Ausgabe 
9.9.1916 Erstes Blatt
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hjüthe setzt mit dem! KreW 2 Klasse ausgezeichnet.

tbdewffi&ier Arnold von Mer, welcher bei einem AElcrie-, Regiment im Westen steht, wurde die hessische TapfeEitsmedaiNe verliehen.

e. Grüningen. 8. Sept. Reservist Karl H o f m a n n , der im Oktober 1914 bei den Kämpfen in Nordsrankreich verwundet worden und vor 11 Monaten znm zweiten Male ins Feld gezogen war, fiel am 2b. August fürs Vaterland.

Oppenrod, 9. Sept. Dem Musketier L. Fink wurde nach fast zweijähriger treuer Pflichterfüllung bei dem aktiven Jns.- Regt. Nr. 116, 11. Komp., das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.

Kreis Büdingen.

ba. Göbenhausen, 9. Sept. Unter Leitung von Pfarrer Naumann hat sich hier, um den Sparsinn schon im Krieg zu wecken, eine Pfennigsparkasse im Anschluß an die Be- zirkssparkasse in Ortenberg gegründet. Die Einlagen, zumal der Schulkinder fließen bereits reichlich.

ba. Büdingen. 9. Sept. Dem Untero-ffizier Karl Aenzel von hier wurde als Führer einer Train-Abteilung in Anerkennung hervorragender Leistungen dasAllgemeine Ehrenzeichen für Kriegsverdienste" am Mmde verliehen.

ba. Düdelsheim, 9. Sept. Lehrer Gerfin erhielt das Eiserne Kreuz. Der Musketier August Lotz aus Bergheim, Kr. Büdingen, erhielt dieser Tage «im Priesterwalde die Hessische Tapferkeitsmedaille. Friedrich Schneider aus Orleshausen erhielt im Osten die Hessische Tapserkeitsmedaille.

Nidda, 9. Sept. Mit dem Eisernen KreuH ausgezeichnet wurde der Schütze Adolf Schwab, Sohn des Ludwig Schwab von hier, bei der Masch.-Gew.-Komp. Res.-Inf.-Rgt. Nr. 221. Er steht bereits seit 20 Monaten im Feld. Bei dem am Sonntag in Gießen abgehaltenen Preisturnen wurden sämtliche Wetturner von T/rer und Wallernhausen mit Preisen bedacht. Es sind dies: H. Mehring 4. Pr., K. Geiß 15. Pr., R. Haas 28. Pr. In der Urrterftuie: A. Ringshausen 7. Pr., R. Freymann 26. Pr., W. Schein 38, Pr, H. Bommersheim 47. Pr., A. Geiß 54. Pr., P. Hermann 55. Pr. und H. Schmidt 61 Prr. Vom Turnverein WallernhMtsen m der Unterstufe: K. Wagner 40. Pr., A Bach 45. Pr. und K. Weftenveller den 64. Prns.

Kreis Laulerbach.

or. Nieder-Moos 9. Sept. Im Lauterbacher Kranken­haus starb der 15jährige Heinrich Seipel, der vor etwa 10 Tagen vom Scheuerngerüst abgestürzt war.

rr. U e tz h a u s e n, 9. Sept. Aus dem Felde der Ehre fiel Ersatz-Reservist Valentin Ritz, Res-Jnf.-Regt. 87.

Kreis Friedberg.

pa. Friedberg, 9. Sept. Der Landsturmmann Rudolf Rupp im Landwehr-Jnf.-Regt. Nr. 87 erhielt das Eiserne Kreuz. Er war lange Jahre bei Schuhmachermeister Karl Kiefer tätig. Gefreiter W. Hansel im Landwehr-Jnfanterie-Regiment Nr. 81 erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille.

dr. B u tz b a ch , 9. Sept. Dem Feldwebelleutnant Richard Schwarz von hier wurde das Eiserne Kreuz verliehen.

nt. Kaichen, 9. Sept. Dem Soldaten August Weiß, der bei der 12. Kompagnie des 115. Infanterie-Regiments dient, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Sein Vater steht in Rußland.

ut. Nieder-Erlenbach, 9. Sept. Grenadier Wilhelm Brückmann bejm Ersatz-Reserve-Inf.-Regt. Nr. 1 erhielt das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferkeitsmedaille. Kreis Wetzlar.

Wa. Wetzlar, 9. Sept. Für das Vaterland sind gestorben: Musketier Wilhelm Henche, Inf.-Regt. Nr. 118, aus Wetzlar- Niedergirmes. Gardepiouier Heinrich Müller, 1. Garde- piorner-Komp., aus S ch wa lba ch. Ers.-Reservist Adam D o e p p, Rei Jni -Regt. Nr. 224, aus Burgsolms. Mit dem Eisernen Älreuz 2. Klasse ausgezeichnet wurden: Willi Dietz, Teckofsizier bei Minen-.erstörungsabteiluug, aus Wetzlar. Wehrmann

.Mols Weber, Res.-Inf.-Regt. Nr. 223, aus Biskirchen. Ms

vernnßt ist gemeldet: Wehrnmnn Karl Oandolf, Res.-Ins.-

Reg. Nr. 81, aus Wetzlar.

ra. Wetzlar, 8. Sept. Nach Verordnung des Landrates darf der Klcinverkau fspreis für Hauszwetschen im Kreise Wetzlar 15 Pfennig das Pfund nicht übersteigen. Als Klein- Verkauf gilt der Verkauf an den Verbraucher in Mengen von zwan­zig Pfund und weniger. Für diese Woche sind der Stadt durch den Biehhairdelsverband Überwiesenl: 7 Stück Rindvieh, 7 Schweine und 6 Kälber. Nach dem Gelvicht der Schlachttiere entfällt aus den Kopf der BevAkenrng eine Fleischmenge von 220 Grammy Gleick>zeitig wird bekannt gegeben, daß gemäß Anordnung des Kreises der Verkauf von Aeisch an den fleischlosen Tagen nur Freitags, nicht am Dienstag, gestattet ist.

Hessen-Nassau.

[\ Marburg, 3. Sept. Im Neubau des Universitäts-Ver­waltungsgebäudes kam heute nachmittag der dort auf einem Gerüst als Betonarbeiter beschäftigte Kriegsinvalide Appel aus Lingel- bach zu Fall und stürzte mit seinem Schiebkarren in die Tiefe. Der Mann war sofort t o t.

ra. Biedenkopf, 8. Sept. Dem Bürgermeister a. D. Hein­rich Bäumer zu Hatzfeldt ist durch Allerhöchsten Erlaß vom 4. August das Allgemeine Ehrenzeichen in Silber verliehen worden.

g. Bebra, 8. Sept. Durch ein verheerende? Größ­te u e r wurden heute vormittag in dem benachbarten Dorie Mündershausen Wohnhäuser, Scheunen und Stallungen der Landwirte Heckmann und Adam vollständig ei »geäschert. Sämtliche diesjährigen großen Erntevorräte sind mitverbrannt. Der Schaden ist groß und nur zum Teil durch Versicherung ge­deckt. Die Entstehungsursache ist noch unbekannt.

Kassel, 8. Sept. Der Stadt floß durch lehtwillige Be­stimmung der verstorbenen Geschwister Wa ck ein Vermächtnis von 150 000 Mk. zu. Infolgedessen stellte die Stadtverordneten- Versammlung 600 Mt. für die dauernde Ausschmückung der Gräber der Verstorbenen bereit.

Dcmüc^te*.

* Die neue italienische Ohrenentzündung. Die Zahl der Drückeberger-Krankheiten verursachenden Mittel nimmt bei den Italienern immer größeren Umfang an. Die neueste Er­rungenschaft auf diesem weiten, fleißig bearbeiteten Gebiete ist eine Ohrenentzündungen verursachende Salbe, mit deren Vertrieb drei italienische Soldaten einen schwunghaften Handel trieben. Manchem italienischenHelden" half die kostspielig erkaufte Ohren­entzündung aus dem Schützengraben, bis das Gericht den drei Menschenwohltätern ihr Wirken unmöglich machte.

Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 10. Sept. 1916: Vorwiegend heiter, trocken; etwas wärmer.

Letzte Nachrichten.

Britische Sorgen um den Nachschub.

Amsterdam, 9. Sept. Wie aus Lonoon berichtet wird, macht England augenblickliche die größten Anstrengungen, um seine enorm enVerlnfteanderWe st frontzu ergänzen. Sämt­liche Kolonialregiermrgen sind angewiesen, sofort alle verfügbaren. Ersatztruppen zu senden und die Reftrntenanwerbung mit allen Mitteln M fördern. Von Australien erwartet die Regierung die baldige Einsührrmg der Dienstpflicht.

Die Schwierigkeiten des englischen Feldzuges in Ostafrika.

i. K ö l n , 9. Sept. DieKöln. Volksztg." erhalt aus sehr zuver­lässiger südafrikanischer Quelle die Mitteilung von riesigen Ver­lusten des Smutsscheu Expeditionskorps in Ostafrika: wonach eine ungeheure Erregung unter der weißen Bevölkerung Südafrikas Herr- sche, die Angehörige in dem Expeditionskorps gegen Deutsch-Ost­afrika habe. Den Anlaß hierzu gaben die allmählich bekannt ge-

wmdenen, geradezu entsetzlichen Verluste der SWasrikaner in

Deutsch-Ost-Afrika. Die in Südafrika in Massen eintreffenden Verwundeten und Kranken berichten schreckliche Einzelheiten von den wilden Busch- und Urwaldkämpfen. Dazu hätten die Truppen furchtbar unter Krankheiten zu leiden. Die Armee des General Smuts betrug nach zrwerlässigen Berichten 120000 Mann. Von Februar bis August soll sie über 60000 Mann Verluste gehabt haben. Die sanitären Zustände bei der Smutsschen Armee spotteten >er Beschreibung. Das ganze Smutssche Hauptquartier, auch Smuts selbst, sei von Malaria ergriffen worden. Tausende von Eingeborenen und Indern stürben an ihr dahin. Dies und der ttapfere Widerstand der Deutschen hatte überhaupt den Fortgang der Expedition in Frage gestellt, wenn sie nicht im letzten Augenblicke starke Abteilungen indischer, australischer und nenseeländisckier Matrosen als Verstärkung erhalten hätte.

Die deutsch-schweizerischen Verhandlungen.

B e r n , 9. Sept. LautZürcher Post" ist nunmehr eine V c r - standigung mit Deutschland über den gegenseitigen Warenaustausch endgültig zustande gekommen. Das LlbkomMen be­darf noch der Bestätigung durch den Bundesrat, welche in dessen nächster Sitzung erfolgen wird. Die Unterzeichnung findet vermut­lich Mitte nächster Woche statt.

Sarrailerholungsbedürftig".

Gens, 9. Sept.Figaro", ,Kcho de Paris" und an­dere Pariser offiziöse Blätter besprechen den zögernden Gang der militärischen Ereignisse in Saloniki. Sie legen in umschriebe- nen Worten Sarrail nahe, daß er eines Erholungsurlaubes bedür- ttg sei.

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Die Landesobststelle hat mich als Haupt- tommisfionär für den Obstaufkauf im Kreis Metzen bestellt, der begrenzt ist von der Bahnlinie WetzlarAlsfeld. Ich habe, um den Verkehr leichter u gestalten, als Vermittlungsstelle für den Teil des Kreises Gießen, der von der oben genannten Bahnlinie, sowie der Bahnlinie Gießen Lieh HungenTrais-Horloff begrenzt wird, die Firma Max Stern in Hungen angenommen. Auf­käufer, die sich provisionsweise mit dem Aufkauf von Obst befassen wollen, werden unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung betreffend Regelung des Verkehrs mit Obst vom 30. August ersucht, sich sofort die Zulassungsscheine von der Landesobststelle zu beschaffen und sich zwecks näherer Auskunft als­dann bei mir, bezw. der oben angegebene Teil des .Kreises bei der Fa. Max Stern-Hungen zu melden. Der Versand unterliegt, soweit es sich um Handels­gut dreht, den Verfügungen der Landesobststelle, die durch mich, bezw. Herrn Max Stern, weiter geleitet werden. 6454D

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Für die Feldbereinigung Langgöns sollen nach- stehende Lieserungen und Arbeiten in mehreren Losen vergeben werden und zwar:

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18. September 1916, vormittags 11 Uhr, auf dem Rathaus. Freie Auswahl Vorbehalten. 6420c Gießen, den 6. September 1916.

Großh. Kulturinjpektion Gießen.

H. Steinbach, Großh. Baurat.

Bekanntmachung»

In der städtischen Verkaufsstelle. Asterweg 25, erfolgt der Verkauf von Lebensmilleln nur noch gegen Vor­zeigung der Brotanswciskarte. 6439U

Gießen, den 4. September 1916.

Der Oberbürgermeister:

Letten ,

Bekanntmachung.

Durch Bekanntmachung Großh. Minineriums des Innern vom 30. August 1916 ist die Bersorgungsregelung mit Acvfclu, Birnen und Zwetscden im Großherzogium der Landesobststelle in Darmstadt übertragen. Hierdurch wird der freie Handel mit diesen drei Obstsorten un Grotz- herzogtum aufgehoben.

Der direkte Ankauf der Verbraucher beim Erzeuger ist nur gegen Bezugsscheine gestattet. Der Verkauf auf dem Wochenmarkr und in den Läden kann vorerst ohne Bezugsschein erfolgen.

Bezugsscheine sind auf dem Lebensmittelamt, Ostan­lage 39, Zimmer 1, zu erhalten.

Gießen, den 8. September 1916. 6460B

Der Ob crbürgermeister.

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Donnerstag, den 14. ds. Mts., nachmittags

1 Uhr, läßt der Schweinezuchtverein Lang-Göns im Hose des GasthausesZum Schwanen" einen gut genährten, schweren Eber versteigern.

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