Ausgabe 
2.9.1916 Erstes Blatt
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Sri ZVorow tat ein starker rusfMer Angriff, nach- den- er eine« begrenzten örtlichen Erfolg errungen, durch Gegenangriff zum Stehen.

HeercSsrontdes Prinzen Leopold von Bayern.

Die Armee des Generalobersten von Böhm-Ermolli ver­stelle bei Berepelniki einen russischen Vorstoß. Bei der Armee des Generalobersten von Tersztyanszky drang der Aeuro an einzelnen Stellen in unsere Linien ein. Ein Gegenangriff deutscher Truppen warf ihn Dieder zu­ruck, wobei er z w e i O f f i z i e r e und 4 0 7 Mann als Ge- fangene elnbntzte. Südwesttch von Kaszowka scheiterte ein Vorftog des Gegners.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Im Küstentande wurden gestern mehrere Abschnitte unserer Front zwischen dem Monte Santo und dem AEe von ttalienischer Artillerie zeitweise lebhaft beschossen. Südlich S a l c a n o und westlich L o k v i c z a ging feindliche Infanterie zum Angriff vor. Unser Feuer trieb den Gegner überall wert zurück.

an und ergab sich den Franzosen unter folgenden Bedin­gungen: Die Gruppen werden enssvasfirtt und in dem Lager von oattemlrk außerhalb der Stadt interniert: die Offiziere behaltett ihre Sertenwaffen und geben ihr Ehrenwort, den Revolutionären gegenüber nrchts pi unternehmen. Die Kaserne wurde vorläufig den Franzosen besetzt. Auch die Garnison des kleinen Forts Kara Burnu wurde umzingelt und ergab sich bald nach der Ueoergabe der Truppen in Salonik. Man erwartet, daß ein .nvmrtee vom R'evolutionären die Kontrolle über die Ver­waltung dreser Teile Mazedoniens auf sich nehmen wird.

Waag, 1 . Sept. (Pttv.-Tel.) Reüter meldet aus Salo­on'- Die griechische Garnison, die sich den Franzosen ergab, zählt 1500 i>Rann, darunter 11 Offiziere.

-Saloniki, 1. Sept. (WTB.) Meldung des Renterschen Bnreoms: Es wurde ein Ausschuß gebildet, deml hochgestellte L)fttziere angehören und der an das Volk appelliert, sich denl lll lr-rerten an zu schließen, ianl die bulgarischen Unter-, Mucker vom griechischen Boden zu vertreiben. Auch wurde eine Riesenversammlung einberusen, um die Absichten des Ausschusses zu erklären. Tie .Rekrutierung von Freiwilligenbakaillvnen wrrd angeregt.

r * . *

Aus dem Reiche.

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Keine besonderen Ereignisse.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschallentnant.

Türkei.

Die türkische Kriegserklärung.

!?.?st-intinopeL, 31. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Dw turksiche Regrenrng erklärte gestern lidend 8 Uhr durch 2ÄJ rei1 *^ 0 einer Note an die hiesige rumänische Gesandt­schaft an Rumänien den Krieg. (Wiederholt, weil nur nr einem Teile der gestrigen Auflage enthalten.)

Konstantinopel, 1. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Infolge Unterbrechung des Verkehrs mit Rumänien wurde dem rumänischen Geschäftsträger in Konstantinopel bekannt- gegeben, daß die osmanische Regierung ebenso wie die Ver­bündeten des Kaiserreichs, sich mit Rumänien als im Kriegs­zustände befindlich betrachtet, und zwar ab gestern, 17 /30 August, nachmittags 8 Uhr. .

K-onftantinopel, 31. Mg. (WTB.) DerTaniw- schverbt: , Der Vrerhund antwortete mit der heldenmütigen, mäch­tigen Ernhett seiner Heere auf den.Dolch des Verrates, den Ru- ncknnen seit zwei Fahren heimliche gegen unsere Verbündeten ge- L? ^'.7 ZerTasvrr i-Eskiar" schreibt:Rumänien, das hmter den irebDiburgrschen Illusionen herlief, setzt seinen Bestand in Gefahr. Nach dem feilen Entschluß des Vierbundes wird von emer rumänischen ^ Li'genwnic auf dem Balkan keine Rede sein Esen " bringen die Blätter ihre Zuversicht aus den

-Endsieg zum Ausdruck.

* * *

Bulgarien.

Die bulgarische Kriegserklärung.

Sofia 1.Sept. (WTB.) Heute um 10Uhr vormittag wurde dem Hungen rumänischen Gesandten die Kriegs- larung übergeben. Frühmorgens wurde in den StUspLn das Kriegsumnifest angeschlagen.

._A (W B.) Angesichts der perfiden Mel-

oungen der feindlichen Presse betont der bulgarische Gesandte Doslyew m dW Neuen Freien Presse", da Bulgarien ms zum Ende des .Krieges und über das Ende hinaus mit seinen Verbündeten Schulter an Schulter geht

Sofia, I.Sepü (WTB,) Das Organ des Kriegsministe- rvrmsBoenm JsweUa" schreibt:

In dem Eu-n Abschnitt des.Krieges wird die bulgarische A^vve e «n« «wße Rolle zu spielen hcchen: sie ist dazu durch die sevtzna^ksche Lage ,Bulgariens berufen und zeigte sich ihrer in ^ ^ nnchrend dreier Kriege mit ihrem Blute schrreb. Drese Rolle bildet ein Vermächtnis des großen bill- gmwchen Helden aus den Befreiungskämpfen: dieses Vermächtnis nnrd sre erfüllen und die Hoffnungen für die Zukunft zu recht- serttgen, ist dre bulgoriiche Arrnee heute mehr denn je bereit. Sie tyxlt heute noch fester den eisernen Hammer, mit dein sie jeden Gegner mederschlüg, der das.Land betreten wollte. Dieser Ham­mer wrrd mtt noch größerer Wucht auf die vielköpfige Kindliche Hydra medmausen, mrt deutscher Methodik und bulgarischem Ungestüm.

.SoNa, 1 . Sept. (WTB.) Meldung der Bulgarischen Tele- graphen-Agentnr. Der Generalstabsches Schostow ist gestern <m rJH 9CTl Es )chwewn Anfalles von Blinddarmentzündung gesto r den, woran er, wie an den zuständigen Stellen bekannt M, vor «Wger fast schon erkrankt war.

England.

Die englische Ernte.

c , r ^ 0 n ? 10 n ' h. (WTB.) Der außerotderitliche Regen­

sall der letzten Tage hat die englische Getreideerntes erheblich geschädigt.

Sept. (WTB.) Nach den vorläufigen stati- strschen Berichten des Landwirtscl-aftsaMtes hat die Mbaufläche rnürngland und in Wales im! Gegensatz zu dein dauernden Weid-e- Ech im lenkenden Jäl-re zugenommen, aber die Anbau- slache für W«zen, die 1915 stark zikgenmnmen hatte, ist um 11 , 9 o/o zuruckgegcmgen.

cv. n^rlin, 1. Sept. DasBerliner Tageblatt" meldet aus Rotterdam: Nach derTimes" kann Lloßd George infolge Erkranfimg für einige Tage seine Regierungsgeschäfte nicht ver- seh«i. Sern Zustand bessert sich jedoch bereits.

London, 31. Aug. (WTB.) Meldung des Reuterschen Evemrs^ Der Murrrttonsminister teilt amtlich mit, daß inertere *ol p'abrrken zwecks Munitiousherftetlung unter Staatsaufsicht worden srrrd. Tie GesamtzaU dieser Fabriken betrag^ letzt 4212.

2 oV l ^ 0n {- 1 S<Pt. (WTB. Nichtamtlich.) Die Verlustlisten

.^0. Angust urrd 31. August enthalten die Mmen von 105 Offrzreren (30 gefallen) und 5046 Dhünn beziehungsweise 141 Offizieren (36 gefallen) und 5197 Mann,

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Ostafrrka.

AEcher »eri» über die Operatiorrm in Ostafrika vorn 21 . Slugust.

Die Deutschen setzten ihre^r Rückztrg sowohl aus Dar-es- &al am, ms im lJnlande auf Tab o ra fort, gegen welches einige englische und belgische Wteilungen vorrücken. Die Engländer besetzter mit 26. Augrsst Mrogoro an der Zentralbahn, 100 englische Merlen von Dar-es-SalaM.

Bergeltungsmaßregeln.

^ .Sept. Wie wir M der Mitteilung derNord­deutschen Allgemeinen (Zeitung" über Ber geltungsmaß regeln gegen befindliche Gefwigene der russischen MiarrnÄ yoren, vesrnden sich von russischen Marineangehörigen 100 in !u.tt 1 !eren Händen. Bon deutschen Marineangehörigen find etwa wer Offiziere und 70 Mann in russischer Gefangenschaft.

Der Seefrieg.

Englands Handelsbilanz.

London, 1. Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer gestern abend veröffentlichten Mitteilung beträgt in den

d-- Einfuhr nach England 342199 000 Pfund Sterling, was gegenüber demselben Zeit­raum des Vorjahres eine Zunahme von 31187 000 Pfund Sterling bedeutet; die Ausfuhr belief sich ans 194 533 000 Pfund Sterling. Sre hat um 44144000 Pfund Sterling m genommen.

Der Reichskanzler in Berlin

Berlin, 1. Sept. Reichskanzler von Bethmann Holl- weg und Staatssekretär Dr. Helsserich siiid heute früh aus dem Großen Hauptyuartier nacl) Berlin zurückgekehrt.

Zur fünften Kriegsanleihe.

Berlin, I.Sept. (WTB.) Der Magistrat der Stadt Berlin hat beschlossen, 60 Millionen Mark auf die fünfte Kriegsanleihe zu zeichnen. Die Zeichnungen des Magistrats betrugen bei der ersten Kriegsanleihe 30, bei der zweiten 40, bei der dritten 48 und bei der vierten 50 Millionen.

Unsere Leöensnnttelversorgung un-v Rumänien.

Berlin, I.Sept. (WTB.) Me ,FchrddQlksche Mgenreme Rettung' schreibt unter dieser Ueberschrist u.a:

. Ter Eintritt Rumäniens in die Reihe unserer ofienen Feinde scheint auf den ersten Blick auch auf den Wirtschaftskrieg gegen uns von Ernftuß zu sein. Die rirmärnsckie 'Einfuhr hat uns in einem ^ttfire mit beispiellos schlechter Ernte und als auch noch die frische Nachwirkung der kriegerischen lEreignisse auf die Erträge unserer Besetzungsgebiete im Osten zu spüren war, sehr nützlick-e Dienste ge- lerstet, und einen zwar nicht unentbehrlichen, aber doch recht erfreu- llchen Beitrag geliefert. Die rumänische Zufuhr dauerte an, solange * >er englischen Hungerblockade die stärksten und unser Zuschußbedarf am grössten und dringlichsten war. Sie hörte in einem Augenblick aus, in dem sich die Voraussetzungen unserer Substversorgung so wandelten, daß wir fest auf eigenem Füßen stehen, und die ganze Brotgetreide- und Futtermitteleinfuhr für uns keineswegs mehr grundlegend, -sondern am sonstigen wich- ttgen Grundfragen der Kriegführung gernessen nebensächlich ist.

K.rrbrauchendierumänischenImportenichtmehr.

4drr brauchen sie so wenig, daß wir neue Bezüge, auch wenn ste uns ohne weiteres zugänglich geblieben wären, tarn PreiszugestöNduisseu abhangrg gemacht hätten.

<5 Einrichtung der organisserten und zentralisierten Zufuhr, ?k,o snt^ September 1915, sind bis 26. August 1916 alles in allem 1 433 347 Tonnen Zerealien und Futtermittel ans Rumänien nach Deut, chland importiert worden. Nicht viel kleinere Mengen flössen ^.gleichen Zeitraum Oesterreich-Ungarn zu. Diese fi'ir die rumä- msche Produktion siotlliche Menge war nur zu erreichen, weit sie aus den «Erttägen zwner Ernten genommen werden konnten, nach- deiN uns Rumänien bis zum vorigen Herbste den Lebensmüktelbezug wenn nicht gesperrt hat. Das uns sehr er­wünschte, für Rumänien ebenso dringliche, wie vortellhaste Geschäft fit T a st restlos ab ge wickelt, bis auf etwa 20 000 Waggons. Den Höhepunkt hatten die Bezüge im März, 9lprll und Mai 1916 erreicht, ^n der letzteit Zeit ^sanken fee wieder. Auch bei Fortdauer der rumämsckien Neutralität wären Mengen. N 7 re die vorjährigen, keineswegs zu beziehen gewesen, weil diesmal nur der Ertrag eurer Ernte verfügbar ist, die ^udem durch Hitze und Hagel geschÄiy- wurde.

^ Ef diese Zufirhr fällt unß durchaus mcht schwer,

da selbst ber vorsichtiger Beurteilung unsere Brot- und Futtergetreideern t e die vorjährige um rund 500 000 über trifft, also um! ein Vielfaches der MjMge, die wir aus Rumänien hätten beziehen können.

Rumänien.

Da» vberkommandv des rumänischen Heere».

Rom, !. @q*. (WTB.) Die :%eit yvx Strstrm mrldct aus Bukarest: Das Oberkommando des rumänischen Heeres l^gt m den -Händen des Königs. General Fliese wurde zum Unterchef des Generalstabes ernannt. Der Generalftabs- chef ist noch nicht ernannt. Das Parlament fft zum 2. Sep­tember emberufen und wird nur eine einzige Sitzung abhalten Der Mmisterrat hat im Prinzip beschlossen, die Grundlage des erweitern durch Ernennung von Minsstern ohne PorteMille Und von Unterstaatsfikretären. Die Maßnahmen werden erst in der nächsten Woche zur DurchfüHruNg gelangen.

Der rumänische Aufmarsch.

Stockholm, 1. Sept. Rumänien trifft alle Kriegs- vor'oerertungen gegen Bulgarien. In Petersburg vorliegen­den Berichten zufolge hat der Aufmarsch des rumänischen Heeres an den Eisenbahnlinien nach Calafacu, Turmnaga- E, Zmnrcea, Grurgevo und Oltenitza bereits begonnen. Die Militärbehörden erklärten den Massinkanal, der das Sumpfgebiet der Donau durchschneidet, als Operationsgebiet Jeder Privatverkehr längs den Donaueisenbahnlinien nach Donaustatwnen ist verboten. Die rumänische Gesandtschaft in Petersburg wandte sich an den Stadthauptmann zwecks Aus­lieferung der rumänischen Militärpflichtigen.

Petersburg, 1. Sept. (MTB.) Die Petersburger Dele- graphenagentur rneldet, daß serbische Truppen unter Befehl des ehemaligen Chefs des serbischen Großen Generalstabes Gad- ichitich in Rumänien eingxtrofien sind, um mit den russv- icheit und rumänischen Streitkräften germssisant zu operieren.

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Griechenland.

Griechische Revolution in Saloniki.

Saloniki I.Scvt. (WTB.) Meldung des Reuterschen Büros. Diese Nacht umzingelten Gendarinen und Nationalfrei- wrllige du Kaserne von Salonik, befferi Garnison sich geweigert bitte, muchnen zusammen zu gehen, säßritten die Was- ?Ä frlcn ^ Lebensmittelversorgung. Gegen 4 Uhr versuchten 60 Mann emen Ausfall, um Lebensmittel zu E s w uiDe von berden Seiten gefeuert. Die cSjOir 1 gezwuuaen, in die Kaserne zurückzu kehrm: zwei

lie'ötct, zwei stwetwiMssc oen ounom . denerÄ^a r-r a i l rnterverrrerte, um weiteres Blnt- m oeöimöew. Xte (Garnison nahm feine Vermittlung

q _ ern, 1. Sept (WTB.)Petit Parisien" rneldet aus t a ^ Mch^rmpferFantasque" hat bei

den Walfisch-Inseln Schiffbruch gelitten, 20 Mann sind um gekommen. Fm Hafen von La Rochelles lrmrde der Vier- masterQuevilly" durch Sturm beschädigt, desgleichen ber Havre der norwegische DampferTun ge". Die Mann­schaft rettete sich auf St. Andre. Das Schiff ist bald nachher gesunken. Es hatte verschiedene Waren <m Bvrd. v,o«? ern '. 1 - Sep^ (WTB.) Auf der Hbhe von Chateau bIsy. vor dem Hafen von Marseitle Ist das Paketboot ® u ach e", mit 33 Passagieren von Algier zurittk- kehrend, nnt dem englischen Trauspo-rtdarnpferEroübap Hall' zusammengestosten. Der Bng des Paketbootes wurde zertmrmmert. DieCroßbay Hall" hatte ein Leck und mußte zwecks Ausbesserung ins Trockmrdock geschleppt werden L o n d on, 31. Aug. (WDBi. Nichtamtlich.) Lloyds meldet aus Naprer (Neu-Seeland), daß der DanrpserTon- garrro" (8073 Brutto reg istertonnen) am Butt Rook in der Hohe der Portlandmseln ausgelaufen ist und sich in frnken^m Zustand befindet. Zwei andere Dampfer haben sich zur Hrlfelerstung an die Unglücksstelle begeben.

_^^udon, 1. ^pt. (WLB.) Der DanrpserCalypsv" aus Hüll, der am 7. Assi nach .Kristiania ausaeftchren ist und von dem man seit dem 9. Alli nichts mehr gehört hat, wird letzt von Lloyds auf die Liste der vermißten Schiffe gesetzt. ^

Ymuiden, 1. Sept. (WTB.) Hier ist der Kvttmjker HermgsloggerEendracht 1" nnt den Besatzungen der r^rlcherschifseK. W. 156Noordster" und6 2 3 A d r i a Jakoba" angekommen, die beide auf Minen gestoßen und gesunken sind.

Kopenhagen, 1 . Sept. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einem Stockholmer Telegramm vonBerlingske Tidende" lwben die Hmlpttntereßenten dw schwedischen Heringsfänger-Expedüion nach Island.wegen der SchwMgketten, die andauernd dem Herinqs- bei Island von den Engländern bereitet iverden, beschlossen! die Fsscherer nicht sottzusetzen und sämtliche Fischerfahrzeuge zu- rückzurufen. Ein dänisck^r Fischkutter ist ans der Rückreise von ^ vo nden Engländern gezwungen worden, seine ganze He- zu^?n^hen ^ in TDrrfen ' um der englischen Aufbringung

Vahnarbeiterbewegung in Amerika.

Washin gton, 1 . Sept. (W. B.) Meldung des Reuter­schen Bureaus. Präsident Wilson und die Führer der Patteien des ^Kmgvesf^ hccken sich eine .K«mtpromiß^»rlage zur Bei­legung des Ersenbahnkonflrktes durch Einführimg des Achtstmi- t ? eemi9t A Arbeiterführer «rklärteu, daß sie den Strerkbefehl zurücknehmen würden, sobald die Vorlage mrgenom- irien worden sei..

einem anderen Tclegvamnr aus Washington ist die Achtstu nden Vorlage dem Repräsentantenhaus bereits vorgetegt wor- ' l* wird genpeldet. daß dott alle (tzettei-

deknühlen ^ne halleStunde nach der Erklärung des EisEhrur- strerks geschlvsien werden würden, /

Arrs Stadt «nd Land.

Gießen. 2. September 1A18.

Sonntagsgevanken.

Das war eine Woche, in der der Krieg nieder unncktteb- bar auf uns einstürmte. So, wie in seiner ersten Zeit vor zwei Fahren. Er sorgte dafür, daß wir seine Berganye«heit und GegenN>art als unzerreißbare Einheit empfanden, und dafür auch, daß wir ihn als unfern Krieg empfarrden, wir gachi persönlich an ihm beteiligt, so wie es sein soll: alle Einzelnen sind ihren Sondergeschicken in das allgemeine Weltgeschick verwoben.

Unser Krieg!Südlich des Dnjeftr haben tapfere hessische Regimenter im Abschnitt von Stanislarr den russischen Ansturm gebrochen." Wen fmtte es nicht, daß das in einem der ersten Tagesberichte, die 8«L>e«- d o rf fs Nainen tragen, zu lesen stand. Unsere Hessen, gewiß, auch Gießens Söhm sind darunter. Wie sich das^ in unserer Stadt liest! Wie fluten die Gedanken um die wenigen Worte? Sie kennen die Gegend. Von den Karpathen kämmen haben sre einen langen Winter hindurch nach dieseir Ebenen aus­geschaut. Sie beißen die Zähne zusarmnen: all die Erinne­rung an die dorttgen Erlebnisse, härteste Mmpfe, schwere Entbehrungen, bitter-schmerzliche Verluste in Eis und Schnee, wird wieder in ihnen wach. Noch ermrml. jetzt vom Norden Her 7 ringen sie um dasselbe Kampfgelände. Sie wissen, wie unser Herz, unsere Sorge und unsere Hoffnung bei ihnen weilt. Und wir zweifeln nicht: es wird gelingen. Sollen die Siege von 1915 dort umsonst erkämpft? das BLut deuffcher Krieger dort vergebens geflossen sein? Die Gräber, über die ihr Fuß schreitet, werden ihnen grausige Wegweiser zu neuen Siegen sein.

Es muß gelingen. Fetzt zumal, wo in ihrem Rücken über Siebenbürgens gesegnete Muren der neue, der jüngste Feind hereinbricht. Auch das empfinden wir in Gießen unmittelbar mit. Nicht nur im allgemeinen: sett acht Jahrhunderten blühen dort deutsche Ansiedelungen: man zählt an 400 000 Siebenbürger Sachsen. Gießen hat auch persönliche Beziehungen dahin: in vergangenen Jah«n immer wieder haben einzelne Siebenbürger Studenten un^r den SckMenr unserer Universität gezählt. Mehr als einer tft bei uns aus- und eingegangen: es waren liebe Gesellen, nach Fahren noch kamen Kartenyrühe ans jener Ferne in unsere Stadt. Auch dort wird um eine Gren^uark derrsschen Geistes gekämpft. Soll muh da dasTwilde Heer hausen, wie es in Ostpreußen getan?

Und es muß gelingen. Das seitliche Recht deS Krieges, den wir sühnen, tritt uns bei ber jüngsten KrievserWrMg so handgreiflich wie im August 1914 vor die Seele. Es ist ein mlchLoser Älngriffskrieg, zu dem sich Rumänien spät entschlossen hat. Nicht gering gewiß n*irb ber diplomatische Druck gewesen sein, der das Volk zu schnödem Vertragsbruch gezwungen hat. Aber gierige Raublust kam dem Druck ent­gegen: mau hätte ja vor drei Jahren erfahren, wie später Eintritt in das Kriegsgetmmnel die Gewähr leichten Ge- winius zu Metern vermochte. Wir aber wissen wohl, daß das gute Recht im Kriege nicht ensscheidet. Es geht viel Uuae- ühntes Unrecht frei in der Welt umher, ün Ernzeb- und rm Völkerleben. Aber der guten Waffe gibt ein gutes Recht erst die volle Wucht. Und wenn HindenbUrg Unser Schwert uhrt, das Mcht soll es ihm furchtbar schächen. E ck.

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** Amtliche Persona ln ach richten. Der Groß- Herzog Hot am 30. August 1916 den von der Gestimtfamüie der Freiherren Scheu ck zu Schweinsberg aus die evangelische Pfarrstelle zu Ulfa präsentierten Pfarrer Hernrann Römer zu Herchenhain und den von brn Grafen zu Solms-Rödelheim aus die evangelische Psarrstelle zu Ottünälgen präsenristten Pfarr- verwalter Gottfried Weber daselbst für diese Stetten be­stätigt.

... T Aie .LilAgivehrübungen" (Aussclieidungs. kainpf«- für tue Provmz) beginni-n kommenden Svniltaa. 3. September, IVsUhr, auf der Hardt. *

_ /* 2 u n g wehr. Sonntag Antreten 12V* Uhr Garte«- straßeSckifffinberger Weg. Samstag abend V £ Ubti Uebung der Wettkämpfer aus der Hardt.