Ausgabe 
29.8.1916 Erstes Blatt
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,,.^«r4fbad!atet" im Betvage hon 2, 3 imb 10 Mk. vom 1. O?-- tobtx ob, bis zwei Jahre mich Friedensschluss dm Bewerbern m f ft u T ^5 r ö j e n t verirrst werden. Schulen oder sonstige Personen- fmK können auch'Blocks zu je 20 Stück beziehen. Die Bezirksspar- ImÜU erwirbt für die einqel-enden Beträge Kriegsanleihe. Die twm den Einzelpersonen zu erwerbendm Spcrrkcrrten sollen den Betrag von achtzig Mark nickst übersteigen.

Landkreis Giessen.

ne. Bellersheim, 20. Aug. Auf dcnr Felde der Ehre fiel erst 'IWHriy der Musketier Ferdinand Mühl. .Kmrm von einer- Verwundung geheilt/rückte er zürn zweitm: Male ins Feld mtd fiel schon, nachdem er zwei Tage der Kompagnie zugeteilt war. ff ie ganze Gemeinde rthmirt Anteil an dem Verliiste, der die schwergeprüfte Familie getroffen hat. Martin Bet t i n g h a n - sen erhielt ine Hessische TapferleitSmedaille. Tie Halm­früchte find jetzt alle geschnitten, über Weizen und .Hafer stehen teilweise noch , ans den Feldern, da die ungünstige Witterung dem Einbringen hinderlich war. Am beffcm von allen Halmfrüchten hat sich der Hafer entwickelt und liefert daher auch dm größten Ertrag, ltvrn und Weizen dagegen bleiben im Wrnerertrag etwas hinter den erwarteten Erträgnissen zurück. Stroh liefern alle Ge- imbep.rten in diesem Jahre reichlich. Auch die Grnnnneternte verstricht sehr ertragreich zu werden, so daß an Fut^rmittelni kein Mangels herrschen wird. Kartoffeln haben sich ebenfalls vor- züglich entwickelt und sind frei von Krankheiten. Die OWerntö aber bleibt hinter den Erlräg-nissen des vorigen Jahres zurück/

n. Heuchelheim, 26. Aug. Auf dem Felde der Ehre starb den Heldentod Musketier Karl Hildebrandt. Die Musketiere Karl Hahn und Otto Sack gellen laut Nachricht der zuständigen Truppenteile als vermißt.

br. R e i n h a r d s h a i n , 29. Aug. Gestern fand auf dein Wirberq eine Gedächtnisfeier für den verstorbenen Dragoner Wil­helm Wenzel im Dragoner-Regt. Nr. 25, gebürtig von Rein- hardshain, statt. Er erkrankte an Typhus, dem er am 26. Juli in Wilna erlag. Zur Ehre des früh Verstorbenen hielt der Orts- geistliche eine Ansprache, die auf die zahlreichen Zuhörer einen ' liefen Eindruck machte.

tt. T r« i s a. L., 29. Ang. Große Freude herrschte dieser Tage bei den Angehörigen dos seit 30. August v. Js. vermißten /Olnsketiers Wilhelm Kehr von hier, als die erste Nachricht von ihm erntvaf, daß er in russischer Gefangenschaft sei und in der Nähe von Moskau auf einen: (Ä-ektrizilätswerk eine gute Arbeitsstelle ge­funden habe. Zum Eisernen Kreuz, das er in vorigem Jahre aus hem, östlichen Kriegssckw'uplatze erhalten, bekam bicf-er Tage die Hessische Tapferkeitsmedaille der Unteroffizier Nil. Pfeil von zier, zurzeit im Lazarett zu Butzbach. Die gleiche Auszeichnung erhielt vor einiger Zeit der Unteroffizier H. Erb von hier, den auch <chs tKserne Kreuz schon besitzt.

e^S teinbach, 29. Aug. Weißbindermeister Hch. A tz b a ch VI. von hier, Mitgründer und Uebungslester unseres Turnvereins, er­hielt als Mehrmann der Landwehr II im aktiven Infanterie- Regiment Nr. 168, IO. Komp., am 13. d. Mts. das Eiserne Kreuz 2 Klasse.

KreiS Schotten.

8.8. S ch ost t e n, 29. Aug. Dem Lnzarettverwalter des Vereinslazaretts Schotten, Heinrich Wenzel wurde das Kriegs- Ehrenzeichen verliehen.

La.Li.ba.ch , 29. August. Aus Anlast des Geburtstages der. Gräfin Vdutter zu Svlme--Laubuch, die Leiterin des hiesigen Lazarettes ist, fand gestern abend eine würdig verlaufene Vorfeier, veranstaltet von den Verwundeten und Pslegerffnren des Lazarettes, iu den Räumen des hiesigen Schlosses statt. In mehrstimmigem Choc tMjgan die Verwundeten, unter Leitung von Musikmeister Mathien, Mehrere schöne Mlder vor, denen sich. Lebende Bilder und Borträge gnverhden. Allerlei von den Verspundeten angefertigte ZierMMNfÄinde und Bilder wurden überreicht. Sämtliche Tar- bittiungm und Geschenü waren Beweise der herzlichen, ehrerbietigen Gesinnung:, die der hohen Dame für ihre liebenswürdige Fürsorge von den Soldaten stets entgegxngebracht wird. Bai Kaffee und Kuchen veverngt die hohe Gastgeberin Soldaten und Pflegerinnen heute zur Geürrtstagsseier in: Park -des Schlossest

Kreis Friedberg.

b%. ApLkdbera, 29. Aug. Um den Preistreibereien/ auf'-idevr.Obstnrarkt entgegenzmvirken, hat Gr. Kreisamt Fried­berg bestimmt, daß sämtlich Obsthändler über den An- und Ver­lauf von Obst sowie über die gezahlter Einkaufspreise und ein ge- 7vo77rmenen Verkaussvveise genau Buch zu führen haben. Die Obsthändler haben sich daher sofort ein Hess anzuschaffen, in das , alle 2111^0^1 über An- und Verkauf von Obst, soweit es sich nicht um Meirgen unter 5 Pfund handelt, nebst Bezeichnung der Namen /der Verkäufer und Käufer mit deren Wohnort einzutragen sind.

' Nichtbefolgung hat die Entziehung der Ausweiskarte zur Folge.

, Alle Verkäufe von Obst nach Orten außerhalb des Kreises Fried­berg sind in dem .Kon troll buch besonders einzutragen. Den Händ­lern und Hckrrdlerimren ist es verboten, im Auftrag auswärtiger ! 2lgenten -Obftcmkäufe im großen vorzmiehmen. Desgleichen ist es den Eigentümern streng verboten, an nicht hessische Privatpersonen ' U7id HärM-er und Agenten, die nicht konzessioniert sind, Obst in grö­ßeren Mengen abzugeben.

nt. Bruchenbrücken, 29. Ang. Der Musketier Heinrich Äegner, Jnf.-Rgt. 188, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Er kämpft schon seit März 1915 ununterbrochen vor dem Feinde.

Kreis Wetzlar.

Wa. Wetzlar, 28. Aug. Der Chefarzt des hiesigen Reserve- lazaretts, Stabsarzt d. L. Dr. Floeck, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.

ra. Wetzlar, 28. Aug. Laut Beschluß vom Vorstand des Rlh ei nn ische ü Viehhandelsverbandes vom 19. Ang. ist auch die Provision der Händler neu geregelt worden. Es erhalten die Aufkäufer von Großvieh 2 1 /» Prozent des Ankaufspreises dann, wenn der Ankauf im freien Wettbewerb, ohne irgendwelche Mit­wirkung der Behörden stattgefunden hat. Bei Ankauf von Kälbern erhalten die ^Händler 3 Prozent, bei Schweinen ebenfalls 3 Prozent, während bei Schafen eine Provision von 17 a Prozent gewährt wird. Wird der Ankauf durch behördliche Maßnahmen, wie etwa

eme Umlags oder Androhung der Enteignung, erleichtert, so erhält der Grrchviehaufkaufeirde Händler eine Provision von nur

1 Prozent . Die Stadt Wetzlar hat eine Gesamteinw-oher- z>ahl von 14 500 Personen. An 23 Verla ns tagen l>aben 437 Personen Goldsachen im Werte von 8940 Mk. bei der hiesigen Goldankausstelle abgeliefert. In 43 Städten der Provinz wurden Goldankausstellenge'. 7 ründeL und seit Beginn des Ankaufs 1 183 162 Mark für Goldsackxn ausgegeben.

IVa. E h r i n g s h a u s e n. 28. Aug. Die Hessische Tapferkeits­medaille erhielt der Unteroffizier Fritz Die hl, Jnf.-Rgt. 116. Hessen-Nassau.

ll Marburg, 29. Aug. Äm Hang des Wehrdaerwaldeo nördlich unserer Stadt vor den: Dorfe Wshrda, wo vor etwa 700 Jahren die Landgräfin Elisabeth von Hessen in einen: bescheidenen Häuschen ihren Witwensitz nahm, haben seit einigen Jahren ver­schiedene Gebäickichkeiten desDeutschen Diakonie-Verbandes", nämlich das SchwesternhausRamoth" mit einem dazu gehöriger: großen Gutshvf, sonne das DiakonenhausTabor" Platz gesunden. Tie zunehmende Ausdehirung des oben erwähnten Verbandes machte den Bau eines winteren großen Mutterhauses erforderlich, das ebenfalls auf dem bezeichneten Berggelände in herrlichster Lage seinen Platz fand. Es wurde gestern unter großer Beteiligung in feierlülpr L>eist eingeweiht. Ansprachen hielten u. a. die Pastoren Thimme und Krawielitzki, sowie Missionsprediger Vetter. Bei der Feier, die in dem großen Säule des Hauses stattfand, wirkte auch ein vorzüglich eingeübter Schwestern chor mit.

ke. Frankfurt o. M., 29. Äug. Der 12jährige Albert Mutschler rettete den 9jährjgen Albert Kerbel, der au der Niederräder Schleuse in den Main gefallen war, von dem sicheren Tode des Ertrinkens.

H. T. £) e r b o r n, 28. Aug. Das Eiserne Kreuz er­hielten : Reservist Emil H a i n - Frohnhausen (Dillkr.); Unteroffizier Weber und Musketier Hrch. B r e i d e n st e i n - Niederscheld; Unteroffizier R>ldolf K a s p a r i und Gefreiter Wilhelm Kaspari- Oberroßbach (Dillkr.)

ke. Fulda, 28. Aug. Der Blitz schlug gestern in Almen« darf in die Scheune des Bahnwärters Möller. 'Im Nu stand die Scheune in Hellen Flammen, die auch auf die angrenzende Hofraite des Landwirts Lauer Übergriffen und auch dessen Scheune sowie das Stallgebäude und ein Wohnhaus in Asche legten. Der Schaden an verbrannten: Heu und Getreide ist sehr bedeutend.

. X. Fulda, 27. Aug. Die im Monat Juli d. Js. auf Ver­anlassung der Landwirtschastskaminer Kassel, in 21 Kreisen des Regicrungs - Bezirks Kassel abg-ehaltenen Ziegenlämmer­märkte waren mit insgesamt 1492 Tieren beschickt. Um einen be­sonderen Anveiz zur Beschickung der Märkte zu geben, hatte die Landwirtschaftskammer für jeden Markt den Betrag von 303 Mk. zur Prämiierung der besten Ziegen- und BocklämMer ausgesetzt. Insgesamt wurden für Prämiierung 4658 Mk. airsgegeben, und zwar für 146 Bocklämüner 952 M'k., für 516 weibliche Ziegen­lämmer 3706 Mk. Nach dem Sachverständigenbericht scheint,. so­weit es sich nach dem auf den Märkten gewonnenen Eindruck fest­stellen läßt, die Ziegenzucht in den Kreisen Eschwege, Marburg, Kirchhain, Melsungen, Homburg und Schmalkalden an erster Stelle zu stehen. Es sind das diejenigen Kreise, in welchen die Tätigkeit der Zuchtvereine am längsten gewirkt hat.

g. Eschwege a. d. Werra, 29. Aug. Die Gemeinde Rohr au der Werra, der Geburtsort des Kapitän König, hat diesen anläßlich der glücklichen Rückkehr derDeutschland" zum Ehren­bürger ernannt.

ul. Fachingen, 29. Aug. Am hiesigen Mineralbrunnen verunglückte bei einer Reparatur des einen Last- und Per» sonenaufzuges der Maschineistührer Frrtz Fachinger von hier. Er ist wahrscheinlich ausqeglitten und mit dem Kopf in den Schacht des daneben fahrenden Aufzuges gefallen, wobei er so schwer ver­letzt wurde, daß der Tod auf der Stelle eintrat.

Heöenket der GeburtZtagrspende

sm '5 Mk Kreits!

Verein isehter.

Frankfu rt c. M., 28. August. Eine eigenartige H o chzeits feier begeht demnächst der Schriftsteller Karl W a ß- m ann. Wie der Heiratskandidat selbst ankündigt, siehtdie dem Ernst der Zeit Rechiiung tragende Feier eine Huldigung am .Hein­rich Heine-Denkmal, eine Feier im Obdachlvsci:asyl, den kirchlichen Tranakt durch den freireligiösen Prediger Klauke und das eigent­liche Hochzeitsfeft im eigenen Heime vor." Vonbedeutenden" Persönlichkeiten hat Waßniann u. a. auch den König der Boheme, Danny Gürtler, eingeladen. Den genaue:: Termin der Trauung soll Frankfurt noch durch die Tagespresse erfahren. Wenn mit die Polizei den verschiedemi:Abteilunge::" der Waßmannschen Hochzeitsfeier keinen Strich durchs Programm macht.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlichcr Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Allltmocy, den 3i>. Aug. 1916: Bedeckt, Regenfälls, tagsüber etivas kälter.

Letzte Aachrichten.

Die ersten Grenzkänrpfe mit den Rumänen.

Berlin, 29. Aug. Der Korrespondent desBerlmer Lokal- Anzeigers", ^birchlehver, meldet aus dem K. K. Kriegspresseguar- tier unter dem 28. August: Wülwerid am Sonntag die Kundcl von der Kriegserklärung Rumäniens bekannt wurde, bestanden die zur Front des Thronfolgers Erzl-erzog Carl gehörigen krie<^ bewährten Truppen bereits ihre ersteil, siegreichen Gefechte mit den rumänischen Bortrnppen. Unter anderein fanden Zusammen­stöße am Tömöser'-, Törcsvarer- und Vöröstoronyaer-Paß statt.

Uckberoll griffen die Rumänen an. Wie mttgetarlt wurde, schlu­gen wir in dem größten Gefecht am Vöröstoronyaer-Paß ein bi- z:vei feindliche Bataillone zurück. Unsererseits kamen nur kleinere Gren-schutzaLteilm:gen ins Gefecht. Diese ersten ZusaiTrmenltw . denen sich naturgenräß allgemeines Interesse znwendet, waren un mittelbar gegen die nahe der Grenze gelegen?':: b'iden Hauptor^H Siel^enbürgens Brasso (Kronstadt) und Nagyszeben (Hermann- ftadt) gerichtet. Der Tömöser-Paß ist eine Talei?ge, die nördlich und unterhalb des 1040 Meter hohen Predeal-Sattels liegt. Hier geht die Eisenbahnlinie BudapestPreleat- Bukarest. Die Sta­tion Predeal ist 30 Kilometer südlich Bresso gelegen. Am Tömösm Paß steht ein Denkmal für die Hon red.:, die Htx 1849 gegen du Russen kämpften. Jenseits der Grenze liegen die bekannten rumäni­sche:: 5l'önigsschlösser Sinai und Peles, Sinai, ;n< leich derSem mering" für die oori:ehmc' Bukaresler Welr. Der Törcsvarer-Paß (Törzburg' ist 1245 Meter hoch und trägt die Straße Braffo Törcsvar(Törzbrrrg)Cimbvlung. Der VötöftaNyeer-Paß lRottr Turm) ist 350 Meter hoch und das Durchbruchstor des Alnta P-sse§ eines 30 Kilometer lange, sehr enge :md wilde Felsschlucht mit Chaussee und Eisenbahn: von Nagl-seben (Herrmamrstadt) nach Rrmnicul Vrlcsa.

Die Folgen des rumänischen Eingreifens für die militärische Lage.

B e r l i n, 28. Aug. Bon einem alte:: preußischen Offizier wird demBerliner Lvkalänzeiger" geschrieben: Ohne auf die runnnrische Armee als Faktor auf der Mgenseite in diesem Kriege naher ein­zugehen, als dilrch die Festitellmvg, daß diese 9lrmee im Kriegs­fälle und nach der in Rumänien rmch dem Batkarrkrieg von 1913 dnrrchgeführte:: Armeeorganisation imstande sein dürfte, 400000 bis 500 000 Mann in ihrem Werte unbekannter Kärnpfer in die Wag­schale zu werfen, wollen wir dem neuen Kriegsschauplatz, der durch Rumäniens Kriegserklärung geschaffen ttwirbe, eine kurze Betrach­tung widmen. Ter Rumäne muß darauf vorbereitet sein, daß der Krieg mcht von langer Dauer sein kann und sein darf. Die Lage seines Lai:des ist eine derartige, daß er auf die augenblicklich in seinem Lande vorhandenen Mmütionsvorräte angewiesen ist, ohne in absehbarer Zeit auf eine Auffrischung der Bestände rechnen zu können. Diese MünitivnsVorräte sollen aber nur vier bis fünf Wochen reiche::, :cnd ob in dieser Zeit die in Archangelsk lagernden Munitivnsvorräte hevangeschafst werden können, erscheint zweifel­haft. Daraus geht hervor, daß sowohl von Seiten der Rumänen, als auch von Seiten der Verbündeten schnellstes Handeln als un­bedingt erforderlich betrackstet rverden wird.

Graf Andrassy und die rumänische Kriegserklärung.

Budapest, 29. Ang. Ter Mi^-Bevi^erstattier ver­öffentlicht eine Unterredniuz mit dem Grafen Andrassy über dve rumänische Kriegserklärimg. Andrassy äußerte: Rinnäniens Kriegs- crkläning ist ein einfacher räuberischer lleberfall. Eine riesige: Korruption bereitete diesen Krieg vor. Wir brm:chen indes nicht zu erschrecken. Siebenbürgen ist indes von Natur aus ein starkes Bollwerk. Unsere Regierung und unsere Heeresleitung sahen längst die Gefahr voraus, und so können wir hoffen, daß wir nicht nn-i vorbereitet sind. Wir Ungar:: wissen, daß wir für unsere Existenß kämpfen. Ohne Siebenbürgen ist kein Ungarn denkbar. Die Ru­mänen wollten nicht abtvarten, bis Bulgarien an der Saloniki- Front völlig siege und seine Armee dort ganz frei rverdck. Wir bosien aber, daß ihre Berechnungen ihnen iricht viel mrtze:: werten.. Bill garten vergaß niemals Rumäniens Haltung im Bakkarrkriege und hielt seine Truppen gegei: den verhaßten Nachbar unter bereit. Rumänien treibt ein verwegenes Spiel bei seiner strategischen Lage, die die denkbar schlechteste ist. Aicch ist der größte Teil der Bauern- sck-aft gegen den Krieg. Was aber cunti kommen mag, wir sind in der Lage, in der wir bis zum Ende kämpfen müs^n.

Die ersten 10 Millionen für die ftinfte .Kriegsrrnkche.

Elberfeld, 29. Aug. Tie städtische Sparkasse in Elberfeld wird auf die kommende fünfte Kriegsanleihe für sich und ihre Sparer einen Betrag von 10 Millionen Mark zeichnen.

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung

betr. weitere Ausnahmen von der Bekanntmachung Wer RoWckak.

Vom 18. August 1916.

Auf Grund des § 2 der Bekanntmachung über Rohtabak vom 7. August 1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 920) bestünme ich:

I. Die Rohtabakausfuhr-Prüfungsstelle wird ermächtigt, Äbis- nahmeu von den Vorschriften in § 1 der Verordn:mg auch in den Fällen zuzulassen, in denen nachweislich Kaüfverträge Wer Rohtabak vor dem 8: August abgeschlossen, aber rwch nicht er­füllt sind.

II. Die Rohtabakausfuhr-Prüftmgsstelle wird weiter ermäch­tigt, die Lieferung von Rohtabak an Kleinmengenverkäufer (§ 6 der Tabakzollordnung) zuznlaffen, toenn diese sie nachweislich zur Kersmaung der Klein:neng«:käuser benötigen.

III. Der Verkehr mit Ansichisn:ustern und Arbeitsmustern bis zu 2 Kilogramm von jeder Sorte bleibt frei.

Berlin, den 18. Llugnst 1916.

Der Reichskanzler.

_ Im Aufträge: Müller. __

Bekanntmachrrug.

Auf Grund des A 3 der Verordnung über die Verarbeitung von Geinüse vom 5. August 1916 bedarf es zur Erfüllung bereits ab­geschlossener Verträge über de^-iErwerb von Weißkohl zur Her­stellung von Sauerkraut der Estmehmigi:ng der Kr:egsgefellschlaft für Sauerkraut m. b. H. in Berlin.

Die .Hersteller von Sauerkraut, welche bereits abgeschlossene Verträge über den ^Erwerb von Weißkohl zur .Hersielburg von Sauer­kraut erfüllen lassen wollen, müssen diese Verträge vor der Er­füllung an unsere Geschäftsstelle, Berlin W. 57, Potsdamer Straße 75, zur Genehmigrmg einscnden.

Berlin, den 17. ?lugnst 1916.

Ktiegsgesellsckstrft für Sauerkraut m. b. H.

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Donnerstag, den 7. September 1916.

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Die ttilterstjitzuugcn dürLeu nur an den

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