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(frrrtoflic rnttfe Ausführungen, bk airr der Xrt&üote unverständlich vlaibcil
Mg. Korell-JngellMM (Fr. Vp.) unterstützt namens der kreis. Bolkspartti die Bitte des Abg. Dr. Schmitt lrm wohlwollende ^triu-fudjtrgamff der Gvenzfällc.
(Ab«. Dr. Osann (NatL) gibt namens ferner Fraktion vre gleiche Erklärung und Bitte ab.
?lbg Adelung (Soz.) schließt sich ebenfalls für ferne ßfraktirm an. ^ ^ t orY
Der Ausschußantrag wird darauf gegen dre Stamme des Avg Molf-Stadecken angenonruvcn. (Schluß folgt.)
Die GoldankanssteAe
ist mo rgen von \0 bis \ 2 % Uhr geöffnet!
Aus Stadt «nd Land.
Gießen, 22. September 1916.
Weißdorn als Kaffeeersatz.
Durch die englische Blockade ist uns die Zufuhr von Kaffee fast völlig abgeschnitten. Der allergrößte Teil des Volkes verwendet,zur Herstellung des gewohnten Morgengetränkes nunmehr nicht Kanee, sondern Kaffee-Ersatzmittel. Ter Bedarf an solenn Eriatzmrtretn ist dal>er ins Ungeheure gestiegen. In der Hauptsache wird zur Herstellung dieser Kaffee-Ersatzmittel Gerste verwandt. Um nun mack) Mglichkoit an Gerste, die zu Futterzwecken dringend benötigt wird, zu sparen, ist die Verwertung der Weißdornsrüchte, auv denen sick) gleichfalls ein geeignetes Kaffee-Ersatzmittel Herstellen laszt. behördlich in die Wege geleitet worden und zum Zwecke der Sammlung imd Verwertung des Weißdorns unter Beteiligung des Deiitschen Reichs und Preußens die Kriegsgesellschast für Kaffeeersatz G m. b. H.. Berlüi W 66, Wilhelmstr. 55 gegründet iwrden.
Diese Gesellschaft l>at, um die Sammlung der züchte m weitestem Umfange zu ermöglichen, eine Organisation geschossen. Es sind in allen Kreisen und Bezirken des Deutschen Reiches, in denen sich nennenswerte Mengen Weißdorn befinden, Kreis- bezw. Bezirks sammelstellcn eingerichtet worden, denen die für die einzelnen Ortschaften errichteten Orissammelstellen unterstellt sind Die Gesellschaft zahlt cni die Bevölkerung für ein Kilogramm luftgetrockneter, von Stengeln, Aesten und Blättern befreiter Fruchte 20 Pfg Die Ablieferung und die Empfangiiahme des SanrmeNohnev erfolgt bei den Ortssarnmelstellen. .
An die Bevölkerung wird die dringende Bitte gerichtet, daE »n sorgen, daß die sämtlich vorhandenen Weißdornsrüchte gepflückt rmd an die Ortssammelstellen abgeliefert werdew Sollte m irgend einem Bezirk, in dem sich nennenswerte Mengen Weißdorn befinden, keine Sammelstelle eingerichtet sein, so nnrd dw Kriegsgesellschaff für Kaffeeersatz, sobald sie Nachricht davon erhalt, für Errichtung einer Sammelstelle sorgen. . . f ,
Insbesondere geht an die Heroen Lehrer die Bitte, milchen Fällen selbständig Sarmnelstellen einMrichten und der Krregs- gesellschafk ffir Kaffeeersatz Nachricht zugehen zu lassen.
Durch Samnilunq von Weißdorn wird die entsprechende Menge Gerste, des für uns so notwendigen Futtermittels, gespart. Es ist daher Pflicht jedes Einzelnen, die Sammlung der Weißdornffüchte zu fördern. ^
•• Amtliche Personalnachrichten. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen an Karl B e ch t l u s t, Martin B e ch 1 l u f t und Heinrich RoosIV.
f ' ‘ öffentliche Versammlung findet am Diens
tag, 26. Sept., abends 9'/, Uhr. im Saale des „F ü r st e n h o f e s* früher EEinhornE) statt mit der Tagesordnung: ,D i e neue KriegSanleih e". Freie Aussprache über alle die Kriegsanleihe betreffenden Fragen ist vorgesehen. . , _
** Bestandserhebung für Schmiermittel. Im ^'tnschluß Mi die Bekanntmachung betreffend „BescUagnahme von Schnnesinittel" (Bst. I. 1854/8.16. K. R. A.) vom 7. September 1916 die im Deutschen Reichs- und Staatsanzeiger Nr. 211, sowie in den Staatsanzeigern von Bayern, Sachsen und Württemberg vov' 7 September 1916 veröffentlicht ist, erscheint heute eine smrc Bekanntmachung betreffend „Bestandserhebung für Schmiermittel" lNr Bst. I 100/9.16. K. R. A.) vom 22. September 1916. Von dieser Bekaniitmachung betreffend Bestandserhebung werden die gleichen Gegenstände betroffen wie von der Beschlagnahme, daä lind 1. Alle Vdineralöle und Minevalölerzeugiffsse, die als Schmieröl oder als SpindeM für sich allem oder in Mischungen verwendet weiden können, und zwar werden sie sowohl für sich allein als auch in Mischungen betroffen. Insbesondere sind somit betroffen: alle im vorhergehenden Absatz bezeichneben Oele, die zum Schmieren von Mcrschrnenteklen. zu HLctnngs- oder Kühlzwecken. oder bei der Herstellung von Textilien, bei der Herstellung oder Er- haltimg von Leder, zur Herstellung von Starrschntieren (konsistenten'Fetten), von wasserlöslichen Oelen (Bohröl usw.), von Vaseline. von Putzmitteln (auch Schuhcreme) gebraucht werden können. •2 Me Mineralölrückstände (Goudron, Pech), die zu Schmierzwecken r»erwendet werden können, oder aus denen Schmieröle oder Schmiermittel gewonnen werden können. 3. Alle der Steinkohle, der Braunkohle und dem bituminösen Schiefer entstammenden Oele, die zu Schmierzwecken verwendet werden können. 4. Me Starrschmio- ren ^konsistenten Fette).. 5. L-ctternenöle (Mineralöle). Melde- VfticlTtig sind alle Personen usw.. die die genannten Gegenstände im Gewahrsam haben. Die erste Meldung ist für die bei Beginn des 82. September 1916 (Stichtag- vorhandenen Vorräte bis zum 12. Oktober 1916 zu erstatten und zwar auf besonderen Meldescheinen, die unverzüglich von der Kriegsschmieröl G. m. b H. (Abteilung für Beschlagnahme.. Berlin W. 8, Kanonierstraße 29/30 anzufordern sind: an diese Adresse sind auch die Meldungen einzusenden. Ausgenommen von der Meldepflicht sind nur Mengen von i n s g e -
, u ul l luciuyit ula oJJ ..... taiiUii. -Dte Betannrinacyung uiUi>au noch eine Reihe von Einzelheiten, die für die Meldepflichtigen von Wichtigkeit sind; sie tritt mit dem 22. September 1916 in Kcaft. Die Veröffenllichiung erfolgt in der üblichen Weise durch Anschlag und Llbdruick in deir Zeitungen. Außerdem ist der Wortlaut der Bekanntmackmng im heutigen Kreisblatt abgedruckt und am Bürgermeistereigebäude angeheftet.
** Gießener Freilich - Bühn e. Obwohl das Wetter sich etwas zu stellen scheint, hat die Leitung der G. F. B. ihrtz Absicht, Morgen lSamstag) noch einmal Grillparzers „Des Meeres und der Liebe Wellen" in Szene gehen zu lassen, ausgegeben. Bei■ der herrschenden kühlen Wi t t e r u n g könnte, selbst, wenn es in diesen Tagen nicht mehr regnen sollte, ein zwei- bis dreistündiger Aufenthalt auf dem feuchten Boden und den noch nicht ganz trockenen Bänken — dazu am Abend — cre Gesundheit der Zuschauer und Darsteller (diese z. T. in sehr leichten Gewändern) ernstlich gefährden. Ta bei der vorgeschrittenen Jahreszeit ein weiterer Spieltag für 1916 nicht mehr in Frage kommt, ist die Ausführung vom 9. l. Mts. als Schlußvorstellung zu be- trachen.
** Wichtig für Kartoffelerz enger. Auf Grund der Bekanntmachung Großh. Kreisamts Gießen betreffend Kartoffelversorgung vom 14. September 1916 (Kreisblatt Nr. 115) hat der Oberbürgermeister folgende Bestimmungen erlassen: Jeder Kar- tvfselerzeu.ger, der in der Gemarkung Gießen und Schiffenberg ein Grundstück mit Kartoffeln ausgestellt hat. ist verpflichtet, alsbald dem städttschen Lebensmittelamt, Ostanlage 39, schriftlich oder mündlich folgende Angaben zu machen: Name des Kärtoffel- erzeugers, Lage und Bezeichnung des Grundstückes, Größe des Grundstückes in Quadratmetern. Die Aberntung der Grundstücke ist schriftlich oder Endlich vorher dem städttschen Lebensmittelamt anzuzeigen. Die Beendigung dm Ernte ist gleichfalls milzuteilen. Das Ergebnis der Ernte der einzelnen Grundstücke ist schriftlich oder mündlich alsbald dem städttschen Lebensmittelamt zum (Antrag in die Kärtoffelerzeugerliste Ezuterlen.
** Kartoffel Versorgung. Wir verweisen aus die Bekanntmachung im heutigen Blatt über die Versorgung mit Win- lerkartoffeln und nnpfehlen genaueste Beachtung der Vorschriften. Es können für die Zeit bis zum 15. August 1917 bis zu fünf Zentner Kartoffeln für die Person bezogen werden. Diese Menge darf nicht überschritten werden; wohl aber kann eine geringere Menge bezogen werden. Die Abgabe der Kartoffeln darf nur gegen Bezugsscheine, die nach Maßgabe der erlassenen Vorschriften auf den .Brotmarkenbezirken erhältlich sind, erfolgen. Die Winterkartoffeln können sowohl von jedem Kartoffelerzeuger direkt als auch von jedem Kartoffelhändler der Stadt Gießen bezogen werden. Die Preise werden noch festgesetzt werden, Für den Bezug von Kartoffeln aus dem Kreis Gießen bestehen keine weiteren Beschränkungen; dagegen ist Hum Bezug von Kartoffeln, die außerhalb des Kreises Gießen gezogen worden sind, die Ansfuhrerlaubnis des betreffenden Kommunalverbandes (Kreisamt. Landratsamt) erforderlich. Es ist nicht notwendig, daß der Bezugsschein unbedingt auf die zulässige Höchst- menge ausgestellt wird: vielmehr empfiehlt es sich, den Bezugsschein Nur auf die Menge Kartoffeln auszustellen, die ßür eine ausreichende Versorgung für erforderlich erachtet wird: es können so lange neue Bezugsscheine ausgestellt werden, bis die zulässige Höchstmenge von fünf Zentner für die Person erreicht wird. Ein Andrang bei der Ausgabe der Bezugsscheine ist zwecklos, da die Ausgabe nicht nur am Samstag, den 23. ds. Mts. (vormittags von 8—42 Uhr und nachmittags von 2—6 Uhr), sondern täglich zu den üblichen Geschäfts stunden auf den Brotmarken bezirken erfolgt. Wir weisen auch! au dieser Stelle daraus hin, daß es dringend erwünscht ist, daß jede Familie, die dazu in der Lage ist, sich bis zum 15. August 1917 mit Winterkcrrtoffeln versorgt. Andererseits ist aber darauf aufmerksam zu machen, daß eine Haushaltung, die die zulässige Höchstmenge von fünf Zentnern erhalten hat, unter keinen Umständen aus eine Nachlieferung rechnen kann. Die sorgfältigste Lagerung und Aufbewahrung der Kartoffeln ist daher dringend geboten.
** Die Verbraucher von Süßstoff (Saccharin), die ihren Bedarf angemeldet haben, können die auf sie entfallenden Karten unter Vorlage der Brotmarkenkarte bei den Brotmarkenbezirken von DÄrrtaq den 25. d. M. ab ent> gegennehmen. Die Abgabe des Süßstoffes bei den in der Bekanntmachung des Oberbürgermeisters angegebenen Stellen erfolgt erst einige Tage nach der Anmeldung; sie wird noch besonders bekannt gemacht. Diejenigen Verbraucher, die sich bisher noch nicht für den Bezug von Süßstoff angemeldet haben, können dies auf dem Lebensmittelamt nachträglich tun.
**Pferoemusterung und -Aushebung. Am Montag, den 25. September, vormittags 9 Uhr, findet auf dem Viehmarktplatze hinter dem Schlachthof eine Aushebung von Pferden statt. Vorzuführen sind alle in den Gemarkungen Gießen und Schiffenberg gehaltenen Pferde mit den in der Bekanntmachung deS Oberbürgermeisters angeführten Ausnahmen.
Landkreis Sieben.
** L i ch, 21. Sept. Frau OberamtSrichter Rausch erhielt daS Ehrenzeichen für Krtegsfürforge.
th. Linden st ruth, 20. Sept. Für ihre Tätigkeit auf dem Gebiete der Kriegsfürsorge wurde Frau Lehrer Hahn das vom Großherzog gestiftete Ehrenzeichen für Kriegsfürsorbe verliehen. - Dem Dragoner Karl Schmidt von hier, der bel Ausbruch des Krieges aktiv diente und den Krieg seit Beginn mitmacht, erhielt das Eiserne Kreuz.
** L i n d e n st r u t h , 21. Sept. Der Unteroffizier Heinrich Ludw. M e n z II von hier erhielt für hervorragende Leistungen im Straßen- und Brückenbau die Hessische Tapferkeitsmedaille.
•• Nieder-Besfingen, 21. Sept. Landsturmrekrut Heinr. Pein, schwer verwundet bei Kowno, wurde dieser Tage mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. — Vermißt wird nach den Kämpfen bei Thtepoal Reservist Hch. Hofmann; ebenso wird seit kurzem der Landsturmrekrut Hrch. K r a u s ch beim Res.-Jnf.-Regt. 222 vermißt.
^ w l l l il Ü U tl) , — (j % tt 4 t -yj\ U4 L Cl •)> li IJ i C V ifal
wurde am 17. September das Ehrenzeichen für Kriegsfürsorge vom Großherzog verliehen.
Kreis Büdingen.
4- Ortenberg, 21. Sept. Georg Hebbel, Sohn des Jakob Hebbel, wurde zum Vizewachtnreister befördert. Er steht seit Beginn des Krieges im Felde, rückte als Gefreiter ans und wurde dann wegen besonderer Tapferkeit zum Unteroffizier befördert und mit dem Eisernen Kren; ausgezeichnet.
Kreis Schotten.
— Schotten, 21. Sept. Lecitnant d. Res. Hitz von hier erhielt die Hessische Tapferleitsmedaille, nachdem er vorher mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden war. — Ludwig Kaltenhäuser wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasie ausgezeichnet.
— Stumpertenrod, gl. Sept. Ende dieses Monats werden bei hiesigen Leuten 23 Kinder aus Darmstadt untergebracht werden, die ihre Ferienzeit hier verleben sollen. In vielen Orten der Umgegend haben die Einwohner sich bereit erklärt, Kinder arlfzunehmen und ihnen unentgeltlich Kost und Wohnung zu geben.
_= Aus dem Kreise Schotten, 21. September. Im Kreise Schotten ergab die Volksspcnde für die deutschen Kriegs- und Zivil gefangenen int Auslande, nachträglich zusam-- mengestellt in den einzelnen Ge^neinden, wie folgt: Schotten 607,70 M., Laubach 642,60 M., Gedern 403 M., Ulrichstein 204,60 M., Ulfa 212 M., Stumpertenrod 188.70 M., Ruppertsburg 185 M., Rarnrod 158 M., Unter-Seibertenrod 152 M., Burkhards 283 M., Eichelsdorf 238 M., Ober-Seemen 146 M., Gonterskirchen 144 M., Eichelsachsen 150 M., Lardenbach 170 M., Ober-Schmitten 225 M. usw. Kleinere Gemeindeir brachten die Beträge über 100 M. zusammen, so daß insgesamt 6168,62 M. eingingen. Dieses schöne Ergebnis liefert einen neuen Beweis für die Hochherzigkeit und vaterländische Gesinnung der Bewohner des Kreises Schotten.
Starkenburg und Rheinhessen.
fc Dieburg, 21. Sept. Durch ein Großfener wurde die Süddeutsche Asphalt-undTeerproduktensabrtkLouis Strauß dahier vollständig eingeäschert. Der Schaden wird auf einige hunderttausend Mark geschäht.
Kreis Wetzlar.
Wa. ffletjlar, 21. Sevt. Mit dem Eisernen Kreuz allsgezeichnet wurden Kriegsfreiwilliger Gefreiter Fritz Hecker, Insanterie-Regt. Nr. 130, 5. Komp., aus Schwalbach, und Unteroffizier der Res. Wilhelm E m r i ch, Fuß-Art.-Batl. 22, 2. Batterie, aus Oberquembach.
Wa. Wetzlar, 21. Sept. Laut einer dem Dombau» verein zugegangenen Mitteilung des Amtsgerichts zu Wiesbaden hat der jüngst zu Wiesbaden verstorbene Rentner Albert H o f m a n n , ein Sohn unseres Kreises, der auch Patron des Dombauvereins war, dem Verein ein Legat von 25 000 Mar' vermacht.
Hessen-Nassau.
g. Es chwege a. d. Werra, 21. Sept. In S t e i n b a ch » Hallende rq wurde gestern der in einem Fabrikbetriebe beschäftigte Schlosser M e n z beim Auslegen eines Treibriemens von der Transmission ersaßl und herumgeschleudert. Er erlitt schwere Verletzungen, die seinen sofortigen Tod herbeiführten.
vermischte».
*Times-Anzeigen. Erholungsbedürftiger Offizier, der eben erst vom Höllenlärm der Westfront zurückgekehrt ist, sucht Gelegenheit, seine Nerven durch Fischen an einer stillen Küste zu beruhigen und amzusrischen. — Ein schönes und gesundes Kriegskind wird aus patriotischen Gründen adoptiert. Anerbieten unter der Marke ^Gemütvoll^. — Imitiertes Perlenhalsbaild, in dieser Zeit, da L»«xus ein Verbrechen ist, das einzige statthafte Geschenk, ist lächerlich billig abzugeben. — Ein Mann von nachweislich guter Erziehung wird für ein Munitionsunternehmen gesucht. — Der Unterzeichnete Arzt sucht seine in den Tropen gemachten Erfahrungen möglichst schnell gewinnbringend daheim zu verwerten. — Erholungsbedürftiger Fliegerofftzier sucht gesunden Sport aus festem Boden, wie Tennis und Golf.
Letzte Nachrichten.
Die Reichstagsardeit.
Berlin, 22. Sept. Ter Reichskanzler wird, wie daS „Berl. Tageblatt" erfährt, seine große Rede beretts in der ersten Sitzung des Reichstages am 28. September halten. Ob der Stnasttekretär des Innern Dr. Helfferich seine Tarlegwngay über fote wirtschaftliche Lage am gleichen Tage oder an einem der folgenden dem Reichstage geben wird, steht noch nicht fest.
„Daily Mail" über den deutschen und bulgarischen Sieg in der Dobrudsch-a.
Haag, W. Sept. Ueber die Lage in der Dobrudscha meldet >,Darlh Mail". Es ist bedauerlich für Rumänien, daß die Deutschen in ihr Land einfallen konnten, und daß Mackensen seine Truppen in die Dobrudscha M werfen vermochte. Die deutschen und ballgarffchen Truppen waren besonders reichlich mit Munition und 11-Zoll-Kanonen versehen. Ihre Zusammenziehung geschah so heimlich, und der Angriff erfolgte so schnell, daß er gelang und der Sieg dem Feinde für den Augenblick znfallen mußte. Man erwartet eine Unterbrechung des Vormarsches in Siebenbürgen und vielleicht einen Stellungskrieg in der Dobrudscha. Dies ist vielleicht unangenehm für Rinnänien, das sein Haupttnteresse in Siebenbürgen sieht. Aber es nmß zu- geben, daß es wichtiger ist, Bulgarien zu zerschmettern und_ bi* Türkei zu isolieren, ehe Rumänien sich endgültig gegen die österreichischen Truppen wenden und das ersehnte Gebiet erobern kann.
Rumänischr Flüchtlinge.
Budapest, 22. Sept. „Estt Ujsag" berichtet aus Softa: Tie „Nvwvje Wvemja" berichtet, daß Hl der letzten Woche 40 000 Flüchtlinge aus Bukarest in Rußland eingetroffen find.
Man kann sein Geld nicht zweckmäßiger und bei gleicher Sicherheit nicht gewinnbringender anlegen als durch Beteiligung an der Kriegsanleihe. Der eigene Vorteil verbindet sich hier aufs glücklichste mit dem Vorteile des Vaterlandes.


