trm rben tn>it deutschen Hydroplanen durch Bvvrbenwurfe vertriebn. Die letzteren bombardierten ntit Erfolg, die r u s s i
upKivn 1-uu^.UUtUl.UI MLU ^-UUty WC l U | | l -
scheu Schisssein beite n iin Hafen von Konstanza, Lager- Häuser, Petroleumreservoire und den Bahnhof. Sie Marsen über 200 Bomben auf den Hafen, die DepoIs und die Kasernen von Mcmgatta.
An der mazedonischen Front herrscht Ruhe.
Ein erfolgreicher Luftangriff auf Conftauza.
Berlin, 9. Seht. WTB. Amtlich.) Deutsche See- flugzenge belegten am F. September mittags Getreideschuppen, Öltanks und den Bahnhof Constanza, sowie im Hafen liegende russische Scestreitkräfte mit gutem Erfolg jrrit Bomben. Trotz starker feindlicher Gegenwirkung firtb sämtliche Flugzeuge unbeschädigt zurückgekehrt.
Erfolgreiche Beschießung MangaliaS.
B erlin, 9. Sept. (WTB. Amtlich.) Eins unserer Unterseeboote beschoß die Stadt und die Hasensnlagen von M an - galia an der rnmänischen Schwarzen Meerküste erfolgreich mit Bomben.
Berlin, 11. Sept. Das „Bett. Tagebl." schreibt: Mm: hat ein Recht, zu sagen, daß auf dem rumänischen Kriegsschauplatz die Rächt' schnell schreitet. Bor 14 Tagen ließ die Regierung nn Bnftrrcft die heuchlerische Maske fallen. Am 6. Septembep Mtchmen deutsche und bulgarische Kräfte in energischem: Anlauf den staiS beseitigten Brückenkopf Tutrakan und setzten, wie die feindliche D«Lse entmutigt jiij.geffHjt, ein Zehntel der ru manischen Streitkräfte außer Gefecht. Run ist am zweiten Sonntag lurck der verhängnisvollen Kriegsedklärung auch Silistria, der zweite wichtige Brückeubvpsi< der die Verbindung mit der Do- bnutdscha sichern und offen Halden sollte, in den Händen der deuttck-- bulgarischen Sieger.
Rach einem Bericht des „Lokalanzeigers" gleicht Bukarest ijebt letztem Mittwoch einer kopflos fliehenden v er zweifle lten Stadt. Als die Nachricht von dem Verluste Tutrakans >sich verbrettete, wurden die Fahrkartenschalter gestürmt und Karten für die nordwärts gehenden Abendzüge gekauft. Die mit den, südwärts kommenden Zügen erntreffenden Flüchtlinge steigerten die «Panik durch schreckliche Berichte vvn dem Borrücken des Feindes. Ein Offizier des Genevalstabes, der aus S i l i st r i a eintraf, wurde vvn der ängstlich fragenden Menge halb erdrückt. Gegen drei -andere Offiziere entlud sich plötzlich die kochende Volkswut. a« wurden mit heraus gerissenen Stei neu totge- sch lagen.
Ueber die Rückkehr des Gesandten von dem Busche erMrt die „Vossisclst Zeitung", daß die Verhandlungen in Bukarest durch Ve rmittlung eines rrerrtralen Staates soweit gediehen seien, daß mtt der Abreise des gesamten deutschen und österreichisch- ungarischen Gesandtschafts- und Konsulatspersonals ans Uleabecg im Verlause dieser Woche zu rechnen ist. Ihm würden sich noch andere in Rumänien ansässig gewesene Angehörige der Zentral machte anschließen.
Der König von Bulgarien beim Kaiser.
Berlin, 9. Sept. (WTB. Amtliche Ter König der Bulgaren, begleitet von dem Kronprinzen, ist im G r o ß e n H a u p t g u a r t i e r im Osten zu Besprechungen mit dem Kauer emgetroffen. Im Gefolge des Königs befinden sich Exzellenz Tobooottsch und die Flügeladintanten Oberst Storanoft nnd Major Kvlfaff
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Der König von Griechenland an die treuen Offiziere.
Haag, 9. Sept. (Zf.) Der Athener Korrespondent der „Teures meldet, daß König Konstantin crm Mttt-
157 Offiziere der 11. Mvifion ans Saloniki in .Audienz empfangen h<rt, die sich geweigert hatten, sich der ,revolutionären Bewegung anzuschließen. Unter ihnen befanden sich mehrere Offiziere, die an dem Angriff auf den Irrten den Redakteur des venefelistischeri Blattes in Saloniki rterlgenommen hatten. Der König hielt eine Ansprache, in Ger er ihre Treue lebhaft rühmte. „Mit solch einem .Heere chnd unter Anführung mit Männern, wie Sie es sindl bin Ä. jedemFeindzu trotzen." Weiter sagte der
Mnrg, daß ihre Namen mit ehernen Buchstaben in die Ge «schichte eingezerchnet seien. Der König fuhr fort:
S« haben eine unerschütterliche Disziplin. Treue und Ergebenheit gegen ihren König gezeigt. Durch Ihre Haltung haben 'Die Die gebrandmarkt, die ihren Eid brachen, unter denen sich bedauer- licherwene auch ein General befindet, der Führer, der Ihre tzioi- sron kommandierte. Ich gratuliere als König und Chef. Sie legen t mir Balsam auf das Herz. In diesem Augenblick gehen meine -Gevanken zu den tapferen Unteroffizieren imb Leuten der 11 Ti fcifawt, denen ich meine Grüße und Glückwünsche übersende.
rrequith arr der eugirschcn Front.
London, 10. Sept. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus.^ Aus dem britischen Hauptquartier wird unter dery 9. September gemeldet: Premierminister Asquith hat einige Tage in dem Gelände der britischen Offensive geweilt. Der Besuch wurde heute beendet Frankreichs Finanzwirtfchaft.
Paris, 8. Sept. (WTB. Nichtamtlick).) Finanzminister Rchot legte dem Haushaltsausschuß der Kammer einen Voranschlag über die künftigen Kredite vor. Danach werden für das letzte Viertel- )ahr 1916 8 347 000 000 Franken gefordert. Die seit Dckegsaus- bruch bewilligten Kredite belaufen sich auf 61 Milliarden Franken. Gleichzeitig wird bekanntgegeben, daß der Kammer am 12. September ein Gesetzentwurf zur Aufnahme einer neuen Anleihe unter breitet werden würde. Der Haushaltsausschuß nahm die gefor derten Kredite einstimmig an.
Paris, 9. Sept. (WTB.) Eine MLtteiLung des Finanzministeriums gibt bekannt, daß die Affleilst wie die erste in Gestalt von fünsprozentigan Renten ansgegeben und die Höhe der Emission nicht begrenzt sein wird. Die Inhaber von Bons und Obligationen der nationalen Verteidigung werden die von ihnen gezeichneten .Beträge mittels dieser Titel einzahlen können, aber die dreipvozentige Anleihe wird Kl dieser Konversion nicht zrugelaffen toerden. Man rechnet mit der Ausgabe für die ersten Oktobertage.
Eine neue Konferenz der Nordstaaten.
Kopenhagen, 9. Sept. (WTB.) Amtliche Meldung. Gemäß dem Beschluß über das Zusammenwirken der nordischen Reiche, der bei der .Kömigszusanimeubunft in Malmö gefaßt worden war, und in Fortsetzung der Mi- nisterzu.sammenku.nft in Kopenhagen werden der dänische Ministerpräsident und der Minister des Aeußern, der norwegische Staatsminister und der Minister des Aeußern und der schwedische Staatsm-inister und der Minister des Aeußern am 19. Septsmber in Christiania eine Zusammenkunft ab Haltern Die dänischen Und die schwedischen Minister wohnen während der Zusammenkunft im königlichen Schloß als Gaste des Königs von Norwegen. Die Zusammenkunft ist ein Ausdruck des Wunsches der nordischen Reiche, unter Aufrechterhaltung einer loyalen, unparteiischen Neutralität zusanrmenzuwirken zur Wahrung der Gerechtsamen und Interessen aller neutraler Staaten.
Schwedisches Ausfuhrverbot für Fische.
Stockholm, 9. Sept. (WTB. Nichtamtlich) Meldung des Schwedischen Telegrammburoaus. Me Ausfuhr von Fischen aller Art ist vvn heute ab verboten.
Amerika und England.
New York, 6. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Fnnkspruch des Vertreters des Wolffschen Bureaus. Die Zeitungen besprechen die Maßregeln, die vom Senat angenommen wurden und Berge lt u n gs ma ß n a hmen g e g e n die b ritischeSchWarze ww. gestatten. Die Blätter heben den drastischen Charakter dieser Maßregeln hervor, erklären aber, daß sie berechtigt und notwendig sind. Es wurde mitgeteilt, daß, wenn diese Maßregeln sich als ungenügend zum Schutze der amerikanischen Interessen erweisen sollten, andere z!ur Beratung int Kongreß, in der- Dezember- tagung vorbereitet werden sollen. Im Senat ist mitgoteilt worden, W alle diplomatischen Anstrengungen, den aus der Schwarzen Liste stehenden amerikanischen Bürgern zu helfen, erfolglos ge wesen sind.
Mit Bezug auf die Maßnahmen, welche den Präsidenten ermächtigten, auch die Land- und See-Strertkräste, soweit notwendig, in Anspruch zu nehmen, heißt cs in der Meldung, dev Gebrauch der Flotte könnte in dem Falle nvtwiendig norden, daß amerikanische Schisse in anderen Häfen vvn der britischen Re- ifterung beschlagnahmt ivürden.
Ein neuer chinesisch-japanischer Konflikt?
. , New York, 5. Sept. (WTB.) Funksprnch des Vertreters des Wolffschen Bureaus. Depeschen aus Washington melden, daß Japan infolge des Zusammenstoßes chinesischer und japanischer Tuippen in Chengchiatung in der Ostmongolei am 13. Aug. geheime Forderungen an China gerichtet habe. Tie Lage sei sehr ernst. Glaubwürdige Berichte sagen, die Forderungen bedrohten die Herrsckmft Elstnas über die ganze innere Mongolei. In hiesigen amtlichen Kreisen beobachtet man die Entwicklung der Tinge mit wirklicher Sorge, da man eine neue chme,isch-japarnsche Krisis befürchtet, die auch die Interessen der Vereinigten Staaten berr'ihren mihfte.
Cuit it'r i eg er Trauen und der i*it allgemeinen günstigen WitterunU nicht werden. Schon die Erzielung einer mtttleren Friedensernte ist unter solchen Umständen eine hocherfreuliche Leistung. Cs ist ohne Sinn, zu behaupten, daß beim Fortfall mehrerer Millionen! Domren an Kraftfutter, die das Ausland im Frieden liefert, auch nur mrnähernd^ebensoviel Schoeine gemästet werden können, wie im Frieden. Wollte man solchen Ittvpien nachjagen, so könnte I ? It «f Kosten der direkten menschlichen Ernährung, auf Kosten Versorgung mit Brotgetreide und Speisekartoffeln geschehen, ^s fit ohne Smn, ftrr die Berechnung dieses Nahrungsbedarfesl zugrunde zu legen. Die vielfachen Mißgeschicke der .üartofteuvirt»chast beruhen zum großen Xcü darauf, daß MPi sich eingebildet hat, die Bevölkerung rönne bei der Knappheit der übrigen läahrurigsmittel annähernd mtt derselben Menge Kartoffeln auskommen, me tm Frieden.
Der türkische Bericht.
Konstantinovel, 7. Sept. (WTB.) Bericht des Haupt quartters
In Persien wurden an der russischen Front starke russi
^ W' 35 Kilometer nordöstlich von
Adelet Abad (?) vertrieben.
... ^ ^ Kaukasusfront wurde ein mächtlicher Ueber- 'S ^ trtbe | unter beträchtlichen Verlusten für ihn zurückge- ,Wegen Im Zentrum und auf dem linken Flügel kein Eveigniä von Bedeutung.
Gute Nachrichten trafen von unseren Usnte rsee bo oten «n. Z,vei feirchliche Transportschiffe und ein feindlicher Segler wurden an verschiedenen Stellen des Schwarzen Meeres vernichtet Eines unserer Unterseeboote schoß mit Erfolg drei Schüsse gegen
SmtLn ^ r a 5 p ^° r ^ 1 ^ C L' ® Dafen im
östlichen Schwarzen Meer ankerten, ab.
B»n der übrigen Tjvmt liegt keine Nachricht tnm Bedeutung
***- Der Vizegeneralissimus.
Der Sultan als Dichter.
^ *?nfl«nttnoper, 8. S-cht. (WTB.) M« BWter »er- Mentlicheu heute ern vom Sultan verfaßtes Ga sei, das Bi^-Gen«ralissimus Enver Dascha gewidmet ist und bit yeldentateu der türkischen Truppen an den MLll n verherrlicht. In diesem Gedichte heißt es, -daß die türkischen Soldaten mit göttlichem Beistand die nn- ^esürmeii Angriffe der zwei grüßten Feind-- des Islam« AuruSschlugen die m das Herz des Islams dringen woll- -ten aber schließlich chre Schwäche erkennend, fliehen innßten Tas Faknmile der von der Hand des Snltansl
? T tb Nachtrag znm amtlichen Bilderwerk über den Krieg erscheinen. Die Blätter heben ^.dieser Gelegenheit hervor, daß der Sirltan auf"dich>
Ueberliefernngen seiner Vorfahren l^lctzt, von denen mehrere bedeutende Achter getÄsen
Das neue »erfische Kabinett.
X ?i C fc U K " h Türkei und An bänger des Jsl-imS
iSrnh ^iJf i - ,lc ^ 1 er seine Studien in Xeartf du a " s «« ss-mdin bcs Absolutismus i mbte Idiu, MMiJlJaEr 1 - ^ 1>al ^ Val, von T°br,s
»dm di- englifch-kuMchc Politik
Der Seekrieg.
Ein neue- Seegefecht in der Nordsee?
Berlin, 11. Sept. Verschiedene Blätter berichten ans Bergen: Bewohner der Inseln westlich von Kaasjord und Mcrrste7«n melden, daß sie in der Nacht zum 9. September nichtsignale aus See wahrgemnnmen hätten. Gleich, zeitig wird von Sogiafjord gemeldet, daß man Schein- Werfer in Wirksamkeit gesehen habe. Maii horte von südwestlicher Mchtung schwachen Kanonendonner u.nd glaubt, daß in der Nordsee ein Seegefecht stattgeftuiden habe.
Der Untergang eines japanischen Kreuzers.
^ 25*«, (WTB.) Der „Bund" nreldet nach dem
,»rßkii Invalid", der japanische Kreuzer „Kasa gi" sei während ernes Sturnres an der Küste von 5)ekkaido gesunken. Die Besatzung habe aus 440 Mann bestanden
»
London, 9. Sept. (WTB.) Lloyds nwldet: Der bri- tische Danrpfer ,cheath Dene" (3541 Br.E-T) ist ae funken.
London, 8. .Sept. (MB.) Llohüs meldet: Der »wr- wegisck>e Dampfer „Hiß" ist versenkt würden
London 18. Sept. (WTB.) Wckdnng des Renterschen Bureaus Der schwedische Dampfer „Gcc m e w' (2585 Brntto- Mgrstei>Donnen) aus Stockholm ist gesunken. Die Mann jchaft ist gerettet.
Der Aufstand in Mederlänöisch-Zndien.
Amsterdam, 9. .Sept. (WTB.) Der „Telegraaf" mel° det aus Weltsweden: Die Aufständischen nahm«, Meara Tambesr tnt Sturm. Die inländische Polizei ist zur Sache des Islam übergegangen.
Au§ dem Küche.
Die neue Ernte.
Der Präsident des Kriegsernährungsamtes v B a t o ck i chrmbt über „.Kriegswirtschaft" in den „Mitteilungen aus dem .Krregsernahrungsanitt' u. a. folgendes : >
, ^ ne ^? rr ^, c Erzen gungsmöglichkeiten reichen, angesichts der ^sfeven dreAahrigen Ernte, trotz de,- verschärften Abschneidung der Zufuhr völlig aus, um bis zur neuen Ernte durck- zuhalten. Sie reicher aber nur dann aus, wenn die lausende Erzeumma auffecht erhalten und wenn beim Verbrauch nach jeder Hinsicht sorgsam mtt, haushälterisch umgegangen wird. Es ist 1 l d) ' l ld) ^dlbäden, daß die neue Ernte eine R e k o r d e r n t e fft. ^as konnte fte her der Knappheit an Arbeitskräften und Kunst- b€n vorjährigen Mißernte, bk die dies.
***& der bewunderns,vüroigen Pflichttreue der ^Hmdbevölkerung, vor avlem der al(eim4?irtschaftmd-
Die Goldankaufftelle
ist morgen von 3 bis 5 Uhr geö ffnet!
A«s Stadt «nd Land.
Gießen, 11. September 1916.
Amtliche Personalnachrichten. Der Groß- cm* c ® dat am 6. September 1916 dem Kammermusiker Karl M echter das Silberne Ehrenzeichen für 25 Jahre Hofdienst ver- liehen. - Ter Groß Herzog hat am 16. v. Mts. den Bahn- hofsverwalter Wilhelm M e n q e r zu Griesheim auf sein Nach- suchen vom 1. September 1916 an in den Ruhestand versetzt.
A u s z e i ch n u n g. Oberleutnant d. Res. Ed. H e s s i n g e r, Jns.'Rgt. 116 (kommandiert zum Res.-Jns.-Rgt. 99) wurde das Erserne Kreuz 1. Klasse verliehen.
ok ** Regiment Kaiser Wilhelm 116. . ist der
■ ^ Tages, an dem sich für das Regiment zu den
reichen Auszeichnungen, die ihm im Laufe der Zetten zuteil ge- wordmi find, die höchste Au^eichwung anreihte, die dem Regiment ,verden konnte, die Uebernahnste der vom Grvßherzog anae<- tragenen Chefftelle des Regiments durch den Kaiser. Das Regiment erhielt durch nachstehendes Telegramm davon Kenntnis.
Wilhelmshöhe b. Cassel, 13. September 1891. Telegramm.
Regrmient Nr. 116 Oberz«wehven.
>ich setze hierdurch das Regiment davmi in Kenntnis, daß AE Königliche Hoheit der Groß Herzog Mir heute als an Dochstseinem Geburtstag die Stellung eines Chefs des Regimentes angerragen und Ich Mich gerne bewogen gesunden habe, dasselbe anzunehmen.
Ich freue Mich, gerade an diesem Tage in eine nähere Ver- vrndung mtt dem tapferen Regimente zu treten, das die ehrenvollen Uradttronen von Gravelotte und Orleans in treuer und ersvlg- reickfer Friedensarbeit zu erhalten getvußt hat.
(gez.) Wilhelm.
Die lieber,lahme der Chefftelle wurde dem Regimente durch einen Tagesbefehl bekannt gegeben.
Welchen Jubel alle diese Gnadenbeweise im Regiment erregten, bedarf keiner Beschreibung. Ganz Hessen, besonders auch die Hei- mätprovrnz und die Garnisonsbadt Gießen, imhmen an der Freude des ,Regiments warmen Anteil und gaben dem in mannigfacher Weife Ausdruck.
Nach dem Manöver wurde noch die Benennung des Regiments festgesetzt. Im Einvernehmen mtt Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog wurde durch Seine Majestät den Kaiser am 5. November 1891 bestimmt, daß das Regttnent den Namen ^nsanterre-Regiment Kaiser Wilhelm (2 Groß- Hessisches) Nr. 116 führen solle, und ihm am 30. Januar 1892 Achselklappen mtt dem Allerlüichsten Namcm- zug Seiner Ndafeftät und der Kaiserkrone darüber verliehm
Aus Anlaß des JubiLajnms findet i >„ - im „Großherzog von Hessen" eine schlichte Feier des Vereins ehemaliger 116er statt.
Gieß euer Freilichtbühne. Durch widrige 11m- ftande gehenrmt, hat die Gießener Freilickstbühne in diesem^ Sommer nickst die gleiche rege Tätigkeit entsalten können, wie in den Jahren vorher. Die Tragödie „Des Meeres und der Liebe Wellen", die anc Samstag in Szene ging, mar erst die dritte Ern-- studierung und wird wahrscheinlich die letzte bleiben. Man muß das ehrlich bedauern, denn selbst wenn man den gleichen Maßstab anlegt mit dem man sonst die Leistungen von Vcrufsschauspielern zu messen pflegt, -so muß man sagen, daß „Des Meeres und der Liebe Wellen", in dem alle Rollen, mit Ausnahme des Oberpriesters, von Dilettanten besetzt waren, künstlerische Werte answies, die nicht gering zu veranschlagen find. Zugegeben, daß ein gut Teil des Eindruckes der weihevollen Sttmmung zuzusckweiben ist, die das veränderte Vuhnk 2 ibild bei Einbruch der Dunkelheit auslöste. Es war ein erhabener Augenblick, als der Vollmond im blauen Himmelsgewölbe hoch über der- Szene stand, da im ftackernden Lichte der beiden Fackeln H«ro ihre Klage an Leanders Leiche erhob. Es war in diesem Augenblicke der illusionistische Mstand vorhanden, der zwi- fchen den VorcKngen auf der Bühne und dem Zuschauer immer eingesckMet sein Muß und der bei Bggrnn der Aufführung, als Felsgruppe und Wachtturm ihre wahre Natur noch unschwer erkenne,! ließen, nicht genügend Vorhände,! toar. Aber gerade daß vorher schon, als noch düs Licht des Mrren Sommer- ta^eS auf der Szene lag, die Darsteller es ver
mochten, m dieser allzu bestimmten Wett eine neue Mt reiner Musion zu schaffen, das zeugt für gute schauspielerische Befähigung. Auch einzelne Unebenheiten und kleinere Mängel kamen bei dem künstlerischen Ernst, der bei allen Mit spielenden zu estkennen ,var, kaum störend znnr Bewußtsein. Es darf also demnach mit voller Bevechtigung von einem künstle r r, ch e n Erfolg gesprochen werden, der bei der großen 9luf- gabe, dre man sich gestellt hatte, eine berechttgt« Skepsis angenehm enttäuschte imd die Erwartungen überttaf. Ten größten Anteil an diesem Erfolge hatte Ruth Walther als Hero. Tie noch - iuv ge Darstellerin, die zum ersten Male auf der Gießener FEckt- bühne auftrat, spielte mit rmrkticher seelischer Anteilnahme und dies gab ihrem Spiel einen großen Zug und chrem Ton durchweg echten Mang. Dem endgülttgrn Durchbruch des Gefühles schien md \ *** Mwffse, vielleicht mehr äußerliche Hemmung entgegen - Mwttken. Würde diese Hemmung erst durchbrockZen und gewänne die tun ge Künstterin noch etroas größere Sicherheit in Gang und Bewegung, so könnte sie getrost die gleiche nnd ähnliche Mlttnj auf inner wirklichen Bühne zur Darstellung bringen. Auch die Lottrmne, du im Freien zu klein schien, dürfte unter bessere,^ akustischen B^kstiltnissen aUsreick^nch sein. Die Rolle des Lander hatte Hernz Schmidt, der in diesem Sommer als Wackffmeister m „Wallensteins Lager" und in Paul Hevses „Unter Brüdern" sich rodjit gut eingeführt hat. Seiner diesmaligen Aufgabe schien er nicht immer ganz gewachsen, wobei ,ngn allerdings in Betrackst ziche,i muß, daß für die Rolle des Leander Fönst mir eine reise Snrait in Frage kommt. Von diesem Gesichtspunkte ans betrachtet, ist auch seine Leistung als die eines nicht berufsmäßigen Sckian- spielers recht hoch zu veranschlagen. Tie ersten Szenen gelangen ihm besser wie die späteren. Auch bei ihm kann schon eine'Wiedcr- hvttmg des Stückes in mancher Beziehung korrigierend wirken. Von den übrigen Mitspielenden zeigte sich Annelotte Sievers als reckst anmuttge nnd natürliche Ianthe. Wlllielm Michel als Nankleros, Ludwig Krämer als Hüter des Tempel^ Erick, Reine wald als Heros Väter und Frl. Elsa Kutzner al^ Hevos Mutter waren teiüveise gut, teilweise befriedigend WÜbel,n Hellmuth als Oberpriester bedarf als schätzenswertes Mitglied imseres Stadttheaters 'keiner besonderen Würdigung Seine Regst- führung war sehr umsichtig. Tie Aufzüge der Priestennnen usw waren gnt angelegt, die Einschaltung des Chores beim Aufzuge be sonders wirkungsvoll. Bedenken muß nran gegen die starken Reoie striche am Dicksteruiort erleben, dst den Zustlmmerchang mancknnal uuriwch we erkemien ließe,:, Der sMiische Entwurf, der von Herrn Köhler stammt, hat m somer Mhagv bw beiden Hütten


