotten.
F. C. Schotten, 10. Okt. Von jetzt ab darf im Kreis« Schotten B r a t m u r st nur noch mit V, Kartoffelzusatz beraetteltt werden zum Preise von 1,20 Mk. für das Pfund. yergesiem


