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6.9.1916 Erstes Blatt
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40*16 NiwiUgeu.

) NA. Nidda, 5. Sept. Der beim Postamt ffttdda angesttllte Btriofträger Tr. plünderte seit einiger Zeit in beit stillen Nacht­stunden, wenn er ans bem Postarnt die Wache hatte, die Feldpost- pakete. Nachdem schon seit längerer Zeit der Verdacht bestand, wurde er kürzlich aus frischer Tat ertappt «und sofort vom Dienste entlassen. Hoffentlich nehmen jetzt die .Magen etwas ab, die inan gerade in unserer Gegenden ußevordcntlich oft vernehmen konnte, daß die Angehörigen im Jelide nur einen kleinen Teil der ihnen gesandten Pakete erhielten, und dann dazu noch alles Butter- und Wursö-JnhaltS beraubt

Kreis Lauterbach.

Sil. L a u t e r b a ch , 5. ©cot. Gestern nachmittag e n t g l e i st e " die Maschine des um 6 1 /, Uhr hier eintreffenden Güterzuges der Vogelsberg-Bahn zwischen den Stationen Herbstein und Rirield. Der Verkehr war längere Zeit unterbrochen und die in der Richtung nach Gießen fahrenden Reffenden konnten den um 8 Uhr von hier abführenden Anschlußzug nicht mehr erreichen. Ein.Hilfszug aus Fulda stellte mit dem nötigen Personal den Verkehr bis zum anderen Morgen wieder her.

Kreis Schotten.

r. Gedern, 5. Setzt. Eine Vertrmtensmännerversamntlung für die fünfte Kriegsanleihe fand am Montag nachmittag im Rat­haus dahier statt. Eine ganze Anzahl Vertrauensmänner war er- ,fchie»en, Marrcr, Lehrer, Bürgermeister und Kurverwaltungs- ,tzamtte aus der nächsten Umgebung. Regierungsrat Mühl- :Schotten begrüßte die Erschienenen und legte in eindrucksvoller Rede die Gttinde dar, tveshalb auch die neue fünfte Kriegsanleihe einen großen finanziellen Erfolg bringen müßte. Seine Aus­führungen haben sicherlich dazu beigetragen, daß manche aller­dings durch nichts begründete> Bedenken gegen die .Kriegsanleihe 'durch die .Vertrauensmänner beseitigt werden können. Die Aus­sprache, die sich anschlvß, nmr sehr rege und wertvoll. Es wurde «h^rvorgehoben. daß auch diesmal Wieder die Hauptwerbearbeits 'durch die Agitation von Harts zu 'Haus geleistet herben müßte, jdaß «stier auch, mo man sich davon Erfolg versprechen dürft, Vor­frage wicht unterbleiben sollen. Auf Anfrage erklärte sich Pfarrer Meid» er-Ober-Lais bereit, in den nächsten Wollten an ver- sdnedenen Orten des Kreises Schotten Vorträge über die fünfte 'Kriegsanleihe zu halten. Die anwesenden Kasseitbeamten erllärten auch in der heutigen Versammlung, daß Einlagen zur Zeichnung !für die Kriegsanleihe freigegeben werden. Wegen der großen! Musdehnnng des Kreises Schotters fanden im Kreis vier Ver­trauensmann crversammltmgen statt, in Schotten, Laubach, M- richftein tnrd Gedern.

Kreis Friedberg.

F. C. Bad-Nauheim. 6. Sept. Dem hiesigen Badedtrektor und Baural Bruno von Böhmer wurde von dem Sultan der Türkei der Kriegsorden vom Eisernen Halbmond verliehen.

o». Bad-Nauheim, 5. Septbr. Feldwebel-Leutnant .Hummel, Inhaber des Eisernen Kreuzes, vom Pommerschen Landwehr-Rgt. Nr. 2, und der Gefreite Hans Heß, Sohn des Sanitätsrats Dr. Heß, wurden durch Verleihung der Hessischen ' Tapse rkeirsrne-daille ausgezeichnet.

ba. Bad - Nauheim, 6. Sept. Der Gefreite Hartmann Mörler, Sohn des Gastwirts Ehriltoph Mörler, wurde mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.

bnz. B ab-Nauheim, 5. Sept. Bei den Ausscheidungs- käurpftn für das Wehrturnen am Sonntag in Gießen siegte bei den Mannschaftskämpfen die Butzbacher Schlagballmannschaft, nicht wie mitgewilt mit 39:12 gegen die Gießener Mannschaft, sondern nckt 39:10 Punkten. Die nächste Klein vie Hab nah me für den Kreis Jriebberg findet bereits am Mittwoch nachmittag von 3 Uhr ab statt Schweine müssen in genügender Menge angeliefert werden. Kälber werden gleichfalls in reichlickter Menge gebraucht. Antrieb von Hammeln ist erwünscht.

Kd. Bad - Nau h ei m , 6. Sept. Am Donnerstag den 7. Sep­tember, abends 8^4 Uhr findet im Konzerthaus unter Leitung des Kgl. Professors Hans W in der st ei tt das siebente Philharmoni­sche Konzert lein Richard-Wiagner-Abend) der .Kurkapelle statt, in dem der Kgl. Kammersänger Harts W n z e I mitwirkt. Herr Wuz6l .ist Msttgüed des Kgl. Hofthsaters zu. Ciassel und seine prächtige Stinrme, seine vortreffliche Atenttechnik, vor allem aber seine echt musikalische Auffassung machen seine Darbietungen zu entern großen, vollen Gmuß. Der Künstler wird den Monolog des Hans Sachs Wahn, überall Wahn" ans den Meistersingern und die Ansprache des WolframMick ich umher in diesem edlen Kreise" aus Tann- Muser singen. Das Orchester, das das Konzert mis dem Vorspiel zum dritten Akt derMeistersinger' eröffiret, bringt*noch die Ouver­türe zur OperDie Feen", ferner dasWaldweben" Mts Siegfried und dieTrauermussk beim Tode Siegfrieds" aus der Götter­dämmerung. Den Schluß bildetWotans Abschied und Feuer- sauber" aus der Walküre mit Herrn Wtrzel als Wotan. Der Besuch des Konzertes kann aufs tvärmste empfohlen werden.

Kreis Wetzlar.

Wa. Wetzlar, 6 Sept. Für das Vaterland sind gestorben: Leutnant und Kompagmesührer Otto S i r e o u I o m b, Jnh-Regt. Nr. 88, au? Wetzlar, Grenadier Peter Uhl, 4. Garde-Regt. z. F.. 5. Komp., aus Bonbaden. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet wurde Kriegsfreiwilliger Albert ® l fl § n e r, Minenwerferkomp. Nr. 225, aus Schwalbach. Glasner ist ein /Wehlarer Seminarist.

ra. Wetzlar, 5. Sept. Da sich bei der letzten Kriegs­anleihe die .tstrsönliche Werbearbeit aufs beste bewährt hat, so soll dieselbe auch diesmal bis in das kleinste Kreisdorf ausge^ nommien werden. Der Lattdrat hatte daher für Montag die schon früher Mtf Vorschlag der Bürgermeister besttmmlen Verttauens- manner der einzelnen Gemeinden zu einer mündlichen Besprechung mach dem Hotel Kaltwasser eingeblden. Wie die Tättgkeit der Vertrauensleute diesmal gedacht ist, würde eingehend erörtert, auf Vorschlag aus der Versammlung soll vor allem auch an die schul­entlassene Jugend herangetreten tverden. Sentinardirektor Groth stellt auch diesmal wieder aus Wunsch seine Seminaristen zur Verfügung, wurden doch für die letzte Anleihe allein auf ihre Werbetätigkeit in den von ihnen besuchten Ortschaften 69 000 Mk. gezeichnet.

, ü. Wetzlar, b. ocpi. Der ürersbommunalverband hat auch für den neuen Dersorgungsabschnitt vom 16. September 1916 bis

15. September 1917 die Selbstwittschast mit Brotgetreide über­nommene und den einzelnen Bürgermeistereien die Berbrauchs- regelung innerhalb deren Bezirk übertragen. Als Sstbstwwsorger gelten alle landwirtschaftlichen Untertrehnter, die .selbst Brotge­treide gezogen haben, einerlei, wie lange sie mit ihren Vorräten auskommen. Die Versorgung der Selbstversorger beginnt am

16. September d. Js. Letztere dürfen das ihnen zustetzende Ge­treide nur gegen Mahlkarten, die von den zuständigen Bürger­meisterämter ansgegeben werden, vermahlen lassen. Tie Versorgung der nicht als Selbstversorger in Frage kommenden Personen, der sogenannten Versorgungsberechtigten, aus der netten Ernte, be- innnt ebenfalls am 16. September. DM Mehlmenge, die an diese Personen ausgegeben wird, ist auf 180 Gramm täglich festgesetzt. Tie Preise für das an die Bevölkerung abzugebende Mehl und Brot sind folgende: für 1 Zentner Roggenmehl 18 Mk., für ein Psuud 18 Pfg., für 1 Zentner Weizenmehl 20.50 Mk., für ein Pfund 21 Pfg., für Roggenbrot (Kriegsbrot) 2 Pfund 36 Pig., Roggenbrot (Kriegsbrot) 3 Pfund 54 Pfg., Noggettbrot (Kriegs­brot) 4 Pfund 72 Pfg., Weizenbrot (BrötchÄt) 100 Gramm 7 Pfg Für die Stadt Wetzlar setzt der Bürgermeister die Preise fest. In der Zeit vom 16. bis 21. ds. Mts. findet eine Bestands­aufnahme der vorhauden'en Brotgetreidevorräte statt.

ä. Groß-Rechte nbach, 5. Sept. Den Heldentod starb der Sanftätsgefteite Wilhelm Schäker von hier. Schäfer ge­nügte bei Ansbruch des Krieges noch seiner aktiven Militärpflicht, hat den Krieg von Anfang an mitgemacht und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.

Hessen-Nassau.

Neue Eisendahn-Verkehrswege.

Frankfurt a. M., 4. Sept. Bor den Westtoren der Stadt läßt die Eisenbahn-Verwaltung gegenwärtig bedeutende Eisen- bahn-Neu- und Umbauten Herstellen. Für die Homburger Linie wird mit Umgehung des Bahnhofs Bockenheim (West) eine völlig neue und selbständige Gleiseinführung unmittelbar in den Haupt- b ahn Hof gebaut. Tie neue Strecke gabelt südlich vom Bahnhof Rödelheim an der Mdda von der bisherigen Homburger Strecke ab, führt zunächst an der Bgderbahn entlang, wendet sich dann in scharfem ttach Osten offenen Bogen am Flugplatzgelände vorüber und mündet schließlich am Rebstock in die Tanttusbahn, jedoch als selbständige Linie, ein. Auch die Bäderbahn, die den unmittelbaren Verkehr zwischen Wiesbaden und .Homburg, Bad-Nauheint usw. herstellt und während des Krieges nicht befahren wird, erhält einen neuen Bahnkörper. Tie Bahitkörper dieser beiden Linienj sind so hoch gelegt, daß jede .Gleisüberführung vermieden wird. Zu diesem Zwecke swar die Erbauung einer größeren Anzahl Brücken aus Betört erforderlich, die so weit und tief angelegt sind, daß sie späteren Straßenbahndurchsührungen reichlich Raum gewähren. Die Gesamtkosten dieser Bahnbauten, wozu später noch eine Ver­legung der bisherigen Honrburger Linie sich gesellt, sind auf fünf Millionen Mark veranschlagt. Tie Strecken dürften bald vollendet sein. Sodann baut man von den neuen Eiseubahn-Haupt- werkstätten bei Nied eine Linie nach dem Hauytbabnbof, die neben diw Nöaterial- auch der Personenbeförderung ttach den Werkstätten dienen soll. Ferner wurden zur Entlastung der Strecke FrankfurtGießen Kassel die Strecke zwischen dem Hauptbahuhof und dem Bahnhof West viergleisig ausgebaut und die Unterführungen dieses Abschnittes um das Doppelte verbreitert und teilweise auch vertieft. Dadurch erwies man dem Bockenheimer Industriegebiet. .das bisher nur einen schmalen Zufahrtsweg avt der Moltke-Allee besaß, einen großen Dienst. Endlich werden die Gleisanlagen des Bahnhofs Eschersheim erheblich vergrößert: ein neues Bahnhofsgebäude ersteht, und die Zufahtten nach dem Bahn­hof erfahren durch neue Wege- und Brückenanlagen beträchtliche Berkehrsverbefserungen.

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----- F r a n k f u r t a. M., 5. Sept. In Verbindung mit der Südwestdeutschen Konferenz für Innere Mission tritt der Hessi° s ch e L a n d e s v e r e i n für I n n e r e M i s s t o n am 13, Sep­tember hterselbst zu seiner diesjährigen Harrptversammlung zusammen.

Frankfurt a. M., 5. Sept. Heute rracht gegen 1 Uhr entstand in bem dritten Stock der Fabrik elektrotechnischer Geräte von Dr. Schneider, Rebstöckersttaße 55, ein Brand, der an den dort llagertrden Vorräten und Kleidern reich Nahrimg fand und sich nnt großer Schnelligkeit ausbreitete. Die Feuenoach Westend mußte zur Bekämpfung des Feiters 2Rolwe und 14 Schläuche in Tätigkeit treten lassen, auch die Mäschnenletter kam zur Erreichung des hochgelegenen Brandherdes zur Anwettdurrg. Nach Ih^stündigcr Tätigkeit kmmte die Feuerwehr wieder abrücken. Der Brandschden ist erl)Ärlich.

** Frankfurt a. M., 6. Sept. Wegen Milchfälsching wurde der Gutsbesitzer Reß vom Beinhardshof vom Frankfurter Schöfsettgericht zu 800 Mk. die beiden Melkerinnen, die die Milch nrrt 2040 Prozent Wasser gestreckt hatten, zn je 100 Mk. Geld­strafe verurteilt. Die Melkerinnen hatten angegeben, die Milch des­halb gestreckt zu haben, weil ihnen der Dienstherr Vorwürfe wegen zu geringer Mllchlieferung gemacht habe. 'Die eingeleitete Berufung des Reß hatte zur Folge, daß die Frankfurter Strafkammer die Geldstrafe auf 1200 Mk. erhöhte.

WB. Frankfurt a. M., 5. Sept. Für die f ü n f t e Kriegs­anleihe werden durch die städtische Sparkaffe für Sparer, eigene Beteiligung, sowie für städtische Stiftungen und Fonds wie bei der 2., 3. und 4. Kriegsanleihe 2 Millionen Mark gezeichnet.

Bad Homburg v. d. H., 5. Sept. Auf dem Heuboden einer hiesigen Villa wurde heute früh der seit fünf Tagen vermißte Schreinerlehrling Richard S t a d t m ü l l e r entdeckt. Der Bursche hatte sich dort häuslich entgerrchtet und mit Räubergeschichten zum Lesen reichlich versehen. Sein Leben fristete er mit Milch, die er nachts stahl. Als der Butsche ergriffen werden sollte, floh er und konnte bisher nicht erfaßt werden.

= Renne rod, 5. Sept. Am Sonntag nachmittag wurde in der Nähe des hiesigelt Ortes der Westerburger Personenzug durch Bubenhände, die eine Schwelle über die Schienen ge­legt hatten, schwer gefährdet. Der Zugführer bemerkte das Hinder­

nis rechtzeitig, trotzdem cni^ieiiie noch oie üotomötme. Menschenleben kanten nicht zu Schaden.

X. H a tt a u, 5. Sept. Die cheinifche Fabrik E a f f e l l a & E o., G. m. b. H. in Mainkur bei Hanau, hat für die 5. Kriegs­anleihe 6 Mill. Mk. gezeichnet.

=: Schlüchtern, 5. Sept. Auf der Staatsstraße zwischen Motten und Schmalnatt überraschte die Gendarmerie beim Morgen­grauen einen Wägen, der in seinetn Innern 160 Pfund irisches Schweinefleisch, sowie größere Mengen Mehl, Zucker und Butter barg. Die für Berlin besttmmlen Lebensmittel wurden beschlag­nahmt und vmt der otabt Brückenau zu recht billigen Preisen der minderbemittelten Bevölkerung überwieseir. Der Schmuggler, schon eitnnal wegen gleicher llebertretungen bestraft, kam ^ur Anzeige.

vermischter.

Frankfurt a. M., 5. Sept. Mac Bayrhammer,der bekannte Frankfurter Rezitator wurde tvährend einer Ersenbahn­fahrt alsenglischer Spion" in Aßmannshauien verl-aftet. Der wackere Künstler wies ferne altbayerisckie Abkunft und deiftsche Ge­sinnung trotz des englischen Gesichts den Beamten in über­zeugender Weife schriftlich und rnündlich durch einige kräftige baju- warisck>e Rezitattoneit, die nur bayrische Zungen sprechen können, nach. Selbstverständlich ließ man ihn sofort frei.

* B e r n, 5. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) DerMatin" meldet aus Toulouse: Die chemische Fabrik Saittt-Sauveur ist voll­ständig niedergebrannt. Sehr große Mengen Ehemikatten wurden vernichtet. Der Schaden ist sehr bettächtlich.

Universitäts-Nachrichten.

Bk. Marburg, 6. Sept. Der Kreisassistenzarzt Prlvar- dozent für gerichtliche Medizin und Staatsarzneikunde an der hie­sigen Universität I)r. meä. Akax D ö l l n e r ist zum Gerichtsarzt in Duisburg berufett worden.

Meteoroiogische Beobachtungen der Station Sietzen.

Sept.

1916

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Sonnenschein

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Höchste Teinperatur am 4. bis 5. Sept. 1916: -ft 14,8° 6. Niedrigste 4. 5. . 1916: -ft 11,4° 6.

Niederschlag 3,6 mm.

Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 7. Sept. 1916

Ziemlich heiter, trockett; tagsüber etwas wärmer.

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Letzte Nachrichten.

Die Schlacht an der Somme.

^ Ge n s, 6. Sept. Die seit Sonntag <m der Somme wütende Schlacht ist nach Mitteilnngett der ftanzösischen Presse nur der A n f a n^ ein er g e m o 1 1 i g c tt neuen Offensive, die den Anfang Juli versuchten nttd damals gescheiterten Durchbruch dies­mal erzwingen will. Das französische Oberkommando unternahm die Angriffe ttach vorheriger ^Verständigung unter den General^ stäbett der Entente. Für den Angriff ans die deutschen Lwmme- stellungen wurde eftt besottderes Atnteekorps ausgewählt. Kampf­erprobte Regimenter, besonders Alpenjägerbataillone, ferner be- z-eichnenderweise Truppen ans dem besetzten Somttregebiet wurdet gegen die detttschen Verschanzungen vorgeschickt. Sie gingen unter dem Gesattg der Mfarsetl leise, unter den .Klmtgett von Elatrons und mft flatterndeti Fahnen gegen die Deutschen vor. Noch Schilderungen der Blätter setzte der detttsche Widerstand in der zweiten Linie mit größter Erbitterung ein.

Gärung in Rntzl-and.

Stockholm. 6. Sept.Stockholms Dagblad" veröffentlicht von einer aus Rußlattd zurückgvkehrtett durchaus zuverlässigen! Persönlichkeit eine genaue Tarstelttmg der augenblicklichen .Ver­hältnisse Rlltßlands. In allen Volkskreisen herrscht starke Un­zufriedenheit, die sich in wachscrlder Kriegs Müdigkeit pnd der Oppositton gegerr die Regierung äußert, besotrders scharf in MoDkan, wo die Gärung der Bevölkerung immer öfter zu bltvttgen Revolten führt.

Die griechische Wirrnis.

Genf, 6.Sept. Venizelos hatte eine Unterredimg mit dem Direktor des grieckffschen Ministeriums des Auswärttgen, in der er die auf die Verhandltmgeu Grieätenlands ttttt den Erttenlemächten bezüglichen Mensttlcke eingesehen haben soll. Er hätte auch mit dem englischen Gesandten eine Besprechung.

Nach französischett Berichtet! aus Saloniki kam es am Sonntag abend zu neuen Zusammenstößen zwischen königs­treuen Truppen und den Salonikier Revolntiotu*- ren. Die französischen Truppen kamen abermals den Aufftündi- schen zu Hilfe, so daß sich die royalifttschen Soldaten ergebet! mußten.

DerLyoner Progres" berichtet aus Athen vom Montag: Die Griechen und Deutschen, deren Ausweisung die Ententenote verlangte, erhielten.Befehl, das Land imterhalb 24 Stunden zu ver­lassen. Sie werden sich voraussichtlich über Florina nach Bulgarien begeben.

Lugano, 6. Sept. Aus Athen wird gemÄdet, daß sich der Kronprinz geweigert habe, im Falle einer erzwungenen Llbdankung seines Vaters den Dhron zu übernehmen. Die Entente hat deshalb die Mberttfung der Prinzen Nikolaus und Andreas aus Petersburg veranlaßt, um mit diesen zu verhandeltt.

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