Ausgabe 
28.9.1916 Erstes Blatt
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tvttItaitmtbrnnL Mu GM. intb Wbi» konnten sich

imr <mf x>eu Schutz brr eigentlichen Hvsgebänve beschränken, imb n»ch in der Nacht tvieder ad.

Kreis Alsfeld.

Uv- Ruppertenrod, 28. Serst. Del! Heldentod fürs Vater- sarrd Tw* rteäer erlitten der^ MMketier Otto Schmidt von hier. v2*fei*it üjbcr ein Ialvr im Felde stehend, bat er die Jmrioffensioci der Russen an der Rigvsrvnl mitgemacht. Jetzt traf ihn eine Kugel ^M-nds 11 Uhr lx-nn Stellungsbau mitten in die Brust. Der Ge faklene NArr mit der Hessischen Tapferkeit^mrdaille ausgezeichnet. Sein Kompagniefitckrer bedatiort in ilmr einen lieben Kameraden, der treu seine Pflicht erfüllte.

up. A»-dem Ohmtal, 28. Setzt. Die Grummleterntc ist beendigt. Sie hat zuletzt noch eine ausgezeichnete Qualität er- qEtzen und damit das rvrtrefflickie Futterergebnis dieses Jahres zu tiatm ungewöhnlich reichen gemacht. Mit ganz anderen Aussichten Mr den Winter- tritt der Landmirt diesem entgegen als inr vorigen ^chre. Für Viehzucht und Milchwirtlchaft sind mitlstn die besten Kvrbedingungen gegeben. Von allen landwirtschrfttichen Produkten sind mn die Kartoffeln hier nicht gilt gediehen, die anderen Hart- gewächlse dagegerr vollkommen.

Kreis Lauterbach.

la. 2 aut erb öcf), 28. Sept. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse eröieft Gefreiter Philipp Hansel ans Dirlammen, Landw.-Jns -

^gt. Nr. 116.

I». Uetzhausen, 28. Sept. Aus dem Felde der Ehre fiel Ersatz-Reservist Valentin Nitz. Res-Jnf.-Regt. 87.

la. Nieder-Stoll, 28. Sept. Für das Vaterland fiel Musketier Konrad Fischer. Res.-Jns.-Regtment 88. Wenige Tage zuvor hatte er die (hessische Tapserkeilsmedaille erhalten. - Musketier Jakob Weber, Res.-Jni.-Regt. 223, der seil einigen Wochen vermißt wurde, hat nunmehr aus russischer Gefangen- sckast geschrieben. Er liegt verwundet in einem Hospital in Moskau.

Kreis Schotten.

£». Laubach , 28. Sept. llnterosfizier Heinr. O e ch l e r im Jni.-Rgt. 163 erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

up. Stumpertenrod, 28. Sept. Auf Veranlassung des hiesigen Pfarrers G l o ck sind aus Ofsenbach a. M. 25 Schulkinder in diesige landwirtscliaftliche Familien aufgenonrmen worden, um während ihren .Herbstferien Erholung und Stärkung zu finden. Die herzliche Aufnahme der Kinder in den beteiligten. Familien im Der ein miit der gesunden Gelnrgsbuft unserer Gegend läßt den vollen Erfolg des ländlichen Ausentlwltes der- Kinder erwarten.

r. Ober-Lais, 28. Sept. Für den am 20. Juli ge­fallenen Krieger Friedrich Fritz, Sohn des Landwirts Karl F ritz, fand am letzten Somrtag in der Kirche zu Unter-Lais in der üblichen Weise eine Gederrkfeier statt. Der Otts geistliche gedackste des Gefallenen, der an schweren Kämpfen irr Rußland, Serbien vrrd Frankreich, Mo er vor Verdun den Heldentod erlitt, teil- genonrmen hat. Fritz ist das zehnte Kriegsopfer in unserer Ge­meinde. Ar diesem zehnten Toten ist in diesen Tagen ein weiterer hmMgekommen. An den Folgen einer am 18. d. Mts. crlml- teneir schweren Benvmrdung starb am 20. Septencker in einem Feldlazarett der Sanitätssoldat Gustav S chneid e r von der Leib Kompagnie Jnfanterie-Rechmertts 116. Er hinterläßt eine Frau mit drei unversorgten Kindern. In Gefangenschaft befinden -sich aus unserer Gemeinde jetzt fünf Krieger, davon drei in Rußland und ie einer in Frankreichs und England.

= Ulrichstein, 27. Sept. Welche schweren Wunden der Mrieg nieder in unserer Gemeinde geschlagen hat, zeigt die Ge­dächtnisfeier, die in der Kirche am vergangenen Sonntag gehalten tmrrde. Zwei im schönsten und blühendsten Alter stellende Krieger harten den Ehrentod in den letzten heftigsten Kämpfen im Westen gebenden. Es waren dies der Vänskttier Giesel und der Unter­offizier und Osfizicrsaspirartt Arnold Vogler, der älteste Sohn des Pachters vom nahgelogenen Selgenhof. Giesel war 21 Jahre, Vogler 22 Jahre alt. Bögler hatte noch seinen Eltern mitteilen können, daß er den 20. August in Heimaturlaub fahren dürfe. Doch sein Wunsch und Freude sollte ihm nicht erfüllt werden: denn 3 Tage vorlwr. ent 17. August, traf ihn das feindliche Blei. Alle disber stattgefundenen Gedächtnisfeiern waren durch die schönen Musikvorträge des hiesigen Gesangvereins- und Musikvereinsdiri- gertten Appel, sowie seines Sohnes Rudolf verschönert worden. Da aber letzterer zum Heeresdienst einberusen wurde, fiel der musi­kalische Dell diesmal tveg. tvas die Anwesenden nur ungern miß­ten. Der Orcksgeistliche Pfarrer Hellwig hielt die Gedaclstnisrede für die bÄden so früh gefallenen hoffirungsdollen jungen Leute.

- Vergangenen Dienstag wurde der Herbstinarkt hier abgehalten. Es fand nur ein Krämermarkt statt.

ß-a. Wetterseld, 28. Sept. Der Unteroffizier Wilhelm Neuß von hier. Lehrer in Sickendorf, Inhaber des Eisernen Kreuzes, ist nach 25monatiger Pstichterfüllung im Felde am lb. Sep­tember in den Kämpfen an der Somme den Heldentod fürs Vater­land gestorben. Neuß war ein allseits beliebter Lehrer und Mensch, dessen frühen Tod viele allsrichtig bedauern.

---- Aus dem oberen Vogelsberg, 27. Sept.. Wie schon von verschiedenen Seiten des Vogelsberges mitgeteilt wurde, ist die Getreideernte fast zum Mschttiß gelairgt. Diese Tatsache läßt sicki mm besonders aber vom oberen Teile des Gebirges nicht be­haupten. Wer die Täler durchschreitet und die Höhen überklettett, nürd nocl) zur Genüge Fruchtäcker erblicken, auf denen der Hafer' noch fast rn grünem Zustande steht: nicht viel besser und günstiger steht es mit dem Weizen. An anderen Stellen, die geschützter liegen, sind beide Getteideatten zum Teil sckwn geschnitten. An düsen Verzögerungen in der Ernte ist die diesjährige, meist vögnerische Witterung schuld. Kein Tag geht vorüber, an dem. nicht einmal eni kräftiger Regen moder geht. Nun haben aber die beiden letzten Tage besseres, fast sommerähnliches Wetter gebracht und mit Riesen­schritten schreitet die Arbeit voran. Es ivird Frucht abgemäht, ge­bunden, heimgefahren. ' Unausgenutzt läßt man diese prächtigen Tage nicht verstreichen. Das Gras zur GrumMeternte, das fast die Länge imd Güte des HeUgrases erlangt l>at, wird bereits abgemäht. Die Menge und Qualität des diesjalnigen Grummets steht dem

Heu mir wenig nach. Wo soll der Landmann diese Vorräte alle

nnterbringen? Diese Frage stellt sich gar mancher Landwirt. Soll doä) auch rroch die Frucht unter Dack) gelmackst nxntzen. In diesem J^chre nürd es scküver halten, da die ®etrciiK v rntr4t gute Erttlige liefern. Letzteres ist besonders bei bem Hafer, Weizen und der Gerste der' Fall. Die Spätfinckossttti lwben imter der dauernd nassen Witterung mr Fäulnis gelitten. Trc>tzdem l«fft inan noch auf eine ziemlich reiche Ernte. Von den Obstsorten, die im Vogels l^erge. angebant werden, liefern die Zivetfrli-enbäume die reichsten Erträge. Da dre Zwetschen irr grrrßen Rreriipm vorkonrnnm, so 1»t das Ottvßf^r^vgliche >breisaml Sckwtten die Höchstpreise für den Zentner Zwetsclren auf 6 be;w. 8 Mk. festgesetzt. Dadurch wird den ärurercrr Schichten der Bevölkerung möiMI, (Mn-rckst, für nicht allzalviel Geld Honig oder Latwer;w in <pmügender Vienm bevzustellen.

r. Ans dem südlichen Vogelsberg, 28. Sept. Das herrliche Wetter der- letzten acht Ta.v' lxrt die Gr um Metern te außerordentlich giinstig beeinflußt. Das Grummet ist jetu mül- ständig ei umbracht: es läßt an Menge und Güte nichts zu wünschen übrig. Au nnmdH'-it Orten hat man fäwn mit dem Ausmachen der Kartoffeln l*egvnmm.

Kreis Friedbng.

oa. Friedberg, 28. Sept. Dem ALarine-OberassistLnzarzt d. Res. Dr. O. H. Becker, t>ei einem Feldattillerie-Rcgiment in Flandern, lmrrde das Eiserne fttcw twietjen. Der Kultur­techniker Mattke bei Großlb. Kulturinspektion Friedberg erhielt das Eiserne Kreuz. Der Techniker Kaiser bei genannter Behörde erhielt das Bulgarische Tapsnckeitskreuz. Es sind mm 5 Beamte dieser Behörde im Besitze von Ktte ge- «lsznchnungen. Ten Heldentod fürs - Vaterland starb der 21jährige Karl Brack, Sohn des Schriftsetzers Leonhard Brack. .

Q Bad-Ran beim. 28. L>ept. Dre im Reserve-Lazarett tätigen Sckrwestern Amri Kissel, Lissi Mobbe, Helene Mül­ler, Anna Beck, Margarete Lampert, Elisabeth Oster­feld, Margarete Gerbert, Elisabeth Bock, Anni Krüber, Hanna M ö ck e l. Elisabeth P v v pc , Olga Po dl e ck umrden mit dem Militär-Saurtätskveuz ausgezeick»ret. Der 50fähngen Zn gebürigkeit BadDAuheims zum Großlrerzogtnm Hessen gedachte Bürgermeister Tr. Kahser in einer kurzen Ansprache rm Sitzungssaal des Stadthauses.

Bnä. Bad- R a n b e i m , 28. Ein kleines Schaden­

feuer entstand in der Nackt vom 25. zum 26. Sv'pt. auf dem m der Gemarkung Ober Mörlen liegenden GutshvfHasselheck" wo das Brennbaus in Brand geraten war. Da die zuständige Ober- Mörler Feuerwehr ausblicb, rief der Besitzer derHasselheck" du Bad'Naubcimer Wehr um Hilfe an, die mit zehn Mann abrückte und den Brand mit Unterstützung des Gutspersonals balb ablöschte. Der Dachstuhl des Gebäudes wurde vernichtet: werteres Umsich­greifen des Feuers wurde verhütet.

oa. Ober- Wöllstadt, 28. Sept. Dem Grenadier Theodor Gondolf. Solm unseres früheren Bürgermeisters, im ersten Garde-Reserve-Regiment, ivurde die Hessische Tapferkeits- medaille verliehen.

Hessen-Nassau.

ra ÄuS dem Biebertal. 28. Sept. Die Vorwoche stand im Zeichen der Obstversteigernngen, wie überall, so zeigte sich auch hier rege Kauflust. Während bei dem Schnuller Hofgut und an der Kreisstraße die Preise angemessen zu nennen waren, wurde das Gemeindeobst Nodheün Verhältnis, näßig teuer bezahlt. Be, Lokalsorten stellte sich der Baum wiederholt ans 50 Mark, ein Privatmann erzielte sogar 82 Mark für einen Älpselbaum. Die Zufuhr von Zwetichen nach Station Abendstern ist fortgesetzt sehr rege, setzt erst sind diese begehrten Früchte vollständig zur Reife

gelangt.^ ^ E in r o t h . 28. Sept Pfarrer Wilhelm Nassauer ist ans seinen Wunsch nach Dautphe versetzt.

Frankfurt a. M., 27. Sept. Der Bezirksverein Sacksen- haufen beschloß, von einer Beteiligung an den bevorstehenden Stadtverordnete «wählen abzusehen, wenn sie im Zeichen des Burgfriedens vollzogen werden. Die für die Wahlen vor­gesehenen Mittel finden für Kriegswohlfahrtszmecke Verwendung.

Vevtnrscbtes.

Eisenbahnunglück bei Marseille.

Bern, 27. Sept. (W.T.B. Nicbtanttlich.) Laut einer Meldun desEckw de Paris" fand bei Marseille ein Eisenbahnunglück stat Zwei Güterzüge stießen zusammen; 12 Waggons entgleisten. Da Unglück forderte drei Opfer.

Nir^versttäts-Ncrehkichten.

Frankfurt a. 'Di., 27. Sept. Der Kultusminister hat für den neuerrichteten Lehrstuhl für Pädagogik an der philosophi­schen Fakultät der Universität Frankfurt den Stadrrat Prof Dr. Ziehen als Professor beim König in Vorschlag gebracht. Er er- jucht den Magistrat, die Wahl eines Nachfolgers von Dr. Ziehen halb vorzunehmen.

<pcricbt*$aal.

ö. Mainz, 27. Sept. In zweitägiger Sitzung wurde am SckMnrgericht gegen den vorbejtrafterr 28 jähttgen Küfer Wilhelm Schäfer aus Sckwtten, tvvhnhaft in Worms, wegen Totschlags verl^aridÄt. 9tm 21. Juni, abends, fand der Antreklagte seine 26- jährige Frau mlf dem Bette liegerck erstochen vor, während sie einige Mmnten vorher bei ihm. in der Küche beim Nachtessen war. Das Taschenmesser des AnMklagten hatte die Tote noch in ihrer linken Hand, die Sttckmmnde war in der linken Brustseite und lwtte die Herzkammer getroffen, rvorerus Erstickung eintrat. Der Ange­klagte leugnete, seine F-rmr erftockven zu haben. Kreisarzt Dr. Schäffcr-Worms hielt einen Selbstmord nicht für ausgeschlos­sen, während die Gericktschemiker Dr. Seiber und Dr. Popp-Frank- snrt auf dem gegenteiliAm Standchinkt standen und den Selbstmord ffir ausgescliioffen hielten. Bei diesenc Wideriprnch der Sachver- stälrdigen kamen, die Geschworenen zur Verneinung der Hauptschuld-

fralMl. sie beialMni nur die Frage der Körperverletzung, die «nige Tage vor dem Drama vorausgegaiuren ivar. Der Angeklagte hotte seine Frm, damals mit dem Sckrürbaken ans den linken Arm ge- scküagen nutz sie auch mit Halsabsämeiden bedrolü. Mildernde llm- stände wurden dem Angeklagten versagt Das Gericht verurteilte den Llirgeklagten zu 6 Monaten Gesäuguis, abzüglich 3 Monate llntcrsnchnngslxift.

München, 27. Sept. Das oberbauerlsche Schwurgericht hat die Frau Maria Reis von München, die ihre vollständig blöd­sinnige Tochter Else, uni sie von ihrem Leiden zu erlösen, durch zwei Schüsse ans einem Jagdgewehr tötete, freigesprochen.

Meteorolozischc ve»dachtungen der Liation Giehen.

Sept.

1916

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Sonneitschein

Höchste Temperatur am 26. bis 27. Sept. 1916: Z- 81.3° 6. Niedrigste 26. * 27. , 1916: -f- 12,3 0 C.

Riedcrfch Iag 0,0 mm._

Letzte Nachrichten.

Die Lage an der Somme.

Berlin, 28. Sept. Ter militärische Diitarbeiter desBer­liner Tageblattes" schreibt: Es ist verständlich, daß die feind­

lichen Heeresberichte auf den Ton gesttmmt sind, die Operationen der letzten Tage hatten ,,in jeder Hüffickst" ihr Ziel erreicht. 2lber- was ist denn das Ziel? Sicher nicht die Lrme dc'r enoberteui Dörfer. Als unstwe verbündeten Truppen im Frübiabr 1916 während dreier Monate di? russische Milliortenarme.' ovr sich herdrückten, machten sie in z iK reichen blutigen Sh!misten einen Geländegenstnn von 75 bis 125 Kilometer. Bei diesem Siegeslauf haben sie das starke Przamysl, dr- San- und die Gtrodeck-Lmie der Russen zertrüuttnert durch eine Minderheit an Zahl. Das unter Einsatz an Menschen und wobi ancii an Artilleriematerial weit überlegene englisch französische Heer bezwang in drei Monaten «einige deutsche Feldlinien auf einer Breite von 15 und einer Tiefe von höchstens 15 Kilometern. Immer lwweffen Zahleir nicht, aber in diesem Falle reden sie Bände.

Der Kampf um Hermannstadt.

Budapest, 28. Sept.Az Est" berichtet ans Klmisenlmrg: Hermanstadt liegt zwischen beiden Fronten. Das Zentrum der Stadt, die sog. Llltstadt und der südliche Teil geboren den Honveds'. Die Patrouillen treffen täglich zusammen und besclneßen einander. Am l'9., 20. und 21. beschoß die ru-mänifchc ^Irtillerie die Stadt mit 7-Zttn.-Schrapnells. GebäudcschabTN wurde nicht an gerichtet. Nur einzelne Hauser wurden beschädigt wrd mehrere Fensterscheiben zersprangen, ein Kind lvnrde getötet und Vier wttvimdet. Von den 35 000 Einwohnern der Stadt hlieben 6 5(X) zu Hause. Am 22. September wurden alle Werte aus der Stadt fortgeschafft und Geschäftsläden und Restaurationen Würben geschloffen. Es gibt kein Leben auf den Straßen. Einkäufe kann miau nicht Mächen'. Das Volk leckt von den Vorräten.

Schreckensregiment in Bukarest.

Stockholm, 28. Sept. Russische Blätter melden: Der Vukarester Mlitärbefeylshacker erlaßt eine Vnvrdnung, daß alle öffentlichen Lokale, Gasthäuser, Klubs, Eafös, Kvndidvveien nsw. vorläufig dauernd geschlossen zu halten sind, weil sich das Pub­likum dort in ungeeignete Erörterungen der kriegerischen Ereignisse, ernlasse und zur Verbreitung lüMnhafter rrnd böswilliger Gerüchtes l>eitrage. Wertere Befehle verlneteir das unnütze Spaznwengeckeü ans den Straßen, welche nur als Wege zu den Arbeitsstätten bemrtzt lverden dürfen. Sogar das Stehenbleiben vor Scksaufenstern ist ver­boten. Nach zuverlässigen Bericksten loird im Piolizeidcpartement eine Liste von Personen ausgearbeitet, die aus der Hauptstadt ausgewiesen werden sollen, darunter befindet sick^ der Rttakteur desAdeveriü", Mille, sowie alle, die bisher unter den schlimmsten Kriegshetzern waren, wie Oberst Maniescu. Offenbar fürchtet die Negienurg den angedrohten geivaltsameir Ministersttwz.

Der spanische Gesandte in Rom.

Haag, 28. Sept. DieTiines^ melden aus Rom, daß der dortige spanische Gesandle rtnerwartet nach Madrid zurückberufen! umrde. Sein Nachfolger sei der Aargiris T>illa Orubia, der srirhere Botschafter in Wien, Paris und London.

Amtlicher Teil.

Bekanntnrachnng.

B c t r.: Behandlung von Zurückstellungs-, Bersehungs- und Beurlanbungsgesuchen.

Es häufen sich in letzter Zeit die Fülle, das; beim stell­vertretenden Generalkommando 18. Armeekorps und bei den Ersatztruppenteilen Zurückstellungs-, BersetzungS» und Beurlaubungsgesuche cingehrn, die nicht entsprechend den er­lassenen Vorschriften bearbeitet sind.

Es wird hiermit erneut darauf hingewiesen, dah die Gesuche bei dem Unterzeichneten einzureichen sind.

Gießen, den 26.September 1916.

Der Zivilvorjitzende der Ersatzkommission des Kreises Gießen.

I. V.l .Hem werde.

hast D« Geleßerchett, Dir die Vorteile der Kriegsanleihe zu sichern: billigen Erwerb, hohen Zinsengenuß, größte Sicherheit, bequeme Gmzahllmgechedingnngen, keine Nebenunkosten.

Schluß: Donnerstag, den S. Oktober

mittags -1 Llhr