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29.9.1916 Erstes Blatt
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Nr. 229

Der Tlnzei-er

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Erstes Blatt

(66. Jahrgang

Zreitag. 29. September

Äe;u gSpretS: monatl. W Vf., viertel- ja'hrl. Mk. 2.65: durch 'hole- u. Zweigstellen monatl. 80 Pf.: durch diePost Alk. 2. ^5 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilen preis: lokal15Pst, ausw. 20 Pf. Hallpt- schristleiler: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Veriuischtes und Ge-

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Gekeral-Anzeiger für Obecheffen

Die Rede des Reichskanzlers im Reichstage.

(WTB.) Grohes Hauptyuartier, 28. Sept. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Front des Generalfeldmarschalls Kronprinz Rupprecht von Bayern.

Zwischen A n c r e und Somme haben die Engländer und Franzosen, nach einem die bisherigen Erfahrungen noch über­steigenden Vorbereitungsfeuer ihre starken Angriffe erneuert. Auf dem größten Teile der Schlachtfront hat unsere, durch die Artillerie und Flieger wirksam unterstützte, unerschütter­liche Infanterie, unter den Befehlen ifer Generale Sixt von Armin, von Huegel und von Schenk, den Feind siegreich abgeschlagen. Bei Thiepval und östlich von Eaucourt Labbaye ist der erbitterte Kampf noch nicht zum Abschluß gekommen. Besonders heftig waren die auf der Linie Mor- val-Bouchavesnes vorgetragenen Angriffe, die der Gegner ohne Rücksicht auf die bei einem ersten gänzlich gescheiter­ten Strlrm erlittenen blutigen Verluste gegen Abend wieder­holte; eingedrungene Abteilungen wurden sofort aus unserer Linie zurückgeworfen. In kleinen Stellungstellen nord­westlich von Rancourt und östlich von Bouchavesnes vcr- nwchte sich der Gegner zu halten.

Unsere Flieger haben gestern sieben Flugzeuge, davon vier im Sommegebiet, a b g e s ch o s s e n.

Ein kleines, über holländisches Gebiet anaeflogenes und ebenso zurückgekchrtcs feindliches Geschwader griff Alost er­folglos an. Bei einem englischen Bombenangriff auf Brüssel wurden fünfzehn Häuser zerstört, dreizehn Belgier gelötet, achtundvierzig verwürfet.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Schwächere russische Borstöbe an der Aa (westlich von Riga) sowie zwischen Miadziol und Narocz wurden leicht abgewiesen.

Die im Tagesbericht vom 22. September erwähnten, verloren gegangenen Teile unserer Stellung bei Korytnica sind gestern durch einen vollgelungenen Gegenangriff der Truppen des Generals v. 0. Marwitz nach schwerem Kampf wieder erobert und darüber hinaus noch Vorteile er­rungen. Alle Versuche des Feindes, uns wieder zurückzuwer­fen. sind gescheitert. Das russische 4. sibirische Armeekorps hat nach den Meldungen unserer Truppen Verluste er­litt e n, d i e e i n e r V e r n i ch t u n g d e s K o r p s n a h e- kommen. Einundvierzig Offiziere, zweitau- (endachthundert Mann sind gefangen in unsere Hand gefallen, ein Geschütz und siebzehn Maschinengewehre erbeutet.

Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl.

Zur Verbessenlng der Stellung schoben wir westlich von Folw Karsrwlesic (zwischen Zlota Lipa und Rajarowka) un­sere Linie vor, nahmen einhundertdreißia Russen gefangen und erbeuteten vier Maschinengewehre. Gegenstöße blieben ergebnislos.

In den Karpathen griff der Feind an verschiedenen Stellen an und ist zum Teil erst durch Nahkampf zurück­geschlagen. Nordöstlich von Kirli Baba sind Gegenangriffe noch im Gange.

' Kriegsschauplatz in Siebenbürgen.

Bei Hermannstadt wird erfolgreich und hartnäckig ge­kämpft.

Balkan-Kriegsschauplatz.

An den Fronten keine Ereignisse von besonderer Be­deutung.

Unsere Flieger warfen auf das von den letzten Angriffen noch an mehreren Stellen brennende Bukarest erneut eine grotze Zahl Bomben.

Der erste Generalguartiermeister Ludendorff.

Wie war die Lage? Draußen, an allen Fronden uner­bittliches Ringen, das in wildestem Toben heute noch fort­gesetzt wird. Neue Feinde, deren Hoffnungen z-war nicht mehr das frische Grün des Maien tragen, aber doch auch noch nicht völlig verwelkt sind. Da findet der Reichskanzler das treffende Wort: Der Krieg steht vor uns' Das ist ein ernstes, erschütterndes Wort, aber es hat uns nicht überrascht und getroffen. Der Kanzler konnte uns kein liebliches Friedensbild naher Zukunft vorgaukelu. Denn die Schwungräder der Schlachten lassen sich nicht aufhalten, und in den Köpfen der feindlichen Staatsmänner haben vernünf­tige Erkenntnis noch keinen Platz. Der Reichskanzler sprach dies offen aus; er charakterisierte die bösen Phantasien der Angreifer und führte mit wenigen Sätzen ein wahres Höllen­gericht vor das geistige Auge. In diesem Höllengericht aber brauchen wir uns nicht in die Rolle der gefesselten Angeklag­ten zu schicken. Wir geben den Feinden den heißen Atem dieser Hölle zurück, und noch liegt sie ja jenseits unserer Grenzen, in Feindesland. Wie stark unsere Schutzwehr, wie mannhaft der Geist unserer Heere ist, das hat der Kanzler mit bewegten, alle Herzen ermutigenden Worten bestätigt.

1 ^ erdensiegen. Bei aller Unklarheit über die Reife­zeit des Friedens, über die Gestaltung naher Zukunft, ist doch dieses sichere und feste Wort aus berufenem Munde wieder ausgesprochen worden. Uiid so richtete sich der Kanzler gegen gewisse agitatorische Bestrebungen, die nur parteipolitische Woben glätten sollen:wer wagt es, von uns neue Friedensangebote zu bexlana*.*-^ letz-

ten Aeußerungen der Häupter unserer Feinde? Mit einem fesselnden, gar nicht pathetischen Zug von Bedauern und eigenem Stärkebewußtsein hat Herr v. Bethmann .Hollweg in seiner Rede die verblendeten Ausschweifungen Briands, des französischen Ministerpräsidenten, behandelt. Er hielt den Franzosen das stille Bild einer traurigen Zukunft ihres -andes entgegen. Und es war keine polemische Abrechnung, wenn er den Wahn eines festen, dauernden Friedens auf der Grundlage späterer internationaler Abmachungen zurück­wies. Wie war's denn vor dem Kriege? Französische Revanchepolitik, russische Eroberungssucht, englischer Ein- kretsungswille . . . und internationale Abmachungen? Und was vnll England, und wie steUen wir uns zu England?

Nochmals: wie war die Lage? Draußen,- die Riesen- brande des Krieges im Innern ein See von stillem Widerspruch gegen eine angeblich zu schwache Regierung, öon 3tveifeln, Bitterkeiten, Unklarheiten, der keineii Abfluß hatte, weil die Zensur die Wehre verschloß. Und letzt sollte der Reichskanzler das Hauptwehr aufziehen? Das an der stillen, tückischen Wasseroberfläche ermüdete Auge sollte den Sturz eines brausenden Stromes erleben? Viele hatten wohl ähnliches erwartet. Die Jynms Alter-Er-^ innerungen schienen zu solchen Erwartungen zu berechtigen, und der erwähnte See war ja weiter gngeschwollen. Aber der Kanzler zog das Wehr nicht auf. Er nachn aber die Schwüle der Unerträglichkeit weg, und wir dürfen seit gestern etwas fteier und frischer atmen. Ja, England! Jii ver Kanzlerrede lesen wir Bekenntnisse, die manchen falschen Zweifel vernichten. Herr v. Bethmann Hollweg hat, was man 'von ihm nicht recht erwartet hatte, eine schonungslose Entschleierung der berüchtigten Dame England vorgenom­men. Er leuchtete ihr ins haß- und gierverzerrte Gesicht und sagte mit dürren, klirrenden Worten, was wir längst wissen, was das ganze deutsche Volk seit langem weiß, und, me erforderlichen Konsequenzen verlangend, sich zusagt: England ist unser selbstsüchtigster, hartnäckigster, erbittert­ster Feind! Und dann folgte der Blitz, der die Schwüle zerriß::Ein Staatsmann, der sich scheute, gegen diesen Feind jedes taugliche, den Krieg wirklich abkürzende Mittel zu gebrauchen, dieser Staatsmann verdient ge­hängt zu werden." Dieser eine Satz war wirklich besser als eine große Schale von Unwillen, die sich über die Kanzlerfronde hätte ergießen können, die an das eng- landfeindliche Herz der Regierung nicht recht glauben wollte. In der Tat, die Zeit ist zu ernst, als daß es angängig er schiene, innere Unstimmigkeiten durch harte Auseinander­setzungen zu verschärfen. Der Kanzler schweigt und glaubt, daß man mindestens jetzt an seinem besten Willen nicht mehr zweifeln dürfe. Wir werden sehen, ob der Reichs­tag, der sich nach der Rede einstweilen bis zum 5. Oktober oertagt hat, um zunächst in vertrauliche Beratungen des Ausschusses einzutreten, sich mit dem Bekenntnis des Kanz­lers begnügen wird. Der gute Wille in Ehren: es gibt vielleicht doch zwei Wege, die zum Ziele führen, und der beste Weg muß erkannt und beschritten werden. Zu diesem Ende dürfen Auseinandersetzungen und Nachprüfungen nicht gespart werden. Gehässige persönliche Anschuldigungen aber sollten endlich zum Schweigen kommen.

Erfrischend und alle Lebensgeister des Volkes neu ent­fachend waren die Ausführungen des Kanzlers über unser Durchhalten und Siegen!Heute stellt uns eine

neue gute Ernte alles viel siche rer als im vo­rigen Jahre." Ein Wort/ das Freude erzeugen wird! Und dann:, das Fundament unseres Hauses steht fest und ist unzerstörbar. Die im Anschluß daran offenbarte Andeutung über innerpolitische Zukunft ist nicht gerade erschütternd und sensationell gewesen. Du hat der Reichskanzler keine Blitze zucken lassen, und imBerliner Tagblatt" wird die Schwule der unbefriedigtenNeuorientierung" fortbestehen Unermeßliche Arbeit", ja! Die Auswahl der Tüchtigsten zur Leitung dieser Arbeit ist etwas Selbstverständliches und Allgemeines, aber es ist der Ausdruck der Zeit, die unsere Volkskrast auf der höchsten Höhe sieht.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Keine besonderen Ereignisse.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

In Albanien nichts von Belang.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant.

Ereignisses nrSee.

Am 26. vormittags haben ftinf feindliche Flugzeuge über Durz zahlreiche Bomben abgeworfen, ohne nennens- 7,« e ^f? üöen a?^ u r cl)ten - Zwei unserer Sceflugzeuge stie- aus. Eines davon. Beobachter See- s5?ettBartha, Führer Fliegerguartiermeister Haschke. zwang fnndllchrs Wasserflugzeug zum Nieder- geh^u aufs Wasser, wo cs von einem italienischen Zerstörer geborgen wurde verfolgte ein zweites gegen Brindisi fliegcn- oes Flugzeug, schoß es vierzig Meilen von der Küste ab und Uetz sich neben dem zertrümmerten Flugzeug nieder. Der Bc- Seeoffizier, war tot, der Pilot durch Kopfschuß schwer verwundet. Letzterer wurde ans dem sin-

gebrachl 1,1 ^ eiöenc herübergerettet und nach Durz

Flottenkommando.

Der österreichisch-ungarische DageSbericht.

Wien, 28. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart; 28. September 1916.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Front gegen Rumänien.

Aus dem Bergrücken Tulisiui westlich von P e t r o s e n y erbitterte .Kämpfe. Lage bei Nagy Szeben (Hermannstadl) günstig. Rumänische Gegenstöße blieben ohne Er- solg. An der slebenbürgischen Ostfront dauern im Raume von SzekelyUdvcrhely (Oderkellen) und südlich der Bistri- croara-Höhc die Vorpostenge fechte an.

Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Karl.

Oestlrch der Dreiländerccke, nördlich von Kirlibaba, im Ludowa-Gebret nördlich des Turtarenpasses unternahm der Femd abermals vergebliche Angriffe. Südlich von Lipniea Dolna stießen deutsche Truppen vor; es wurden 139 Russen und vier Maschinengewehre eingebracht. Bei der Armee des Generalobersten von Terszlyanszky gewannen die Streit­raste des Generals von der Marwitz den noch in Feindes­land gebliebenen Teil der vor einer Woche verloren ge­gangenen Stellungen in erbitterten Käurpseu zurück. Der <Mnd erlitt außerordentlich schwere Verluste; er büßte 41 Offiziere und 2890 Mann an Gefangenen und ein Geschütz und 17 Maschinenss-vehre ein.

Pressestimmen zur ttanzlerrede.

Berlin, 29. Sept. Die ungeheure Anteilnahme aller Bolks- tterse an dem gestrigen Auftreten des Reichskanzlers im Reichstage kam zum augenscheinlichsten Ausdruck in der 5"- angsttgeuden 'Fülle des Saales und der Tribünen. In der Hvsloge , die Prinzessin August Wilhelm, auch Fürst Wedel und der junge FursOOtto Bismarck waren dort erschienen.

TieK r e u z z e i t u n g" sagt zu der Rede des Kanzlers: Sie war verhältnismäßig kurz und legt auch dadurch das Schwergewicht der Verhandlungen in den Ausschuß. Der Kanzler kenn zeichnetet teilweise Mr scharfen Worten die Ewberungssucht imd b?n Vn> nichtnngswrllen der Gegner. Er konnte aber zugleich seststeNen daß die Kriegslage keimswegs dazu angetan ist, die Erwartungen der Femde zu rechtfertigen.

DasBerliner Tageblatt" sagt: In der Rede ist brs- weilen eine säst akademische Aurückhaltnng zu erkennen. Sorg­sam war der Redner bemüht, seine Ausführungen zu dmnpsen, Maß zu halten Und ;mehr zwischen den Worten raten z'u lassen, als open auszusprechen. Man darf sagen, daß diese Zügelung der Ausdrücke und des Tempos nicht unbeabsichtigt war. Der Reichs­kanzler wies selbst darauf hin, daß das Ausland aus seme Aus­drücke lauere.

Die Vossische Zeitung" meint: Ganz mit Recht hat der Kanzler hervorgehoben, daß die rumänischen Politiker van Ansang an entschlossen tzvaren, aus ihrem Krieg ein Geschäft zu machen und sich demjenigen zu verkaufen, dem sich endgültig das Kriegsglück zuneigen würde. Sie hätten geglaubt, sich deu günstigsten Zeitpunkt dafür aussuchen zu können, aber sie hatten die Rechnung ohne Rußlaiid gemacht. Ebenso !vie England auf Italien, habe Rußland auf Rumänien gedrückt, uiid Italien sowohl wie Rumänien mußten zu dem Zeitpunkt losschlagen, der der Entente am genehmsten war. So wirkt der Verrat, der Verräter verliert jeden Halt und jede Richtung und fällt immer^ mehr in die Hände der Anstifter, die ihn ehrlos gemacht. Dre Ausführungen über Rußland bedeuten getvissermaßen die authen­tische Textinterpretation der vielbesprochenen früheren Rede über die Befreiung der russischen Freindvölker. Den Kamps gegeq England proklamierte der Kanzler als ein Kriegsziel, zu dessen Erreichung alle tauglichen, den Krieg abkürzenden Mittel zu gebrauchen seien.

ImBerliner Lokal-Anzeiger" heißt es: Mar und deutlich' hat der Kanzler Yen gniiidlegendeir llltterschied zwischen den Emp­findungen dargelegt, mit denen der Krieg von imsereii Feindens gegen uns gesülfrt wird und denen, mit denen wir ihn Uhren^ W>er den Unterschied dieser Gründe erfaßt hat, der kann nicht im Zweifel darüber sein, wer die Verantwortung für die Fortsetzung dieses Krieges trägt. Im Zusammenhang mit der Schilderung der alle Erwartungen übertressenden Kraft des .Handelns und Leidens, die das deutsche Volk der staunenden Welt offenbart hat, fand der Kanzler ein Wort, für das man- ihin im ganzen Deutscheri Reiche Dank wissen ivird: Freie Bahn für alle Tüchtigen, das ei die Losung? Daß dieses Mort zur Wahrhett werde, sei einä Staatsnotwendigkeit, die sich gegen alle Hemmungen durchsetzen: müsse.

DieGerm ania" führt aus: Tie Kanzlerr^e enthielt keine üb er s chwenglr cheir Fanfaren, wie sie französische und italienische Minister benötigen, die Volksstimmung auf der gewünschten Höhe zu erhalten, keine Lügen nach englischem Muster, sondern ernste Worte voll Wahrhert, aber auch voll Kraft, die den Ereignissen kühlen Blutes und vertrauenvollen Mutes icnverrückt ins Auge schaut Zu der fester Erklärung g e g e n E n g l a n d sagt das Blatt: Wohin der Kanzler zielte, verstand sich von selbst, auch wenn der Kanzler nicht auf die immer wieder verbreiteten Behauptungen Bezug ge­nommen hätte. Es ist ein klares und unzweideuttges Wort.

Der bulgarische Bericht.

Sofia, 28. Sept. (W.T.B. Nichtamtl.) Bericht des bul­garischen Generalstabes vom 27. September. Verspätet einge­troffen :

Mazedonische Front: Auf der Stara Narecka Planina warfen wir den linken Flügel des Feindes zurück und besetzten! die Linie der Berge Lisetz (1150 Meter)Teschitschewo (1550 Meter). Aus der Front von Lerin (?Florma) lebhaftes Arttllerie- feuer. Aus 'dem Gebirgsrücken Starkowgrob, auf der Höhe Kar- makaalan. warfen nur den Feind und erbeuteten ziver Kanonen, viele Maschirrengavehre und Bombenwerser. Im Moglanua-Tale lebhafte Artillerietätigkeit. An der übrigen Front nichts Nemcens- wertes.

Rumänische Front: Längs der Donau stellemveije

Feuerwechsel zwischen Grenzposten. Schwaches beidersettiges Ar­tilleriefeuer zivischeu den Dörfern Magura und Zvorabia. In der Dobrudscha schwaches Artilleriefeuer.