veiyl gü)LMct.t oertzectl. ^o,u.ug vr-, 4^-mpatD L|i iou-tuia; tu i- crfmirnivioftt. Jedoch wurde, wie schon mrg^eutet, die Felsen- Kulisse erst bei Anbruch der Dunkelheit erträglich. Die Frage der Vcrsatzstücke ivird eben ans einer Bühne im Freien kaum jemals restlos zu lösen sein. Alle diese Einwände reichen aber nicht tzin. den Gesa mterfolg der Aufführung zu beeinträ>ehtigen. Au einer nochmaligen Aufführung kann man nur ermuntern.
** Zur fünften Kriegsanleihe. Aus Sparkassekreisen wird mitgeteilt, daß bei den Sparkassen jEinlagen abgehoben werden, da den Einlegern von irgend «einer Seite vorgeredet ivird, es werde an die Beschlagnahme der Sparkassen gelben gedacht. Dieses Gerede vermag sich zu halten, ockwohl schon wiederholt darauf hingeiviesen wurde, daß keine amtliche Stelle an eine solche Beschlagnahme in irgend einer Form denkt. Die iarntlichen Stellen vertrauen, wie bei beit früheren Kriegsanleihen, so auch dieses Mal fest auf den gesunden Sinn des Volkes, das zu urteilsfähig ist, Um sich durch Gerüchte der erwähnten Art von der Erfüllung seiner vaterländischen Pflicht abhalten afu lassen. Die Behörden sind angewiesen worden, die Verbreiter dieses und ähnlicher Gerüchte zu ermitteln und sie entweder zur Bestrafung zn bringen oder durch Bekanntgabe ihrer Namen der öffentlichen Beurteilung zu übergeben, die sie als Schädiger des Vaterlandes verdienen.
** Rumänische Kleie. Von unterrichteter Seite wird uns mitgeteilt: Durch die Blätter gehen in der letzten Aeit des öfteren Meldungen, wonach das häufig anftretende Wpoeinesterben bald auf verdorbene, ans dem Ausland »eingeführte Kleie, bald auf unbekannte Seuchen zurückzu- stchren sei. Es wird sogar behauptet, die rumänische Kleie sei vergiftet. Alle diese Mutmaßungen sind von der Wahrheit weit entfernt. Die Ursache des allerdings sehr be- La genswerten Sterbens der Schweine ist lediglich die be- jkamte Ro tlaufseuch e, die in diesem Jahre besonders
K g auftritt. Ihre starke Verbreitung ist ans mangelnde rcht zurückFuführen. Beim Umgang mit dem Fleisch kranker und deshalb notgeschlachteter Schweine ist in vielen gölten versäumt worden, gesunde Tiere vor der Berührung vrit Abfällen oder Abspülwasser zn schützen. Gewöhnlich Wird das gekaufte Fleisch abgewaschen und das bluthaltige GpLlwasser entweder an die Schweine verfüttert oder doch wenigstens in den Hof gegossen. Somit ist die Möglichkeit gegeben, daß die in dem Blut befindlichen Krankheitserreger auf gesunde Schweine übertragen werden. Erfreulicherweise ift das Schweinesterben in der letzten Zeit in Hessen mit Schutztmpfnngen erfolgreich bekämpft worden, so daß mit einem Erlöschen der Seuche baldigst gerechnet werden kamr. Besitzer von Schweinen können ohne Bedenken auch weiter ausländische Kleie verfüttern. Sie ist nicht vergiftet; die Seuche ist in gleichem Umfang auch in Geständen aufge- treten, die nur mit einheimischer Kleie gefüttert worden sind. (Nachdruck erwünscht.)
** Verhaftet Gestern gelang es der hiesigen Polizei, jden Ladenkassendieb, der in letzter Zeit verschiedene hiesige Geschäfte h-einrgesucht hat und auf den wir schon einmal hengewiesim hatten, in der Person eines hiesigen Hausburschen dingfest zu machen. Das ganze Geld, das er in den Strümpfen unter den Fußsohlen mit sich führte, wurde noch bei ihm vorgefunden, so daß es den Geschädigten wieder zurückerstattet werden konnte.
** Dieb stahl. In der Nacht znm 9. September wurde an zwei Stellen in hiesiger Stadt eingebrochen, wobei den Dieven, es müssen mehrere Personen gewesen sein, außer einem ansehnlichen Geldbetrag ein schwarzweiß melierter Ueberzieher mit schwarzseidenem Futter, ein silb. Ziga- «tten-Etui, gez. H. S., verschiedene ausländische kleine Münzen, schwarze Wolle, graue Stocken, Zucker, zwei Dosen fcbectmsxit, eine hellbraune Handtasche und ein Paar Henren-llhchalla-Normal stiesel Nr. 43 in die Hände fielen. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen.
— Ueber das Kuchenbacken wird uns geschrieben: Rach den Bestimmungen der Bekanntmachung des Kreisamts vom 21. August, veröffentlicht im Kreisblatt Nr. 102, betreffend die Be- Veitung von Obstkuchen, dürfen Bäcker nur solche Obftkuchen von Privatpersonen zum Ausbacken annehmen, deren Teige mit Backpulver unter Ausschluß der Verwendung von Hefe hergestellt sind.
** Zeiß Wanderschau hatte am Samstag und Sonntag recht gatten Besuch auUuwersen. Im Mittelpunkt des Programms Hetzt eine Sängerin $ai Pferde, Thevese Hüttmann, die bei ihrem GosarrgSvortrag gleichzeitig den Bewegungen des Pßndes, eines lpoachtvvllen GoüHarbwaÜachs Beachtung schenken muß. Außerdem -ejgeu sich komische Tanzkünstler, türkische Gaukler, ZoHnathleten -md Spaßmacher am Werk. Für das Gckwtene bewies sich das Publikum sehr dankbar.
* Ein gute« Mittel gegen Kartoffelkeim- btldung, das bei ungeeigneten Lagerräumen benutzt werden sollte, besteht darin, daß man den Boden des Lagerbebältnisses handhoch mit kleingeschlagenem Koks bedeckt. Die Beseitigung der im Laufe der Zeit sich zeigenden Keime geschieht zweckmäßig erst beim Verbrauch, weil sonst allzuleicht schwarze Druckstellen «tstehen.
** Das heutige Kreisblatt enthält Bekanntmachungen Aber die Mehlpreise des Kvmmwrakverbandes, die Ergänzungs- mahl des Kreistages durch die 50 Höchstbesteuerten des Kreises, die Wähl von Mitgliedern des Kreistages durch die Bevollmächttg- tett der Gemeindevorstände, sowie Rechtsmittel gegen die Gemttnde- Aeuerveranlagung für 1916.
Landkreis Gießen.
** Allendorf a. d. Lda., 11. Sept. Der Sohn unseres Herrn Pfarrer« M i ck e l, der als Kriegsfreiwilliger seit 1914 dient, hat als Leutnant in Galizien da? Eiserne Kreuz 1. Klasse erhalten. Die Tapferkeitsmedaille und das Eiserne Kreuz 2. Klasse besitzt er schon. Im Frieden steht er als Pfarrer in Rhemheffen.
ga. GeilS Hausen, 10. Sept. Gefreiter Wilhelm N ü h l, Sanitätsgehilfe de« 2b. Feldart.-Regts. Darmstadt, erhielt das SanitätSkreuz. Unteroffizier Wilhelm Ranft wurde in den schweren Kämpfen an der Somme verwundet. Es ist seine zweite Verwundung während des Krieges.
ga. G r ü n b e r g, 10. Sept. Leutnant der Res. Dr. Lenz «auS Atzenhain, früher Lehramtsassessor an der Realschule in Grünberg, der im vorigen Jahre während der Offensive im Mas- Mosel-Gebiet schwer verwundet worden war, erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille.
u. H e u ch e l h e i m, 9. Sept. Daß die edle Turnerei während des Krieges auch hier nicht geruht, sondern tüchtig weitergepflegt »Hürde, beweisen die schönen Erfolge, die unsere jnngen Turner »owohl gelegentlich des letzten Feldbergfestes als auch noch in erhöhtem Maße am 3. September errangem Bei dem an diesem Tag auf der Hardt stattfindenden Gauwetturnen erreichte in der Zög- lmgs-Oberstuse: Herm. Wagner mit 861/2 Punkten den 3. Preis, E. Rinn mit 80 den 12., Herm. Volkmann mit 761/2 den 18., Willi Sack Mit 76 den 19., Adolf Rinn mit 721/2! den 25., Ab. Gernandt Mt 65 den 40., Herm. Becker mtit 631/2 den 43. und Otto Gorr mit 58 Punkten den 54. Preis. In der Zöglürgs-Unterstufe holte Denn. Freitag mit 85 Punkten den 3. Preis, Er. Gllbert Mit 78 bar 12., Paul Volkmann mit 731/2 den 21., Adolf Reuschling mtb Otto Schleenbecker mit je 691/2 den 29., Paul Schmidt und Herm. Mnn mit je 67 den 34., Ernst Hofmann mit 63 den 43., Rudolf Kreiling mit 5 71/2 den 52., Ludwig Kröck mit 59 den 58. und Otto Zehner mit 54 Punkten den 59 Preis, Bon den mitturnenden Schülern erhielt Robert Römer mit 871/2 Punkten den 2. und Herm. Kröck mit 80 Punkten den 8. Preis. .Außerdem wurden Otto Volkmann mit dem 19., Mthur Jung mit
ociu ^5., Mioit uuluu uuj Arthur ^uhnerder utu. Dem zi., 1LIL Kreiling mit dem 39., Ernst Schmidt und Frz. BolkMann mrt dem 40., Aug. Römer und Di. Mandler mit dem 42., K. Schmidt mit dem 4,9.^ K. Reidel mit deM 45. und Otto Mandler mit dem 29. Preise bedacht.
1p. Hungen, 9. Sept. Von dem in russischer Gefangenschaft sich befindenden Richard P l e t s ch von hier ist nach fast halbjährigem Schweigen bei seinen Eltern die Nachricht eingegangen, daß er mit einer größeren Anzahl Gefangener im April von Ostsibirien fortkam und nach vierwächentlicher Eisenbahnfabrt in Südrußland (Station Satancll angekommen sei, wo er in einer Fabrik arbeite. — Vielleicht ist diese Mitteilung eine Beruhigung für andere Angehörige russischer Gefangener, die ebenfalls lange ohne Nachricht geblieben sind.
g. 'Steinbach, 11. Sept. Matrose Kurt Koehler, Sohn unseres Ortsgeistlichen, auf einem U-Boot iit besonders verantwortungsvoller Stellung sich befindeird, erhielt am 5. ds. Mts. das Eiserne Kreuz 2. Kl. Kurt Koehler stand vor dem Kriege bei der Handelsmarine, machte bei ihr mehrere große Seereisen mit und rettete, als das bett. Schiff bei Kriegsausbruch in dem Heimathafen Antwerpen an langte, vor der Wut des belgischen Pöbels mit Mühe das Leben.
Kreis Alsfeld.
02 . Alsfeld, 11. Sept. Dem Armierungsfoldaten Heinrich Kern (Arniierungsbataillon 63) wurde das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Kriegsverdienste- am Kriegsbande verliehen. Kern ist inzwischen an einer schweren Krankheit in einem Reservelazarett gestorben.
X Alsfeld. 10. Sept. Wie anderwärts, so ist auch hier von Agenten der feindlichen Mächte das Gerücht in Umlauf gesetzt worden, die Guthaben bei den deutschen Sparkassen würden demnächst beschlagnahmt. Um dem durchaus unsinnigen Gerücht entgegenzuwirken und um auf die Spur der Verbreiter zu kommen, hat das KretSamt Alsfeld eine Belohnung von 50 Mark ausgesetzt.
ga. Merlau, 10. Sept. Musketier Heinrich K ä in m e r Sohn des Johann Kämmer, ist am 20. August in einen! Feldlazarett fürs Vaterland gestorben. Sein Bruder, Pionier Karl Kämmer, kam bei Kriegsbeginn ins Feld und erhielt das Eiserne Kreuz.
Kreis Schotten.
** Schotten, 10. Sept. Dem Unteroffizier Ludwig K a l t e ritz aus er, zurzeit im Armieruugsbntaillou 103, ehenraliger Angehöriger des Res.--Jus.-Rgts. 116, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. •
R., Bobenhausen II, 10. Sept. Der Lehrer Louis Schuchardt von hier starb am 28. August in Galizien ben Heldentod fürs Vaterland. — Den Kriegsfreiwilligen Julius Hermann und Karl Repp, beide von hier, bet dein 5. Dragoner-Regiment, gegenwärtig in Galizien kämpfend, wurde die Hessische Tapferkeits Medaille verlieheii.
oa. Laubach, 10. Sept. Reservist Wilhelm Hofmann iin Landwehr-Jufanterie-Regk. 83, erhielt vor einiger Zeit die Hessische T a p f e r k e i t s m e d a i l l e. — Der Gräfl. Jäger Wilhelm Karl Krauß und seine Ehefrau Marie Luise geb. Meyer begingen den Tag der Goldeneii Hochzeit.
Kreis Friedberg.
---- Friedberg, 10. Sept. Das Kreisamt bezeichnet, wie so viele andere Kreis- und Landratsämter, den vonc Kriegsernährungsamt festgesetzten Zwetschenhöchstpreis von 10 Mark im Hinblick auf die sehr gute und reichliche Ernte in der Provinz Ober- Hessen als zu hoch. Es hat infolgedessen den Einkaufspreis für den Zentner Zwetschen auf 7—8 Mark und für auserlesene gepflückte Tafelware auf 10 Mark festgesetzt. Als Verkaufspreis im Kleiit- handel dürfen 15 Pfg. für ein Pfund nicht überschritteir werden.
oa. St a x cf) e n, 10. Sept. Dem Gardisten August Weiß bei der 12. Kompagnie des 115. Infanterie-Regiments, wurde das Eiserne Kreuz verliehen.
oa. Nieder-Erlenbach, 10. Sept. Grenadier Wilhelm Brückmann, beim Ers-Res.-Jnf.-Rgt. Nr. 1, erhielt das Eiserne Kreuz und die Hessische TapferkeitSniedaille.
oa. Vilbel, 10. Sept. Das Eiserne Kreuz wurde dein von hier gebürtigen Techniker bei der Frankfurter Baupolizei und Gefreiten beim Armierungsbataillon 119, R. Wagner, und denl Flieger-Gefreilen Karl Wolfs von hier verliehen.
Kreis Wetzlar.
ra. A tz b a ch , 10. Sept. In der hiesigen Gemeinde haben 17 heimatlose Krieger aus dem Regiment 254 für ihren 14lägigen Erholungsurlaub eine gastliche Aufnahme gefunden. Der Oberst des Regiments hat bereits den edlen Gastgebern seinen Dank ausgesprochen ; die wackeren Urlauber gönnen sich keine Ruhe, sie helfen überall in der Landwirtschaft tüchtig mit.
va. Aus dem Kreise Wetzlar, 11. Sept. Das seitherige schöne Wetter hat den Fortgang der Erntearbeiten unserer Gegend außerordentlich gefördert. Die Fruchternte ist völlig beendet, ja trotz der fehlenden Arbeitskräfte sind aus tneien Ortschaften schon die Dreschmaschinen abgewogen. Jetzt ift die Grummeternte flott im Gang, im Gegensatz M der verregneten Heuernte wird ein-g gan^ vorzügliche Qualität eingebvacht. Mit der neuen Woche beginnt auf der ganzen Linie die Zwetschenernte, die Bäume sind vielfach unter der schweren Last zusammen gebrochen. Auf fast allen Bahnstationen sind rheinffche Obsthändler eingetroffen, um den Bedarf für die großen Städte zu decken. Ter Zentner Zwetschen wird überall mit 10 Mark be-aUt, im Kleinverkauf (unter 20 Pfd.) ift der Höchstpreis pro Pfund auf 15 Pfenrrig festgesetzt.
Hessen-Nassau.
— Frankfurt a. M., 9. Sept. Auf der Fohtt nach der Westfront berührte am Freitag Generalfeldmarschcük von Hin- d e n b u r g in Begleitung des Ersten Qnartterineisters Generals der Infanterie von Ludendorff den hiesigen Südbahnhof. Während des etwa viertelstündigen Aufenthalts hatte das rasch sich in großer Anzahl versammelte Publikum Gelegenheit, den großen Feldherrn in seinem Salonroagen zu begriißen. Hindenburg, der den Wagen nicht verließ, fühtte von seinem Arbeitstisch aus rnehrere Ferngespräche, die für ihn durch eine rasch hergestellte Leitung vermittelt wurde. Indessen hatte General Ludendorff aus dem Bahnsteig einige/Erfrischungen zu sich genommen. Bei der Abfahtt bereitete die Menge den beiden Heerftihrern stürmische L»uldigungen, ivofür die Herren fteurrdlichst dankten. Die Weiterfahtt erfolgte über Mainz, wo ebenfalls ein kurzer Aufenthalt gcrwmmen wurde.
X Hanau, 8. Sept. Nachdem Admiral S ch e e r zum Ehrenbürger der Stadt Hanau ernannt worden ist, hat der Magistrat einen kunstvoll ansgestatteten Ehrend ürgerb ries Herstellen und diesen an Admiral Scheer mit einem Schreiben abgehen lassen.
g. E s ch w e g c a. d. Werra, 9. Sept. Durch ein verheerendes Großfeuer wurde während der vergangenen Nacht das gesamte Bauerngehöft des Landlvirts Kohlhaasc in dem benachbarten Dorff Germerode vollständig eingeäschert. Mitverbrannt sind die bis jetzt eingebrachren diesjährigen Ernte porräte und drei fette Schweine. Kohlhaase erlitt bei den Rettungsarbeiten erhebliche Brandwunden. Der große Schaden ist nur teilweise dikrch Versicherimg gedeckt. Die EntstehungsNrsgche ift noch unbekannt.
Sindlingen, 10. Sept. Die Gemeindevertretung stimmte ,nit überwiegender Mehrheit einem E i n g e >n e i n d u n g s - V e r- t r a g mit der Nachbarstadt Hoch st a. M. zu. Nach Genehmigung des Vertrages durch die Höchster Stgdtverordneten-Versammlnng wird die Angelegenheit der Wiesbadener Regierung zur Weiter- beratung unterbreitet.
X. Aus der Rhön, 10. Sept. J,n ehemaligen Schlosse zu H a m m e l b u r g , erbaut in den Jahren 1725 bis 1731, brach Großfeuer aus. Der Dachstuhl und der südöstliche Eckbau brannten vollständig nieder. Der Schaden ist groß; die Entstehllngsursache noch unbekannt.
vermischtes.
Ansbriiche des Aetna.
Bern, 9. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Französische Blätter melden aus Rom archerordentlich heftige A u S b r ü ch e d e 8 Aetna. Ter Hauptkrater sei eingestürzt. In der italienischen Presse verlautet noch nichts davon.
— Frankfurt a. M., 10. Sept. Der Häuserverwalter Knrl Weber wurde von der Strafkammer tvegen wucherischen Kettenhandels zu 2000 Mark Gelbstrafe verurteilt. Wenn er dem Antrag des Staatsanwalts geinäß zu 4000 Mark verurteilt worden wäve, daim hätte ihn die Strafe wirklich am 0)cldbeutel geschädigt. Do Weber aber, wie die Verhandlung reststelltt, ohntt jede Mühe und Unkosten lediglich) für 23 500 Mark Rtarmelade emlcurfte und diese noch am glttchen Tage für 26 700 Mark iveiterverkauftc, so verdiente er bei der Schiebung 3200 Mark. Er hat also nach Abzug der gerichtlichen Strafe von 2000 Mark noch immer 1200 Mark bei dein „Geschäft verdient". Das Urteil der Strafkammer widerspricht dem gesunden Reckstsempftnden des Volkes.
X Hanau. 10. Sept. Das Schöffengericht Windecken hat den Landivirt Jakob Vetter imb dessen Ehefrau in Oberdorfelden wegen Ueberschreitung der H ö ch st p r e i f e beiin Verkauf von Schlveinerr zu je 500 Mk., also zu insgesamt 1000 Mk. Geldstrafe verurteilt. Beide hatten zwei Schweine verschiedenen Personen für 1000 Mk. zum Verkaufe angeboten, obwohl die Schlachttiere nach den Höchstoreisbeskintmtlngen nur einen Wett von 543 Mk. besaßen.
Metkoroiogische Beobachtungen der Station Gießen.
Sept.
1916
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Nebel
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Höchste Temperatur am 9. bis 10. Sept. 1916: -ft 28, 2° C. Niedrigste „ „ 9. „ 10. . 1916: -ft 11,8° 6.
Niederschlag 0,0 mm.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 12. Sept. 1916: Bedeckt, zeitweise Regensalle, tagsüber etwas kühler.
Letzte Nachrichten.
„Ne/ten wir Venedig!"
Bern, 10. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Unter der Ueberschrist: Retten wir Venedig! bringt „Corriere della Siw-cr" die Zuschrift eines Abgeordneten, ivonach ö sie r- reichische Flugzeuge fast unfehlbar in jeder mondhellen Nacht nach Venedig kommen und die Bevölkerung in höchsten Schrecken versetzen. Um den Angriffen ein Ende zu rnachen, verlangt der Abgeordnete Vergeltungsmaßregeln, vor allen Dingen eine ernsthafte Bombardierung des Arsenals von Pola, über dem die Italiener erst einmal erschienen seien. Wenn man entschlossen vorgehe, müsse man Pola, auch wenn es einige Flugzeuge koste, ernstlich treffen können.
Neue Zumutungen an Griechenland.
Budapest, 11. Sept. Das Sofioter Blatt „Mir" meldet aus Athen: Die Gesandten der Bi er v erb a n dsmä chte erschienen gemeinsam beim gttechischen Ministerpräsidenten Zaums und forderten, die griechische Regierung solle eine Zone feststellen, auf der rnt Falle des Uebertritts von Bulgaren aus dieses Gebiet die gttechischen Truppen gegen die Bulgaren in Llktion treten sollten. Die Gesandteil erklätten, wenn die Regienmg bicrfe Forderung nicht annehme, werde die Zone von General Sarrail festgesetzt werden.
200 000 streikende Eisenbahner in New Uork.
Haag, 11. Sept. „Daily News" meldet ans New Pork. daß sich <m dem Eifenbahneraus stände in New A 0 rk bis jetzt 200 000 Mann beteiligen. 150 Meilen des Eisenbahnnetzes sind schon durch den Strttk außer Bettteb gesetzt.
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