bet Scftm^tittäcrSiiticii an Uriauver. Ost-Anlage 39 Z, 2. BsIkMche. Buoggvaben9 (Kaffee Ebel>
Tnockenanlage für -Obst und Gemüse. Vvlksbad, später auch Elektrizitätswerk.
Oberhessischer Vfthhandelsverband. Mvltkesttaße 20,
Devenngte GetteidehcnMer. Friedrichstraße 7.
Bereinigte Kartoffekhändler. Bahnhofstraße 52s.
Gießener Hansfrauenverein. West-Anlage 1.
Sonstiges: t
Stadt. Bekleidungsamt (Wed-, Wirk- und Strickwaren). Stadthaus 'S- 16.
Stadt. Ausschuß für die Errichtung eines Kriegswahrzeichens. Stadthaus.
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Zucker für Bienenzüchter.
Wie in so Manchen Jahren, so sind auch in diesem Jabr infolge der ungünstigen Witterung die Imker gezwungen, für die lieber* Winterung ihrer Bienen sich uuvergällten Zucker zu beschaffen. Während cs in früheren Jahren jedem Imker freiftand, sich soviel versteuerten • Zucker zu kaufen, als er benötigte, haben die durch den Krieg geschaffenen Verhältnisse es mit sichl gebracht, daß auch hier eine Beschränkung und eine bestimmte Regelung Platz greifen muß. '
Ten Imkern ist es zum Tech durch die Fachblätter, zum Teil durch die erst in den letzten Tagen erfolgten Bekcmnttirach-imgen der Grvßherzvglichen Kreis Lmter bekannt, daß sie ihren Bedarf an unversteuertem Zucker bei dem Vorsitzenden des Bienenzüchtervereins ihrer Provinz anzumelden hatten, wobei die einzelne Bestellung 5 Kilogramm für'das Volk nicht übersteigen durfte. Tiefe Bedarfsanmeldungen sind genau geprüft und der Einkauft- gesellschaft für das Großherzvgtnin Hessen nt. b. H. in Mainz zur weiteren Bearbeitung ein gereicht worden. Diese Gesellschaft, der von der Grrchherzoglich Hessischen Staatsregierung die Beschaffung tund Verteilung des für die Bieneiffütterung benötigten verteuerten Zuckers übertragen worden ist, hat den Gesamtbedarf inzwischen an die Reichszuckerstelle weitergegeben und ihr wird die gesamte auf das Gvvßherzogtum entfalleirde, von der Reichszuckerstelle genehmigte Menge Bienenzucker zugewiesen rverdcn.
Die Verteilung dieses Zuckers an die Imker wird sich mit Genehmigung des Grvßherzo glichen Ministerftmis des Innern folgendermaßen vollziehen. Die Einkaufsgefellsihaft gibt über die gdsastte für die Bienensiittenrng von der Revckszuckerstelle zngewiesene Zitckermenge „Bienenzucker-Bezugsfcheine" aus. Diese Scheine lauten über eine bestimmte Menge Zucker, deren Höhe sich nach der von der Reichszuckerstelle für das Volk genehmigten und dementsprechend zugewiesenen Gesamtmenge richtet' diese wird aus den Bezugsscheinen ansgedruckt tverden. Diese Bezugsscheine übersendet die Einkaufsgesellschast den Leitern der Sektionen oder sonstigen Beauftragten der drei Bienenzüchtervereine, und zwar eiftsprechend der auf die betreffende Sektion LnffaÄenden Zmbermenge. Der SeLtionsleiter oder der Beauftragte gibt die Scheine an die Imker des Bezirkes weiter, sofern diese bis M dem bekanutgegebeweu Zeitpunkt ihren Zuckerbedarf an- gerneldet haben. Die Imker können alsdann bei der aus ihrem Schern angegebenen Zuckergroß Handelsfirma gegen Einsendung ihrer Scheine den aus sie entfallenden Zucker beziehen. ^Diese Einsendung braucht nicht sofort zu, geschehen, sondern jeder Imker kann seinen Zucker beziehen, warm und wie es ihm beliebt Der letzte Zeftpmrkt ist indes der 31. Oktober 1916; an diesem Tage verlieren die Bienen zuck er-B ezugsfcherne ihre Gültigkeit.
Schon jetzt wird daraus aufmerksam gemacht, daß angesichts der Knappheit unserer Zuckervorräte und des dringenden Bedarfs an Zucker für die menschliche Ernährung damit gerechnet werden must, daß an den gernachten Bestellungen Abstriche vor- gerromnren werden. Wenn daher nicht jeder Imker für den gesamten von ihm angewekdeten Bedarf Bienenzuckerbezugsscheine zugewiesen erhält, so muß er sich dabei bescheiden. Die Reichsstelle für Zucker ist über die Wichtigkeit und die volkswirtschaftliche Bedeutung unserer Bienenzucht zmwrlässig unterrichtet; sie weist map, wie dringend wegen der ungünstigen Witterung gerade in diesem Jahr für die Erhaltung unserer Bienenvölker Zucker benötigt wird. .Wenn sie gleecksvohl vielleicht nicht den gelantten M^crrf befriedigen kann, so hat dies seine Ursache darrn, daß der Bedarf für ander: Zwecke noch^ dringercder ist, und daß insbesondere der Bedarf für die nren schliche Ernährung dem für die Fütterung innerer Menen vor geht.
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** Beachtung der Verkwufsvorschriften bei Ka-ffffee? Der .KrieAausschüß für Kaffee, Tee und deren Ersatz- NÄttel G. m. b. H., Berlin, Bellevuestraße 14, schreibt uns: Die be- ttzSg&n Ettoerbskreise werden hierdArch wiederholt daraus aufmerksam gemacht, daß sie sich einer emiien Gefahr aussetzen, wenn i'ie Kaff« verkaufen, ohne sich an die bekannten. Vorschriften zu halten. Obgleich diese schon .nehrfach in E r ckme r m cg gebracht worden sind, fehlt es nicht an Berstoßen dagegen. Beispielsweise ist in jüngster Zeit der Fall vorgeLommen. daß von einem Kl-eis-- han^cksgeschäft gerösteter Kaffee zum Preise von 4,20 Atark sitt das Pfund an Verbraucher abgegeben toorden ist. Die Ware ist bereits beschlagnahmt und der Verlust für den Käufer recht erheblich. Man daN wohl erwarten, daß nunmehr endlich der durch die Krregsnmstände herpvrgerufeneu Sachlage allgemein Rechnung g-e- triageu wird.
** Preisb-enressung für Stvoh. Durch die Bekannt- nsachung v«n 12. Februar dieses Jahres waren die Preise für Stroh sirr die Zeit vom! 14. Februar bis 13. April erhöht worden. Esire ivertere BekanntmachLmg vom 28. April dehnte die Frist, für die die erhöhten Preise gelten soKten, bis zuM 1. August aus. Vom 2. August sind die Preisbestimmungen der Bmidesratsver oranung vvml 8. November §§ 5 und 9 (Reichs-Gesttzbl. S. 743) wieder in Betracht getreten. Es darf also jetzt der Preis für 1000 Kilv- gvlllrLM Stroh bei
Flegeldruschstvoh .50,— Mark
gepreßtem Stroh . 47,50 „
ungeprr - tem Maschinncdriffchffroh . 45,— nicht Überschreiten. Ist das Stroh nicht von mindestens mittlerer Art und Güte, so ist der Preis entsprechend herabzusetzen. Maßgebend für .den Höchst- und Grenzpreis ist im Einzelfall der Tag des Kaustbschlussts. Für Mengen, die zwar bis 1. August 1915 geprüft, aber nach diesem Tage verluden wurden, gelten hiernach die srtcheven Treten Höchstpreise.
** Die Hühnerjagd ist nunmehr feit 8 Tagen eröffnet. Aus Jägerkreffen verlautet, daß die Ketten zwar ziemlich stark fmb,' sedoch das Volk klein geblieben ist und sich die Jagd kaum lohnt. In den Wildprethandlungen hat das Feldhuhn feieren Einzug noch nicht gehalten.
Landkreis Gieren.
* Birklar, 26. Ang. Pionier Wilhelm Link, Sohn des Wilhelm Link, cm Pionier-Bataillon 121, erhielt bei den Kämpfen rvm Westen die Hessisch« Tavierkeitsmedaille.
** D au^br in gen, 26. Ang. Mn 23. August ds. Js., mor- gxpA möc 5 Uhr, entst-ruL, wir schon berichtet, auf Hof ba rts« en bei Danbrrngen ein giD-ßec Brand, die ,steu-erwehr, sowie die OrtSeimvoftirrr von Daabringen waren gleich zur Wellie und leisteten reichlich Hil^e, aber LS fehlt« an Wasser. Ta nun dir Straßenwalze gewcLe urtter dem! Hofe walzte, steKte sie ihre Wasser- iwcfp* ein, um das nötige Waffer beiMschaffen. ^20 gelang es dem UÜ*LCäfti& 1 ' Eiugveifen.der Daubeinger Ortseimw-lMer, das Feuer bald M löscht', '.uid das Wvl/nhaus zu retten. Es brannte ein Bau -nät vjod u «b eine Nstschruue ab, vernichtet wurden
^Sver lavblEffüMsffiche. Wastchneu soare beladene Erntewagen und eErr-e Menge Getreide. Vieh und t-iestügel sind nicht zu Schs- \mt gkSoMitt-n. Die Feuerwehren vv-n Lollar, Maivtzlcrr urü> Staufenberg, die später dntzctkn, Sonnten nach frryc Zeit wieder atU taffen werden. Das Feuea entstand auf uuerklärte Weis«.
■p> G r 0 sie« - Li uden, 20. August Maurermeister, Uuter- omuix 2911 jÄm W^eiß, ein Sohn des verstonbeneit Mrurer- Jpmgte pnio (^LMrderaLes Heinrich Weiß, fft m tieai Kampsem VfiTTjhbim, für Tspserreft voe dem Feinde, mit dem Esierneq
jIituj 2 . zcupie ausgezeichnet worden. Als Gefreiter stand er von Anfang an bei dein 1. LandsMT 7 w-JftfWMerie-Bataillon Gießen, auch in Belgien und Nordfraukreich. Ädrigen Herbst wurde er einem Jnfanterie-RegimLnt zugeteilt, zog curs nach Rußland urrd wurde zum Unteroffizier befördert. Im Bo-rwiirter baint m Frankreich leicht verwundet, war er. einige Monate der 'deiü Ansbildungsck personal seines Regiment verwendet, bis er in diesem Frühjahr wieder nach dem westlichen Kriegsschauplatz ausrückbe.
Kreis Büdingen.
Büdingen, 25. Aug. Geh. Regierungsrat Boeckmann hat krankheitshalber einen rnehrwöchigen Erholungsurlaub angetreten.
A. Nidda, 26. Aug. Ter vor knrzent als vermißt gemeldete Lehrer Fritz Geiger von hier, Unteroffizier bei einem Jnfan-- terie-Regiment im Westen, hat nun seinem Vater, Aktuar Geiger dahier, geschrieben, daß er am 20. Juli in ftairzösische Gefangen- sck-aft geraten sei. — In dieser Woche kommt hier auf den Kopf der Bevölkerung Psirnd Fleisch gegen Karte zur Abgabe. Kreis Alsftld.
02 . A l s s e l d , 26. Aug. Dem Schützen Karl L i p p e r t bei der Festunqs-Maschinengewehr-Konlpagnie 5, Sohn des Schneider-- ^neisters Lippert, nmrde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.
Starkenburg und Rheinhessen.
mt. Mainz, 25. August. Mittwoch' abend kurz vor halb acht Uhr stieß der Kurs wagen Koftheim — Gonsen heim , der 7.13 Kostheim verließ, am B v ü ck e n k 0 p f Mainz an scheinend infolge Versagens der Brenffe heftig auf ernen S t r aßen b ahnz!u g W i es baden — Mainz auf. Durch den Anprall entstanden an den Wagen mehrfache Materialbrüche. Der Anhänger des Wiesbadener Zng.es wurde durch den Stoß in den städtischen Motorwagen 50 so festgeikeilt, daß er erst nach einiger Z-eft frei gemacht und ausrangiert werden konnte. Zwei Personen stürzten bei dem Unfall auf den Gehweg, erlitten aber keine Verletzungen, ebenso kamen auch die Insassen der beiden Straßenbahnzüge mft dem Schrecken davon. Der Betrieb wurde durch den Unfall beträchtliche gestört.
Hessen-Nassau.
ra. RvdheiM a. d. B i-eber, 26. Aug. Aus deM Bezirk Rodheint sind für die deutschen Kriegs- und Zivilgefcmgenen im Ausimrde imchstehendc Beträge eingegangen: Crumbach 63 Mk., Fellmgshcu.ffen 121.60 Mk., Frankenbach 66.05 Mk., Hernicmnsteur 138 Mk., Königsberg 139.05 Mk., ‘ölmmtytmi 158 Mk., Waldgirmes 135.25 Mk. tmd Rodheim a .d. Bieber 390.40 Mk.
II Marburg, 26. Älug. Das K r 1 e g § w a h r z ei ch e n der Stadt Marbicrg, eine hölzerne Sonnenuhr, soll (litt Sonntag, den 3. September, auf dem Atarktplatze mit einem einfachen Festakt seiner Bestimmung, nämlich zur allgemeinen Nagelung, irei° gegeben werden. Die Sonnenuhr erhält später ihren Standort im Schülerpark.
X. Hanau, 26. Aug. Die Reichs-Gerstengesell- schuft m. b. H. in Berlin hat für die KoMmunalbezivke Hanau Stadt und Land. Fulda, Gersfeld>, Hünfeld, Schiüch -ern und Gcln- hachen eine Geschäftsstelle errichtet und nftt der Führung derselberr die landwirtschafrliche Ein- und )Verkaufs<gffeUschaft .Hanau (Korn- haus) beauftragt.
ra. Von der Lahn, 26. Aug. Aus der GeMenrde Weper wurde dem Biehhandelsverbanb Oberlachi ein Bulle zu SchLacht- zwecken zugesührt, der das stattlick;e Gewicht von 21 Zentnmn aus- wies. Ter Preis für dieses Prachtexenrplar betrug 2400 Mk. ^
ra. Aus Nassau, 26. Aug. Für Kriegsbeschädigte sindet Pont 11. Ns 16. September ein ab^ermaliger Kursus in Hof- heim a. T. statt. Teilnehmer haben freien Aufenthalt und erhalten Vergütung der Reisekosten. AnMeDungen richte Man bald an Lehrer Strack in Hofheim a. T.
Aircbe «nd Schnle.
y. Nidda, 25. August. Heitte tagte im „GambriUus" hier die Versammlung der Obmänner der B e z i r ksl ehrer v er - eine aus dem südlichen Oberhesien. Fast 100 Lehrer waren erschienen. Vom Vorstand des Hessischen Laiideslehrervereins waren außer denr Obnrann, Hauptlehrer Ba ch nutz Alainz, noch Haupt- lelwer Lösch aus Tarmstadt und Lehrer R e u ß cms Meder- Wölkstadt anwesend. Nachdem Lehrer Götzert von hier die Versammlung im Namen des Niddaer Bezirkslehrervereins begrüßt hatte, berichtete zunächst Geh. Fftmnzvat Bastian aus Darnr- stadt über die demnächstige 5. Krilegsanleihe, wies deren zweifellose Sicherheit überzeugend nach und ttat allen gegenteiligen! OKrüchten energisch entgegen. Redner 'dankte den Lehrern für ihre Msherige ersprießliche Mitarbeit bei den früheren Kriegsanleihen und den Goldsammlungen und erhält von der Versammlung die fteudige Zusage, daß die Lehrer auch ferner sich alleck Mühen und AÄeiten. zum Wohle des Vaterlandes unterziehen! würden. Auch das Lmrd >verde gern seine Schuldigkeit tun und sich mit dem Besitz von Anleibepapieren an Stelle von Barkafütal be- fteunden. Die SchulFeichnungen werden übrigens auch diesmal, wie die Aussprache ergab-, empfohlen. Hierauf berichtete Obmann Bach über die Hilfskasse der hessischen Lehrer, die zuin Besten der Witwen und Waisen gcfalleuer Lehrer gegrüTvdet worden ist. Nach Badeir hatte der heMche Lehverstand im ersten Kriegsjahre die meisten Ve-r lüfte aller Lehrervereiiw von ganz Deutschland. Zwar woltte -der Deutsche Lehrerverem, der alle Lehrervereine! Deutschlands umfaßt, die Fürsorge der Hiuterbliebeneu von den Mftgliedern, die den Heldentod gestorben sind, später regeln, aber so- lcurge der Krieg dau-ert, soll jeder eirrzelne Landesverband verpflichtet sein, die Kriegsschäden im Lehrerstau.de zu heilen. Einem erwerbsunfähigen, pflegebedürftigen, verheirateter Lehrer sott ein Höchsteinkommen bis 3000 Mk., unverheirateten bis 2400 Mk., Witwe bis 1200 Mk., für jede Waise 150 Mk. und sirr jede Doppelweise 300 Mk. durch Zuschüsse aus der H ilft lasse besch afft werden. Die Mittel, zu dies-en ^bedeutenden Ausgaben der Selbsthttfe werden -dadurch aufgebracht, daß jedes Mitglied des Lebreroereins einest Bettrag von 36 Mk. leistet, nur die Richtlehr er u!nd die Lehrer i. R. sind dazu nicht verpflichtet. Doch erklärten die beiden anwesenden Lehrer i. R. Will von Rendel und Heck von Dudenrod, daß sie und uwhl atte Pensionäre durchaus nicht ziurückstehen wollten und ebenfalls den Beitrag leisten würderr, erster er will sogar noch 100 Mk. als freiwittige Gäbe zahlen. Der Feuerversicherungsverband heffffcher Lelwer wird jährlich einen Zuschuß von 4000 Mark geben. Lehrer Ullrich von Mickrelbach bezerlli- uete es als heilige Pflicht eines jeden Lehvers, der in wehrpflich- ttgem Alter bis zu 45 Jahren steht und von den VLühstrlen des Krieges verschont bleibe, einen freiioittigeu größerem. Bjertragi je nach seinen Bermögensverhälttrissen zur Hilfskasse zahlen müsse, damit die Lehrer de» gefallenen Standesgeniossev durch Versorgung ihrer Hinterbliebener den schuldigen Dauck bezeugten. Schließlich sprach noch Haupttehrer L ö s ch aus Tarmstadt über die U n t e r b r i n - gun.g städtischer, armer Schulkinder bei den Landbewohnern während der Herbstferien. In allen Fallen wm'den die vorgebrachten Notstände anerkannt und beschlossen, mit allen Kräften und Mittel» für deren Llbstettung !und Linderung sorgen zu wollen.
Uivehliche R-ackviehtsn
Lvangelrjche Gemeinde.
Sonntag, den 27. August, 10. nach Trinitatis.
Gottesdienst. 3n der Ltadtkirche Vorm. 8 Uhr: Pfarrer Mahr. Zugleich Christenlehre iür die Neukonfirmierten aus der Matthäusgemeind«. Vorm. 9^/, Uhr: Pfarrer Schwabe. Vorrn. 11 Uhr : Militärgottesdienstt Pfarrer Schwabe. Nachm. 2 Uhr: Kruderkirche für die Dtarkusgemeinde. Pfarrer Schwabe. — Dftttwoch, den 30. Llugust,, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer M a h r. — 3» der IohavAerkirche. Vorrn. 8 Uhr: Pfarrer B e ch t 0 l S h e i m er. Zugleich Christenlehre für die NeuLonsir- mierten aus der Lukasgemeinde. Dorin. Uhr: Pfarrer
Ausfeld. Dorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer A u s s e l d. Abends 8 Uh«: Bibelbesprechung im Johannessaal. — Sonntag, den 3. September, ivird in beiden Kirchen die alljährliche Kollekte für die Kaiser-WÜHelm-Stiftung erhoben.
Mirchberg. Somrtag, den 27. Aug., vorm. 10 Uhr. Kollekte fiir die innere Miffion. 11 Uhr: Christenlehre für die »veivliche
Jugend. — Lollar. Sonntag, den 27. August, nachm. IV, Uhr. (Kollekte.) — Mainzlar. Mittwoch, den 30. Äug., abends 9^/, Uhr: Kriegsbetstunde. Dekan Guß in a n n.
ttalhottsche Gemeinde.
G 0 t t e s d i e n st. Samstag, d e n 26. A u g n st:
Nachm. 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, 27. A u g u ft, II. S 0 n u t a g n a ch P f i n g ft e n.
Vorm. 6 *L Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Vorm. 7 Uhr: Heil. Messe. Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm.
9 Ichr: Hochamt mit Predigt. Vorrn. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachin. 2 Uhr: Christenlehre; darauf Ai^dacht. — Dienstag uird Freitag, abends 8 X A Uhr, ist Kriegsbittandacht. — Freitag 7 Uhr ist Segens messe. .
Diaspora-GotteSdienst am 27. August: E
In Grünberg 9 1 /, Uhr. In Hangen 9 l /* Uhr. In Lrch 8 Uhr.
Zpielplan des Erogh. Uurhaustheaters vad-vauhetm.
Sonntag, den 27. August: „Die Haubenlerche." Dtontag, der: 28. August: Operetten - Gastspiel des Albert Schumann-Theaters Frankfurt a. M: ^Tie Dollarpriuzefsin." Mittwoch, den 30. Aug.: „Herrschaftlicher Diener gesucht." Freitag, den 1. September: „Wie einst im Mai." Sonntag, den 3. Sept.: „Der Veilchensresser."
Sprelptan des Königl. Amthealers vad-Lirrs.
Mittwoch, den 30. August: Unter Mitlvirkung der Kurkapelle: (Gastspiel des Schumann-Operetten-Theaters Frankfurt a. M: „Loge Nr. 7."
Spielplan der vereinigten Zrantfutter Skrdtttzectter.
Opernhaus.
Sonntag, den 27. August, abends 6 1 /, Uhr: „Lohengrin." Montag, den 28. August, abends 7 Uhr: „Der Rosenkavalier." Dienstag, ben 29. Llugust, abends 7 1 /, Uhr: „Die lustigen Weiber von Windsor." Mittwoch , den 30. August, abends 7X Uhr: „Die Kaiserin." Donnerstag, den 31. August, abends 7si, Uhr: „Hossmaims Erzähttmgen." Freitag, den 1. September, geschloffen. Samstag, den 2. September, abends 7X Uhr: „Die ideale Gattin." Sonntag, den 3. September, abends 7 Uhr: »Fidelio." Montag, den 4. September, geschlossen.
Schauspielhaus.
Sonntag, den 27. Aug., abends 6 Uhr: Zur Vorfeier von Goethes Geburtstag : „Achtundzwauzigster August 1916." lZ^dicht von Julius B a b. Gesprochen von Herrn I a n s s e n. Gastspiel des Herrn Albert Steinrück voin Kölliql. Hostheater in München: „Faust." Montag, den 28. August, abends 7 1 /, Uhr: Letztes Auftreten des Herrn Anton Däneborg: „Die deutsche:: Kleinstädter." Dienstag, den 29. August, abends 7 1 /* Uhr: „Alt-Frankfurt." Mittwoch. beit 30. August, abends 7 1 f 7 Uhr: Politischer Satiren- Abeud: „Der Schlachteuleuker." Hierauf: „Der Stammgast."
Zum Schluß: „Zeitungsausschnitte." Donnerstag, den 31. August, geschlossen. Freitag, den 1. September, abends 7A Uhr : Politischer S«trren-Abend: „Der Schlachtenle>cker." Hieraus: „Der Stammgast." Zum Schluß: ^Zeitungsausschnitte." Samstag, ben 2. Sept., abends 7V 3 Uhr: „Minna von Barnhelm " Sonntag, den 3. Sept., abends 7^/2 Uhr: „Wie einst im Mai." Montag, den 4. Septernber, abeirds 6 1 /, Uhr: Zu in ersten Male: „Peer Gynt." Eiü dran'.atisches Gedicht in 5 Alten von Henrik Ibsen. Musik von Edvard Grieg.
Märkte.
Gießen, 26. Aug. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter das Pfund 1,90—0,00 Mk.: Hühnereier das Stück 20 Psg.; Käse 10 Pfg., Käsematte 3 Pfg. das Stück; Ochsecrfleisch das Pfund 2,10-0,00 Mk., Kuhfleisch 2,10—0,00Mk. das Pfund, Rindfleisch das Psimd 2,10-0,00 Mk., Schweinefleisch das Psuich 1,80-0,00 Mk., Kalbfleisch das Pfrmd 2,00 - 0,00 Mk., Haurmelfleisch das Pfund 2,20—0,00 Mk.; Kartoffeln das Pfund 7—7 1 /, Psg.; Zwiebeln der Zentner 18—20 Mk.; Milch das Liter 30 Pfg.; Nüsse 100 Stt'ick 00—00 Pfg.; Spinat 00-00 Pfg. das Pfund, Kopfsalat 5-10 Pfg., Gelbe Rüben 15—20 Pfg. das Pfund, Weißkraut das Stück 12—15 Pfg., Rotkraut 20 — 50 Pfennig, Wirsing 10—30 Pfg., Rounsch Kohl 15—20 Psi das Päckchen, Mirabellen 40—50 Pfg. das Pfd., Kohlraben 5—8 Pfg-, Gurken, gr.. 00 bis
00 Pfg., kl. 7—8 Pfg.; Blumenkohl 00—00 Dfg.; rote Rüben 15 bis 20 Pfennig das Pfund; Bohnen 30-35 Pfg. das Pfund. Zwetscheu 40-50 Pfg. das Pfd., Fallobst 10—15 Pfg. das Pfvnd. Biriren das Pfund 25 - 30 Pfg., Aepfel daS Pfm^d 25—36 Pfg.— Marttzeit von 7 bis 1 Nhr.
> 1 ' .—'«»! .. 1
Börsen-Wochenbe^icht.
Frankfurt a. MI 25. Mugüst.
Iw freien Vermehr >der Börse herrschte in der abgS- lanfeiien Woche zeitweise recht reges Leben nnb die Gruüdftftmrttmg des Gesamttnarktes kennzeichnete sich iviederuw als' fest. Als neue Anregung ttat die AnkündiMirg der fünften deutschen iKrie gsanleihe hervor. Entsprechend der ansge^eichnettm nrili- tärffchen Lage und den vorttefflichen Barh>älttttssen in Landfvirt- schast imd Industrie erwartet man einerc ganz bedeutenden Zeich- mmgserfolg und im Anschluß daran, gute Tage für das Bchffen-
1 geschäst. Dleshalb herrschte cmch> für Spekulationspasüere eine feste Stimmung, obtvohl man damit rechnet, daß das Interesse des .Publikunrs bald von der .Kriegsanleihe vollständig in Aüsppuch genmnmen mrd wenigstens vorübergehend vom Akttenmarkt ab- geteM loerden wird. Tie großen Kurssteigerungen, die iwch in letzter Zeit viele Aktien erfuhren, lverden die Adöglichkeit bi.eLn,
, ditz erziel bei: Gewinne zur Ainlage in Kriegsanleihe zu benutzen.
. Weiter anregeitden Einfluß« übte auf die Mühe auch die Anttvtft des Unterseehandelsbvotes ^^Deutschland" aus, da man in diesem Ereignis einen großen Sieg über unsere Feinde und nicht ?tttr einen neuen Erfolg deutscher Technik, sondern .auch! ioeite Perspeltiveu für die Wapenbesärderung in neuttäbe Länder Unter den derzeitigen anormalen Verhältnissen erblickte. Neben Schissahrtswerten, von denen instwsondere Lloyd und .Päketfahrt begehrt wgren, begegneten Montanpapie're und,
Rüstungswerte erhöhtem Jnteveffe. Von ersteren waren na- «nrentlich Phönix, BochuMer, T>eutsch "Lux'em lim^er und Buderus- sche Effenwerte begünstigt, auch, oberschlesffche Werte wie Laura- Hütte, Bismiarckhütte und Oberbedorf [tauben in guter Nachfrage. Für Stahttverk Oekmg und Rheinische Stahlwerke ttat ebenfalls größere Kauflust hervor. Lebhaftere Umsätze fanden in eigentlichen Rüsttrng swerten statt, von denen Deutsdje Waffen, Mln-Rottweller Pulver, Ludwig Loeüve, Dynamit, Rhettrmxckatt und Hirsch-Kupfer ansehnttche Kursbefferungen erfuhren. Auch LÜttmverte zeigten eine lptte'Haltung, besonders ?Fahrzeug Eisenach und Hmrsa Lloyd. Von sonstigen Maschinenfabriken waren noch ^Pokorny u. Wittekind lebhafter gefragt imb höher. Größere Umsätze zu stark anziehenden Preisen fanden in Schuh- und Ledlersabrikaktier^ statt, namentlich in Adler u. Oppenheimer, Spicharz^ und G^bL. Fahr. Chemische und Elektrowerte lagen ruhiger, gut behauptet. Kalia^tien prvsitterten von den günststmr, in der GesellschafterversamimLung des KcckffyndiMs gemachten Mittel Lungen über den Absatz. Auch die Aktien der Deutschen Erdölwerke und der Steaua Ronmna wurden vielfach! ^handelt, (schutmipet Änmttu ebenfalls etwas antziiehen, aber ihnen Höchststand incht ganz behaupten. BanVaktren lagen still und kaum perändert. ÄM RentenmarVt w aren Deutsche Anleihen zu 'gut behaupteten Kursen gefragt- Fremd« Staatsanleihen waren nicht ganz' einheitlich. Oesterreichisck^-arngarifche, italienische irnd schlweWerffrhe Werte lagen-fest, russische Eis-enbalM-SkhiüldverschveibunMN waren dagegen angeboren, aiech ÄlrUeutinier .leicht abgeschwächt. Geld war leicht, Privatdiskontv etwa 4 Prozent.
Briefkasten der Uedaktto«.
Anfragen bleiben n»berü<kstchttgt.i
G. V., Merlim. Krankhafte Veränderung der Wirbelsäule, tauglich zum aktiven Dienst ohire Waffen (z. B. als Krankenträger 'oder Orlonomtehanawerker) oder als Ersatzreservish


