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yut t»rlH'rcilcter und frqfttwft ftiiQBjefctar Stofo gesüh^ Dns fidi Win die Miliagszeff nun £ roiicrnd feuer freiem: bc Artilleriefalrer Witi* Der s Hin- *0 Limiten abeirds zmn etftxmmal verbrechenden, niififfl ^nfftjttrru' bert Weg drrrch die Mauer der Brandenburger bahnen. Ter <vcinb fand sie in unveränderter Festigkeit imd Rulv Ami, dn starken bis 6 Uhr 30 Minuten vorinittags dreiÄ wiederholten Angriffe wurden restlos abgeschlagen Die Morgen sonne des 23. Iirli sah die brandenburglschen Truppen als Sieger rn ihren erschossenen -Stellungen, vor lvelchen die fürchterlichen Opfer vergeblick-er -pturmvmuche lagen.
, A'n 2-.' ^nli nlssch „nt nbnchnlcndcr -Li^üsskraft die dritte «9diuulu »on BaranomikM >>ti treuer »affnchrüderschaft länivf- ich Br,indenburgor w,d Schlesier imt den vcrdüirdrtt-i, Trnvven in drei außerordentlich blutigen Scküachttm.
Kein Sckriu vorwärts m-«en di-n DurchbmchspmiN Barai«. »inticfn Einige hundert Meter SMkemrral>cn bei Skrobvwa^ — dien-n strategischen und taktisch?» Misxrfolg erkaitstc und beza«te der F«nnd mit ctma 10 000 Toten, 00 000 Verwundeten, mit fast 5500 Wcfauacunt und mit dem Verlust v»m 28 Maschinengiunelirrn endete für die rmsrschc Führung ine drcinraliqr Tnrächruchz- sclckocht von Baranoimtschi.
Aur dem Reiche.
Der Reichskanzler.
Berlin. 13. Sept. Der Reichskanzler ist l-eute aus dern Großen Hauptguartier nach Berlin znrückgekchrt
Die Kriegsanleihe.
Berlin, 13. Sept. (MTB.) Die fünfte Kriegsanleihe ist gleich der fricheven mit einer Unkündbarst :t bis zum 1. Oktober 1924 ausgestattet. Diese Bedingung begegnet trotz weitgehender Aufklärung noch! immer gelegentlich einer unzutreffenden Auffassung. U. a. wird vereinzelt die Befürchtung ausgesprochen, daß das Reich dazu übergehen werde, alsbald nach dem Kriege eine Zinsherab^ setzung vorzunehmen oder eine besondere .Kuponsteuer für die Diegsanleihe einzuführen. Eine derartige Annahme ist vollkommen verfehlt, da das'Reich bis zum 1. Oktober 1924 vertraglich gebunden ist, eine fünfprozerrtige Verzinsung zu gewähren. Diese Zusage wird das Reich unter allen Umständen mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln halten; derm eine zwangsweise Herabsetzung des Zinsfußes der .Kriegsanleihen oder eine besondere Kuponsteuer auf die Kriegsanleihe würde nicht nur einen Vertragsbruch, sondern auch einen ungehenerlichen Akt steuerlicher Ungerechtigkeit darstellen. Auf diese Weise würde der Anleihezeichner, der dern Reiche in schwerer Zeit geholfen hat, gegenüber jedem anderen Kapitalisten, Obligatwneninhaber/ Hypotheken gläubiger usw. in sinnloser Weise benachteiligt werden. Sollte die Kündigung znm 1. Oktober 1924 oder zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, so könnte sie nur in der Weise vorgenommen werden,' daß dem Inhaber der V'icnTüuert in bar zurück gezahlt werden müßbe, wenn er der herabgesetzten Verzinsung nicht z.nstinrmen will. Er würde also in diesen: Falle keinen Schaden erleiden, sondern noch den Unterschied zwischen dem Nennwert und dern Ausgabepreis erhalten, den er für den Erwerb der Kriegsanleihe auf ge wendet hat.
Der Gesamtausschuß des Allgemeinen deut- . chen Genossenschaftsverbandes (Schulze-Delitzsch) ha seiner Sitzung vom 12. d. M. folgender Ent- schließuu. onrütig zngestimmt:
jamtcmsschuß des Allgemeinen deutsckxn Ge- loffenfcl) verbandes (Schütze-Delitzsch) erklärt es'für die dringe i D c Pflicht säm tlich er Genossenschaften, mir oller Kraft für die weitestgehende Beteiligung an der sünsien Kriegsanleihe einzutreten und zivar sowohl durch Anregung und Aufklärung chrer Mitglieder, als auch durch Ein i vnng der gesamten eigenen finanziellen Kraft für nrög'.i ln- hoch zu bemessende eigne Zeichrrungen.
A«» Stadt «nd Land.
Gießen, 14. September 1916.
** Fungwehrkämpfe. Die Endkümpfe zwischen den 'lungmannschasten im Bereich des 18. Armeekorps, die bei den vor aus gegangenen An sschei dungskämpfen in den Kreisen and den Provinzen Sieger geblieben waren, fanden am letzten Sonntag auf den Sandhöfer Wiesen bei Frankfurt statt. Die Leistungen, die diese .Kämpfe zeigten, waren großartig. Da nur eine, vielleicht zu engbegrenzte Anzahl von Sieger:: zngelasser: rmrrde, waren die Anforderungen für Erlangung eines Preises außerordentlich hoch. Me Sieger im ochnellauf (aus dem Liegen) z. B. benötigten für die 100-Meter-Strecke nur 12r/v und 122/5 Sekunden, gewiß glänzende Leistungen. Von den hiesigen Jungmann- schaften erluelt Jungmann Wilhelm Hainer einen zweiten Preis (eine Plakette , des Kriegsnrinifteriums) im Stabsechten, während die Eilbotennrannschast ein künstlerisch ausgeführtes Diplom für gute Leistungen erhielt. Exz. Schuch gab nach einer packenden Ansprache an die Jung- mamrer: die Ergebnisse bekannt und brachte ein begeistert crnfgenominenes Hoch auf unsere tapferen Streiter und ihren obersten Kriegsherrn aus.
*• Das heutige KreiSblatt enthält Bekanntmachungen über dieAus- und Durchfuhr, Absatz von Dörrgemüse; Ergänzungswahl des Kreistages des Kreises Gießen durch die 50 Höchst- besteuerten; Verkehr mit Obst; Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel, und Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche.
** 150 Gramm Fleisch. Für die ylbgabe von Fleisch, Fleisch und Wlurstwaren jeder Art durch die Fleischergeschäfte der Stccht Gießen wird die HüchstMenge für die Person und Woche bis kmf weiteres aus 150 Gramm herabgesetzt. Der Nemttoert der Fleiscknnarken vom 135 Grannn wird auf 75-Gramm herabgesetzt; die Gültigkeit der Fleischmiarkon von 25 Grannn wird aufgehoben. Siehe Bekanntmachung.
** Der Unterricht in den städtischen Schulen be- giimt von Montag, den 18. September 1916 ab vormittags 8P2 Uhr.
** Der Preis für die Kartoffeln im Kleinverkauf beträgt für das Pfund 6V 3 Pfennig.
** D i e Silberne Hochzeit seierten am Dienstag, 12. Sept., Zugführer Peter Hönscheid und Frau, geb. Günther; ferner morgen Magazinverwalter Jul. D i ck 0 r 5 und Frau.
** D i e Wochen markte beginnen vom 16. d. MtS. ab um 8 Uhr vorinittags.
•• Keltern und Branntwein her st ellung von Obst. Die Reichsstelle für Gemüse und Obst hat ihre Be- stim:nungen vom 8. September durch Bekanntmachung im Reichsanzeiger und in: Reichs-Gemüse- und Obstmarkl dahin erweitert, daß das Keltern von Aepfeln weiter bis zum 1. Oktober und die Verwendung von Aepfeln, Birnen, Apfelwein und Obstresten zur Branntweinherstellung überhaupt verboten wird. Den Anlaß zu dieser Verschärfung hat die Erwägung gegeben, daß es unbedingt nötig ist, daß Obst in erster Linie für die Marmeladen- und Kraut- Herstellung erhalten bleiben muß.
"Petroleum wieder frei. (WTB. Nichtamtlich.) Rach einer im »Reichsanzeiger" veröffentlichten Bekanntmachung des Reichskanzlers trifft die Bekanntmachung von, 29. August 1916, wonach Petroleum zu Leuchtzweckeu bis auf iveiteres liicht inehr abgesetzt werden durfte, mit den: 11. September 1916 außer Kraft. Landkreis Gießen.
dt Treis a. d. Lda.. 14. Sept. Das Hessische Kriegs-^hren reichen ain Bande erhielt der feil Kriegsbeginu im Felde, stehende Landwehrmanu Paul Müller voll hier, zurzeit bei einer Landwehr-Schwadron der 6. Ulanen. — Einer durch einen Granat
splitter erhaltenen schwereil Kopfwunde erlag am 8. ds. MtS. tu einem Feldlazarett der Garbedivisiou der Unteroffizier Heinrich mus5^«00il hier. Er genügte bei Kriegsausbruch gerade feiner be i bcm Garderegiment iUv. 3 „Elisabeth", wurde m.fn! ! n fm rcn Schaltens zum Unteroffizier befördert und schon ua H mtt be,u Eisernen Kreuz und der Hessischen Tapfer- rettSmedallle ausgezeichnet. Er war der einzige Sohn seiner früh verwitweten Mutter.
??. * l U Der an der Westfront sbehonde Unter-
ou:z:er Karl Rü yl wurde mit dem ErsernOt Kreuz 2. Klasse crus- ,.ezerctm<n. Rühl kämpste zu Anfang des Krieges in: Westen, daiur rm-^stcn, moä>tr den Siege szvg dirrch Serbien mit :md steht letzt wieder an derselben Stelle iin Westen tvie 1914.
Kreis Büdingen.
d». Büdingen, 14. Sept. Kriegssreiwilliger Oskar Nürn 0 e r g e r vo,: hier erhielt die Hess. T a p f e r k e i t s m e d a i l l e.
Kreis Alsfeld.
oz. Arnsheim, 14. Sept. Der Ersatz-Reservist Heinrich Hess. Jnsanterie-Landsturnl-Bataül'o.Tr ^>arn:staot, wurde wegen hervorragender Leistungen vor dein Feinde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgez<ächnet.
vz Vadenrod, 14. Sept. Der Grenadier Karl Weber mr ReßvchH-Ersatz-^Jirsänter^e-Regt. Nr. 1 wurde mit der Hessischen Tapferkertsmedaillc ausgezeichnet.
Ai- Aus dem Vogels berg, 1! Sept. Wem: bei uns wr Felde sich die Strohhansei: türmen, dam: ist das der beste Beweis, daß die Scheunen die Futter-- und Strohvorräte iricht alle bergen können. Das ist nicht in jedem) Jahre der Fall. Auch in den letzten Jahren sah man kerne Strohhaufen im Felde sitzen. ysn diesem Jahr füllten sich die Schämen gan- anders als im Boriahre mit Heuvorräten. Dazu kommt nun noch die vortreffliche Getreideernte mit ihren reichen Strohergebnissen. Die Scheunen vermögen )0nirt die (Arnte nicht zn fasse::, und ein Teil des> Stroh es Muß ins Freie gesetzt werden. Die Ernte geht ihrem Ende gai; Nur noch wemg Hafer ist heiiNzubrirrgen. Die letztes sonnigen Tage haben den Hafer noch recht gut rmter Dach bringen lassen.
np Vlon der Ohm, 14. Sept. Das schöne Wetter der letzten Tage hat eine treffliche Güte des Grün: mets ernwglicht. Auch die Menge des Grummets ist nach einer so reichlicklei: Heu ernte ungewöhnlich. Die Preise für das Grummetgras waren bei den Versteigerungen entsprechend der trefstichen Futterernte billig.
Kreis Lautcrbach.
rr. Schlitz, 13. Sept. Nachden: in den Sommerferien der erste kleinere Versuch, bedürftige Gvoßstadtkinder während der Ferienzeit nnentgeltlich hierzuland unterzubringen, zrrr vollste): Zufriede:cheit airsgefallen war, ist es diesmal durch tatkrästigxi Mitarbeit der Pfarrer imd Lehrer gelungen, über 120 Osseirbacher und Tarnfftädter Ferienkindern für die Herbstferien freundliche Ausnahme im Schlitzerland zn versckiasfen. Tie Zahl mürbe noch größer sein, wenn nicht ztvci Dörfer, in denen vereinzelt Scharlach Und Diphtherie ausgetreten war, für die Alufnahmie solcher Kinder ausgeschlossen worden wären. Auch in unserem Städtchen haben sich 21 Famüien bereit gefunden, an diesem vaterländischen Werk sich zu beteiligen.
-j- W a l l c n r 0 d . 14. Sept. Auf Anregung des Ortspfarrers haben sich bis jetzt 22 Familien bereit erklärt, erholnngs- bedürftige Kriegerkinder aus Gießen auf .3 Wochen kostenlos auszunehmen. Die Anmeldungen sind noch nicht abgeschlossen, und es ist zu erwarten, daß noch mehr Kinder in der Zeit vom 2b. September bis 15. Oktober hier Aufnahme finden.
Kreis Friedberg.
oa. Friedberg, 14. Sevt. Landwehrmann Adolf Schäfer I., Lai:dwehr-Jnf.-Regt. 116, 10. Komp., und Musketier Wilhelm Spitznagel, iß: Referve-Jnsanterie-Regin:ent 224. 9. Kompagnie,' beide aus den: Stadtteil Fauerbach, erhieltei: die Hefsische Tavferkeits medaille.
** Bad-Nanhoim, 14. Sept. Uebertragen Wierde am 6. septenrbe:' der Schulamtsaspirantin Margarete Bvrmuth
Hühnlein eine Lehrerin stelle an der hiesigen Vvlskschule.
dr:. Griedel, 14 . Sept. Der Gefreite Albert Wetz von hier, bei einem Marine-Jnf.°Regt. in Flandern, den: bereits früher das Eiserne Kreuz verliehen wurde, erhielt nun für erneut bewiesene Tapferkeit auch die Hessische Tapierkeitsdenkmünze.
t)z. Kirch-Güns, 14. Sept. In schönster Weise verlief die Veranstaltung am 2bjährigen Stistungstaa des hiesigen Turnvereins -Vorwärts".
oa. M a s s e n h e i m , 14. Sept. 48 Schulkinder zeichneten hier zur b. Kriegsanleihe 1219 Mark
oa. Vilbel, 14. Sept. Der Wehrmann Fritz Schaub wurde zum etatsmäßigen Unteroffizier befördert; ferner wurde chm die Heslische Tapferke:tsu:edaille und das Eiserne Kreuz verliehe::.
Starkenburg und Rheinhessen.
mü. O f f e n b« ch a. M., 13. Sept. Im hiesigen KreNMatorüon nmrbe gestern nachmittag M/s Uhr bk sterbliche Hülle Des schon im 44. Lebensjahre verstorbenen Kreisrats des .Kreises Offenbach, Regienmgsrnt Heinrich Gemelt, den Flammen übergeben. Unter der stattliclien Trauerversammlung befanden sich Minister von Hombergk, Vertreter der stnatlick>e:: und städtischen Behörden, die Bürgermeister des Kreises, Vertteter verschiedener Mupvrationen u.a.m. Die Leichenrede hielt Pfarrer Mat thäus. Redner bettmte die Pflichttreue des Dahingeschiedenen, gepaart mit einem zarte:: Familiensinn. Hierauf sprachen noch Regierungsrat Dr. Reitz, :m Namen des Kreises Offenbach und der Beamten des Kreisamts, Kreisrat Freiherr von S ch e 1: f für den Kommunal verband Friedberg, Provinzialdirektor Fay- Darnrstadt für die Regierung der Provinz Starkenburg, ferner ein Vertreter des Rech:: er Verbandes des Kreises Offeubach, Kreisfeuerwehr-Inspektor Müller, Polizeikvmmissar Horst, Ger- häuser für den Kreisobst- und Gartenbauverband »nd ein Vertreter des Sanitäts- uiä) Rettungsvereins Darmstadt. Sämtliche Redner legten prachtvvUe Kränze an: Sarge nieder. Ein von der Freiwilligen Fn:erwehrkapelle vorgetragener- Choral begann und eirdigte die Trauer seier.
ö. Mainz, 14. Sept. In der gesttigen Stadt verordnet ersitz ung nmchte O ber b ü rae r in erster Tr. Göttelmann die Mitteilung, daß er M der, hohen Kriegsauszeichnung unseres bisherigen Gouverneurs, dern Kommandierenden General v. Kathen, ein Glückwunschtelegramm namens der Stadt ins Feld gesandt habe, worarit dieser heute telegraphisch herzliche:: Tank ansge- spwchen habe. -- Für die Erbauung der Straßlmbahnlinie nach dem städtischen .Krankenhause wurden 145 000 Mk. und für An- liängewagen 102 450 Mk. bewilligt. Sämtliche Gegenstände der Tagesordmmg unurde ohne Aussprache angenommen. Unter 29 Bewerbern wurde die Stelle des Oberarztes beim städtischen Krankenhause denz Pvos. Tr. Güther, der an der chirurgischen Klinik in Marlmrg tätig ist, einstimmig übertragen.
Kreis Wetzlar.
** W e tz t a r, 14. Sept. Die Mitteldeutsche Gerberei und R i e m e n f ci b r i f G. m. b. H., Wetzlar (Rheinland) und Neu-Isenburg (Großherzogtum Hessen) zeichnete für die fünfte Kriegayleihe 500 000 Mk., nachdem sie bereits fi:r die vorhergehenden Anleihen 600 000 Mk. zur Verfügung stellte. Außerdem erhöhte die Firma, ivelche bei den Zeichnungen auf die früheren .Kriegsanleihen ihren Beamten und Arbeitern einen Zuschuß von 5 Prozent ge- ivährte, letzteren bei der fünften Kriegsanleche ans lOPv'oz. Hessen-Nassau.
Die Frankfurter Milchkonferenz.
--- Frankfurt a. M., 13. Sept. Im den Räumen des Polizeipräsidiums begannen Dieirstag die Verhandlungen der „Frank- ürter Müchkonfereilz". Anwesend waren Vertreter des Süddeul- 'chen MuchproduzentenVerbandes, Landwirte des Frankfurter Wirt- ckivstsgeläetes, Vertreter der im Interesserrgebiet belegenen Land- wirtschaftskammeru und Abgeordnete der Städte Frankfurt, Aschaffenburg, Darmslad;, Gießen, Hanau, Offenbach, Ludwigs- Hafen, Wiesbaden und Worms. Regieruug-spräsideitt Dr. von Meister-.Wiesbaden leitete die nrehrstünbiMr Bevatungeu, die
heute ,wch zu keinem Ergeln:^ führten, da zwischen dm beibm ^Mteresscntengrlrppeu eine Einigung nicht erzielt iverdm tmmte. — Für die Milchversorgung Frankfurts traf heute der Magistrat eine ernschneidende Besttiiummg. Sänttliche nach Frankfurt liefernden Hmwler, LMchwirte u:ü> dergleici^:: dürfen Vollmilch :utr noch ?•” Pnsvnm abgeben, die im Besitze von Mil chvvrzugs karten find. Alle übrigen Einwohirer der Stadt erhalten nur noch^hhager-' milch. Die Borzugskarten werd«: nur von Aerztei: a:wgestelbt Mlagermilch muß an jede Person in jeder beliebigen Menge abgv- geben werdm
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X Frankfurt a. M., 12. Sept. Hier fand gester:: der mit einem Wettsclwnbm verbundene 37. Verlwndstag des .Heften Nastauffchen (Main-Rheingaw-) Verbairdes Gabelsberger Steno w'aphen statt. Die Frühzüge führtm aus allen Teilen des Bcr bandsgebiets große Scharer: Gabelsbergianer heran, so daß gegen 10 Uhr über 1 5 O'O W e ti s chrei b er in den G-bänden der in der ungHofstraße gelegerien städtischen Handelsschule versammelt tvvren, eine Zahl, die noch Von keinem Verbaird bisher erreicht worden ist. dLaci) der Austragung des friedlichen Wettstteits fa:w um 4 Uhr nachmittags iin „Steinernen Hans" eine Vertreterver^ sammlnng statt, der u.a. auch der ElwmVorsitzende des Berlmndes. M- SclAlrat Dr. Pitz-Alsfeld, der B::udesvorsitzmde, Pro: d s a n - Darnrstadt, und einige Vettreter des 23 er Ausschüsse-? anwohnteu. Für den im Felde stehende:: Verbandsvorsitzenden sUZrte Lehrer Schopp-- Mainz die ^rhandlungm. Folgende Ent schtteßung gelangte zur Annahme: „Der Hessen-Nassaüische Ber baud lteyt nach wie vor mff dem in der Entschließung seiner Ber treterverwmmlung vom 5. September 1915 festgelegten Stand punkte, wonach er es für unerläßlich hätt, daß der Entwurf einer Mnhettsstenographie nach endgültiger Fertigstellung durch den 23 er Ausschuß und vor Einreichung au die Regierungen der Gabeln bergericl>eu Schule bekannt gegeben wird, damit diese Stellung dazu nehmen kann. Der Verband verlangt deshalb, daß der Bundes- voritand entsctneden Ar die baldige Bekanntgabe des Entwurfs nutrttt. Getreu dem unsterblichen Meister Gabelsberger, für dessen Schöpfung der Verband nahezu 40 Jahre unabläffia eingetreten ist. nur d er niemals nrit einem Ernl>ei1swstem sich einverstanden erklären, welches auch nur in einem wesentlicl>en BifftaNdteile von dern erprobten Gabelsbergersct>en abweiclst. Dm König!. Bayerischen Staatsregierung spricht der Verbaird für ihr erneut zum Ausdruck gebrachtes treues Festhalten m: dem uiiübertroffeneir Werk des Er NN der s der deutschen Stenographie den wärmsten Dank aus." An den Protektor des Verbandes, Effoßherzog Ernst Ludwig von Heften,
— (vranfjurt a. M., 13. Sept. Die Eisenbahudirektion wies das Zugpersonal aller aus dem Großherzogtum Hessen kommenden Züge aufs strengste au. die Marktkörbe usw. der Reffenden auf Obst gründlich zu prüfen und dadurch unter allen Umstanden die Ausfuhr von Birnen, Aepfeln und Zwetschen ans Hessen zu unterbinden.
- oz. Lingelbach, 14. Sept. Unter großem Trauergefolge von nah und fern fand heute die Alstattnnlg des ur Marburg verunglückten Maler- und Anstreick^erMeisters Georg Appel statt Pfarrer Rausch hielt eine ergreifende Ansprache. D-ie Teilnahme :st allgeineiii. Dm Verunglückte hinterläßt eine junge Witwe mit zwle: unmündigen Kindern.
= Selters (Wester,vald), 13. Sept. Bei Herschbach entgleiste ein Zug der Kleinbahn. Die Lokomotive und vier Personenwagen stürzten die steile Böschrnrg herab. Dabei wurden mehrere Personen schwer verletzt. Ter Sachschaden ist sehr erheblich. Die herabgestürztei: Wagen konnte»: noch ::icht wieder gehoben werden. Die verletzten Personen kamen ins Dernbacher Krankeichaus.
ra. A u 8 den, UntertaunuS. kreis, 14 Sept. Die Ausfuhr von Zivetschen ist verboten worden, bis die minderbemittelte Bevölkerung ihren Bedarf zu den Höchstpreisen ge. deckt hat. ,
Universitäts-Nachrichten.
-7 Frankfurt a. M., 13. Sept. Als ein sichtbares Zeichen des nn nächsten Jahre sdattffndenden Refvrmationsj:ck>ilämns wird ff: führenden evm:gelischen .Kreisen der Stadt die Stiftung einer theologischen Fakultät oder wenigste::^ der ersten theologischen Pröfessuren an der hiesigen lttnverfrtät angeregt. Zu dem Zweck soll in: kominenden Jahre eine Sammlung veranstaltet werde::, dlrrch die die Mittel für die Ettsaltung der Fakultät aufgebracht werde:: solle::. Mit der Berimrklichuug des Plan.es, die nach Ansicht maßgebender Persönlichkeiten durchaus rn: Rcrch der Möglichkeit liegt, enffstände dann an der Universität die sechste Fakultät.
rrrvche NN- Schult.
Südwestdeutsche Arbeitskonfercnz für Innere Mission.
— Frankfurt a. M., 13. Sept. Unter unge:vckhnlich starker Beteiliguug ans Baden, Württemberg, Elsaß-Ä>thrmgcm der ;lcheinpfalz, Hessen und Hessen. Nassau lstelt lM,te hier selbst der SüdwestdOttsckx' Verein fi'ir Innere Mission eine ArbertskonsS- renz ab, die von Pfarrer Schaller-Speyer geleibet imcrde. Ter Tagung :oohntei: ,als Gäste u. a. Prälat Schnittbenner- Karlsriche, Polizeipiüsident Rieß von Sckmternsch1oß--Faankfurt a. M. und .Konsistoria«Präsident 0. Ernste Wiesbaden bei. Vor Eintritt in die Tagesordnung teilte Universitätsprofessor Dr. Schrödtw- -Kiel init, daß der Vorsitzende des Vereins für Innere Miftion Franksi:rt a. M., Gel>eimer Koiffistorialrat Kayser, von der Theologischen Faffcktät der Iffnoeiffität .Kiel znm Ehrendoktor ernannt wurde, und überreichte dem neuen Ehrendoktor das Diplom. Professor Bornhäuser-Marbnrg teilte mit, daß auch die Btarburger Fakultät Kayser znm Ehrendoktor ernannt habe und das Diplom am 18. Okt., dein Gelmrtstage Kaysers, überreicknm lass«: ioerde. In zloei Vorträgen behandelte die Tagung die Friedensziele der Inneren Mission. Prof. 0. M a h l i n g - Berlin sprach über „Ter Beitrag der Inneren Mission zur Löffmg der Bevölkerungs - frage". Ter ziveite Vortrag von Pfarrer M. Jäger-Frankfurt a. M. behandelte „den Beitrag der Inneren Mission zur Löffmg der Iugendfrage".
Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 15. Sept. 1916 Wechseli:d bewölkt, meilt lrocken, kühl, besonders nachts.
Letzte Nachrichten.
Ein Ministerium Dimitrakopulos in Griechenland?
Genf, 14. Sept. Eine Athener Depesche des „Temps" bv- stätigt, daß König Konstanttn den Rückttitt des Kabinetts Zaffnis angenommen hat. Tcr König beabsichttgt, sich an die zwischen Gunaristen und Venizelisten stehende Fortschritt spart ei zu ivenden und den Deputierten von Tripolitza, Dimitrakotwlos, imt der Neirbildung des Zbabffnüts zu beausttage::, falls ^laffnis ferrterc Entschluß ckufrvcht erhält. Gleichzeitig veröffentlickst das Pariser „Journal" sehr unklare Aaußerungen Dinntrakvpnlos'. Danach l-alte dieser die Politik Venizelos' allgenvein für ttchtig, mache aber Vorbehalte bezüglich der Intervention der grieckffschen Armee iin gegenivartigen Zeitpunkte. Gleichzeitig liabe Dlmittakovnlvs lerklärt, jeder Entschluß sei bester, als die Verschleppung der 9?eutralitätsftage, die bedauerlicherweise Gunaris und Sftlludis nicht den Interessen des Hel lenen tun:s entsprechend zu lösen vermocht hätten. Heute nach dem Erscheinen der ilalienff'ck?en Truppen auf dem Balkan sei das Problem diplomatisch schwieriger geipvrden.
Der Kommandant der rumänischen Dobrudscha Armee abgesetzt.
Bern, 14. Sept. Aus Bukarest wird gemeldet; Die rumänischen Mißerfolge in der Dobrudscha hatten eine vollständige Um- orientierung in der ruinänischen Heeresleitung zur Folge. General Averesco, der zum Konimandanten der dritten Armee ernannt njiirrbe, ist General Christeseo als Geireralstabschef zugeteilt ivor- dcn. General Crainieeano wurde zum Kommandanten der zweiten Armee ernannt, General Gevrgescv, der Kommandant der Dobrnd- scha-Armee ist seines Könuncuwos enthoben und zum Militär- Attache in London ernamtt ivorden.


