fgotftt Kreuz, Abteilung für Gefangenenfürsorge, zusteht Insbesondere hat letzteres die Versendung gedruckter Listen nach Lon jdon und Paris im Austausch gegen entsprechende Listen der feindlichen Lander übernommen. Die Zusammenstellung der Disten ^rjvlgt aus Grund der von den Vereinen, und Ausschüssen an das Zentralkomitee erstatteten Meldungen: die gedrucktcu Listen werden an die verschiedenen Gefangenenlager verschickt und dadurch die Gefangenen in die Lage versetzt, über ihre vermieten Kameraden Auskunft zu geben. Es empfiehlt sich, daß die Angehörigen von Vermißten in jedem Falle Ansvagen stets an die für sie zuständige lokale Stelle (Hilfe für kriegsgesangene Deutsche, Provinzial verein «der Landesverein vom Roten Kreuz) richten, welche das weitere -veranlaßt _ . „ „ „ „ „ , .
** Der Krieg saiusschütz für Kasfee, Tee und deren Ersatzmittel G. nt. b. H. (Berlin, Bellettuestr. 14) schreibt uns: Die beteiligten Erwerbs'kreise werden hierdurch wiederholt daraus aufmerksam gemacht, daß sie sich einer ernsten Gefahr anssetzen, wann sie Kaffee verkaufen, ohne sich an die be- lkannten Vorschriften zu halten. Obgleich diese schon mehrfach in Erinnerung gebracht worden sind, fehlt es nicht an Verstößen dagegen. Beispielsweise ist in jüngster Zeit der Fall vovgskommen, daß von einem Kleinlwudelsgeschäft hundert Pfund gerosteter Kaffee MM Preise von: 4,20 Mark für das Pfund an Verbraucher ab-- gegeben worden sind. Die Ware ist bereits beschlagnahmt und der Werlust für den Käufer recht erheblich. Man darf wohl erwarten, daß mantSfir endlich der durch die Kricgsumstände hervorgerufenen. ^Sachlage allgemein Rechnung getragen wird.
** Den unsinnigen Preistreibereien im Weißkohl Handel I>at das Kriegscrnährungsamt durch seine Maßnahmen und die Einsetzung der Kriegs ge fall schäften für die Sauerkrauts und Dörrgemüse-Industrie erfreulicherweise Halt geboten and die Preise schon erheblich heräbsetzen können. Die Maßnahmen wurden -unterstützt durch eine außergewöhnlich große Früh-Weiß- ^obl-Ernte. Auch die Herbst- und Winterkohl-Ernte verspricht nach fccn bisherigen Berichten ein besonders günstiges Resultat. Nach vorliegenden Mitteilungen werden durchschnittlich 300—400 Zentner Weißkohl aus einem Morgen geerntet werden. Bei diesen .günstigen Ernteaussichten braucht nieinand besorgt zu sein, daß er nicht genügend Weißkohl erhalten könnte. Die Maßnahmen der Regierung haben auch der Industrie ausreichende Mengen gesichert, sv daß wir in diesem Winter wieder nrit normalem Greisen für Sauerkraut rechnen können. Im Interesse Unserer Volksernährung wäre dies feljr zu begrüßen, denn gerade ltzas Sauerkmut ist in allen Teilen des Reiäses doch das beliebteste jM'ntergemüse und hat außerdem noch den Vorteil, daß es ohne jweitere Zutaten in den Haushaltungen verwandt werden kann turrd große Nährwerte bietet. Der gegenwärtige Marktpreis für 'Weißkohl ist aber immer noch viel zu hoch, nur den Kohl in größeren Mengen zu Sauerkraut einschneiden zu können. Aengstliche Monrmunalverbände und Einkaufsgenossenschaften zahlen in der !Sc>rgk. daß sie sonst vielleicht keinen Kohl bekommen könnten, den Produzenten und den Händlern Preise, die zu den tatsächlichen »Ernte-Ergebnissen in gar keinem Verhältnisse stehen. Bei mittleren »Ernten sind die Preise an die Produzenten durchschnittlich 80 Pfg. bis 1 Mark pro Zentner gewesen, gegenwärtig haben wir eine reichliche Ernte, aber trotzdem noch Preisfvrderungen von 3,50 Mk. bis 5.50 Mk pro Zentner. Das ist Kri eg s w u ch e r. Nicht nur, wer solche Preise fordert, sondern erst recht, wer solche unsinnig hohen Preise bezahlt, versündigt sich am Vvlkswvhle und sollte deshalb zur Rechenschaft gezogen werden. Vielleicht setzt hier das Kl r i e g s w u ch e. r a m t noch ein und Hilst den Maßnahmen
der Kriegsgesellschasten. unserem Heere, der Marine und vor allem ruck unserer Bevölkerung das nicht nur allgemein beliebte, sondern auch st notwendige Wintergemüse zu mäßigen normalen Greisen sicherzustellen. .. , .
' Die Ablieferung der noch rückständigen Fahrradbereifungen kann Freitag, vormittags von 9—12 und nachmittags von 3—6 Uhr, in der Turnhalle der Stadtknabenschule, Nord-Anlage 8, erfolgen.
Landkreis Gießen.
-m. G r o ß e n - L i n d e n , 13. Seht. In den schweren Kämpfen im Westeil ist der älteste Sohn des Eisenbahnschaffners Ludwig Junker der Pionier Ludwig Junker, bei einer Minenwersav- ^mnpagnie, fürs Vaterland gefallen. Im Frühjahr dieses Jahres wurde er ansgehvben, Anfang Mrgust rückte er in Feindesland und war nur wenige Tage in der Kampffront. — Vizefeldwebel Launsvach, der mehrere Jahre beim Gießener Regiment diente und bei Ausbruch des Krieges einem Reserve-Regiment zugeteilt wurde, ist bei Verdun durch Granatsplitter schwer verwundet worden Ter linke Arm mußte abgen-ommen werden. — Schul- verwalter Diehl, der im ersten .Kriegsjahr hier wirkte, ist nach einem Ausbildungskursns für Offiziersaspiranten Min Untevoffizrer befördert worden. Vorigen Herbst hat er den serbischen Feldzug mitgemacht.
ga. ® r ft n b e c o , 13. Sept. Am 6. September wurde Land- tturmrekrut Albert K r e u b e r im Inf.-Rgt. 118, 8. Komp-, von einem Granatsplitter getroffen. Er starb den Heldentod für daS Vaterland.
LJ Lang-GönS. 18. Sept. Landwehrmann Wilh. Bopf, welcher von Anbeginn des Krieges im Felde steht, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen- W. Bopf ist der Sohn des Landwirts Anton Bopf VN.
g-a. Rüddingshausen, 13. Sept. Mit der Hessischen TapserkeitSmedaille wurde Ersatzreservist Peter Dietz im Inf.- Rgt. 55 ausgezeichnet, der vor einem Jahre daS Eiserne Kreuz erhalten hatte.
Kreis Büdingen.
m. Ge iß-Nid da, 13. Sept. Adolf S ch rv a b , Sohn des Ludwig Schwab, im Infanterie-Regiment 221, Maschinengewehr- Compagnie, wurde zum Gefreiten befördert und erhielt das .Eiserne Kreuz.
Kreis Alsfeld.
oz. Alsfeld, 13. Sept. Ter Zahlmeister-Stellvertreter R a n de» 2. Bat. Lcmdw.-Jnf.-Ngt. 118 wurde mit dem Allgemeinen Ehrenzeichen für Kriegsverdienste ausgezeichnet.
ga« Nieder - OhNien, 13. Sept. Ersatzreservist Karl Metsensee im Jns.°Regt. 87 starb nach zweijähriger Pflichterfüllung den Heldentod fürs Vaterland.
Kreis Lauterbach
la. Nied er-Stoll, 13. Sept. Für das Vaterland fiel Musketier Konrad Fischer, Res.-Jns.-Rat. 68. Wenige Tage zu- ^,or hatte er die Hessische Tapferkeitsmedaille erhalten. — Musketier
Jakob Weber, Res.-Jns.-Rgt. 223, der seit einigen Wochen ver- mifit wurde., har nunmehr aus russischer Geiangenschast geschrieben. Er liegt verwundet in einem Hospital in Moskau.
sb. Schlitz, 13. Sept. Leutnant und Adjutant Hermann
1 a e g e r (der älteste Sohn des ehemaligen Kaufmanns und 1. Beigeordneten Ludiv. Jaeger hier), unirbe mit dem Eisernen Kreuze e r st e r Klasse ausgezeichnet.
la. Uetzhausen, 13. Sept. Auf dem Felde der Ehre fiel Ersatzreservtst Valentin Ritz, Res.-Zns.-Rgt. 87.
Kreis Friedberg.
— Friedberg, 12. Sept. Für den Verkauf von Geilügel und Wildbret im Kretzisbaveich Friedberg setzte das Kr ei samt neue Höchstpreise fest. Gänse Eoften im Gewicht bis 10 Pfund 1,70 Mark, über 10 Pfund 1,90 Mk. das Pfund für den Einkäufer beim Züchter. Der Verbraucher hat für das Pfund nicht ausgenommen 1,80 Mk. bei einem Gewicht bis 10 Pfund und 2 Mk. für ausgenvmmene Ware zu zahlen. Tiere über 10 Pstrnd kosten
2 Mk. bezw. 2,20 Mk. das Pfund. Enten kosten' 2 Mk. im Ein- und 2,20 Mk. im Verkauf das Pfund., Für Hähnchen bezahlt! man 4,80 Mk., im Verkauf 2 Mk. Hasen kosten mit Fell Dctm' Jäger 4 Mk. das Stück, ohne Fell beim Händler 4,75 Mk., zerlegt 5 Mk., mit Fell 5,25 Mk. Feldhühner kosten beim Jäger 0,90—1,40 Mk., beim Händler 1,50—1,80 Mk. das Strick. — Vorstehende Wildbretpreise sind annehmbar, Nichtbewohner des Kreises sind von dem Erwerb der Tiere ausgeschlossen, da dev Kreis ein Aussuhrverbot erlassen hat: es sei denn, daß man als Jäger seine Beute im Rucksack selbst mitnimmt. — Bei der Versteigerung der städtischen Zwctschenbäume wurden derartig hohe Preise geboten, daß der Zentner Zwetschen auf 10 Mk. ungepflückt kommt, während der Höchstpreis nur 7 Mk. betragen darf.
-Butzbach, 11. Sept. In der heutigen Gemeinderatssitzung wurde die Zeichnung einer Kriegsanleihe im Betrage von 4000'Mark seitens des Armenfvnds und 15 000 Mark seitens der Stadt beschlossen. — Vom 1. Oktober 1916 ab sollen die Wieg- gebühren erhöht werden und zwar als Mmdestgebühr 30 Pfg. und für jeden weiteren Zentner (über 20 Zentner) l 1 /* Pfg. — Dem städtischen Fürsorgeausschuß wurde ein weiterer Kredit in Höhe bis zu 500 Mark für Verwendung zu Mietsunter stützimgen an bedürftige Familien, deren Ernährer im Felde stehen, bewilligt.
Kreis Wetzlar.
Wa. Wetzlar, 13. Sept. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet wurden Unteroffizier der Res. Wilhelm Falk, Re serve-Jns.-Regt. Nr. 118, aus Burgsolms, und Unteroffizier Heinrich Same§, 5. Garde-Regt. zu Fuß, 12. Komp., aus W er d o rs.
ra. MuderSbach, 12. Sept. In der Stallung und Scheuer des Landwirts und Fuhrunternehmers Friedrich N e u h o f brach ein Brand aus, dem ein großer Teil der bereits geborgenen Ernte zum Opfer fiel. Auch ein Kalb kam in den Flammen um. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt.
ra. K i n z e n b a ch, 12. Sept. Auch hier wurden wiederum zwei Familien durch beit Ehrentod ihrer braven Söhne in tiefe Trauer versetzt. Ersatzreservist Ernst Schäfer, Jnsant.-Regt. Nr. 88, Sohn'von Jakob Schäfer, ist am 81. August, und Grena dier Paul D i e h m a n n , Garde-Grenadier-Regt. Nr. 4, Sohn von Karl Viehmann, ist am 3. September gestorben.
ul. Wald Hausen, 12. Sept. Während ein Bergmann von hier in der Mittagszeit ein Schläfchen »nachte und seine Frau abwesend war, stahlen schulpflichtige Mädchen aus Wetzlar aus einer Tischschublade 250 Mk. Bald darauf wurde der Diebstahl entdeckt und die Weilburger Polizei verständigt. Der Beamte Nies, dem die Kinder unterwegs auf dem Wege nach Braunfels begegneten, eilte den jungen Langfingern nach und stellte sie in Odersbach, wo sie dem im Automobil nachfolgenden Polizei- Wachtmeister Bachmann übergeben wurden. Das gestohlene Geld wurde biß auf 20 Mk. in Taschen, Schuhen und Strümpfen versteckt bei den Kindern vorgesunden.
ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 18. Sept. Für die Landschulen unseres Kreises beginnen in diesen Tagen die großen Ferien, deren Anfang sich nach den» 15. September richtet, je nachdem derselbe aus einen Montag oder Donnerstag fällt.
— Fulda, 13. Sept. Durch Selbstentzündung von öligen Arbeitskleidern entstand in einer Halle der Lokomotio-Werkstätlen ein Brand, der erheblichen Schaden anrichtete. Der Betrieb erleidet keine Unterbrechung.
wt. Herborn, 13. Sept. Die im Verlage von Buch- und Steindrtickereibesitzer Einil A n d i n g in Herborn herausgegebenen Blätter „Nassauer Volksfreund" und „Dillenburger Nachrichten" tetlen mit dem 30. September ihr Erscheinen ein. In Zukunft werden die Blätter von der Siegener Zeitung „Das Volk" übernommen und mit deren Text mit den beiden Untertiteln herausgegeben.
ul. Weil bürg, 13. Sept. Unter dem Schutze der Nacht wurden in einem hiesigen Hofgut 5 Säcke zu 150 Pfund aus- gedroschenes Getreide, das am anderen Morgen zur Mühle gc- bracht werden sollte, gestohlen. Auch kleinere Mengen Käse wurden bei dieser Gelegenheit entwendet. Obwohl die Polizei sofort nach Entdeckung des Diebstahls umfassende Nachforschungen anstellte, hat man bis jetzt von den Dieben noch keine Spur.
vermischtes.
Der Brückeneinsturz in Quebec.
Quebec, 12. September. (WTB.> Meldung des Reuderschen Bureaus. Die Brücke von Quebec war die größte Aus- Legcbrücke der Welt. Gestern früh wurde mit der Arbeit be- gmrnen, das Mittelstück der Brücke aufzustellen, wobei d-re berühmtesten Brückenbauin genieitre der Bereinigten Staaten und Kanadas anwesend waren. Das Mittelstück wurde auf Pontons heraus geschleppt und mit Kranen zu bert Lagern cmpor- gehißt. Hunderte von Fahrzeugen ließen in diesem Augenblick die Dampfsirenen spielen. Alles schien in bester Ordnung zu fern, als plötzlich ein Träger am nördlichsten Brückenlager brach und das Mittelstück an diesem Ende in den Fluß glitt. Da die übrigen Stützen noch hielten, versuchte inan in fieberhafter Eile eine Kette um das schwankendc Mittelstück zu schlagen. Es war aber bereits zu spät. Mit einem Knall wie bei explodierenden Granaten brach eine Stütze nach der andern und schließlich fiel das M-rttel- stück der Brücke ins Wasser und verschwand in der Tiefe. Man sah, wie die auf den» Brückengerüst stehenden Arbeiter in den Fluh sprangen. Es kamen sofort Boote zu Hilfe, sodaß viele Arbeiter gerettet wurden.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst? Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 14. Sept. 1910: Wechselnde Bewölkung, strichweise Regen, etwas wärmer.
Hessen-Nassau.
]\ Marburg, 12. Sept. Die VolVsspende für die deutschen Kriegs- und Zivilgesarrgenen ergab im Kreise Marburg 13931,31 Mark, davon entfallen auf die Lckadt Murburg 6315,17 Mark. — Die Stadt Marburg hat eine Zwelscheneinkaufs- Vcrmrttlungsstelle eingerichtet. Bei Benutzung dieser Stelle erhöht sich der Preis um eine Mark der Zentner. Tie Zw-etschen-Höchstpreise sind jetzt une folgt bestimmt: Pflückzwetschen 7 Mk., Schüttelware 5 Mk., Zwetschen zum Selbsternten 4 Mk. und Fallzwetscherr 2 .Mk. der Zentner. Die Zwetschen ernte ist strichweise sehr reichlich, besorrders im Ebsdorfer Grund hängen die Bäume übervoll. Die Stadt beabsichtigt auch der Einrichtung einer Obst- und GemÜse-Twckenaulage näher zu treten.
da. Biedenkopf, 13. Sept. Der Kriegsfreiwillige W. W i m m e r t im Jnf.-Reqt. Nr. 25 wurde für Tapferkeit vor dem Feinde zum Gefreiten befördert und mit dein Eisernen Kreuz ausgezeichnet.
da. Niederhörlen, 13. Sept. Dem Oberlandmeffer Thomas wurde für seine Tätigkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen und zum Kommandeur der Pioniere der 5. Landwehr-Division ernannt.
= Sindlingen, 12. Sept. Der von der Gemeindevertretung abgeschlossene Eingmneiudunasvertrag mit der Stadt Höchst a M. sieht für die Gemeinde u. a. folgende Vergünstigungen vor: Bau einer elektrischen Bahn nach HiMt, gleiches Schulgeld für die Siudlinger Schüler beim Besuch der Höchster Schulen, Anlage eines Parckes aus einem vorhanbenerr G^ruutdsLvck von 30 000 Mk., Aushebung der geistlichen Schulinspektion, Anlage öffentlick-er Bedürs- nisanstalten, Besoldung der Gemeindebeamten Und Lehrer, Verbleib von Standesamt und Steuerstelle am Ort und Veräußerung des Gemeinbewaldes bei Eppstein.
ra. Idstein, 12. Sept. Im nahen Oberlibbach hat sis die I u g e n d w e h r beim A e h r e n l e s e n eifrig betätigt. Aus den erlesenen Aehren wurden 230 Pfund Korn ausgedroschen.
— Langendernbach, 12. Sept. Beim Holzsuchen stürzte der Witwer Georg Betz von einer Felswand ab und fand den Tod in der Tiefe. Die Leiche des alleinstehenden Mannes, den niemand im Orte vermißt hatte, wtirde zufällig durch spielende Kinder aufgesunden.
Letzte Nachrichten.
Eine Netze des bayerischen Ministerpräsidenten.
K o b l e n %, ,13. Sept. In der Dienstagssitzung der G ö r r e s- gesellschast wurde der Ministerpräsident Graf Hertling, der schon 15 Jahre Präsident ist, mied er gewählt. In einer Schlußansprache sagte er unter arrderein: Wir wollen hoffen, daß die Eintracht in unserem Volke, wie sie durch den Krieg herb»- geführt worden ist, erhalten bleibt und gestärkt tverden möge. Wir hoffen insbesondere, daß die konfessionellen Zwistigkeiten, wie sie früher waren, nicht mehr wiederkehren werden.
Befreimigsseier in Tilsit.
Tilsit, 13. Sept. Der Dag der Befreiung Tisits von den Russen wurde am Dienstag unter allgemeiner Teilnahnre in Form eines Ovtertages gefeiert. In allen Kirchen waren Gottesdienste für die GefolLnen. Eine besondere Gedächtnisfeier fand auf dem Waldfriedhofe in Splitter statt.
Die rmnänische Niederlage.
Zugano, 12. Sept. Der „Corriere della Ser<p^ erklärt, es wäre nicht ehrlich, wenn wir die tatsächliche Wichtigkeitz der Einnahme von Silrsttia und Dutrakan herabsetzen wollten. Das rechte Donauufer in der Tobrudscha übervaAc das linke um mehr als hundert Meter, und die Besetzung von Silistria und Tutrakau gibt den Deuttchen und Bulgaren die Mittel, den Plan der Rumänen und Russen, die Dobrudscha zum Ausgangspunkt ihres Vormarsches auf Bulgarien zu machen, zu vereiteln. Es fehlt uns zwar ein abschließendes Urteil, die Kenntnis der beiderseitigen Kräfteverteilung. Eines aber ist sicher: Es ist die höchste Zeit, daß die Aktion von Saloniki her emsetzt. Sie kann die Rumänen mächtig unterstützen, damit sie die Krise der Mobilisatton überstel-en, denn es sei nicht anzunehmen, daß die Deutscheit, Bulgaren und Türken stark genug seien, um auch diesem Sturm widerstehen zu könrren. Sollte aber die griechische Krisis ein HiTtderniS für die Aktionsfreiheit des Ententeheeres in Saloniki sein, müsse die Lage un- verzüglich geklärt werden.
Mmrra für die Neutralität.
Genf, 13. September. Die französischeir Blätter melden aus Madrid: Der Führer der spanischen Konservativen, M a u r a, erklärte in einer von 6000 Parteianhängern besuchten Bersamurlmtg in Derauda, Spanien dürfe während des Krieges seine Neutralität nicht ausgeben. Maura verkündete seinen lebhaften Wunsch, wieder zur Macht zu gelangen, und forderte hierfür die Mitarbeit aller Konservativen.
Amtlicher geil
Bekanntmachung.
Beim Bezirkskommando Gießen können in nächster Zett mehrere Zweijährig-Freiwillige (Schreiber) eingestellt werden. Tüchtige, im Bureaudienst durchaus erfahrene Bewerber nrit gnwr Handschrift wollen sich umgehend unter Vorlage eines i«Ssst- geschriebenen Lebenslmifes und beglaubigter Zeugnisäbschristmn in
Es kontnren nur garnisonverwendungsfähige Militärpflichtige der Geburtsjahrgänge 1892—1896 und Lartdsturmpflichtige der Geburtsjal/rgänge 1897 und 1698 in Fvage.
BeMckskvmmando Gießen. 65848
kann und muß jetzt 100 Mark Kriegsanleihe zeichnen. Denke keiner: auf meine 100 Mark kommt es nicht an! Oie Schlacht schlägt man nicht nur mit Generalen - es müsien auch die Massen der Soldaten dabei sein.
Auskunft ekjeilt bereitwilligst die nächste Bank, Sparkasse, postaustal^ Lebeaö- Versicherungsanstalt oder Kreditgenossenschaft.


