fc 11 »btjuglteoe* o-es ürtriia*:» ^aiuimeurd, Jtn»j, antubit,
tn Echan dieser ntüMTt, kurz vor beut 16 August habe sich die Explosion, iwn der man je gehört habe, hinter cftcTt Linien in Fr an kreich ereignet. DerVer- Mtan Munition werbe auf 25 Millionen Dollars (100 Millionen M'arf) gesck>ätzt.
Wir sind nach einer Angabe aus amtlicher Quelle in der Lage, tnerzu erläuternd zu bemerken: Eines der größten englischen Mu ntllonslager wurde in monatelanger Arbeit bei Mdruicq, 16 Kilo meter südöstlich von Calais angelegt. Dutzende von Lagerhäusern mtb oci’itöym in verschiedensten Größen, umfangreiche neue Bahn anlagerr, Rampe:: und Ausladestellen entstanden und in ununtere brochener Folge liefen Munitionszüge ein, um das gewaltige Lager zu ftillen. Als nach den ständigen Beobachtungen unserer Flieger me Bauten beendigt und die Räume mit Munition vollgepackt wa ren, erfolgte in der Nacht vomj 20 zum 21. Juli der Angriff unserer Flugzeuggeschwader mit überwältigendem Er wlg. Das ganze gewaltige Munitionslager flog bis zum letzten Schuppen in die Luft. Tiefe Erdtrichter und wliste Trümmerhaufen bezeickmeten den Platz des einstige rmglisckwn Hauptmunftions- depots. In Weiler Umgebung brannten Wohnhäuser, Baracken und Lagerbaute:: nieder. Wohlgelnngene Lichtbildanfnahmen, unserer Flieger vom Tage vor und nach dem erfolgreichen Angriff ließen über Umfang und Bedeutung dieses Werkes der Zerstörung keinen Zweifel. Wenn in dein Brief des britischen Parlamentariers King der Zeitpunkt dieser Katastrophe anscheinend etwas spater gelegt ist, so kann doch angenommen werden, daß es sich Um den Angriff bei Andrnica handelt. Sollte sich indessen eine spätere andere schwere Explosionskatastrophe hinter der englischen Front noch zu getragen haben, so würde sich der Verlust fiir die Engländer verdoppeln.
Schließung englischer Häfen.
Kopenhagen, 26. Sept.-(WTB. Nichtarnttich.) Zu den Gerichten über eine Schließung der englischen Häfen wird gemeldet, das; der Hafen H arwi ch und einige Machbarorte mit Umgegend für militärisches Gebiet erklärt und für die Schiffahrt und anderen Verkehr geschlossen worden sind. Niemand darf das Gebiet betreten, niemand es ohne Paß verlassen. Der Verkehr mit dem Festlandc erfolgt von den nördlicher gelegenen .Häfen.
Die Lebensmittelversorgung in Rußland
Kopenhagen, 26. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Wie „Ber lingske Tidende" aus Petersburg erfährt, ist zur Regelung der Lebensmittelversorgung in Rußland abermals ein 'Zentralkomitee gegründet worden, dem Vertreter der Städtever cinigungen, der Semstwovereinigungen, des Zentralkomitees der Kriegsindustrie, des Handels, der landwirtschaftlichen Vereine usw. angehören. In Petersburg und Moskau ist je ein Hilfs .bureau eingerichtet und gleichzeitig ist eine große Anzahl von ,Sonderausschüssen gebildet worden, die sich mit der Herbeischasfung »von Fleisch, Fisch usw. beschäftigen. Das Zentralkomitee verfügt über ein Kapital von fünf Millionen Rubel; das von den verschiedenen Bereinigungen eingezahlt worden ist. Man hat mit diesein 'Zusammenschluß entspreel>ende französische Organisationen nach geahnlt.
Der Oberbefehlshaber der russisch-rumänischen Truppen in der Dobrudscha.
Berlin, 27. Sept. General Pan soll nach verschiedenen Blättern den Oberbefehl Wer die russisch-rumänischen Truppen in der Dobrudscha übernommen haben. General Iwanow, der nicht mit Pau zusammen arbeiten wolle, gehe an die russische Nordfront.
Der Zeppelinangriff aus Bukarest.
Bern, 26. Sept. (WTB. Nichtamtl.) Wie der „Temps" aus Bukarest meldet, ist die Donau brücke bei Cer navoda bei dem letzten deutschen Luftangriff getroffen »worden. Die Bomben sollen jedoch nur unbedeutenden Gchaden an gerichtet haben.
Der bulgarische Bericht.
Sofia, 25. Sept. (WTB.) Arntlicher Bericht vom 25. Sept.;
Mazedonische Front. An der Front Lerin-Höhe . Kajmakealan lebhafte • Artülerietätigkeit. Ein Versuch der- feind pichen Infanterie, auf der ganzen Front vorzurncken, scheiterte. ;Im Moglenitza-Tal schwache, für uns günstige Jnsantcriege ff«hte. Zu beiden Seilen des Wgrdar schwaches Artilleuieseuer. fFeiudliche Artillerie, die Brandgranaten auf die Stadt Dojran schleuderte, rief dort einen Brand hervor. Am Fuße der Belasitza .Planina Ruhe. An der Strumafront lebhafte Artilleriekämpse. Ein Versuch von feindlichen Llbteillmgen, auf denr linken Ufer des Flusses östlich Orliak vorzurücken, scheiterte. In einern Kampfe am 23. September ließ der Feind allein vor dem Torfe D o l n o iKaaradjovo über 400 Leichen. An der ätzäischen Küste Rühe.
Rumänische Front. Längs der Donau Ruhe. In der »-Dobrudscha rücken unsere Truppen auf der rechten Flanke ^erfolgreich vor und besetzten die Linie Amzartch — Eervell. Ter Feind zog sich nördlich zurück. Aus dem übrigen fDeil dieser Front schwache Artillerie- und Infanterie-Tätigkeit. 'An der Küste des Schwarten Meeres Ruhe.
Sofia, 26. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Heeres- verrcht.
. azedonische Front: An der Höhe mm Staraneretschkck ^Manma überraschte eine unserer Kolonnen in der Richtung des ^Dorfes Bresnica ein Bataillon des 242. französischen Insanterie- .Regiments und zersprengte es. Sie brachte einige Dutzend Gefan- sgyne, ein Maschinengewehr, Tonrister, Zelte und Bataillonsküchen ,em. Durch einen Bajonettangriff nahmen wir feindliche Schützen MEn bei dem Dorfe Orownic, wo lirir dreißig feindliche Leickstn ^«rfsanden. In der Gegend der Dörfer Pissoderi und Arinensto Mternahincnc wir einen Gegenangriff auf drei feindliche Bataillone, ftne ftch m Einordnung zurtickzogen und aus dem Gelände zahlreiche >!Tote und Verwundete zurückließen. Oestlich von Lerin (Florina) wresen wir drei aufeinander,olgende französische Angriffe ab. Der -erschütterte Feind wich nMer großen Verlusten. Nach zehntögigeft imunterbrochenen Kainpfen, in denen die gesamte serbische D r i n a d i v i s i o n die erbittertsten Angriffe gegen die Höhe .Kaftnatkoalan ausführte, griffen unsere Truppen sie heute bei Tagesanbruch mit großem Schwung an und zwangen sie, sich auf der ganzen Front zurückzuz.iehen. Der Kampf geht unter großen: Erfolg für uns roeiter. Im Moglenica-Tale Kampf der beiderseitigen Artillerien, in dessen Verlauf tvir zahl reiche feindliche Batterien pm Schweigen brachten. ~ " "
Zeiten der Belesica Planina Ruhe. An der Sttnnmftont schwaches ArttNerlefeuer. An der ägäischen Küste lebhafte Bewegungen der Kreuzer.
Rumänische Front: An der Donau Ruhe. In der Dobrudscha keine Veränderung. Unsere Truppe:: befestigen sich in den von ihnen erreichten Stellungen. An der Küste des Schwarzen Meeres Ruhe. gez. Radoslawow.
Aus Griechenland.
Athen, 26. Sept. (MB.) Ter Generalstabschef Moschvpulos hat demissioniert.
Athen, 25. Sept. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bu- reaus: Ven:selos ist heute früh, begleitet von Admiral ^KunZurwtts und mehreren höheren Offizieren :md ?lnbärrgern. Lvou hier abgefahren. Wahrscheinlich begibt er sich nach Kreta 5vvn itro er ftch nach Saloniki begeben dürfte. Die Lage ist -äußerst ernst.
^ Lomdon 26^Sept. (WTB.) „Daily dtews" erfährt aus 21 000 Reservisten aus Kreta und 16000 -Reiermsten von ^Muttlcne. Loamos, Chios und anderen Inseln tmnt Dampfern Saloniki zu erreichen trachten. Die Behörden Dampfer „Syra" im Piräus anzühalten, aber dre Drohende Altung der betvaffneten Kreter, die sich an Bord be- flüTWCh, z:vcn:g dazu, sie die Reise fortsetzen zu lassen.
September. (WTB. Nichtamtlich.) „Daily &nmnde" erfahrt aus Athen; Benizelos wird bei feiner
Atttuns: aus Kreta :m ^tauun: jeutee ^Lü/tLugei ^uu- 4 > i u 11 a Mat: on erlassen, ir: der er erklärt, daß er sich an die Spitze oer nattonalen Bewegung stellt, um die letzte Gelegenheft für Krone und Regierung, sich an die Seite der Mehrheit der griechischen, Nation zu stellen, zu benutzen. Es wird keine Entthronungs- e r k l ä r u n g veröffentlicht werde::. Benizelos wird auf der ganzen Insel die allgemeine Mobilmachung im Interesse der nationalen Verteidigung anordnen. Hieraus wird er Vcht-ücne, Chios und Samos besuche::, um sich dann nach Saloniki zu begeben. Leonrda, Embericos, der, als der reichste Mann des Landes gilt, hat Admiral Conduriotis mitgcteftt, daß er sein ganzes Vermögen der nationalen Bewegung zur Verfügung stelle. Conduriotis hat vor seiner Abreise nach Athen seine Stelle als Generaladjutant des Königs nieder- gelegt.
Aus Italien.
Bern- 26. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Unter AWrvhung ttrenger Strafen wird durch Erlaß des italienischen Ackerbaumini- fters verfugt, daß in den erste:: fünf Tagen des Oktober die Erer- vestandeinganzItalienan amtticher Stelle angezeigl werden müssen.
rr ^ t ®j Tlcr r?n<ischen Korrespondenz des „Secolo" zufolge sind im Erdbebengebut an der adriatischen .Küste noch 6000 Personen in Baracken untergebracht. Die Bauarbeiten kommen wegen Mangel an Holz und Eisen -nur langsam vonvätts.
,,Tribuna" aus führt, leidet uitter allen italienischen Städten V e n e d i g am meisten unter dem Kriege, da besondere ver:et:an:sche Industrien und Gewerbe seft Ausbruch des Welt kr:eges vollstä:rdig lahmaelcgt worden sind. Die Lage werde mit ledem Tage schlimmer. Man müsse aber bei der Finanzlage und der von der Regierung zu gewälwenden Unterstützung auch andere besoTwers betroffene Gegenden berücksichtigen. Minister Scialoja w:rd noch nnmal nach Venedig kommen.
Der türkische Bericht.
, K o n st a n t i n o p -e l, 26. September. (MB.) Amtlicher Be- ncht vom 25. September.
Kaukasus-Front: An unserem rechten Flügel wurde nn überraschender Feueren griff 'des Feindes erstickt mib durch die Erwnderung unserer Artftlerie zu:n Schweigen gebracht. Iw ubngen fanden an diesem Flügel Scharmützel, sowie Artillerie und Hnfanteriefeucr mit Unterbrechungen statt. Wir wiesen einen Ueberfall auf dem linken Flügel, den der Feind mit schwachen Kräften unternahm, mit Verlusten für ihn ab.
Kein N-ichtiges Ereignis von den anderen Fronten.
T-ie Russe:: unternahinen am 24. September, nachdem sie unsere Truppen an der g a l i z i s ch e n Front unter das heftige Feuer ihrer leichten und schweren Artillerie nahmen, mit vielfach überlegenen Kräften einen Angriff gegen sie. Dieser feind liche Angriff, der den ganzen Dag über andauerte, scheiterte vor dem heldenmütigen Widerstand unserer Truppen vollständig. Ter Gegner erlitt schwere Verluste. Anfangs gelang es den Russen, in geu'isse Teile Unserer wefter vorgeschobenen, schwach besetzten Grabe:: östlich von MijetzstschE einzudringen. Sie wurden indes durch einen Gegnmugriff, den unsere tapferen Truppen mit dem Bajonett -unternahinen, wieder hinaus geworfen und blutig z>i rückgeschlagen. Unsere Tr::ppen stellten die ursprüngliche Lage vollständig wroder her mtb nahmen dem Feftrde 129 Gefangene, darunter Offiziere, ab.
Der Seekrieg.
Madrid, 26. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der „Agenee Havas'ü Ein österreichisches Unterseeboot versenkte die italienische Brigg „Ga ribaldi" (1374 Br.-R.-T.), deren Besatzung gelandet wurde, den englischen Dampfer „Ch arterh nse" (3011 Br.-R.-T.). und den norwegischen Dampfer „Burjord'ü Das italienische Schiff „Be gw( (3026 Br.-R.-T.) wurde
gleichfalls
worden.
torpediert. Die Besatzungen sind gelandet
Äu§ dem Reiche.
Steigende Einnahinen aus dem Eiseichahnverkehr.
Tie „Norddeutsche Mgemeine Zeitung" schildert den Einfluß des zweiten Kriegsjahres auf die w i r t s ch a f t l i ch e Lage des Reiches an Hand der 0>estalttmg der V e r ke h r s e in n a h m e n der Eisenbahnen. Während das erste Kriegsjahr (August 1914 bis Jul: 1915) gegenüber den letzten Friedensiahren im Personenverkehr eine Einbuße von zirka 32 'Prozent zu verzeichnen hatte, zeigt das zweite Krisgsjckhr schon wieder eine, erhebliche Besseruiig. Es erbrachte einen Eiunahmezuwachs von rund 112 Millionen Mark, so daß sich der Mrs fall, verglichen mit dem letzten Friedensjahr, aus 21 Prozent ermäßigte. Eine wesentlich günstigere Errttvicklung zeigte der Güterverkehr, auch er hatte im August und Septenrber 1914 gegenüber den entsprechenden Friedensnwnaten große Ausfälle, erholte sich aber bald wieder, so daß der Airsfall des erste:: Kriegsjähres im Verhältnis zum letzter: Kriegsjahr nur mehr 16 Prozent betrug. Seitdem haben sich die Verhältnisse stetig noch weiter verbessert. Blieben die Einnahmen der Mormte August bis September 1915, wenn auch nur um wenige Prozent, hinter den EinnalMen der betreffenden Friedensmvnate noch tzuritck, so :ouvder: vom Dezember 1915 ab die ftüheren Friedrurseinnahrner: überall überschritten, so daß die Gesamteinnahme des zweite:! Kriegsjähres ftch sogar noch höher stellte als die tz^samteinnahme des im Zeichen der Hochkonjunktur stehenden Vergleichsfriedensjahres 1913/14. Es betru.frn nänllich die Güterverkehrseiirnahmen rund: Mgust 1913 bis Juli 1914 2,226 Milliarden, August 1914 bis Juli 1915 1,863 Mllllarden, Augifft 1915 bis Juki 1916 2,255 Milliarden Mark Be: der preußischen Eisenbahnverwaltimg ist diese günstige Entwicklung nur zum geringeren Teil auf die Einnahme des Militärverkehrs, in der Hauptsache vielmehr auf die großen Transport- bedürmrsse der neuentstandenen Kriegsindustrie usw. zurückzuführen.
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Berlin, 26. Sept. (MB. Amtlich.) Die Beschlagnahme von Pflaumen und Aepfeln führte bislang nicht zu idem gewünschten Erfolge, so daß die beabsichtigte baldige Aufhebung der Anvrdmmg nicht möglich war. Der Grun^X ist der, daß in einer Reihe von Bezirken die Ware zur«gehalten wird und die An- Am^idenlÄlerunLan die mit der Verfügung über das beschlagnahmte . ^^'Obst beauftragte Kriegsgesellschast für Obstkonserven und Marnieladen zögernd erfolgt. Da auch der festgesetzte verhältnismäßig hohe Preis nicht dazu fichrte, die Anlieferung zu beschleunigen, wird erwogen, die Höchstpreise für Pflaumen in nächster Zeit erheblich herabzusetzen.
Aus
Stadt und Land.
Gießen, 27. September 1916. Die neue Kriegsanleihe.
Man kann sich nicht genug'verwundern, fvelche Vtärchen im Zusammenhänge mit der neuen .^egsarlleihe besonders unter der ländlichen Bevölkerung sich gebildet haben. So sagen die Besserwisser: „Zeickinet nicht! Ä>enn der Staat kein Geld mehr hat, muß der Krieg aufhören; hat er viel Geld, so denkt er nicht daran, aufzuhören und lvird im Gegenteil noch die älteren Jahrgänge eiWerufen."
Solckien Märchen erttgegenzu treten und in freier Aussprache alle die Kriegsanleihe betreffenden Fragen zu erörtern, hatte der Oberbürgernreister für gestern abend die Giehener Bürgerschaft zu einer öffentlichen Versammlung im Saale des Gasthofes Fürstenhof eingeladen. Der Saal rvar vollbesetzt von wackeren Männern und
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egrüf;uugsansprache hervorhob, etwas gilt in der Gemeinde, und die ihren Einfluß auf Verwandte und Bekannte, zumal auf dem Land, wo die unsinnigen Gerüchte am wildesten unrlaufen, wohl gelterrd zu machen vermögen. Wer den begeisterten Worte:: Geheimrat Ecks gelauscht hat, wird nicht zögern, dem Vaterlcrnde, dem er das Blut seiner Söhne anvertraut hat, auch sein Kapital anzuvertranen^ für das jegliche Sicherheit geboten ist. Fragen, die aus dem Kreise der Anwesenden heraus, so von Lehrer Valentin Müller, Rentner Berg, Lehrer Hermann Schmidt, Gastwirt Rahne selb, Obermeister Sack und August Noll gestellt wurden, wurden sachlich und fachmännisch beantwortet von Geheimrat Eck Bankdivektor Heichelheim, Justizrat G r ü n e w a l d, Reichsbantdirektor Müller, Gewerbebankdirektor Arnold und B^irkssparkassen- direktor Zacheis. Es sprachen noch die Herren Stadtverordneter Krumm, Bindewald, Handelskammersyndikus Dr. Zeidler, Prof. Dr. Skalweit. Geheimrat Eck forderte in machwollen Schlußworten nochmals vollstes Vertrauen. Somit klang die Versammlung in die Zuversicht aus, daß auch die 5. Kriegsanleihe eine gewonnene Schlacht über unsere Feinde bedeuten und danrit den Krieg nicht ver- länger::, sondern verkürzen wird.
Einen eingehenden Bericht Wer den Verlaus der Versammlung werden wir in unserem Scrms tags blatte der- öffenllichen.
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•• Amtliche Personalnachrichten. In den Ruhe- stand wurde versetzt am 16. September der Lehrer an der Volksschule zu Psaffen-Beerfurth im Kreise Erlach Karl Freund wegen geschwächter Gesundheit. — Uebertragen wurde am 22. September der Schulamtsaspirantin Luise Treiber aus Darmstadt eine Lehrerinstelle an der Volksschule zu GroftKarben, Kr. Friedberg.
Kriegsanleihe-Sparkarten. Die Sparkarten «ngnen ftch vorzüglich zu Weihnachtsgeschenke::. Nur mußten sre schleunigst, d. h. in den alleniächsten Tagen, entnommen werden, noch der Kriegsanleihe zugnl zu kommen; sie sind ber den Sparkassen sowie bei den Spar- und Darlehnskaffen erhält-, llch und lauten auf 2, 3 und 10 Mark.
e 111 m a n am 30. September d i e U h r? Darüber schreibt em Uhrewachmann: Man stellt alle Taschenuhren eine Stunde zuruck, ebensalls die Wand- und Standuhren ohne Schlagwerk. Bei Wand-^ und Standuhren mit Schlagwerk stellt inen den Pendel eine Stunde still. Uhren mit Schlagwerk und Wecker, welche man nicht stillstellcn kann, stellt man 11 Stunden vor.
.... ^ lachtu n g en. Es sind hneberfjoÜ Beschwerden
»ber das Verbot des Hausschlachtens vorgebracht worden. Demgegenüber ist hervorzuheben, daß Hausschlachtungen grundsätzlich ^ooe r. zu gelassen smd. Das Mästen von Schttveinen für den eigene:: Bedarf :st [dyt erwünscht. Auch sind die haussck>lachtenden Selbst- verwrger bedeutend rm Vorteil. Dem: einmal erl-allen sie das fletsch des ersten von ihnen innerhalb eines jeden V a h r e s. geschlachteten Schweines — und um Sch:reine handelt ftch meistens mit seinem Schlacht gewicht nur zur Hälfte und redes weitere Schwein nur zu drei Fünfteilen des Schlachtgewrchts angerechnet. Sie haben also das erstemal das halbe Fleisch und später zwe: FnWterle desselben vollständig fleischkar- tenfre:. sodann erfolgt die Llusrechniung in der Weise, daß immer angenonnnen wird, in dem I!omr:nalverband komme die höchste zulä,s:ge Menge an Fleisch zur Verteftung, während dies erfahrungsgemäß fmmt der Fall sein wird. Mft anderen Worten, der dre Hans schla ch tun g vorne hmende Selbst- versorgerdarf mehr Fleisch verzehren wie die ^J. 9 C n Kreiseingesessen en. Diese Vorteile dürfen allerdings mir denjenigen zugestanden werden, die das zu schla ch tende D:er wenigstens sechs Woche:: in ihrer Wirtschaft gehalten) wert. Als solche werden im wesentliche:: nur die Landwirte m Betracht komuren. Jeder, der eine Hausschlachtung vornehmen will, wird in seinestt eigenen Interesse handeln, wenn er sofort wieder ein oder mehrere Ferkel eiglegt, um sich auch für später- der .Hausschlachtung zu sicherm Daß d:e Dchörden die ihne:: übertragene Prüfung wohlwollend vornehmen werden, ^bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung
D:e Ausgabe der Brot-Fleisch- Butter- ^ett-und Zuckermarken findet Freitag, den 29. September 1916 und Samstag, den 30. September 1916 statt. Im Jntereffe der schnellsten Zlbferügnng liegt es, die im Mzei-gentelle angegebenen Zellen genau eiu^uhalten.
rr ** 3m Lichtspielhaus, Bahnhoffttaße 34, tritt Maria Earmi V o l l m ö l l e r, eine der bedeutendster: dramatischen Kräfte der FilmiSunft, in ihrer neuesten Schöpfung „Die rätelljafte Frau" oder die Tragödie einer schuldlosen Frau aus. Das Beiprogramm weist außerdem eine zeitgemäße Ausnahme von der Donau aus, em entzückendes Lustspiel „Fräulein Puppe, meine Frau" und ein Drama „Ihre Fveundfttt'. Wir weffen besonders daraus hin, daß am Samstag Fräulein Ada WMa in einer Mililär- humoreske „Mama hat es gewollt" persönlich auftveten wird.
Landkreis Gießen.
m. All end orf a. d. Lda.. 27. Sept. Für die 5. Kriegs- a n l e i h e find von vierzig hiesigen Schülern bereit« über tausend Mark etngezahlt worden. Weitere Einzahlungen stehen noch in Aussicht.
*• Da »bringen, 27. Sept. Musketier Wilh. Weimer :m Jnf.-Rgt. Nr. 222, i, Komp., Sohn des Schmiedemeisters Weimer, wurde mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Weimer gehört schon seit Kriegsausbruch diesem Trilppenteile an.
ÜI L a n g - G Ü n s, 26. Sept. Dem Unteroffizier Emil Hock beim Jnf.-Rgt. 116 wurde das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen Die Hessische Tapferkeitsmedaille hat er schon früher erhalten. Emil Hock ist der Schwiegersohn des Spenglermeisters Brücke! dahier
Nonnenroth, 27. Sevt. Landsturmmann Wilhelm Beck I., 12. Komp. Jnf.-Rgt. Nr. 221, der seit dem 15. Juni als vermißt gemeldet wurde, hat jetzt seiner Familie mitgeteilt, daß er ich in russischer Gefangenschaft befindet.
Kreis Büdingen.
Fc. Büdingen, 27. Sept. Der Metzgerverband für den Kre:s Büdingen gibt von jetzt ab lausend größere Meng«: Kriegs wnrst und Fleisch ab. Die Waren müssen an de:: Herstellungsorten in Büdingen und Nidda abgeholt werden. Es kosten; .Kriegswnrst, BlWvurst mft 50»o Kartoffelzusatz, das Pftrnd 85 bis 90 Pfennig; Fuldaer Preßkopf oder Leberwurst, germichert, den Selbstkosteripreis; frisches ladenreines Rind- und Schweinefleisch 1 20 bis 1,50 Mark das Pfu:ü. Diese Fleischwareu haben noch den Vorteil, daß sie den Gemeinden auf den Fleischbezug nicht an gerechnet werden.
B o r s d o r f, 27. Sept. Der Gefreite Hemr. Michel be- indtt sich in russischer Gefangenschaft. Er ist in einer Zementfabrik als Schmied beschäftigt. Michel war vor dem Kriege im Ruhrgebiet in verschiedenen Fabriken als Schmied tätig.
X Nidda, 28. Sept. Eine große Seltenheit ist es, wenn in: Herbst die Borsdorfer Bauern nicht einige Waggons Aepfel aus den: hiesige»: Bahnhok verladen. Zu diesen Raritäten zählt der diesjährige Herbst. Daß, was an Aepfeln geerntet wird, reicht kaum für die einzelnen Fannlien. Mancher Borsdorfer Landwirt, der voriges Jahr bis zu 200 Zentner Aepfel geerntet bat, erhält dieses Jabr kaum seinen eigenen Bedarf. Die Borsdorfer Aepfel find von jeher sehr begehrt.
Kreis Alsfeld.
oz. Gleimenhain, 27. Sept. Ans dem Felde der Ehre starb den Heldentod Musketier Ernst Kalbfleisch, der Sohn unseres Bürgerineisters. Mit ihm ist das dritte Opfer aus unsrer Geineinde zu beklagen.
oz. Schladenbach, 27. Sept. Der jett Aniang des Weltkrieges im Felde steheiide Friedrich Fröhlich vom Landwehr.


