^^erbltbestellungScrrbeiten eanüglicht, Cki fie ha* mehr verfüttert Qwairhim im November iimii) Dezember eiuftmren können. Die pöfermengen, welche die Tierhalter in der Zeit vom 1. September his ZI Dezember 1916 mi£ ihren Vorttiten verfüttern dürfen, wnr- den wie folgt besttimnit: a) Hälftr von Einhufern: 5^ Zentner jLr jct-eit «Einlmfer: b) Halter von Zuchtbullen: 3 Zentner an jeden Zuchtbullen. für deir dir Getrehnftgüng der zuständigen Behörde zur Hafenntterung erteilt »wird : 0 ) Unternehmer lattdtvittscl>aftli cher Betriebe, die Arbeitsochsen halten: 3 Zentner für jeden Arbeits-- ochscn Die Bestinrnrung, wonach sich diese Mengen, tvenn die Ein- hufer. Zuchtbullen und Arbeitsochsen nicht während des ganzen äeitvaam-7 gehalten werden oder wemr für Zuchtbullen die Genehmigung zur Herchstfütieriurg nicht auf den ganzen Zeitraum erteilt wird, für icden fehlQrden Tag bei den «Einhufern um je 41/2 Pfund, hei den <chchtbu1ftn um je 21/2 Pfund und bei den Arbeitsochsen van je 21/2 Pfund ermäßigen, wurde unverändert auf den Zeitraum bis 31. Dezember 1916 erstreckt. Die für das Jahr 1917 bis ^,rr neueil Ernte freizugebende Menge läßt sich erst angeben, wenn der Heeresbedarf und das Ernteergebnis genauer feststelten werden.
*• Gießen — F ranksurt. Bis auf weiteres fährt an jedem Samstag und Sonntag abends ein O-Zug (Nach. ..ufl) abends 9.40 ron Gteßen nach Frankfurt. Der Hauptzug fährt an diesen Tagen bereits 9.35 abends von Gießen ab.
'•* D i e Leitung des V 0 st a m t s Gießen ist^ wie wir Kören, vom 1. November d. Js. ab Postdirektor Snell ans Schmalkalden übertragen worden. Ter Genannte ist augenblicklich bei der Neichspostverwaltung in den besetzten belgischen Gebieten beschäftigt.
Die Auszahlungen der Familien unterstütz ungen an die Angehörigen der zum Heeresdienst Ein- Kerwenen für 16. bis Ende Sevtember 1916 findet vom 1b. bis Ist. September statt. Näheres siehe Bekanntmachung.
** Aeltere Zahlkarten. Die Frist für den Aufbrauch der vor dem Inkrafttreten des Postscheckgesetzes (1. Juli 1914) hergestellten blauen Zahlkarten sowie der Nachnahmekarten und Nachnahme-Paketkarten mit anhängender Zahlkarte ist vom Reichs- Postamt dis Ende März 1917 verlängert worden.
** Ren tenempfän ger. Die SdembNuchs-BeMsgenossen- schafl, Sckktton V, Münster i. W., teilt mit: Da im Hinblick auf bi-e augenblicklichen Airbeitsverhältniffe die Mitarbeit von Unfall- reutenempfängeru bei Einbringung der Ernte dringend wünschenswert ist, andererseits aber nicht ausgeschlossen erscheint, daß sich diese Personen durch die Besorgnis vor einer Herabsetzung oder Entziehung ihrer Rente hiervon abhalten lassen, erklären wir Uns bereit, hie Beteiligung an Erntearbeiten grundsätzlich nicht MuM Anlas von Rentennrinderrmgen zu nehmen und ettvaige Anzeigen von dritter Seite unbeachtlich zu lassen.
*• Das heutige Kreisblatt enthält Bekanntmachungen: Ausnahme von dem Verbote von Mitteilungen über Preise von Wertpapieren usw.: Aenderung der Verordnungen über die Regelung de« Absatzes von Erzeugnissen der Kartoffeltrocknerei und der Kartoffelstärkefabrikation ; Bestätigung von Schecks durch die Reichs- bank. Außerkrafttreten der Bekanntmachung, betr. den Handel mit Mehl. Verarbeitung von Gemüse; Regelung des Fleisch'- Verbrauchs: Brotzusatzkarte fürwerdendeMü U e1; Nachprüfung der Erntevorschätzungen im Jahre 1916; Rechtsmittel gegen die Gernzrndesteuerveranlagung.
* Städtischer Eierverkaus. Freitag, den 15., und Dienstag, den 19. September 1916, wird für die Brotmarken- bezirke I—VIII gegen Vorzeiqen der Brotmarken-Ausweiskarte auf den Kopf der Bevölkerung e i n E i zum Preise von 2 9 P f g. abgegeben. Näheres stehe Bekanntmachung.
Landkreis Gießen.
LJ Lang-Göns . 12. 5 ept. Musketier Wilhelm A r tz , Sohn des Schneiderineisters Konrad A. Artz, erhielt die Hessische Tapserkeitsmedaille. — Unteroffizier Sally Grünebaum wurde als vermißt gemeldet. ^ t ^ .
' Londorf. 13. Sept. Der Wehrmann ktttedr. Decker von hier, der seit Kriegsbeginn inr Felde stebt, erhielt für tapferes Verhalten vor dem Feinde die Hessische Tamerkeitsmedaille.
" Stangenrod, 12. Sept. Die Hessische Tapferkeits- Bnedaille erhielt für tapferes Verhalten vor dem Feinde der seit -Ariegsbeginn inr Felde stehende Wehrmann im Landw.-Jnf.-Rgt. Mr. 116 Otto Becker von hier.
Kreis Büdingen.
da. Büdingen, 12. Sept. Landsturmmann Friedr. S ch e i d, Büdingen, erhielt die Hessische Tapserkeitsmedaille. — Gefreiter Hugo Spangenberg erhielt die Hessische Tapserkeitsmedaille.
Kreis Alsfeld.
oz. Alsfeld, 12 . Sept. Vizefeldwebel Heinrrch Koch aus ^ttMeld (AktuariatSassistent in Darmstadt) wurde zum Offizier- Stellvertreter ernannt. . ^ ,
oz. Vadenrod, 12. Sept. Ersatzrefervist Heinrich Schäfer ^m Infanterie-Regiment Nr. 116 wurde mit dem Eisernen Mreuz 2. Klaffe ausgezeichnet.
Kreis Schotten.
□ Laubach, 11. Sept. Der grast. Jäger Wilhelm Karl Krauß und seine Ehefrau Mar« Luise gck. Meyer feierten gestern „Gvldene Hochzeit" im Kreise ihrer Kinder. Unter den zahlreichen Ehrungen in Gestalt von. schriftlichen Glückwünschen und Blumen ßpenden befand sich auch ein Bild des Großherzogs mit eigenhändiger Unterschrift und ein solches von hieftgen Mitgliedern des gräflichen HauseS. — Bei der guten trockenen Witterung der letzten Dage konnte die Getreideernte endlich eingefahren sverden. Die Landwirte sind nun mit Mähen des Grummets beschäftigt, das
E xote das Heu dieses Jahres gut und reichlich ausgefaUeu ist, auch anhaltender trockener Tage bedarf, um frisch emge- ; zu werben Tüchtig hat der Sturmwind der vergangenen Woche das Obst durchgeschüttett. An den Kreissttaßen fandet Dieses Jahr keine ösferttlichen Versteigerungen statt, das Obst wird Lws der Hand, dre Aepfel zu 22 Mark der Zentner Taftlobst verkauft werden. Reiche Bettäge liefern diesmal die Zwetscheckbaume, nne verlautet soll die Ernte von der Heeresverwaltung ausgekauft rfterden Den privaten Besitzern fehlt es nun wr^er an dem Em- mtachzucker, der von der Verwaltung des Krefies Schotten rmr mft Verzögerung ausgegeben werden kann, obwohl die Reise der Fruchte die Ausgabe dringend nötig tnachen.
Kreis Friedberg. .. ^ .
dvs. Bad-Nauheim, 12. Sept. Der Gardist Heinrich Mell von Ober-Mörleu erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klaffe. —
Der Obermaat Wilhelm Salzmann von hier wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.
oa. Burg - Gräseur 0 de, 12. Sept. Dem Grenadier Hch. Kost beim 1. Garde-Reserve-Regiment, Sohn des Laudwirts Konrad Kost hier, wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen. Zwei Brüder Kosts haben die Auszeichnung auch schon erhalten.
dz. Butzbach, 12. Sept. Der Unteroffizier Bruno W i t t i g von hier erhielt die Hessische T a p s e r k e i t s d e n k m ü n z e das Eiserne Kreuz wurde ihm bereits im Februur 1915 verliehen
dz. Butzbach, 12. Sept. Bei den gestrigen Endkämpftn für das Wehr turnen innerhalb des 18. Armeekorps blieb die Butzbacher Schlaqballmannschast, die bereits am vorigen Sonnlag innerhalb der Provinz Oberhessen gegen Gießen gesiegt hatte, Siegerin der 25. (hessischen) Division, indem sie mit'78: 24 gegen Offenbach gewann.
Starkenburg und Rhemhessen.
sm. Jugenheim, 11. Sept. Die Meldung des „Temps" aus Born bat) über ein heftiges Erdbeben in Nvrdindien bezieht sich, wie uns die Seismische Station Jugenheim schreibt, auf ein Erdbeben im Himalaya-Gebirge am 28. August früh 6 Uhr 40 Greenwich-Zeit oder vormittags 11 Uhr 31 Bombay-Zeit, dessen Aus- gangsgebiet etwa 30 Grad nördlich und 80 Grad östlich gelegen ist. Nach den seismographischen Llufzeichnungen in Jugenheim war das Beben nur von Stär ft 2, daher ist der geringe Sachschaden in Simla, Dilhi und Lucknow erklärlich.
Mainz, 11. Sept. Im hiesigen Stadthause tagten heute die süddeutschen Bezirkszentralen der Zenttal-Einkaussgesellschaft, an der Vertreter der bayerischen nnd hessischen Regierung, Provinzialdirektor Best und Vertreter der Bezirkszenttalen Sttlttgart, München, Bamberg, Mannl>eim, Straßburg, Metz, Frankfurt a. M. und Mainz teil nahmen. Zur Beratung standen organisatorische Vorschläge zur Ernährungsftage. Die nächste Tagung findet in Frankfurt a. M. statt.
Kreis Wetzlar.
Wa. Wetzlar, 12. Sept. Dem leitenden Arzt des Gertrudishaus.Lazaretts, Geheimrat Dr. S t e i n , ist die'silberne Spange zum Eisernen Kreuz von 1870 verliehen worden. Geheimrat Dr. Stein hat den Feldzug 1870/71 als ganz junger Kriegsfreiwilliger mitgemacht.
Wa. Katzenfurt, 12. Sept. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet wurde Reservegefreiter Heinrich Kühl barsch, 63. Res.-Feld-Art.-Regt.
Hessen-Nassau.
Mordversuch.
---Frankfurt a. M., 11. Sept. Am Samstag abend wurde im Hause Homburger Straße 15 an dem Dienstmädchen Klein der Witwe Heußler ein Mordversuch verübt. Der 17jährige Tapeziererlehrling H ä u ß e r nt a n n wollte dort einen Einbruch ausführen und schlug, als ihm wider Erwarten bei seinem Schellen an der Flurtür das Dienstmädchen öffnete, dieses mit eingm Meißel mehreremal mit solcher Wucht auf den Kopf, daß es schwitr- verletzt dem Städtischen Krankenhause zugeführt werden mußte. Der Räuber wurde von hinzuftmmenden Hausbewohnern fest- genommen. Er hatte bereits wenige Tage vorher in einem Bocken- heimcr Futtermittelgcschäfi zwei Einbrüche und in einer Kondrtorei der Adalbertsttaße einen Einbruch verübt. In allen Fällen fielen ihm erhebliche Geldbeträge in die Hände, die er mit Weibern verpraßte.
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bl. Marburg, 12. Sept. Den Heldentod hat, als letzter Mann an seinem Geschütz, Unlerossizier Fritz Fl ade, Dr, phil.. Privatdozent an der hiesigen Universität, erlitten. — 2ln das hielige Landgericht fit an Siefic des in den Ruhestand getretenen Geh. Justizrats Savels der Erste Staatsanwalt Ackermann aus Ostrowo versetzt worden.
— Frankfurt -a. M., 10. Sept. Zum zweitenmal während des Krieges veranstaltet die Palmengattcn-Gesellschaft eine Kriegs gemüseschau. Während die vorjährige Ausstellimg in erster Linie der Kartoffel gewidmet roar, bietet die am Samstag er öffnete Schau eine nal>ezu lückenhafte Uebersickr über den hohen Stand der gesamten Gemiüsekultttr des Fvankfurker Wirtschaftsgebietes. Zu der Eröffiruug hatten sich neben den zahlreichen Verttetern! staatlicher und städtischer Behörden vor allem auch die Aussteller in großer Zahl selbst eingesunden. Rach kurzen Begrüßungswotten durch Kommerzienrat La d e n b u r g erfolgte eiu Ruudgang durch die Ausstellungsräume, bei dem Larrdesökvnomierat fiebert die nöttgen Erklärungen gab. Unter der FüUe der Ausstellungsgegenstände überwiegt das Gemüse. Sorgsälttge Kultur, ausgezeichnete Anpassung an den jewefiigen Baden und richtige Düngung lieferten durchweg vorzügliche Zuchtcrgebnisse. Unverkennbar ist in erster Linie die gemeinsame, ^md gegenseittge Anregung bei der Gemüsekultur, die sich bei den Gruppenausstellungeu der vielen Frankftrter und ausivärttgen Gartenbauvereinigungeu zeigt. In idealem Weltlauf suchte hier einer den andern zu überbieten. Reich haben auch, erfteulicherweise die Kriegsgärten einzelner Schulen die Ausstellung beschickt. Viele Neul>eiten bietet die mnstergültige Abteilung des Palmengarten selbst an Gemüse- Oel- und Gespinstpflanzen. Der Botanische Garten der Universrtät ftlhrt Gr stund Arzneipflanzen vor, daneben die bekanntesten Pflanzenschädlinge der Heimat. Deufiche wilde Pflanzen, die jetzt als Kriegsnot- genrüse Verwendung finden, stellt der städttsche Schulgarten aris. Von fesselndem Reiz ist die Ausstellung des agrikulttcrchcmrschen Laboratoriums beim La nd w i rts cha f tli che n In str t u t der Universität Gießen mit ihren Klfittw- und Düngungsver- suchen. Auch der Landwittschaftliche Verein für die Provinz Obcr- hesftn hat mit seinen Erzeirgnissen und wissenschaftlichen Kulturarbeiten die Ausstellung ausgiebig beschickt. Aus dem Taunus und dem Untermaingebiet führen viele Züchter eine Auswahl edelster Obstsorten vor Weitere Abteilungen sind mrt Konserveil und Dörrgemüse angefüllt: besonders hübsch ist die Aussftllrmg der wirtsckmfllick>en Frmrenschule van Bad Weilbach nnd des Cronenberger Obst- und Gartenbanvereins. Dörrapparate. Ern- kocher und anderes Wirtsckiastsgerät für Obst und Gemüsebau, von zahlreicher Geschäften ausgestellt, umrahmen die höchst sehenswerte Gemüftschan des Kriegsjahves 1916 in wirkungsvoller
Frankfurt a. M., 11. September. Tie ersten .,rn- miänischen Gefangenen" wurden am Sonntag hier ein-
gebracht, allerdings nicht durch kriegerische Eroberung. Es waren etnm 20 rurniänische Bärenführer, die man einem Militärlager zu führte. Ihre acht großen Barer wurden im Bärenzwinger des Zoologischen Gartens interniert, wo sie viel Beachtung sinder. Ilebrigens hatten sich die Rumänen bis jetzt aus wohlverständlicher Gründen allerorts als „Türken" ansgegeben.
D. Frankfurt a M., 12. Sept. Tie.Jungnrmrnschafi des Gießener R.-Kl. „Hassra" (Fr. Zutt, W. Weber, Heinr. Fleck, Herur. Wisftr, St.: W. Rupp> konnte am Sonntag bei der iuterney, Regatta des Frankfurter R.-V. „llndine" im Gaswierer einer schönen Sieg über die Frankfurter „Amreitia" erringen. Rühmend hob der Vorsitzende der „Undüre", L. Werner (Grütnder der „Hassra"' bei der Preisverteilnng die Leistungen der wackeren §)assimier hervor. Gelegentlich des Sttftungsftstes der „Hassia" aifiangs Oktober wird diese ein Gastrennen ausschreiben, worau sich voraus- sichtlich drei Frantfurtcr Vereine des Süddeutschen Ruder Verbandes („Amreitia", „Undine", „Borussia") beteiligen werden.
Höchst a. M., 11. Sept. Unter dem Vorsitz des Dekans Schmitt-Höchst hielt im Schützenhof der Mittelrheinische Verband evangelischer Arbeitervereine eine aus allen Teilen des Ver- bandsgebietes gut besuchte Abgeordnetenoersammlnng ab. Der Mcittelrheinische Verband evangelischer Arbeitervereine umfaßt gegenwärtig 32 Organisationen, die sich über die Provinz Hessen- Nassau und das Großherzogtum Hessen erstrecken.
X. Hanau, 12. Sept. Die Stadtverordneten haben gesteric einen Betrag bis zu 200 000 Mt. bewilligt zlir Einstelllmg von Milchkühen und zur Errichtung einer Schweinemästerei.
ft. Wiesbaden, 12. Sept. Die bis beute seit 1. Janilar d. Js. gezählten Fremden haben die Zahl 77 504 ergeben. Somit ist Wiesbaden das besuchtetstc Bad im Reichsgebiet und in der Oesterreichisch-Ungarischeu Monarchie.
— Vom Main, 12. Sept. In der M a i n k a n a l i s a t i 0 n wurde durch die Fertigstellung des großen Walzenwehrs bei Groß" Welzheim ein wichtiger Schritt vorwärts getan. Am Samstag konnten die ersten Schiffe dlirch die neue Fahrtrinne geleitet werden.
„Gedenket der Geburtstagrspende sür'r Rote Rreuz"!
WLtteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 13. Sept. 1916
Wolkig, meist trocken, mild._
Letzte Nachrichten.
Die vergebliche Offensive im Westen.
Basel, 12. Sept. Oberst Eg l i urteilt in den „Basler Nachrichten", es könne keine RÄ>e davion sein, daß den geringen deutschen T e r r a i n v e r X u ft e n im Somme-Gebiet eine entscheidende Bedeutung beizumL-ssen sei, namentlich tvenn der Kraftaufwand, die Zeit und besonders der Umstand in Bettacht gezogen werde, daß den englisch-ftanzösischen Angriffen ein erreichbares Ziel fehle, das ausschlaggebende Wirkung haben könnft. Auch heute, könne toeder Bapaume noch Peromre solche Bedeutung bei- gemessett werden. Bon einem wirklichen Durchbruch sei gar keine Rede mehr. Da dränge sich von selbst die Frage auf. was die Fortsetzuug der Schlacht <m der Somme und die damit verbundenen Opfer für einen Zweck haben können.
Ueber die Lage bei Verdun bemerkt Oberst Egli: die von den Franzosen in dem Raume nördlicb> v>on Verdun in der letzten Woche gemeldeten Erfolge lstitten vorläufig nur öttliche nnd keineswegs weitergehende Bedeutung. Sie könnten wohl die Linien des Gegners ein Stück znrückdrängen, aber nicht durchstoßen. Brussilow über düs Kriegsende.
Rotterdam, 12, Sept. Die Zeitschrift „Nation" führt in einem ArtKel ans, daß die Begebenheiten ans den Kriegsfchaw- plätzen in der vergangenen Woche das Borsviel großer Ereicyrfise sein dürften. Nicht nur atn Balkan seien Dinge in Vorbereitung. Tie Ruhe an der Ostfront muffe bedeicten, daß noch irgendwo eine große BeweMng im Gange sei. General A l ex e i e w^ fti ein einsichtsvoller Führer und würde die Zeft der erttäglichen Witterung, die bis znm Winter noch übrig bleibe, nicht verschtven- den. In einer Unterredung mit einem Korvespvndenten des Tsups mcherte sich Brussilow, daß er sehr z^uv-erfichtltch hoffe, die Allierten würden im August 1917 am Ende ihrer Ausgabe fern (Oder chrer Kräfte? Die Red.)
Ruffifch-nrmmnfcher Krftgsvat.
Kopenhagen, 12. Sept Nach einer Petersburger Meldung rifit die gegenwärtige Kriegslage an der rumänischen Front in rusfiscl)etr, lote rumänischen Militärkreisen lebhafteste Beun- r u h i g u n g hervor. Der Zar berief einen großenKriegsrat rrach dem Hauptguattier ein, an dem auch Jwanohv nnd der rumänische Oberbefehlshaber mit seinem Stabe terlnehmen werden. nrmänifcheti OffÄ-eve haben namentlich die Aufgabe, die rnmä- niscken Wünsche vorznbringen und den Zaren an sein BerfpDecheu. zit erinnern, Rumänien soviel russische Truppen zur Berfüguny zu stellen, daß Rumänien gegen jede feindliche Jnvaswn ge- sichett wäre. ^ ^ ,
Rftftnbrand im Petersburger Hafen.
Stockholm, 12. Sept. „Rußkoje Sloftw" zufolge ent- stand ein Riesen brau d im Petersburger Hafen, wo dre Handelsschiffe g-elöscht werden, wobei der yanze für Petersburg ausgespeicherte Getreide Vorrat ein Opfer der Flammen wurde. Das F0uer bvach um Mitternacht bei den elektrischen Getreidekranen aus. Me Petersburger Feuertvehvabteilungen wurden zu dem Löschdienste requiriert, deu Fürst Obolenski leitete. Es gelang sehr schwer, das Feuer zu lokalisieren.
Einsturz der Brücke über den Lorcnzstrom.
Quebec, 11. Sept. (WTB. Mchtamtlich.) Reuter teilt mit: Der dNittclbogen der großen Anlegebrücke über den Lorenzstvvm, der als Ersatz ftir den im Jahre 1915 gebrochenen Brücken teil eingesetzt werden sollte, ist zusammengebrochem Viele Arbetter find m den Strom gefallen. Man befürchftt den Verlust vieler Menschen, lebeti.
Sparen
denn wer spart, vermehrt unser Vermögen zum Durchhaitenl Die beste Gparmöglichkeit bietet die Kriegsanleihe. Oie Einzahlungsfristen sind bis zum 5. Februar 4941 verteilt, so daß auch der zeichnen kann, der die Summen noch nicht zur Verfügung hat - ja, wer nur 400 Mark zeichnet, braucht diesen Betrag erst am 6. Februar 4947 einzuzahlen. Vom 30. September ab wird jeder eingezahlie Betrag sofort verzinst. Geh also noch heute zur nächsten Bank, Sparkaffe, Postanstalt, Lebensversicherungsanstalt oder Kreditgenossenschaft - man wird dir bereitwilligst Auskunft erteiien.


