Ausgabe 
12.8.1916 Zweites Blatt
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Kühl, bei der preußischen Bcgleitungstruvpe der Armeeabteilmrg v. Strantz, erhielt das hessische Milimr-S-anitätskreuz.

Wetzlar, 11. Aug. Mit dem Eisernen Kren, 2. Klasse ausgezeichnet wurde Unterofftzieraspirant (Seminarist) Willy Keßler, Jnl.-Regt. Nr. 71.

Wa Dorlar, 11. Aug. Für das Vaterland gestorben ist Musketier Friedrich Jung, Reserve-Jni.-Regt. Nr. 223.

d. Grvß-Rechtenbach, 12. August. Schütze Heinrich Bink von der Moschinengewehrkompagnic Jnf.-Regt. Nr. 2l)2, ist seit dem 30. Juni 1916 als i)ermq;t gemeldet. Grenadier Mitheml Diceuth, vom Garde-Jnf.-Regt. Nr. 6, wurde ver­wundet.

Wa. Leun, 11. Aug. Gardeschütze Hermann Fink, Masch.- G.-K., G.-Jnf.-Negt. Nr. 6, starb den Heldentod.

ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 11. August. Ernteferien werden im Kreise Wetzlar nicht gewährt, sondern nur Heu- und Herbst- (Kartoffel-, Ferien. Urlaub an Schulkinder können die Bürgermeister und selbst der Landrat bis auf weiteres nid)t mehr erteilen, nachdem diese Befugnis auf die Lehrer, Lehrerinnen, Orts- und Kreissck>ulinspektoren für die Tauer des Krieges ü ber­ge gangen ist. Jur Entscheidung auf Besck)werden hinsichtlich der Beurlaubung durch die Lehrperson«: sind die Orts- und Kreis­schulinspektoren zuständig.

d. Aus dem Kreis^ Wetzlar, 12. August. Für diese Wock)c stehen dem ztzreiskommunalverbande für die Zivilbevölkerung und Gefangenenkommandos unter 100 Ädann zur Verfügung: 24 Rinder, 52 Schweine, 35 Kälber. Hiervon entfallen auf diel Bürgermeistereien: Aßlar: 4 Rinder, 6 Schweine und 4 Kälber; Krofdorf: 3 Rinder, 6 Schweine und 3 Kälber; Braunfels: vier Rinder, 8 Schweine und 5 Kälber; Ulm: 1 Rind, 5 Sclstveine und 3 Kälber; Hohensolms: 1 Rind, 1 Scbwlnn und 2 K älber;

Rechtenbach: 1 Rind, 3 Schn sine und 2 Kälber; Schwalbach: 2 Rinder, 5 S(l)wkine lind 3 Kälber und Stadt Wetzlar: acht Rinder, 18 Schweine und 12 Kälber.

vermischtes.

Eine Hafen-Tragikomödie.

Frankfurt a. M., 10. Aug. Im Vorort Bockenheim be­sitzt die Privatfrau «Enm« Faber in der Leipziger Straße drei Häuser mit vielen Mietern. Darunter befindet sich auch eine Kriegen rau. von der ihr nritgeteilt wurde, daß sie, die Krieger- fran, in ihrer Wohnung eine Hasarducht betriebe. Bc-weis: Frau Faber hatte mit eigenen Ohren gehört, daß die Frau ihren Kindern, so sie brav seien, Häschen versprochen hatte. Sic hatte dann mit ri«rncn Augen gesehen, dach die Kinder im Hofraume Gras für die Tiere gepflückt hatten. Aus dreien Gründen strengte die strenge Frmt Faber die Räumungsklage g.-grn die Mieterin an. Alle Ver­suche, die Hasen aus derverseuchten" Wohnung zu entfernen, schei­terten an dem hartnäckigen Widerstande des juristisä-en Beraters der Angeklagten. Es kam zum gerichtlichen Termin. Unter maß­loser Verblüffung auf der klägerischen Seite und stürmischer Heiter­keit des gesamten Gerick-tshofes samt beflagg er Partei und Zu börer- scl>ar legte der ReckstLannZalt der Angeklagten die bösen Hasen vor Zucker schen, die den Schrank geziert hatten. Brummend meinte der Bertr-ter der Madame Faber zu seinem sckanunzelnden Kollegen von der Fakultät:Das konnten Sie doch gleich sagen!" Selbstverständlich batte der Prozeß damit sein Ende gefunden. Die recht erheblichen Kvsten und den schaUenden Spott obendrein trägt die Frau Faber.

* Das größte Denkmal der Welt. Das größte Denk­mal der Weit! Wo kann es ander? geplant wert»«! als in Amerika, demLande oer unbegrenzten Möglichkeiten"? In der Nähe von Atlantia in Georgia soll das riesigste .^iünstwerk" der Welt auf­gebaut worden. Zweitausend überlebensgroße Menschengestalten sollen aus einem Fels«l gehauen werden, der höher ist, als her Fels von Gibraltar. Das Denkmal, das ein amerikanischer Bildhauer namens Gutzon Borglum, bald in Angriff nehmen wird, wie die

Jllustrated World" mitteilt, soll dem Gedächtnis der verlorener Sache des Südens gewechc fein. Die zweitausend Rrelengen alten, jede ettva 13Vr Meter hvw. sollen Soldaten der sudamerilanisctxn Bundesarmee verkörpern.^ Wenn der G?danb? des Bildhauers einmal, vcrwirklickst sein wird, so wird ein ganzes Heer von Rieien-« strinmenschen gegen die untergeh'nde Sonne marscheven. Den Mittelpunkt des Heeres werden tie großen Führer der Südarmee bilden und zwar werden sie zu Pferde, schlachtbereit, dargestellt werden. Ihn«: soll eine größere Grupp? von weniger berühmten Feldherren folgen, auch sollen verschiedene Schwadronen auS« g<'hauen werden, ebenso Jnfanteriekomvagnirn und Arttllericad- teilungen. Das Gedächtnis der Frauen. die für die Sache des Südens eintratm, soll in einer großen Steinhalle bewahrt werden, das in eine Seite des Felsens cürg?hauen werden mW etwa emv Länge von 20 Metern haben soll. Bor diesem steinernen Saal wird

angebracht

verzeichnet steht. Ein großer Park soll da» Denkmal umgeben und seine Wege sollen so eingerichtet werden, daß der Besucher G?- legenltznt hat, die ausg-bauten Gestalten von den verschiedensten Seiwn zu betrachten, lim das Riesendenkmal herzusttilen. wird natürlich auch ein Rwienheer von Arbeitern und Künstlern nötig sein. Zei große Wertsrätten werden dich an den Felsen erbaut (werden. Millionen' Tonnen von Granit werden fortgeschafft werden Müssen, um für die Gestalten der Krieger einen passenden Hinter­grund zu geben. Sechs Fahrstühle werden die Arbeiter und die Werkzeuge zum Felsen hinansbrrngen. Dampbohrrnaschinen werden in Tätigkeit gesetzt werden und eine Kraftstation und viele Hunderte von Metern Röhren werden notwendig sein. Wenn das Werk aber ruic der Künstler hofft, in acht Jahren fertig sein wird, dann, wird daneben freilief? auch der Riesenplan des Mterttuns, nach dem ein Denkmal LUexanders des Großen ans dem Athos gelxnren; werden sollte, verschwinden und gar das größte Denkmal Asrflas, die große Sphinx von Gizeh, wird daneben winzig erscheinen, lind das ist ja den Amerikanern die Hauptsache.

Oewinn-^usrux

der

8. preussiscd - Süddeutschen (234. Königlich Preuss.) Klassen - Lotterie

2» Klaese. 1. Ziehungstag. 11. August 191®

Anf Jed» cP3 , o«renn Naanw »lnd «wo! gleich hohe 0»- wina« fsMlsa, und zwar Je einer anf die Loee gleicher huuuner I» den beides Abteilungen I nn<l 11

(Ohne Gewih?.) (Nachdruck Tcrboten.)

In der Vonnittagsziehunp: wurden Gewinne über 96 Mark gezogen.

2 Gewinne zu 40000 M 215300 2 Gewinne zu 3000 M 24136 4 Gewinne zu 1000 M 123172 217640 6 Gewinne zu 500 M 781 171167 210453

18 Gewinne zu 400 M 34593 CE206 117141

123967 124*22 126353 185722 187.173 2t0170

22 Gewinne zu 300 M 3243 7503 11503 12676 21128 109298 125826 132523 168799 184357 214505 64 Gewinne zu 200 M 1943 2624 21729 21708 35930 36230 33730 68440 73339 74129 81576 92954 95374 99333 111471 111657 125503 148313 153609

153694 181444 184061 184628 185055 186427 183307 190508 191883 201163 212122 213324 214433

In der Nachmittageziehung wurden Gewinne über 96 Mark gezogen.

2 Gewinne zu 20000 M 40729 .

2 Gewinne zu 1000 M 203348 2 Gewinne zu 600 M 84261 4 Gewinne zu 400 M 97008 12243»

30 Gewinne zu 300 M 17154 31307 30546 87818 95483 99997 103177 143102 165683 160637 162624

103530 137305 192921 193989

74 Gewinne zu 200 M 636 2207 3613 43*3

4535 19342 31132 43103 43495 43705 54675 64146 66224 66248 88854 92275 93916 104637 123681 126513 136257 136476 143851 160362 162779 163086 183088

163775 165519 176739 182165 185429 187049 193587

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Setters wen s.

Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, dass am 1. August unser einziger, innigstgeliebter Sohn, Bruder, Schwager und .Onkel

Georg Kreiling

Musketier im Jufauterie-Regiment 168, 3. Kompagnie im Alter von 23 Jahren nach 22 monatlicher treuer Pflicht­erfüllung durch Kopfschuss gefallen ist.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Frau Katharine Kreiling Ww. Familie Heinr. Benz und Frau Anna, geb. Kreiling Familie Ludw. Kronenberg und Frau Luise, geb. Kreiling Familie Karl Herzberger und Frau Emie, geb. Kreiling.

Giessen, (Frankfurter Strasse 41), Hanau, Wetzlar,

den 12. Augnst 1916. oiüsi

Für die tief empfundene Teil­nahme an unserem Schmerz danke ich auch im Namen meiner Kinder und der übrigen Angehörigen.

Gießen, 12. August 1916.

Lina Schwöbel geb. Pfaff.

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Für die vielen Beweise herrlicher Teil­nahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben Sohnes, Bruders und Schwager

ßrs.-Les. d'Wu ßiler

Postbote rn Garbenteich-Haufe»

sagen wir Bekannten und Verwandten sowie den llnterbeamten der Post herzlichen Dank.

Fmilik Mw AllörcsS Ella.

Danksagung.

M

Für die vielen Beweise herzlicher Teil­nahme und die zahlreichen Vlumenfpenden bei dem unS so schwer betroffenen Verluste sagen wir allen, insbesondere dem Krieger- vcrein, dem Verein der Gastwirte und den beiden Feuerwehren hiermit unseren herz­lichsten Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Heinrich Weber.

Gießen, den 12. August 1816. p 7 »

Grüningen, den 1L August ML Wz

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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben Sohnes, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Hepding, der Steno- graohengesellschaft Gabelsberger und Damen- abteilung Gießen, besonders .Herrn Karnbach für den am Grabe gewidmeten Nachruf, dem Krieger-, Gesang- und Turnverein, den Kame­raden und allen anderen für die erwiesene Ehre und für die reichen Kranzspenden, sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. I01120B

Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen

Familie Polizeidiener Happel.

Hansen, 12. August 1916.

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