Ul. 203
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Erstes Aatt
W 8
166 . Jahrgang
iehener Anzeiger
Genera!-Anzeiger für Oberhessen
Mittwoch, M. August M«
B e - u g S p r e t i : inonatl. 90 Pf., viertel- jährl. Mk. 2.65: durch Abhole- u. Zweigstellen rnonatl. 80 Pf.: durch dieVost Mk.2.45viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokallbPf,. ausw. 20 Pf. — Hanpt- schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Gerichtssaal: Fr. R.Zenp.
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Beck, sämtlich in Gießen,
tzmdenbmg Generalstabrches.
Wechsel im Gbettommarido.
Berlin,29. Aug. (WTB. Amtlich.) Seine Majestät ver Kaiser hat durch Allerhöchste KabineLLSorder vom heutigen Tage den Chef des GeneralstabeS des Feldheeres General der Infanterie von Falken Hahn -wcckS anderweitigerVerwendung von dieser Stellung enthoben. Zum Chef des Generalstabes des Feldheeres ist Generalfeldmarfchall v. Bencckendorf und Hindenburg ernannt worden und zu feinem ersten Quartiermeifter Generalleutnant v. Ludendorff unter Beförderung zum General der Infanterie.
Der Reichskanzler im Hauptquartier.
Be r {i n , 29. Aug. (WTB. Nichtamtlich.) Der Reichs- tanftlet ist in das Gr v ße Hauptquartier abgereist.
die Begründung des rumünischen Vertragsbruchs.
Kopenhagen, 29. Ajng. (WTB.) Die Petersburger Tele- graphenagenttrr verbreitet folgende Meldung mis Bukarest: Nach dem Krvurat wurde dem österreichisch-uugarischm Gesandten Grasen C % e r it i n folgende Note übermittelt:
„Das zwischen Deutschland, Oesterreich-Ungarn und Italien abgeschlossene Bündnis hatte nach den eigenen Erklärun.gen der Regierungen nur einen tvesentlich erhaltenden, und verteidigenden Charakter. Das Hauptziel tvar, die ver'öiurdetcn Länder gegen, ledcn von außen Dntmenden Angriff schützen und den Zustand zu befestigen, der durch frühere -Vertrage geschaffen morden, war. In dem Wunsche, seine Politik mit diesen friedlichen Bestrebungen in Eingang zru bringen, hat sich Rtomictttten diesem Bündnis an-, geschlossen, mit dem Werke seiner ^inneren Bersasfturg beschäftigt und treu dem festen Entschlüsse, chr der Gegend an der imtcreri Donau cm Element sder Ordnung,und des Gleichgewichts zu bleiben. Rümänu'n hörte nickst auf, zur,Auftcchterlialtung des Friedens am Bal kan beMrtragen. Die letzten Bal ka nkri e g e . welche den Statusquo zertrümmerten, zwangen ihm eine neueRichtung für ferm Verhallen auf. Sein Eingreifen bewirkte den Frieden und stellte das Gleick)gewüht wieder cher. Rumänien begnügte sich mit einer Grenz berichtigung, die ihm mehr Sicherheit gegen einen Angriff verschaffte und >zu gleicher Zeit eine Ungerechtigkeit girtmachte, die zu seinem! .Schaben auf dem Berliner Kongreß begangen wurde. Aber in der .Berftstgung dieses Zieles erlebte Rumänien die Enttäuschung, feststellen zu müssen, daß es von seiten des Wiener Kabinetts nichtper Haltung begegnete, die es mit Recht erwarten konnte. Als der gegenwärtige Krieg ausbrach, lehnte RuMäniei. ebenso wie Italien.ab, sich der Kriegserklärung! Oesterreich-Ungarns Mtziuschließen, von der es vorher von dem! Wiener Kabinett nicht benachrichttgt ivurde. IM Frühjahr 1915 irat Italien in den Krieg Mit Oesterreich-Ungarn, der Dreibund bestand nicht mehr. Die Gründe, welche den Anschluß Rumäniens an dieses politische System bestimmt hatten, verschwanden in demselben Augenblick.
An Stelle einer Gruppe vccm.Staaten, die sich durch gememsaine Anstrengungen an der Sicherung des Friedens und der Erhaltung der tatsächlichen und rechtlicher Lage, wie sie durch die Verträge geschaffen ivar, zu arbeiten versuchter, befand man fick) Mächten gegenüber, die mrr in der üestiMnrtan Absicht Krieg führten, die! früheren Verhältnisse, die als Grundlage ihres Bündnisvertrages dienten, von Grund aus zu ändern. Diese tiefen Aenderungäu )ntavcn für Rum änien der klare Bctveis, daß das Ziel, welches es verfolgen wollte, als es sich dem Dreibuird anschloß, nicht mehr erreicht werden konnte, und daß es seine Absichten und Anstrengungen in nenc Wege lenken mußte. Dies um so mehr, als das von Oesterreich-Ungarn unteruv iimene Werk euren die wesentlicher Interessen Rrunäniens ebenso wie seine legitimsten nationalen Wünschen bedrohenden Charakter mrirahm. Angesichts einer so radikalen Aenderung der zwischen der österreichisch-ungarischen Monarchie und Rumänien gelchaffenen Lage gewawr letzteres seine Handlungsfreiheit wieder.
Die Neutralität, welche sich die Königliche Regierung! nach der Kriegserklärung auferlegt Ixrtte und die außerhalb ihres Willens und entgegen ihren Jitteressen erlassen worden war, war in erster Linie ftrfvlge der zu Anfang von der Kaiserlichen und Königlichen Regierung gegebenen Zusicherungen angenommen worden, daß die Monarchie bei der Kriegserklärung au Serbien nicht von Eroberungsdrang beseelt war und daß sie in keiner Hinsicht auf Landerwerb ausgehe. Diese Zusicherungen l>aben sich nicht ocr- ustrklickst. Heute stehen ivir vor einer tatsächlichen Lage, auS der große territoriale und politische Umänderungen hervor gehen können, die derart sind, daß sie eine schwere Bedrohung der Sicherheit «und Zukunft Rumäniens bildern Das Friedenslverk, welches Rumänien, treu dem Geiste des Dreibundes, zu schasftu versuchte, tpurde so von denjenigen selbst unfruchtbar gemacht, die dazu! berufen waren, es zu stützen nnd zu verteidigen. Als Rumänien sich im Jahre 1883 der Gruppe der Mittelmächte anschloß, sah es, weit entfernt, die Bairde des Blutes zu vergessen, welche die Bevölkerung des Königsreichs nrit den rumänischen Untertanen der^ ofterreichiscks-un garischm Monarchie verband, in den zwischen drei großen Mächten geschaffenen Beziehungen der Freundschaft und des Buirdnisses ein wertvolles Pfand seiner inneren Ruhe wie auch eine Verbesserung des Schicksals der Rumänen Oesterreich-Ungarns. In der Tqt konnten Deulsch- l a n d un d Ita l i en, die ihre Staaten auf der Grundlage des Nationalstätenprinzips wieder ausgebaut haben, nicht eine andere Gesetzmäßigkett und Grundlage anerkennen, als worauf ihr eigenes Dasein beruhte. Was Oesterreich-Ungarn betrifft, so farrd es nr den freundschaftlichen Beziehungen, lvelche sich zwischen chm und dem Königreich Rumänien entwickelten, Sicher- hellen für ferne Ruhe, sowohl im Innern wie an unseren gemeinsamen Grenzen, denn es wußte sehr wohl, in welchem Grade die Unzufriedenheit der dortigen rumänischen Bevölkerung bei uns tviderhällte, rndem sie jeden Augenblick die guten Beziehungen zwischen den beiden Staaten zu stören dvvhten. Die Hoffnung, die wir unter diesem Gesichtspunkt auf unsere Zugehörigkeit zum
Drerbunde gesetzt haben, wurde mehr als dreißig Jahre lang getäuscht. Die Rumänen^ der Atonarchie sahen nicht nur niemals Reformen einführen, die ihnen eine auch nur scheinbare Genugtuung hätten geben können, sondern sie wnrden im Gegenteil wie eine minderwertige, Rasse behandelt, dazu verdammt, die Unterdrückung durch ein fvemdes Element zu erleiden, das uur eine Minderheit inmitten der verschiedenen Nationalitäten bildet, aus welchen die psterreichisch-ungarischen Staaten bestehen. All die Ungerechtigkeiten, die man so unsere Brüder erleiden ließ, hielten zwischen unserem Lande und der Monarchie einen fortwährendeil Zustand der Animosität auftecht, den die Regierungen des Königreiches schließlich nur um den Preis zahlreicher Schwierigkeiten und zahlreicher Opfer besänftigen konnten.
Als der jetzige Krieg ausbrach, konnte man hoffen, daß die österreichisch-ungarisckie Regierung wenigstens in letzter Stunde sich von der dringenden 9d)twendigkeit überzeugen lasse, diese lln- gerechtigkeit anfzngeben, die nicht nnc untere freundschaftlichen Beziehungen, sondern die normalen Beziehungen, die-zwischen benachbarten Staaten bestehen sollten, in Gefahr brachte. Die zwei Kriegsjahre, während deren Rumänien seine Neutralität auftecht erhielt, haben bewiesen, daß Oesterreich-Ungarn jeder inneren Reform abgeneigt ist, die das Leben der von ihnt regierten Böller besser! gestalten könnte, und sich ebenso bereit zeigte, sie zu opfern, wie ohnmächtig, sie gegen .äußere Angriffe zu verteidigen. In dem Kriege, an dem fast das ganze Europa beteiligt ist, handelt es sich um die wichtigtten^Fragen, die die nationale Entwicklung und sogar die Existenz der Staaten berühren. Rumänien, in dem Wunsche, cazu beizutragen, daß das Ende des Konflikts beschleunigt roerdc, und unter dem Zwange der d^otwendigkeit, seine Rasseninteressen zu wahren, sieht sich gezwungen, an die Seite derer zu treten, die ihm die Verwirklich int g seiner nationalen E i n i a u n g sichern können. Aus diesen Gründen betrachtet es sich von diesenr Augenblick an als im Kriegszustand mit Oesterreich-Ungarn befindlich.
Der Kaiser hat Generakfeldrnarschall Hindenburg zum Chef de^ Generalstabes ernannt. Diese Ernennung war die rechte Tat zur rechten Stunde Heltte, wo die beiderseitigen Kräfte bis zum äußer>ren gespannt sind, tritt der Mann an die Spitze unseres Feldheeres, zu dem der Kaiser selbst nn- längst sagte: Sie sind zu unsernr V o l k sh e r o s' geworden, jener Manri. dessen oft erprobter eiserner Wille das stohze Wort verkündete: Nicht nur durchhalten, nein durch- siegen. Die Ernennung Hindenburgs zum Gencralstabs- chef und seines treuen und genialen Gehilfen, des Generals L u d e n d o r f, zum Quartiermeister wird im ganzen Volke mit großer Freude und mit dem Vertrauen begrüßt werden, das mit dem Namen Hindenburg Nnlösbar verknüpft ist. Ueberraschend komnrt uns ja auch diese Nachricht, zumal da erst vor kurzer Zeit bei der Neuordnung der Kommando- Verhältnisse bei dem Ansturm der Russen im Osten Hindenburg zum Oberbefehlshaber im Osten ernannt worden war. Die inzwischen eingetretenen Verhältnisse ließen es aber erforderlich erscheinen, daß die Einheitlichkeit in der Führung der deutschen und der verbüirdeten Heere noch weiter vervollkommnet würden. Hinderrburg und Luderrdors verkörpern diese Einheit in der hervorragendsten Form, und wir können unserer Freude tont so ungetrübter Ausdruck verleihen, als der verdienstvolle bisherige Chef des Generalstabes von Falkenhayn, der sicher eine seinen hervorragenden Fähigkeiten entsprechende Verwendung finben wird, laut der „Tagt. Rundschau" die Ernennung Hindenburgs selbst vorgeschlagen hat. Die Reise des Reichskanzlers ins große Hauptquartier wird mit dem neuen Ausstieg Hindenburgs in Zusammenhang zu bringen sein. Nun mag der Erretter aus Russengefahr auch dem Generalsturm unserer Feinde siegreich entgegentreten. Das ganze Volk jubelt ihm zu und baut auf sein stolzes Wort: durch sie gen.
Die Rumänen haben sich inzwischen aus der 600 Klm. langen Front der ungarisch-rumänischen Grenzgebirge blutige Köpfe geholt. Ihr König Ferdinand hat nock) kurz vor dem Krön rate wie dem österreichisch-ungarischen Gesandten, so auch dem deutschen Gesandten die bestimmte Erklärung gegeben, daß er niemals seine Zustimmung zur Kriegserklärung Rumäniens an die Mittelmächte geben würde. Er deutete sogar an, daß er eher auf seine Krone verzichten würde. Man fragt sich vergebens, welche Gründe ichi veranlaßt haben können, von einer so bestimmten Erklärung abzugehen Jedenfalls können es nicht die Gründe der rumänischen Note sein, deren Fadenscheinigkeit bei der Länge der Ausführung nur um so offensichtlicher zutage tritt. Ein Stück von dem Fette des Löwen, das ihni die Entente anbot, hat eine Begehrlichkeit verlockt, wie ein Rumäne lürzlich äußerte- Rumäne jem ist — Geschäft. Möge ihm der neue Generalftabschef bewellen, daß er die Rechnung ohne den Wirt gemacht bat.
, Stege mann im Berner „Bund" beurteilt die neue KvieFslage wie folgt:
' „.Rumänien wird sein 5)eer, an dessen Kriegsbereit,'chnft es sehr lange gearbettet hat und dessen Ruf sett P lewn a zwar nicht neu erprobt, aber wohl begründet ist, so aufstellen müssen, daß es auch die Donau front deckt, >venn man nicht von vornherettr Anlehnung an die in der Bukorvina und Beßarabian berett-. gestellten russischen Streitkr äste sucht Ob Rumänien genügend schwere' Artillerie, Speziattruppen und Munition besitzt, um einen langen Feldzug auszuhalten, wird die Zukimft lehren. Haben die Zentralmächte noch Kräfte frei und wird die politische Lage sofort geklärt, so kann Rumänien unter Ilmiständeli im eigenen Lande schlagen müssen. Was das heißt, weiß nian heute zur Genüge.
Es ist anzunehmen, daß Rumänien zunächst mit -400000 bis 500 000 Bogonetten ausrückt. Ob dre Armee auf 800 000 Mann gebracht werden kann, häiigt von den technischen Vorbereitungen, ab. Flankiert und flankierend tritt sie auf die Walstatt.
Heute sucht Rumänien seine Flankenstckllrng m nutzen, indem es sich zunächst gegen Oesterreich-Ungarn wendet. Die Offensive Brussplows, die die Russen wieder an den Karpathensuff führte, Haft also eine starke politische Auswirkung gesunden, die einem grossen strategischen Effekt gleichkommt, denn Rumänien war weder ttr der Lage, n*>d> Homttc es in die Lage versetzt werden, gegen Oesterreich-Ungarn zu marschieren, solange .die Bukowina in österreichischen Händen Ivar. Ob cs strategisch zum Angreifer oder zum Airgegriffenen lvird, werden wir bald erfahren. Operativ kommt in jedem Falle die Linie Hermannstadt-Kronstadt m Betracht. Für die Oesterreicher handelt es sich zunächst um eine Verlängerung ihrer Karpathenfront, die beretts durchgeführt war.
Inwiefern die Kriegserklärung Rumäniens auf die Entwick- lung bei Saloniki wirkt, ob sie eine russische Tiiversion über rumänisches Gebiet zur Folge hat, und ob schließlich! gar Griechenla?id in irgend einer Weise mit regulären Truppen zum 'Eingreifen in een Krieg genötigt wird. Muß man der Zukunft überlassen. Fest- zühälten ist indes, daß die Bulgaren sich bei Kastoria und Biklista un Westen 'und bei Jenikoj und am Tachinossee im Osten Stellungen erstritten haben, die ihnen auch ein Beharren in der Defen- ,ive gestatten, falls sie sich stark an der Donau engagieren müßten/'
Zum Schluß sagt er:
Wir werden sehen, wie sich Runränien an der allgemeines chruckosfensive beteiligt, fcije nach dem Urteil englischer und fran- zöfticher Fachleute die Entscheidung zugunsten der Entente ttr sich schließt, wobei aber ein namhafter englischer Fachnrann selbst eine Ungeheure Vermehrung der Druckmittel und Berbreiterrmg der Drucksronten für notwendig erklärt, um die Jmrenstehenden nie- derzuringen. Schließlich bleibt inttner wieder die Frage offen, lo b die K r i e g s l e i t u n g der Z e n t r a l m ä ch t e sich diesen Druck auf die Tauer gefallen lassen mrrß, ohne hier oder dort zur Gegenoffensive überzirgehen und das Gesetz des Handelns, ioenn irgend möglich, wieder an sich zu reißen."
Die Anttvort auf diese letzte Frage wollen wir .Hindenburg und Ludendorf überlassen, und wir haben das volle Vertrauen, daß sie im gegebenen Augenblick die Antwort nicht schuldig bleiben werden.
(WTB.) Großes Hauptquartier. 29 August (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
In vielen Abschnitten Oer Front machte sich eine erhöhte Feuertätigkeit des Feindes bculerkbar. Im Somme- und Maasgebiet nahm der Artilleriekampf wieder große Heftigkeit an. Nördlich der Somme wiederholten sich die mir erheblichen Kräften unternommenen englischen Angriffe zwischen Thiepval und Poziöres; sie sind blutig gescheitert. Zum Teil führten sie zum Nahkampf, der nördlich von Ovillers mit Erbittenrng fortgesetzt wird. Mehrere Handgranatenangriffe wurden in dem Delvillewald und südöstlich von Guillemont ab gewiesen.
Rechts der Maas griffen die Franzosen zwischen dem Werk Th ia umo n t und F leu ry sowie im Bergmalde an. Im Feuer der Artillerie, Infanterie und Maschinengewehre brachen die Angriffswellen zusammen.
Schwächere feindliche Vorstöße südlich und südöstlich von St. M i h i e l bliepen ohne Erfolg.
*
Drei feindliche Flugzeuge sind im Luftkampf abgeschossen. und zwar eines südlich von Arras, zwei bei B-apaume. Ein viertes fiel östlich von St. Quentin unversehrt in unsere Hand.
O e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Die Lage ist im allgenieinen unverändert.
An einzelnen Stellen war die F e u e r t ä t i g k e i t etwas lebhafter. Westlich des S t o ch o d bei Rudka Czelivieczeze kam es zu Jnfanteriekämpfen. Nördlich des Dnjestr wurden bei Abwehr schwacher russischer Angriffe über hundert Gefangcüc gemacht.
In den Karpathen fanden Zusammenstöße mit russisch-rumänischen V o r t rn ppe n statt.
*
Bei Bursztyn (an der Gnila Lipa) wurde ein russisches Flugzeug im Luftkampf zur Landung gezwungen.
Balkan-Kriegsschauplatz.
Keine Ereignisse von besonderer Bedeutting.
Oberste Heeresleitung.
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
W i e n . 29. August. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich tt>iri verlautbart: 29. August 1916.
OestlicherKriegsschauplatz.
D o na u m o n i to r „AlmoS" zerstörte durch Feuer bei Turn-Severin mehrere militärische Anlagen.
** n , a * 1 f 11 Uebergängen der 600 Kilometer langen un ga visch - ruin ü it i schc n Grcnzgebirge sind unsere Grenzsicherungstruppen ins Gefecht gekommen Der Feind ^»lte sich, wo er auf unsere Bataillone stieß, blutige Wpfc namentlich nordöstlich von Orsowa bei Petrosena. im hftbiei te* Boröstoronh (Roter Tnrm)-Passes ans den Hohen südlich von Brasso. auf denen das tapfere Szekler Infanterie-Regiment Nr. 82 hümi scheu Boden verteidigt und nn Guxrgqo-Gebirge. Nur das weite Ausholen statter rn manischer Umfaffungskolonnen vermochte unsere vorgeschobe neu Abteilungen zu veranlassen, rückwärts angelegte und planmäßig zugewiesene Stellmigen zu beziehen.


